Gicht

Steckbrief: Gicht

  • Name(n): Gicht; Urikopathie; Podagra
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit (hauptsächlich westliche hemisphäre)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Zw. 1 und 2% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Orthopäde; Hautarzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – M00-M99 – M00-M25 – M05-M14 – M10

Gicht – Die Krankheit der Könige

GichtUnter Gicht versteht man eine Stoffwechselkrankheit mit erhöhten Harnsäurewerten im Blut (Hyperurikämie) und Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken.

Dadurch kommt es zu schmerzhaften Gelenkentzündungen (Arthritis urica), z.B. Schmerzen im Knie. In Industriestaaten sind ein bis zwei Prozent der Bevölkerung gichtkrank.

Durch Umstellung der Ernährung auf purinarme Kost können die Beschwerden gelindert werden.

Definition : Gicht

Eine Erkrankung mit der Gicht zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass spontane und zumeist sehr starke Schmerzattacken auftreten, diese befinden sich nicht selten in der Begleitung von Rötungen und Empfindlichkeit der Gelenke im Allgemeinen. Besonders häufig sind die Gelenke der großen Zehen betroffen.

Niemand ist vor der Gicht gefeit und sie kann jeden treffen. Hierbei betrifft diese sehr komplexe Abart der Arthritis aber häufiger Männer ALS Frauen. Dies ändert jedoch nichts an dem Umstand, dass auch das Risiko von Frauen, an der Gicht zu erkranken, mit Einsetzen der Menopause bzw. der Wechseljahre zunimmt.

Eine Schmerzattacke kommt und plötzlich und überfällt Betroffene regelrecht. Häufig treten sie nachts auf. Es ist daher keine Seltenheit, dass Gicht-Patienten auf einmal Mitten in der Nacht aufwachen und denken, dass ihr großer Zeh in Flammen stünde. Dabei ist der Ausdruck „in Flammen stehen“ mit Absicht gewählt. Die betroffenen Gelenke zeichnen sich besonders häufig durch eine enorme Entwicklung von Hitze auf. Diese ist darüber hinaus nicht nur für den Leidenden selbst, sondern auch für Drittpersonen fühlbar. Hinzu kommen in aller Regel noch Schwellungen und extreme Empfindlichkeiten gegenüber beinahe allem. So ist es nicht selten zu beobachten, dass bereits das Gewicht der Bettdecke dem Betroffenen als zu erdrückend scheint.

Glücklicherweise aber ist eine Gicht behandelbar und die Symptome lassen sich mithilfe einer gut konzipierten Therapie bereits nach kurzer Zeit merklich lindern.

In der Vergangenheit war diese durch einen erhöhten Gehalt von Harnsäure im Blut ausgelöste Erkrankung auch als „Krankheit der Könige“ oder „Krankheit des reichen Mannes“ bekannt. Dieser Umstand ergab sich daraus, da die Gicht aufgrund falscher und zu üppiger Ernährung entsteht. Da es in den vergangenen Jahrhundert oftmals nur der sozialen Elite möglich war, sich übermäßig „gut“ zu ernähren, litten auch beinahe nur sie an dieser Erkrankung. Die Armen Bevölkerungsschichten blieben jedoch zumeist davon verschont.


Was ist Gicht?

Unter der Gicht versteht man allgemein hin eine spezielle Art der entzündlichen Arthritis. Diese zeichnet sich primär dadurch aus, dass es im Falle einer Erkrankung zu immer wieder kehrenden Attacken und Ausbrüchen kommt. Diese äußern sich sich zumeist in geröteten, empfindlichen, merklich warmen und geschwollenen Gelenken, Zusätzlich wird eine solche Attacke beinahe immer von extremen Schmerzen begleitet. Aber nicht nur ist der zu erwartenden Schmerz sehr stark, auch die Geschwindigkeit, mit der er sich einstellt, ist enorm. Es kann geschehen, dass es binnen weniger Stunden zu einem voll ausgeprägten Gicht-Anfall kommt. In den meisten Fällen sind vorallem die Gelenke der großen Zehen betroffen. Nichtsdestotrotz aber können auch andere Gelenke betroffen sein, gleichwohl dies vergleichsweise selten vorkommt.

Zusätzlich kommt es im Rahmen einer Erkrankung mit Gicht oftmals noch zu anderen Erkrankungen. Hierbei sind besonders Nierensteine und Nierenbeckenentzündungen zu nennen. Dieser Umstand lässt sich darauf zurückführen, dass es sich bei der Gicht im Groben um eine Krankheit handelt, die durch die Kristallisierung von Harnstoffen ausgelöst wird und somit im weiteren Verlauf zu Schmerzen und Komplikationen führt. Da Harnstoffe primär in den Nieren gebildet werden, sollte es also nicht weiter überraschen, dass diese auch oftmals bei einer vorliegenden Gicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Zusammenfassend also lässt sich sagen, dass eine Gicht dann entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum erhöhte Werte von Harnsäure im Blut vorliegen. Hierzu kommt es, wenn mehrere Faktoren bedient werden. Zumeist ist davon auszugehen, dass die Kombination aus einer schlechten und einseitigen Ernährung und genetischen Faktoren der Hauptverursacher ist. Liegt das Niveau von harnsäure im Blut besonders hoch, so beginnt besagte Säure sich in Gelenken anzusammeln und dort zu kristallisieren. Die hieraus entstehenden Kristalle sammeln sich zu immer größeren „Haufen“ an und sorgen damit für immer stärkere Symptome.

Zumeist tritt Gicht bei Menschen auf, die stark übergewichtig sind, sehr viel Fleisch verzehren, vorallem aber rotes Fleisch und darüber hinaus viel Alkohol, vornehmlich Bier, trinken. Gerade deswegen ist es von äußerster Wichtigkeit, diesbezüglich Vorsicht walten zu lassen und den Konsum ggf. auslösender Viktualien nach Möglichkeit einzuschränken oder ganz aufzugeben. Auch sollte man nicht vergessen, dass eine genetische Prädisposition zu Übergewicht ein ernstzunehmender Faktor ist, wenn es darum geht, das Risiko einer Gicht zu bestimmen.

Gerade sehr starker Verzehr von rotem Fleisch trägt dazu bei, eine Gicht wahrscheinlicher zu machen. Darum war dieses Leiden auch lange Zeit als die „Krankheit der Könige“ bekannt. Fleisch in früheren Zeiten stand wesentlich seltener auf dem Speiseplan als heute. Und nur die reichsten Bevölkerungsschichten waren dazu in der Lage, täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich in den Genuss dieses Luxusguts zu kommen. Die niederen Stände begnügten sich mit Obst, Gemüse und Getreide. Dies mag zwar weniger prestigeträchtig gewesen sein, war aber dafür immens viel gesünder. Tatsächlich ist anhand von Skelettfunden davon auszugehen, dass normale Bürger nur selten bis gar nicht an diesem Leiden erkrankten und es tatsächlich der Oberschicht „vorbehalten“ blieb. Erst seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts lassen sich auch vermehrt Fälle von Gicht bei ärmeren Menschen nachweisen. Dies korreliert direkt mit der Tatsache, dass die Fleischpreise in dieser Zeit signifikant sanken und es bis heute tun. Eben aufgrund der sehr niedrigen Fleischpreise kommt es von Jahr zu Jahr zu immer mehr und mehr Fällen von Gicht. Dieses Leiden ist also nicht mehr die Krankheit der Könige, sondern die Krankheit der Unmäßigen.

Wer diesem schmerzhaften Leiden also entgehen möchte, kann dies sehr einfach bewerkstelligen. Es ist lediglich notwendig, sein Leben gesünder zu gestalten. Das beinhaltet sowohl die Ernährung als auch die Bewegung. Denn auch Sport kann dabei helfen, der Gicht entgegenzuwirken. Auch soltle man nicht der Illusion verfallen, dass man komplett auf Fleisch verzichten muss, um gegen das vorliegenden Leiden gefeit zu sein. Es reicht schon, wenn man den Konsum dieses Lebensmittels etwas reduziert, um das Risiko maßgeblich zu senken. Schließlich und endlich muss es ja nicht jeden Tag Fleisch sein. Experten raten ohnehin dazu, maximal ein bis zwei Mal pro Woche Fleisch zu verzehren. Hierdurch lässt sich nicht nur das Risiko auf Gicht reduzieren, sondern auch das auf andere Krankheiten. Auch wird man merken, dass man sich allgemein gesünder fühlt. Sicherlich ist Vegetarismus oder gar Veganismus auch der falsche Ansatz, aber man sollte einen soliden Mittelweg finden und es weder mit dem einen noch mit dem anderen übertreiben.

Wer sich mit einer solchen Umstellung eingelassen oder überfordert fühlt, der ist dazu angehalten, einen Diätologen aufzusuchen und einem solchen einen Plan zu erstellen, der dazu dient, die Ernährung besser und gesünder zu gestalten. Insbesondere dann wenn man aufgrund genetischer Faktoren ohnehin zu Gicht tendiert. Auch ein dahingehendes Gespräch mit den Hausarzt kann wahre Wunder wirken und einem die Augen für die Notwendigkeit eines Umstellung des Lebenswandels öffnen.

