Pflegedienst

Der Pflegedienst – kompetente Profis helfen

 

Mit zunehmendem Lebensalter nimmt bei vielen Menschen durch Erkrankungen und durch die fortschreitenden altersbedingten Abbauprozesse die Hilfebedürftigkeit zu. Für eine bedarfsgerechte Versorgung im Alltag ist ein professioneller Pflegedienst eine ausgezeichnete Wahl. Oftmals bestehen jedoch bei der Entscheidung noch zahlreiche Unklarheiten, die auch fehlenden Informationen zuzuschreiben sind. Daher soll der nachfolgende Artikel für Interessenten als kleiner Ratgeber verstanden werden.

 

Worum geht es beim Pflegedienst?

 

Der Begriff Pflegedienst hat sich erst in den letzten Jahren im Zusammenhang mit Reformen in der Altenpflege durchgesetzt. Pflegedienste sind ganz lapidar gesagt, Einrichtungen, die Dienstleistungen im Pflegebereich anbieten. Um den Seniorinnen und Senioren eine möglichst individuelle Pflege und Betreuung sowie den Unternehmen selbst ein wirtschaftliches Arbeiten zu ermöglichen, haben sich verschiedene Formen der Pflegedienste etabliert.

In der Praxis gibt es:

 

  • den ambulanten, mobilen oder häuslichen Pflegedienst (Mitarbeiter kommen nach Hause)
  • stationären Pflegedienst (Seniorenheime, in denen die zu Pflegenden ständig oder zeitlich begrenzt wohnen)

Die stationären Pflegedienste oder die Heimpflege sind in einem Gebäude untergebracht, in dem auch die zu Pflegenden dauerhaft wohnen. Je nach Organisation und Leitbild einer Pflegeeinrichtung kann die Pflege auch dort nur als häusliche oder ambulante Pflege umgesetzt werden. Einige Heime, die mit dieser Kombination dienen, haben sowohl eigene Appartements für die Bewohner als auch separate stationäre Bereiche geschaffen.

 

Mehr Klarheit zum Thema Pflegedienst

 

Für etwas Verwirrung in Verbindung mit der Pflege sorgen manchmal die Formulierungen „Sozialstation“ und betreutes Wohnen. Sozialstationen sind in der Regel ambulante Pflegedienste. Sie werden von variierenden öffentlichen Trägern gefördert. Der Sitz der ambulanten Sozialstationen ist in der Regel nur ein Büro, von dem aus die Pfleger und Pflegerinnen zu den Klienten fahren.

 

Betreutes Wohnen ist eine spezielle Lebens- und Wohnform, bei der Senioren oder Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderung selbstbestimmt wohnen können. Sie erhalten jedoch im Rahmen unterschiedlichster Servicetätigkeiten unter anderem von professionellen Pflegediensten Unterstützung und Betreuung.

 

In den nachfolgenden Abschnitten wird noch genauer und tiefgründiger auf diese Thematik eingegangen.

 

Ambulanter Pflegedienst

 

Anhand von Statistiken und der Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat sich gezeigt, dass die ambulante Pflege immer häufiger vor einem Aufenthalt in einem stationären Heim steht. In einigen Fällen tritt jedoch eine Pflegebedürftigkeit und die damit verbundene Notwendigkeit einer kompetenten Versorgung so schnell und so umfassend ein, dass die Betroffenen gleich in eine Altenpflegestation integriert werden müssen.

 

Kommt ein Senior noch mit der Bewältigung der Tagesgestaltung und der alltäglichen Verrichtungen zurecht und liegt keine Gefährdung für das eigene und das Wohl fremder Menschen vor, dann kann dieser betagte Mensch ohne Weiteres ambulant in in seiner Wohnung gepflegt werden.

 

Ein ambulanter Pflegedienst ist dann sinnvoll, wenn der Pflegegrad ein bestimmtes Limit nicht überschreitet. Dieser Gesichtspunkt drückt sich in der Pflegestufe aus.

 

Stationärer Pflegedienst

 

Der stationäre Pflegedienst in einer speziellen Altenpflegeeinrichtung ist dann gefragt, wenn die vorliegenden geistigen und körperlichen Defizite so groß sind, dass ein älterer Mensch sich nicht mehr allein und ausreichend versorgen kann. Dann gewährleistet ein stationärer Pflegedienst die medizinische und die pflegerische Versorgung.

