Multiple Sklerose

Steckbrief: Multiple Sklerose

  • Name(n): Multiple Sklerose; Encephalomyelitis disseminata (ED)
  • Art der Krankheit: Chronische Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit (Schwerpunkt Europa)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Unbekannt
  • Behandelbar: Nur symptomatisch
  • Art des Auslösers: Unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 2;5 mio. weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Neurologe; Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): G35

Multiple Sklerose – Wenn der Körper versagt

Multiple SkleroseEine Multiple Sklerose ist eine Krankheit, deren Ursachen noch nicht gänzlich erforscht sind. Dieser Umstand erschwert die Heilung. Bis zum heutigen Tage gilt dieses Leiden als unheilbar und es ist lediglich möglich, die Symptome zu behandeln und zu lindern. Dennoch forschen Mediziner und Wissenschaftler konstant daran, diesen Umstand zu verändern und probate und effektive Therapien für dieses Leiden zu entwickeln. Es ist also damit zu rechnen, dass sich die Lage in absehbarer Zukunft zum besseren hin verändert und Erkrankte vielleicht bald schon eine reale Chance auf Heilung haben werden.

Es handelt sich hierbei um eine sog. „demyelinisierende Erkrankung“ (Entmarkungskrankheit), also um eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS) oder im Falle der ms um eine chronische Entzündung desselben. Diese führt im laufe der Krankheit nicht selten zu teilweiser oder vollständiger Immobilität und darüber hinaus zum Verlust weiterer Sinne und Funktionen des Körpers.

Definition: Multiple Sklerose

Unter Multipler Sklerose (ms) versteht man eine chronische entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark.

ms ist die häufigste entzündliche Erkrankung des ZNS und neben Parkinson eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Multiple Sklerose tritt meist bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren auf.

Die Symptome können sehr unterschiedlich sein; die Erkrankung verläuft in Schüben. Nicht die Nervenzellen selbst, sondern deren Hüllen, die Markscheiden, sind in erster Linie von der Erkrankung betroffen. Durch Entzündung der Markscheiden bilden sich harte Plaques, die die Fortleitung der Nervenimpulse innerhalb des ZNS und zwischen ZNS und peripherem Nervensystem beeinträchtigen.

Je nachdem, welcher Teil des Nervensystems von der Plaquebildung betroffen ist, treten unterschiedliche Symptome wie Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen der Haut, motorische Störungen oder Lähmungen auf.

Bei der multiplen Sklerose (ms) handelt es sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), welches das Gehirn und das Rückenmark umfaßt. Die multiple Sklerose ist eine meist schubförmig verlaufende, chronische Autoimmun-Erkrankung des Nervensystems, die meist im frühen Erwachsenenalter beginnt und bevorzugt Frauen betrifft.

Die ms führt zur chronischen Entzündung und zur Zerstörung des Myelins, der Fettummantelung zur Isolierung der Nervenzellen. Dieser „Demyelinisierungs“-Prozess stört die Impulsübertragung im Nerven, beeinträchtigt die Muskelkontrolle und verursacht eine Vielzahl von sensorischen, motorischen und psychologischen Symptomen. Der Schaden am Myelin wird mit der Zeit wieder behoben und die Symptome verschwinden, aber wiederholte Attacken können zu einem kontinuierlichem Vorgang der De- und Remyelinisierung führen, der an der Nervenfaser zu Narbenbildung und einer zunehmenden Funktionseinschränkung führt.


Was ist Multiple Sklerose?

Unter Multipler Sklerose, die oftmals auch nur als ms bekannt ist, versteht man eine demyelinisierende Erkrankung im Zuge derer das Myelin, sprich die Nervenhaut sowie die Nervenzellen selbst, sowohl des Gehirns als auch des Rückenmarks, verletzt und geschädigt werden. Da im Rahmen dieser Störung davon auszugehen ist, dass die körperinterne Kommunikation verschiedener Nerven nur noch mangelhaft möglich ist oder gar nicht mehr stattfindet, kann es zu einer ganzen Reihe diverser Anzeichen und Symptome kommen, die die Krankheit begleiten und darüber hinaus jeden Menschen anders betreffen können. Besagte Symptome können hierbei sowohl physischer, mentaler und sogar psychischer Natur sein. Besonders häufig zu beobachtende Symptome sind unter anderem: Doppeltsehen, Blindheit auf einem Auge oder beiden, eine graduelle Schwächung der Muskeln, Empfindungsstörungen und Koordinationsstörungen.

Zusätzlich ist es noch gegeben, zwischen zwei grundsätzlich Arten von Symptomen zu unterscheiden. Es geht hierbei um isolierte Symptome und sich aufbauende Symptome. Isolierte Symptome treten zumeist lediglich im Rahmen eines akuten Schubs auf und sind nur für dieses speziellen Schub zutreffend. Sie sind in Phasen der Ruhe nicht bemerkbar, können sich aber beim nächsten Schub in unveränderter Intensität wiederum einstellen. Die andere Art von Symptom ist ein dauerhafter Begleiter. Hierunter versteht man Leiden und eben Symptome, die zu einem permanenten Phänomen für den Betroffenen werden und ihn allzeit durch den Alltag begleiten.

Bisweilen kann es sogar vorkommen, dass zwischen verschiedenen Schüben überhaupt keine Symptome spürbar sind. Dieser Fall ist aber leider vergleichsweise selten und zumeist nur in den frühen Stadien der Krankheit zu beobachten. Auch zwischen den Schüben muss der Erkrankte mit diversen Einbußen und Symptomen rechnen. Diese zeigen sich zumeist in der Form von neurologischen Problemen. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Konvolut an Symptomen mit Voranschreiten der Krankheit immer mehr zunimmt.

Die Gründe, die zum Entstehen der vorliegenden Krankheit beitragen sind allerdings noch nicht vollständig geklärt. Dennoch ist der Mechanismus, der hinter der Krankheit steckt auf gewisse Art und Weise entschlüsselt worden. Allgemein hin geht die Fachwelt davon aus, dass entweder eine fehlgesteuerte Reaktion des Immunsystems gegen den eigenen Körper vorliegt oder eine grundsätzliche Mangelleistung der bereits erwähnten Myelinen. Generell geht man davon aus, dass als Ursache ein unglückliches Zusammenspiel zwischen umweltlichen Faktoren und einer erblichen Vorbelastung in Frage kommen. Seltener kann eine ms auch durch eine virale Infektion ausgelöst werden. Die Diagnose kann sich bisweilen relativ schwierig gestalten, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Krankheit individuell sehr unterschiedlich verläuft und sich nur sehr schwer in vorgegebene Muster pressen lässt. Darum finden im Rahmen einer diagnostischen Erfassung zumeist mehrere Mittel Anwendung. Oftmals gelingt es Ärzten mithilfe verschiedener Mittel dafür zu sorgen, eine zufriedenstellende Diagnose zu schaffen.