Sollte es jedoch bereits zu einem Ausbruch der Gicht gekommen sein, ist die moderne Schulmedizin durchaus dazu in der Lage, die Krankheit erfolgreich und nachhaltig zu therapieren. Dennoch sollte man dieser Stelle nicht vergessen, dass es sich bei der Gicht um ein grundsätzlich vermeidbares Leiden handelt und es also in den meisten fällen erst gar nicht zu einem Ausbruch hätte kommen müssen.

Gicht wird heutzutage meist konservativ behandelt. Ein guter Behandlungserfolg kann bei Kristallen mit kleinem Durchmesser erreicht werden, da diese einfach zertrümmert werden können. Meist gelingt es schon durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr von 2-3 Litern am Tag, einen merkliche Verbesserung herbeizuführen. Eine Kontraindikation wäre dabei durch eine Herzinsuffizienz gegeben, insofern sollte dieses Vorgehen zunächst mit dem Hausarzt abgesprochen sein. Auch über die Ernährung kann ein wesentlicher Beitrag zur Therapie beziehungsweise Prophylaxe von Gicht geleistet werden (siehe dazu unter Ernährung). Sport beziehungsweise hinreichende Bewegung sind zu empfehlen, insbesondere Erschütterungen, zum Beispiel durch Treppensteigen, führen zu einem guten Ergebnis. Nebenbei können krampflösende Medikamente eingesetzt werden, die sowohl die Schmerzen lindern als auch zu einer besseren Beweglichkeit trotz der Gicht führen. Weitere Medikamente, die bei der Nephrolithiasis eingesetzt werden können, werden mit dem behandelnden Arzt abgesprochen. Diese unterscheiden sich stark in ihrem Ansatz und werden immer dem Patienten und der Zusammensetzung der Gicht angepasst.

Sollten die Kristallen bereits einen größeren Durchmesser erreicht haben, ist eine endoskopische Entfernung sinnvoll. Möglich ist auch eine Zertrümmerung durch gebündelte Ultraschallwellen, sofern die Gicht in einem Gelenk oder nahe eines Gelenks im Fuß lokalisiert ist. Als seltene Komplikation gelten dabei Koliken, die durch die Bruchstücke ausgelöst werden können. Ist es bereits zur Auskristallisierung in sehr großem Ausmaße gekommen, steht als Behandlungsmethode eine offene Operation zur Verfügung.

Somit lässt sich abschließend feststellen, dass eine Gicht nicht nur eine vermeidbare, sondern auch eine leicht zu behandelnden Erkrankung ist. Dennoch sollte man es durch fahrlässiges Verhalten nicht darauf anlegen, auch tatsächlich diesem Leiden anheimzufallen. Es lohnt sich, sein Leben umzustellen und es erst gar nicht zu einem Ausbruch der Gicht kommen zu lassen. Man sollte auf keinen Fall vergessen, wie immens schmerzhaft und einschränkend die Gicht sein kann. Stark betroffenen Personen können während einer Attacke weder auftreten noch andere größere Bewegungen vornehmen und sind somit temporär bewegungsunfähig. Dies sollte sich niemand zum Ziel setzen. Darum lohnt es sich, wie nun schon mehrfach erwähnt, immer, wenn man sich vorausschauend verhält und einer Gicht damit vorbeugt – dies gilt in erhöhtem Maße für Personen, die genetisch vorbelastet sind.

Welche Ursachen gibt es?

Die primäre Gicht ist auf Vererbung zurückzuführen, durch genetische Disposition ist die Harnsäureausscheidung verringert, was wiederum das Risiko zur Ausbildung der vorliegenden Krankheit befördert. Die sekundäre Gicht entsteht als Folge anderer Grundkrankheiten wie Nierenerkrankungen oder Leukämie. Häufig entsteht Gicht auch durch eine purinreiche Ernährung (Fleisch, Innereien usw.) und Alkoholmissbrauch. Purine wandeln sich im Körper zu Harnsäure um.

Insbesondere dann, wenn sich Ablagerungen der Harnsäure in kristalliner Form in den Gelenken eines Menschen akkumulieren, kommt es zu intensiven und oftmals schwerwiegenden Entzündungen und Schmerzattacken in besagten Gelenken. Diese Kristalle entstehen dadurch, dass die Konzentration der Harnsäure im Blut zu hoch ist. Wie bereits erwähnt, erhöht sich besagte Konzentration dadurch, dass der Körper mit der Nahrung aufgenommene Purine zu Harnsäure abbaut. Dennoch sollte man hierbei nicht vernachlässigen, dass auch in jedem Körper ein natürliches Level an Harnsäure vorhanden ist. Dieses kann bei erblicher Vorbelastung, wie bereits erwähnt, von Beginn an zu hoch sein. Ist dies der Fall, lässt sich eine Gicht auch bei gesunder und risikoarmer Ernährung nicht ausschließen und kann darüber hinaus zu einer chronischen Erkrankung anwachsen.

Normalerweise sollte Harnsäure sich im Blut lösen und durch die Nieren in den Urin gelangen und mit solchem aus dem Körper ausgeschieden werden. Aber es kann vorkommen, dass der Körper entweder zu viel Harnsäure produziert und sie sich deshalb in selbigem anreichert oder dass die Nieren zu wenig Harnsäure heraus befördern. Tritt dieser Umstand ein, so ist es keine Seltenheit, dass sich die überschüssige Harnsäure kristallisiert und sich in den Gelenken ablagert. Man muss sich diese Kristalle dabei ähnlich vorstellen, wie Feldspat. Sehr scharf und spitz. Darum ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass eine Ansammlung dieser Kristalle die teilweise horrenden und kaum zu ertragenden Schmerzen auszulösen imstande ist. Es ist daher empfehlenswert, selbst bei geringen Symptomen, einen Arzt zu konsultieren.
Ursachen in der Kurzübersicht

  • Erbliche Vorbelastung
  • Falsche oder unausgewogene Ernährung
  • Übergewicht
  • Nierenschädigungen
  • Diabetes (Typ 1 und Typ 2)
  • Alkoholmissbrauch
  • Metabolisches Syndrom
  • Hämolytische Anämie
  • Organtransplantationen (besonders der Nieren)
  • Vergiftungen mit Blei
  • Gewisse Medikamente wie Aspirin
  • Myeloproliferative Neoplasie

Symptome & Anzeichen

Gicht kann jahrelang symptomlos verlaufen, während gleichzeitig die Harnsäurewerte im Blut stetig ansteigen. Plötzlich kann dann ein akuter Gichtanfall auftreten, meist nach reichlichem Essen und / oder Alkoholgenuss. Das Grundgelenk der Großzehen ist schmerzhaft entzündet, geschwollen und gerötet.

Zur chronischen Gicht kommt es durch Ablagerungen von Harnsäure in Gelenken und gelenknahen Sehnen. Direkt unter der Haut bilden sich harte, schmerzlose „Gichtknoten“ von etwa einem Zentimeter Durchmesser, die eine weiße, aus Harnsäurekristallen bestehende Masse enthalten. Diese Gichtknoten kommen unter anderem an Händen, Augenlidern, Ohren und Nasenflügeln vor. Bei einem weiterem Fortschreiten der Gicht können auch innere Organe durch Ablagerung von Harnsäurekristallen Beschädigungen erfahren. Man hört diesbezüglich bisweilen von der sog. „Gichtniere“.

Darüber hinaus kann die vorliegende Krankheit ebenso chronisch wie akut auftreten. Das heißt kurzum, dass man dauerhaft oder zeitlich beschränkt davon betroffen sein kann. Dabei sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass aus jeder akuten, also zeitlich begrenzten Gicht, bei mangelhafter oder völlig ausbleibender Behandlung eine chronische Version dieser Krankheit entstehen kann. Darum sollte man es nicht unterlassen einen Arzt zu konsultieren, wenn einem Symptome und Anzeichen an einem selbst auffallen.

Zudem zeichnet sich eine chronische Gicht-Erkrankung nicht nur durch die üblichen starken Schmerzen aus, sondern auch dadurch, dass die befallenen Gelenke dauerhaft beschädigt und / oder vollends zerstört werden. Dies geht auf die Akkumulation der erwähnten Harnkristalle zurück. Diese in Kombination mit den schweren Entzündungen können ein betroffenes Gelenk im Laufe der zeit stark in Mitleidenschaft ziehen und dafür sorgen, dass Erkrankte dauerhaft hieraus resultierende Einschränkungen in kauf nehmen müssen.

