Tumor

Steckbrief: Tumor

  • Name(n): Tumor; Neoplasie; Krebs
  • Art der Krankheit: Fehlgesteuertes Zellwachstum
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: teilweise
  • Art des Auslösers:Mutation
  • Wieviele Erkrankte: ca 14 – 15 Milliarden
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Onkologen
  • ICD-10 Code(s): C00-C97

Der Begriff Tumor bezeichnet eine atypische Zunahme von Gewebevolumen.

Jede Zunahme des Gewebevolumens mehrzelliger Lebewesen kann, gleich der Ursache, im weiteren Sinne als Tumor bezeichnet werden. Im engeren Sinne beschreibt der Begriff Tumor jedoch eine lokale Verwachsung von gegenüber dem Ursprungsgewebe veränderter Zellen. Tumore können sich als örtliche Schwellung oder als eindeutig messbare Zunahme des Gewebevolumens äußern. Alle Gewebearten des Körpers mehrzelliger Lebewesen können von Tumorbildung betroffen sein. Dies kann mit erheblichen Einschränkungen oder Ausfall von Organfunktionen verbunden sein. Eine besonders aggressive und gesundheitsgefährdende Form von Tumoren, die durch fehlerhafte Zellneubildung entstehen kann, ist Krebs.

Definition Tumor

Der Begriff Tumor leitet sich aus dem lateinischen Wort tumor, für Wucherung oder Schwellung ab. Entsprechend dieser Wortherkunft kann dieser Begriff in der Medizin zwei unterschiedliche, von einer Schwellung oder Volumenzunahme gekennzeichnete Gewebeveränderungen beschreiben:

Im weiteren Sinne ist jeder erhöhte Platzbedarf eines Gewebes durch Schwellung oder Verhärtung ein Tumor. Dies kann auch die vermehrte Ausdehnung eines Hohlorgans wie des Darms bezeichnen. Hier kommt es durch Stuhlansammlung zu einer tastbaren Volumenzunahme im Unterbauchraum.

Im engeren Sinne beschreibt ein Tumor jedoch ein durch fehlerhafte Zellvermehrung entstandenes Geschwulst eines Körpergewebes. Die Zellen dieser Verwachsung weichen dabei unterschiedlich stark vom Ursprungsgewebe ab. Je nachdem, ob die Tumoren lediglich an einer Stelle des Körpers auftreten oder an mehreren unterschiedlichen Stellen, werden sie als solitär (allein auftretend) oder multifokal / multizentrisch (verteilt auftretend) bezeichnet.

Weiterhin können Tumoren gutartig (langsam wachsend und sich nicht ausbreitend) oder bösartig (schnell wachsend, gewebezerstörend und sich ausbreitend) sein. Bösartige Tumore können sich zu Krebs entwickeln. Ein Tumor im eigentlichen Sinne ist also eine abnorme neu entstandene Zellmasse von Gewebe, die keinem funktionellen Zweck dient. Diese Art des fehlerhaften Wachstums von Gewebe wird als neoplastisches Wachstum bezeichnet.

Der wesentliche Unterschied der durch fehlerhafte Zellvermehrungen hervorgerufenen Tumore zu Schwellungen und Entzündungen ist ihre Autonomie gegenüber äußeren Einflussfaktoren. Neoplastisches Wachstum fußt auf genetischen Veränderungen von Gewebezellen und nicht auf Anpassungsreaktionen an die Umwelt. Die neoplastische Zellvermehrung findet daher auch unabhängig von umliegenden Gewebe und sonstigen Umweltbedingungen statt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Tumoren in Grade, basierend auf der sogenannten TNM – Klassifikation ein. Diese dient vor allem zur Einteilung der bösartigen Tumoren anhand von drei Primärkategorien. Diese fassen Ausdehnung und Verhalten des Tumors (die Kategorie Tumor, kurz T), den Nodus (kurz N), abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung Nodus lymphoideus für die Lymphknoten, einem wichtigen Teil des Immunsystems und das Vorhandensein von Metastasen (mit M abgekürzt). Diese drei Beschreibungsmerkmale T, N, M geben dem Klassifikationssystem seinen Namen.


Was ist ein Tumor?

Die Zunahme von Gewebevolumen, in der Medizin auch als erhöhte Raumforderung der betreffenden Gewebeabschnitte bezeichnet, wird im Allgemeinen als Tumor bezeichnet. Tumoren sind nicht auf spezielle Gewebearten beschränkt und könnten somit an allen Stellen und an allen Organen des Körpers auftreten. Das Vorhandensein einer geweblichen Volumenzunahme gibt allein allerdings noch keine genauere medizinische Auskunft, da Tumoren sowohl von Entzündungen, Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) oder Zysten ausgelöst werden können, als auch durch fehlerhafte Zellneubildung.

Wird ein Tumor durch fehlerhaft ablaufende Neubildung von Zellen ausgelöst, wird er auch als Neoplasie bezeichnet. Eine besondere Form der Neoplasien ist unter der Krankheitsbezeichnung Krebs bekannt. Tumoren können, je nach Ort ihres Auftretens und ihrer medizinischen Ursache, die Funktion von Organen und des Organismus mehr oder weniger stark beeinträchtigen. Diese Beeinträchtigung kann bis zum Tod des betreffenden Organismus führen. Durch Neoplasien verursachte Tumoren können weiterhin Tochterzellen ausbilden, die zu weiterer Tumorbildung führen und so weitere Organe innerhalb des Körpers befallen und schädigen.

Der Begriff Tumor ist somit sehr weitläufig, da dieser sich zuerst einmal, unabhängig von der medizinischen Ursache, lediglich auf die erhöhte Raumforderung des Gewebes bezieht. Davon ausgehend können Tumore nach ihrer Genese in lediglich einen erhöhten Platzbedarf fordernde Gewebeveränderungen, wie Entzündungen, Ödeme oder Zysten und Neoplasien eingeteilt werden.

Neoplasien selbst werden weiterhin nach ihren Eigenschaften und ihrer Herkunft beschreiben. Diese Beschreibungsdimensionen werden als Dignität und Systematik bezeichnet. Die Neubildungen von Körpergeweben können sich gutartig oder bösartig verhalten. Diese Einteilung bezieht sich auf die Fähigkeit eines Tumors, Tochtergeschwulste, sogenannte Metastasen, ausbilden zu können und wird als Dignität bezeichnet.

