Leinsamen Nährwerte – diese stecken in ihnen!

Als Leinsamen werden die kleinen Samenkörner der Flachs-Pflanze bezeichnet. Sie gelten in der Naturheilkunde, aber auch in der modernen Medizin, als wirkungsvolles Abführmittel. Des weitern kann die aufquellende Wirkung der Leinsamen im MagenDarm-Trakt zur Verbesserung der Darmflora beitragen, Bauchschmerze sowie Blähungen minimieren und Giftstoffe ausschwemmen. Zu guter letzte gelten die kleinen Leinsamen als natürliche Geburtshelfer, da sie die Wehen einleiten und somit den Geburtsprozess starten können.

 

Hauptnährstoffe – das biochemische Grundgerüst

Bei diesen zahlreichen Wirkungsweisen auf unseren Körper ist es natürlich sehr interessant, die genauen pflanzlichen Wirkstoffe und Nährwerte der Körner in Erfahrung zu bringen. Daher haben wir Ihnen eine kleine Nährwerttabelle zu den wichtigsten Grundnährstoffen erstellt:

Inhaltsstoff Menge [g] pro 100 Gramm Leinsamen
Eiweiß 22,27 g
Kohlenhydrate 7,71 g
Wasser 7,50 g
Ballaststoffe 22,70 g
Mineralstoffe gesamt 3,32 g
Fette 36,50 g
Energiemenge gesamt 488 Kilojoule

 

Auffällig sind hier bereits die hohen Fett- und Ballaststoffwerte. Ballaststoffe sind stets pflanzlicher Natur und können vom Körper nicht verwendet werden. Dennoch erfüllen sie eine wichtige Funktion: Sie reiben leicht am Inneren der Darmschleimwände und tragen dadurch alte, mitunter belastete Bakterienkolonien ab. Dies kann etwa die Polypenbildung im MagenDarm-Trakt verhindern und trägt zu einem besseren Wohlbefinden bei.

Bei den Fetten handelt es sich fast ausschließlich um langkettige, ungesättigte Fettsäuren. Diese benötigt unser Körper zum einen für den Zellaufbau, zum anderen aber auch dafür, um Vitamin und Mineralstoffe überhaupt aus dem Nahrungsbrei heraus aufnehmen zu können. Ohne (gesunde) Fette keine Vitamine!

 

Vitamine in Hülle und Fülle

Die kleinen, unscheinbaren Leinsamen-Körner sind wahre Vitamin-Bomben. Neben den gesamten B-Vitaminen liegen auch seltenere Vitaminklassen wie etwa Vitamin K, D und E vor. Auch beta-Carotin und Biotin zählen zum erweiterten Kreis der Vitamine. Die beiden Letztgenannten sind besondere für unsere Haut und zur Zellerneuerung wichtig. Kein Wunder, dass speziell Biotin auch in etlichen Anti-Aging-Produkten enthalten ist.

Die meisten Vitamine dienen unserem Immunsystem und verbessern die körpereigenen Abwehrkräfte. Aber auch für unser Nervensystem und zahlreiche Stoffwechselprozesse spielen diese Moleküle eine wichtige Rolle.

 

Mineralstoffe für reibungslose Stoffwechselprozesse

Als wär das alles noch nicht genug, so enthalten Leinsamen-Kerne auch noch alle wichtigen Mineralstoffe, und das auch noch in einer Dosis, wie sie unser Körper zur optimalen Aufnahme in die Blutbahn benötigt.

Hier eine kleine Übersicht zu den wichtigsten Mineralstoffvorkommen in Leinsamen:

Mineralstoff Menge pro 100 Gramm
Magnesium 323 mg
Kalium 731 mg
Calcium 206 mg
Eisen 6,75 mg
Phosphor 533 mg
Kupfer 1200 µg
Jodid 2 µg

 

Magnesium und Calcium ist für den Knochenaufbau fundamental. Auch schützen sie die Gelenke und tragen zu gesunden Nägeln bei. Bereits geringste Mängel dieser Wirkstoffe haben schwerwiegende gesundheitliche Folgen wie etwa eine erhöhte Knochenbrüchigkeit.

Eisen dient in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen) als Sauerstoff-Transporter. Fehlt das gelöste Eisen, so kommt es schnell zu einer lebensbedrohlichen Anämie. Bereits wenige Gramm der kostbaren Leinsamen reichen aus, um den Körper mit diesem Mineralstoff ausreichend zu versorgen.

Jodid ist ein Stoff, der insbesondere von den Menschen über die Nahrung zugeführt werden muss, die weit entfernt von Küsten leben. Denn in der küstenfernen Luft ist kein Jod gelöst, was langfristig zu Schilddrüsenproblemen führen kann.

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