Koronare Herzkrankheit

Steckbrief: Koronare Herzkrankheit

  • Name(n): Koronare Herzkrankheit; ischämische Herzerkrankung
  • Art der Krankheit: Erkrankung der Koronararterien
  • Verbreitung: Weltweit (vorwiegend in Industrienationen)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Ateriosklerose
  • Wieviele Erkrankte: Circa 0.5 % der Bevölkerung jährlich
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Kardiologe; Angiologe
  • ICD-10 Code(s): I20 bis I25

Koronare Herzkrankheit – Wenn das Herz zu eng wird
Koronare Herzkrankheit
Unter einer koronare Herzkrankheit ist das Vorhandensein verschiedener miteinander verknüpfter Herzkrankheiten zu verstehen. Ursache hierfür sind häufig ungesunde Lebensweisen und eine schlechte Ernährung. Dies kann eine sogenannte Arteriosklerose der Herzkranzgefäße zur Folge haben. Das bedeutet, dass sich Fett und Kalk im Inneren der Arterie anlagern und dadurch den Blutfluss hemmen. Zum einen sorgt die Verkalkung für eine fehlende Pumpbewegung der Blutgefäße, zum anderen verhindern Ablagerungen einen ausreichenden Blutfluss. Dadurch ist die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen nicht mehr ausreichend gesichert. Betrifft dies die Herzkranzgefäße (Koronararterien), wird sogar das Herz bei seiner lebenswichtigen Arbeit gestört. Das erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt erheblich. Aber auch Blutgerinnsel und Schlaganfälle sind möglich. Die koronare Herzkrankheit ist dahingehend mit verschiedenen anderen Erkrankungen verknüpft. Durchblutungsstörungen, Angina pectoris, Herzmuskelschwäche, Thrombose und Nierenversagen gehören neben dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall dazu.

Die koronare Herzkrankheit nimmt ihren Ursprung nicht selten in diversen Risikofaktoren, wie sie vorwiegend in den Industrieländern auftreten. Eine fettreiche Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum, Stress, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus oder Übergewicht tragen zu ihrer Entstehung entscheidend bei. Eine Vermeidung dieser Faktoren gilt als wichtigste Präventionsmaßnahme. Darüber hinaus lässt sich eine koronare Herzkrankheit auch mit der Reduktion von Risikofaktoren behandeln. Nur in wenigen Fällen ist darüber hinaus eine medikamentöse Therapie oder sogar ein chirurgischer Eingriff notwendig. So leicht die Therapie auch zu sein scheint, die Folgen einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems sind dennoch nicht zu unterschätzen. Die koronare Herzkrankheit gehört mit bis zu 7 Millionen Todesfällen jährlich zu den aktuell häufigsten Todesursachen weltweit.

Definition koronare Herzerkrankung?

Zunächst einmal muss klargestellt sein, dass es sich bei der koronaren Herzkrankheit prinzipiell nicht um eine Einzelerkrankung handelt. Vielmehr führt dieser Begriff verschiedene aufeinander aufbauende und miteinander verknüpfte Krankheiten zusammen, die insgesamt auf eine Schädigung des Herzens und eine Störung des Herz-Kreislauf-Systems hinauslaufen. Ausgangspunkt der sogenannten KHK (kurz für koronare Herzkrankheit) ist eine Unterversorgung der Herzkranzgefäße mit Blut, die sich in den meisten Fällen auf eine Arteriosklerose zurückführen lässt. Die Begrenzung des Blutflusses zum Herzen verursacht eine Ischämie der Herzmuskelzellen, also eine Zellenverknappung aufgrund von Sauerstoffmangel. Die Herzmuskelzellen können an Sauerstoffmangel sterben und dies wird als Myokardinfarkt oder allgemein als Herzinfarkt bezeichnet. Es führt zu Schäden und schließlich zur Narbenbildung des Herzmuskels, die ein Nachwachsen der Herzmuskelzellen verhindert. Abhängig vom Ausmaß der Schädigung kann sogar der Tod eintreten, da das Herz nicht mehr arbeiten kann. Eine chronische hochgradige Verengung der Koronararterien kann eine transitorische Ischämie auslösen, die zur Induktion einer ventrikulären Arrhythmie führt, welche wiederum nicht selten einen gefährlichen Herzrhythmus zur Folge hat, der als Kammerflimmern bezeichnet wird und häufig zum Tod führt.

Typischerweise tritt eine Koronararterienerkrankung auf, wenn ein Teil der glatten, elastischen Auskleidung innerhalb einer Koronararterie eine Atheriosklerose (Arterienverkalkung) entwickelt. Durch Atheriosklerose wird die Arterienauskleidung verhärtet, versteift und es entstehen Ablagerungen von Kalzium, Fettlipiden und abnormalen Entzündungszellen. Mediziner sprechen hier von einer Anhäufung von Plaque an den Innenwänden der Arterien. Plaques können als große Pickel angesehen werden, die in den Kanal einer Arterie hineinragen und eine teilweise Behinderung des Blutflusses verursachen. Menschen mit koronarer Herzkrankheit haben möglicherweise nur ein oder zwei Plaques. Es können aber auch Dutzende in ihren Koronararterien verteilt sein. Eine besonders schwere Form ist die chronische Totalokklusion. Sie tritt ein, wenn eine Koronararterie länger als drei Monate vollständig blockiert ist.

Da die Krankheiten, die zu einer koronaren Herzkrankheit führen eng miteinander verbunden sind, ist eine Diagnose dieser Krankheit oftmals schwierig und kann lediglich über das Ausschlussverfahren ermittelt werden. Deutlich leichter gestaltet sich eine Behandlung. Hierfür reicht es in der Regel aus, die Lebensgewohnheiten sowie die Ernährung umzustellen. Diese Faktoren zählen auch als wesentliche Präventionsmaßnahme und sollten auch von Personen berücksichtigt werden, die keine Anzeichen für Herz-Kreislauf-Beschwerden haben.


Was ist eine koronare Herzerkrankung?

Die koronare Herzerkrankung (kurz KHK), auch bekannt als ischämische Herzkrankheit, bezieht sich auf eine Gruppe von Erkrankungen, zu der stabile Angina pectoris, instabile Angina pectoris, der Myokardinfarkt sowie der plötzliche Herztod gehören. Die koronare Herzkrankheit zählt folglich zu den kardiovaskulären Erkrankungen, von denen sie sogar am häufigsten ist. Da unter dem Begriff KHK eine Reihe von Krankheiten zusammengefasst werden, können die Ursachen und Symptome durchaus voneinander abweichen. Ein häufiges Symptom sind allerdings Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit oder Beschwerden, die in die Schulter, den Arm, den Rücken, den Nacken oder den Kiefer wandern können. Gelegentlich können sich Herzprobleme auch wie Sodbrennen anfühlen. Normalerweise treten Symptome bei körperlicher Anstrengung oder emotionalem Stress auf, dauern weniger als ein paar Minuten und verbessern sich, wenn der Patient sich entspannt und Ruhe sucht. Mitunter sind jedoch gar keine Einschränkungen oder Symptome wahrzunehmen. Dann ist das erste Zeichen für eine KHK mitunter sogar ein Herzinfarkt. Aber auch ein ungewöhnlicher Herzrhythmus sowie ein komplettes Herzversagen sind möglich.

Die koronare Herzkrankheit findet sich vor allen Dingen in den Industrienationen. Immerhin finden sich Menschen hier den meisten Risikofaktoren ausgesetzt. Zu diesen gehören Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit, ein hoher Cholesterinspiegel im Blut, schlechte Ernährung, Depressionen und übermäßiger Alkoholkonsum. Hierdurch kommt es in vielen Fällen zu einer Arteriosklerose der Herzarterien. Das bedeutet, dass der Blutfluss zum Herzen stetig reduziert wird, wodurch letztlich eine Unterversorgung des Herzgewebes mit Sauerstoff eintritt. Dank moderner Tests, beispielsweise Elektrokardiogramm, Herzstresstest, Koronar-ComputertomographieAngiographie und Koronarangiogramm, können Veränderungen der Herzarterien sowie des Herzens selber frühzeitig erkannt und hernach entsprechend behandelt werden.

Möglichkeiten, das Risiko für eine koronare Herzkrankheit zu reduzieren sind vielfältig. Die Maßnahmen umfassen unter anderem eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Gewicht und der Verzicht auf Rauchen sowie Alkohol. Manchmal werden zu Präventionszwecken aber auch Medikamente gegen Diabetes, hohen Cholesterinspiegel oder hohen Blutdruck eingesetzt. Die Behandlung von koronare Herzkrankheiten beinhaltet die gleichen Maßnahmen wie die Prävention. Zusätzliche Medikamente wie Antithrombozyten, Betablocker oder Nitroglycerin können die Therapie zusätzlich unterstützen. Verfahren wie die perkutane koronare Intervention oder die Koronararterien-Bypass-Operation können zudem bei schweren Erkrankungen eingesetzt werden.

