Vanadium

Was ist Vanadium? Wozu braucht der Körper Vanadium?

Vanadium in Apfel

Vanadium ist in seiner ursprünglichen Form ein sehr weiches Übergangmetall und zählt zu den anorganischen Spurenelementen.

Die chemische Abkürzung für Vanadium ist V. Man findet es überwiegend im Erdboden.
Sogar unsere Erdkruste kann einen ordentlichen Anteil Vanadium vorweisen.

Pflanzen an Land und unter Wasser, wie zum Beispiel Algen, nehmen Vanadium auf und geben über die Nahrungskette an unseren Organismus weiter. Entweder indem wir Obst und Gemüse oder Fisch und Fleisch essen.

Ob Vanadium ein essentielles, also für uns Menschen lebensnotwendiges Spurenelement ist, konnte bis jetzt noch nicht eindeutig durch Studien geklärt werden.

Man weiß, dass wir circa 100 Mikrogramm davon in unserem Körper haben, und zwar überwiegend in der Lunge, Leber, den Knochen, der Niere und der Milz.

Was man auch weiß ist, das Vanadium an verschiedenen Prozessen in unserem Körper beteiligt ist. So zum Beispiel an der Mineralisierung unserer Knochen und Zähne, sowie am Fett- und Zuckerstoffwechsel.

Bei Tierversuchen konnte man eine dem Insulin ähnliche Wirkung durch Vanadium feststellen, was bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels eine entscheidende Rolle spielt. Bei Menschen wurde dies noch nicht abschließend bestätigt.

Da man sich in der Wissenschaft über die wirkliche Notwendigkeit von Vanadium noch nicht im Klaren ist, gibt es keine eindeutigen Empfehlungen zum Tagesbedarf.

Schätzungen zufolge liegt sie bei 15 – 30 Mikrogramm. Ungefähr diese Menge nimmt man bei einer ausgewogenen Ernährung auch täglich zu sich.

Allerdings hat man herausfinden können, dass unser Körper aus dieser aufgenommenen Menge nur circa 5 – 20 % resorbieren und verwerten kann. Sollte Vanadium sich daher als essentielles Spurenelement erweisen, müsste man die aufgenommene Menge entsprechend erhöhen.

Funktion, Bedeutung, Wirkung & Aufgaben

Wie bereits erwähnt konnte man zwar feststellen, dass Vanadium an verschiedenen Prozessen in unserem Körper beteiligt ist, doch wie essentiell die einzelnen Auswirkungen sind, wurde noch nicht abschließend geklärt.

Bei Fett- und Zuckerstoffwechselprozessen konnte eine Beteiligung von Vanadium nachgewiesen werden.
Auch bei der Regulierung und Senkung des Blutzuckerspiegels nimmt man einen günstigen Einfluss von Vanadium an. Dieser wurde aber noch nicht bestätigt.

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften & optimale Werte (Vorbeugung gegen Mangel)

Vanadium finden wir in Pflanzen und Tieren.

Unsere Hauptlieferanten für Vanadium sind:

Da man sich in der Wissenschaft noch nicht einig darüber ist, wie lebensnotwendig Vanadium ist, gibt es aktuelle nur geschätzte Empfehlungen. Diese liegen bei 10 -30 Mikrogramm pro Tag.

Man kommt auf diese Tagesmenge, wenn man zum Beispiel folgende Lebensmittel zu sich nimmt:

Natürlich gilt diese Menge für die einzelnen Lebensmittel, und nicht für alle zusammen.

Mangelerscheinungen, Krankheiten & Störungen

Mangelerscheinungen durch fehlendes Vanadium konnte man bisher nur bei Tieren, aber nicht bei Menschen feststellen.

Bei Tieren kam es zu einem reduzierten Wachstum, verringerter Milchproduktion, zu Störungen der Schilddrüsenfunktion und zu Störungen des Fettstoffwechsels.

Bei uns Menschen wurden bislang nur Reaktionen auf eine Überdosierung festgestellt.

Hierbei kann es beispielsweise zu Magenkrämpfen, Übelkeit und Kopfschmerzen führen.

Jedoch ist eine Überdosierung rein durch unsere Nahrungsaufnahme nahezu ausgeschlossen.

Vielmehr tauchen diese Symptome bei einer zu hohen Dosierung Vanadiumhaltiger Ergänzungspräparate oder durch berufsbedingtes Arbeiten in der Stahlindustrie auf. Dort wird Vanadium häufig verwendet und kann über die Atemwege in unseren Stoffwechselkreislauf gelangen.

Sollten Sie Vanadium über Ergänzungspräparate einnehmen, klären Sie die Dosierung daher bitte im Vorfeld, am Besten durch einen Arzt, ab.

Wer braucht wie viel pro Tag?

Da man sich über die essentielle Notwendigkeit von Vanadium für den menschlichen Organismus noch nicht ganz einig ist, gibt es keine verbindlichen Empfehlungen und Richtwerte.

Was man weiß, ist, dass wir täglich über die Nahrungsaufnahme circa 10 bis 30 Mikrogramm zu uns nehmen. Darauf stützen sich die unverbindlich ausgesprochenen Richtwerte.

Nebenwirkungen bei Überdosierung

Wie bereits erwähnt, ist eine Überdosierung über die natürliche Nahrungsaufnahme unbekannt.
Sollten Sie in der Stahlindustrie arbeiten und in direktem Kontakt mit Vanadium stehen, kann es hingegen über die Atemwege zu einer Überdosierung kommen. Genauso auch bei einer Überdosierung eines Nahrungsergänzungspräparates.

Dabei kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Reizungen der Atemwege
  • Magen
  • und Darmbeschwerden
  • depressive Verstimmungen
  • Übelkeit und Kopfschmerzen
  • allgemeines Schwächegefühl
  • Nervenbeschwerden

Sollten Sie einen begründeten Verdacht für eine Überdosierung haben und ein oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich feststellen, empfehlen wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen.

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