Leider steht der modernen Schulmedizin bis dato noch keine Methode zur Verfügung, die eine vollständige heilung von ms garantieren könnte. Somit handelt es sich bei diesem Leiden (noch) um eine eine sog. „unheilbare“ Krankheit. Darum zielt eine Therapie auch nicht darauf ab, die Krankheit selbst in bekämpfen, sondern vielmehr darauf, die Symptome zu lindern und Schübe bzw. Attacken so mild wie möglich zu halten oder ganz zu verhindern. Hierbei zum Einsatz kommende Medikamente können zwar durchaus einige Erfolge erzielen, weisen aber auch eine Vielzahl an Nebeneffekten auf und werden darüber hinaus von sehr vielen Betroffenen nur schlecht vertragen. Darum ist es in jedem Falle eine Überlegung wert, ob man sich dieser zusätzlichen Belastung aussetzen möchte oder nicht. Im Einzelfall bietet sich ein sehr eindringliches Gespräch mit dem zuständigen Mediziner an. Oftmals verschafft auch Physiotherapie große Erleichterung und Abhilfe in Bezug auf ms. Betroffene Personen lernen wieder, sich „normal“ zu verhalten und zu bewegen. Aber auch hier sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Zwar kann eine Physiotherapie helfen, aber sie ist nicht dazu in der Lage, den Status Quo, der vor Ausbruch der Krankheit herrschte wieder herzustellen.

Sehr viele Betroffene wenden sich hilfesuchend der alternativen Medizin zu. Zwar gibt es keine stichhaltigen Beweise dafür, dass eine alternative Behandlung erfolgversprechend sei, dennoch lassen sich viele Erkrankte davon nicht aufhalten. Grundsätzlich ist von einem solchen Vorgehen auch nicht abzuraten. Dennoch ist es notwendig vor Beginn einer alternativen Therapie mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn die Alternativtherapie die Einnahme pflanzlicher Präparate vorsieht. Diese können ggf. mit bereits eingenommenen Medikamenten negative Effekte erzeugen oder Reaktionen der Unverträglichkeit hervorrufen.

Es gestaltet sich immens schwierig vorauszusagen, welchen Kurs die vorliegende Erkrankung fallspezifisch einschlagen wird. Positivere Prognosen sind meist bei Frauen abzugeben. Betroffene Männer dagegen sind zumeist stärker und schwerer betroffen. Auch gilt es zwecks der Erstellung einer Prognose darauf zu achten, wann sich die Krankheit zum ersten Mal fassbar etabliert, wie oft es zu Schüben, bzw. Attacken kommt und wie stark diese ausfallen, auch Intensität und Frequenz der Symptome sind hierbei Indikatoren für den späteren Verlauf des Leidens. Alles in allem aber ist davon auszugehen, dass die Lebenserwartung eines erkrankten Individuums um rund 10 Jahre kürzer ist, als das eines nicht erkrankten. Diese Zahl kann jedoch nach Art und Ausprägung der individuellen ms stark variieren – sowohl nach oben als auch nach unten.

Abschließen sei noch bemerkt, dass es sich bei der Multiplen Sklerose um die weltweit am häufigsten auftretende autoimmune Krankheit des zentralen Nervensystems handelt. Im Jahre 2015 beispielsweise waren rund 2,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffene. Dabei lagen sehr gravierende lokale Häufungen vor. Das bedeutet, dass gewisse ethnische Gruppen oder Bewohner gewisser Landstriche wesentlich seltener oder niemals an ms leiden, während es für Menschen in Risikogebieten weitaus häufiger der Fall ist. Insbesondere die entwickelten Industrienationen zählen zu den oftmals stark betroffenen Gebieten. Pro Jahr sterben etwa 19.000 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit Multipler Sklerose – Tendenz steigend.

In aller Regel bricht die Krankheit zwischen dem 20. und dem 50. Lebensjahr aus und ist mehr als doppelt so häufig bei Frauen zu beobachten als bei Männern. Darüber hinaus sind Wissenschaft und Forschung stets und stetig bemüht neue Erkenntnisse über die Entstehung der Krankheit zu erlangen und ebenso neue und bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln. Somit ist damit zu rechnen, dass sich in den kommenden Jahre viele positive Entwicklungen bezüglich dieses Leidens feststellen lassen werden. Gerade darum ist es wichtig, der Schulmedizin Vertrauen zu schenken und nicht alle Hoffnungen in alternative Therapien zu setzen. Hierdurch entzieht man der wissenschaftlichen Forschung wertvolles Quellmaterial, das ggf. Auskünfte darüber hätte liefern können, wie es zur Entstehung des vorliegenden Leidens kommt.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursache der ms ist unbekannt. Man glaubt, dass es sich dabei um einen von einem Virus, Umweltfaktoren und / oder genetischen Voraussetzungen ausgelösten Autoimmunprozess handelt. Typischerweise kommt die ms im Alter von 20 bis 40 Jahren zum ersten Mal zum Vorschein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, bei nordeuropäischen Kaukasiern ist sie häufiger als bei anderen ethnischen Gruppen und wird in den gemäßigten Breitengraden öfter gesehen als in heißen Ländern.

Von 10.000 Einwohnern sind in Deutschland etwa sechs erkrankt, dabei besteht interessanterweise ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in der Häufigkeit dieser Erkrankung. Das Risiko, eine ms zu entwickeln, liegt in der Allgemeinbevölkerung bei einem Zehntel Prozent (1 von 1000). In Familien mit einem betroffenen Mitglied steigt das Risiko auf 3% und liegt für den eineiigen Zwilling eines Erkrankten bei 30%, was sie These einer genetischen Ursache stützt.

Multiple Sklerose gehört zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Enge Verwandte von ms-Kranken haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Multipler Sklerose zu erkranken.

Genetische Faktoren spielen also bei der Entstehung von ms eine Rolle, auch wenn die Krankheit nicht direkt vererbbar ist. Außerdem konnte man beobachten, dass das Epstein-Barr-Virus eine Multiple Sklerose auslösen kann. Bei ms-Kranken können in Belastungssituationen sog. Schübe auftreten.