Die Dignität klassifiziert Tumoren in benigne, die gutartigen Tumore und in maligne, bösartige Tumoren. Benigne Tumoren drängen durch ihr Wachstum zwar umliegendes Gewebe zurück und können es durch Kompression auch indirekt schädigen, infiltrieren es jedoch nicht, das heißt, sie wachsen nicht in gesundes Gewebe ein und schädigen bzw. zerstören es direkt. Generell verläuft bei ihnen das Wachstum eher langsam. Eben sowenig bilden sie Absiedlungen, das heißt streuen weitere Neoplasien im Körper aus.

Maligne Tumore hingegen sind schnell wachsend, verhalten sich invasiv, indem sie in das sie umgebende Gewebe hineinwachsen und breiten sich in Metastasen aus. Sie treten ausschließlich bei warmblütigen Lebewesen auf. Eine Zwischenform stellen die semimalignen Tumoren dar: Sie bilden zwar keine Metastasen aus, zerstören aber durch ihr Wachstum umliegendes Gewebe oder wachsen in dieses Gewebe hinein.

Tumorzellen gehen durch fehlerhafte Zellproliferation, also der Vermehrung von Gewebe durch Zellteilung und Wachstum, aus differenziertem Ursprungsgewebe vorher. Differenziert heißt hier, dass es sich um spezielle Gewebeformen der unterschiedlichen Organe handelt. Die Gewebearten der Organe, das heißt die Zellen aus denen diese Organe bestehen, unterschieden sich in Aussehen, Aufbau, Funktion und Zellteilungseingenschaften. All diese Eigenschaften entwickeln sich nach und nach in einem stufenweisen Vorgang der Zytogenese, der Zellentstehung, aus sogenannten Stammzellen. Stammzellen sind Zellen die sich noch nicht in spezielle Gewebeformen differenziert haben.

Im Körper mehrzelliger Lebewesen finden täglich, je nach Größe des Lebewesens, bis zu hundert Millionen Zelltode statt. Diese abgestorbenen Zellen müssen durch Neubildung ersetzt werden. Diese findet primär durch Zellteilung der lebendigen Gewebezellen statt. Dieser Vorgang wird durch einen komplexen Vorgang von Steuerungs- und Regulierungssignalen vermittelt, bei dem Wachstumsfaktoren, Hormone und Botenstoffe eine Rolle spielen. Doch diese Vorgänge verlaufen nicht immer fehlerfrei. Kommt es zu Fehlern der die Zellteilung kontrollierenden Signalprozesse, kann es zu Mutationen bei der Zellteilung kommen.

Die Folge dieser Mutation sind veränderte, durch die defizitäre Zellteilung hervorgegangene Tochterzellen. Werden diese nicht durch die körpereigene Immunabwehr erkannt und durch Fresszellen entsorgt, können diese veränderten Zellen durch weitere Zellteilungen die Keime von Tumoren werden.

Der Begriff Differenzierung bezeichnet also die morphologischen und funktionellen Unterschiede der Tumorzellen zum Ursprungsgewebe und dient als wichtiges Kriterium, benigne von malignen Tumoren zu unterscheiden. Zellen gutartiger Neoplasien unterscheiden sich von den ausdifferenzierten Zellen des Ursprungsgewebes wenig, während die Zellen bösartiger Tumoren gar keine Ähnlichkeit mehr zum ursprünglichen Gewebe aufweisen können, also vollkommen undifferenziert sind.

Die Benennung gutartiger und semimaligener Tumoren richtet sich nach ihrem Ursprungsgewebe, durch dessen Fehlwachstum der Tumor entstanden ist, zusammen mit dem Suffix (der Endung) „-om“. Diese Differenzierung wird in der Regel auch bei malignen Tumoren verwendet, wobei hier Ausnahmen in der Benennung nach dieser Systematik auftreten können. Zum einen kann das Gewebe bösartiger Tumoren bereits vollkommen entdifferenziert und das Ursprungsgewebe nicht mehr erkennbar sein und zum anderen kann sich die Namensgebung nach davon abweichenden Faktoren, wie der Form der Tumorzellen orientieren.

Welche Ursachen gibt es?

Tumore können sowohl allgemeine, als auch spezielle Auslöser haben und bilden sich meist organspezifisch aus. Dies bedeutet, dass es allgemeine Faktoren gibt, die eine Tumorbildung fördern, aber es auch spezielle Ursachen geben kann, auf die Gewebe mit der Tumorbildung reagieren kann. Die tumorauslösenden Faktoren bestehen einerseits in allgemeinen und speziellen körperinternen Faktoren, aber es gibt auch externe Einflüsse die zur Tumorbildung beitragen.

Tumoren in Form von Entzündungen, Ödeme oder Zysten können durch zahlreiche Ursachen ausgelöst werden. Entzündungen können durch mechanische Reizung, Stoßwirkung oder bakterielle Infektion ursächlich entstehen. Ödeme treten oft in Folge von zugrundeliegenden Krankheiten als Symptom auf. Sie bestehen in einer durch mangelnden Abtransport von Körperflüssigkeiten ausgelösten Schwellung von Gewebe wie der Haut. Eingeschränkte Funktion von Niere und Leber, aber auch venöse Abflussstörungen bei Thrombosen können ebenfalls zu Ödemen führen. Zysten können gleichermaßen durch Abflussbeeinträchtigungen von Körperflüssigkeiten entstehen, die sich dabei in einem von epithelem Gewebe eingeschlossenen Hohlraum ansammeln.

Die Tumorbildung begünstigende allgemeine Faktoren sind Übergewicht und Einschränkung der Herz-Kreislauftätigkeit, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann. Spezielle Faktoren für die Tumorbildung bestehen hauptsächlich im Rauchen und Fehlernährung. Nikotin, fettige Nahrung und Alkohol können zur Bildung von Tumoren des Atem- oder Verdauungssystems führen. Weiterhin können radioaktive Strahlen, Arzneistoffe oder Hormone können ebenfalls begünstigende Faktoren der Tumorbildung sein. Ein spezieller körperinterner Faktor kann eine familiäre genetische Disposition zur Tumorbildung sein.