In der Vergangenheit betraf die koronare Herzkrankheit etwa 100 Millionen Menschen jährlich und führte zu mehr als neun Millionen Todesfällen. Sie macht daher ungefähr 16 % aller Todesfälle aus und ist damit weltweit die häufigste Todesursache. Das Risiko an einer koronaren Herzerkrankung zu sterben, ist in den vergangenen Jahren, vor allem durch Fortschritte in der Medizin, deutlich zurückgegangen. Dennoch gehört diese Erkrankung nach wie vor zu den häufigsten Herzproblemen der modernen Zeit.

Fazit
Das Herz ist der Motor im Körper eines Menschen. Dementsprechend schwer sind die Folgen, wenn Störungen und Erkrankungen des Herzens auftreten. Bei einer koronaren Herzkrankheit kommt es zu Verengungen und Verschlüssen der Herzkranzgefäße. Diese Gefäße sind sozusagen die Lieferanten des Herzens, denn sie versorgen das Herz mit Blut und Nährstoffen, die es unbedingt braucht, um einwandfrei zu arbeiten.

Kommt es zu Engpässen und Verstopfungen der Herzkranzgefäße, auch Koronararterien genannt, wird das Herz nicht mehr richtig versorgt. Vor allem bei körperlichen Anstrengungen kommt es zu Schmerzen und einem Gefühl der Enge in der Brust, da zusätzlich Sauerstoff ins Herz gepumpt werden muss, was aber durch die verengten Arterien nicht möglich ist. Treten diese Beschwerden nur kurz auf, sind sie meist Anzeichen für eine Angina Pectoris. Dauern sie länger an, könnte es sich um einen Herzinfarkt handeln.

Eine koronare Herzkrankheit, kurz KHK, zieht oft Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Herzschwäche, Störungen des Herzrhythmus und sogar den plötzlichen Herztod nach sich. Nach wie vor gehören Herz-Kreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Bei Beschwerden und Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit sollte man deshalb immer einen Arzt aufsuchen, um Folgeerkrankungen und schwerere Schädigungen des Herzens erkennen und entsprechend behandeln zu können.

Welche Ursachen gibt es?

Im Grunde genommen werden die meisten Fälle von KHK durch eine Arteriosklerose hervorgerufen. Aus welchem Grund diese entsteht, konnte von der Medizin bislang nicht einwandfrei ermittelt werden. Es ist allerdings klar, dass eine Reihe von Risikofaktoren die Entstehung von Arteriosklerose, und hernach auch für eine koronare Herzkrankheit, begünstigen. Zu diesen Risikofaktoren gehören in erster Linie Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit, ein hoher Cholesterinspiegel, eine ungesunde Ernährung, andauernde Depressionen, eine entsprechende Familiengeschichte sowie ein übermäßiger Alkoholkonsum.

Mediziner nehmen an, dass etwa die Hälfte der Fälle mit der Genetik verbunden sind. So sollen sich bis zu 60 % der koronaren Herzkrankheiten familiär gehäuft entwickeln. Hierbei ist jedoch noch nicht klar, ob das Risiko für eine KHK vererbt wird oder Anlagen für Bluthochdruck, Fettleibigkeit und weitere Risikofaktoren, die hernach eine koronare Herzkrankheit auslösen können. Rauchen ist dabei mit etwa 20 bis 40 % der Fälle assoziiert. Dabei spielt die Menge des konsumierten Tabaks eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Ärzte verweisen immer wieder darauf, dass selbst das Rauchen von nur einer Zigarette pro Tag das Risiko von koronaren Herzkrankheiten mehr als verdoppelt. Hingegen werden Bewegungsmangel und Fettleibigkeit nur mit circa 10 % der Fälle in Verbindung gebracht.

Das betrifft in gleichem Maße einen hohen Cholesterinspiegel sowie Diabetes. Auch Stress, beispielsweise während der Arbeit, scheint eine eher untergeordnete Rolle zu spielen und macht circa 5 % der Fälle aus. Lediglich Menschen, die dauerhaft unter enormen Druck stehen, hinsichtlich des Charakters eher aggressiv und aufbrausen sind und kaum Zeit für Entspannung finden, müssen eine koronare Herzkrankheit fürchten. Es konnte jedoch in einer Studie belegt werden, dass die Reduktion von Stress sich positiv auf die Herzgesundheit aller Menschen auswirkt und sogar zu einer verminderten Progression der Atherosklerose führt. Hingegen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, wenn eine Person unter langanhaltenden Depressionen leidet. Der Grund für eine Zunahme des Risikos liegt vermutlich darin, dass depressive Menschen ein vergleichsweise ungesundes Leben führen und zudem der Stresspegel bei ihnen permanent deutlich über dem Durchschnitt liegt. Aus diesem Grund sind gehäuft Drogenabhängige, psychisch Kranke, Suizidgefährdete, Inhaftierte sowie Menschen, die physisch oder psychisch missbraucht wurden, von koronarer Herzkrankheit betroffen.

Inwieweit die genannten Risikofaktoren tatsächlich zu einer koronaren Herzerkrankung führen, lässt sich nur wage statistisch erfassen. Klar ist jedoch, dass nicht jeder Mensch, der den Risikofaktoren ausgesetzt ist, hernach auch wirklich eine KHK entwickeln wird. Möglicherweise resultiert die Erkrankung auch aus einer Kombination verschiedener Risikofaktoren sowie einer entsprechenden Veranlagung. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Faktoren, die hierbei unterstützend wirken können. Neben Krankheiten wie Endometriose, systemischen Lupus oder Arthritis sind das beispielsweise ein niedriger Hämoglobinwert oder eine erhöhte Konzentration bestimmter Gerinnungsfaktoren im Blut.

Insgesamt gesehen, lassen sich die Ursachen für eine koronare Herzkrankheit also nicht klar umreißen. Wer zur Risikogruppe für diese Krankheit gehört, sollte sich folglich regelmäßig einer eingehenden Untersuchung des Herzens sowie der koronaren Arterien unterziehen.

Vor allem Menschen, die bereits unter bestimmten Erkrankungen leiden, erkranken an koronaren Herzkrankheiten. Bei den meisten Patienten liegt eine Arteriosklerose vor, Arterienverkalkung. Diese führt zu Ablagerungen in den Gefäßen, wodurch auch die Herzkranzgefäße verengt werden können. Das wiederum kann zu einer koronaren Herzkrankheit führen. Auch Zuckerkranke und Menschen mit Bluthochdruck sind einem höheren Risiko einer KHK ausgesetzt. Die Blutfettwerte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Einschätzung des Risikos einer koronaren Herzerkrankung. Erhöhte Blutfettwerte und ein hoher Wert des ldl-Cholesterins erhöhen die Risiken ebenso wie ein niedriger hdl-Cholesterinwert und erhöhte Triglyzeride sowie ein zu hoher Wert von Lipoprotein (a). Es ist also sinnvoll, seine Blutfettwerte beim Arzt überprüfen zu lassen. Auch Patienten, in deren Familien Verwandte ersten Grades, also Eltern oder Geschwister, unter Herzkrankheiten wie beispielsweise einer koronaren Herzerkrankung oder einem Herzinfarkt leiden und oder wo bei Angehörigen eine Bypass-Operation durchgeführt wurde, haben ein erhöhtes Risiko einer KHK. Hier spielt auch das Alter der Betroffenen eine Rolle: Wenn männliche Angehörige vor dem 55. Lebensjahr bzw. weibliche Angehörige vor dem 65. Lebensjahr erkrankt sind, erhöht das das Risiko ebenfalls.

Neben diesen Vorerkrankungen spielen weitere Faktoren eine Rolle. Das Rauchen wirkt sich auch bei KHK negativ aus und sollte bei Verdacht auf diese Erkrankung umgehend eingestellt werden. Übergewicht, vor allem Bauchfett und mangelnde Bewegung sind ebenfalls ungünstige Faktoren. Übergewicht und schlechte Ernährung Gehen normalerweise Hand in Hand. Eine Ernährung mit viel Fett, viel Fleisch, vor allem rotem Fleisch wie Rind- und Schweinefleisch, regelmäßiger Alkoholkonsum und wenig Obst, Gemüse und Ballaststoffe fördern Übergewicht und KHK. Männer mit diesen schlechten Voraussetzungen ab einem Alter von 45+ und Frauen ab 55+ sind ebenfalls gefährdet, eine koronare Herzerkrankung zu bekommen. Stress, sowohl psychisch als auch durch Dauerbelastung im Job oder im Alltag, trägt ebenfalls zu einer KHK bei.