Kurze Übersicht über etwaige Risikofaktoren

  • Alter – Gleichwohl die Multiple Sklerose unabhängig des vorliegenden Alters auftreten kann, entwickelt sich siech häufiger in Personen zwischen dem 15. und 60. Lebensjahr. Die Chance davor oder danach an einer ms zu erkranken sind vergleichsweise gering.
  • Geschlecht – Frauen weisen gegenüber Männern eine beinahe doppelt so Hohe Wahrscheinlichkeit auf, an ms zu erkranken.
  • Familiäre Vorbelastung – Personen, deren Geschwister oder eltern an Multipler Sklerose leiden, sind statistisch gesehen häufiger betroffen, als Personen aus Familien ohne Fälle dieser Krankheit.
  • Bestimmte Infektionen – Wie bereits erwähnt, sind einige Viren mit einer ms in Verbindung zu bringen, u.a. der Epstein-Barr-Virus.
  • Ethnische Herkunft – Menschen aus dem nördlichen Europa oder die Nachkommen solcher Personen weisen die höchste Chance auf, an einer ms zu erkranken, wohingegen asiatische und indianische Völker die geringsten Chancen haben.
  • Klima – Das Klima kann bei einer ms ebenso einen ausschlaggebenden Faktor darstellen. Dabei ließ sich in der Vergangenheit beobachten, dass gemäßigte Klimazonen die meisten Betroffenen produzieren, das heißt Europa, Nordamerika, Neu Seeland, Australien usw.
  • Bestimmte Autoimmunerkrankungen – Schädigungen an der Schilddrüse, Diabetes des Typ 1 oder chronische Entzündungen im Bereich des Darms erhöhen die Chancen an einer ms zu erkranken ebenso.
  • Rauchen – Statistisch gesehen erkranken Raucher bis zu zwei Mal häufiger an der Multiplen Sklerose als Nichtraucher.

Symptome & Anzeichen

Anzeichen für Multiple Sklerose sind Sensibilitätsstörungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln, besonders an Armen und Beinen. Typisch ist das Nackenbeugezeichen, ein Schmerz, der bei Beugung des Kopfes nach vorne blitzartig die Wirbelsäule entlang schießt.

Außerdem treten Sehstörungen wie Doppelbildersehen sowie Muskelschwäche, Lähmungen und Muskelschwund auf. Daneben können Gesichtslähmungen, Nervenschmerzen, Sprachstörungen, Zittern, Blasenfunktionsstörungen, Stuhlentleerungsstörungen, sexuelle Störungen und Psychische Erkrankungen wie Depressionen auftreten. Der Verlauf der ms kann bei einzelnen ms-Kranken sehr unterschiedlich sein.

Hierzu im Folgenden eine Kurzübersicht

  • Taubheit oder Schwäche in den Extremitäten. Zumeist ist nur eine Extremität auf einmal betroffen, bisweilen auch eine komplette Körperhälfte, niemals aber der komplette Körper. Darüber hinaus stellt sich oftmals ein unangenehmes Gefühl der unzureichenden Versorgung des betroffenen Körperteils ein.
  • Teilweiser oder kompletter Verlust des Augenlichts. Häufig ist zunächst nur ein Auge davon betroffen, des Weiteren äußert sich während des Prozesses der Erblindung ein oftmals stechender Schmerz im Auge, während man dieses bewegt.
  • Doppelsichtigkeit oder verschwommene Sicht. Nicht immer muss es zur vollständigen oder teilweisen Erblindung kommen, bisweilen äußert sich die Multiple Sklerose auch dadurch, dass sich die Sicht stark, in Form von Doppelsichtigkeit oder verschwommener Sicht, einschränkt. Hierbei handelt es sich in der Regel jedoch nicht um anhaltende Prozesse.
  • Spontane Gefühle des Schmerzes oder der Taubheit. Taubheit und Schmerz können nicht nur die Extremitäten betroffen, sondern körperweit auftreten. Dies geschieht oft spontan und scheins grundlos.
  • Zittern und motorische Störungen. Ein dauerhaftes oder temporäres Zittern sind oftmals Zeichen einer ms, hinzu kommen nicht selten Einschränkungen in der Feinmotorik.
  • Undeutliche Sprache. Betroffene verlieren oftmals die Fähigkeit, sich klar zu artikulierem. Hierbei gebricht es ihnen aber nicht etwa an der nötigen geistigen Kapazität, sondern an der schier physischen Kraft, Zunge, Hals und Stimmbänder so zu nutzen, dass die Sprache klar und deutlich für Drittpersonen zu verstehen ist.
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schläfrigkeit. Multiple Sklerose Patienten fühlen sich sehr häufig müde und matt. Sie sind kaum in der Lage das Bett zu verlassen und weisen einen übermäßig hohen bedarf an Schlaf auf.
  • Benommenheit und Schwindel. Auch diese Symptome sind durchaus keine Seltenheit, wenn es um die Multiple Sklerose geht. Die Umwelt ist von Betroffenen nicht mehr klar und fehlerfrei wahrzunehmen, wodurch sich ein Gefühl der Benommenheit einstellt, dass es dem Individuum erschwert, sich im Alltag zurecht zu finden und sich durch alltägliche oder außergewöhnliche Situationen zu navigieren.
  • Inkontinenz. Nicht selten kommt es vor, dass Opfer der ms weder ihre Blase noch ihren Darm ausreichend kontrollieren können. Hieraus resultiert eine partielle oder vollständige Inkontinenz. Diese macht es Betroffenen oftmals schwer das Haus zu verlassen oder zwingt sie dazu, Windeln tragen zu müssen.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Bei ms-Verdacht erfasst der Arzt die Krankheitsgeschichte und prüft, ob die Kriterien für einen ms-Schub vorliegen. Neurologische Untersuchungen wie Reflexprüfung, Prüfung der Funktion der Gesichtsnerven und der Muskelkraft können weitere Hinweise auf Multiple Sklerose liefern.

Durch Rückenmarkspunktion und Liquoruntersuchung können entzündliche Prozesse im ZNS diagnostiziert werden. Mit HIlfe eines EEG (Messung der Gehirnströme) können Störungen der Nervenleitfähigkeit erfasst werden. Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht die bildliche Darstellung der Plaques.

Labortests

Es gibt keine Tests, die nur für die ms spezifisch sind. Mehrere Laboruntersuchungen können jedoch zur Unterstützung der Diagnose oder dem Ausschluß dieser Erkrankung eingesetzt werden. Zu der für die ms typische Konstellation von Eiweißen und Entzündungsparametern im Liquor gehören die oligoklonalen Banden und die autochtone Bildung von IgG. Die hilfreichsten Tests suchen daher nach einer unregulierten Immunglobulin G (IgG)- Produktion im zentralen Nervensystem, die normalerweiser an dieser Stelle nicht stattfindet. Sie sind im Folgenden aufgelistet.

Elektrophorese der zerebrospinalen Flüssigkeit

Die Elektrophorese und die isoelektrische Fokussierung sind zwei Methoden zur Auftrennung der Proteine (Eiweiße) in biologischen Flüssigkeiten. Das Serum und der Liquor (Nervenwasser) eines Patienten werden parallel mit einer der erwähnten Methoden untersucht. Nach einem Auftrennungsschritt wird auf beide Proben ein Färbemittel gegeben und die Bandenmuster der Proteine von Serum und Liquor miteinander verglichen. Sind im Liquor zwei oder mehr IgG-Banden vorhanden, die im Serum nicht vorhanden sind, so spricht man von einem positiven Test auf oligoklonale Banden. Etwa 90% der ms-Patienten weisen in ihrem Liquor oligoklonale Banden auf.