Das medizinische Fachgebiet der Onkologie beschäftigt sich mit der Erforschung und Entwicklung von Therapien im Bereich der neoplastischen Tumorbildung. Die Ursachen der Tumorentstehung werden hier in der Onkogenese, der Krebsentstehung, beschrieben. Hier treten als Auslöser für Neoplasien vor allem das Erbgut beeinflussende Faktoren auf. Dies können Umweltgifte oder Strahlung sein, aber auch bestimmte Viren stehen als biologische Faktoren mit der Tumorentstehung in Verbindung.


Symptome & Anzeichen

Neben der Tatsache, dass sich benigne und maligne Tumore in Ausbreitung, Wachstum und Gewebeschädigung unterscheiden, ist für die Ausbildung von Symptomen auch die Tatsache bedeutsam, an welcher Stelle des Körpers ein Tumor auftritt. Gutartige Tumoren beeinträchtigen den Organismus in seinen Funktionen durch ihr langsames Wachstum in der Regel nicht oder nur wenig. Dennoch können auch hier unter Umständen Beeinträchtigungen auftreten, die durch die Expansion des Tumors ausgelöst werden. Weiterhin können gutartige Tumoren durch Mutation bösartig werden.

Gleich der Dignität des jeweiligen Tumors können Druckatrophien des Umgebungsgewebes, Obstruktionen oder Ektopien als Teil der Symptomatik auftreten. Bei einer Druckatrophie kommt es durch die vermehrte Raumforderung des Tumors zu Druckeinwirkungen auf das umliegende Gewebe. Hierdurch können wichtige Versorgungswege durch mechanischen Druck eingeengt oder abgeschnitten werden. Verursacht der Tumor durch sein Größenwachstum einen Verschluss eines Hohlorgans, wird dies medizinisch als Obstruktion bezeichnet. Als ein weiteres Symptom des Größenwachstums eines Tumors kann eine Ektopie auftreten, bei der Gewebe oder ein Organ durch die Raumforderung des Tumors an eine atypische Stelle des Körpers verdrängt wird.

Sofern Tumore sich an einsichtigen oder ertastbaren Stellen des Körpers befinden, machen sie sich durch Verformungen oder Verfärbungen der jeweiligen Gewebe bemerkbar.

Bei bösartigen Tumoren können sich die erwähnten Symptome intensiveren. So kann es durch malignes neoplastisches Zellwachstum zu hochgradigen Obstruktionen in Hohlorganen kommen. Als Folge können dann Verschlüsse von Bronchien, Gallengang, Darm, Mundhöhle, Rachen oder Speiseröhre auftreten. Diese Verschlüsse wirken sich dann Atem- oder Lungenbeschwerden, Gelbsucht oder Schluckbeschwerden aus.

Ödeme können durch tumorösen Venen- oder Lymphgefäßverschluss verursacht werden. Als Folge des Energiebedarfs des Tumors, der bei bösartigen und schnell wachsenden Tumoren hoch ist, kann es zu einer permanenten Hypoglykämie, einer Unterzuckerung, kommen, die zur vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen, wie Adrenalin führt. Der Körper wird durch diesen permanenten Stresszustand ausgezehrt, es kommt zur Atrophie der Muskeln und des Fettgewebes, sowie zur Anämie, der Verminderung der Hämoglobinkonzentration im Blut.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Wichtiges Ziel der pathologischen Untersuchung eines Tumors bezieht sich auf dessen Dignität. Die Dignität eines Tumors beschreibt seine Eigenschaften und lässt Schlüsse auf das zu erwartende Wachstumsverhalten des Tumors zu. Maligne Tumoren verhalten sich invasiv, wachsen destruierend und haben das Potential zu metastasieren, während benigne Tumoren ein solches Verhalten nicht zeigen.

Der zu erwartende Krankheitsverlauf wird somit wesentlich von der Dignität eines Tumors bestimmt und unterscheidet sich stark hinsichtlich der Gutartigkeit oder Bösartigkeit einer Neoplasie.

Vordringlich werden in einer Diagnose das lokale Ausbreitungsverhalten, das Ausmaß der Differenzierung, die Proliferationsrate und das Vorhandensein von Metastasen beurteilt. Das Ausbreitungsverhalten bezieht sich auf das unmittelbare Wachstumsverhalten des Tumors an seinem Ort. Hier wird beurteilt, wie er vom umliegenden Gewebe abgegrenzt ist, ob er in seine Umgebung hineinwächst und das Gewebe vor Ort zerstört. Die Differenzierung beschreibt, wie sehr sich die Tumorzellen bereits vom Ursprungsgewebe unterscheiden. Die Wachstumsrate des Tumors wird vor allem durch seine Zellteilung bestimmt. Die Ausbildung von Metastasen erlaubt schließlich die Einordnung des Tumors in Gut- oder Bösartigkeit.

In der Diagnose wird somit anhand der Untersuchung von Wachstumsverhalten, Veränderungsgrad und Streuung des neoplastischen Gewebes festgestellt, ob es sich um einen bösartigen oder gutartigen Tumor handelt.

Fast alle gutartigen Tumoren zeigen expansives, verdrängendes Wachstum mit makroskopisch stark begrenzten Rändern. Dieses Wachstum erfolgt jedoch meist langsam und der Tumor ist von einer bindegewebsartigen Kapsel vom gesunden Körpergewebe getrennt. Benachbarte Gewebe zeigen durch die unnatürliche Raumforderung des Tumors dabei oft Druckatrophien, das heißt Erscheinungen einer Mangelversorgung durch die Einquetschung der Versorgungswege.

Abhängig von Sitz des Tumors können gutartige Tumoren aufgrund von Kompressionssymptomen oder durch sie ausgelöste Blutungen die Funktion von Organen beeinträchtigen oder sogar lebensbedrohliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Gutartige Tumore können zudem durch ihre Wirkungen Einfluss auf das endokrine System nehmen. Das endokrine System ist für die Ausschüttung von Hormonen zuständig. Diese wirken als chemische Botenstoffe regulativ auf eine Vielzahl von Körperfunktionen.

