Pediküre

Pediküre für ein gepflegtes Äußeres

Behandlung Pediküre

Professionell behandelte Nägel an Händen und Füßen sind sowohl von kosmetischer ALS auch von gesundheitlicher Bedeutung. Aus diesem Grund bieten deutschlandweit kosmetische und podologisch arbeitende Fachleute ihre Leistungen an.

Diese beinhalten mehrere Arbeitsschritte, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten beziehungsweise der Kundschaft zu geschnitten sind. In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Pediküre.

 

Definition Pediküre

 

Der Begriff Pediküre wird verwendet, wenn sich Personen einer FußPflege unterziehen. Abgeleitet ist das Wort „Pediküre“ vom lateinischen Ausdruck für pedis oder pes, was gleichbedeutend mit „Fuß“ ist. „Cura“ bedeutet „Pflege oder Sorge“. Im Gegensatz zur Pediküre bezieht sich die die Maniküre auf die Fingernägel.

Die Basisleistungen der Fußpflege umfassen in der Regel das Kürzen der Zehennägel, das Beseitigen der Hornhaut an der Fußsohlen, an den Seiten der Zehen und an der Ferse sowie das Abnehmen von Hornhautschwielen.

Des Weiteren werden in Abhängigkeit vom Zustand der Füße ergänzende Aufgaben wie das Reinigen und das Desodorieren der Füße sowie das Entfernen von Hühneraugen übernommen.

Gegenwärtig können die Fußpfleger und Fußpfleger in einem entsprechenden Fußpflegestudio aufgesucht werden. Eine andere, sehr kundenfreundliche Vorgehensweise ist der Besuch der Patienten in ihrer eigenen Wohnung oder in einem Pflegeheim mit einem mobilen, ambulanten FußPflegedienst.

 

Die Fußpflege wird in drei Varianten unterteilt:

 

Bei der kosmetischen Fußpflege geht es darum, die Füße zu pflegen und diese dekorativ zu verschönern. Zugrunde gelegt wird ein spezielles Behandlungsspektrum, das als Standard bezeichnet wird.

Die Zehennägel werden geschnitten, das Nagelhäutchen wird sanft zurückgeschoben und die Nägel werden sorgfältig nachgefeilt. Nach Wunsch der Kunden können die Zehennägel lackiert werden.

Der komplette Fuß erhält eine Massage oder kann nach dem Fußbad zusätzlich eingecremt werden. In der heutigen Zeit wird die normale Fußpflege häufig durch weitere Angebote wie Fußbäder in Paraffin, die sogenannten French Modellagen der Zehennägel oder Spa-Verfahren erweitert.

Die weitgehend medizinisch indizierte oder begründete Fußpflege beruht auf dem Schneiden und dem schonenden Feilen der Zehennägel. Kann der Fußpfleger oder die Fußpflegerin Hornhaut und Reste abgestorbener Nagelhaut erkennen, werden diese Areale mit geeigneten Instrumenten abgetragen.

Dasselbe trifft auf Hühneraugen, Hornhautschwielen und Hornhaut zu. Ausgenommen von der Behandlung sind entzündliche Bereiche an den Füßen.

Die medizinisch sinnvolle Fußpflege geht sogar soweit, dass schmerzende eingewachsene Zehennägel mit BS-Spangen versorgt werden können.

Weisen die Kunden oder Patienten ein stark verdicktes Nagelwachstum auf, sind elektrisch betrieben Fräsinstrumente ideal, um diese gezielt abschleifen zu können. Orthesen können im Rahmen der weitgehend medizinisch notwendigen Pediküre ebenfalls angefertigt werden.

Orthesen sind relativ einfache medizinische Hilfsmittel, die zur Entlastung, zum Ruhigstellen oder zur Stabilisierung von Gelenken genutzt werden. Die Orthesen tragen außerdem dazu bei, dass Reibungen durch Haut auf Haut oder durch Nagel in Haut vermeidbar ist.

Innerhalb dieser Kategorie wird praktisch alles für die Füße getan, was prophylaktisch oder in Hinsicht auf einer Vorbeugung zweckmäßig ist. Ist die Grundbehandlung abgeschlossen, kann sich eine French-Modellage oder eine Nagellackierung anschließen.

Wenn von der podologischen Fußpflege gesprochen wird, dann ist in jedem Fall eine medizinische Notwendigkeit vorhanden. Die auch als medizinische Fußpflege deklarierte podologische Pediküre involviert gleichzeitig verschiedene heilkundliche Schritte.

Die podologische Fußpflege ist auf die Vorbeugung, die Nachsorge und die Rehabilitation sowie auf die Therapie ausgerichtet.

Podologen vergeben beispielsweise Termine an Patienten, die unter einer bestimmten Vor- oder Begleiterkrankung leiden. Das sind überwiegend Diabetiker oder Zuckerkranke sowie Personen mit Hautkrankheiten und Rheumapatienten.

