Zahnprothese

Zahnprothese für eine gute Lebensqualität

 

Behandlung ZahnprotheseKünstlicher Zahnersatz ist nicht nur optisch und von ästhetischer Seite her von Bedeutung.

Eine perfekt sitzende Zahnprothese erfüllt alle Funktionen, die auch von gesunden Zähnen übernommen werden.

Für die meisten Menschen ist die Zahnprothese daher ein unbedingtes Muss.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Zahnprothese. 

 

Was genau ist eine Zahnprothese?

 

Trotz bester Pflege und einer kontinuierlichen professionellen Versorgung durch den Zahnarzt halten Zähne nicht ein ganzes Leben lang. Bereits im Laufe der Jahre können durchaus einzelne Zähne entfernt werden, sodass Zahnlücken entstehen. Diese werden zwar mit qualitativ hochwertigem Zahnersatz in Form von Brücken oder Kronen geschlossen, eine komplette Zahnprothese ist jedoch in der Regel die endgültige Lösung.

Zahnmedizinische Studien haben erwiesen, dass vielen Erwachsenen bis zum 50. Lebensjahr im Durchschnitt drei bis vier Zähne fehlen. Bis in ein hohes Alter hinein bleibt es nicht dabei.

 

Weitere Zähne können durch:

 

verloren gehen.

 

Viele Patienten leiden unter einer sogenannten Hypodontie. Darunter verstehen die Zahnmediziner eine fehlende Anlage von Zähnen. Aus diesen Gesichtspunkten heraus resultieren massive Beeinträchtigungen des Aussehens, des Sprechens und des Kauens. Lediglich durch die Verwendung von Implantaten kann eine Zahnprothese vermieden werden.

 

Nur die wenigsten Patienten können sich diese Maßnahme aus finanziellen Gründen leisten. So bleibt die Zahnprothese nach wie vor die beste Alternative gegenüber einem Mund ohne Zähne. In diesem Zusammenhang bieten die Zahnprothetiker dritte Zähne an, mit denen eine bedarfsgerechte individuelle Ausstattung von Patienten auf einem hohen Niveau gewährleistet werden kann. Dazu gehören sowohl die Teil- als auch die Teilprothesen.

 

Ursprung und Entwicklung von Zahnprothesen

 

Vor etwa 4.000 Jahren trugen die verstorbenen Pharaonen in Ägypten schon den ersten Zahnersatz.

Vor 2.300 Jahren war Zahnersatz bei den Kelten bereits üblich. Um etwa 500 bis 400 vor Christi nutzen die Etrusker Zahnersatz. Die erste vollprothetische Versorgung aus tierischen und menschlichen Zähnen geht bis in das Jahr 1.200 vor Christi zurück.

Im 18. und 19. Jahrhunderten waren Zahnprothesen durchaus gängig. Nach der Herstellung eines Abdruckes vom Gebiss konnten bereits unechte Zähne gefertigt werden. In den Jahren davor gelangten die Patienten teilweise durch die Zähne toter Menschen zu ihrem Zahnersatz. Dentisten bearbeiteten diese und stellten sie den Kunden zur Verfügung.

Schlachtfelder waren eine besonders beliebte Bezugsquelle für Zähne. Verbunden wurden die einzelnen Stücke mit Drähten oder Streifen aus Gold oder Silber miteinander. Daraus entstanden Brücken oder Prothesen. Seit 1820 kam Porzellan für den Zahnersatz zum Beißen und Kauen in Frage. Seit 1851 wurde mit Naturgummi oder Kautschuk gearbeitet.

Mittlerweile wurden die Zahnprothesen so weit vervollkommnet, dass heute belastbare und gleichzeitig attraktive Materialien wie Keramik, diverse Kunststoffe und Porzellan zum Einsatz kommen. Geforscht wird dahingehend, Dentin oder Zahnbein aus den Stammzellen zu züchten und dieses für Zahnprothesen verfügbar zu machen.

 

Funktion, Wirkung und Ziele von Zahnprothesen

 

Dritte Zähne übernehmen verschiedene Funktionen. Sie tragen daher nicht nur dazu bei, dass sich die Patientinnen und Patienten wohlfühlen, sondern dass sie gesund bleiben.

Die Zahnprothesen erfüllen alle Funktionen, die normalerweise von den echten Zähnen ausgehen.

Aus diesem Grund müssen die Dentisten bei der Fertigung und beim Anpassen eine große Sorgfalt walten lassen. Ist das nicht der Fall, können schlecht sitzende Zahnprothesen zusätzliche Beschwerden verursachen. Dann vermeiden die Patienten, die Zahnprothesen täglich zu tragen.

Zahnprothesen beugen einem Rückgang von Zahnfleisch und Knochensubstanz des Kiefers vor. Das hat damit zu tun, dass diese Areale durch den Druck und die Beanspruchung der Zähne ebenfalls zum Wachstum angeregt werden. Auch auf diese Aspekte zielen Zahnprothesen ab.