Symptome & Anzeichen

Die koronare Herzkrankheit entsteht in der Regel infolge einer Arteriosklerose. Die Krankheit kann dabei schon bestehen, bevor Betroffene Symptome wahrnehmen. So hat sich gezeigt, dass Ablagerungen, die die Arterien um etwa die Hälfte einengen, die Sauerstoffzufuhr erheblich beeinflussen, aber noch keine Symptome hervorrufen. Erst bei großflächigeren Schäden und stärkerer Verminderung der Blutzufuhr treten Beschwerden auf. Zu diesen gehören Erschöpfung sowie Schmerzen im Brustbereich. Zu Beginn sind diese Symptome lediglich wahrnehmbar, wenn anstrengende Tätigkeiten ausgeübt werden. Später zeigen sie sich jedoch auch im Ruhezustand. Unter Umständen kommt es sogar zu einem leichten Herzanfall. Betroffene klagen dann über einen Schmerz, der stichartig in der Brust auftritt und auf den Rücken, die Arme und das umliegende Gewebe ausstrahlt. Atemnot und Beklemmung treten ebenfalls auf. Darüber hinaus kann es zu extremer Kälteempfindung kommen. Löst sich der Schmerz, verschwinden schließlich auch die anderen Symptome.

Neben plötzlichen Herzepisoden zeigen Patienten generelle Anzeichen einer Sauerstoffunterversorgung. Die Haare und Fingernägel sind hernach brüchig, stumpf und ohne Glanz. Die Haut wirkt blass und zum Teil sogar gräulich. Generell zeigt sich eine erhöhte Erschöpfung, die selbst nach einfachen Tätigkeiten zutage tritt. Patienten neigen darüber hinaus zu einem verstärkten Schwitzen und reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen, da der Kreislauf instabil ist. Darüber hinaus führt Anstrengung zu Atemnot oder keuchendem Atem. Sogar Haltungsschäden sind möglich, da der Rücken übermäßig gestreckt wird, um die Atmung zu erleichtern.

Typisch für eine koronare Herzerkrankung ist ein Engegefühl in der Brust. Schmerzen hinter dem Brustbein und das Gefühl, ein starker Druck laste auf der Brust, kommen ebenfalls häufig vor. In manchen Fällen, vor allem bei einer leichten KHK, treten keine Beschwerden auf. Man spricht dann von einer asymptotischen KHK. Hier leiden Betroffene unter den gleichen Symptomen, die aber in einer anderen Form auftreten. Bei einer asymptotischen KHK sind die Schmerzen zunächst nur leicht, steigern sich dann und sind nach ca. 10 bis 15 Minuten auf dem Höhepunkt, bevor sie wieder nachlassen.  Eine andere Form ist die sogenannte stabile KHK. In diesem Fall treten die typischen Angina Pectoris-Symptome Enge und Schmerzen in der Brust immer dann auf, wenn man sich anstrengt und das Herz mehr leisten muss als im Ruhezustand.

Der Schmerz wird oft als brennend bezeichnet. Oft strahlen die Schmerzen aus und treten auch im Nacken, Unterkiefer und im linken Arm oder im Oberbauch auf. Weitere Anzeichen sind Schweißausbrüche, ein plötzliches Angstgefühl und Atemnot. Verschwinden die Schmerzen und Symptome, sobald die Beanspruchung des Körpers nachlässt und man sich ausruht, nach wenigen Minuten, handelt es sich um einen Anfall von Angina Pectoris. Bei einem Herzinfarkt treten die Symptome plötzlich und ohne vorherige Anstrengung auf und halten länger an.

Man unterscheidet vier Schweregrade bei einer Angina Pectoris. Klasse I bedeutet, die Symptome treten im Alltag nicht auf, sondern nur bei länger anhaltender und schwererer Belastung und Anstrengung. Klasse II Patienten bekommen die Symptome bei Anstrengungen wie schnellerem, längeren Laufen oder längerem Treppensteigen u.a. Belastungen. Klasse III umfasst Patienten, die schon bei leichten Anstrengungen wie einem kurzen Spaziergang in mäßigem Tempo, beim Bücken oder beim Anziehen Symptome merken, und Angina Pectoris Klasse IV Patienten haben die Symptome auch im Ruhezustand oder bei geringsten Anstrengungen.

Eine koronare Herzerkrankung zeichnet sich also durch die drei Hauptsymptome Enge und Druckgefühl in der Brust, stechende Schmerzen am und hinter dem Brustbein und Schmerzen durch Belastungen, oft auch durch seelische und emotionale Probleme, aus.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose einer koronaren Herzerkrankung wird, insofern kein akuter Notfall vorliegt, vom Hausarzt vorgenommen. Dieser sollte hierfür bestens mit den Lebensumständen und der Familiengeschichte des Patienten vertraut sein. Ist dies nicht der Fall, beginnt die Diagnose in der Regel mit der Anamnese. Hierfür fragt der Arzt zum einen frühere Erkrankungen ab. Selbst Kinderkrankheiten wie Scharlach oder Mandelentzündung können hierbei von Bedeutung sein, da sie den Herzmuskel schädigen und selbst im Alter noch problematisch sein können. Selbstverständlich spielen auch die aktuellen Probleme und Symptome eine Rolle. Der Patient sollte hierfür eine möglichst detailgenaue Übersicht über seine Leiden geben. Treten beispielsweise Schmerzen auf, ist es von entscheidender Bedeutung, zu welcher Tageszeit und bei welchen Aktivitäten sie entstehen und um welche Art Schmerze es sich handelt. Relevant sind bei der Anamnese aber auch Angaben zu Erkrankungen innerhalb der engeren Verwandtschaft. Litten beispielsweise Angehörige an Herzkrankheiten, liegt in der Familie Diabetes, Übergewicht oder eine Stoffwechselstörung vor? Wann und unter welchen Umständen sind Verwandte gestorben? Jeder Hinweis auf eine eventuelle genetische Vorbelastung kann entscheidend sein. Letztlich spielen auch die persönlichen Umstände sowie Lebensgewohnheiten eine Rolle. Ob der Beruf besonders stressig ist, die Partnerschaft unglücklich verläuft, nie Sport getrieben, ungesund gegessen und Drogen konsumiert werden, ist durchaus von Interesse für den behandelnden Arzt. Hier sollte ehrlich geantwortet werden. Jede Fehlinformation lenkt den Arzt möglicherweise hinsichtlich der Diagnose in eine falsche Richtung. Es sollte nicht vergessen werden, dass ein Arzt absolute Schweigepflicht hat. Persönliche Informationen werden also nicht an Dritte weitergegeben und es besteht keine Notwendigkeit zu kleinen Lügen oder Geheimnissen.

Im Anschluss an eine Anamnese beginnt schließlich die körperliche Untersuchung. Diese setz sich aus der Inspektion, der Palpation, der Perkussion und der Auskulation zusammen. Unter Inspektion versteht man die allgemeine Betrachtung des Patienten. Hierbei untersucht der Arzt, wie die Haut durchblutet ist, ob Haare und Fingernägel stumpf wirken und ob eine Kurzatmigkeit oder offensichtliche Erschöpfung vorliegt. Bei der Palpation werden wichtige Parameter des Körpers abgetastet. Der Arzt fühlt den Puls, ertastet die Herzspitze unterhalb der linken Brustwarze, um herauszufinden, ob eine Verengung oder eine Erhöhung des Blutdrucks diese verschoben haben. Die Perkussion, auch Abklopfen genannt, gibt dem Arzt Auskunft über die Gewebebeschaffenheit. Hierfür reichen leichte Schläge mit den Fingern auf den Brustkorb. Ein dumpfer Hall legt hernach den Verdacht auf Flüssigkeitsansammlungen nahe. Ein heller Klang ist hingegen normal. Die feinen Unterschiede, die hier ausschlaggebend sind, hört in der Regel ein Laie nicht. Im letzten Schritt, der Auskulation, hört der Arzt mit einem Stethoskop den Brustraum ab und kann eventuelle Rhythmusstörungen oder veränderte Herztöne herausstellen.

