Karotten

Karotten werden seit 1900 angebaut und gezüchtet. Weltweit beträgt der geerntete Karottenanteil am Gemüse mehr als acht Prozent. Damit werden weltweit gleich viel Karotten geerntet, wie Zwiebel. Karotten sind sehr gesund und enthalten viele wichtige Vitamine. Generell wird nur die Rübe gegessen. Insgesamt gibt es über 300 verschiedene Karottensorten.

Das sollten Sie über Karotten wissen

Karotten gehören zu den wichtigsten Gemüsesorten weltweit. Der lateinische Name für Karotte ist Daucus carota. Im deutschen Sprachgebrauch sind verschiedene Begriffe für die Karotte bekannt:

  • Möhre
  • Gelbrübe
  • Riebli
  • Rübli
  • Gelbe Rübe
  • Mohrrübe

Sie ist ein Wurzelgemüse und gehört zur Doldenblütler-Familie. Gegessen wird in der Regel nur die Rübe. Das Blattgrün kann gut als Hasenfutter verwendet werden.

Tipp: Auch für Smoothies eignet sich das Blattgrün hervorragend. Es gibt dem Smoothie eine schöne grüne Farbe und wichtige Vitamine. Wegen der Pestizid-Belastung sollte aber nur das Blattgrün von Biokarotten gegessen werden.

Angebaut wird die Karotte ein Jahr lang, Samen bilden sich aber erst nach zwei Jahren. Am liebsten wächst die Karotte auf sandigen Lehmböden oder steinfreien Sandböden. Am besten wächst die Karotte bei Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad.

Bedeutung für die Gesundheit

Karotten sind sehr gesund und besonders auch für Kinder oder Personen mit Magenproblemen geeignet. Besonders geschätzt an Karotten wird ihr hoher Gehalt an Kalium, Vitamin C, Eisen und Karotin. Deshalb sind Karotten auch während Diäten beliebt, da sie den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen.
Weitere wichtige Eigenschaften der Karotte:

  • Förderung der Blut– und Zahnbildung
  • schützt vor Krankheiten
  • reguliert Magensaftabsonderung
  • harntreibend

Durch ihre spezielle Nährstoffzusammensetzung unterstützen Karotten die Zahnbildung und die Blutbildung. Daher sind sie auch für Kleinkinder zu empfehlen. Durch das Vitamin C schützen sie vor Krankheiten, da sie das Immunsystem stärken. Besonders Karottensaft hat außerdem eine positive Auswirkung auf die Magensaftabsonderung. Da der Kaliumgehalt in Karotten so hoch ist, wirkt der Verzehr von Karotten harnfördernd.

Tipp:
Gekochte Karotten können bei Verdauungsstörungen helfen, da sie eine stopfende Eigenschaft, aufgrund ihres Pektin-Gehalts haben. Auch bei Kleinkindern können gekochte Karotten bei Durchfall gegeben werden.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Wie bei anderen Gemüsesorten auch, ist der Wassergehalt in Karotten sehr hoch. Er liegt bei über 88%. Mit knapp einem Prozent Eiweiß ist die Karotte kein guter Eiweißlieferant. Sie ist aber gut für eine Diäternährung geeignet, da der Fettanteil nur bei 0,2% liegt und der Zuckergehalt auch niedrig ist. Trotzdem schmeckt die Karotte leicht süßlich, wodurch sie auch bei Kindern beliebt ist. Die enthaltenen Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und die Darmtätigkeiten.

Möhren enthalten eine Vielzahl an verschiedenen Vitaminen. Enthalten sind in Gelbe Rüben Vitamin B1, b2, b6, C und E. Damit bekommt der Körper auf einmal viele wichtige Vitamine, die er nicht selbst herstellen kann, für wichtige Prozesse im Körper aber benötigt. Besonders hoch ist der Eisengehalt in der Karotte. Er beträgt 3,85mg pro 100 Gramm Mohrrübe. Bei einer erwachsenen Frau liegt der Eisenbedarf bei 15 mg und bei einem erwachsenen Mann bei ca. 10 mg. 100 Gramm Karotten decken also schon bis zu ein Drittel des Tagesbedarfs ab. Auch Calcium, Magnesium, Zink, Kalium und Phosphor sind weitere wichtige Spurenelemente in der Karotte. Der Kaliumgehalt in Karotten ist hoch genug, dass die Karotte als wichtige Kaliumquelle gilt. Kalium– und Calciumgehalt variieren von Mensch zu Mensch und sind auch abhängig vom Alter.