Das Fehlen von Invasion in umliegendes Gewebe oder Einbruch der Tumorzellen in Lymph- oder Blutgefäße, welcher die Voraussetzung für Metastasenbildung ist, sind die wichtigen Abgrenzungskriterien zu bösartigen Tumoren und sind deshalb entscheidend, um den weiteren Krankheitsverlauf zu bestimmen.

Bösartige Tumoren weisen hingegen meist ein schnelles Wachstum auf, dass durch fortschreitende Inflitration, Invasion und Zerstörung des Umgebungsgewebes begleitet ist. Eine besondere Form der malignen Tumoren sind jene der lymphatischen und blutbildenden Zellen. Diese können das Gewebe durchwandern, verdrängen dabei die gesunden Zellen in Knochenmark und Lymphknoten und erzeugen durch ihre Mobilität homogene Zellpopulationen überall im Körper.

Obwohl diese Art von Tumoren schon aufgrund ihrer Fähigkeit zu metastasieren zu den malignen Tumoren zählen, können sie sich durchaus in ihrer Wachstumsgeschwindigkeit und ihrer Verdrängung gesunder Zellen unterscheiden. So gibt es hier Tumoren, die zwar aufgrund ihrer Eigenschaft Metastasen auszubilden, eindeutig bösartig sind, aber in ihrem lokalen Wachstumsverhalten eher benignen Tumoren gleichen.

Neben den eindeutig klassifizierbaren Tumoren gibt es noch die semimaligenen Zwischenformen, die durch ihr besonderes Verhalten einen anderen Krankheitsverlauf als die eindeutigen Tumorformen zeigen. Dazu zählt das sogenannte Basaliom, eine Krebserkrankung der Haut, manchmal als „weißer Hautkrebs“ in Abgrenzung zum „schwarzen Hautkrebs“ bezeichnet. Das Basaliom verhält sich zwar lokal infiltrierend und gewebedestuierend, bildet aber keine Metastasen aus.

Tumore verhalten sich also übergreifend lokal expansiv mit begleitenden Kompressionssymptomen. Der weitere Krankheitsverlauf wird vor allem durch die Dignität des Tumors bestimmt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Gutartige Tumoren treten sehr häufig auf, oftmals verfügen Menschen über einen oder mehrere davon, hauptsächlich auf der Haut. Diese sind in der Regel ungefährlich und beeinträchtigen die Gesundheit nicht. Einige dieser primär gutartigen Tumoren können allerdings zu bösartigen Varianten mutieren und müssen entfernt werden.

Bösartige Tumorerkrankungen gehören nach Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems zu den häufigsten Todesursachen in den industrialisierten Staaten. Wichtige statistische Beschreibungsparameter, vor allem für Tumore sind die Inzidenz, die Mortalität und die Prävalenz.

Die Häufigkeit des Auftretens einer Krankheit in einer Bevölkerung wird als Inzidenz bezeichnet und beschreibt die Anzahl der Krankheitsfälle gegenüber einer gesunden Population. Die Mortalität beschreibt die Anzahl der an der Krankheit verstorbener in Relation zur Gesamtbevölkerung. Sie gibt also die Sterblichkeit in Bezug auf eine untersuchte Krankheit wieder.

Aus mittlerer Überlebenszeit und Inzidenz lässt sich Prävalenz ableiten. Diese gibt die zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Anzahl erkrankter Personen wieder. Diese Überlegung fußt darauf, dass es innerhalb des Zeitraumes eines Jahres eine bestimmte Anzahl an Neuerkrankten gibt, von denen zu einem gemessenen Zeitpunkt noch eine bestimmte Anzahl lebendig sind. Der Unterschied zur Inzidenz besteht darin, dass hier nicht die Neuerkrankten bestimmt werden, sondern die aktuell mit der beobachteten Krankheit lebenden Menschen.

Das Tumorrisiko ist nicht über alle Altersstufen gleichmäßig verteilt, sondern steigt, vor allem für bösartige Tumoren mit dem Alter an. Dies gilt aber nicht für alle Formen bösartiger Tumoren. Embronale Tumoren, sogenannte Blastome treffen zum Beispiel meist bei Kindern unter vier Jahren.

Dies betrifft auch Keimzellentumoren und mit exogenen Viren assoziierte Tumoren. Von diesen sind vor allem Adoleszente und junge Erwachsene betroffen. Die Altersverteilung lässt gewisse Rückschlüsse auf die Karziogenese zu, also darauf, welche Ursachen ein Tumor haben kann. Tumorerkrankungen zeigen ebenso eine unterschiedliche Geschlechtsverteilung. Zum einen dies auf biologische Ursachen, aber auch auf soziogeographische Unterschiede zurückzuführen.

Prostatakrebs ist bei Männern die häufigste Krebsursache, während es bei Frauen Tumoren an den Brustdrüsen sind. Dies hat mit der leicht unterschiedlichen Anatomie der Geschlechter zu tun. Durch Rauchen oder ungesunde Lebensweise hervorgerufene Tumoren treten bei Männern häufiger auf als bei Frauen; eine eindeutige soziographische Komponente.

Statistiken der WHO geben die Anzahl der Weltweit am Krebs erkrankten mit über 14 Millionen an. Die weltweit häufigsten Krebsarten sind Lungen-, Brust- und Dramkrebs. In Deutschland erkranken etwa 400.000 – 500.000 Menschen jährlich an Krebs, wobei die Anzahl bei den Geschlechtern ungefähr ausgeglichen ist. Dabei treten die meisten Fälle ab einem Alter von 60 Jahren auf. Insgesamt 3/4 aller diagnostizierten Erkrankungsfälle treten ab dieser Altersgrenze auf. Dies entspricht ungefähr 300.000 – 320.000 Erkrankten pro Jahr.

Studien zufolge sterben weltweit jeden Tag etwa 20.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung. Dies sind pro Jahr dann ungefähr 7000.000 Tote (ungefähr also 7 Millionen) durch die Folgen von Tumoren. Die Zahl der jährlich neudiagnostizierten Krebserkrankungen liegt bei 12 – 13 Millionen weltweit.

Bei Männern sind die häufigsten Krebserkrankungen Prostatakrebs (mit jährlich über 60.000 Neuerkrankungen), Lungenkrebs (ca. 35.000 jährliche Erkrankungen) und Darmkrebs (34.000 Neudiagnosen). Bei Frauen werden am häufigsten Tumoren der Brustdrüse (69.550), des Darms (28.490) und der Lunge (18.030) diagnostiziert.