Abhängig davon, was die Erstuntersuchung des behandelnden Arztes ergeben hat, sind Zusatzuntersuchungen nötig. Nicht selten diesen diese dazu, andere Herzkrankheiten auszuschließen. Selbstverständlich muss nicht bei jedem Patienten in vollen Umfang jeder Test angewendet werden. Nicht selten richtet sich eine Methode nach den spezifischen Symptomen. In aller Regel wird jedoch der Blutdruck ermittelt. Auch ein Belastungs-EKG ist üblich. Darüber hinaus sind folgende Tests üblich:

In manchen Fällen ist eine Diagnose infolge eines akuten Notfalls notwendig. Dann wird die Diagnose selbstverständlich in der Notaufnahme durchgeführt und auf wesentliche Mittel reduziert, um eine schnelle Behandlung zu gewährleisten. Neben einer kurzen Befragung und der körperlichen Untersuchung kommt hier oftmals lediglich das EKG zum Einsatz. Dabei werden die Gründe für das unter Umständen lebensbedrohliche Symptom ermittelt, welches hernach behandelt wird. Eine umfangreiche Untersuchung erfolgt dann im Anschluss an die Behandlung.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Seit etwa 2010 ist das koronare Herzsyndrom weltweit die häufigste Todesursache. Mehr als sieben Millionen Todesfällen sind auf diese Krankheit zurückzuführen. Ärzte heben dabei immer wieder hervor, dass die Zahlen deutlich ansteigen, obgleich Risikofaktoren bekannt und Präventionsmaßnahme häufig beworben sind. Theoretisch kann eine koronare Herzkrankheit bei Menschen jedes Alters auftreten. Es hat sich sogar gezeigt, dass bereits Kinder unter den ersten Erscheinungen der KHK leiden. Nicht immer geht eine schleichende Verkalkung der Arterien dabei auf einen ungesunden Lebensstil zurück. Auch genetische Anlagen spielen eine enorme Rolle. Spätere ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel beschleunigen den Prozess der Schädigung jedoch. Aus diesem Grund sind durchaus auch junge Menschen betroffen. Deutlich höher liegen die Fallzahlen aber selbstverständlich bei älteren Menschen. Zu den Risikopatienten zählen daher Männer über 90 Jahre und Frauen nach den Wechseljahren. Es hat sich allerdings gezeigt, dass Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Ein Grund hierfür könnte sein, dass bei ihnen auch Bluthochdruck öfter auftritt. Studien besagen, dass nach derzeitigem Stand jeder zweite Mann und jede dritte Frau in den Risikogebieten eine KHK entwickeln wird.

Generell ist die koronare Herzkrankheit nicht auf eine bestimmte Ethnie festgelegt. Es wird allerdings geschätzt, dass etwa die Hälfte der weltweiten kardiovaskulären Erkrankungen auf dem südasiatischen Subkontinent auftreten. Dies hängt vermutlich mit einer Kombination von genetischer Prädisposition und Umweltfaktoren zusammen. Darüber hinaus sind überwiegend Menschen aus den Industrienationen betroffen. Bewegungsmangel, ein stressiger Alltag und ungesunde Ernährung führen hier leicht zu einer Schädigung der Koronararterien.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen bei einer koronaren Herzkrankheit liegen im Grunde genommen auf der Hand: Je mehr die Arterien des Herzens verengt werden und je stärker der Sauerstoffverlust ist, desto häufiger wird das Herz Schäden erleiden. Entzündungen und Gewebetod sind die Folge. Ist Herzgewebe geschädigt, bildet sich schnell eine dichte Narbenstruktur. Diese verhindert, dass sich Zellen regenerieren können. Der Herzmuskel wird auf diese Weise nach und nach durch verfestigtes, inaktives Gewebe belastet. Zum einen treten hierdurch schließlich vermehrt Herzinfarkte auf. Bei diesen setzt das Herz nicht nur kurzzeitig aus, es werden auch weitere Zellen geschädigt. Erfolgt hernach keine Behandlung wird das Herz schließlich inaktiv. Dann können nur noch chirurgische Eingriffe das Leben des Patienten retten. Eine Heilung wird hierdurch allerdings nicht bewirkt. Gerade dann, wenn die Arterien deutlich zerstört sind, wird auch das neue oder wiederhergestellte Herz nach und nach angegriffen. Darüber hinaus ist sein Funktionsumfang verringert. Es kann als zu Sauerstoffunterversorgungen in anderen Organen kommen. Denkbar sind daraufhin Nierenversagen, ein Lungenkollaps oder gar ein Hirnschlag. Generell kann jedes Ereignis dabei zum Tode des Patienten führen. Aus diesem Grund gilt, dass eine koronare Herzkrankheit stets behandelt werden sollte. Insofern bereits Schäden vorliegen, sollten Patienten ihr Leben umstellen und schädliche Faktoren, wie beispielsweise Rauchen, Alkoholkonsum, Stress und ungesunde Ernährung, sofort aus ihrem Leben streichen. Nur auf diese Art können die möglichen Komplikationen verhindert werden. Generell gilt eine Prävention aber auch für jene Menschen, die noch keine Symptome einer koronaren Herzkrankheiten an sich bemerkt haben. Denn nur ein gesunder und ausgeglichener Lebensstil kann Schlimmeres verhindern.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Anfänge einer koronaren Herzkrankheit bleiben oftmals lange unentdeckt. Dabei kann der Grundstein für ein solches Leiden bereits in der Kindheit gelegt werden. Schlechte Ernährung, Druck und Stress sowie genetische Veranlagung führen zum Teil dazu, dass die Arterien bereits sehr früh zu verkalken beginnen. Das bedeutet auch, dass ein Mensch sich mit der Zeit an schleichende Einschränkungen gewöhnt. Wer beispielsweise keinen Sport betreibt, ist sich oft nicht klar darüber, wie eingeschränkt das eigene Leistungsvermögen ist. Da gilt Schwitzen und Atemnot bei einem kurzen Sprint oder beim Treppensteigen als vollkommen normal. Tatsache ist jedoch, dass kurze Anstrengungen des Körpers nicht in Atemnot, Brustenge, starkem Schwitzen oder stechendem Schmerz münden sollten. Dies ist stets ein Hinweis darauf, dass der Herzmuskel mit Sauerstoff unterversorgt wird und die Herzkranzgefäße nicht richtig mit Blut versorgen. Obgleich sich diese Symptome durchaus mit einer sofortigen Umstellung der Lebensgewohnheiten behandeln lassen, ist es doch ratsam darüber hinaus einen Arzt zu kontaktieren. Dieser kann genau ermitteln, auf welche Probleme sich die Symptome zurückführen lassen und entsprechende zusätzliche Therapien verordnen, insofern diese notwendig werden. Unter Umständen offenbart sich hierdurch auch eine weitere Krankheit, beispielsweise Diabetes mellitus oder Angina pectoris.

Behandlungsmethoden & Therapie

Es gibt eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die bei einer koronaren Herzkrankheit möglich sind. Sie richten sich selbstverständlich danach, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist und welche genauen Ursachen beziehungsweise Risikofaktoren der behandelnde Arzt für ausschlaggebend hält. In den meisten Fällen, insbesondere wenn die Krankheit im Anfangsstadium vorliegt, reicht eine Änderung des Lebensstils oftmals aus, um das Problem in den Griff zu bekommen. Eine Umstellung der Ernährung, Verzicht auf Rauchwaren oder regelmäßige Entspannung und Stressreduktion gehören folglich in den Bereich der Therapiemöglichkeiten. Zum Teil können diese Maßnahmen mit Medikamenten unterstützt werden. Hierfür werden in der Regel cholesterinsenkende Mittel, Betablocker, Nitroglycerin oder Kalziumantagonisten (Kalziumkanalblocker) eingesetzt. Bei Patienten ohne Vorgeschichte von Herzerkrankungen verringert darüber hinaus Aspirin das Risiko eines Myokardinfarkts.

Die Einnahme dieses Medikaments ändert jedoch nicht das Gesamtrisiko für Erkrankungen des Herzens und der Arterien und wird daher nur bei Erwachsenen empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für eine koronare Herzkrankheit haben. Als erhöhtes Risiko wird dabei vor allem gewertet, wenn eine männliche Person über 90 Jahre alt ist, eine weibliche Person die Menopause bereits hinter sich hat oder jüngere Personen ein generelles Risiko für eine koronare Herzkrankheit beispielsweise durch Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen haben. Bei diesen Patienten kann Aspirin zum einen den Blutdruck regulieren, zum anderen kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren.

Gelingt es nicht, eine koronare Herzkrankheit mittels Umstellung der Lebensgewohnheiten oder Medikamenten zu behandeln, bleiben schließlich noch einige chirurgische Maßnahmen zur Behandlung. Denkbar sind an dieser Stelle eine Koronararterien-Bypass-Transplantation, eine Angioplastie oder ein Koronarstent. Die Anwendung dieser Verfahren richtet sich in erster Linie nach der spezifischen Ausprtgung der Krankheit sowie nach den individuellen Schäden: Die Revaskularisierung hat beispielsweise bei akutem Koronarsyndrom einen Mortalitätsvorteil. Bei Patienten mit einer Erkrankung in mehr als einer Arterie scheinen Koronararterien-Bypass-Transplantate besser zu sein als perkutane Koronarinterventionen.