Unverträglichkeiten & Allergien

Möhren können eine typische Möhrenallergie auslösen. Da in Europa viele Karotten verzehrt werden, ist das Auftreten einer Möhrenallergie relativ hoch.
Typische Symptome für eine Allergie sind:

Die Symptome treten üblicherweise direkt nach dem Verzehr von Karotten auf. Die allergische Reaktion bei Karotten bezieht sich auf den enthaltenen Farbstoff. Der Farbstoff wird durch Hitze zerstört. Deshalb treten allergische Reaktionen nur bei rohen Karotten auf und nicht bei gekochten Karotten. Generell treten die Symptome erst bei mehrmaligem Verzehr von Karotten auf, da der Körper zuerst Abwehrstoffe gegen den Farbstoff entwickeln muss. Sind Kreuzallergien vorhanden, können allergische Reaktionen bereits bei erstem Karottenkontakt auftreten. Kreuzallergien treten bei Allergien gegen Beifuß, Sellerie und Birkenpollen auf.

Der Farbstoff Carotin wird auch in der Lebensmittelindustrie zum Färben eingesetzt. Besonders beliebt sind Säfte, Teigwaren und Speiseeis. Auch solche Speisen können bei den betroffenen Personen Allergien hervorrufen.

Tipp: Um bei Babys und Kleinkinder eine allergische Reaktion in jedem Fall zu vermeiden, sollten die Karotten vor dem Verzehr immer gekocht werden. So besteht keine Gefahr mehr, dass eine allergische Reaktion auftritt.

Einkaufs- & Küchentipps

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Karotten zuzubereiten und zu verzehren. Karotten lassen sich lange lagern und verderben dabei nicht. Für die Lagerung ist ein kühler Ort auszuwählen, der Kühlschrank ist dafür auch geeignet. Generell sollten Möhren nicht in Plastik gelagert werden. Denn unter dem Plastik kann Feuchtigkeit entstehen, wodurch die Gelbe Rüben schneller schimmeln. Damit die Möhren lange knackig bleiben, sollte man die Möhren in ein feuchtes Tuch wickeln. So schrumpeln die Möhren nicht so schnell.

Tipp: Sind die Möhren doch einmal verschrumpelt, legt man sie einfach eine halbe Stunde ins Wasser, die Karotten saugen sich wieder voll mit Wasser und sind nicht mehr verschrumpelt.

Karotten aus nicht biologischem Anbau sollten immer geschält werden. So verzehrt man weniger Pestizide beim Verzehr der Karotten. Durch ihren leicht süßlichen Geschmack verleihen Karotten vielen Gerichten einen leckeren Geschmack. Auch exotische Kombinationen, wie Karottensuppe mit Ingwer schmecken hervorragend.

Zubereitungstipps

Karotten kommen in der Küche sehr vielseitig zum Einsatz. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden. Roh sind sie vor allem als Salat sehr beliebt. Für einen Salat werden Möhren fein geraspelt. Als Dressing kann ein Sahnedressing mit Mandarinen oder Äpfeln und Mandeln oder ein einfaches Essig-Öl-Dressing. Zusätzlich können geraspelte Karotten auch zu anderen Salaten, wie einem grünen Blattsalat, dazugegeben werden. Die Orange Farbe lockert den Salat auf und gleichzeitig bekommt der grüne Blattsalat noch weitere Geschmacksnuancen.

