Paprika

Die Paprika bietet eine wundervolle Kombination aus spritzigem Geschmack und einer knackigen Konsistenz. Dieses Gemüse ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Typische Farben sind grün, gelb und rot. Die Paprika-Pflanze gehört, wie Kartoffeln und Tomaten, zur Familie der Nachtschatten-Gewächse. Zur Kategorie Paprika werden ebenfalls Sorten wie Chili und Peperoni gezählt.


Das sollten Sie über Paprika wissen

Die Urformen der Paprika wurden bereits vor neun tausend Jahren in Mittel- und Südamerika kultiviert. Als Christoph Columbus im Jahre 1493 von seiner Entdeckungsreise zurückkehrte, brachte er die Paprika nach Europa. Hier fand die Paprika auf Grund ihres ansprechenden Erscheinungsbildes und dem erfrischenden, leicht süßlichen Geschmack schnell Verbreitung.

Der Anbau der Paprika erfolgt heutzutage in tropischen als auch gemäßigten Zonen. Wobei die Paprika-Pflanze in Europa häufig im Gewächshaus angebaut wird. Dies begründet sich dadurch, dass hierdurch eine längere Vegetations-Phase erreicht beziehungsweise eine ganzjährige Ernte ermöglicht wird.

Der heimische Bedarf an Paprika wird in den Sommer-Monaten hauptsächlich durch die Produktion aus den Niederlanden, Spanien und Ungarn gedeckt. In der kälteren Jahreszeit werden die Paprika aus Ägypten und Israel importiert.

Die Paprika ist formal eine Frucht. Viele Menschen sehen sie allerdings als ein Gemüse an. Die Paprika hat im Gegensatz zu ihren Unterarten (Chili, Peperoni) keinen scharfen Geschmack. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Paprika den Aroma-Stoff Capsaicin nur in geringer Menge beinhaltet.

Der Geschmack der Paprika ist abhängig von dem Reifegrad beziehungsweise der gewählten Sorte. Die grüne Paprika ist die am meisten genutzte Paprika, aber auch die mit dem geringsten Reifegrad. Die grüne Paprika hat einen leicht bitteren Geschmack. Diese Art wird gerne zum Kochen verwendet.

Paprikas mit der Farbe Gelb bis Orange haben einen etwas süßeren Geschmack und eignen sich zum rohen Verzehr als auch zur Verwendung in warmen Gerichten. Die rote Paprika weist den höchsten Reifegrad auf. Sie ist daher besonders süß und saftig im Geschmack.


Bedeutung für die Gesundheit

Die Paprika wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und sollte in keiner Diät fehlen. Dies ist weniger durch eine besondere Nährwert-Struktur (Verhältnis von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten) erreicht, sondern durch die enthaltenen Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Flavonoide, Carotinoide).

Gut für die Augen

Die Paprika hat einen hohen Gehalt an Vitamin A. Das Vitamin A hilft dabei die Funktion der Augen aufrecht zu erhalten. Des Weiteren wird hierdurch das Sehen in der Dunkelheit unterstützt.

Paprikas sind ebenfalls reich an dem Carotinoid Lutein. Lutein hilft dabei das Risiko für eine Makula-Degeneration der Augen zu reduzieren, welche wiederum der häufigste Grund für einen Seh-Verlust im Alter ist.

Weitere Bestandteile sind Beta-Carotin und Vitamin C. Diese schützen die Augen vor einer altersbedingten Linsen-Trübung.

Gewichtsreduktion

Ein regelmäßiger Verzehr von Paprika unterstützt den Körper in der Regulierung der Thermogenesis und beschleunigt den Stoffwechsel. Der chemische Stoff Capsaicin, welcher für die Schärfe in anderen Paprika-Arten verantwortlich ist, ist in der normalen Paprika nur in geringer Konzentration enthalten. Dennoch wirkt sich dieser Stoff positiv auf die Fettverbrennung aus.

Die Stoffwechsel aktivierende Wirkung wird ohne eine Erhöhung der Herz-Frequenz und des Blutdruckes erreicht.

Zur Vorbeugung gegen Krebs

Es konnte nachgewiesen werden, dass Paprikas reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Stoffen sind. Generell geht die Wissenschaft davon aus, dass durch chronische Entzündungen und chronischen oxidativen Stress die Wahrscheinlichkeit für eine Krebs-Erkrankung steigt. Diese Faktoren können durch den regelmäßigen Verzehr von pflanzlichen Nährstoffen mit anti-oxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften ausgeschaltet werden.

