AFP

Auch bekannt als: AFP, Total/ Gesamt Alpha-Fetoprotein
Bezeichnung: Alpha-Fetoprotein
Ähnliche Tests: CEA, hCG, Tumormarker , Hepatitis B, Hepatitis C, AFP Maternal

Auf einen Blick

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Was ist AFP (Alpha-Fetoprotein)?
Pixabay / whitesession

Warum wird AFP untersucht?

Als Verlaufskontrolle für bestimmte bösartige Tumoren, z. B. der Leber, der Hoden oder der Eierstöcke (Ovarien). AFP wird auch in der Schwangerschaftsüberwachung eingesetzt (siehe auch Alpha-Fetoprotein / Schwangerschaftsuntersuchungen)

Bei welchen Erkrankungen sollte das Alpha-Fetoprotein untersucht werden?

Bei Verdacht auf einen bestimmten Tumor, z. B. der Leber, der Hoden oder der Eierstöcke (Ovarien) hat
Als Kontrolle während und nach der Behandlung eines dieser Tumoren
Bei chronischer Hepatitis oder Leberzirrhose

Aus welchem Probenmaterial wird der Test durchgeführt?
Aus Blutuntersuchungen von einer Blutprobe aus einer Armvene.

Das Probenmaterial

Was wird untersucht?

AFP ist ein Protein (Eiweiß), welches natürlicherweise von fetalen Geweben, insbesondere der Leber, aber auch von unterschiedlichen Tumoren gebildet wird. Die Konzentration des Alpha-Fetoproteins ist im Blut der Mehrzahl der Patienten mit hepatozellulärem Karzinom (Leberzellkrebs) erhöht. Darüber hinaus werden erhöhte Werte auch bei einigen Patienten mit Hodenkarzinom oder Ovarialkarzinom nachgewiesen.

Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?

Aus einer Blutprobe aus einer Armvene.

Der Test

Wie wird der AFP-Test eingesetzt?

AFP

Leberkrebs (Leberzellkarzinom)

AFP wird zur Verlaufskontrolle bestimmter bösartiger Tumoren, z. B. der Leber, der Hoden oder der Eierstöcke (Ovarien) eingesetzt. Nach der Diagnose eines dieser Tumoren wird das Alpha-Fetoprotein in bestimmten Abständen untersucht, um das Ansprechen auf die Therapie zu kontrollieren oder das Auftreten von Metastasen zu überwachen.

 

Wenn Sie eine chronische Hepatitis (Leberentzündung), oder insbesondere eine Leberzirrhose haben, könnte Ihr behandelnder Arzt aufgrund des erhöhten Risikos ein hepatozelluläres Karzinom (ein bestimmter Leberkrebs) zu entwickeln, AFP-Werte zur Kontrolle durchführen.

Alpha-Fetoprotein wird auch eingesetzt, um schwangere Frauen zu untersuchen (siehe auch AFP/ Schwangerschaftsuntersuchungen)

Wann könnte der AFP-Test sinnvoll sein?

Ihr behandelnder Arzt wird einen Alpha-Fetoprotein-Test anfordern, wenn:

  • Der Verdacht auf einen Lebertumor oder bestimmte Tumoren der Hoden oder Ovarien besteht
  • Sie eine gegenwärtige oder eine vorausgehende Behandlung für einen dieser Tumoren hatten
  • Sie eine chronische Hepatitis oder eine Leberzirrhose haben

Was bedeutet das Testergebnis?
Erhöhte AFP-Konzentrationen können bei hepatozellulären Karzinomen, Ovarialkarzinomen, Keimzelltumoren der Hoden, Leberzirrhose, Hepatitis, oder anderen Tumoren (Magen, Kolon, Lunge, Mamma (Brustkrebs), Lymphom) auftreten. Geringgradig erhöhte Alpha-Fetoprotein-Werte sind bei Patienten mit chronischer Hepatitis oder Leberzirrhose häufig. Bei diesen Patienten ist ein tatsächlicher Anstieg der Alpha-Fetoprotein-Konzentration wichtiger als der jeweilige absolute Alpha-Fetoprotein-Wert.

Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
Im Allgemeinen gilt, dass je höher der AFP-Wert ist, desto größer der Tumor. Die Konzentration sinkt ab, wenn der Körper auf die Tumortherapie anspricht. Wenn die Alpha-Fetoprotein-Konzentration nicht innerhalb einer bestimmten Zeit nach der Tumortherapie absinkt, könnte noch restliches Tumorgewebe vorhanden sein.


Hinweise & Störungen

  • Stabilität und Probentransport
  • Referenzbereich
  • Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
  • Richtlinien zur Qualitätskontrolle

Häufige Fragen

1.) Was sind die Risikofaktoren für ein hepatozelluläres Karzinom (Leberzellkrebs)?

Leberkrebs Symptome Gelbsucht

Ein Leberkarzinom tritt am häufigsten bei Patienten mit mit chronischen Narbenbildungen auf

Dieser Tumor tritt in der Regel bei Personen mit chronischen Narbenbildungen in der Leber, der Leberzirrhose, auf. Die häufigsten Ursachen für die Leberzirrhose umfassen die chronischen Infektionen, die am häufigsten durch Hepatitis B oder Hepatitis C Viren hervorgerufen werden.

Auch der Alkoholmissbrauch erhöht das Risiko für die Entwicklung einer Leberzirrhose. Einige erbliche Erkrankungen, insbesondere die Hämochromatose (bei der der Körper zuviel Eisen ablagert), können ebenfalls eine Leberzirrhose verursachen und später zu einem hepatozellulären Karzinom führen.

2.) Wenn mein AFP erhöht ist benötige ich andere Tests?

Wenn bei Ihnen eine chronische Leberinfektion oder Leberzellschädigung vorliegt, kann eine erhöhte AFP-Konzentration allein aufgrund der Erkrankung selbst auftreten.

Sollte die Alpha-Fetoprotein-Konzentration plötzlich ansteigen, oder sehr stark erhöht sein, wird Ihr behandelnder Arzt in der Regel weiterführende Untersuchungen, wie z. B. einen Ultraschall des Bauchraums, eine Computertomographie (CT), oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchführen. Diese Bildgebenden Verfahren können oftmals auch kleine Tumoren nachweisen, wenn sie vorhanden sind.

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