Zuckerknacker Diät

Zuckerknacker diätDie Zuckerknacker Diät basiert auf dem Low Carb Prinzip, also auf einer verringerten Kohlenhydrataufnahme.

Das Konzept wurde von Morrison Bethea und Leighton Steward entwickelt, die das verbreitete Übergewicht in der westlichen Welt mit einem vermehrten Konsum von Zucker in Zusammenhang bringen.

Demnach soll bei diesem Konzept auf einfache Kohlenhydrate verzichtet werden.

Was ist die Zuckerknackerdiät?

 

Nach Ansicht der Entwickler ist die Hauptursache für ein zu hohes Gewicht der zahlreich und unnötigerweise enthaltene Zucker in den vielen Lebensmitteln aus dem Supermarkt. Die einfachen Kohlenhydrate (Mono- und Disaccharide) führen nämlich zu einer erhöhten Insulinproduktion, die wiederum eine vermehrte Umwandlung des Zuckers in Körperfett begünstigt. Sie verursachen außerdem Blutzuckerspitzen, sodass ein Hungergefühl signalisiert wird. Daher sind bei der Zuckerknackerdiät einfache Kohlenhydrate verboten.

Die Energiezufuhr erfolgt primär über Eiweiß und teilweise auch über Fett. Befürworter des Konzepts berichten nicht nur von einer nachhaltigen Gewichtsreduktion, sondern auch von einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes. Die Zuckerknacker Diät ist allerdings als langfristige Ernährungsumstellung gedacht.

So funktioniert die Zuckerknacker Diät

 

Die Zuckerknacker Diät basiert auf einer möglichst geringen Aufnahme von Kohlenhydraten. Daher sind alle zuckerhaltigen Lebensmittel und auch Nahrungsgüter wie Weißmehl, Kartoffeln, weißer Reis, Karotten oder Mais verboten. Kohlenhydrate werden vom Organismus nämlich bevorzugt in Energiespeicher umgewandelt, also in Form von Körperfett abgespeichert. Hierbei sind vor allem einfache Kohlenhydrate komplett zu vermeiden. Aber auch andere Lebensmittel, die einen hohen glykämischen Wert aufweisen, dürfen nur in äußerst geringen Mengen verzehrt werden.

 

Der sogenannte glykämische Index gibt die Wirkung an, die ein kohlenhydrathaltiges Nahrungsmittel auf den Blutzuckerspiegel hat.

 

Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index führen also zu einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. Diese sogenannten Blutzuckerspitzen fallen aber genauso rasch wieder ab, wie sie angestiegen sind, sodass es schnell zu einem erneuten Hungergefühl kommt. Hierdurch soll auch die Umwandlung der Nahrung in Körperfett verstärkt werden.

Wird nun auf diese „schlechten“ Kohlenhydrate verzichtet, kann der Blutzuckerspiegel stets konstant niedrig gehalten werden – so die Anhänger der Zuckerknacker Diät. Zur Energiegewinnung sollen dem Körper statt der Kohlenhydrate vor allem Proteine und auch einige hochwertige Fette zugeführt werden.

Zu den erlaubten Lebensmitteln zählen also zum Beispiel Eier, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Gemüse, gesunde Öle und Hülsenfruchten. Auch Früchte sind teilweise erlaubt, allerdings nur die, die wenig Fruchtzucker (Fructose) enthalten.

Wie lange dauert die Zuckerknackerdiät

 

Die Zuckerknacker Diät ist nicht wirklich als zeitlich begrenzte Abnahmekur sondern eher als langfristige Ernährungsumstellung konzipiert. Wird das Konzept nämlich nur eine Weile lang angewandt, droht ein Jo-Jo Effekt. Eine erneute Gewichtzunahme ist besonders riskant, wenn die Kost nach Beendigung der Diät sehr kohlenhydratreich ist. Daher sollte die Zuckerknackerdiät als dauerhafte Lebensumstellung dienen. Wer sie dennoch nur kurzzeitig zur Gewichtsabnahme nutzen will, sollte unbedingt auf eine langsame Umstellung zu den alten Essgewohnheiten achten.

 

Das bringt die Zuckerknacker Diät – wie viel nimmt man ab?

 

Die Zuckerknacker Diät dient einer sehr langsamen, dafür aber nachhaltigen und gesunden Gewichtsreduktion. Mit dem Konzept können – je nach Ausgangsgewicht – nur etwa ein bis vier Kilogramm Körpergewicht im Monat abgenommen werden. Die Zuckerknackerdiät soll es ermöglichen, einen stabilen und guten BMI (Body-Maß-Index) von höchstens 25 zu erreichen und beizubehalten.

Diätplan kompakt

 

  • Eiweißreiche Lebensmitteln sind jeden Tag und in großen Mengen erlaubt.
  • Fette sollten aus gesunden Quellen wie zum Beispiel Olivenöl stammen und in Maßen aufgenommen werden.
  • Auf Kohlenhydrate sollte weitestgehend verzichtet werden. Hierbei wird, mit Hilfe des glykämischen Indexes, zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten unterschieden. Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index sollten vom Speiseplan gestrichen werden.
  • Wenn möglich sollten täglich nur drei Mahlzeiten gegessen werden. Snacks und andere Zwischenmahlzeiten sollten vermieden werden.
  • Auf Süßigkeiten, Fertigprodukte und andere Nahrungsmittel, die stark industriell bearbeitet wurden, sollte möglichst komplett verzichtet werden.