Darüber hinaus enthält die Paprika gesundheitsfördernde Schwefel-Bestandteile. Ferner sind pflanzliche Enzyme enthalten, die dabei helfen andere Krebsarten, wie zum Beispiel Magenkrebs und Speiseröhren-Krebs zu verhindern. Das Carotinoid Lycopin konnte nachweislich in der Prävention von Prostata-, Harnblasen-, Gebärmutterhals- und Bauchspeicheldrüsen-Krebs eingesetzt werden.

Herzkrankheiten

Rote Paprikas sind reich an Lycopin. Daher sind sie exzellent geeignet, um das Herzkreislauf-System zu unterstützen. Grüne Paprika sind hingegen reich an Faserstoffen, die dafür sorgen, dass der Cholesterin-Spiegel sinkt.

Erhöhte Homocystein-Werte werden mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Paprikas enthalten viel Vitamin B6 und Folsäure, die dabei helfen, die Homocystein-Werte zu senken. Dazu sind noch Vitamin A und C enthalten, die anti-oxidative Eigenschaften besitzen. Ferner ist Kalium als ein Inhaltsstoff zu nennen, der die Eigenschaft hat den Blutdruck zu senken.

Immunsystem

Paprikas sind eine Quelle für Vitamin C. Dieses Vitamin ist essentielle für ein gesundes Immunsystem. Des Weiteren fördert Vitamin C die Bildung von Kollagen, welches wiederum die Gesundheit der Haut und der Gelenke positiv beeinflusst. Ebenfalls trägt es dazu bei, das Risiko einer Arthritis-Erkrankung zu senken und Entzündungen abzumildern.

Darüber hinaus ist Vitamin K in der Paprika zu finden. Dieses Vitamin verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und es hat eine entscheidende Rolle in der Ausbildung starker Knochen. Studien zeigen, dass das Vitamin K die menschlichen Zellen vor oxidativen Stress schützt.

Vitamin B6 und Magnesium

Paprikas sind eine hervorragende Quelle für Vitamin B6 und Magnesium. In Kombination führen die beiden Vitalstoffe zur Reduktion von Ängsten. Das Vitamin B6 hat darüber hinaus die Eigenschaften Blähungen zu lindern und Bluthochdruck abzusenken.

Eisen-Defizit

Eine Standard-Portion rote Paprika enthält fast dreihundert Prozent des täglichen Bedarfes an Vitamin C. Der menschliche Organismus benötigt Vitamin C für eine ordnungsgemäße Absorption von Eisen. Daher sollten die Personen, die an einem Eisen-Defizit leiden, ausreichend rote Paprika konsumieren.

Vorteile von Capsaicin

Capsaicin ist in den weißen Membranen, im Inneren der Paprika, enthalten. Dieser Stoff ist in größerer Konzentration für den scharfen Geschmack der Chili und Peperoni verantwortlich. Capsaicin hat die Eigenschaften den Cholesterin-Spiegel und die Tri-Glyceride zu senken. Ferner kann Capsaicin eingesetzt werden, um Helicobacter-Infektionen zu bekämpfen und das Immunsystem zu stärken.

Entgiftung

Paprikas helfen dabei angegriffene Schleimhäute in der Nase und der Lunge zu beruhigen und von Schleim zu befreien. Zusätzlich wird durch den Verzehr die Entgiftung über den Schweiß gefördert.

Kalium

Die Paprika ist eine gute Quelle für Kalium. Dieses Mineral hilft dabei den Flüssigkeits- und Mineralstoff-Haushalt auszugleichen. Ferner ist Kalium essentiell für die ordnungsgemäße Funktion der Muskeln.

Haare

Gesundes, langes und dickes Haar möchte jeder gerne bis ins hohe Alter behalten. Jedoch führen ein ungesunder Lebensstil und ein Mangel an Nährstoffen in der Ernährung zu verschiedenen Haar-Problemen, wie zum Beispiel dünner werdendem Haar, Schuppen, Split sowie Haarausfall.

Es mag befremdlich klingen, aber mittels eines regelmäßigen Verzehrs von Paprika kann das Haarwachstum unterstützt werden. Die Inhaltsstoffe der Paprika bewirken, dass die Blut-Zirkulation in der Kopfhaut verbessert wird.