Zahnprothesen sind verantwortlich für:

Das Kauen:

  • Fassen und Halten der Nahrung
  • Schneiden der Nahrung
  • Herausreißen von Nahrungsstücken
  • Zermahlen von Nahrungsmitteln

Das Unterstützen:

  • des Sprechens beziehungsweise des Artikulierens durch die Bildung von Lauten
  • des Lachens
  • des Schluckens
  • des Musizierens durch das Regeln des Luftstromes
  • des Singens

und das Aussehen eines Menschen oder die Ästhetik des Gesichts durch den Schluss von Zahnlücken

Durchführung und Wirkungsweise der Zahnprothesen

 

Wie der Begriff Zahnprothese aussagt, handelt es sich um den Ersatz von natürlichen Zähnen in einem Erwachsenengebiss. Das können Zähne im Ober- und/oder Unterkiefer sein.

Behandlung ZahnprotheseNicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Leute könne heute mit Zahnersatz ausgerüstet werden.

Bei diesen Patientinnen und Patienten stehen meist kosmetische Erwägungen im Vordergrund.

Ein Zahnersatz ist grundsätzlich ein Fremdkörper. Je nachdem, ob sich im Mund des Patienten noch sogenannte „Ankerzähne“ beziehungsweise gesunde echte Zähne befinden, kann eine Zahnprothese mit Klammern daran befestigt werden.

Ist das nicht der Fall, können spezielle Haftmitteln eine Fixierung darstellen. Gegenwärtig werden ganz unterschiedliche Arten von Zahnprothesen angeboten.

Diese werden in Abhängigkeit von ihrer Konstruktion herausgenommen oder sie bleiben komplett im Mund. Sie sind vom Patienten selbst nicht entfernbar. Herausnehmbare Total- oder Teilprothesen bleiben lediglich tagsüber in der Mundhöhle, um einem Verschlucken während es Schlafens vorzubeugen.

 

Arten von Zahnprothesen

Unter dem Begriff Zahnprothese werden derzeit die Zahnbrücken, die Teilprothesen und die Vollprothesen zusammengefasst.

Welche Prothese eine bedarfsgerechte Versorgung darstellt, ergibt sich aus dem Zustand des Gebisses, der Anzahl der Zahnlücken und deren Position.

Besonders relevant ist das Vorhandensein von Anker- oder Pfeilerzähnen. Sie bilden das Fundament für die Fixierung einer Zahnprothese. Total- oder Vollprothesen sind ideal, wenn Patienten keine Pfeilerzähne mehr haben.

Der Halt einer Vollprothese wird entweder durch zusätzliche Haftmittel oder durch die normale Struktur des Mundes garantiert. Durch den Unterdruck zwischen der Schleimhaut des Kiefers und des Gaumens baut sich eine Adhäsions- und Kapillarwirkung auf. Diese beugt einem Lockern der Vollprothese vor.

 

Eine Zahnprothese hilft gegen

 

  • Unfähigkeit, feste Nahrung zu Zerkleinern
  • eingeschrauml;nkte Artikulation
  • unästhetisches Aussehen
  • schlechte Mundhygiene
  • Aspiration beziehungsweise Verschucken von Nahrungsstücken
  • Erkrankungen der Mundhöhle
  • geringe Speichelproduktion
  • Abnahme von Kieferknochensubstanz und Zahnfleisch
  • Geschmacksverlust

Je nachdem, für welche Zahnprothese sich die Patienten entscheiden, sind sowohl Vorteile als auch Nachteile gegeneinander abzuwägen. Die Dentisten achten zudem darauf, ob sich ein Mensch noch selbst pflegen kann, oder ob eine komplette Übernahme der Körperhygiene erfolgen muss. Diese Punkte beeinflussen neben den medizinischen Indikationen oder Gründen ebenfalls die Auswahl der Zahnprothese.

 

Eine Zahnprothese fördert und stärkt

 

  • das Wohlbefinden
  • soziale Kontakte
  • ein ästhetisches Aussehen
  • die sprachliche Verständigung
  • das Singen und das Musizieren
  • eine gesunde Verdauung und eine ausgewogene Ernährung durch ein ausreichendes Kauen
  • kräftiges Zahnfleisch und intakte Kieferknochen
  • gesunde Mundhygiene

Zahnprothesen sind weitaus mehr als nur ein Ersatz von natürlichen Zähnen. Sie schützen insbesondere als Teilprothesen die restlichen Zähne, weil sie den Speichelfluss anregen. Darüber hinaus begünstigen Zahnprothesen das Ausbleiben einer Gingivitis, einem entzündlichen Prozess des Zahnfleisches.

 

Diagnose und Untersuchungsmethoden bei Zahnersatz

 

Die Diagnostik oder die Krankheitserkennung spielt beim Zahnersatz eine zentrale Rolle. Sie ist der Grundstein für mehrere Aussagen, die Rückschlüsse darüber ermöglicht, welche Art einer Zahnprothese es sein soll.