Zum Kochen wird die Karotte kleingeschnitten und zu verschiedenen Gerichten dazugegeben werden. Für eine Suppe werden die Karottenstückchen weichgekocht und dann einfach mit einem Pürierstab oder einem Mixer püriert. Generell empfiehlt es sich, die Karotten vor dem Kochen zu schälen, denn die Schale hat nach dem Kochen meist eine etwas andere Konsistenz.

Aus Karotten kann auch Karottensaft gemacht werden. Nicht allen Menschen schmeckt Karottensaft, aber er kann gut mit anderen Säften gemixt und kombiniert werden. Er harmoniert gut mit allen anderen Fruchtsäften.

Tipp: Hat man zu viele Karotten und kann nicht alle sofort essen, lassen sich Karotten auch durch Einmachen lange haltbar machen. Möhren können als Saft eingemacht werden, aber auch Karottensalat oder andere Varianten lassen sich als Eingemachtes lange aufbewahren. Zusätzlich können Karotten getrocknet oder eingefroren werden.

Häufige Fragen und Antworten

Was muss man bei einer Karottenallergie beachten?

Die meisten Menschen reagieren nur allergisch auf rohe Karotten, nicht aber auf gekochte Karotten. Deshalb sollte bei einer Allergie kein Kontakt zu rohen Karotten stattfinden. Dazu gehört auch, dass Allergiker keine Karotten schälen oder schneiden. Sind Karotten in Fertiggerichten enthalten, sollten diese gemieden werden. Denn meist ist nicht klar ersichtlich, ob die Karotten komplett durcherhitzt wurden, oder nicht.
Um die auftretenden Symptome abzuschwächen, kann ein Antiallergikum gegeben werden. Auch eine Immuntherapie ist möglich. Liegen Kreuzallergien vor, empfiehlt es sich zu testen, ob ebenfalls eine Allergie gegen Karotten vorliegt.

Woran erkennt man eine schlechte Karotte?
Auch Karotten können von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Solche Karotten sollten in keinem Fall mehr gegessen werden. Bei der Grauschimmelfäule oder der Schwarzfäule treten Verfärbungen an der Karotte auf, es tritt eine grauschwarze Färbung auf. Eine Gelb- und Rotfärbung der Karotte kann durch entsprechende Viren verursacht werden. Verschiedene Schädlinge, wie Möhrenfliege oder das Wurzelgallenälchen befallen nicht nur die Blätter, sondern auch gezielt die Wurzel. Schädlinge verursachen meist angefressene Stellen an der Karotte.

Verbessern Karotten das Sehvermögen?
Oft heißt es „Karotten essen ist gut für das Sehvermögen“. Tatsächlich enthalten Karotten das Vitamin A, welches unter anderem für die Entwicklung der Nervenzellen verantwortlich ist und auch das Sehvermögen in seiner Entwicklung unterstützt. Deshalb ist es vor allem für Schwangere wichtig, dass sie genügend Vitamin A zu sich nehmen, damit sich der Embryo gut entwickeln kann. Das vorhandene Sehvermögen kann durch das Vitamin A aber nicht verbessert werden. Jemand der eine Brille benötigt, bekommt also durch gehäuften Karottenverzehr keine besseren Augen. Allerdings kann ein starker Vitamin-A-Mangel zu einer Nachtblindheit führen. Diese Erkrankung ist aber in Industrieländern sehr selten, da grundsätzlich eine ausreichende Menge an Vitamin A zur Verfügung steht. In Industrieländern führt der Vitamin-A-Mangel hingegen dazu, dass Kinder vollständig erblinden.

Unser Fazit

Karotten enthalten wichtige Vitamine und Nährstoffe und sollten somit Teil einer gesunden Ernährung sein. Um Allergien bei Kleinkindern zu vermeiden, sollten die Karotten immer abgekocht werden. Aufgrund des geringen Fett- und Zuckergehalts sind Karotten auch für eine Diät empfehlenswert. Zusätzlich haben Möhren eine positive Auswirkung auf die Verdauung und daher die perfekte Nahrung bei Verdauungsproblemen.

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