Bei den stationären Pflegediensten und einem Umzug in ein Pflegeheim stehen vor allen Dingen die Aspekte der Verwahrlosung und der Eigen- und Fremdgefährdung sowie die Optimierung der Pflege im Vordergrund.

 

Bedeutung der Pflegeversicherung in Bezug auf die Pflegedienste

 

Die typischen Leistungsanforderungen, die Pflegedienste übernehmen, sind in der Pflegeversicherung im Sozialgesetzbuch geregelt. Nennenswert sind hierbei vor allen Dingen Betreuungsmaßnahmen in pflegerischer Hinsicht, eine medizinische Versorgung und eine auf den Körper und das Wohlbefinden bezogene Behandlungspflege. Erweitert werden diese Zuständigkeiten durch eine Hilfe bei der Führung des Haushaltes.

 

Ein ambulanter Pflegedienst und ein stationärer Pflegedienst leistet Tätigkeiten, die nach der Pflegeversicherung im SGB (Sozialgesetzbuch) XI, dem SGB V und dem SGB XII festgelegt sind. Diese Posten zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung.

 

Darüber hinaus sind auch sogenannte Privatleistungen möglich. Diese geschehen auf Wunsch des Pflegebedürftigen und werden von ihm selbst bezahlt.

 

Wichtig: Die Inhalte der jeweiligen Leistungen (Leistungskomplexe) und deren Vergütung weichen in den Bundesländern voneinander ab.

 

Neu: Seit 2013 können Zeitkontingente und Leistungen mit den ambulanten Pflegediensten abgesprochen werden.

 

Die Pflegeversicherung fördert beide Seite. Sie garantiert den pflegebedürftigen Damen und Herren eine adäquate Pflege und Versorgung. Sie ist ferner das Fundament für die ökonomische Funktion von Pflegediensten, weil diese durch die Pflegeversicherung ihre Angestellten in Lohn und Brot nehmen können.

Exkurs durch die Pflegedienste

 

Pflegedienst und Pflegestufe

 

Unabhängig davon, ob sich die Betagten für einen ambulanten oder einen stationären Pflegedienst entscheiden, die Pflegestufen stehen jedem Versicherten zur Verfügung.

 

Seit Beginn des Jahres 2017 sind für die Pflegedienste mit neuen Pflegestufen konfrontiert. Diese wurden entwickelt, um besser für das Wohlergehen von Menschen mit demenziellen Erkrankungen sorgen zu können. Beachtlich ist die Tatsache, dass nunmehr eine Tagesbetreuung abgerechnet werden kann. Davon profitieren insbesondere zu Hause lebende Personen mit demenziellen Einschränkungen. Bis 2017 existierten nur drei Pflegestufen (Stufe 1 bis 3+ beziehungsweise der Schwerstpflege).

 

Gegenwärtig sind es fünf Pflegestufen, die alle für die Pflege relevanten:

 

  • Sachleistungen (von einem professionellen ambulanten oder stationären Pflegedienst übernommen)
  • Kombinationsleistungen (Privatpersonen und Pflegedienst teilen sich die Pflege)

regeln.

 

Pflegedienste und Pflegeberufe

 

In einem Seniorenwohnheim mit einem stationären Pflegedienst oder bei einem ambulanten Pflegedienst arbeiten examinierte Altenpfleger und Altenpflegerinnen, Altenpflegefachhelfer, Krankenschwestern und Krankenpfleger sowie andere Heilberufe wie Heilerziehungspfleger und Krankenpflegehelfer.

 

Neben den Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind in den Pflegediensten gleichfalls Pflegehelfer unersetzlich. Fachkräfte für Pflegeassistenz, Fachhauswirtschafter, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Sozialassistenten können unter Umständen diese Teams ergänzen.

 

Des Weiteren beschäftigen die häuslichen und die stationären Pflegedienste Arzthelfer und Arzthelferinnen sowie nach § 45 Abschnitt b geschulte und angelernte Betreuungsmitarbeiter, Gemeindefachpfleger und viele ehrenamtlich Beschäftigte.

 

Leistungsspektrum beim Pflegedienst

 

Ein ambulanter und ein stationärer Pflegedienst erfüllen genau auf die wirtschaftliche Konstellation abgestimmte Dienstleistungen. Dieser Punkt ist besonders wichtig, damit die Betroffenen selbst und deren Angehörige eine bedürfnisgerechte und eine ausreichende Unterstützung erfahren. Bei den ambulanten Pflegediensten, die wie jedes andere Unternehmen natürlich nicht umsonst aktiv werden können, werden die zu erbringenden Aufgaben mit allen Beteiligten vereinbart und vertraglich fixiert.