Es ist darum keine Seltenheit, dass chronische Gicht-Opfer in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, worunter die allgemeine Lebensqualität deutlich zu leiden hat. Dies in Kombination mit den noch anderweitig auftretenden Symptomen sorgt dafür, dass Erkrankte oftmals sehr mit dieser Krankheit zu kämpfen haben.
Hierzu ein kurzer Überblick über die Symptome

  • Starke Schmerzen in den Gelenken – Wie bereits mehrfach erwähnt, ist in aller Regel das Gelenk der großen Zehe am meisten von der Gicht betroffen. Dies schließt jedoch auch auch Ausprägungen deises Leidens andernorts nicht aus. Hierzu zählen unter anderem die Knie, die Handgelenke, die Hände, die Füße und die Ellbogen. Die Szu erwartenden Schmerzen sind meist etwa vier bis zwölf Stunden nach Einsetzen derselben am stärksten und flachen danach zusehends ab.
  • Anhaltende Ungemach – Gleichwohl der initiale Schmerz recht schnell wieder vergeht, verbleibt eine andauernde unschöne Empfindung im betroffenen Gelenk zurück. Diese muss nicht zwingend sonderlich schmerzlich sein, führt aber dazu, dass der Erkrankte „merkt“, dass beispielsweise sein Zeh vorhanden ist. Das mag sich zunächst nach nicht viel anhören ist aber sehr unangenehm, vorallem auf die Dauer und in Phasen der Ruhe. Dieser Zustand kann bis zu mehreren Wochen anhalten und ist somit für viele Erkrankte eine nicht zu unterschätzende Belastung.
  • Entzündungen und Rötungen – Die befallenen Gelenke schwellen (teils sehr stark) an, gewinnen an Empfindlichkeit gegenüber Berührungen aller Arten, neigen zu einer sehr ausgeprägten Entwicklung von Hitze und entzünden ich darüber hinaus noch.
  • Einschränkungen der Beweglichkeit und Mobilität – Es ist nicht verwunderlich, dass die von Gicht heimgesuchten Gelenke nicht mehr im selben Maße bewegungsfähig sind, wie in gesundem Zustande. Diese allgemeine Einschränkung der Beweglichkeit kann im Zweifelsfalle zu einer Einschränkung der gesamten Mobilität führen. So sind Betroffene, die sich kurrent in einem Schub befinden, nicht mehr in der Lage aufzutreten und also außer Stande zu gehen.

    Diagnose & Krankheitsverlauf

    Die Diagnose stellt man anhand der typischen Symptome des akuten Gichtanfalls und der Gichtknoten. Durch erhöhte Harnsäurewerte im Blut gilt die Diagnose Gicht in aller Regel als gesichert. Bei einer chronischen Gicht zeigen Röntgenaufnahmen die Gelenkveränderungen. Eine etwaig dafür verantwortlich zu machende Arthrose ist durch Röntgen auszuschließen.
    Folgende diagnostische Mittel finden in der Regel Anwendung

    • Untersuchung der Gelenkflüssigkeit: Zwecks dieser Untersuchung führt der behandelnde Arzt eine Spritze in das betroffene Gelenk ein und entnimmt eine Flüssigkeitsprobe daraus. Betrachtet man diese nun unter einem Mikroskop lassen sich, im Falle einer Gicht, die Harnkristalle in dem Probematerial nachweisen. Somit gilt die Diagnose als gesichert.
    • Bluttest: Ein Buttest gilt in erster Linie der Feststellung des Niveaus von Harnsäure und Kreatin im Blut des potentiell Erkrankten. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die aus Blutuntersuchengen gewonnenen Daten nicht selten irreführend sein können. Es ist nämlich durchaus möglich, dass manche Personen einen teilweise immens stark überhöhten Level an Harnsäure-Werten im Blut aufweisen, ohne dass sie jemals an einer Gicht gelitten hätten. Wiederum ist auch das Gegenteil nicht unmöglich. Manche Personen haben besonders niedrige Level von Harnsäure im Blut und leiden dennoch unter der Gicht. Daher sind Blutproben nicht als einziges diagnostisches Mittel zu Rate zu ziehen, sondern höchstens unterstützend anzuwenden.
    • Röntgen: Dieses bildgebende Verfahren kann nützlich dabei sein auszuschließen, ob es sich bei der vorliegenden Entzündung um eine Gicht oder etwas anderes handelt.
    • Ultraschall: Mithilfe eines speziellen Gerätes ist der zuständige mediziner dazu in der Lage, Anhäufungen von Harnkristallen in den Gelenken nachzuweisen. Dieses diagnostische Mittel ist besonders in europa typisch und findet in Nordamerika oder Asien dagegen kaum Anwendung.
    • Computertomographie: Ähnlich wie das Röntgen, dient auch dieses bildgebende Verfahren dazu festzustellen, woher die etwaige Entzündung rührt und darüber hinaus auch noch, ob Anhäufungen von Harnkristallen vorhanden sind. Trotz der Tatsache, dass man mit diesem klinischen Test die sprichwörtlichen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann, findet er nicht oft Anwendung. Dies liegt nicht zuletzt an der relativen Seltenheit von Computertomographen und zudem an dem hierdurch entstehenden Kostenfaktor, der häufig nicht den Aufwand rechtfertigt.

    Verlauf der Krankheit
    Die Gicht verläuft in aller Regel vergleichsweise uniform. Das heißt, dass sie nicht über die Maßen fallspezifisch ist und man sie somit sehr schnell und sehr leicht als das erkennen kann, was sie ist und fehlerhafte Diagnosen eher selten anzutreffen sind.. Gleichwohl sind selbige nicht auszuschließen.

    Die vorliegende Krankheit hat oftmals einen langen Vorlauf. Es kann Jahre oder gar Jahrzehnte der falschen Ernährung bedürfen, um die Harnsäurewerte im Körper derart zu steigern, dass sich die verantwortlich zu machenden Harnkristalle in den Gelenken absetzen und dort für Schmerzen, Entzündungen und Rötungen sorgen. Manchmal jedoch geht der Verlauf aber auch recht schnell von Statten. Dies kommt im Einzelfall darauf an, wie sehr der eigenen Körper in der Lage ist, mit den erhöhten Harnsäurewerten umzugehen. Denn wie bereits erwähnt kann es durchaus vorkommen, dass ein Mensch erhöhte Werte aufweist, diese aber nicht zum Ausbruch der Krankheit führen. Welche Mechanismen genau hinter diesem Umstand stecken, ist noch durch die Forschung zu klären.

    Des Weiteren unterscheiden sich auch die Intensität und die Dauer von Schüben teilweise von Fall zu Fall sehr stark, ohne dabei jedoch das Gesamtbild der Gicht zu verzerren. Ein akuter schmerzhafter Schub kann bis zu 12 Stunden andauern. Aber auch wesentlich kürzere Schübe sind im Rahmen des möglichen. So dauern selbige manchmal nicht länger als etwa dreißig Minuten. Dennoch muss man als Betroffener damit rechnen, dass beinahe alle diese Schübe ein Nachspiel haben. So verspürt man leichte Schmerzen und ein Gefühl des Unbehagens oftmals noch Wochen nach der eigentlichen Schmerzattacke. Zusätzlich hierzu kann es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen kommen, die einen primär nachts ereilen. Warum die Gicht die Nacht vorzieht ist ebenso ein Rätsel für Forschung und Wissenschaft. Dennoch sei natürlich erwähnt, dass ein Schub auch tagsüber auftreten kann. Es ist lediglich weniger wahrscheinlich, nicht aber unmöglich.


    Häufigkeit & Diagnosedaten

    Etwa zwischen 1 und 2% der gesamten Bevölkerung der westlich geprägten Welt leiden im Laufe ihres Lebens an der Gicht. Tendenz steigend. Beispielsweise waren im Jahre 2013 etwa 6 Millionen Menschen von der Gicht betroffen. Vergleicht man diese Zahlen nun mit statistischen Erhebungen aus den frühen 1990er Jahren, so kann man leicht erkennen, dass die Krankheitsfälle sich nahezu verdoppelt haben. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, die nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Die Gründe für den Anstieg der Zahlen an Erkrankten sind nicht ganz klar. Man vermutet aber, dass eine allgemein gestiegene Lebenserwartung, Veränderungen in der Ernährungsweise der meisten Menschen sowie sog. „Kulturkrankheiten“ wie Bluthochdruck und das metabolische Syndrom hierfür verantwortlich zu machen sind.

    Darüber hinaus spielen für die Häufung der Krankheit auch Faktoren wie Alter, Rasse und Abstammung sowie Geschlecht eine Rolle. Es lässt sich mit Sicherheit behaupten, dass Männer jenseits der dreißig und Frauen jenseits der fünfzig besonders häufig betroffen sind.

    Weltweite Verteilungen der Krankheit sind ebenso interessant zu beobachten. So sind Personen europäischer Abstammung, dies schließt auch Nordamerikaner mit ein, mehr als doppelt so häufig von Gicht betroffen, wie beispielsweise Personen, die aus Afrika stammen. Ebenso besondere Häufungen sind bei gewissen Inselvölkern festzustellen. Hierunter fallen gerade die aus Neu Seeland stammenden Maori. Auch China, Polynesien und die afrikanischen Gebiete südlich der Sahara sind, was die Gicht betrifft, auf dem Vormarsch.

    Ebenso zu beobachten sind saisonale Einflüsse auf die Häufung der Krankheit. So tritt sieh wesentlich öfter im Frühling auf, als beispielsweise zu anderen Jahreszeiten. Die genauen Ursachen hierfür sind ebenfalls noch nicht vollends erklärt. Jedoch gibt es einige Theorien, die dabei helfen sollen, dieses Phänomen zu verstehen. Nämliche gehen primär davon aus, dass der Konsum bestimmter Lebensmittel während des Winters am höchsten sind und sich somit bis zum Frühling erhöhte Harnsäurewerte im Blut einstellen können.