Studien legen zudem nahe, dass beide Eingriffe deutlich vorteilhafter sind, als eine medikamentöse Behandlung. Insgesamt gesehen, bergen chirurgische Eingriffe jedoch auch eine Reihe von Gefahren. Aus diesem Grund werden sie lediglich eingesetzt, wenn andere Methoden versagt haben. Einige Ärzte halten dies jedoch für eine negative Herangehensweise und konzentrieren sich darauf, neue minimalinvasive Verfahren zu entwickeln, mit denen Eingriffe auch bei Patienten durchgeführt werden können, die über einen längeren Zeitraum hinweg mit Medikamenten stabil gehalten werden könnten. Ungeachtet dessen stellt allerdings die Prävention nach wie vor das sinnvollste Mittel dar, einer koronaren Herzkrankheit zu begegnen, da viele Schäden, die durch sie entstehen, hernach nicht mehr adäquat behandelt werden können.

Üblicherweise stellt ein Arzt bei Patienten mit den typischen Symptomen einer KHK wie Angina Pectoris zunächst einmal fest, ob es sich um eine chronische, stabile oder eine akute Erkrankung handelt. Je nachdem werden dann unterschiedliche Behandlungsmethoden angewendet.

Wichtig ist zunächst einmal, den Lebensstil umzustellen. Raucher sollten unbedingt damit aufhören, Übergewichtige ihr Gewicht reduzieren, und eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist sowohl für Patienten mit Übergewicht als auch für Menschen, die sich falsch ernähren wichtig. Viel Obst und Gemüse, ballaststoffreiche Nahrungsmittel, wenig Alkohol und wenig fettreiche Mahlzeiten, dazu mehr weißes Fleisch wie Geflügel und Fisch sollte jetzt täglich auf dem Speiseplan stehen. Regelmäßig Sport bzw. Bewegung ist ebenfalls wichtig. Man muss nicht gleich Marathon laufen, aber jeden Tag ein Spaziergang an der frischen Luft, öfter schwimmen gehen oder Walken sind empfehlenswert. Auch medikamentös werden Patienten eingestellt. Je nach Schwere der Erkrankung und ob Vorerkrankungen vorliegen, die die Einnahme von Medikamenten erfordern, bekommen Patienten beispielsweise Blutverdünner, Betablocker, Cholesterinsenker und ace-Hemmer. Auch Nitrate und Kalziumantagonisten werden oft verschrieben, vor allem bei Angina Pectoris Patienten.

In schweren Fällen von KHK ist eine Operation notwendig, bei der den Patienten ein Stent implantiert wird, um den Blutfluss in den Arterien zu erleichtern. Auch eine Bypassoperation wird in manchen Fällen durchgeführt. Das Ziel jeder Behandlung von koronaren Herzerkrankungen ist eine Linderung der Beschwerden und eine Beeinflussung des Krankheitsverlaufes zum Positiven. Wenn Medizin und Patient zusammenarbeiten und Betroffene ihren Lebensstil ändern, sind die Prognosen einer KHK durchaus positiv.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Bis zu 90 % der kardiovaskulären Erkrankungen können vermieden werden, indem ein Patient etablierte Risikofaktoren erkennt und auf diese entsprechend reagiert. Prävention beinhaltet dann eine angemessene körperliche Bewegung, Stressreduktion, eine Verringerung der Fettleibigkeit, eine Behandlung von Bluthochdruck, eine gesunde Ernährung, eine Senkung des Cholesterinspiegel und der Verzicht auf Tabak sowie Alkohol. Nur wenige Krankheiten lassen sich mit solchen einfachen Mitteln so wirkungsvoll vermeiden. Sportliche Aktivität verringert beispielsweise das Risiko einer koronaren Herzkrankheit bereits um etwa 25 %. Die meisten Ärzte empfehlen allerdings, alle präventiven Strategien zu kombinieren. Es ist folglich kaum zielführend, wenn viel Sport betrieben, aber ungesund gegessen wird. Positive Effekte auf der einen Seite können durch negative Handlungen folglich zunichte gemacht werden.

Im Folgenden werden die wesentlichen Präventionsmaßnahmen in einer Übersicht dargestellt. Wichtig ist, dass jede dieser Maßnahmen eingehalten wird.

Gewichtsreduktion

Übergewicht gehört zu den Hauptauslösern der KHK. Aus diesem Grund sollte jedem Menschen daran gelegen sein, ein normales Gewicht zu erreichen und zu halten. Hierfür sollten keine extremen Diäten oder sportliche Höhenflüge herangezogen werden. Regelmäßiges leichtes Training, beispielsweise Ausdauerlauf, Fitness oder Schwimmen sowie eine gesunde Ernährung reichen aus. Es muss nicht sofort rapide abgenommen werden. Gerade strikte Diäten führen dazu, dass die Muskeln nicht ausreichend mit Energie versorgt werden und verkümmern. Das betrifft schließlich auch den Herzmuskel, der hierdurch zusätzlich geschädigt wird.

Viele Betroffene wissen zudem nicht, was unter einem Normalgewicht zu verstehen ist. Dieses ist zum Teil nicht deckungsgleich mit den Maßgaben der persönlichen Wunschfigur. Auch der BMI, ist unter Umständen nicht aussagekräftig. Er berücksichtigt beispielsweise nicht, dass Muskeln schwerer sind als Fett. Wesentlich ist vielmehr der Körperfettanteil und auf welche Bereiche des Körpers sich Fett verteilt. So gilt beispielsweise das sogenannte Bauchfett als schädlich. Es handelt sich dabei um Fett, dass an den inneren Organen angelagert ist, sich allerdings durch einen deutlich sichtbar verdickten Bauch zeigen kann. Hüftspeck hingegen, gerade bei Frauen, ist deutlich weniger gesundheitsschädigend und zum Teil ganz natürlich. Der Körper sollte von Natur aus nicht nur aus Muskeln, sondern auch aus einigen Fettreserven bestehen. Ein Fettanteil von etwa 23 % bei Frauen und 19 % bei Männern ist ergo ganz normal. Deutlich geringere oder höhere Werte sind hingegen ungesund.

Rauchentwöhnung

Rauchen gehört zu jenen Lastern des Menschen, die schon seit vielen Jahren in der Gesellschaft anzutreffen sind. Ein Grund hierfür ist auch, dass Zigaretten legal zu kaufen sind, Nikotin jedoch schnell abhängig machen und zur Gewohnheit werden kann. Am sinnvollsten ist es selbstverständlich, das Rauchen nicht erst zu beginnen. Liegt jedoch bereits eine Nikotinsucht vor, dann sollte so schnell wie möglich eine Rauchentwöhnung stattfinden. Genaue Regeln gibt es hierfür nicht. Es ist bereits Rauchern gelungen auf eigene Faust den Tabakkonsum einzustellen. Unter Umständen haben hierbei Ersatzprodukte wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi geholfen. Anderen Menschen fällt der Entzug hingegen deutlich schwerer und sie benötigen eine betreute Rauchentwöhnung. Hier helfen Suchttherapeuten und Kliniken. Entgegen der Meinung vieler Menschen, richten sich diese Angebote nicht nur an Personen mit einer schweren Drogensucht, sondern sind ebenso für Tabakentwöhnung zuständig. Man sollte sich nicht scheuen, die Hilfe eines erfahrenen Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Dieser weis oftmals nach einem persönlichen Gespräch, welche Mittel für einen erfolgreichen Entzug genutzt werden können.

Stressreduktion

Psychosoziale Faktoren haben einen enormen Einfluss auf die Herzgesundheit. Viele Studien haben ergeben, dass enormer Alltagsstress und Sorgen sich negativ auf den Kreislauf und den Blutdruck auswirken können. Aus diesem Grund zählt jede Art der Stressreduktion als vorbeugend. Ob hierbei autogenes Training oder lange Spaziergänge als Hilfe empfunden werden, kann jeder Mensch selbst entscheiden. Einige benötigen lediglich eine halbe Stunde Entspannung täglich, um den Alltagsstress zu entgehen, andere Menschen müssen deutlich mehr Maßnahmen ergreifen und unter Umständen sogar eine Therapie durchführen, in der sie Entspannungsmethoden erlernen. Generell gilt jedoch, dass ausreichend Schlaf, frische Luft und ein klarer Tagesablauf den Alltagsstress deutlich verringern.