Erweitert wird dieser Kundenkreis durch Seniorinnen und Senioren, die von unterschiedlichen Beeinträchtigungen der Füße betroffen sein können.

 

Ursprung und Entwicklung der Pediküre

 

Zur Geschichte der Pediküre muss weit in der Zeit zurüCK geblickt werden. Schon im 16. Jahrhundert, bevor unsere Zeitrechnung begann, beschäftigten sich die Ägypter mit der intensiven Reinigung und Pflege der Füße.

Überlieferte Schriftstücke legen Zeugnis dafür ab, dass bereits zu Lebzeiten des Römers Pinius des Älteren und des Griechen Hippokrates an Hühneraugen therapiert wurde.

Im Mittelalter war es üblich, Warzen und störende Hornhautareale durch mehr oder weniger geschulte Bader Abnehmen zu lassen. Der Bader war ein erlernbarer Beruf, dessen Inhalt auch die Fußpflege war.

Behandlung Pediküre Eine besonders intensive Fußpflege wurde von jüdischen Emigranten betrieben. Aus der späten Neuzeit sind vor allen Dingen erfahrene jüdische Fußpfleger wie Abraham Durchlacher mit seinem Sohn Lewis bekannt.

Erst ab dem 20. Jahrhundert wurde der medizinische Fußpfleger als Podologe anerkannt. Daraus resultierte, dass Podologe ein eigenständiger Berufs ist, der in Deutschland einer zweijährigen Ausbildung einschließlich diverser Prüfungen bedarf.

 

Funktion, Wirkung und Ziele der Pediküre

 

Die Aufgaben der Pediküre sind vielschichtig. Ausgerichtet sind diese auf das Verringern von Beschwerden sowie auf das Verbessern des Wohlbefindens und auf die Herstellung der Leistungsfähigkeit und der Vitalität der Füße. Darüber hinaus kann durch eine fachmännische Fußpflege das Ausmaß bereits bestehender Läsionen und Irritationen eingedämmt werden.

 

Das besondere Augenmerk der Fußpflege liegt daher:

 

  • auf der fachlich versierten Begutachtung der Füße
  • auf der Behandlung der Füße entsprechend der jeweils zulässigen Methoden
  • auf der Pflege
  • auf entspannungsfördernden Leistungen
  • auf der Prävention oder Vorbeugung
  • auf der Verbesserung des Erscheinungsbildes

Im Mittelpunkt der Ziele der Pediküre liegen hauptsächlich:

 

  • gesunde Fußhygiene
  • Schutz der Haut und der Nägel
  • Behandlung der sogenannten Hyperkeratose
  • Pflege der Nägel und der Nagelhaut
  • Reduzierung von Durchblutungsstörungen
  • Anregen der Durchblutung
  • Prophylaxe gegen Beschwerden an den Füßen
  • Erkennen von Nagel- und Hauterkrankungen
  • kosmetische Behandlungen (Fußpackungen, Gelmodellagen und Lackieren der Nägel)

Eine Hyperkeratose (zusammengesetzt aus „hyper“ für -über und „keratos“ für Horn) ist eine Erkrankung bei der es zu einer abnormalen, verstärkten Zunahme von Horngewebe kommt. Verursacht wird diese Auffälligkeit durch die übermäßige Produktion von Keratin.)

Die Zielstellungen der Fußpflege lassen sich auf ein schmerzfreies Gehen, auf die Gesunderhaltung und auf eine optimale Versorgung der Füße reduzieren.

 

Durchführung und Wirkungsweise der Pediküre

 

Die Pedikürebehandlung stützt sich auf mehrere Stufen, die in jedem Fall erst nach einer gründlichen Betrachtung der Füße durch die kosmetischen oder die podologischen Fußpfleger ablaufen. Bei der podologischen oder medizinischen Pediküre wird folgendermaßen vorgegangen:

 

  • Befunderhebung oder Anamnese, beim ersten Termin ausführliche Begutachtung und Abtastung der Füße
  • Reinigung und Aufweichen der Haut mit einem Fußbad
  • sichtbare Hyperkeratosen wie Verhornungen und Schwielen werden manuell oder maschinell unter Hinzunahme geeigneter pharmazeutischer Honhauterweicher abgetragen
  • Kürzen der Fußnägel mit anschließendem Abschleifen der Kanten
  • Entfernen von Verhornungen am Nagelfalz
  • Massage der Füße

Zusätzlich zum kosmetischen Fußpfleger übernimmt der medizinisch geschulte Podologe einzelne medizinisch indizierte oder notwendige Eingriffe.

Diese beziehen sich beispielsweise auf das fachgerechte Eröffnen von Blasen und das Beseitigen von Hühneraugen und eingewachsenen Nägeln. An diesem Punkt hört die Zuständigkeit der kosmetischen Fußpflegers auf.