 

Sowohl bei den ambulanten als auch bei den stationären Pflegediensten stehen vereinheitlichte Punkte zur Debatte. Diese sind in jedem Fall Aufwendungen zur individuellen Pflege selbst, zur Unterbringung, zur  Versorgung des Haushaltes, zu Aktivitäten und zu Therapien oder medizinische Behandlungen.

 

Potenziale eines ambulanten Pflegedienstes:

 

Pflege: 

 

  • Grund- beziehungsweise Körperpflege (wenn Pflegedienst vor Ort ist)
  • diagnostische (Erkennung von Erfassung von Beschwerden) und Behandlung von Erkrankungen auf der Basis ärztlicher Anordnungen und Verordnungen
  • Angehörige anleiten und beraten
  • kurzfristige Serviceleistungen managen

Alle anderen Leistungen müssen von den Pflegebedürftigen und deren Familien selbst abgedeckt werden. Daran wird deutlich, dass ein ambulanter Pflegedienst je nach Zustand der zu Pflegenden und nach den Möglichkeiten der Angehören höchstens bis zur Pflegestufe 2 oder 3 zweckdienlich sein kann.

Kommt eine mittelgradige bis schwere Demenz hinzu, dann müssen diese Personen oftmals schon eher in ein Altenheim gehen, weil die Angehörigen deren Beaufsichtigung unter Umständen nicht über 24 Stunden realisieren können.

 

Unter einer Demenz verstehen die Mediziner eine Beeinträchtigungen, die mit einer geistigen Behinderung verbunden ist. Als Auslöser für eine von 50 demenziellen Erkrankungen kommen im Laufe des Lebens erworbene organische Schädigungen des Gehirns in Betracht.

 

Obwohl viele noch teilweise rüstigen Seniorinnen und Senioren eher einen ambulanten, mobilen oder häuslichen Pflegedienst bevorzugen, hat diese Wahl durchaus Nachteile. Als vorteilhaft erweist sich, dass die Pflegebedürftigen in ihrem heimischen Umwelt und in ihrer familiären Umgebung verbleiben können. Darüber hinaus kann ein sehr individueller Tagesablauf geschaffen werden.

 

Zur Feststellung des anfallenden Pflegebedarfs kommen die ambulanten Pflegedienstmitarbeiter zu den Pflegebedürftigen, um sich einen Eindruck über das Befinden der Klienten, die häusliche Situation und das nähere Umfeld zu machen. Dieser Prozess wird als Erstbesuch bezeichnet. Sollte der Pflegebedürftige nach einer Behandlung noch in einem Krankenhaus sein, dann kann auch unter diesen Umständen bereits dort ein vorbereitender Erstbesuch erfolgen, bevor derjenige entlassen wird.

 

Ambulante Pflegedienste wie private Pflegestationen und Sozialstationen gehören überwiegend zu den Wohlfahrtsverbänden wie der Diakonie, der Caritas oder dem Roten Kreuz. Eine Zusammenarbeit zwischen ambulanten Palliativstationen, Hospizen und spezialisierte ambulanten Palliativdiensten (Sterbeeinrichtungen) und ambulanten Pflegediensten ist ebenfalls möglich.

 

Nach außen hin schließen die ambulanten Pflegedienste einen Versorgungsverträge mit den Pflegekassen ab. Nach innen werden Pflegeverträge mit den Pflegebedürftigen vereinbart.

 

Typisch für die ambulante Pflege ist ein enges Verhältnis zu den zu pflegenden Personen. Die Ursache für diese Auffälligkeit ist der Zugang der Pflegepersonen zum unmittelbaren Wohnbereich. Im Gegensatz zu einem stationären Pflegedienst entsteht eine „privatere“ Beziehung. In einem Heim bleiben sich beide Parteien eher fremd. Der ständige Wechsel des Personal in einer Pflegeeinrichtung ist dafür verantwortlich.

In vielen Gegenden Deutschlands kennen sich die Pflegekräfte und die zu Pflegenden sogar schon über Jahrzehnte hinweg. Diese Tatsache ist oftmals von enormer Bedeutung für die Entscheidungsfindung stationäre Pflege oder Pflege daheim. Der Pflegeempfänger ist bei der häuslichen Pflege meist nur auf zwei oder drei Fachkräfte geprägt, die ihn regelmäßig aufsuchen.