    Diagnosedaten
    Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind für die korrekte Benennung einer jeden Krankheit essentiell. Darum ist es absolut notwendig, dass man selbige gewissenhaft und korrekt auswertet sowie in einen angemessenen Kontext bringt. Ist dies nicht der Fall, können Leib und Leben des Patienten auf dem Spiel stehen. Obgleich dies im falle der Gicht eher selten der Fall sein mag. Dieser Umstand ändert aber dennoch nichts an der Tatsache, dass es auch hier von höchster Priorität ist, nicht fahrlässig mit den diagnostischen Daten und Mitteln umzugehen. Die gilt sowohl für den behandelnden Arzt als auch für den zuständigen Laboranten.

    Darüber hinaus sind die zu erwartenden erhobenen Daten im Falle der Gicht aber zumeist sehr eindeutig und lassen wenig Raum für Fehlerhafte Diagnosen. Dies liegt primär daran, dass sobald der Nachweis von Harnkristallen in den Gelenken erbracht ist, man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass es sich um eine Gicht und sonst keine andere Erkrankung handelt. Dieser glückliche Umstand begünstigt die Richtigkeit einer Diagnose immens und macht es beinahe unnötig weitere Tests zu erheben, um Differentialdiagnosen auszuschließen. Aber auch hierbei sollte gelten, dass man nichts überstürzen sollte.

    Der Patient kann also durchaus davon ausgehen, dass er im Falle einer Gicht-Erkrankung eine schnelle, effiziente und korrekte Diagnose gestellt bekommt. Dies ist ein Luxus, den nicht jede Krankheit bieten kann. Dieser Umstand erspart nicht nur dem Patienten Stress und Zeit, sondern nimmt auch den Druck vom behandelnden Arzt. Im Umkehrschluss bewirkt das, dass mehr Zeit für die Planung einer geeigneten Therapie zur Verfügung steht. Dies sollte im Interesse eines jeden Patienten und eines jeden Arztes liegen.

    Alles in allem lässt sich also sagen, dass die Diagnosedaten eine Gicht betreffend in aller Regel sehr eindeutig sind und es nur sehr selten bis gar nicht zu gravierenden Fehleinschätzungen der Lage kommt.


    Komplikationen bei der Krankheit

    Komplikationen bei einer Gicht sind leider keine Seltenheit und Betroffene kämpfen oftmals über längere Zeiträume hinweg und mehrfach mit diesen ungeliebten Begleitern einer Krankheit. Im Falle des vorliegenden Leidens sind häufige Komplikationen unter anderem:

    Wiederkehrendes Auftreten

    • Nach einer Heilung und / oder erfolgreichen Therapie, kann es vorkommen, dass manche Personen für den Rest ihres Daseins nie wieder Symptome oder Anzeichen einer Gicht bemerken. Andere Personen sind da nicht immer ganz so glücklich. Die Krankheit tritt bei ihnen immer wieder und immer wieder auf. Teilweise mehrfach pro Jahr. Dies stellt nicht nur eine immense physische Belastung für diese Personen dar, sondern hindert sich auch daran ihren Alltag in gewohntem Umfange zu gestalten und zu meistern. Nichtsdestoweniger ist es möglich die Symptome einer Schmerzattacke mithilfe von Medikamenten zumindest abzuflachen und somit immerhin etwas Linderung zu verschaffen.Belässt ein Betroffener die Gicht jedoch trotz immer wieder auftretender Schübe in unbehandeltem Zustand, so führt dies nicht selten dazu, dass die erkrankten Gelenke im laufe der zeit völlig zerstört werden und regelrecht erodieren. Darum sollte man auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Alles andere wäre grob fahrlässig sich selbst gegenüber.

    Fortgeschrittene Gicht

    • Je weiter die Gicht voranschreitet, desto mehr Gelenke sind in aller Regel betroffen. Das heißt kurzg esagt, dass sich in immer mehr Gelenken die für die Krankheit verantwortlich zu machenden Harnkristalle ablagern. Tut man dagegen nichts und lässt der Krankheit ihren Lauf, kann es darüber hinaus dazu kommen, dass sich dieselben Kristalle nicht nur in den Gelenken, sondern auch in den Schichten der Unterhaut ansammeln. In diesem Falle spricht man von einem sog. „Tophus“. Die möglichen Orte des Auftretens dieser Tophi ist dabei nicht beschränkt. Sie können sich an den Händen, den Armen und Beinen, dem Hals und sogar dem Gesicht, im Speziellen den Augenlidern, einstellen.Für gewöhnlich sind sie jedoch nicht besonders schmerzhaft. Dennoch ändert dieser Fakt nichts an der Tatsache, dass sie sich im Rahmen eines Schubes ebenso entzünden können und darüber hinaus noch anschwellen. Das macht sie in jedem Falle zu einem kosmetischen Mangel, unter dem nicht wenige Betroffene merklich leiden.

    Nierensteine

    • Urinkristalle sammeln sich aber nicht unter der Haut und in den Gelenken an. Es kann durchaus auch zu Ansammlungen derselben im Urinleiter oder den Nieren kommen. Hierdurch sind Blasensteine und Nierensteine keine Seltene Komplikation bei der Gicht. Diese Nebenerkrankungen sind unglaublich schmerzvoll und kaum erträglich. Daher ist es von absoluter Notwendigkeit, dieselben so schnell es geht zu entfernen. Jedes Zögern, jedes Wanken trüge nur dazu bei, dass sich das Leid des Patienten unnötig verlängert. Darüber hinaus gibt es einige Medikamente, die Gicht-Kranke einnehmen können und die dafür sorgen, dass sich das Risiko einer Erkrankung mit Nierensteinen oder Blasensteinen stark reduziert.

    Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Ein Arzt ist selbstverständlich sofort dann aufzusuchen, wenn man eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich ausmachen konnte. Gicht ist gut behandelbar und darüber hinaus auch relativ einfach und schnell zu diagnostizieren. Darum sollte man einen Arztbesuch auf keinen Fall unnötigerweise hinauszögern und sich sofort in Behandlung begeben, wenn es einem notwendig erscheint.

    Eine frühe Erkennung ist generell sehr hilfreich und bei jedweder Erkrankung anzuraten. Aber gerade bei der Gicht ist eine gute Früherkennung das A und O. Schließlich ist eine Behandlung hier dann am effektivsten, wenn sie beginnt, bevor die Harnkristalle imstande dazu waren, die Gelenke dauerhaft zu schädigen. Ist ein Gelenk erst einmal zerstört, kann man es nicht mehr reparieren. Ersatzgelenke für Finger und Zehen findet man in aller Regel kaum. Dies liegt zum einen daran, dass die hierfür notwendige Technologie noch nicht vorhanden ist und zum anderen, dass sich der Aufwand oftmals nicht lohnt. Betroffene müssen in diesen Fällen schlicht lernen mit einem vollkommen verschlissenen Gelenk zu leben. Das ist kein leichtes Unterfangen. Auch dann nicht, wenn es sich „nur“ um ein kleines Gelenk handelt. Gerade für die Balance des Menschen sind die Zehen unabdingbar. Wer also den großen Zeh ganz verliert oder zumindest das korrespondierende Gelenk, der bemerkt bereits nach kürzester Zeit, wie sehr ihn das einschränkt. Alles spricht also dafür, dass man so schnell als irgend möglich einen Mediziner zu rate zieht, um Schlimmeren entgehen zu können.

    Besonders angesprochen sind hierbei Personen, die erblich vorbelastet sind oder aufgrund ihrer Ernährung zu einem erhöhten Harnsäurepegel neigen. Hier kann es auch sehr nützlich sein, sich prophylaktisch untersuchen zu lassen, um bereits im Vorfeld Risiken zu minimieren.

    Alles in allem bleibt also zu sagen, dass ein Arztbesuch grundsätzlich immer zu empfehlen ist. Dies gilt selbst dann, wenn auch nur ein leiser Verdacht auf eine Gicht entsteht.

    Behandlungsmethoden & Therapie

    Die Therapie zielt darauf ab, den Harnsäurespiegel im Blut auf normale Werte einzustellen.

    Beim akuten Gichtanfall steht die Schmerzlinderung im Vordergrund, bei chronischer Gicht sollen mit Hilfe einer Dauertherapie weitere Gichtanfälle und Gelenkschäden verhindert werden. Beim akuten Gichtanfall lindert Kühlung und Ruhigstellen des Gelenks die Gelenkschmerzen.

    Zur medikamentösen Behandlung können entzündungshemmende kortisolfreie Antirheumatika (NSAR) oder kortisonhaltige Glukokortikoide, die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken, eingesetzt werden. Colchicin, das Gift der Herbstzeitlose, wirkt ebenfalls gegen Gelenkschmerz, wird jedoch wegen seiner Nebenwirkungen selten verwendet.

    Unbedingt erforderlich ist absoluter Alkoholverzicht. Zur Einstellung des Harnsäurespiegels werden als Dauertherapie harnsäureaustreibende Medikamente (Urikosurika) verordnet; außerdem wird die Harnsäurebildung durch Urikostatika gehemmt. Schüssler Salze können ebenfalls gegen Gicht helfen (JSO Bikomplexmittel 9 – Gicht- und Rheumatismusmittel).

    Das Bikomplexmittel enthält eine Kombination aus vier Schüssler Salzen: Ferrum phosphoricum (hilft bei entzündeten geschwollenen Gelenken), Natrium phosphoricum (unterstützt die Ausscheidungsorgane), Silicea (löst abgelagerte Harnsäure) und, Natrium sulfuricum (fördert die Ausscheidung der Harnsäure).

    Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie sollten Gichtkranke eine purinarme Diät einhalten, und ihr Normalgewicht erreichen bzw. halten. Purinarme Lebensmittel sind Eier, Milchprodukte, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Obst wie Äpfel und Bananen.

    Purinreich und daher zu vermeiden sind Fleisch, Innereien, Salami und bestimmte Fischarten wie Forelle, Hering, Schellfisch und Sardellen, aber auch grüne Erbsen. Selbsthilfeforen bieten genaue Angaben über den Puringehalt einzelner Lebensmittel und auch Rezepte an.

    Gichtkranke sollte völlig auf Alkohol verzichten und täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit (Wasser, Kräutertee) zu sich nehmen.


    Vorbeugung – Impfung & Prävention

    Es gibt so einige präventive Maßnahmen, die man im Rahmen einer Vorbeugung gegen die Gicht ergreifen kann. Dabei stehen die meisten in direktem Zusammenhang mit der Ernährung des Individuums. Kurz gesagt bedeutet das also, dass mithilfe einer Umstellung der Ernährung nicht wenig zu beeinflussen ist. Zwar schützt auch eine gesunde Ernährung nicht 100%ig gegen die Gicht, aber beinahe.

    Große und regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit

    • Es ist von absoluter Notwendigkeit, dass man stets ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu sich nimmt. Hierbei muss von 3 bis 4 Litern täglichen ausgehen. Je nach Temperatur auch mehr. Das beste Getränk ist klares, stilles Wasser ohne Zusätze. Wasser mit Geschmack, wie man sie immer häufiger findet, sind oftmals ebenso zuckerhaltig wie Limonaden und darum tunlichst zu vermeiden. Überhaupt gilt es, zuckerhaltige Getränke, darunter fallen Limonaden, Colas, Energydrinks, Säfte und Cocktails zu vermeiden. Auch auf das Stück Würfelzucker im Tee oder Kaffee sollte man verzichten, genau so wie auf den Kaffee selbst am besten auch.

    Den Alkoholkonsum einschränken oder kompletter Verzicht

    • Alkohol ist eine Droge. Zwar ist dieser Suchtstoff gesellschaftlich tief verwurzelt und wird daher in der öffentlichen Wahrnehmung eher harmlos betrachtet, das ändert aber nichts an der eingänglich formulierten Aussage. Wer regelmäßig alkoholische Getränke zu sich nimmt und sei es nur das berühmte „Feierabendbier“ läuft höchste Gefahr, im Laufe seines Lebens an der Gicht zu erkranken. Alkohol befördert die Symptome und beschleunigt den Ausbruch dieser Krankheit enorm.Gerade bei Männern sorgen ethanolhaltige Getränke dafür, dass sich die Chance auf Gicht immens erhöht. Man muss daher vor jedem Schluck Alkohol, den man zu sich nimmt, ganz klar abwägen, ob er das durch ihn entstehende Risiko wert ist. Darüber hinaus ist anzumerken, dass ein vollkommener Verzicht auf Alkoholika nicht nur gegen eine Gicht vorbeugt, sondern auch gegen eine ganze Reihe weiterer organischer und psychologischer Leiden. Es ist also in jedem Falle eine Überlegung wert.

    Fettreduzierte Molkereiprodukte

    • Es kann durchaus hilfreich sein, wenn man seinen Proteinbedarf durch fettreduzierte Milchprodukte deckt und weniger auf Fleisch zurückgreift. Fleisch ist eine der bekanntesten Ursachen für Gicht. Insbesondere rotes Fleisch gilt in dieser Beziehung als besonders gefährlich.

    Weniger Fisch, Fleisch und Geflügel

    • Wie gerade erwähnt, befördert regelmäßiger Konsum von Fleisch die Chancen auf Gicht sehr stark. Dasselbe gitl aber auch für Fisch und Geflügel. Daher empfehlen Ärzte und Ernährungswissenschaftler in aller Regel eine semi-vegetarische oder voll-vegetarische Lebensweise.

    In Form bleiben

    • Ist das Gewicht zu hoch, erhöht sich ebenso die Chance an Gicht zu erkranken. Es sollte daher im Interesse jedes Menschen liegen, kein Übergewicht zu akkumulieren. Nicht umsonst trägt die Gicht auch den Beinamen „Krankheit der Könige“. Der Adel der vergangenen Jahrhunderte zeigte seinen Wohlstand zumeist durch eine stets reich gedeckte Tafel. Hiermit gingen in beinahe allen Fällen starkes Übergewicht und / oder Adipositas einher. Daher erkrankte diese Personengruppe wesentlich häufiger an Gicht, als die nicht selten unterernährten niederen Stände. Man sieht also eine direkte Korrelation von Übergewicht und Gicht, die sich schon seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden beobachten lässt.

    Da Gicht und Nierenerkrankungen im Allgemeinen häufig die Folge eines aufsteigenden Harnwegsinfekts sind, ist ein wichtiger Ansatzpunkt, die Harnwege präventiv vor Bakterien und daraus resultierenden Infektionen zu schützen. Als erster Schritt gelten die reichliche Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Blasenentleerung. Betroffene sollten täglich mindestens 2,5 Liter Wasser oder Tees zu sich nehmen. So können einzelne Bakterien, die möglicherweise durch die Harnröhre in die Harnblase gelangt sind, regelmäßig ausgespült werden. Einen positiven Effekt haben in diesem Zusammenhang bestimmte Tees, die beispielsweise eine teils desinfizierende Wirkung auf den Harntrakt haben. Um das Milieu innerhalb der Blase für Bakterien möglichst unattraktiv zu machen, wird außerdem auf die Einnahme von Methionon verwiesen. Es handelt sich dabei um eine essenzielle Aminosäure, die als sinnvolle Präventionsmaßnahme für Harnwegsinfekte gilt. Ziel der Einnahme ist es, den Harn prophylaktisch anzusäuern. Ein gegenteiliges Konzept der Vorbeugung bezieht sich auf die Entsäuerung des Harns und des gesamten Körpers. Dabei soll der Harn mit der entsprechenden Ernährung bis hin zu einem basischen Wert gebracht werden.

    Auch Cranberry-Kapseln oder Cranberry-Saft stellen eine sinnvolle ergänzende Maßnahme dar, die die Anheftung der Bakterien an die Blasenwand präventiv verhindern sollen. Außerdem soll das Gewebe gestärkt werden. Eine tägliche Einnahme ist hierbei sinnvoll, da die Wirkung bei einer bereits bestehenden Infektion nicht mehr ausreichend entfaltet werden kann. Positive Effekte wurden in den letzten Jahren auch mit einem Zucker namens D-Mannose erzielt. Der Zucker wird im Körper kaum verstoffwechselt und ist somit auch für Diabetiker geeignet. Er gelangt in seinem Ausgangszustand über die Niere in die Blase, wo er die Bakterien an deren Pili binden soll und sie an einer Anheftung an die Blasenwand hindert. So können sie in Kombination mit einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr einfach ausgespült werden.

    Wichtig ist weiterhin, die Immunabwehr dauerhaft zu stärken. So sollte grundsätzlich auf ausreichend Schlaf und die Reduktion von Stress geachtet werden. Eine Minderdurchblutung des Nierengewebes durch Kälte muss unbedingt vermieden werden, da ansonsten die wichtigen ersten Abwehrschritte des Immunsystems nicht greifen können. Nicht nur in den kalten Monaten sondern auch im Sommer sollte darauf geachtet werden, nicht auf kaltem Untergrund zu sitzen. Welche der Konzepte zur Vorbeugung von bakteriell bedingten Harnwegsinfekten für den eigenen Körper sinnvoll sind, muss individuell herausgefunden werden. In Zusammenarbeit mit Ärzten, Heilpraktikern oder Ernährungswissenschaftlern können dennoch häufig nach einigem Probieren die richtigen Vorbeugungsmaßnahmen gefunden werden. So kann das Risiko deutlich gesenkt werden, an Gicht zu erkranken.

    Eine chronische Gicht vorzubeugen beinhaltet vor allem, eine akute Nierenbeckenentzündung ernst zu nehmen und direkt in die antibiotische Behandlung überzugehen. So können größere Folgen für das Nierengewebe verhindert werden. Die Einnahme des Antibiotikums darf dabei keinesfalls ohne Anordnung des behandelnden Arztes abgebrochen werden. Dem Körper muss auch nach der akuten Infektionszeit genügend Ruhe zur Regeneration gegeben werden, da er durch die kräftezehrende Infektionszeit stark belastet wird. Da die chronische Pyelonephritis häufig durch Begleitumstände ausgelöst beziehungsweise aufrechterhalten wird, sollte das Präventionskonzept mit besonderem Augenmerk auf die aufrechterhaltenden Faktoren ausgerichtet werden.


