Hausmittel gegen fettige Haare

Hausmittel gegen fettige haare

Haare, die schnell fetten, können oftmals mit Hausmitteln behandelt werden

Menschen, die unter fettigen Haaren leiden, fühlen sich häufig unwohl. Denn fettige Haare gelten als ungepflegt und unschön. Doch in der Regel ist die Ursache für fettiges Haar nicht die mangelhafte Körperhygiene.

Stattdessen können viele andere Ursachen dazu führen, dass das Haar schnell strähnig und fettig wird. Typische Auslöser sind zum Beispiel Stress, Hormonveränderungen oder eine fettreiche Ernährung.

Doch was kann man gegen fettige Haare tun? Welche Hausmittel gegen fettige Haare helfen wirklich? Nachfolgend zeigen wir Ihnen die bestbewährten Hausmittel gegen fettige Haare auf. Außerdem finden Sie hier Mittel, die schnell helfen sowie alternative Behandlungsmethoden.

Hausmittel gegen fettige Haare

Was hilft wirklich?

Die Ursachen dafür, dass das Haar schnell nachfettet, können sehr vielfältig sein. Neben der Lebensweise und den Pflegeroutinen, können auch genetische Veranlagung, Stress und die körpereigenen Hormone dafür sorgen, dass die Kopfhaut mehr Talg bildet.

Ganz allgemein kann der übermäßige Konsum von Alkohol und viel Stress fettiges Haar begünstigen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wirkt sich so auch auf das Erscheinungsbild des Haares aus. Besonders sinnvoll sind dabei basische Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, und der Verzicht auf Süßigkeiten. Auch reichliches Trinken von Wasser und ungesüßten Tees wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit, sondern auch auf Haut und Haar aus.

Trockenshampoo & Heilerde

Fettige Haare bei Frauen:

Oftmals sind fettige Haare auch eine Folge der natürlichen Hormonschwankungen, die im Zyklus einer Frau stattfinden. Frauen, die nur in bestimmten Zeiträumen unter fettigem Haar leiden, sollten nicht versuchen, dieses durch häufigeres Waschen zu entfetten.

Denn das reizt lediglich die Kopfhaut und bekämpft nicht die Ursache. Mit Trockenshampoo kann das Haar leicht aufgelockert werden. Auch Haarkuren, zum Beispiel mit Heilerde, sind gut geeignet, um die Kopfhaut in diesen Tagen schonend zu pflegen.

Geeignete Shampoos und Tipps

sulfat shampoo

Die richtige Haarpflege ist das A&O bei fettigen Haaren

Zur Reinigung der Haare

Doch nicht nur innerlich, sondern auch durch eine geeignete Pflege wird die Talgproduktion eingeschränkt. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist es jedoch nicht ratsam, bei übermäßig fettiger Kopfhaut mit stark wirksamen Shampoos entgegenzuwirken. Stattdessen sollte das Shampoo möglichst mild sein und ohne Silikone auskommen, so dass die Kopfhaut nicht unnötig irritiert wird.

Fettiges Haar ist in der Regel kein Zeichen von „Unsauberkeit“, sondern eher einer irritierten Kopfhaut. Milde Shampoos wirken durch Pflanzenstoffe, die sanft reinigen und die Talgproduktion durch ihre Wirkstoffe regulieren. Hilfreiche Shampoos enthalten so Zitrone, Rosmarin oder Kamille. Diese Stoffe helfen dabei, den Ph-Wert der Kopfhaut wieder herzustellen und wirken beruhigend.

Nicht zu oft mit Shampoo waschen

Sinnvoll ist es, das Haar möglichst selten mit Shampoo zu waschen. Das gilt vor allem dann, wenn die Kopfhaut schnell nachfettet. Gerade an freien Tagen oder im Urlaub sollte man deswegen versuchen, den Haaren einige Tage zu gönnen, in denen sie nicht gewaschen werden. Im besten Fall sollte das Haar nicht öfter als zweimal pro Woche mit Shampoo gewaschen werden. Durch das Hinauszögern der Tage zwischen dem Haarewaschen fetten die Haare häufig weniger schnell nach.

