Grippe Impfung für Jugendliche

Grippe (Influenza) Impfung für Jugendliche

Infektion

Jugendliche leiden in der Regel nicht an einer schweren Grippen-Erkrankung. Allerdings ist es durchaus möglich, dass sie die Viren übertragen. Des Weiteren können in seltenen Fällen auch bei Jugendlichen GrippeErkrankungen entstehen, die schwer bis hin zu tödlich verlaufen. Aufgrund dessen ist es ratsam, die jährliche Grippe-Impfung ebenfalls bei Jugendlichen durchzuführen. Besonders gefährdet sind Jugendliche, die bereits mit chronischen Vorerkrankungen, wie etwa Asthma, belastet sind. Hier können durchaus schwere Krankheitsverläufe entstehen.

Grippeviren: die Übertragung

Grippeviren findet man überall auf der Welt. Dazu kommt, dass sich die Viren schnell verändern, sodass der Impfstoff jedes Jahr erneut angepasst wird. Innerhalb von Deutschland tritt die Grippe in unterschiedlicher Schwere und Ausbreitung vor allem während der kalten Monate auf. Die Übertragung der Influenza erfolgt durch Tröpfchen-Infektion, also beispielsweise über Husten und Niesen. Ebenso können sich Jugendliche unter anderem aber auch über kontaminierte Gegenstände anstecken. Ein erhöhtes Infektions-Risiko ist hauptsächlich an Orten gegeben, wo eine Vielzahl an Menschen anzutreffen ist, wie etwa in Schulen, Bussen und Bahnen.

Krankheitsbild

Die echte Grippe macht sich etwa ein bis vier Tage nach Ansteckung bemerkbar. Es tritt hohes Fieber in Kombination mit Kopf– sowie Gliederschmerzen auf. Des Weiteren gehört zu den charakteristischen Merkmalen einer Influenza eine sehr starke Erschöpfung sowie ein trockener Reizhusten. Selbst Halsschmerzen und Schweißausbrüche sind möglich. Sollten keine weiteren Infektionen bei dem Patienten dazu kommen, dann ist die Grippe in der Regel nach circa fünf bis sieben Tagen bereits wieder überstanden. Allerdings ist es ebenfalls möglich, dass bis zur vollständigen Erholung mehrere Wochen vergehen. Kommt es jedoch zu einem schweren Grippe-Verlauf, kann eine Lungenentzündung auftreten. Die Lungenentzündung entsteht entweder durch einen weiteren Erreger oder sogar durch das Grippe-Virus. Selten kommt es dann in nur wenigen Stunden zum Tod des Betroffenen. Zu den weiteren Komplikationen einer InfluenzaErkrankung gehören beispielsweise Entzündungen des Herzmuskels, des Mittelohrs oder auch des Gehirns.

 

Impfung

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine Grippe-Impfung bei Jugendlichen vor allem dann, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, dass unter einem schweren Influenza-Verlauf gelitten werden kann. Das ist etwa dann der Fall, wenn bei dem Jugendlichen ein Grundleiden mit einer stärkeren, gesundheitlichen Gefährdung vorhanden ist. Eine solche Gefährdung ist beispielsweise bei Asthma, Nierenkrankheiten, Diabetes oder auch Multiple Sklerose gegeben.

Tritt der Jugendliche eine Reise an, kann es, je nach eigenem Gesundheitszustand und Ziel der Reise, zusätzlich sinnvoll sein, eine Grippe-Impfung durchführen zu lassen.

Weitere, wichtige Impf-Infos

Jugendliche sollten sich am besten schon im Oktober oder auch im November gegen die Grippe impfen lassen. Eine Impfdosis reicht normalerweise für eine komplette Influenza-Saison aus. Allerdings ist jährlich eine neue Impfung notwendig.

Die Impfung selbst kann bei Jugendlichen entweder mit einem Tot- oder einem Lebendimpfstoff durchgeführt werden. Letzteres wird bis 17 Jahren empfohlen. Der Lebendimpfstoff wird nicht gespritzt, sondern in Form eines Nasensprays verabreicht. Jedoch muss hier unbedingt beachtet werden, dass der Lebendimpfstoff bei einigen Krankheiten, wie etwa Asthma, nicht einsetzbar ist. Der Totimpfstoff wird dagegen wie eine „normal“ Impfung gespritzt.

Impfreaktion und Nebenwirkungen

Normalerweise wird die Grippe-Impfung von Jugendlichen gut vertragen. Dennoch kann es trotzdem immer einmal wieder zu Impfreaktionen sowie zu Nebenwirkungen kommen. So ist es zum Beispiel bei einer Impfung mit dem Totimpfstoff möglich, dass es an der Einstichstelle zu Schmerzen, Schwellungen sowie Rötungen kommt. Des Weiteren ist es innerhalb der ersten drei Tagen nach der Impfung ebenfalls möglich, dass der Jugendliche unter Müdigkeit, Muskelschmerzen, Frösteln sowie Übelkeit leidet. Diese und ähnliche Reaktionen dauern normalerweise jedoch nur ein, zwei Tage an.

Nebenwirkungen der Grippe-Impfung

Nebenwirkungen sind normalerweise sehr selten. So wurden bisher bei weniger als einer Person unter 10.000 Geimpften eine allergische Reaktion innerhalb der Bronchien und an der Haut entdeckt. Sehr selten entzünden sich kleine Blutgefäße oder die Anzahl der Blutplättchen verringert sich vorübergehend.

Wurde ein Lebendimpfstoff verabreicht, dann gehört zu den Nebenwirkungen, die am häufigsten vorkommen, eine verstopfte Nase. Ebenso ist es möglich, dass der Jugendliche eine Zeitlang unter Kopfschmerzen, Unwohlsein und weniger Appetit leidet. Zudem sind gelegentlich Hautausschläge sowie Überempfindlichkeitsreaktionen möglich.

Es wird empfohlen, dass der Jugendliche ein bis zwei Wochen nach der Lebendimpfstoff-Impfung keinen Kontakt zu Personen mit einem geschwächten Immunsystem haben sollte. Hier besteht theoretisch ein höheres Risiko, dass der Jugendliche den Grippe-Virus überträgt.

 

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