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung sollte aus vielfältigen Gründen bereits gänzlich normal sein. Zum einen gibt es eine recht umfangreiche Information hierüber, die nicht nur von Gesundheitsbehörden und Ärzten, sondern auch in der Werbung und den öffentlichen Medien verbreitet wird. Zum anderen ist es in der heutigen Zeit so leicht wie nie, frische und gesunde Lebensmittel zu kaufen. Dennoch ernähren sich viele Menschen ungesund und leisten damit der koronaren Herzkrankheit Vorschub. Natürlich ist es nicht immer einfach bei den vielen Ernährungsmodellen und Diäten, die angeboten werden, den Überblick zu behalten und die richtige zu wählen. Veganer, Vegetarier, Anhänger der Low-Carb-Bewegung – sie alle streiten darum, die “richtige” gesunde Ernährungsweise gefunden zu haben. Allumfassende Maßnahmen gibt es hingegen nur wenige. Ärzte weisen aber immer wieder auf einige Punkte hin: Die Lebensmittel sollten frisch und selbst zubereitet sein, Obst und Gemüse muss täglich konsumiert werden und je abwechslungsreicher der Speiseplan gestaltet wird, desto höher die Chance, sich tatsächlich gesund zu ernähren. Sicherlich kann man aber auch mit diesen Hinweisen noch einiges falsch machen. Und nicht jeder Metabolismus funktioniert exakt wie der andere. Aus diesem, Grund wird an dieser Stelle der Besuch bei einem Ernährungsberater empfohlen. Dieser widmet sich jedem Menschen individuell und überprüft, welche Nährstoffe dringend benötigt werden und welche Lebensmittel besonders geeignet sind. Schlechte Angewohnheiten erkennen solche Experten sofort. Mit Hilfe eines solchen Therapeuten steht der gesunden Ernährung schließlich nichts mehr im Wege.

Sportliche Aktivität

Dieser Punkt löst bei den meisten Menschen zunächst einmal den größten Missmut aus. Sport? Das kennt man doch aus der Schule. Wann soll hierfür im Alltag noch Zeit gefunden werden? Und führt das nicht zu lästigem Muskelkater? Hierauf gibt es nur eine Antwort: Die Überwindung ist oftmals größer als die Anstrengung an sich. Es muss kein Marathon gelaufen werden und auch kein täglicher Besuch im Fitnesscenter ist notwendig. Ein täglicher Spaziergang, zweimal wöchentlich Joggen oder ein Schwimmkurs am Wochenende, Yogastunden, Fußball mit Freunden und gemeinsames Wandern – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist dabei nur, dass der Kreislauf regelmäßig angeregt wird und man aktiv wird. Welche sportliche Aktivität schließlich die richtige ist, kann jeder selbst entscheiden. Und je mehr Freude sie bereitet, desto besser.


Prognose zur Heilung

Die Heilung einer koronaren Herzkrankheit hängt im Wesentlichen vom Fortschritt der koronaren Herzkrankheit beziehungsweise der Verkalkung und Verengung der Arterien ab. Generell gilt, je weiter die Schäden fortgeschritten sind, desto geringer die Chancen auf ein Aufhalten des Prozesses. Gerade zu Beginn der Krankheit kann hingegen viel getan werden. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, eine Reduktion des alltäglichen Stresses – all diese Maßnahmen können dazu führen, dass die Arterien nicht weiter verengen und das Herz sich zum großen Teil wieder regeneriert. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass bereits entstandene Schäden zum Teil nicht mehr behoben werden können. Plaques bleibt ergo auch nach einer Lebensumstellung vorhanden und bildet sich nicht mehr zurück. Alle schädlichen Vorgänge können also lediglich verlangsamt werden.

Ist die koronare Herzkrankheit bereits fortgeschritten, äußert sich dies in der Regel durch Herzinfarkte und Schlaganfälle. Diese führen nicht selten zum Tode des Patienten. Statistiken sprechen davon, dass ungefähr sieben Millionen Menschen jährlich an den Folgen einer koronaren Herzkrankheit sterben. Damit gehört diese Erkrankung zu den häufigsten Todesursachen des Menschen. Allein eine ausreichende Prävention kann dem vorbeugen. Ein Heilmittel wurde hingegen noch nicht entwickelt.


Das Herz-Kreislauf-System

Es ist ein komplexes Versorgungssystem, das bei einem gesunden Menschen wie ein Uhrwerk funktioniert und zu jeder Zeit an alle Zellen des Körpers lebenswichtige Nährstoffe liefert – das Herz-Kreislauf-System. Im Zentrum dieses Systems steht das Herz, ein muskulöses Organ, das sich in der Regel links hinter dem Brustkorb bis hin zum inneren Rippenbogen erstreckt. Es ist von den Lungenflügeln umgeben und stößt jeweils an Speiseröhre und Zwerchfell. Insgesamt wiegt es zwischen 200 und 300 Gramm und ist nur handtellergroß, wobei der sogenannte Herzmuskel den größten und schwersten Teil bildet. Unterteilt wird dieses Organ in zwei Hälften, nämlich die linke und die rechte Herzseite, deren Mittellinie Scheidewand genannt wird. Jede Herzseite unterteilt sich schließlich noch einmal in den Vorhof sowie eine Kammer und Segelklappen. Bei einem gesunden Herzen wird Blut zunächst in den Vorhof und danach in die Kammer gepumpt. Die Segelklappen verhindern dabei einen Rückfluss. Damit die Arbeit des Herzmuskels nicht durch andere Organe gestört wird, ist das Herz in eine Art Hautsack, des Herzbeutel, eingebettet. Dieser verhindert im Wesentlichen eine Abnutzung durch Reibung. Es scheint nahezu unvorstellbar, welche Arbeit das Herz im Laufe eines Menschenlebens leistet. Circa siebzig Mal pro Minute zieht es sich rhythmisch zusammen und pumpt dabei etwa 70 Milliliter Blut weiter durch die Gefäße. Es werden im Schnitt also ungefähr fünf Liter Blut pro Minute durch den Körper transportiert. Auf diese Weise werden zwei Blutkreisläufe versorgt, zum einen der Herz-Lungen-Kreislauf und zum anderen der Herz-Körper-Kreislauf.

Im Blut, genauer in den roten Blutkörperchen, ist Sauerstoff eingebunden, der zu den einzelnen Zellen transportiert und von diesen aufgenommen wird. Sind alle Nährstoffe verteilt, fließt Blut über die Venen zurück ins Herz. Die Venen münden dabei in die rechte Herzseite. Diese leitet es schließlich in die Lunge weiter, wo es sich in die kleinen, verästelten Gefäße aufteilt und neuen Sauerstoff aufnimmt. Das neu angereicherte Blut fließt hernach wieder in Herz, durchläuft jedoch nun die linke Herzseite. Ist es in der linken Herzkammer angelangt, gelangt es schließlich in die Aorta, also die sogenannte Hauptschlagader. Von dieser wiederum werden kleinere Arterien abgeleitet, die zu verschiedenen Organen führen und diese versorgen. Als Erstes werden dabei das Herz, das Hirn und die oberen Extremitäten bedient. Anschließend gelangt das Blut in den Bauch, das Becken und die Beine. Dass alle Zellen erreicht werden, gelingt dadurch, dass sich die Blutgefäße immer stärker aufteilen, schmaler werden und netzartig den gesamten Körper durchziehen. Über Venen gelangt das Blut schließlich auf ähnlichem Wege zurück ins Herz.

Damit ein solcher Blutkreislauf funktioniert, müssen Arterien und Venen unterschiedlich gestaltet sein. Die Arterien sind in der Regel aus elastischem Gewebe, das im Inneren mit einer glatten Wand ausgekleidet ist. So ist es dem Blut möglich, ungehindert zu fließen und schnell die Organe zu erreichen. Eine Muskelschicht sorgt dafür, dass der Blutfluss reguliert wird und die Außentemperatur keinen Einfluss auf die Blutversorgung nimmt. Bei Kälte ziehen sich die Arterien beispielsweise zusammen. Dadurch wird Wärme gespeichert. Die Körpervenen sind deutlich weniger muskulös, obwohl das Blut von unten nach oben gepumpt werden muss. Diese Aufgabe übernehmen jedoch die Arterien und das Herz. Um einen Rückfluss des Blutes zu verhindern, befinden sich an den Veneninnenwänden kleine Klappen, die an ein Ventil erinnern. Werden die Venen durch benachbarte Arterien zusammengedrückt, schließen die Klappen, bis neue Pumpbewegungen das Blut weiterdrückt. Während sich die Arterien immer mehr aufzweigen, werden die Venen zueinandergeführt, bis sie zur unteren beziehungsweise oberen Hohlvene zusammenlaufen, die in die rechte Herzseite münden.

Es zeigt sich, dass das Herz-Kreislaufsystem ein komplexes Miteinander von Herz, Lunge, Arterien und Venen benötigt, die einen reibungslosen Ablauf garantieren müssen. Schäden an einem dieser Organe führen schließlich zur Störung oder gar zum Zusammenbruch des gesamten Systems. Es gilt folglich auf die Gesundheit aller beteiligter Akteure zu achten.