    Prognose zur Heilung

    Ohne eine Behandlung verflüchtigt sich eine akute Schmerzattacke zumeist nach etwa fünf bis sieben Tagen. Nichtsdestoweniger sollte man hierbei beachten, dass weit über 60% aller Betroffenen eine weitere Attacke im Laufe eines Jahres nach der ersten haben. Darüber hinaus laufen Personen, die an der Gicht leiden erhöhte Gefahr, auch an anderen Leiden zu erkranken.
    Hierzu gehören unter anderem:

    • Diabetes mellitus
    • Nierensteine
    • Blasensteine
    • Einschränkungen der Mobilität
    • Herz-Kreislauf-Probleme
    • Metabolisches Syndrom

    Des Weiteren ist es keine Seltenheit, dass unbehandelt bleibende Gicht-Erkrankungen im Laufe der Zeit von akut auf chronisch wechseln. Das heißt kurzum, dass sie zu einem dauerhaften Begleiter für den Betroffen werden. Das sollte man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern suchen.

    Ebenso sind die bereits erwähnten Tophi eine nicht selten auftretende Nebenerscheinung der Gicht. Diese als kosmetisch sehr unschön wahrgenommenen Ausbeulungen der Haut, tun zwar in der Regel nicht weh, wirken aber entstellend. Darum machen sie nicht selten einen plastischen Eingriff erforderlich, den die Kassen zumeist nicht übernehmen.


    Gicht und Niere

    Da der hauptsächlich auslösende Faktor einer Gicht in der übermäßigen Produktion und folglich der Ansammlung von Harnsäure zu suchen ist, ist das Organ, das diese primär stellt, sprich die Niere, ein essentieller Anlaufpunkt, wenn es darum geht, die Gicht zu beurteilen. Nierenleiden aller Arten sind darum zu erwarten, wenn man an der Gicht leidet. Hierunter fallen insbesondere Nierensteine und Nierenbeckenentzündungen.

    Unter dem Begriff Nephrolithiasis versteht man die Bildung von Steinen in der Niere. Sie können einzeln oder multipel, also mehrfach, auftreten. Bei Nierensteinen kommt es zu einer Auskristallisierung von wasserunlöslichen Stoffen aus dem Harn. Die Art des Nierensteins wird dabei entsprechend der Art der auskristallisierten Substanz bestimmt.

    Am häufigsten kommen mit 75% der Nierensteine Calciumsteine vor. Es gibt außerdem in absteigender Häufigkeit Harnsäuresteine, Steine aus Magnesiumammoniumphosphat, Cystinsteine und sehr sellten Xanthinsteine. Nierensteine gehen entweder von selbst durch den Harnleiter ab oder bleiben im Nierenbecken liegen. Verbleiben sie für längere Zeit in der Niere, können sie mit ihrer teils stetig wachsenden Größe als Ausgussstein das gesamte Nierenbecken ausfüllen. Größe und Lage des Steins beeinflussen maßgeblich die auftretende Symptomatik. Meist tritt das Krankheitsbild erstmals im jungen Erwachsenenalter auf, allerdings ist die Rezidivrate mit 50% verhältnismäßig hoch.

    Des Weiteren ist davon auszugehen, dass die Entstehung durch gentische Faktoren begünstigt werden kann. So ist die Kombination aus den soeben erwähnten genetischen Faktoren und etwaigen Umwelteinflüssen der wahrscheinlichste Grund für die Bildung von Nierengries.

    Die zur Behandlung zur Verfügung stehenden Methoden ist heutzutage sehr fortgeschritten und bieten daher gute Möglichkeiten dahingehend, die Krankheit vollends und erfolgreich auszumerzen. Dennoch kann es im Rahmen einer Therapie immer wieder zu Komplikationen kommen, die in besonders schweren Fällen den Tod des Patienten nach sich ziehen können. Dennoch sollte man als Patient nicht davon ausgehen, dass die Behandlung besonders schwerwiegend verläuft. Tatsächlich gehen die meisten Behandlungen positiv für den Patienten aus. Die Mortalitätsrate ist vergleichsweise gering.

    Darüber hinaus ist es möglich, der Entstehung von Nierensteinen prophylaktisch entgegenzuwirken, indem man seine Ernährung dahingehend anpasst. Zwar lässt sich durch eine solche Maßnahme nicht vollkommen ausschließen, dass es zu einer Entstehung des vorliegenden Leidens kommt, dennoch verringert sich die Chance teilweise sehr stark. Und das sollte durchaus im Interesse des Patienten liegen.

    Symptome einer eventuell auftretenden akuten Nierenkolik sind sehr starke, krampfartige Nierenschmerzen, die zusätzlich ins Kreuz oder sogar bis in den Oberschenkel ausstrahlen können. Dabei ist die Lokalisation des Nierensteins entscheidend über die Schmerzausstrahlung. Liegt der Nierenstein im Nierenbecken, werden Schmerzen direkt im Nierenlager ausgelöst. Im Vorfeld zur schmerzhaften Nierenkolik kann es allerdings auch zu einer Verlegung des Steins gekommen sein. Ab der mittleren Harnleiterenge lösen Steine eine Nierenkolik aus, die den Musculus psoas major und die auf diesem Muskel verlaufenden Nerven reizt. Wegen des Verlaufs beider anatomischer Strukturen, kommt es zu einem starken Schmerzempfinden in der Leistenregion.

    Dieser Nervenschmerz kann beim Mann außerdem die Hoden betreffen, bei der Frau die großen Schamlippen. Bei der mikroskopischen Untersuchung des Urins ist häufig Blut als anormaler und pathologischer Bestandteil auffällig. Die Schmerzen der Nierenkolik treten anfallsweise auf und können Minuten bis Stunden anhalten. Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchdeckenspannung, Ileus, also ein Darmverschluss, oder Schüttelfrost.

    Nierensteine werden heutzutage meist konservativ behandelt. Ein guter Behandlungserfolg kann bei Steinen mit einem Durchmesser von etwa 0,5cm erreicht werden, da diese durch die Harnblase abgehen können. Meist gelingt es schon durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr von 2-3 Litern am Tag, einen Steinabgang herbeizuführen. Eine Kontraindikation wäre dabei durch eine Herzinsuffizienz gegeben, insofern sollte dieses Vorgehen zunächst mit dem Hausarzt abgesprochen sein. Auch über die Ernährung kann ein wesentlicher Beitrag zur Therapie beziehungsweise Prophylaxe von Nierensteinen geleistet werden (siehe dazu unter Ernährung). Sport beziehungsweise hinreichende Bewegung sind zu empfehlen, insbesondere Erschütterungen, zum Beispiel durch Treppensteigen, führen zu einem guten Ergebnis. Nebenbei können krampflösende Medikamente eingesetzt werden, die sowohl die Schmerzen lindern als auch zu einer besseren Beweglichkeit der Steine führen. Weitere Medikamente, die bei der Nephrolithiasis eingesetzt werden können, werden mit dem behandelnden Arzt abgesprochen. Diese unterscheiden sich stark in ihrem Ansatz und werden immer dem Patienten und der Zusammensetzung des Steins angepasst.

    Sollten Steine bereits einen größeren Durchmesser erreicht haben, ist eine endoskopische Entfernung sinnvoll. Möglich ist auch eine Zertrümmerung durch gebündelte Ultraschallwellen, sofern der Stein im Nierenbecken oder nahe der Niere im Harnleiter lokalisiert ist. Als seltene Komplikation gelten dabei Koliken, die durch die Bruchstücke ausgelöst werden können. Ist es bereits zur Auskristallisierung eines sehr großen Steins im Hohlraumsystem der Niere gekommen, steht als Behandlungsmethode eine offene Operation zur Verfügung.

    Die akute Nierenbeckenentzündung bezeichnet eine Entzündung des Nierenbeckens und des Nierengewebes, die im akuten Stadium meist durch das Kolibakterium ausgelöst wird. Obwohl das Kolibakterium eigentlich ein harmloser Bestandteil der Darmflora ist, kann es im Harnsystem zu schmerzhaften Entzündungen führen. Folgen sind im Bereich der Nieren plötzlich auftretendes Fieber und Schüttelfrost, Flankenschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen. Blut im Urin gilt dabei als mögliche Begleiterscheinung.

    Neben dem akuten Verlauf ist auch die chronische, nichtbakterielle Nierenbeckenentzündung bekannt, die im Erscheinungsbild deutlich diffuser ist. So stehen symptomatisch Kopfschmerz, dumpfe Rückenschmerzen oder eine ungewollte Gewichtsabnahme im Vordergrund. Phasenweise können allerdings auch die Symptome einer akuten Nierenbeckenentzündung auftreten, die durch eine bakterielle Neuinfektion ausgelöst werden. Insgesamt hat die chronische Nierenbeckenentzündung dadurch ein erhöhtes Gefahrenpotenzial, da sie durch den schleichenden Prozess zu einer Schädigung des Nierengewebes führt, das schlimmstenfalls in einem Nierenversagen endet. Diagnostisch auffällig sind narbige, verkleinerte Nieren mit Funktionseinschränkungen. Als weitere Komplikation die Verbreitung des Erregers in den gesamten Organismus, die über das Eindringen in den Blutkreislauf stattfindet, ist bei einer chronischen Nierenbeckenentzündung möglich.

