Erste Hilfe bei Herzinfarkt

Mann mit Herzinfarkt

Öfter als man denkt, befinden sich Menschen im öffentlichen Raum in Gefahr und brauchen dann dringend Hilfe.

Es kann überall passieren: im Kino, im Supermarkt und mitten auf der Straße. Wenn Menschen in Not geraten, muss schnell gehandelt werden, denn bis der Rettungswagen eintrifft, zählt jede Sekunde. Eine der meist verbreiteten Ursachen für den Herzinfarkt ist die Koronare Herzkrankheit.

Andere Ursachen sind Embolien, also angeschwemmte Blutgerinnsel die zu Verstopfungen führen. Genauso können sich die Koronararterien entzünden. Was in einer solchen Notsituation zu tun ist, erfahren Sie hier.

 

Woran erkennt man einen Herzinfarkt?

 

Der erste Schmerz der bei Herzinfarkt-Patienten auftritt, ist ein sehr heftiger Schmerz der sich im Brustbereich befindet. Er kann in die Schulter, den Hals, den Unterkiefer, den Oberbauch, den Rücken oder den Arm ausstrahlen. Der Blutdruck ist sehr niedrig und neben der Todesangst können Betroffene auch an starker Übelkeit leiden. Dieser Schmerz hat seinen Ursprung im plötzlichen Verschluss einer der Herzkranzarterien.

Ein solches Phänomen entsteht durch Blutgerinnsel oder Arteriosklerose, welche Ablagerungen im Gefäß bilden und so die Blutversorgung stoppen können. Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Infarkte verlaufen stumm, das heißt ohne jegliche Symptome.

Dies ist besonders bei Diabetikern der Fall. Frauen empfinden oft nur Übelkeit und ein Druckgefühl im Brustkorb. Daraus kann ein Herz-Kreislauf-Stillstand resultieren. Der Herzmuskel wird mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen unterversorgt. So stirbt das Gewebe ab und es kann im äußersten Fall zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.

 

Erste Hilfe bei Herzinfarkt

 

Der Notarzt 112 muss sofort benachrichtigt werden. Versichern Sie sich ob der Betroffene bei Bewusstsein ist, Sprechen Sie mit ihm und rütteln Sie notfalls an seinen Schultern.

Kommt der Betroffene auch dann nicht wieder zu sich, müssen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Beide Hände werden hierfür übereinander auf den Brustkorb gelegt. Die Arme sind durchgestreckt während die Herzmassage durchgeführt wird. Diese muss in einer Frequenz von 100 bis 120 Druckstößen pro Minte durchgeführt werden. Nach jedem 30sten Druckstoß wird der Betroffene 2 mal von Mund zu Mund beatmet.

Wenn der Betroffene noch bei Bewusstsein ist, muss er sitzend oder mit erhöhtem Oberkörper positioniert werden, um das Herz so viel wie möglich zu entlasten.

Enge Kleidung wird gelöst, um die Atmung zu erleichtern, und es wird versucht ein ruhiges Umfeld zu schaffen, um unnötige zusätzliche Aufregung zu vermeiden.

Reden Sie mit dem Betroffenen und versichern Sie ihm, dass der Rettungswagen auf dem Weg ist.

 

Risikofaktoren

 

Zu den Risikofaktoren beim Herzinfarkt zählen Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht und übermäßiger Stress. Nicht beeinflussbare Faktoren sind genetische Veranlagungen sowie Herzkrankheiten, Geschlecht und auch Alter. Vorbeugen lässt sich ein Herzinfarkt durch einen gesunden Lebensstil und das Behandeln anderer vorhandener Krankheiten.

 

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

 

Übernehmen Sie nicht die volle Verantwortung für das Wohlergehen des Patienten, sondern holen Sie sich so schnell wie möglich professionlle Hilfe.

Herzinfarkte sind lebensbedrohlich und sollten auch dementsprechend von Fachpersonal behandelt werden.

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