Fit For Life Diät

fit for life diät

Warum nahmen Menschen früher nicht zu und heute schon?

Diese Frage könnte die Begründer der Fit-for-life-Diät getrieben haben.

Sie kamen in den Neunzigern jedenfalls zu dem Schluss, dass der Mensch kein Allesfresser ist.

Er sei vielmehr ein Frugivore und entsprechend müsse die Ernährung des Menschen auch aussehen, um abzunehmen.


Was ist die Fit-for-life-Diät?

Die Fit-for-life-Diät besteht seit dem 19. Jahrhundert in den USA. Sie setzt vor allem auf Rohkost, insbesondere Obst. Fleisch wird als schädlich eingestuft. Zudem dürfen Kohlenhydrate und Eiweiß nicht gleichzeitig verzehrt werden, da dabei zu viel Energie für die Verdauung aufgewendet werden muss und die Lebensmittel nicht ordentlich verdaut werden.

Milchprodukte sind verboten, da diese nach dem dritten Lebensjahr nicht mehr vom Körper verarbeitet werden. Die Ernährung in bei Fit for Life besteht somit etwa zu 70 Prozent aus Obst, Gemüse und Salat und aus 30 Prozent aus Brot, Getreide und Fleisch.

Am besten ist es, wenn die Lebensmittel etwa zu 70% aus Wasser bestehen. Dazu wird viel destilliertes Wasser getrunken, um den Körper zu reinigen.

Wie funktioniert die Fit-for-life-Diät?

Das Ehepaar Harvey und Marilyn Diamond, die das Fit-for-life-Prinzip entwickelt haben, stellte die Theorie auf, dass der Körper nicht dazu geschaffen ist, gekochte Nahrung zu verwerten. Zudem vertrage der Körper vor allem Obst, der Mensch sei ein Frugivore.

Dadurch, dass die moderne Ernährung jedoch anders aussieht, käme es zu Übergewicht und Krankheiten. Da die Nahrung nicht vollständig vom Körper verwertet werden kann, gibt es zudem eine Übersäuerung des Körpers, die wiederum durch Wassereinlagerungen ausgeglichen wird verursacht.

Der Mensch sollte somit vor allem rohes Obst verzehren. Dieses ist für den Menschen besser zu verwerten. Lebensmittel mit einem geringen Wassergehalt wie etwa Brot oder Getreideprodukte sind „tote Nahrung“, während Milchprodukte Allergien und Verschleimung auslösen.

Außerdem müssen bestimmte Tageszeiten bei der Ernährung beachtet werden. Von 4 bis 12 Uhr ist der Körper vor allem darauf bedacht, Stoffe auszuscheiden. Von 12 bis 20 Uhr kann er Nahrung aufnehmen und von 20 bis 4 Uhr verwertet er diese. Entsprechend dürfen vormittags nur Früchte und Säfte verzehrt werden (Obst dabei immer auf leeren Magen), mittags sind Salate und Gemüse auf der Tagesordnung und abends Fleisch mit Salat oder Kartoffeln und Gemüse.

Wie lange dauert die Fit-for-life-Diät?

Fit for life ist eigentlich nicht als Diät, sondern als dauerhafte Ernährungsweise gedacht. Deshalb gibt es auch keine generalisierte Dauer der Diät.

Das bringt die Fit-for-life-Diät – so viel nimmt man ab

Der Vorteil bei der Fit-for-life-Diät ist, dass vor allem Lebensmittel mit einem hohen Wasseranteil verzehrt werden. Diese machen sehr satt, enthalten aber nicht viele Kalorien. So kann es einfach zu einem Gewichtsverlust kommen.

Diätplan kompakt

Bei der Fit-for-Life-Diät muss man vor allem die erlaubten Lebensmittel zur entsprechenden Tageszeit beachten.

Zum Frühstück könnte es beispielsweise eine Mischung aus Beeren, Apfel und Banane geben.