    Akute Nierenbeckenentzündungen beginnen meist plötzlich mit schwerem Krankheitsgefühl,
    Erschöpfung, Fieber über 38°C, Schüttelfrost und Blut im Urin. Besonders ein- oder beidseitig auftretender, meist dumpfer Schmerz im Bereich der Flanken, auf Höhen der Nieren, gilt als wichtiges Indiz für eine Pyelonephritis. Gleichzeitig kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen, wobei in seltenen Fällen auch ein Darmverschluss beobachtet wird. Da es häufig zeitgleich zu einer Reizung des unteren Harntraktes kommt, sind Anzeichen einer Blasenentzündung nicht ungewöhnlich. So beschreiben Betroffene häufigen Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen. Bei einem starken Befall des Nierengewebes kann es zusätzlich zu einer Einschränkung der Nierenfunktion kommen. Da beispielsweise nicht jeder Patient dazu im Stande ist, wesentliches Fieber zu entwickeln oder Flankenschmerzen teils erst in fortgeschrittenem Zustand eintreten, müssen niemals alle Symptome gleichzeitig eintreten. Erst weitere diagnostische Methoden ermöglichen einen Rückschluss auf die Krankheit.

    Die chronische Pyelonephritis zeigt sich durch eine verringerte Leistungsfähigkeit der Niere und unter Umständen durch eine Anämie, also Blutarmut. Für den Erkrankten auffällig sind in Folge dessen Erschöpfung, ungewollter Gewichtsverlust, Rückenschmerz auf Höhe der Nieren.

    Prädisponierende Faktoren wie Diabetes oder Harnabflussstörungen sollten wenn möglich beseitigt beziehungsweise behandelt werden. Die Behandlung einer Nierenbeckenentzündung erfolgt durch Antibiotika; man kann entweder ein Breitband-Antibiotikum einsetzen oder gezielt ein passendes Antibiotikum durch Anlegen einer Urinkultur bestimmen. Obwohl ein Breitbandantibiotikum eine größere Belastung für den restlichen Organismus, insbesondere für den Darm ist, wird es bei einer Pyelonephritis dennoch häufig bereits vor Eintreffen der Blutergebnisse eingesetzt. Dies ist wegen der möglichen Komplikationen einer Pyelonephritis, zum Beispiel einer Sepsis, von großer Wichtigkeit. Trotzdem wird dazu geraten, eine Bestimmung der Bakterienkultur vornehmen zu lassen. So kann eine gezielte Therapie eingeleitet werden, wenn der Bakterienstammt bekannt ist. Wenn das Antibiotikum umgestellt wird, wird ein schneller Behandlungserfolg ermöglicht, zum anderen werden Resistenzen der Bakterienstämme vermieden. Das Antibiotikum wird meist über einen Zeitraum von 5 Tagen bis zu zwei Wochen vergeben.

    Um zu verhindern, dass sich aus einer akuten Pyelonephritis eine chronische entwickelt, sollte man darauf achten, die Harnwegsinfektion vollständig ausheilen zu lassen und die Antibiotika nicht zu früh abzusetzen. Grundsätzlich wird vehement davon abgeraten, Antibiotika ohne ärztliche Anordnung abzusetzen, da so ein deutlich erhöhtes Risiko für Bakterienmutationen entsteht, die zu einer gefährlichen Antibiotikaresistenz führen können. Während der Krankheitsphase wird Bettruhe verordnet, wobei in schweren Fällen eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus erfolgt. Eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr ist sehr wichtig, bevorzugt sollen Wasser und Nieren-/Blasentees getrunken werden. Ziel ist es, die Bakterien auszuschwemmen.

    Die chronische Pyelonephritis tritt schubweise auf, wobei jeder Schub mit Antibiotika behandelt wird. Die Therapie der chronischen Nierenbeckenentzündung wird vor allem durch die Beseitigung der auslösenden Ursache bestimmt. So wäre beispielsweise die Behandlung von Diabetes mellitus, von einer neurogenen Blasenentleerungsstörung oder von einem Steinleiden denkbar.

    Gegen Pyelonephritis können Tees mit Goldrute, Hauhechel, Birke, Schachtelhalm und Orthosiphon helfen. Durch Cranberry-Produkte kann das Ausschwemmen der Bakterien erleichtert werden. Hierbei werden bestimmte Inhaltsstoffe aus den Cranberries genutzt, die sogenannten Flavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen das Anheften von Bakterien an die Harnwege verhindern. Diese Eigenschaft wird sich insbesondere in der Prävention zu Nutze gemacht.
    Mittel aus der Homöopathie, die gegen Nierenbeckenentzündung helfen können, sind Coccus cacti (Schildlaus) und Equisetum hiemale (Winterschachtelhalm). Coccus cacti wird empfohlen bei Nierensteinen, Equisetum hiemale gegen schmerzhaften Harndrang, beide in D6 bis D12. Zur Vorbeugung einer Nierenbeckenentzündung ist eine tägliche Trinkmenge von etwa zwei Litern wünschenswert. Bei Personen, die häufig an Harnwegsinfekten neigen, kann eine
    Langzeitprophylaxe mit Antibiotika sinnvoll sein.


    Alternative Behandlungsmethoden

    Sollte man von der schulmedizinischen Behandlung enttäuscht sein, kann es sich durchaus bisweilen anbieten, wenn man einen anderen Pfad einschlägt und sich Hilfe bei den alternativen Heilmethoden sucht. Nichtsdestoweniger sollte man davor immer Rücksprache mit einem Arzt halten, um etwaig eintretenden Schaden bereits im Vorfeld abzuwenden. Zudem muss erwähnt werden, dass es bezüglich alternativer Behandlungsmethoden im Rahmen einer Therapie speziell gegen die Gicht, kaum Studien gibt. Darum sind die Risiken nicht immer abzuschätzen und man tut alles auf eigene Gefahr.

    Besonders zu nennen sind im Rahmen dieser Heilmethoden bestimmte Lebensmittel, denen man nachgesagt, sie könnten die Harnsäurewerte reduzieren. Diese sind unter anderem:

    • Vitamin C – Zwar konnte man wissenschaftlich nachweisen, dass Vitamin C dazu in der Lage ist, die Harnsäure im Blut zu reduzieren, ein direkter Zusammenhang zwischen Vitamin C und der Intensität einer Gicht-Erkrankung war jedoch bis jetzt noch nicht zu erbringen.
    • Kirschen – Oftmals hört man, dass man Kirschen im Zusammenhang mit Gicht erwähnt. Tatsächlich gibt es anders als beim Vitamin C sogar Studien, die belegen, dass Kirschen und Kirschextrakt effektiv dabei helfen, die Gicht zurückzudrängen. Dabei sollte man aber dennoch eine Rücksprache mit dem Arzt halten. Man kann hier leicht über das Ziel hinaus schießen.
    • Kaffee – Kaffee ist in Bezug auf die vorliegende Krankheit ein Unikum. manche sagen ihm Heilkräfte nach, andere sagen, dass er das Leiden nur verschlimmere. Man kann zwar versuchen, insofern man ohnehin regelmäßig Kaffee trinkt, sich hierdurch zu helfen, sollte aber nicht nur allein zu therapeutischen Zwecken damit anfangen, Kaffee zu konsumieren.

    Welche Hausmittel können helfen?

    Gleichwohl schulmedizinisch gestützte Formen der Therapie in aller Regel die größten Heilungschancen entbieten, gibt es auch einige Hausmittel, die durchaus dabei helfen können, Symptome der Gicht zu lindern. Hierzu gehören u.a.:

    • Wasser trinken – da smag sich einfach anhören, aber viele Menschen nehmen schlicht nicht genug Wasser zu sich. Dabei ist es irrelevant, welche mengen anderer Getränke man verzehrt. Klares Wasser muss jeden Tag Teil der Flüssigkeitsaufnahme sein.
    • Diät halten – Es ist wichtig, sich nicht vollzustopfen und dadurch an Gewicht zuzunehmen. Ein gesunder BMI hilft dabei, diese Krankheit abzuschwächen und darüber hinaus abzuwehren.
    • Körperliche Ertüchtigung – Eine ausreichende sportliche Betätigung ist ebenfalls essentieller Bestandteil einer Vorbeugung gegen die Gicht. Besonders dann, wenn man einer physisch sonst weniger fordernden Aufgabe nachgeht.

    Etwaige alternative Behandlungen schließen unter anderem ein:

    • Wasserkuren und Schwämmkuren
    • Massagen
    • Aromatherapien
    • Ganzheitliche Ansätze
    • Homöopathische Therpaien
    • Diäten
    • Körperliche Ertüchtigung
    • Alkoholentzug
    • Abnehmklinik
    • Rauchentwöhnung

    Verschiedene Hausmittel werden zur begleitenden Behandlung von Gicht und anderen Nierenleiden eingesetzt. Natürlich wird auch hier eine erhöhte Zufuhr von Flüssigkeit empfohlen, um das Austreiben der Steine zu ermöglichen und die Teilchenkonzentration im Urin zu senken. Eine Wirksamkeit gegen Nierensteine soll Cranberrysaft haben, durch dessen Einnahme der Kalziumgehalt im Urin gesenkt werden soll. In diesem Zusammenhang werden auch Säfte mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt empfohlen, die durch das Citrat verhindern sollen, dass das im Urin enthaltene Kalzium kristallisiert. Weitere Hausmittel gegen Nierenschmerzen sind ein heißes Bad oder heiße Kompressen, die auf Höhe der Nierengegend aufgelegt werden. Bei krampfartigen Beschwerden werden Tees aus Bruchkraut eine krampflösende Wirkung zugeschrieben. Um die Nierendurchblutung zu fördern, kann Löwenzahntee getrunken werden, der allgemein diuretisch wirkt. Außerdem werden Tees mit Birke, Schachtelhalm, Hauhechel und Goldrute empfohlen.