Liquor IgG-Index

Erhöhte Spiegel an IgG im Liquor können durch eine übermäßige Produktion von IgG im zentralen Nervensystem (multiple Sklerose und einige andere Erkrankungen) oder durch ein Leck in der Blut-Hirn-Schranke bedingt sein, durch das Plasmaproteine in den Liquor übertreten können (bei Entzündungen oder Traumen). Um zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu entscheiden, wird der IgG-Index aus der Messung von IgG und Albumin in Serum und Liquor berechnet. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:IgG-Index = [IgG (Liquor)/IgG (Serum)]/[Albumin (Liquor)/Albumin (Serum)]Ein erhöhter IgG-Index, der auf eine Produktion von IgG innerhalb des zentralen Nervensystems schließen läßt, wird bei circa 90% der ms-Patienten nachgewiesen.

Myelin-Basisprotein

Dieses ist ein Hauptbestandteil des Myelins. Erhöhte Konzentrationen von Myelin im Liquor deuten daraufhin, dass eine Demyelinisierung stattfindet. Dieser Prozeß ist nicht spezifisch für die ms, da auch andere Entzündungserkrankungen des zentralen Nervensystems zu erhöhten Mengen des Myelin-Basisproteins im Liquor führen. Dieser Test kann bei der Bestimmung der Entzündungsaktivität bei einer gesicherten ms helfen.
Untersuchungen außerhalb des Labors

MRT (Magnetresonanztomographie)

Diese Methode erlaubt dem behandelnden Arzt im wahrsten Sinne des Wortes in das Gehirn zu blicken. Hier können sowohl bleibende Narben als auch neue Entzündungsherde erkannt werden. Diese Aufnahmen helfen bei der Diagnose der ms und dem Verfolgen ihres Fortschrittes im zeitlichen Verlauf.

Visuell evozierte Potentiale (VEP)

Dabei handelt es sich um ein elektrisches Diagnostikverfahren, das die Geschwindigkeit der Nerventransmissionen (Botschaften) in verschiedenen Teilen des Gehirns mißt. Diese reagiert sensibel auf die Schäden durch die ms und kann so Narben entlang den Nervenbahnen nachweisen.

Krankheitsverlauf

Da die ms jeden Bereich des ZNS betreffen kann, variieren die Zeichen und Symptome stark, da sie auch davon abhängen, für was die erkrankten Nervenfasern im jeweiligen betroffenen Bereich zuständig waren. Der schubweise Verlauf über Jahrzehnte der durch zwischenzeitliche vorübergehende Besserungen unterbrochen ist (sogenannte Remissionen), ist vor allem durch spastische Lähmungen mit abgeschwächten Muskelreflexen und Sehstörungen bei Beteiligung des Sehnervs gekennzeichnet.

Daneben können weitere unterschiedliche Nervenstörungen, wie z.B. Sprachstörungen, Zittern der Hände (Tremor) und Magen-Darm-Störungen phasenweise auftreten. Sensorische Symptome können Taubheitsgefühl, Kribbeln, Schmerzen, Brennen, Jucken, Gesichtsschmerzen und visuelle Störungen umfassen.

Zu den motorischen Symptomen werden Sprechstörungen, Muskelschwäche, Tremor (Zittern), Gehschwierigkeiten, Koordinationseinschränkungen, Obstipation (Verstopfung) und Probleme bei der Blasenkontrolle gezählt. Zu den psychologischen Symptomen rechnet man Stimmungsschwankungen, Depression und kognitive Störungen (Störungen der Wahrnehmung).

Müdigkeit erscheint bei bis zu 90% der Patienten und etwa 60% der Patienten klagen über Temperatursensitivität; ihre Symptome verschlechtern sich bei Hitze zeitweilig. Die ms-Symptome können kommen und gehen und ihre Dauer kann von Tagen bis hin zu Monaten reichen. Komplette oder teilweise Remissionen (Rückbildungen) der Symptome, besonders in einem frühen Stadium der Erkrankung, sind bei schätzungsweise 70% der Betroffenen zu beobachten.

Somit lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass es kaum möglich ist, einen klaren und auf alle Fälle der Krankheit zutreffenden Verlauf zu konstruieren. Es handelt sich bei der Multiplen Sklerose um eine sehr fallspezifische Erkrankung, die selten bei bei zwei Personen gleich verläuft. Dieser Umstand erschwert nicht nur eine Diagnose immens, sondern trägt auch dazu bei, dass viele Betroffene sich etwas alleine gelassen fühlen, wenn es darum geht einen groben Verlauf vorauszuzeichnen. Sie wissen also oftmals nicht, worauf sie sich einstellen müssen oder welche Komplikationen sie auf dem Wege begleiten werden. Auch ist es oftmals nicht möglich im Vorhinein zu bestimmen, wie stark die Krankheit verlaufen wird und inwieweit die Lebensqualität darunter zu leiden hat. Alles in allem also muss man sich als Erkrankter darauf einstellen, dass man sich oftmals, trotz ärztlicher Hilfe, in unbekanntem Terrain bewegt und niemals komplett darüber Bescheid weiß, was wohl als nächstes geschieht.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Bei ms handelt es sich um die am häufigsten auftretende autoimmune Störung des Zentralen Nervensystems. Im Jahre 2010 waren etwa zwischen 1.5 und 3 Millionen Menschen weltweit mit ms zu diagnostizieren. Hieraus ergibt sich eine grobe Summe von etwa 3 Betroffenen pro 100.000 Einwohnern. Hierbei sollte man aber die bereits erwähnten lokalen Faktoren nicht außer Acht lassen. Die Estimierungen der Anzahl von Betroffenen erreicht beispielsweise in Europa sogar 80 pro 100.000 Einwohner, wohingegen die Zahl in den größten Teilen Asiens weit unter 2.5 pro 100.000 liegt. Auch hieraus lässt sich wiederum klar ersehen, dass lokale Häufungen die Regel bei diesem Leiden sind. In einigen Regionen Nordeuropas, vornehmlich in den nördlichen Teilen Deutschlands, Skandinavien und Schottland können sogar bis weit über 200 Personen pro 100.000 Einwohnern betroffen sein.

Des Weiteren scheinen sich die Krankheitsfälle stets und stetig zu häufen. Jedes Jahr sind mehr und mehr Fälle zu beobachten. Allerdings gilt es hierbei noch zu determinieren, ob es aufgrund der verbesserten diagnostischen Mittel lediglich so scheint, als ob es immer mehr Betroffene gäbe oder sich die Zahlen tatsächlich steigern. Aus diesem Grunde existieren zur Zeit eine Vielzahl an Theorien, die den hierfür möglicherweise zugrunde liegenden Ursachen auf die Spur zu kommen versuchen. Man muss dahingehend einen Konsens der Fachwelt abwarten.