Die diagnostischen Untersuchungen sollen Klarheit bringen, welche Prothese für einen komplett oder teilweise zahnlosen Patienten die passende ist.

Aus zahnmedizinischer Sicht steht bei der detaillierten Diagnostik in Hinsicht auf einen Zahnersatz ebenfalls im Vordergrund, dass ein atraumatischer beziehungsweise ein verletzungsfreier und eine einwandfrei funktionierender Zahnersatz erarbeitet werden muss.

Die diagnostischen Untersuchungen beinhalten zunächst eine Vorbegutachtung. Diese basiert auf einer Analyse des Mundes und der oberen sowie der unteren Kiefer. Des Weiteren untersucht der Zahnarzt die Schleimhäute im Mund und die restlichen Zähne. In zahlreichen Fällen wird die normale Voruntersuchung durch eine Röntgenaufnahme erweitert. Zeigen sich entzündliche Vorgänge oder sonstige krankhaften Auffälligkeiten, wird mit der Prothesenversorgung gewartet.

 

Ob bei einer Zahnkrone, einer Brücke, einer Teil- oder einer Vollprothese – folgende Diagnoseverfahren sind bedeutsam:

 

  • Anamnese oder Vorgeschichte einer Erkrankung (Patienten- und Familienanamnese)
  • zahnmedizinische Befundaufnahme durch eine Sichtuntersuchung
  • Ermittlung des Parodontalstatus
  • dreidimensionale Volumentomografie
  • Panaoramaröntgenbild
  • Bissflügelaufnahmen für kleinere Zahnsanierungen

Risiken und Nebenwirkungen von Zahnprothesen

 

Da eine Zahnprothese eigentlich nicht zum Körper gehört, kann die Prothesenversorgung ohne Weiteres mit Risiken verbunden sein:

 

  • Störungen der Wundheilung nach operativen Maßnahmen
  • Infektionen der Wunden durch Eindringen von bakteriellen Krankheitskeimen
  • Blutungen
  • Verletzungen von umliegenden Zähnen und Nerven
  • Verletzungen des Zahnfleisch und der Schleimhaut des Mundes
  • Druckstellen unter der Zahnprothese
  • Brechen der Zahnprothese
  • Entzündungen des Zahnfleisch bei schlecht angepassten Prothesen

Damit sich die Beschwerden im Zusammenhang mit Zahnprothesen möglichst schnell legen, ist eine regelmäßige Konsultation beim Zahnarzt bereits bei den ersten Symptomen unabdinglich.

Werden Zahnimplantate gesetzt, die als Verankerung dienen, kann sich der Heilungsprozess noch verlängern. Patienten mit dritten Zähnen sowie Pflegekräfte sollten daher den Zustandes des Mund gut beobachten und auf Beschwerden achten.

 

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen bei Zahnprothesen

 

  • Unverträglichkeit gegenüber Haftmitteln
  • Medikamente
  • Immunsuppressiva
  • Kortison
  • Blutverdünner
  • Zytostatika
  • Impfungen
  • Zeckenschutzimpfung
  • Gebärmutterhalskrebsimpfung
  • Wundstarrkrampf- oder Tetanusschutzimpfung
  • Desensibilisierungsbehandlungen bei Allergien  oder Zähneknirschen (bei Vollkeramikprothesen)
  • unzureichende Mundhygiene
  • Bruxismus oder Zähneknirschen (bei Vollkeramikprothesen)

Einzelne Kontraindikationen oder Gegenanzeigen sind nur vorübergehend zu beachten. Deshalb sollte in jedem Fall der Zahnarzt darauf hingewiesen werden.

Immunsuppressiva unterdrücken die Funktion des körpereigenenen Abwehrsystems. Kortison ist ein entzündungshemmendes Arzneimittel. Blutverdünner werden bei einer Thrombosegefährdung und bei Herzkrankheiten verordnet. Ein Thrombus ist eine Zusammenballung von Blutplättchen. Zytostatika kommen bei einer Chemotherspie gegen Krebs zum Einsatz.

 

Fachleute für Zahnprothesen sind

 

  • Fachärzte für Zahnmedizin
  • Kieferorthopäden
  • Kieferchirurgen
  • Dentisten in den zahntechnischen Laboren

Bei der Prothesenversorgung arbeiten meist mehrere Fachrichtungen Hand in Hand. Die endgültige Herstellung des Zahnersatzes wird in den Zahnlaboren vorgenommen. Der Zahnaarzt übernimmt wiederum alle andere Tätigkeiten wie Voruntersuchung, Ausführung und Nachsorge.

 

Unser Fazit zur Zahnprothesen

 

Ein Zahnersatz ist heute obligat. Es ist nicht damit abgetan, dass alle Zähne aus dem Mund entfernt sind. Um Vitalität und Gesundheit auszustrahlen, ist eine Zahnprothese eine perfekte Lösung. Die Bandbreite an Prothesenarten und Zahnersatzmöglichkeiten ist sehr groß, sodass für jeden Patienten eine optimale Variante gefunden werden kann.

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