Als Snack wäre ein Glas Orangensaft erlaubt.

Zum Mittagessen gibt es Kopfsalat mit Gurke, Tomate, Paprika und Möhre.

Abends gibt es eine gebratene Hähnchenbrust mit Rucola.

Zwischendurch wird viel destilliertes Wasser getrunken.

Risiken der Fit-for-life-Diät

Bei der Fit-for-Life-Diät riskiert man schwere Mangelerscheijungen, da der Körper nicht genug Eiweiß und Fett bekommt. Außerdem kann es zu lebensgefährlichen Störungen im Mineralhaushalt kommen, wenn zu viel destilliertes Wasser getrunken wird.

Vor- und Nachteile der Fit-for-life-Diät

Bei Fit for life ist der große Vorteil, dass man sich größtenteils gesund ernährt. Das viele Obst und Gemüse liefert dem Körper viele Vitamine und Mineralien. Es ist zudem von Natur aus kalorienarm und erleichtert somit die Abnahme.

Leider gibt es für die Fit-for-life-Philosophie keinen wissenschaftlichen Beweis. Die Behauptung, dass Kohlenhydrate und Eiweiße nicht zusammen verdaut werden könnten, waren wissenschaftlich schon damals widerlegt. Ein gesunder Körper bildet auch nicht zu viel Säure, genauso wenig wie Milch zur Schleimbildung führt. Zudem ist gekochtes Essen leichter verdaulich als Rohkost. Des Weiteren gibt es keinen Beweis für die so genannten Körperzyklen.

Außerdem ist die Ernährung nach Fit for life schwierig durchzuführen, da viele natürliche Lebensmittel gleichzeitig Kohlenhydrate und Eiweiße enthalten. Der Körper braucht auch eine gewisse Menge an Eiweiß und Fett. Langfristig kann es durch eine Ernährung nach Fit for Life deswegen zu Mangelerscheinungen kommen. Das vermehrte Trinken von destilliertem Wasser kann ebenfalls gesundheitlich schädlich wirken.

Fragen & Antworten zu Fit For Life

Wie schwer ist diese Diät einzuhalten?

Prinzipiell ist die Diät nicht schwierig durchzuhalten, da man sich jederzeit an Obst und Gemüse satt essen kann. Problematischer wird es jedoch, die Zeitfenster für die verschiedenen Lebensmittel einzuhalten. Auch die strikte Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß ist oft schlicht nicht möglich. Zudem kann der geringe Anteil von Eiweiß und Fett zu Heißhunger führen.

Welche Beschwerden können auftreten?

Gerade wer sich nicht gesund ernährt, wird am Anfang der Fit-for-life-Diät vermutlich Probleme durch den hohen Anteil an Ballaststoffen aus dem hohen Rohkostanteil haben. Diese erschweren die Verdauung und können zu Verstopfungen führen.
Der hohe Konsum von destilliertem Wasser kann dauerhaft den Elektrolythaushalt des Körpers beeinträchtigen. Dadurch kann es zu einem Mangel an Mineralstoffen kommen, was den Körper langfristig beeinflusst.

Welche Kosten kann man erwarten?

Die Kosten der Fit-for-life-Diät sind vermutlich so hoch bzw. niedrig wie bei jeder Mischkost-Ernährung. Die Kosten hängen dabei ganz davon ab, welche Arten von Obst und Gemüse gekauft werden und in welcher Qualität.

Fit-for-life-Diät: Unser Fazit

Auch wenn die Thesen des Ehepaars Diamond scheinbar stichhaltig sind, sind sie heutzutage größtenteils durch die Wissenschaft widerlegt oder konnten zumindest nicht bewiesen werden. Somit ist die Fit-for-life-Diät eher eine Glaubenssache als eine naturwissenschaftliche Diät. Die Ernährung nach Fit for life ist zwar grundsätzlich gesünder als die normale Ernährung der meisten Menschen, jedoch fehlen langfristig Fette und Eiweiße.

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