Die bereits erwähnte Prävalenz gibt die Zahl aller zu einem Zeitpunkt lebenden Menschen an, bei denen eine bösartige Tumorerkrankung diagnostiziert wurde. Einbezogen werden dabei alle registrierten Krebsdiagnosen der letzten fünf Jahre. Aus der Häufigkeit der Krankheit und der mittleren Überlebenszeit ergibt sich pro Jahr ein ungefährer Wert von 1,6 Millionen Krebskranken bei etwa 81 Millionen Einwohnern in Deutschland.


Komplikationen bei der Krankheit

Je nachdem, welches Gewebe von Tumorbildung betroffen ist, kann es unter Umständen zu Schädigungen am Gewebe und Funktionsstörungen der betreffenden Organe kommen. Neben Funktionsstörungen der Organe, Veränderungen des Hormonhaushaltes und Mangelerscheinungen besteht die größte Komplikation bei bösartigen Tumoren.

Hier sind es vor allem die schnelle Expansion, die Invasion und Zerstörung umliegenden Gewebes und die Metastasierung des Tumors, die Probleme und Komplikationen schaffen. Ein einzelner Tumor kann sich so an mehreren Stellen des Körpers ausbreiten, wodurch eine Bekämpfung zunehmend schwieriger wird.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Treten die in Bezug auf gutartige oder bösartige Tumoren beschriebenen Symptome auf (atypische Schwellungen, Funktionsbeeinträchtigungen von Organen, Verlust von Fett oder Muskelgewebe oder allgemeine Anzeichen der körperlichen Schwäche), sollte der Arzt aufgesucht werden.

An der Körperoberfläche heranwachsende Tumore sind manchmal selbst zu erkennen. Bösartige Hautmalignome unterscheiden sich durch ihre unregelmäßige Form und Vermehrung von den bekannten Leberflecken. Regelmäßige Abtastung der weiblichen Brust nach sogenannten Knoten können selbst durchgeführt werden und bei Verdacht sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Allgemein empfiehlt sich für die jeweiligen Risikogruppen regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Dies betrifft vor allem Menschen ab einem Alter von 60 Jahren.

Behandlungsmethoden & Therapie

In der Therapie stehen für die Tumorentfernung operative Methoden, Behandlungen mit ionisierender Strahlung oder Chemotherapien zur Verfügung. Das operative Verfahren der Resektion besteht in der Entfernung des Tumors, angrenzender Gewebeteile oder gar ganzen Organen. In der medikamentösen Chemotherapie kommen als Zytostatika bezeichnete Substanzen zum Einsatz, die meist die Teilungsfähigkeit der Tumorzellen angreifen. Hierbei wird sich die schnelle Zellteilung bösartiger Tumorzellen zu Nutze gemacht, die dazu führt, dass die Zellen des Tumors empfindlicher auf Störungen der Mitose reagieren.

Bei bösartigen Tumoren können in bestimmten Fällen auch weitere, spezielle Behandlungsmaßnahmen ergriffen werden. Einige dieser Therapien basieren darauf, dass das Immunsystem direkt zur Tumorbekämpfung angeregt wird. Normalerweise werden beschädigte Zellen vom Immunsystem durch spezielle Fresszellen beseitigt. Diese Zellen sind in der Lage, durch spezielle Oberflächeneigenschaften der Zellen gesunde von beschädigten Zellen oder von biologischen Fremdkörpern zu unterscheiden. Tumorzellen umgehen diesen Mechanismus, indem sie die relevanten Oberflächeneigenschaften gesunder Zellen annehmen.

In manchen Therapien ist es nun möglich, dem Immunsystem „beizubringen“, spezielle Oberflächeneigenschaften, Oberflächenmarker genannt, der Tumorzellen zu erkennen. Werden diese Strukturen nun von den Immunzellen erkannt, können Krebszellen aktiv bekämpft werden. Diese Therapieverfahren basieren also auf einer Art Impfung.

Weite Therapiemaßnahmen können in lokaler Wärmebestrahlung, verkleben der den Tumor versorgender Gefäße oder durch örtlich begrenzten Einsatz von Giften bestehen. Keine dieser Therapieoptionen ist allerdings auf die allgemeine Tumorbehandlung generalisierbar. Die jeweiligen Maßnahmen sind nur für spezielle Tumoren wirksam.

In Tierversuchen wurde bereits mit Impfstoffen gegen weitere Tumoren experimentiert. So konnte in diesen Versuchen bei Hunden eine Tumorvakzidirung (Tumorimpfung) erfolgreich gegen Melanome der Haut durchgeführt werden. Diese Impfung hatte in der Tumorbekämpfung einen ähnlichen Erfolg wie eine konventionelle Chemotherapie, allerdings ohne deren schädliche Nebenwirkungen. Auch bei Pferden konnten ähnliche Vakzidirungen durchgeführt werden.

Außerdem stehen Behandlungsformen aus der sogenannten Komplementärmedizin zur Verfügung. Diese sind allerdings nicht geeignet um die konventionellen Therapiemaßnahmen der Tumorbekämpfung zu ersetzen, sondern stellen vor allem ergänzende Maßnahmen bereit.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Allgemein wird eine gesunde Lebensweise zur Vorbeugung der Tumorbildung empfohlen. Dies beinhaltet neben sportlicher Betätigung und Aufenthalt an der frischen Luft auch eine gesunde Ernährung. Vermeidung bekannter krebsauslösender Faktoren besteht beispielsweise in der reduzierten Aufnahme von rotem Fleisch, fettigen oder gebratenen Speisen und Alkohol. Ebenso sollte das Rauchen unterlassen werden. Weiterhin sollte sich der prallen Sonne nur zeitlich begrenzt und mit ausreichendem Sonnenschutz ausgesetzt werden. Allgemein sollte der Kontakt mit sogenannten Karzinogenen, wenn möglich reduziert werden. Ebenso sollte ein ungesunder Lebensrhythmus mit unregelmäßigen Wach- und Schlafzeiten vermieden werden.