Silikon

Grüne Paprikas haben einen hohen Gehalt an Silikon, welches das Haarwachstum beziehungsweise das Wachstum der Nägel optimiert.

Haarwachstum

Indem die Paprika die Blut-Zirkulation nicht nur der Kopfhaut steigert, wirken andere natürliche Heilmittel besser. Paprika kann als natürliche Haarwuchs-Stimulanz angesehen werden, die sehr effizient in der Bekämpfung von Haarausfall ist. Die verbesserte Durchblutung der Kopfhaut gewährleistet die Versorgung der Haar-Follikel mit ausreichend Nährstoffen. Hierdurch können die Effekte der andro-genetischen Alopezie verringert werden.

Haar-Follikel

Der hohe Vitamin C – Gehalt in der Paprika sorgt dafür, dass Eisen besser aufgenommen werden kann. Der Vitamin C – Gehalt in der Paprika ist doppelt so hoch wie der einer Orange oder Zitrone. Eisen wird wiederum für den Transport von Sauerstoff zu den Haar-Follikeln benötigt.

Auf der anderen Seite ist Vitamin C eine Grundvoraussetzung zur Bildung von Kollagen. Das Kollagen wird für den Erhalt der Haar-Follikel benötigt. Das Kollagen ist ebenfalls Bestandteil aller Blutgefäße und der Haut.

Weiterer Nutzen für die Gesundheit

Es konnte in Studien gezeigt werden, dass Paprikas die Heilung von gastro-intestinalen Krankheiten, wie beispielsweise Magengeschwüren, Durchfall oder Verdauungsstörungen, effektiv unterstützt. Der regelmäßige Verzehr ist des Weiteren mit einer Reduzierung von Atemwegserkrankungen (Lungen-Emphysem, Asthma, generelle Infektionen der Lunge) verbunden.

Auch der Saft der Paprika hat großen gesundheitlichen Nutzen. Er schafft Abhilfe bei Hals-Schmerzen und Nasenbluten.

Ferner können durch den Verzehr durch Paprika die Alterungsprozesse verlangsamt beziehungsweise bestehende Alterszeichen reduziert werden. Der hohe Gehalt an Antioxidantien hilft dabei die Haut zu schützen.


Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 40 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 7 mg
Kalium 340 mg Kohlenhydrate 9 g
Eiweiß 2 g Vitamin C 242,5 mg

Bei einem Gewicht von hundert Gramm hat die Paprika nur zwanzig Kilokalorien. Somit kann die Paprika ohne Probleme während einer Diät gegessen werden. Auch als kleiner Snack für Zwischendurch ist sie geeignet, da hierdurch der Blutzucker-Spiegel nicht unnötig in die Höhe getrieben wird.

Der Kohlenhydrat-Anteil beläuft sich auf 4,64 Prozent, wobei circa die Hälfte als Fruchtzucker vorliegt. Insgesamt sind 1,7 Gramm Ballaststoffe enthalten. Der Fett- und der Protein-Anteil sind mit 0,17 und 0,86 Gramm äußerst gering.

Der Reifegrad der Paprika hat Auswirkungen auf den Gehalt an Vitalstoffen. Alle Paprikas sind eine gute Quelle für Vitamin A, C und K. Allerdings enthält die rote Paprika auch noch Carotinoide, wie zum Beispiel Lycopen und Beta-Cryptoxanthin.

Die Paprika beinhaltet durchschnittlich, bezogen auf hundert Gramm frischen Fruchtfleisches, folgende Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe:

– 18 mcg Vitamin A
– 208 mcg Beta-Carotin
– 341 mcg Lutein und Zeaxanthin
– 0,057 mg Thiamin
– 0,028 mg Riboflavin
– 0,48 Niacin
– 0,099 mg Pantothen-Säure
– 0,224 mg Vitamin B6
– 10 mcg Folsäure
– 80,4 mg Vitamin C
– 0,37 mg Vitamin E
– 7,4 mcg Vitamin K
– 10 mg Kalzium

Paprika sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Hundert Gramm des Fruchtfleisches enthalten:

– 10 mg Kalzium
– 0,34 mg Eisen
– 10 mg Magnesium
– 0,122 mg Mangan
– 20 mg Phosphor
– 175 mg Kalium
– 3 mg Natrium
– 0,13 mg Zink
– 2 mcg Fluorid


Unverträglichkeiten & Allergien

Menschen die an einer Fructose-Intoleranz leiden können Paprika meist gut vertragen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Paprika nur über einen geringen Fruchtzucker-Anteil verfügt.