Risiken der Zuckerknackerdiät

 

Durch den erhöhten Eiweißanteil werden bei dieser Diät die Nieren stärker als gewöhnlich belastet. Daher sollte das Konzept nicht von Menschen angewendet werden, die an Nierenerkrankungen leiden. Auch der erhöhte Fleischkonsum bringt diverse Risiken mit sich. Bei einigen Personen führt der plötzliche Verzicht von Kohlenhydraten außerdem zu Symptomen wie Leistungsminimierung, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Diese Nebenwirkungen verschwinden aber in der Regel nach einer kurzen Zeit wieder.

 

Die Zuckerknacker Diät eignet sich nicht für Personen, die an Nierenerkrankungen leiden.

Vor- und Nachteile dieser Diät

 

Ein deutlicher Vorteil der Zuckerknacker Diät ist ihre recht hohe Erfolgschance. Da in den meisten Fällen ein gutes Sättigungsgefühl gegeben ist, kann das Konzept leicht und ohne größere Frustration durchgehalten werden. Positiv ist auch, dass es nicht nötig ist, irgendwelche außergewöhnlichen und teuren Lebensmittel zu kaufen.

Der Verzicht auf einfache Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl ist zwar sehr gesund, stellt für viele Personen aber eine Schwierigkeit dar. Ein klarer Nachteil ist die hohe Eiweißzufuhr, die auf lange Sicht eine Schädigung der Nieren verursachen kann. Außerdem begünstigt der vermehrte Fleischkonsum bestimmte Krebserkrankungen wie etwa Dickdarmkrebs.

Darüber hinaus ist das Konzept womöglich aus religiösen, ethnischen oder moralischen Gründen schwer bis gar nicht umsetzbar. Kritisch ist zudem das sehr strikte Verbot von zahlreichen, gesunden Kohlenhydraten. Außerdem konnte ein mit Kohlenhydraten verbundenes Übergewicht nicht nachgewiesen werden.

Häufige Fragen zur Zuckerknacker Diät

 

Wie schwer ist diese Diät durchzuhalten?

 

Je nach vorherigen Essensgewohnheiten ist die Zuckerknackerdiät leichter oder schwerer durchzuhalten. Wer ohnehin viele eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte konsumiert und auf die meisten Kohlenhydrate verzichten kann, wird kaum Probleme mit der Durchführung haben werden.

Für Vegetarier oder gar Veganer ist das Konzept hingegen nur schwer oder gar nicht umsetzbar. Auch der Verzicht auf zuckerhaltige Produkte fällt vielen sehr Menschen. Dadurch kann es auch leicht zu Frustration und einer vorzeitigen Beendigung des Vorhabens kommen. Die Durchhaltequote ist aber trotzdem relativ hoch, da die Zuckerknackerdiät ein gutes Sättigungsgefühl erzeugt.

 

Ist die Zuckerknacker Diät überhaupt alltagstauglich?

 

Ja, die Zuckerknackerdiät kann einfach in den Alltag integriert werden. Es müssen keine komplizierten Ernährungspläne eingehalten oder außergewöhnlichen Lebensmittel gekauft werden.

 

Halte ich mein Gewicht nach der Diät ohne Jo-Jo Effekt?

 

Wenn nach der Diät wieder viele Kohlenhydrate gegessen werden, ist das Risiko eines Jo-Jo Effekts recht hoch. Da es sich hierbei aber nicht um eine Crash-Diät handelt, kann das Gewicht auch weiterhin gehalten werden, wenn die Umstellung nur allmählich erfolgt.

 

Sollte ich nach der Diät meine Essgewohnheiten vollständig umstellen?

 

Die Zuckerknacker Diät ist als langfristige Ernährungsumstellung konzipiert und erzielt vor allem dann große Erfolge. Allerdings ist davon abzuraten, langfristig so eiweißreich zu essen, da es hierdurch zu Nierenschädigungen kommen kann.

 

Behalte ich meine Leistungsfähigkeit während der Diät?

 

Bei einigen Personen kommt es durch die verringerte Kohlenhydratzufuhr zu Nebenwirkungen wie einem Leistungsabfall, einer gesteigerten Müdigkeit und / oder Kopfschmerzen. Viele Menschen haben aber überhaupt keine Probleme damit.

 

Welche Beschwerden können u.a. auftauchen?

 

Der plötzliche Verzicht auf kohlenhydratreiche Lebensmittel führt vor allem Anfangs eventuell zu einem Heißhunger auf Schokolade, Kuchen oder Kartoffeln. Bei einer langfristigen Ernährungsumstellung kann es durch die erhöhte Proteinzufuhr aber auch zu Nierenschädigungen kommen. Der vermehrte Fleischkonsum begünstigt zudem das Risiko an Gicht oder bestimmten Krebsarten zu erkranken.

 

Welche Kosten kann man erwarten?

 

Die Kosten der Zuckerknackerdiät sind ähnlich hoch, wie die einer ausgewogenen Ernährung. Es ist also nicht nötig, irgendwelche außergewöhnlichen oder teuren Lebensmittel zu kaufen. Wer aber vorher viele billige Fertigprodukte gekauft hat, muss eventuell etwas mehr Geld für frisches Gemüse oder Fleisch einkalkulieren.

Unser Fazit zur Zuckerknacker Diät

 

Die Zuckerknacker Diät ermöglicht es durchaus, erfolgreich und nachhaltig abzunehmen. Wie bei allen strengen Low Carb Diäten ist eine langfristige Anwendung jedoch mit Risiken verbunden. Der erhöhte Eiweiß- und Fleischkonsum kann nämlich diverse Nebenwirkungen oder gar Erkrankungen verursachen. Ansonsten ist es mit dem Konzept aber möglich, alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe aufzunehmen.

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