Neben diesen unspezifischen präventiven Maßnahmen liegt die wirkungsvollste Präventionsmaßnahme in der Früherkennung, die sich inzwischen bei den meisten Krebsarten als sehr effektiv erwiesen hat. Dabei gilt, dass die Heilungschancen umso besser sind, je früher die Therapie beginnt. Zur Krebsprävention gehören demnach auch Selbstbeobachtung und Untersuchung, z.B. durch das Selbstabtasten der weiblichen Brust oder Früherkennungsuntersuchungen für Risikogruppen. Diese Risikogruppen können Menschen ab einem bestimmten Alter oder mit einer familiären Häufung von Tumoren sein.


Prognose zur Heilung

Als zeitlicher Rahmen für die Beurteilung der Entwicklung einer Krebserkrankung wird ein Zeitraum von fünf Jahren angelegt. Innerhalb dieser fünf Jahre sind in der Regel mindestens noch die Hälfte aller am Anfang dieses Zeitraumes mit einer bösartigen Tumorerkrankung diagnostizierten Patienten am Leben. Dabei wird allerdings von Fachleuten die absolute und die relative Überlebensrate unterschieden:

Dabei erfasst die absolute Überlebensrate, wie viele Patienten mit diagnostiziertem Krebsleiden nach der Zeitspanne noch am Leben sind. Bei der verstorbenen Hälfte der Patientengruppe wird die Art der Todesfälle dabei nicht berücksichtigt, also es wird bei den Verstorbenen Krebspatienten nicht danach differenziert, ob sie an den Folgen der Tumorerkrankung oder durch andere Ereignisse verstarben.

Eine absolute Überlebensrate von 70 % bedeutet somit lediglich, dass von 100 Patienten mit diagnostiziertem Krebs nach fünf Jahren noch 70 am Leben sind. Folglich sind in diesem Zeitraum 30 Patienten aus irgendwelchen Gründen verstorben. Bei der relativen Überlebensrate werden hingegen ausschließlich die Sterbefälle verzeichnet, die ursächlich auf das Krebsleiden zurückgehen.

Das Überleben der Zeitspanne von fünf Jahren gibt weiterhin Hinweise auf eine günstige Heilungsprognose. Patienten die diese Zeitspanne trotz diagnostizierter und therapierter Krebserkrankung überlebt haben, werden in der Regel auch nicht erneut erkranken. Dabei handelt es sich allerdings um einen Durchschnittswert der keinerlei genauere Rückschlüsse auf den einzelnen Krankheitsverlauf erlaubt.

Speziell bei einigen Krebserkrankungen, Altersklassen und Geschlechtern kann es erhebliche Abweichungen von dem angegebenen „Richtwert“ geben. Für an Leukämie erkrankte Kinder und junge Männer mit Hodenkrebs sind die Chancen auf eine dauerhafte Heilung inzwischen sehr gut. Auch bei den bösartigen Tumorformen von Lippenkrebs, schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) und Prostatakrebs sind die Überlebens- und Heilungschancen mittlerweile deutlich angestiegen. Bei Erkrankungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs oder Speiseröhrenkrebs können hingegen auch heute noch keine Einschätzungen der Überlebenschancen vorgenommen werden.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden haben ihre Stärke vor allem in der Prävention von Tumoren. Hierbei geht es vor allem um die Krebsprävention. In Bezug auf die Tumorheilung sind Methoden aus der Alternativmedizin unter Fachleuten umstritten und ihre Wirksamkeit bisher wissenschaftlich nicht immer belegt. Dennoch wird neben der bereits seit einigen Jahren wissenschaftlich erforschten präventiven Wirkung traditioneller Heilpflanzen auch die unterstützende Wirkung alternativer Behandlungsmethoden zunehmend in der Onkologie anerkannt.

  • Alternative Behandlungsmethoden können zur Prävention der Tumorbildung eingesetzt werden.
  • Methoden der komplementären Onkologie können die konventionellen Therapieverfahren ergänzen, sind jedoch nicht als Ersatz geeignet.
  • Komplementäre Methoden werden zunehmend in der Wissenschaft untersucht.
  • Die komplementären Methoden der Tumorbekämpfung bestehen im Einsatz traditioneller Heilpflanzen, Stärkungen des Immunsystems und anderen Darreichungsformen sekundärer Pflanzenstoffe.

Welche Hausmittel können helfen?

Wirkungen klassischer Hausmittel zur Tumorbekämpfung oder Prävention sind nicht ausreichend belegt.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Knoblauch wird traditionell zwar meist als Mittel gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden angewandt, kann aber auch zum Schutz vor Tumoren wirksam sein. Durch die im Knoblauch enthaltenen Isothiocyanate, die sowohl Entgiftungsvorgänge im Körper unterstützen als auch das Tumorwachstum hemmen, wird ihm eine präventive bis heilende Wirkung zugesprochen. Knoblauch oder Knoblauchpräparate werden oral eingenommen.

Ebenfalls zu den traditionellen europäischen Heilpflanzen gehört die Mariendistel. Ihr Extrakt enthält den Pflanzenstoff Silymarin, von dem eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Tumorzellen angenommen wird.

Katzendorn-Tee wird aus der Rinde des südamerikanischen Katzendorn-Baumes gewonnen, wirkt antientzündlich und hemmt Stoffwechselvorgänge der Tumorzellen. Eine ähnliche Wirkung hat auch der Lapacho-Tee, ebenfalls aus der Rinde eines südamerikanischen Baumes, des Lapacho-Baumes, gewonnen.

  • Sekundären Pflanzenstoffen vieler Heilkräuter wird eine präventive Wirkung vor Tumoren zugeschrieben.
  • Knoblauchpräparate entgiften und hemmen das Tumorwachstum.
  • Mariendistel hat anti-karzinogene Eigenschaften.
  • Katzendorn- und Lapacho-Tee wirken anti-entzündlich und unterdrücken die Stoffwechselvorgänge der Tumorzellen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können durch ihren Einsatz vor allem das Immunsystem durch die in ihnen vorhandenen sekundären Pflanzenstoffe stärken. Ein gestärktes Immunsystem ist sowohl eine gute Tumorprävention als auch für eine erfolgreiche konventionelle Behandlung wichtig.