Alternative Behandlungsmethoden

Hausmittel, Kräuterbehandlungen oder Aromatherapie, Sporttherapie und Entspannungsübungen – alles was dem Körper dabei hilft sich zu entspannen und gleichzeitig den Kreislauf stärkt, gehört durchaus zu den wirksamen Behandlungen einer koronaren Herzkrankheit. Generell kann diese Krankheit leicht selbstständig behandelt werden, ohne dass hierfür Medikamente oder gar chirurgische Eingriffe notwendig werden. Es gibt viele Maßnahmen, die daheim getroffen werden können, um koronare Herzkrankheiten in den Griff zu bekommen oder diesen vorzubeugen. Erfolgsversprechend sind beispielsweise sportliche Betätigungen, wobei besonders dem Ausdauersport eine gesundheitsfördernde Rolle zukommt. Dieser trainiert nicht nur die Atemmuskulatur, sondern bewirkt auch eine Verbesserung des Blutflusses sowie eine erhöhte Elastizität der Blutgefäße. Generell hilft er dabei, das Herz-Kreislaufsystem zu stärken und das Gewicht zu halten. Gerade Joggen ist daher bei vielen Menschen sehr beliebt. Natürlich sollte kein kräftezehrender Marathon gelaufen werden. Regelmäßiges langsames Laufen in der freien Natur hingegen wirkt belebend und endet nur selten mit Muskelkater oder Schwächegefühl. Älteren Menschen empfiehlt sich oftmals auch das sogenannte Walken. Hierbei werden durchaus längere Strecken zurückgelegt, die jedoch in langsamen Tempo und mit Unterstützung von Trekkingstöcken zurückgelegt werden. Die Effekte von Walken und Joggen sind annähernd gleich. Walken schont jedoch mehr die Gelenke und fördert die Gesundheit auch dann, wenn mehrfache Pausen eingelegt werden. Wem beide Sportarten nicht zusagen, der kann aber auch in Sportstudios oder bei der Krankenkasse Bewegungskurse für Herzkranke besuchen. Hier werden Fitnessübungen angeboten, die speziell auf die Stärkung des Kreislaufs ausgelegt sind.

Neben der sportlichen Betätigung gelten auch Stressreduktion und Ernährungsumstellung zu jenen alternativen Ansätzen, die bei einer koronaren Herzkrankheit Anwendung finden können. Empfehlenswert sind prinzipiell alle Maßnahmen. Nicht selten fällt Patienten die Umsetzung zunächst schwer. Erleichtert wird die Situation vor allem dann, wenn sich Betroffene miteinander austauschen, gemeinsam Sport betreiben und sich gegenseitig unterstützen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert im Internet oder der Stadt nach Betroffenengruppen zu suchen.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel können in jedem Fall dazu verwendet werden, einer koronaren Herzkrankheit vorzubeugen. Unter Umständen helfen sie sogar bei der Behandlung und können eine medikamentöse Behandlung ersetzen. Dies sollte selbstverständlich mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Erfolgsversprechend sind beispielsweise Fußbäder. Sie regen den Kreislauf an und fördern entscheidend den Blutfluss. Ein bewährtes Präventionsmittel ist beispielsweise die Kneipkur, ein Fußbad das wechselnd aus warmen und kalten Bädern besteht. Treten akute Beschwerden und Anzeichen einer Angina pectoris auf, kann ein warmes Fußbad helfen. Hierbei sollten die Füße circa 15 Minuten in warmes Wasser gehalten und anschließend kalt abgeduscht werden. Hernach empfiehlt es sich, dicke Wollsocken zu tragen und möglichst in einer ruhigen Position zu entspannen. Das gilt ebenso für warme Umschläge, die über die Brust oder den Oberarm gelegt werden. Aber auch sogenannte Herztees sind hilfreich. Sie bestehen aus verschiedenen Heilpflanzen, beispielsweise Baldrian oder Weißdorn, die dabei helfen sollen, die Durchblutung anzuregen.

Im Folgenden sind die gängigen Hausmittel bei koronarer Herzkrankheit noch einmal im Überblick aufgeführt:

  • Kneipkur
  • Heiße Umschläge
  • Herztee
  • Vitamin-E-Kur

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter werden bereits seit der Antike zur Behandlung von Herzerkrankungen und Durchblutungsstörungen angewendet. Sie sollen vor allen Dingen beruhigend wirken, den Blutdruck regulieren, den Körper entspannen und die Arterien erweitern. Hierfür kommen einige Pflanzen, beispielsweise Passionsblume oder Weißdorn infrage. Darüber hinaus eignen sich Kräuter hervorragend zur Vorbeuge gegen koronare Herzkrankheiten. Bewährt hat sich unter anderem Knoblauch. Bereits Hippokrates betonte stets seine gefäßreinigende Wirkung. Dies lässt sich mit der heutigen wissenschaftlichen Methoden durchaus bestätigen. Der enthaltene Wirkstoff Alliin führt dazu, dass die Gefäße des Körpers sich nicht zusammenziehen. Aus diesem Grund kann der Blutdruck nicht so stark ansteigen. Gerade jene Patienten, die unter Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit leiden, können auf Knoblauch zurückgreifen, um auf pflanzlicher, gänzlich gesunder Basis das Herz sowie die Arterien zu schonen und zu stabilisieren. Andere Pflanzen wiederum, an dieser Stelle seien als Beispiele Rosmarin und Mistelkraut genannt, regen den Kreislauf durch ihre enthaltenen ätherischen Öle an und gelten daher als belebend und gleichzeitig stabilisierend.

Die Liste der möglichen Heilpflanzen bei einer Behandlung beziehungsweise Vorbeugung von koronaren Herzerkrankungen ist vergleichsweise lang. Hier findet sich ein kurzer Überblick über die am häufigsten verwendeten Kräuter:

  • Knoblauch
  • Kümmel
  • Weißdorn
  • Mistelkraut
  • Olive
  • Johanniskraut
  • Passionsblume
  • Spargel
  • Zimt
  • Ingwer

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden mittels Pressung oder Destillation aus Pflanzen und Kräutern gewonnen. Sie sollen als Konzentrat natürlicher Heilstoffe positiv auf den menschlichen Körper wirken und zur Bekämpfung von Krankheiten beitragen. Dies geschieht zum einen durch die direkte Einnahme der Öle, zum anderen über die sogenannte Aromatherapie. Sie beeinflusst das Nervensystem des Menschen, das durchaus empfänglich für verschiedene Aromen ist. Gerade diese Wirkung soll auch bei der Behandlung einer koronaren Herzerkrankung erreicht werden. So gilt beispielsweise Lavendelöl als beruhigend für die Nerven, wodurch Stress, einem KHK-Auslöser, leichter abgebaut werden kann. Andere Öle wiederum sollen die Durchblutung anregen und den Stoffwechsel ankurbeln. Ätherische Öle eignen sich dahingehend also zur Prävention genauso wie zur Behandlung koronarer Herzkrankheiten. Sie sollten jedoch lediglich zur Unterstützung und nie als Ersatz einer konventionellen Therapie eingesetzt werden.

Im Folgenden findet sich ein Überblick über jene Öle, die von Heilpraktikern für die Behandlung einer KHK empfohlen werden:

  • Rose
  • Kamille
  • Neroli
  • Jasmin
  • Melisse
  • Sandelholz
  • Ylang Ylang
  • Lavendel
  • Muskatellersalbei

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Bei homöopathischen Globuli handelt es sich in der Regel um verdünnte, mit Zucker angereicherte pflanzliche Wirkstoffe. Die Medizin hat solche Stoffe durchaus hinsichtlich ihrer Wirksamkeit anerkannt. Jedoch betonen einige Ärzte, dass sie in verdünnter Form kaum einen Einfluss auf den Körper haben können. Sie raten daher zur kontrollierten direkten Einnahme von Pflanzenprodukten. Die Wirksamkeit von Globuli sei immerhin noch nicht valide bestätigt wurden. Vielmehr lasse sich eine heilende Wirkung mit dem Placeboeffekt erklären.

Obgleich der wissenschaftliche Diskurs eher auf eine Ablehnung homöopathischer Anwendungen hinausläuft, setzen viele Heilpraktiker auf ihren Einsatz zur Behandlung koronarer Herzkrankheiten. Hierfür empfehlen sie besonders die im Folgenden aufgeführten Mittel:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die Therapie mit Schüssler Salzen wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und gründet sich auf der Annahme, dass ein Ungleichgewicht im Mineralhaushalt zur Entstehung von Krankheiten führt. Dass Bakterien, Keime und andere Erreger sowie die Genetik ursächlich für verschiedene Krankheiten sind, wurde dabei zunächst außer Acht gelassen. Später entwickelten Alternativmediziner diese Therapieform weiter. Ihnen zufolge seien die Salze dennoch wirksam, da auch die genauen Ursachen ein Mineralungleichgewicht zur Folge hätten. In der konventionellen Medizin ist dies jedoch sehr umstritten und die meisten Ärzte raten von der Einnahme der Schüssler Salze ab.