 

Die ambulanten Pflegedienste haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Eines davon ist die teilweise persönliche Beziehung zum Patienten oder zum Klienten. Ein anderes sind Meinungsverschiedenheiten mit den Angehörigen. Die Ansichten der Familien stehen der fachgerechten Pflege nicht selten gegensätzlich gegenüber. Das kann zu einer Erschwerung der Pflegemaßnahmen beitragen.

 

Nicht nur stationär tätige Pflegedienste, sondern auch die häuslichen Pflegedienste bieten eine Versorgung mit warmen Mahlzeiten an. Mehr oder weniger geläufig sind diese Serviceangebote als „Essen auf Rändern“.

In Absprache mit den ambulanten Pflegediensten können auf Anfragen der Pflegebedürftigen zusätzlich Kosmetik- und Fußpflege- sowie Friseurtermine abgesprochen werden. Unter Umständen kommen sogar mobile Zahnärzte nach Hause. Ergänzt werden diese Tätigkeiten durch Hauswirtschaftsdienste, die Übernahme von Einkäufen und Besorgungen bei Ämtern sowie die Begleitung zu Ärzten.

 

Im Gegensatz zu stationären Pflegediensten können diese Funktionen von einem ambulanten Dienst fast ausnahmslose durch ehrenamtliche Helfer oder andere Freiwillige realisiert werden. Wenn die Fachkräfte zu den Pflegeempfängern gehen und die vertraglich festgelegten Aufgabenstellungen ausführen, dann müssen diese von den jeweiligen zu Pflegenden in einer Dokumentation abgezeichnet werden. Anhand solch bewährter Prüfsysteme gehen die ambulanten Pflegedienste sicher, dass die Leistungen tatsächlich erledigt wurden.

 

Ein ambulant arbeitender Pflegedienst ist für ältere Menschen mit geringen psychischen (seelischen und geistigen) sowie physischen (körperlichen) Beeinträchtigungen eine optimale Lösung.

 

Stationäre Pflegedienste bieten in aller Regel umfassende Gesamtleistungen an, die jeglichen persönlichen Bedarf abdecken. Bevor ein endgültiger Vertrag zustande kommt, werden die Bewohner zunächst eine gewisse Zeitlang vom Pflegepersonal begutachtet.

Zusätzlich dazu werden die frisch eingezogenen Seniorinnen und Senioren nach ihrer Biografie und ihrer Krankengeschichte (Anamnese) befragt. Dann erhalten die zu Pflegenden und deren Betreuer oder Angehörige zunächst eine Art Kostenvoranschlag.

Werden alle darin enthaltenen Faktoren akzeptiert, kommt der endgültige Pflegevertrag zustande.

 

Viele Menschen würden sich jetzt fragen, was geschieht, wenn sich der Zustand der zu Pflegenden verbessert oder verschlechtert.

 

Dann agieren die stationären Pflegedienste in folgender Art und Weise:

 

Jeder Pflegedienst führt pro Schicht und pro Besuch eine Pflegedokumentation. Diese bildet eine Einheit mit einer sogenannten Pflegeplanung. Die Pflegeplanung wird regelmäßig überarbeitet. Das heißt, dass alle Defizite(Mängel) oder Suffizite (Verbesserungen, Verstärkungen) zeitnah beobachtet und schriftlich aufgenommen werden.

Daraus leitet sich wiederum der komplette Pflegeaufwand ab. In Rücksprache mit den Betroffenen und den Angehörigen kann das Leistungsangebot des stationären und ambulanten Pflegedienstes erhöht oder reduziert werden. Das Letztere ist allerdings eher selten der Fall.

 

Nach monatlich durchgeführten zusammengefassten und unterschriftlich bestätigten Kostenaufstellungen erhalten die Pflegebedürftigen selbst oder die für sie zuständigen Betreuer oder Angehörigen die Kostenaufstellungen. Bedeutsam ist in diesem Bezug, dass stationäre Pflegedienste ausnahmslos mit Komplettpreisen handeln. Bei ambulanten Pflegediensten gelten demgegenüber individuell schwankende, durch die aktuell erbrachten Leistungen bestimmte Abrechnungen.