    Obwohl mit Hausmitteln sehr gute Erfolge erzielt werden, sollte keinesfalls eine Behandlung auf Verdacht erfolgen. Die Zusammensetzung der Steine ist sehr wichtig für die Therapieform und sollte deshalb im Vorfeld erforscht worden sein. Sollte es zu einer Nierenkolik kommen, muss umgehend eine ärztliche Behandlung eingeleitet werden. Wegen der Gefahr einer Urosepsis sollte keinesfalls Zeit verloren gehen, während der noch Hausmittel ausprobiert werden. Neben diesen möglichen Komplikationen, die durch sehr große Nierensteine oder eine ungünstige Lage derselben ausgelöst werden können, sind auch andere Krankheitsbilder mit ähnlichem Erscheinungsbild als Diagnose möglich. Insofern ist eine schulmedizinische Abklärung eher angeraten.

    Hausmittel, die bei einer im Rahmen einer Gicht auftretenden Nierenbeckenentzündung eingesetzt werden, richten sich vor allem auf die Begleitumstände. So können Rückenschmerzen mit warmen Auflagen gelindert werden und verkrampfte Muskulatur im Unterbauchbereich oder am Rücken gelockert werden. Gleichzeitig kommt es so zu einer besseren Durchblutung an der lokalen Infektionsstelle, sodass Immunzellen besser arbeiten können und abgetötete Erregerzellen schneller abtransportiert werden können. Auch im Bereich der Hausmittel wird eine stark erhöhte Flüssigkeitszufuhr zum Ausschwemmen der Bakterien empfohlen. Idealerweise wird die Flüssigkeitszufuhr mit der Einnahme von harntreibenden Stoffen kombiniert. So werden beispielsweise der Petersilie und der Eibischwurzel diuretische Eigenschaften zugesprochen. Trotzdem sollte neben der Behandlung mit Hausmitteln bei Verdacht auf eine Pyelonephritis immer ein Arzt aufgesucht werden.

    Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Lauch
    • Liebstöckel
    • Klee
    • Lupine
    • Geisbart
    • Kerbel
    • Engelsüß
    • Meisterwurz
    • Pfennigkraut
    • Majoran
    • Salbei
    • Löwenzahn

    Sämtliche erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle der Gicht an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

    Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

    Ätherische Öle

    • Basilikum
    • Cajeput
    • Fenchel
    • Knoblauch
    • Rosmarin
    • Zitrone

    Die soeben genannten ätherischen Öle sind im Falle einer Gicht-Erkrankung entweder im Rahmen einer Aromatherapie anzuwenden oder aber äußerlich aufzutragen. Eine innerliche Anwendung ist dagegen nicht ratsam.

    Zudem ist die Rücksprache mit einem Arzt unerlässlich, um ggf. Allergien und Unverträglichkeiten im Vorfeld zu erörtern und ausschließen zu können.

    Homöopathie & Globuli

    • Adlumia fungosa
    • Berberis
    • Perilla ocymoides
    • Apis mellifica
    • Belladonna
    • Colchicum

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Schüssler-Salze

    href=“https://Krank.de/schuessler-salze/“>Schüssler-Salze

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Diät & Ernährung

    Die (Neu-)Ausbildung von Gicht hängt in vielen Fällen auch von der Ernährung ab. Im Vorfeld einer Ernährungsumstellung sollte die Art der Gicht bestimmt werden, die häufig direkt Rückschlüsse auf die Ursache zulässt. Da die Ursache häufig mit der Ernährung zusammenhängt, ist eine genaue Anpassung in Form einer Ernährungsumstellung sinnvoll. Um Gicht zu vermeiden, ist es sehr wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die Menge wird dabei auf 2-3 Liter Wasser oder Tee pro Tag angesetzt, bei sportlicher Betätigung oder während warmer Tage ist die Menge entsprechend anzupassen. Der Genuss von Alkohol und Kaffee sollte möglichst eingeschränkt werden.

    Im Zusammenhang mit Gicht kommt es sonst zu einer Ansäuerung des menschlichen Gewebes. In Folge dessen können Calciumsalze gebildet werden, die bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr in der Niere verbleiben können, wo sie leicht auskristallisieren. Die Aufnahme von Calcium über die Nahrung stellt normalerweise kein Problem dar. So sind Gemüse wie Brokkoli nach wie vor sinnvolle Lebensmittel auf dem Speiseplan. Der Konsum von tierischen Proteinen, insbesondere von denen aus Fleisch, sollte möglichst gering gehalten werden. So kann eine erhöhte Ausscheidung von Oxalsäure vermieden werden. Auch Salz sollte nicht über die Maße in der Nahrung enthalten sein. Dabei ist es sehr wichtig, „verstecktes“ Salz im Alltag zu erkennen. So ist vor allem Fast-Food häufig sehr salzreich, ohne dass es besonders auffällig ist. Gleiches gilt für zahlreiche Fertigprodukte. Der Mineralstoff Magnesium soll wiederkehrende Steine verhindern. Es ist also sinnvoll, Obst und Gemüse mit hohem Magnesiumgehalt häufig in den Speiseplan zu integrieren. Personen, die zu Gicht neigen, sollten selten oxalsäurereiche Lebensmittel zu sich nehmen. Dazu zählen neben Rhabarber beispielsweise Spinat, Mangold und Kakao. Insbesondere die zeitgleiche Calciumaufnahme, zum Beispiel aus Milch, sollte dringend vermieden werden.

    Ernährung mit Stoffwechselstörung

    Bei einigen Patienten entwickelt sich das Steinleiden in Folge einer Stoffwechselerkrankung, die zu einer Veränderung der Stoffwechselendprodukte führen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen angepassten Ernährungsplan mit einem Spezialisten zu entwickeln, da bei diesen Erkrankungen viele Ausnahmen zu beachten sind.

    Bedenkenlos konsumieren kann man:

    • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
    • Meeresfrüchte
    • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
    • Hülsenfrüchte
    • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
    • Vollkornprodukte

    Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

    • Rotes Fleisch
    • Tabakwaren
    • Raffinierter Zucker
    • Stark fetthaltige Speisen
    • Fertiggerichte
    • Alkoholika
    • Weißes Mehl
    • Fast Food

    Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für die Organe darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie durch Krankheiten belastet sind oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organe keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

    Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


    FAQ – Fragen & Antworten

    Ist eine Gicht vererblich?
    Hierüber ist sich die Wissenschaft noch uneins. Zwar ist eine grundsätzliche erhöhte Menge von Harnsäure im Blut durchaus erblich, aber ob die hieraus etwaig resultierende Gicht ebenso am übergebenen Erbamterial hängt, steht auf einem anderen Blatt. Darum kann diese Frage nach heutigem Stand der Wissenschaft noch nicht beantwortet werden.

    Kommt eine Gicht immer wieder?
    Wer sein leben nach einem Gichtanfall nicht radikal umstellt und alle notwendigen Maßnahmen trifft, einem weiteren Schub vorzubeugen, der läuft größte Gefahr, sich abermals einem Anfall auszusetzen. Wer dagegen seine Ernährung und seine Trinkgewohnheiten dauerhaft ändert, der muss zumeist nicht fürchten, dass ihn zukünftig allzu viele Schmerzattacken plagen. Es liegt hier also vollkommen am Individuum selbst, ob die Gicht zu einem chronischen leiden heranwächst oder man dergestalt dagegen ankämpft, dass sie eine einmalige Sache bleibt.

    Was tun, wenn die Gicht chronisch ist?
    Hat man keine medizinische Behandlung in Anspruch genommen oder dies zu spät getan oder hat man gar sein altes Leben weitergelebt, ohne dabei die Konsequenzen zu bedenken, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Gicht zu einem chronischen, also dauerhaften Begleiter wird. Ist es erst mal so weit gekommen, ist es zumeist zu spät, die Krankheit vollständig auszuheilen. Da helfen Schulmedizin sowie alternative Mittel gleichsam wenig. Darum wäre es am besten, wenn man es erst gar nicht so weit kommen ließe und sich gleich Hilfe sucht und seine Ernährung ggf. anpasst.

    Dennoch ist auch im Falle einer chronischen Gicht nicht alles verloren und man sollte den Tteufel nicht an die Wand malen. Denn auch hier gilt nach wie vor der Vorsatz: Besser Spät als nie. Zwar ist ein allzu spätes Überdenken der eigenen Lebensphilosophie nicht ganz so nutzbringend, wie ein frühes Eingreifen, aber dennoch lassen sich auch im Nachhinein noch einige Dinge reißen. Insbesondere eine Dauerhafte Umstellung der Ernährung und ein kompletter Verzicht auf Alkohol sorgen nicht selten dafür, dass zumindest die Symptome deutlich nachlassen. Nichtsdestotrotz sollte man sich keine Illusionen machen. Erodierte Gelenke und dergleichen mehr bekommt man auch durch eine strikte Diät nicht mehr zurück. Trotzallem sollte man es zumindest einmal versuchen.

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