Im Bezug auf die koronare Herzerkrankung können eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten durchaus positive Erfolge erzielen, ohne dass hierfür zusätzlich Medikamente eingenommen werden müssen. Diese Therapie zusätzlich mit Schüssler Salzen zu unterstützen, ist denkbar. Es eignen sich hierfür folgende Salze:

  • Nr. 10 Natrium sulfuricum : Dieses Schüssler Salz soll den Körper von Abfallstoffen befreien, die sich im Blut angesammelt haben. Es hilft folglich dabei die Arterien zu reinigen.
  • Nr. 17 Manganum sulfuricum: Es hält die Blutgefäße frei von Plaquesansammlung und bewirkt dadurch, dass sie elastischer sind. In Verbindung mit Nr. 3 Ferrum phosphoricum unterstützt es darüber hinaus die Blutbildung.
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum: Ein Auslöser für koronare Herzerkrankungen sind Stress und seelische Beschwerden. Das Schüssler Salz Nr. 5 soll durch die Stärkung der Nerven gegen psychischen Druck helfen und hernach einem der Auslöser einer KHK entgegenwirken.
  • Nr. 25 Aurum chloratum natronatum: Dieses Salz ist dafür bekannt, das Herz-Kreislaufsystem zu unterstützen, indem es sich positiv auf alle rhythmusprozesse des Körpers auswirkt.
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum: Magnesiumphosphat ist ein Bestandteil der roten Blutkörperchen. Eine Einnahme in Form von Creme oder Salbe soll der Durchblutung des Körpers förderlich sein.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Wer unter einer koronaren Herzkrankheit leidet oder gewisse Bedingungen für die Entstehung einer solchen erfüllt, sollte dringend seiner Ernährung mehr Aufmerksamkeit schenken und diese unter Umständen komplett umstellen. Eine Nahrungsweise, die cholesterinarm, fettarm, ballaststoffreich und vollwertig ist, hat sich als besonders positiv herausgestellt. Auch eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse verringert das Risiko für diverse Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Insgesamt gilt, dass auch Menschen, die gesund sind, eine vitaminreiche und ballaststoffhaltige Kost bevorzugen sollten. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen sowie vollkornhaltige Getreideprodukte gelten daher als gesundheitsfördernd.

Es gibt zudem Hinweise darauf, dass die Mittelmeerdiät die kardiovaskulären Ergebnisse verbessern kann. Darüber hinaus sind sich einige Ärzte sicher, dass eine solche Diät in Bezug auf langfristige Veränderungen der spezifischen Risikofaktoren einer koronaren Herzkrankheit, wie beispielsweise niedrigerer Cholesterinspiegel und niedrigerer Blutdruck, deutlich wirksamer sein kann als eine fettarme Diät. Die Grundlage der Mittelmeerdiät liegt im reichlichen verzehr von Nüssen, Fisch und frischen Obst und Gemüse. Gleichzeitig werden rotes Fleisch, ungesunde Fette sowie zuckerhaltige Speisen stark reduziert. Das senkt nachweislich den Blutdruck und minimiert den Überschuss an Cholesterin. Dieser Effekt wird vor allem dadurch erreicht, dass die genannten gesunden Lebensmittel überschüssige Gallsäure und Cholesterin im Dünndarm bindet und die Blutfettwerte sinken. Anlagerungen an der inneren Arterienwand entstehen hernach seltener.

Die Gesamtfettaufnahme ist, entgegen der landläufigen Meinung, kein wichtiger Risikofaktor bei der Entstehung koronarer Herzkrankheiten. Wesentlich ist vielmehr, welche Art von Fett konsumiert wird. Eine Ernährung, die reich an Transfettsäuren ist, erhöht die Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weltweit empfehlen Ernährungsexperten daher eine Reduzierung des gesättigten Fetts, das in tierischen Produkten und Einfachzuckern enthalten ist. Mehrfach ungesättigte Fette zeigen sich hingegen nicht als gesundheitsbeeinträchtigend. Da Fett ein wichtiger Energie- und zugleich Geschmackslieferant ist, muss folglich nicht darauf verzichtet werden. Es reicht lediglich auf Produkte umzusteigen, die beispielsweise reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Lachs, Thunfisch oder Nüsse können an dieser Stelle als Fettlieferanten genannt werden. Eine günstige Art der Fettreduktion ist auch die richtige Zubereitungsart von Speisen. Fettarme Garmethoden wie Dünsten oder Dämpfen hilft nicht nur dabei, Vitamine zu erhalten, sondern die zusätzliche Verwendung von Öl zu verhindern. Viele Menschen neigen außerdem dazu, Saucen und Suppen mit Sahne zu binden. Hier kann leicht auf fettarme Alternativen, beispielsweise Magermilch umgestiegen werden.

Bei einer Umstellung der Ernährung ist leider oftmals auch verzicht notwendig. Generell können natürlich in Maßen alle Lebensmittelarten konsumiert werden. Allerdings ist es eher ungünstig, sich bei der Zubereitung auf Fertigprodukte oder Fast Food zu verlassen. Ein durchschnittlicher Burger hat beispielsweise circa 600 Kalorien und 40 Gramm Fett. Bereitet man ein ähnlich großes Stück Fleisch mit Kartoffeln und Salat zu, reduzieren sich Kalorien- und Fettgehalt um mehr als die Hälfte. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei süßen Speisen. Je zuckerhaltiger ein Nachtisch oder eine kleine Köstlichkeit ist, desto ungesünder ist sie. Es kann allerdings auf alle Arten von Süßspeisen zurückgegriffen werden, insofern diese mit Honig, Fruchtmus oder Ersatzprodukten wie Stevia zubereitet wurden. Alternativlos bleiben hingegen Alkohol und Rauchwaren. Diese sollten nicht konsumiert werden, da sie besonders schädlich für die Gesundheit des Menschen sind.

Es können also durchaus gesundheitsfördernde positive Effekte allein dadurch erzielt werden, dass dem Essen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und mögliche ungesunde Lebensmittel durch gesündere, nahrhaftere Äquivalente ersetzt werden. Gerade zu Beginn einer Umstellung fällt es vielen Betroffenen jedoch nicht leicht, sich mit den vielen Aspekten der Ernährung auseinanderzusetzen und Produkte richtig einzuschätzen. Aus diesem Grund ist es stets empfehlenswert, die Hilfe eines Ernährungsberaters oder Diätologen in Anspruch zu nehmen.


FAQ – Fragen & Antworten

Helfen Fischölkapseln gegen koronare Herzkrankheit?

In vielen Selbsthilferatgebern wird in Bezug auf koronare Herzkrankheit die Einnahme von sogenannten Fischölkapseln empfohlen. Es handelt sich dabei um kleine, ölhaltige Tabletten, die Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl oder Fischöl konzentrieren. Selbstverständlich ist Omega-3 ein wichtiger Stoff in einer gesunden Ernährung. Die kleinen Kapseln sind für eine Behandlung oder eine Ernährungsumstellung jedoch vergleichsweise ungeeignet. Zum einen bilden sie natürlich keinen Ersatz für eine ausgewogene und gesunde Lebensweise. Darüber hinaus sind sie sehr kalorienhaltig und werden zum Teil nur sehr schlecht verdaut. Viele Patienten dürften nach der Einnahme über Magenschmerzen, Blähungen und Durchfall klagen. Wer auf die Effekte der Fischölkapseln nicht verzichten möchte, sollte aus diesem Grund Omega-3-Fettsäure in seinen Speiseplan integrieren. Hierfür wird entweder vermehrt Fisch wie Lachs, Hering oder Thunfisch konsumiert, oder es wird regelmäßig ein Salat verzehrt, der mit Leinöl angereichert ist.

Führt Arteriosklerose stets zu einer koronaren Herzkrankheit?

Arteriosklerose bezeichnet nicht nur eine Erkrankung, sondern im Grunde genommen einen natürlichen Prozess, der bei jedem Menschen auftritt. An den inneren Arterienwänden lagern sich Fettpartikel und Eiweiße ab, die später zu kristallinen Kalkeinlagerungen werden. Ganz zu vermeiden ist dies nicht und im Alter zeigen sich gehäuft verengte Arterien. Sogar bei Kindern kann dies, insofern eine genetische Veranlagung besteht, bereits festgestellt werden. Doch nicht jede Arterienverengung bewirkt schließlich eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Gerade wenn nur eine minimale Einschränkung vorliegt, treten in der Regel keine Symptome auf. Erst dann, wenn das Problem gravierender wird und der Blutfluss stark eingeschränkt ist, wird die Arteriosklerose gravierend und gesundheitsbeeinträchtigend. Wer sich an alle Präventionsmaßnahmen hält und sich nicht zusätzlichen Risikofaktoren aussetzt, wird nur selten von einer koronaren Herzkrankheit betroffen sein.

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