 

Bei einer stationären und einer ambulanten Pflege können Erhöhungen der Kosten durch eine Steigerung der Pflegestufe abgefedert werden. Dazu wird der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) eingeladen. Ein wachsender Leistungsbedarf der Pflegebedürftigen kann so finanziell (etwas) ausgeglichen werden.

Leider werden im Zuge der zunehmenden Einsparungen der Pflegekassen nicht immer gleich alle Pflegestufen so geändert, dass alle Kosten abgedeckt werden. Wichtig ist hierbei, dass nur die finanziellen Aufwendungen für die eigentliche Pflege (Hilfe, teilweise oder komplette Übernahme durch die Pflegefachkräfte) enthalten sind. Miete und sonstige Kosten für Essen usw. laufen extra.

 

Eine enormes Plus bei einem stationären Pflegedienst ist, dass die Bewohner eines Seniorenheims rund um die Uhr gepflegt, betreut und beaufsichtigt werden können. Stationäre Pflegedienste stellen beispielsweise Personal ein, dass Nachts vor Ort ist. Ganz nach Wunsch der Bewohner können diese sich zu einer teilstationären oder einer vollstationären Pflege entschließen. Teilstationär heißt nur eine Tages- oder nur eine Nachtpflege. Stationäre Pflegedienste können ebenfalls eine Kurzzeit– oder eine Urlaubspflege ausführen.

Potenziale stationärer Pflegedienste:

 

Pflege:

 

  • Grund- und Körperpflege zu allen Tageszeiten
  • – Hilfe bei allen alltäglichen Verrichtungen (An- und Auskleiden, Anreichen der Speisen, Toilettengänge, Lagerungen bei bettlägerigen Personen)
  • – regelmäßige Kontrollen des Körpergewichts, der Ein- und Ausfuhr sowie der Vitalfunktionen
  • Behandlungspflege (medizinische Behandlungen) nach den Verordnungen der Ärzte
  • Notfallversorgung 24 Stunden (Rufbereitschaft im Haus)
  • Sterbebegleitung

Wohnen

 

  • im Seniorenheim in barrierefreien Zimmern mit einem der zwei Betten
  • seniorengerechte Gemeinschaftsräume
  • Gartenanlagen, Haustiere und private Einrichtungsgegenstände

hauswirtschaftliche Tätigkeiten

 

  • Zimmerreinigung
  • Wäscheseservice
  • frisch zubereitete Mahlzeiten
  • Getränkeservice

Therapien

 

  • Ergotherapie (Arbeits- und Beschäftigungstherapie)
  • Entspannungstherapien
  • basale Stimulation
  • Ernährungsberatung
  • Physiotherapie im Haus
  • Logopädie (Sprachheilkunde)
  • Selbsthilfegruppen

Aktivitäten

 

  • sozial ausgerichtete Wochenaktivitäten
  • Heimbeirat, Hauszeitung
  • Einkaufs- und Fahrservice
  • Gottesdienste
  • Hobbygruppen
  • Fußpflege und Friseur im Heim
  • Ausrichten offizieller Festivitäten und privater Feierlichkeiten

In einem Pflegeheim sind oftmals kleine Serviceunternehmen wie Friseure und Fußpflegestudios ansässig. Die Pflegeempfänger müssen daher nicht das Haus verlassen. Um Reparaturen und andere Dinge kümmern sich die vom Haus angestellten Hausmeister und das Reinigungspersonal. Einzelne Seniorenresidenzen betreiben in Abhängigkeit vom durchschnittlichen Alter und den Ansprüchen ihrer Bewohner sogar Fitnessstudios, Bibliotheken und Kegel- oder Bowlingbahnen.

 

Das große Plus stationärer Pflegedienste ist deren ganzheitliche Betreuung und Versorgung, die nach einem speziellen Pflegeleitbild passiert. Die im Seniorenheim lebenden Bewohner werden tags und nachts gepflegt. Alle stattfinden Aktivitäten tragen zu einer hohen Lebensqualität bei.

 

Ein Nachteil der stationären Pflegedienste ist, dass diese die zu Pflegenden nicht in ihren eigenen zuhause besuchen. Den älter und immer pflegebedürftiger werdenden Menschen bleibt daher nichts weiter übrig, als ihre gewohnte Umgebung zu verlassen, Das ist für die meisten Personen in extremer Einschnitt, den viele Bewohner auf kurz oder lang nicht überstehen.