Manche Menschen reagieren allergisch auf Paprikas. Hierbei produziert das Immunsystem des Körpers Immunglobulin E (lgE) und Histamin als Reaktion auf das Allergen. Die Symptome einer allergischen Reaktion sehen wie folgt aus:

– Laufende Nase
– Tränende Augen
Husten
– Geschwollene Zunge
Schwellungen im Mundraum oder des Rachens
– Durchfall
– Magenschmerzen
Verstopfung
Kopfschmerzen
– Hautrötungen/Juckreiz
– Anaphylaktischer Schock

Treten diese Symptome auf, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Es kann auch eine Lebensmittelunverträglichkeit gegenüber der Paprika bestehen. Dies liegt daran, dass dem menschlichen Organismus ein Enzym fehlt, den Stoff Capsaicin zu verarbeiten.

Einkaufs- & Küchentipps

Für Gärtner ist die Hauptsaison der Paprika im Sommer, doch in den Lebensmittel-Geschäften kann sie das ganze Jahr über gekauft werden.

Es sollten nur Paprikas gewählt werden, die fest und knackig beziehungsweise entsprechend ihrer Größe dem Gefühl nach ein angemessenes hohes Gewicht aufweisen. Des Weiteren sollte die äußere Haut frei von Beschädigungen sein und glänzen. Die Farbe der Paprika sollte strahlend. Paprikas mit weichen oder schrumpeligen Stellen sollten gemieden werden.

Da die Paprika in der Kultivierung anfällig sind für eine Vielzahl von Schädlingen und Krankheiten, werden die Pflanzen oftmals mit Pestiziden und Fungiziden besprüht. Es empfiehlt sich daher vornehmlich auf Produkte aus biologischem Anbau zurückzugreifen.

Da die Paprika eine empfindliche Frucht ist, die nach der Ernte nachreift, sollte sie nicht in der Nähe zu anderem Obst oder Gemüse gelagert werden. Eine Lagerung im Kühlschrank ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Die optimale Temperatur zur Aufbewahrung liegt zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius.

Die Paprika kann in vielfältiger Weise angerichtet und verzehrt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Paprika vor der Zubereitung ausreichend unter laufendem Wasser gewaschen wird.

Zubereitungstipps

Soll die Paprika in kleine Teile geschnitten werden, empfiehlt es sich die Paprika mit dem Stiel nach ober auf einer festen Unterlage zu positionieren. Nun wird das Fruchtfleisch drei bis vier mal in vertikaler Richtung durchschnitten, um gleichmäßig Große Stücke zu formen. Anschließend wird der Stiel mit den daran befindlichen Samen entfernt.
Danach werden die weißen innen liegenden Membranen beseitigt. Darauf hin können die Stücke zerkleinert werden.
Ist eine Zubereitung in der Form von gefüllten Paprikas oder Paprika-Ringen gewünscht, empfiehlt es sich am Kopf der Paprika einen runden Schnitt zu machen. Jetzt kann der Stamm mit den Samen herausgezogen werden. Nun werden die weißen Membranen vorsichtig entfernt und der Hohlraum mit Wasser ausgewaschen, um vermeidlich übrig gebliebene Samen zu beseitigen. Ausgehend von der Öffnung werden die Ringe geschnitten.

Häufige Fragen und Antworten

Hat die Farbe der Paprika Einfluss auf den Geschmack?
– Ja, die Farbe der Paprika hat Einfluss auf den Geschmack. Die rote Paprika ist die süßeste und saftigste.

Können Paprika im Kühlschrank gelagert werden?
– Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen, da die Paprika Kälte empfindlich ist und somit schneller verdirbt.

Unser Fazit

Die Paprika kann in vielen Farben und Formen gekauft werden und eignet sich hervorragend als Grundlage für Gerichte oder um diese zu verfeinern. Des Weiteren bietet die Paprika einen umfassenden Nutzen für die Gesundheit. Dieser reicht von der Vorbeugung gegen Krebs bis zur Bekämpfung von Haarausfall.

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