Überdies spielt ebenso das Alter eine wichtige Rolle in Bezug auf die Häufigkeit der vorliegenden Erkrankung. Eine Multiple Sklerose stellt sich zumeist in Menschen ein, die Ende zwanzig oder Anfang dreißig sind. Bisweilen, obschon dies nur äußerst selten der Fall scheint, kann eine Multiple Sklerose auch im frühen Kindesalter oder nach Vollendung des 50. Lebensjahres auftreten.

Zudem sind autoimmune Erkrankungen generell häufiger bei Frauen als bei Männern zu beobachten. Ebenso verhält es sich mit der Multiplen Sklerose. Tatsächlich sind weit über 50% aller weltweit betroffenen Personen weiblichen Geschlechts. Dies gilt aber nicht nur für Erkrankte im typischen Alter, sondern auch für die Sonderfälle, wie bspw. Kinder. Selbst bei diesen sind Mädchen weitaus häufiger betroffen, als etwa Jungen. Man kann hier von einer 30/70 Ratio ausgehen. Interessanterweise entfällt der Faktor Geschlecht bei Personen, die erst jenseits der fünfzig erkranken. Hier herrscht ein Equilibrium zwischen den Geschlechtern. Gründe hierfür sind noch nicht nachhaltig benannt, könnten aber mit der im Alter veränderten Produktion von Hormonen zu tun haben.

Diagnosedaten

Es ist unerlässlich, die aus einer Diagnose gewonnenen Daten mit größter Sorgfalt und Genauigkeit auszuwerten. Alles andere wäre dem Patienten gegenüber im besten Falle als grob fahrlässig anzusehen.

Aufgrund der recht vielfältigen diagnostischen Mittel, die der modernen Schulmedizin glücklicherweise zur Verfügung stehen, fällt eine Diagnose aber oftmals nicht schwer und ist in aller Regel sehr eindeutig. Das ermöglicht es dem behandelnden Arzt oder den behandelnden Ärzten, dass sie die Symptome schnell behandeln und dem Betroffenen somit eine angenehmere restliche Lebenszeit bereiten können.

Die Multiple Sklerose ist zwar nicht heilbar, aber die Symptome lassen sich partiell stark lindern, sodass eine korrekte und zielgerichtete Auswertung der Diagnosedaten den Grundstein dafür legt, dass der Patient nicht allzu viel an Lebensqualität einbüßen muss und noch einige halbwegs angenehme Jahre verbringen kann.

Die Auswertung der aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind also bei der Planung der Behandlung von Erkrankten mit ms enorm wichtig. Sie geben nicht nur unverzichtbare Hinweise auf den Ursprung der Erkrankung, sondern liefern dem zuständigen Mediziner darüber hinaus Erkenntnisse, anhand derer er seine Therapie auszurichten imstande ist. Dies erfordert einen gewissenhaften Umgang mit den genommenen Proben, sowohl seitens des Arztes, als auch der Laboranten. Auch sollten nämliche gesondert darauf achten, inwieweit möglicherweise eine erbliche Vorbelastung vorliegt.

Im Grunde ist es vergleichsweise leicht, eine Multiple Sklerose festzustellen. Die sich zeigenden Symptome sind zwar oftmals nicht sehr spezifisch, lassen sich aber dennoch meistens in der vorliegenden Kombination gut zuordnen. Insbesondere das Vorhandensein von mehr oder weniger plötzlichen neurologischen Einbußen gilt einem als Indikator für das Vorliegen dieses Leidens. Darum ist es nicht nur für das betroffene Individuum selbst, sondern auch für den behandelnden Arzt relativ problemlos möglich, die vorliegenden Krankheit zu diagnostizieren – dennoch ist es nicht möglich im Rahmen einer Diagnose auf klinische Tests zu verzichten.

Bisweilen kann sich der Prozess der Diagnosestellung sehr lange hinziehen und es sind viele Tests erforderlich, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen. Dieser Umstand ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es sich, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, bei einer ms um eine Erkrankung handelt, die von anderen Erkrankungen nicht allzu einfach abzugrenzen ist. Dennoch kann es sehr empfehlenswert sein, bei Unsicherheiten nachzufragen und den Arzt auch gezielt auf die Possibilitäten anzusprechen, ob es sich bei dem vorliegenden Leiden nicht doch um eine Multiple Sklerose handeln könnte. Dies ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn eine erbliche oder familiäre Vorbelastung vorliegt.

Alles in allem aber ist auch bei der Diagnose dieser Krankheit auf die moderne Schulmedizin Verlass. Dasselbe gilt natürlich auch für die gewissenhafte Auswertung der diagnostischen Daten. Die heutigen wissenschaftlichen Methoden sind nicht nur sehr genau, sondern auch sehr effektiv und sorgen damit in aller Regel dafür, dass die Krankheit schnell zu erkennen und also ebenso schnell und zielgerichtet in Angriff zu nehmen ist. Man tut also gut daran, sich in diesem Falle der modernen Schulmedizin zuzuwenden, wenn man auf Nummer sicher gehen will – sicherlich sind auch ganzheitliche Verfahren zwecks einer Behandlung angemessene Arten der Behandlung, nicht aber zu diagnostischen Zwecken. Diese Diagnose sollte man, wie in beinahe allen Fällen, besser einem studierten Mediziner überlassen.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Multiple Sklerose ist eine sehr ernste und darüber hinaus oftmals sehr schmerzvolle Krankheit. Hierzu leisten auch die häufig auftretenden Komplikationen ihr Nämliches. Diese können unter anderem sein:

  • Verhärtung der Muskeln oder Spasmen (Krämpfe) – Teilweise müssen Betroffene über den Verlauf mehrerer Tage hinweg starke Spastiken aushalten. Dies ist nicht nur physisch zermürbend, sondern bringt die Leidenden auch oftmals psychisch an den Rand des Erträglichen.
  • Lähmung – Vollständige oder nahezu vollständige Lähmungen treten in aller Regel in den Beinen auf. Diese führen dazu, dass ein Betroffener vollends außer Stande ist, diese zu benutzen. Hierdurch ist die Mobilität als nichtig anzusehen und man benötigt einen Rollstuhl oder fremde Hilfe, um selbst den geringfügigsten Aufgaben nachkommen zu können.
  • Inkontinenz – Wie bereits erwähnt, ist die Inkontinenz ein häufiger Begleiter einer ms. Dies ist besonders dann sehr unangenehm, wenn man sich in der Öffentlichkeit aufhält. Betroffene merken häufig nicht mehr, wenn sie urinieren oder Stuhl ausscheiden. Dies führt zu hochgradig unangenehmen Situationen und macht es nicht selten notwendig, dass Windeln zu tragen sind, um dem Gröbsten zu entgehen.
  • Sexuelle Einschränkungen – Männer mit ms leiden oftmals einer einer erektilen Dysfunktion, aber auch erkrankte Frauen empfinden den Geschlechtsakt sehr häufig als unangenehm. Generell lässt sich gegen diese Art von Beschwerden nicht gezielt vorgehen und erkrankte Personen müssen lernen, damit zu leben.
  • Veränderungen der mentalen Gesundheit – Hin und an bedingt eine Multiple Sklerose Veränderungen der geistigen Gesundheit. Hierzu gehören Minderungen des Vermögens Dinge zu erinnern und teilweise sehr starke Stimmungsschwankungen, die in Ausmaß und Intensität nicht selten an eine Bipolare Störung erinnern können.
  • Depression – Wie gerade angeführt, sind Stimmungsschwankungen keine Seltenheit, wenn eine Multiple Sklerose vorliegt. Diese können sich bisweilen aber auch in eine dauerhafte Missstimmung verkehren, die dann als Depression anzusprechen ist. Ein tatsächlich nicht seltener Nebeneffekt einer MS-Erkrankung, der dringender Behandlung bedarf, um Leib und Leben der Betroffenen zu schützen.
  • Epilepsie – In eher seltenen Fällen, führt eine Multiple Sklerose zur Ausbildung einer Epilepsie. Die genauen Mechanismen hierfür sind noch ungeklärt, sind aber dennoch Gegenstand der Forschung.

Wie aus den soeben gemachten Ausführungen klar ersichtlich wird, müssen Betroffene mit sehr vielen Komplikationen und Einbußen rechnen. Wer an diesem Leiden erkrankt ist, kann nicht damit rechnen, keinerlei Symptome oder derer nur wenige zu haben. Zwar kann man der Erkrankung mittels von Medikamenten bis zu einem gewissen Maße Herr werden, aber alles in allem muss man sich darauf einstellen, dass einem einiges an Lebensqualität dauerhaft und unwiederbringlich abgeht. Nicht zuletzt deswegen kann es für Betroffene auch sehr wichtig sein, sich ggf. psychologische Unterstützung zu suchen, die einem dabei hilft mit der neuen Lebenssituation umzugehen zu lernen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arzt ist sofort dann zu konsultieren, wenn sich auch nur der geringste Verdacht auf eine etwaige vorliegende Multiple Sklerose Erkrankung einstellt. Man sollte auf keinen Fall zögern. Zwar ist die Krankheit nicht heilbar, aber eine frühe Erkennung kann dennoch für eine verbesserte und effizientere Behandlung sorgen.

Darüber hinaus sind die Testverfahren recht aufwendig und langwierig und sind somit möglichst früh in Angriff zu nehmen. Ebenfalls sollten Eltern ihre Kinder bei einem Verdacht sofort zu einem Kinderarzt bringen.

Des Weiteren gilt, dass gerade Personen, die einer Risikogruppe angehören, sich regelmäßig auf eine Multiple Sklerose hin untersuchen lassen sollten. Dadurch senken sie zwar nicht das Risiko eines Ausbruchs, aber eine etwaig notwendige Behandlung kann früher beginnen.

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an einer Multiple Sklerose leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Dasselbe gilt für Freunde, Bekannte und Ehepartner, deren Angehörige besagte Symptome aufweisen. Je früher eine MS erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und eine desto bessere medikamentöse Einstellung ist zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits eine Multiple Sklerose festgestellt hat. Es handelt sich bei diesem Leiden nämlich um eine sehr behandlungsintensive Krankheit, gerade deswegen ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Ehepartner, Freunde und Bekannte sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihrer Bekannten zu achten. Dies gilt besonders für erblich vorbelastete Personen. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, den Bekannten, den Ehepartner oder das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Erkrankten selbst, sondern auch im Interesse aller anderen sein.

Behandlungsmethoden & Therapie

Für die multiple Sklerose gibt es derzeit keine Heilung. Das Therapieziel besteht in einer Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung, der Linderung der Symptome und der Minimierung der Auswirkungen akuter Anfälle. Die multiple Sklerose verringert zwar nicht die Lebensspanne der Betroffenen, schränkt aber häufig und mit Unterbrechungen deren Lebensqualität ein. Die Patienten arbeiten normalerweise mit einem Team von Spezialisten zusammen, die sie dabei unterstützen, ihren Gesundheitszustand zu überwachen und auf ihre wechselnden Bedürfnisse eingehen. Zu den gegenwärtig in Deutschland im Einsatz befindlichen therapeutischen Substenzen zählen Zytokine (Interferon beta 1b) sowie Natalizumab als verlaufsmodifizierende Therapie bei Patienten mit hoch aktiver schubweise verlaufender MS, die nicht auf eine Behandlung mit Beta-Interferon angesprochen haben.

Einen akuten Schub behandelt man mit Glukokortikoiden. Dabei verabreicht man über mehrere Tage hinweg hochdosiertes Cortison intravenös. Eine weitere Möglichkeit der Schubbehandlung ist die Plasmapherese, bei der man das Blutplasma filtert.

Das Fortschreiten der Multiplen Sklerose ist durch eine kontinuierliche Basistherapie mit Beta- Interferonen oder Glatirameracetat zu verhindern. Bei schweren Verlauf der MS sind Medikamente wie Azathioprin, Mitoxantron oder Natalizumab einzusetzen.

Zusätzlich sind die Symptome der Multiplen Sklerose mit geeigneten Therapiemethoden wie Krankengymnastik, Physiotherapie, Psychotherapie, Massagen, Entspannungstraining, Beckenbodengymnastik und Medikamenten zu lindern.

Da sich MS-Symptome bei Hitze verstärken, sind durch das Tragen spezieller Kleidungsstücke wie Kühlwesten hitzebedingte MS-Symptome zu verbessern. Risikofaktoren, die einen Schub auslösen können, wie Stress, immunstimulierende Präparate, Impfungen oder Infekte sind möglichst zu vermeiden.