Onkologische Studien weisen inzwischen sogar daraufhin, dass einige in ätherischen Ölen vorhandene Substanzen ein Tumorwachstum sogar aufhalten können, sofern diese Substanzen in vitro, also in Reinform direkt in den Körper gegeben werden.

Folgende antiinfektiöse und immunstimulierende Öle können sowohl präventiv als auch therapieunterstützend eingesetzt werden:

  • Teebaum (Melaleuca alternifolia),
  • Cajeput (Melaleuca leucadendra),
  • Speiklavendel (L. Spica),
  • Eucalyptus (E. globulus, E. radiata, E. Dives),
  • Ravensara (R. Aromatica),
  • Niaouli (Melaleuca viridiflora) und
  • Rosmarin (Chemotyp Verbenon).

Homöopathie & Globuli

In der Regel sind homöopathische Behandlungen als Begleitmaßnahme neben den bewährten Methoden anzusehen. Dabei hat sich ein möglichst früher Behandlungsbeginn, wenn möglich bereits vor einer geplanten konventionellen Therapie, als günstig erwiesen. Allgemein können aber keine generalisierten homöopathischen Mittel für die unterstützende Tumorbehandlung angegeben werden, da für eine solche Behandlung die individuelle Krankengeschichte notwendig ist um die geeigneten Mittel auszuwählen.

  • Homöopathische Mittel können gemeinsam mit konventionellen Tumortherapien angewandt werden.
  • Um dir richtige homöopathische Behandlung auszuwählen, ist die individuelle Krankengeschichte des Menschen notwendig.

Schüssler-Salze

Ein wichtiger Bestandteil der Tumorprävention ist das Immunsystem. Eine das Immunsystem stärkende Kur besteht aus zwei der 12 biochemischen Basis- und zwei der Ergänzungssalze. Gelöst in einem viertel bis einen halben Liter Wasser werden jeweils zwei Tabletten je Salz der Basis-Salze Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 11 Silicea, sowie der Ergänzungssalze Nr. 17 Manganum sulfuricum und Nr. 21 Zincum chloratum eingenommen.

Unterstützend zu einer Strahlen- oder Chemotherapie können die Basissalze Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum zu je zehn Tabletten täglich eingenommen werden.

  • Zur Tumorprävention steht eine Immunstärkende Kur aus den Salzen Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 11 Silicea, Nr. 17 Manganum sulfuricum und Nr. 21 Zincum chloratum in Wasser gelöst zur Verfügung.
  • Ergänzend zu konventionellen Therapien ist eine Tablettenkombination aus den Salzen Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum empfohlen.

Diät & Ernährung

Die Wirkung spezieller Ernährung kann der Tumorbildung vor allem vorbeugen. Hier existieren eine Reihe von Lebensmitteln, deren kanzeroprotektive, das heißt krebsvorbeugende, Wirkungen nachgewiesen sind. Inzwischen kann es als gesichert angesehen werden, dass sich die Inzidenz von Tumorerkrankungen, also deren Häufigkeit durch geeignete Ernährung deutlich reduzieren lässt. Diese Wirkung basiert auf einer Reihe unterschiedlicher Wirkmechanismen sekundärer Pflanzenstoffe.

Stärkearmen Gemüse, wie Kohlsorten, Broccoli oder Spinat wird eine ebenso tumorpräventive Wirkung zugesprochen wie bestimmten Früchten. Äpfel; Bananen, Birnen und Granatapfel wirken wahrscheinlich ebenfalls protektiv. Weiterhin sind Lebensmittel empfehlenswert, die Carotinoide enthalten. Dies sind Möhren, Paprika oder Aprikosen. Lycopinhaltige Lebensmittel wie Tomaten, Hagebutte oder Wassermelone sollen vor Prostatakrebs schützen. Auch Ascorbinsäure, bekannt als Vitamin C, soll eine vor Tumoren schützende Wirkung entfalten.

  • Stärkearme Gemüse wie Kohlgemüse, Broccoli oder Spinat wirken vermutlich tumorpräventiv.
  • Äpfel, Bananen, Birnen und Granatapfel schützen ebenfalls vor Tumorbildung
  • Carotinoide in Paprika, Möhren oder Aprikosen halten die Zellen gesund.
  • Wassermelone, Tomaten und Hagebutte helfen, Prostatakrebs zu verhindern.

FAQ – Fragen & Antworten

Gibt es für bestimmte Berufe oder Umgebungen ein erhöhtes Risiko der Tumorbildung?

Berufe finden oftmals in bestimmten Umgebungen statt. Diese Umgebungen können krebsauslösende oder fördernde Faktoren aufweisen. Diese Faktoren können beispielsweise im Vorhandensein bestimmter krebserregender Substanzen liegen. Die äußeren Bedingungen, denen Angehörige bestimmter Berufe oder Berufsgruppen ausgesetzt sind, können also das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen.

Berufe in denen der Kontakt zu Ruß, Teer oder Kohlestaub besteht. Darunter können Schornsteinfeger, Bergleute oder Kohlearbeiter fallen. Von Hautkrebs sind Berufsgruppen gefährdet, die sich längere Zeit der prallen Sonne aussetzen müssen, wie Seeleute oder Dachdecker. Für diese ist es wichtig den Körper zu schützen und möglichst wenig Hautstellen längere Zeit den gefährlichen UV-Strahlen auszusetzen. Besonders gefährdet sind auch alle Berufe die einen längeren Zeitraum mit Asbest in Kontakt stehen müssen. Neuere Studien weisen außerdem darauf hin, dass Berufe in denen unregelmäßige Schichtarbeit stattfindet, das Krebsrisiko deutlich erhöhen.

Was allgemeine Statistiken sagen sie über persönliche Chancen der Tumorheilung aus?

Statistiken machen stets lediglich Aussagen, die sich auf Mengen beziehen. Statistische Aussagen über Individuen sind deshalb nur sehr begrenzt aussagekräftig. Weiterhin sind auch die genaueren Dokumentationen über Einzelschicksale von Erkrankten aus Datenschutzgründen nur begrenzt für Statistiken erfassbar. Generell gilt, eine statistische Angabe ist im medizinischen Kontext immer bezogen auf eine Grundmenge an Personen und den Anteil Erkrankter in dieser Menge.