Beim täglichen Duschen, beispielsweise nach dem Sport, genügt es häufig, die Haare nur mit Wasser auszuspülen. Das beugt auch Schuppenbildung und Juckreiz vor, die ebenfalls durch den übermäßigen Einsatz von Haarpflegeprodukten entstehen können.

Kaltes oder lauwarmes Wasser

Beim Haarewaschen selbst sollte niemals zu heißes Wasser verwendet werden. Das gilt sowohl für die Kopfhaut, als auch für die restliche Haut am Körper und im Gesicht. Sehr heißes Wasser entzieht der Haut die natürliche Schutzschicht zusätzlich und führt zur starken Austrocknung, der der Körper mit Talgproduktion entgegenwirkt. In vielen Fällen hilft es schon, höchstens lauwarmes Wasser zu verwenden, um Haut und Haare zu reinigen.

Häufiges Bürsten vermeiden

Damit die Haare nicht zu schnell nachfetten, sollten auch das häufige Kämmen und das Fönen vermieden werden. Durch die Wärme wird die Kopfhaut dazu angeregt, Talg zu produzieren. Das gilt auch für das häufige Bürsten, das die Kopfhaut reizen kann und zu fettigem Haar führen kann. Stattdessen sollte das Haar möglichst an der Luft getrocknet und nur mit weichen Bürsten behandelt werden. Das ist nicht nur hilfreich gegen das schnelle Nachfetten, sondern schützt auch die Haarspitzen vor dem Abbrechen.

Auf Kappen, Mützen und Co. verzichten

Ebenfalls für fettiges Haar sorgen Mützen und Kappen, besonders, wenn sie an warmen Tagen über viele Stunden getragen werden. Je enger die Kopfbedeckung an der Kopfhaut anliegt, desto weniger kann die Haut über den Tag atmen. Viele Menschen decken ihr fettiges Haar gerne mit Mützen ab, sollten aber bedenken, dass die Kopfbedeckung das Problem noch verschlimmern kann. Wer gerne eine Mütze tragen möchte, sollte diese so oft wie möglich ablegen und gerade an warmen Tagen auf luftigere Materialien umsteigen, die luftdurchlässig sind.

Kopfschuppen

Selbstgemachte Shampoos und Kuren sind hilfreiche Hausmittel gegen fettige Haare

Joghurt als Hausmittel gegen fettige Haare

Wer Joghurt im Haus hat, kann auch eine Haarkur aus Naturjoghurt und Honig herstellen, die ebenfalls die Talgproduktion reguliert.

Haarspülung mit Kammillentee

Eine Haarspülung kann auch mit Kamillentee durchgeführt werden. Der Tee sollte dazu gut durchziehen und abgekühlt sein. Besonders gut geeignet ist diese Spülung für helles Haar, dass durch die Kamille einen schönen Glanz bekommt. Die Kamille sollte gut einwirken, denn sie beruhigt die Kopfhaut und lindert Jucken.

Shampoo selber machen

Eigelb, Zitronensaft & ätherische Öle

Daneben können Shampoos und SpüLungen auch aus Eigelb, Zitronensaft und ätherischen Ölen hergestellt werden. Die Säure der Zitrone kann überflüssigen Talg entfernen und reinigt die Poren so, ohne dass die Haut unnötig gereizt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Shampoos kann die Zitronensäure den optimalen Ph-Wert der Haut herstellen, so dass die natürlichen Funktionen ins Gleichgewicht gebracht werden.

Schnelle Hilfe bei fettigem Haar

Was hilft sofort?

