Low Carb: Auf Kohlenhydrate verzichten

Die Aufnahme zu vieler Kohlenhydrate kann zu einer deutlichen Gewichtszunahme führen. Dies und die Tatsache, dass einige Menschen Kohlenhydrate nicht gut verwerten können, ohne gleich Diabetiker zu sein, hat die so genannte Low-Carb-Bewegung populär gemacht.

Low Carb ist die Abkürzung von „Low Carbohydrate“, der Begriff bezeichnet die gegenüber einer normalen Ernährung verringerte Zufuhr von Kohlenhydraten.

Häufig ist das Motiv für eine Low-Carb-Ernährung das Abnehmen. Sie wird aber auch als Therapie einer Stoffwechselerkrankung sowie als allgemeine Ernährungsform mit erhofften positiven Auswirkungen auf die Gesundheit eingesetzt.

Low Carb ist die Weiterentwicklung der vielen bekannten Atkins-Diät, bei deren Beginn die Aufnahme von Kohlenhydraten drastisch reduziert wird. Fett und Eiweiß werden stattdessen als Hauptenergieträger genutzt.

Die täglichen Mahlzeiten bestehen bei dieser Ernährungsweise aus Gemüse, Fisch, Fleisch sowie Milchprodukten. Fette und Proteine sollen die fehlenden Kohlenhydrate ersetzen.

Die empfohlene Menge an durch Nahrung aufgenommenen Kohlenhydraten schwanken je nach Ratgeber im Verhältnis zu einer typischen westlichen Ernährung zwischen etwa 50 Prozent bis hin zur ketogenen Diät, bei der der Anteil an Kohlenhydraten auf fast Null reduziert sein kann. Es gibt im Gegensatz dazu allerdings auch sehr moderate Formen, die nur ein geringes Absenken der verzehrten Kohlenhydrate empfehlen.

Unterschiedliche Lebensmittelproduzenten haben sich inzwischen mit der Entwicklung und dem Angebot an den neuen Trend angepasst, sie bieten zahlreiche Low Carb Produkte an. Diese sollen die angestrebte Gewichtsreduktion bei einer Diät beschleunigen. Zu den Produkten gehören beispielsweise Brot, Kuchen, Pizzateig, Schokolade und andere Leckereien – alle unter dem Label Low Carb versammelt. Sie sollen dabei helfen, den Heißhunger zu vertreiben, weil durch die Ernährungsumstellung der Blutzuckerspiegel gesenkt wird.

Wer sich für eine Diät nach dem Low-Carb-Prinzip entscheidet, sollte allerdings vorher auch die Stimmen der Kritiker anhören. So bleiben viele deutsche Ernährungswissenschaftler bislang zurückhaltend, wenn die Sprache auf diese Diät kommt.

Sie warnen, dass die erhöhte Fettzufuhr Risiken für Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen bergen könne. Auch Schwangere und Ältere sollten damit vorsichtig sein, denn das Fett könnte Gefäße verstopfen. Die erhöhte Eiweißzufuhr dagegen könne negative Auswirkungen für Personen mit Leber- oder Nierenproblemen haben. Wer also eine Low-Carb-Diät plant, sollte sich eventuell von seinem Hausarzt beraten lassen, um solchen Problemen, aber auch während einer solchen Diät häufig auftretenden Kopfschmerzen oder unangenehmem Mundgeruch vorzugreifen.

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