 

Pediküre hilft gegen

 

  • Nagelpilz
  • Verhornungen und Druckstellen
  • Warzen
  • Nagelpilz
  • Hautschäden oder Hautveränderungen (Irritationen) durch Reibung
  • Schweißfüße
  • schlechte Durchblutung
  • Entzündungen
  • Störungen der Wundheilung
  • Eingewachsene Zehennägel
  • Schmerzen
  • Unklare Beschwerden

Der zuletzt genannte Punkt hat damit zu tun, dass ein Podologe beispielsweise Kribbeln, Taubheitsgefühl, Rötungen oder Schwellungen medizinisch besser deuten kann, als ein kosmetischer Fußpfleger. Das hat sowohl mit einem fundierten Wissensschatz als auch mit viel Erfahrung und einer Vielzahl an diagnostischen Lösungen zu tun.

 

Pediküre fördert und stärkt

 

  • Ästhetische Füße
  • Gesunde, beschwerdefreie Füße
  • Durchblutung
  • Lösen von Verspannungen
  • Reibungs- und Druckfreiheit
  • Allgemeinbefinden

Pediküre und Diagnostik

 

Vor allen Dingen den Podologen kommt bei deren Arbeit eine diagnostische Funktion zu, bei der sie Symptome von Erkrankungen wahrnehmen können.

 

Die Fußspezialisten verwenden dazu verschiedene Verfahren und Techniken:

 

  • Warm-kalt Diskrimationen zur Prüfung des Temperaturempfindens
  • Monofilament nach Semes-Weinstein zur Untersuchung der Sensibilität an unterschiedlichen Fußzonen
  • Reflexhammer zur Testung des Vorhandenseins von Eigenreflexen
  • Stimmgabel nach Rydel-Seifer zur Kontrolle der Empfindlichkeit der Füße bei Diabetikern

Eine enorm wichtige Bedeutung haben diese diagnostischen Vorgehensweisen im Zusammenhang mit dem als diabetischen Fuß definierten Krankheitsbild.

 

Darüber hinaus sind die Podologen eine zentrale Anlaufstelle für Personen:

 

  • mit Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus
  • Zuckerkranke, die einen Diabetikerfuß haben
  • Rheumapatienten mit Beeinträchtigungen der Durchblutung
  • die sich aufgrund körperlicher oder psychischer Einschränkungen nicht mehr selbstständig die Füße pflegen können
  • die gern eine schmerzfreie, professionelle Behandlung der Füße möchten
  • die nach einem chirurgischen Eingriff podologische Hilfe benötigen

Risiken und Nebenwirkungen der Pediküre

 

Personen mit den bereits angeführten Erkrankungen sollten auf jeden Fall von einer herkömmlichen Pediküre absehen.

 

Gegenanzeige Diabetischer Fuß bei der Pediküre

 

Der Diabetische Fuß ist eine Komplikation, die hauptsächlich bei einem schlecht eingestellten beziehungsweise einem permanent zu hohen Blutzuckerspiegel auftritt. Störungen in der Blutversorgung sowie Nevenschädigungen sind meist auslösend für diese Folgeerscheinung. Typisch für den Diabetischen Fuß ist dessen größere Anfälligkeit für Verletzungen. Und das können schon winzige Mikroverletzungen sein.

 

Diabetische Füße zeichnen sich aus:

 

  • Durch reduzierte Temperatur- und Schmerzempfindlichkeit
  • Sehr trockene, teils Rissige Haut
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln
  • Entzündungszeichen wie Schwellungen, Schmerzen und Rötungen
  • Vermehrte Druckstellen und Nagel- oder Hautpilz
  • Eingeschränkte Durchblutung der Haut
  • Hohe Anfälligkeit der Haut gegenüber Krankheitserregern

Kommt es bei einer unsachgemäßen Fußpflege zum Beibringen von Verletzungen, können sich daraus extrem Schlecht heilende Wunden und einem Ulcus cruris bis hin zum Absterben von Gewebe beziehungsweise einer Nekrose und zu Amputationen oder dem chirurgischen Entfernen von Zehen oder Füßen entwickeln.

Ulcus cruris ist die lateinische Bezeichnung für „offenes Bein„.

 

Fachleute für Pediküre

 

  • Podologen oder medizinische Fußpfleger
  • kosmetische Fußpfleger

Diese Fachleute verfügen über eine Ausbildung und die benötigte technische Ausstattungen. Nicht zu Vergessen sind umfassende Kenntnisse zu den Themen Desinfektion und Sterilisation.

 

Unser Fazit

 

Die Pediküre ist für jeden Menschen sinnvoll, der einen großen Wert auf professionell gepflegte und verschönerte Füße legt. Der Gang zum Podologen, dem medizinischen Fußpfleger, ist für Menschen mit einzelnen Stoffwechselerkrankungen jedoch Pflicht, um Komplikationen zu vermeiden.

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