Parodontose

Inhaltsverzeichnis Parodontose

Parodontose

Ursachen

Symptome

Diagnose

Therapie


Parodontose

Was ist Parodontose? Parodontose ist ein Sammelbegriff für nicht-entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparats.

Der Zahnhalteapparat besteht aus Zahnfleisch, Knochen, Wurzelhaut und Wurzelzement eines Zahns, also allen Strukturen, die den Zahn im Kieferknochen verankern.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Parodontose auch für eine Parodontitis verwendet, also für eine bakterielle Infektion des Zahnhalteapparats.

Parodontose verläuft schleichend und wird daher meist erst im vierten oder fünften Lebensjahrzehnt diagnostiziert.

Ursachen

Die Ursache für Parodontose ist meist mangelhafte Mundhygiene und Zahnpflege. Die Bakterienflora der Mundhöhle zersetzen Speisereste und bilden dabei Fäulnisstoffe und Zahnbeläge. Dadurch entstehende Zahnfleischentzündungen  können auf den Zahnhalteapparat übergreifen.

Im weiteren Verlauf kann es zur Rückbildung der Kieferknochen und zur Lockerung von Zähnen bis hin zum Zahnverlust kommen. Auch mechanische Reize durch schlecht sitzenden Zahnersatz kann zu Parodontose führen.

Risikofaktoren für die Entstehung einer Parodontose sind Rauchen, Stress, Alkohol, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und die hormonelle Umstellung während einer Schwangerschaft. Parodontose kann ansteckend sein, so ist z.B. gegenseitige Ansteckung von Lebenspartnern bekannt.

Symptome

Als Symptome einer Parodontose können Zahnfleischentzündung, Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Schmerzen, Schwellung der Zahnfleischränder, Zahnfleischtaschen, Zahnfleischrückgang, Zahnstein, Eiter und lockere Zähne auftreten. Am stärksten treten die Symptome im Bereich der Frontzähne von Ober- und Unterkiefer auf.

Diagnose

Nach einer eingehenden Anamnese testet der Zahnarzt die Gesundheit des Zahnfleisches und untersucht die Zähne auf harte und weiche Zahnbeläge.  Zahnfleischtaschen werden sondiert. Dabei wird der Parodontal Screening Index (PSI) ermittelt. Ein PSI von Null steht für gesundes Zahnfleisch; ein PSI von vier für schwere Parodontitis. Aus dem Speichel kann eine Kultur zur Bestimmung der Bakterien angelegt werden. Durch Röntgenuntersuchungen kann  Ausmaß des Abbaus des Kieferknochens dargestellt werden.

Therapie

Der Zahnarzt entfernt Zahnbeläge und beseitigt Karies. In Patientenschulungen wird der Patient zu häuslicher Zahnpflege motiviert. Blutende Zahnfleischbereiche sollten bei der Zahnpflege nicht ausgespart werden, sondern im Gegenteil besonders gründlich mit der Zahnbürste behandelt werden. Zahnfleischtaschen können durch Kürettage oder durch Lasertherapie gesäubert werden. Sehr tiefe Zahnfleischtaschen werden operativ behandelt.

Zur Geweberegeneration kann der Arzt eine spezielle Folie zwischen Zahnfleisch und Zahnhalteapparat anbringen, in die die Gewebszellen langsam nachwachsen können. Durch operative Eingriffe kann der Kieferknochen modelliert werden ; aus anderen Knochen des Körpers kann dabei Knochenmaterial übertragen werden. Bei Schleimhautdefekten kann auch eine Schleimhauttransplantation erfolgen.

Nach Abschluss der eigentlichen Parodontose-Behandlung findet die Nachbehandlung durch den Patienten ; Ziel ist die Verhinderung von neuen Zahnbelägen.Mundbakterien werden mit Antibiotika und Mundspülungen bekämpft. Zur Unterstützung der Parodontose-Behandlung stehen zahlreiche Mund- und Rachentherapeutika mit entzündungshemmenden Wirkstoffen zur Verfügung.

Dazu gehören Mundspülungen mit Chlorhexidin oder Zahnpasten mit Pflanzenextrakten wie Kamille, Salbei oder Isländisch Moos oder auch Vitamin-A-haltige Zahnpasten. Homöopathie kann ebenfalls zur Parodontose-Behandlung eingesetzt werden: das Mittel Calcium fluoratum in D6 oder D12 stärkt Knochen und Bindegewebe. Zur Vorbeugung gegen Parodontose wird in regelmäßigen Abständen eine professionelle Zahnreinigung und Kontrolluntersuchung empfohlen.

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