 

Andere Seniorinnen und Senioren sehen stationäre Pflegedienste wiederum als Chance auf ein zwar selbstbestimmtes Leben, bei dem sie jedoch bei mannigfaltigen täglichen Verrichtungen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Stationäre Pflegedienste befreien sogar Menschen von einer Verwahrlosung und einer Vereinsamung.

Ab einem gewissen Pensum können auch familiäre Angehörige und Bekannte die Pflege und die Aufsicht über betagte Menschen nicht mehr in unbegrenztem Umfang ausüben. Sie sind selbst berufstätig oder leiden bereits unter Erschöpfung und eigenen Erkrankungen. Dann ist ein Vertragsabschluss mit einem stationären Pflegedienst ebenfalls vernünftig.

 

Alle Pflegedienste, unabhängig ob diese als ambulante oder als stationäre Strukturen aufgestellt sind, haben nach § 80 des Pflegeversicherungsgesetzes die Verpflichtung übernommen, sich regelmäßig an Qualitätssicherungsmaßnahmen zu beteiligen. Wird diese Verpflichtung nicht eingegangen, kann dem Unternehmen die Zulassung entzogen werden.

Gerade ambulante Pflegedienste werden häufig als kleine Firmen gegründet, innerhalb derer sich einzelne Personen selbstständig machen. Ein Agieren auf dem Pflegedienstmarkt ist außerdem erst nach dem Eintritt in den Landesrahmenvertrag und dem Abschluss einer Vergütungsvereinbarung und eines Versorgungsvertrages mit den Pflegekassen und den Krankenkassen erlaubt.

 

Die stationären Pflegedienste arbeiten frei gemeinnützig oder privat. Öffentliche Träger nehmen bei den stationären Heimen nur einen kleinen Anteil ein. Frei gemeinnützige Träger sind unter anderem die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt und das Diakonische Werk. Privatwirtschaftlich betriebene Pflegeheime sind hauptsächlich im hochpreisigen Segment angesiedelt.

 

Qualitätssicherung bei ambulanten und stationären Pflegediensten

 

Sowohl die ambulanten als auch die stationären Pflegeeinrichtungen sind bei ihren Tätigkeiten an Pflegestandardsgebunden.

 

Die Pflegemaßnahmen sind durch die Pflegestandards vereinheitlicht, was einer Sicherung der Qualität beziehungsweise eines beabsichtigten Pflegeniveaus dient. Diese Richtlinien geben genau vor, welche Schritte bei einer bestimmten Verrichtung am Pflegeempfänger fachlich korrekt vorgenommen werden.

So existiert beispielsweise ein Pflegestandards für die Mundpflege, das Duschen und Baden, den Wechsel eines Verbandes, das Lagern, das Eingeben von Essen und Getränken und weitere.

 

In diesen Pflegestandard werden Handlungen der Pflegekräfte an den zu Pflegenden genau beschrieben. Pflegestandards stellen somit eine verbindliche Anweisung zu Pflegemaßnahmen dar. Aus den Pflegestandards und den individuellen, auf den Bewohner bezogenen Ressourcen und Problemen werden die Pflegeplanungen erstellt.

 

Die Prüfungen des MDK finden normalerweise einmal jährlich statt. Die Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen suchen die stationären und die ambulanten Pflegedienste ohne vorherige Mitteilung auf.

Die zu beachtenden Prüfkriterien beziehen sich vorrangig auf die Einhaltung der Pflegestandards. Diese ergeben sich aus dem Pflegeversicherungsgesetz und weiteren vertraglichen Vorschriften. Die Umsetzung der Prüfkriterien basiert auf einer Fülle an Anhaltspunkten wie die körperliche Verfassung der zu Pflegenden.

Liegen schwerwiegende Mängel vor und werden diese nach mehrmaligem Anmahnen nicht behoben, kann ein Pflegedienst geschlossen werden oder es kommt zu einer Kündigung des Versicherungsvertrages mit der Pflegekasse.

 

Fragen und Antworten zum Pflegedienst

 

Wie sieht es mit der Seriosität von Pflegediensten aus?

 

Dieses Thema beschäftigt nicht nur die Pflegebedürftigen selbst, sondern in großem Maße deren Angehörige.

 

Eine Empfehlung für derzeitige und für zukünftige Interessenten sowie auch für Bewerber, die sich einen Pflegeberuf in einer ambulanten oder stationären Pflege vorstellen können, sind mehrere Portale im Internet.