Daraus lassen sich allerdings schon viele, auch für Individuen relevante Aussagen treffen. Sofern noch Daten über bestimmte Eigenschaften von Erkrankten erhoben werden, wie Geschlecht, Alterv oder Berufsgruppe, können bereits Aussagen über das Zusammentreffen dieser Eigenschaften mit der Krankheit möglich sein.

Neben Erkrankungsrisiken geben die Statistiken noch eine weitere wertvolle Informationen. Nicht nur Risikofaktoren sind messbar, sondern auch vorbeugende Maßnahmen. So belegen die statistischen Daten bei Darmkrebs durch Messung der Therapieerfolge die Effektivität der Früherkennung bei dieser Krebsart. Dies ist vor allem deshalb wichtig, da Darmkrebs noch immer zu den drei häufigsten Krebsarten gehört. Auch der inzwischen weithin bekannte Fakt, dass der Verzicht auf Rauchen eine gute Prävention gegen Lungenkrebs darstellt, kann statistisch belegt werden.

Allerdings sagen statistische Gruppenaussagen, auch wenn sie sehr detaillierte Aussagen über Krankheit in Verbindung mit bestimmten Eigenschaften machen, nur sehr bedingt etwas über ein einzelnes Erkrankungsschicksal aus. Insbesondere werden von Bevölkerungsstatistiken nur wenig Aussagen über individuelle Heilungschancen gemacht.

Hier bieten neben den bevölkerungsbezogenen Registern die sogenannten klinischen Register eine weitere Informationsquelle. Hier werden auch Erfolge verschiedener Behandlungsformen verzeichnet und zukünftig ist weiterhin geplant, die Qualität der Krebstherapie und Standards von Krankenhäusern und anderen Gesundheitsversorgern in klinischen Registern zu erfassen.

Für Betroffene bleibt allerdings noch immer der Facharzt der wichtigste Ansprechpartner. Dieser kann über den voraussichtlichen Verlauf der Krankheit durch individuelle Befunde passender Auskunft geben als allgemeine Daten. Weiterhin steht auch den Ärzten umfangreiches statistisches Material in Form von vorklinischen Studien zur Verfügung. Hierdurch können sie auch geeignete Therapieformen oder Medikamente auswählen.

Wie verlässlich sind die Angaben zu Krebserkrankungen?

Inzwischen können zumindest die in Deutschland erhobenen Angaben zu Krebserkrankungen als verlässlich eingestuft werden. In allen Bundesländern werden seit spätestens 2009 Krebsregister geführt, wobei allerdings noch keine bundesweite Vollzähligkeit erreicht ist, das heißt, dass noch nicht alle Fälle tatsächlich auch erfasst und dokumentiert werden.

Dennoch sind die Angaben seit den 1990er Jahren immer zuverlässiger geworden. Dies liegt auch daran, dass mittlerweile eine neue gesetzliche Basis für die Datenerfassung geschaffen wurde und auch leistungsfähigere Datenverarbeitungssysteme zur Verfügung stehen. Früher müssten anhand von kleineren Stichproben die Zahlen oft hochgerechnet werden. Heute wird hingegen angestrebt, nahezu alle Fälle tatsächlich erfassen zu können.

Was ist eine Spontanremission / Spontanregression?

Die Onkologie bezeichnet eine unerwartet eintretende deutliche Besserung oder sogar Genesung einer Tumorerkrankung als Spontanremission oder auch Spontanregression. Dabei geht es um ein zumindest teilweises, wenn nicht komplettes Verschwinden eines bösartigen Tumors ohne den Einfluss von Behandlungen. Es handelt sich dabei also um eine Form der Spontanheilung, die deshalb auch mit einer gewissen „mysteriösen Aura“ umgeben ist.

In der Medizin wird nach den biologischen Ursachen der Spontanheilung gesucht. Dabei wird angenommen, dass diese offenbar körpereigene Heilung von Tumoren mit dem programmierten Zelltod, der Apoptose, und der Inhibition der Angiogenese, also der Unterbindung der Bildung neuer Gefäße, in Zusammenhang steht. Allerdings können diese beiden Faktoren nicht ursächlich für die Selbstheilung verantwortlich sein, da es ein Merkmal von Tumoren ist, genau diese beiden Mechanismen zu umgehen.

Es muss hier also eine bisher noch verborgene Ursache geben, die jene „Schutzmechanismen“ von Tumoren vor der körpereigenen Abwehr aushebelt. Studien weisen auf eine enge zeitliche Abfolge von fiebrigen Infekten und Spontanremissionen hin. Daraus wird ein Zusammenhang zwischen verstärkter Immunabwehr und der Spontanheilung einer Tumorerkrankung vermutet.

Welche Karzinogene gibt es?

Karzinogene, auch Kanzerogene genannt, sind Substanzen oder Strahlungen die das Entstehen bösartiger Tumore fördern oder auslösen können. Entsprechend ihrer primär auslösenden oder fördernden Eigenschaft in Bezug auf Krebs, werden sie in initiierende (auslösende) und promovierende (fördernden) Kanzerogene eingeteilt. Die Wirkung von Karzinogenen beruht im Wesentlichen auf ihren genotoxisischen Eigenschaften, also ihrer verändernden Wirkung auf die DNA biologischer Zellen. Im Folgenden ist nur eine kleine Auswahl an Karzinogenen wiedergegeben, ggf. jeweils in Verbindung mit assoziierten Tumoren und ergänzenden Beschreibungen, um einen ersten Eindruck zu erhalten.

  • UV-Strahlen (maligenes Melanom auf der Haut, „schwarzer Hautkrebs“),
  • Ruß, Teer (Plattenepithelkarzinom der Haut),
  • Tabak (verschiedene Inhaltsstoffe, Bronchialkarzinom),
  • Aflotoxin (Leberzellkarziom, wird vom Schimmelpilz Aspergillus erzeugt, der fett- und stärkehaltige Samen befällt),
  • Asbest (Bronchialkarzinom),
  • Schichtarbeit,
  • Rotes Fleisch,
  • Ionisierende Strahlungen (radioaktive Strahlungen, Leukämien, Schilddrüsenkarzinom),
  • Alkohol (Plattenepithelkarzinom des Ösophagus, Tumore im Rachen- und Speiseröhrenbereich).
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