Wenn das Haar morgens fettig aussieht und keine Zeit zum Waschen bleibt, kann es durch einige Tricks schnell wieder aufgelockert werden. So können auch einige Tage überbrückt werden, so dass das Haar nicht mehr täglich gewaschen werden muss.

Trockenshampoos helfen schnell

Im Handel sind unterschiedliche Trockenshampoos erhältlich, die entweder als Puder aufgebracht oder aufgesprüht werden. Sehr wichtig ist dabei zu wissen, dass das Trockenshampoo besser wirkt, wenn es sparsam aufgebracht wird. Bei Trockenshampoos aus der Sprühflasche sollte der richtige Abstand zum Aufbringen eingehalten werden und das Shampoo direkt an den Haaransatz aufgebracht werden. Zum Einreiben kann ein trockenes Shampoo und anschließend eine weiche Bürste verwendet werden.

Babypuder als Hausmittel

Eine günstigere Alternative zum Trockenshampoo und ein geeignetes Hausmittel gegen fettige Haare ist Babypuder. Wie das Trockenshampoo nimmt das Puder den überflüssigen Talg auf und verleiht dem Haar mehr Volumen. Zum Trocken-“Waschen“ wird auch das Babypuder am Haareinsatz aufgebracht und dann ausgebürstet. Am Anfang sollte eher wenig Babypuder aufgebracht werden, so dass nicht zu viel Puder im Haar verbleibt. Hat die erste Behandlung nicht gut geholfen, kann das Haar ein zweites Mal mit Puder entfettet werden. Wer kein Babypuder zur Hand hat, kann die Behandlung auch mit Mehl durchführen.

Die Ursache ermitteln

Wenn öfter fettige Haare auftreten, sollten Sie versuchen, die Ursache zu ermitteln. Das kann Ihnen helfen, besser vorzubeugen und beispielsweise auf manche Lebensmittel zu verzichten. Beobachten Sie auch, welche Hausmittel Ihnen am Besten geholfen haben, denn die Tipps wirken bei jedem Menschen unterschiedlich. Das erleichtert Ihnen in Zukunft, eine Haarwaschroutine zu finden und Probleme mit der Kopfhaut zu vermeiden.

Alternative Heilmittel gegen fettige Haare

Neben Shampoos, die im Handel gegen fettige Haare erhältlich sind, können auch selbst Shampoos hergestellt werden. Auch das Waschen oder eine Kur mit Heilerde kann die Kopfhaut unterstützen und dem übermäßigen Fetten entgegenwirken.

Natürliche Shampoos mit pflegenden Ölen

Ätherische Öle können in Shampoos oder Kuren Anwendung finden
Shutterstock/Antonova Ganna

Eine gute Alternative zu herkömmlichen Shampoos können feste Shampoos oder Haarseifen sein, die in vielen Kosmetikgeschäften und Naturkostläden erhältlich sind. Sie enthalten meist natürliche Öle, die dafür sorgen, dass die Kopfhaut und das Haar gepflegt und gereinigt werden, ohne dass die natürliche Schutzschicht verloren geht.

Eine Haarmaske mit Heilerde

Gerade Frauen, die im Laufe des Zyklus unter fettigem Haar bedingt durch Hormonschwankungen zu kämpfen haben, können durch eine Haarmaske mit Heilerde die Kopfhaut unterstützen. Die Heilerde wird dazu einfach, vermischt mit einigen Teelöffeln Wasser, auf der Kopfhaut verteilt und einmassiert werden. Wichtig ist es, anschließend eine saure Rinse durchzuführen – eine Spülung mit verdünntem Zitronensaft oder Apfelessig.

Wem die Haarkur zu lange dauert, der kann seine Haare auch regelmäßig nur mit Heilerde waschen oder im Anschluss an die Haarwäsche mit Heilerde spülen. Darauf folgen sollte aber immer eine saure Rinse. Diese kann zusätzlich mit Salbeitee gestreckt werden, der ebenfalls gegen fettiges Haar wirkt.

 

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