Für Personen, die sich nicht auf Mundpropaganda verlassen möchte, dann stehen die als „Pflege-Transparentberichte“ einsehbaren Abhandlungen zur Verfügung. Hervorzuheben sind dabei einzelne Noten, die als Bewertung gelten. Kritisch sind Anbieter zu sehen, die mit Noten unter 1,5 beurteilt werden.

 

Andere gängige Mittel zur Abklärung der Seriosität von stationären und ambulanten Pflegediensten sind spezielle Checklisten und Beratungsdatenbanken des Zentrums für Qualität in der Pflege sowie das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums.

 

Noch günstiger ist es, sich Erkundigungen beim MDK und bei PKV (Prüfdienst des Verbandes er privaten Krankenversicherung e. V.) einzuholen. Diese Institutionen führen in unregelmäßigen Abständen Qualitätskontrollen in der Pflege durch. Die entsprechenden Ergebnisse sind sogar für Verbraucher einsehbar.

 

Seriös geführte Pflegedienste legen in den Verträgen mit den Klienten zweiseitige Kündigungsfristen und Kündigungsbedingungen fest. Üblich ist heute das Aufnehmen von weiteren vertraglichen Klauseln und Ergänzungen, die eigens von den späteren Pflegepersonen erwünscht sind. Diese betreffen zum Beispiel die Übernahme der Pflege ausschließlich von männlichen oder weiblichen Pflegekräften.

 

Worauf sollte bei der Auswahl des Pflegedienstes geachtet werden?

 

Ein ordentlicher, ehrlicher ambulanter oder stationärer Pflegedienst ist offen und transparent, was sich in einer kundenfreundlichen Informations- und Beratungsbereitschaft ausdrückt. Verlässlichkeit, Erreichbarkeit und die Zusammenarbeit mit den Kranken- und Pflegekassen sind ein unbedingtes Muss.

Relevant sind zudem die Erstgespräche und die Pflegeberatungen sowie die Qualifikationen der Angestellten. Anhand von Zertifikationen und Mitgliedschaften in Berufsverbänden ist eine Einschätzung gleichfalls möglich. Für die wahrheitsgemäße Erstellung der monatlichen Leistungsnachweise sind sorgfältig gepflegte und von Befugten einsehbare Dokumentationen verbindlich.

 

Wie oft kommt ein häuslicher Pflegedienst?

 

Die Häufigkeit der Besuche eines ambulanten oder mobilen Pflegedienstes ist von mehreren Umständen abhängig. Diese liegen in der Befindlichkeit, dem Zustand und den Wünschen des Pflegebedürftigen sowie in Notfalllagen begründet.

Pflegedienste suchen die Seniorinnen und Senioren entweder mehrmals täglich und in der Nacht sowie mehrmals wöchentlich auf. Das bestimmen die Kundinnen und Kunden selbst.

Für eine optimale Abstimmung der sogenannten Tourenpläne versuchen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, eine wirtschaftliche Planung der Besuche vorzunehmen. Dadurch gewährleisten sie eine gleichberechtigte Versorgung aller Klienten. Die Vorstellungen der Pflegebedürftigen haben jedoch Vorrang.

 

Wann endet der Pflegevertrag mit einem Pflegedienst?

 

Jeder Vertrag mit einem stationären oder ambulanten Pflegedienst endet mit dem Versterben des Pflegebedürftigen. Unter bestimmten Voraussetzungen (kriminelle Handlungen, Verwahrlosung oder andere Gründe) kann seit 2013 ein Pflegedienstvertrag durch den Pflegebedürftigen vorzeitig und fristlos gekündigt werden. Das trifft auch zu, wenn keine derartigen Missstände nachweisbar sind. Pflegedienste selbst können eine Kündigung nach einer relativ langen Fristsetzung vornehmen.

 

Unser Fazit zum Pflegedienst

 

Ambulante und stationäre Pflegedienste sind aus der Altenpflege nicht mehr wegzudenken. Die überwiegende Mehrheit dieser Dienstleister leistet eine bewundernswerte Arbeit und geht in allen Fragen äußerst kompetent und seniorengerecht vor. Bei der Auswahl eines Pflegedienstes ist jedoch eine kritische Vorgehensweise immer ratsam, denn nur so können die Bedürfnisse jedes älteren Menschen in vollem Umfang erfüllt werden.

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