Durch Umstellung der Ernährung auf ballststoffreiche Kost mit überwiegend pflanzlichem Eiweiß ist Multiple Sklerose günstig zu beeinflussen. Omega-3-Fettsäuren, die z.B. in fettem Fisch oder Lebertran vorkommen, aber auch als Kapseln erhältlich sind, sollen die Prognose bei MS verbessern. Außerdem ist die Zufuhr von B-Vitaminen, Vitamin E und Vitamin D empfohlen. In einem Forum können Erkrankte Erfahrungen und Tipps austauschen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da die genauen Ursachen, die dem Ausbruch einer MS zugrunde liegen, noch nicht vollständig geklärt sind, ist eine pauschale Prävention nicht möglich. Nichtsdestoweniger ist man sich einiger Faktoren bewusst, die den Verlauf einer MS negativ beeinflussen können. Diese gilt es, besonders wenn man einer Risikogruppe angehört, nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierunter fallen unter anderem:

  • Warme Temperaturen vermeiden
  • Von Impfungen mit sog. „Lebendimpfstoffen“ absehen
  • Schwangerschaft
  • Operationen
  • Allergien und Sensibilisierungen

Nichtsdestotrotz sollte es möglich sein, dem Leiden etwas von seiner Intensität zu nehmen, wenn man sich der richtigen Mittel bedient. Zwar kommt dies keiner Prophylaxe im klassischen Sinne gleich, aber es kommt ziemlich nah heran. Hierzu gehört darauf zu achten, dass man sich trotz der MS immer noch ausreichend bewegt und soweit es möglich ist, Sport treibt. Da die Muskeln ohnehin schon stark geschwächt sind, ist es kaum förderlich, wenn diese aufgrund einer Unterbeanspruchung weiterhin verkümmern. An dieser Stelle ist besonders eine Physiotherapie zu empfehlen.

Auch kann es sehr wichtig sein, sich mit anderen betroffenen Personen über das Leiden auszutauschen und somit seinen Erfahrungsschatz zu erweitern. Selbsthilfegruppen, Gesprächskreise usw. sind hierbei besonders angebracht. Es kann darum nützlich sein, sich darüber schlau zu machen und ggf. Adressen beim zuständigen Hausarzt oder dem behandelnden Psychologen zu erfragen.

Ansonsten ist es natürlich am besten, wenn man trotz der bitteren Diagnose nicht den Mut verliert und immer weiter kämpft. Sicherlich wird man nie wieder so leben können, wie man es einst tat, aber es ist einem auch trotz dieses Leidens möglich, ein relativ ausgewogenes und schönes Leben zu führen. Wer sich allerdings zu stark zurückzieht und in Selbstmitleid versinkt, dem kann nicht mehr geholfen werden.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassend bemerken, dass zwar keine klassische Prophylaxe möglich ist, man jedoch sehr einfach imstande ist, etwas gegen die Krankheit zu tun, wenn diese bereits vorliegt. Durch ein solches Verhalten entschleunigt man nicht nur das Voranschreiten der MS, sondern sorgt auch dafür, dass dieselbe nicht zu einem allzu stark beherrschenden Faktor wird. Dadurch ist für den Patienten und sein Umfeld schon viel gewonnen.


Prognose zur Heilung

Der zu erwartende Verlauf der Krankheit hängt stark von den Faktoren Alter, Geschlecht und Anfangssymptomen ab. Darüber hinaus gilt es, den Grad der kurrenten Einschränkungen, die durch die Multiple Sklerose vorliegen, mit einzubeziehen.

Allgemein kann man sagen, dass betroffene Personen ab dem Ausbruch der Krankheit noch etwa eine Lebenserwartung von dreißig Jahren haben. Etwa 40% aller MS-Patienten erreichen das 70s Lebensjahr. Nichtsdestoweniger ist die Multiple Sklerose für viele erkrankte die hauptsächliche Todesursache. Darüber hinaus liegt die Selbstmordrate bei Betroffenen deutlich höher als bei Nicht-Betroffenen.

Des Weiteren sollte man bedenken, dass die meisten Erkrankten, etwa 90%, im Laufe der Krankheit die Fähigkeit verlieren, selbstständig gehen zu können und somit an einen Rollstuhl gebunden sind. Dabei können auch die Arme der Patienten sehr stark verkümmern, sodass sie auf Rundum-Pflege angewiesen sind.

Die Prognose ist also nicht besonders gut, dennoch sollte man sich nicht abschrecken lassen. Mit begleitenden Therapien ist es möglich, dass Betroffene bis zu ihrem Ableben ein relativ bequemes und gutes Dasein fristen.


MS und ihre Begleiter

Im Rahmen einer multiplen Sklerose treten in aller Regel sehr viele Nebenerscheinungen zu tage, die durchweg negativer Natur sind. Diese können sehr vielfältig sein. Von mentalen, kognitiven, physischen und psychischen Einschränkungen ist jederzeit auszugehen. Diese verschlechtern sich darüber hinaus im Laufe der Krankheit zumeist zusehends. Damit sollte als Betroffener oder als Angehöriger eines Betroffenen immer rechnen. Die Begleiter können unter anderem sein:

  • Erhöhte Abnutzung von Gelenken, bzw. „Arthrose: Abgesehen davon, dass alle Gelenkspartien von einer Arthrose betroffen sein können, wird sie in Deutschland am häufigsten bei den Hüftgelenken, Kniegelenken, Schultergelenken, Hand- und Fingergelenken und Sprunggelenken diagnostiziert. Im Bereich der Allgemeinmedizin zählt die Arthrose zu den am weitesten verbreiteten Gelenkserkrankungen. Mit über 90 Prozent tritt diese chronische Erkrankung der Gelenke bei Menschen auf, die älter als 65 Jahre sind. Allein in Deutschland sind rund fünf Millionen Menschen davon betroffen. Wer aber glaubt, dass dieses Krankheitsbild nur auf ältere Menschen zutrifft, der irrt sich.Auch bei knapp 25 Prozent der im dritten bis vierten Lebensjahrzehnt stehen Menschen treten die ersten Symptome für einen Genlenkverschleiß auf, die durch den Verlust der Knorpelmasse unter Schmerzen in den Gelenken und den damit verbundenen Beeinträchtigungen in der Beweglichkeit leiden. Ganz abgesehen davon, schränkt ein fortgeschrittenes Krankheitsbild den Patienten auch gewaltig in seiner Mobilität ein. Obwohl eine Arthrose mit dem heutigen Stand der Wissenschaft noch nicht gänzlich zu heilen ist, können die Beschwerden mit modernen Therapiemethoden zumindest gelindert werden.Am wichtigsten sind dabei ein frühzeitiges Erkennen und eine umgehend eingeleitete Behandlung der Arthrose. Diese Maßnahmen sind notwendig, um nicht nur einen Krankheitsfortschritt hinauszögern, sondern auch im schlimmsten Fall das operative Einsetzen eines künstlichen Gelenks zu verhindern. Für den Betroffenen ist es wichtig zu wissen, eine Arthrose darf nicht mit der ebenfalls weitverbreiteten Arthritis verwechselt werden. Im Gegensatz zu einer auf einem Verschleiß der Gelenke basierenden Arthrose wird eine Arthritis durch eine chronische Entzündung verursacht. Zudem können Gelenksschmerzen auch durch ein Trauma (z. B. Knorpeltrauma aufgrund einer Verletzung am Knorpel) ausgelöst werden.
  • Seelische Missstimmungen und Depressionen: Depressionen sind keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.
  • Rheumatische Arthritis: Unter Rheuma oder einer rheumatischen Arthritis versteht man eine chronische entzündliche Erkrankung, die mehr als nur die Gelenke der Finger anzugreifen imstande ist. Es kann bisweilen vorkommen, dass diese Krankheit ein weites Areal befällt. Darunter unter anderem die Haut, die Augen, die Lunge, das Herz oder die Blutgefäße.Des Weiteren handelt es sich bei diesem Leiden um eine Autoimmunerkrankungung. Das heißt kurzum, dass das natürliche Abwehrsystem des Körpers nicht mehr recht dazu imstande ist, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und sich im Laufe dieser Verwirrung selbst verletzt. Das eigene Abwehrsystem greift also körpereigenes Gewebe an und beschädigt es zum Teil massiv.Darum sind Rheumatische Erkrankungen auf keinen Fall als Abnutzung fehlzuinterpretieren, wenngleich die Krankheit selbst auf den ersten Blick so wirken mag. Rheuma liegt kein Verschleiß zugrunde. Es handelt sich tatsächlich lediglich um eine autimmunitive Störung des Organismus. Diese kann im vorliegenden Falle so weit gehen, dass sich nicht nur sehr schmerzhafte Symptome, wie Schwellungen einstellen, sondern es sogar zum vollkommenen Abbau ganzer Gelenke oder Knochenpartien kommt. Aus diesem unglücklichen Umstand heraus ergibt sich auch die typische Form, mit der sich Rheumatismus zumeist präsentiert. Einer klar ersichtlichen Verkrümmung und Deformation einer Körperteile. Insbesondere Hände und Finger sind oftmals betroffen und geben ein Bild über das verheerende Ausmaß der Krankheit.Darüber hinaus wirken aber nicht nur die Deformation und die Erodierung negativ auf den Körper des Betroffenen ein, auch die begleitenden entzündlichen Prozesse schädigen das Gewebe nicht selten irreparabel stark.Dennoch gibt es für alle Betroffenen Grund zum Aufatmen. Gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten sind der Forschung große Durchbrüche gelungen, was die Heilung von Rheuma angeht. Mithilfe der daraus hervorgegangenen verbesserten Heilungsmethoden ist es inzwischen möglich, viele der Symptome drastisch zu lindern. Dennoch ist die Erkrankung immer noch nicht komplett zu heilen.
  • Schlaganfälle: Der Insult oder Schlaganfall tritt auf, wenn der Blutfluß in einem Teil des Gehirns plötzlich unterbrochen oder verringert wird, was die Körperfunktion des von diesem Gehirnteil kontrollierten Gebietes beeinträchtigt. Während grundsätzlich eine Unterbrechung der Blutzufuhr für jedes Organ schädigend ist, ist das Gehirn das empfindlichste Organ des Körpers, in dem die Zellen am schnellsten geschädigt werden und in Folge des Sauerstoffmangels absterben.. Obwohl gewisse Zellschäden reversibel sind, ist der Tod von Gehirnzellen endgültig und das hinterlässt im Normalfall bleibende Ausfälle. In 80% der Fälle ist ein Schlaganfall ischämisch bedingt, also durch eine arterielle Durchblutungsstörung. Diese kann durch eine Embolie oder eine Stenose einer Arterie verursacht worden sein, am häufigsten kommt ein Hirninfarkt im Versorgungsgebiet der A. cerebri media vor.In 20% der Fälle ist eine Massenblutung im Gehirn die Ursache für den Schlaganfall, z.B. durch Ruptur eines Gefäßes oder durch ein Aneurysma.Darüber hinaus gibt es einige allgemeine Risikofaktoren, die dafür sorgen, dass sich die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalles merklich erhöht.
    Durch die Lebensführung bedingte Risikofaktoren

    • Übergewicht oder Adipositas
    • Zu wenig Bewegung
    • Hoher Alkoholkonsum
    • Missbrauch von Rauschgiften
    • Rauchen
  • Osteoporose: Eine Osteoporose hat den Effekt, dass die Knochen des betroffenen Individuums schwach und somit brüchig werden – bisweilen derart brüchig, dass selbst Stürze aus geringer Höhe, eine zu herzhafte Berührung oder sogar starker Husten eine Fraktur nach sich ziehen können. Zumeist treten diese direkt auf die osteoporose zurückzuführenden Frakturen in der Hüfte, den Handgelenken oder der Wirbelsäule der Betroffenen auf. Insbesondere letzteres bietet neben den Unannehmlichkeiten, die durch einen Knochenbruch sowieso schon entstehen, auch noch das Risiko auf eine partielle temporäre oder dauerhafte Lähmung.Bei den Knochen handelt es sich, anders als oftmals angenommen, um lebendes Gewebe und nicht nicht lediglich um aus Kalk und Calcium verstehende Verhärtungen. Wie alle lebenden Zellstrukturen des menschlichen Organismus auch, so erneuern sich auch Knochen in einem festgelegten Rhythmus immer wieder aufs Neue. Diese Zellerneuerung ist bei einer Osteoporose jedoch gestört. Liegt diese Krankheit vor, geht die Abtragung der alten Zellen schneller von statten als die Entwicklung der neuen. Dies hat im Umkehrschluss zur Folge, dass die Knochen schwach und wenig belastbar sind.Theoretisch kann prinzipiell jede Person an Osteoporose erkranken. Hierbei spielen die ethnische Herkunft und das Geschlecht nur eine untergeordnete Rolle. Nichtsdestoweniger weisen Frauen aus europäischer oder asiatischer Abstammung das tendenziell höchste Risiko auf. Zudem gilt es zu erwähnen, dass der weitaus größte Risikofaktor das Alter des Menschen ist. Je älter der Mensch, desto höher die Chance auf Osteoporose. Darüber hinaus ist es möglich, eine Osteoporose effektiv vorzubeugen, indem man sich nicht nur gesund und ausgewogen ernährt, sondern Knochen und Muskeln auch durch gezielte Leibesübungen stärkt und ausbaut.Einer der deutlichsten Marker für diese Erkrankung ist neben der Brüchigkeit der Knochen an sich, die man jedoch nicht sehen kann, die klar zu erkennende Fehlhaltung des betroffenen Individuums. Diese zeichnet sich insbesondere durch eine gebückte Haltung, schleichenden Gang und ggf. Verkrümmte Extremitäten aus.

Kinderwunsch trotz Multipler Sklerose

Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) bedeutet für den Betroffenen in jedem Falle ein Schockerlebnis, das den Beginn tief greifender Veränderungen in das alltägliche Leben markiert. Die individuelle Lebensplanung , berufliche Ziele und andere private Wünsche müssen mit der Krankheit in Einklang gebracht und unter Umständen geändert werden. Besonders wenn junge Menschen betroffen sind, stellen sich zudem einige Fragen in Bezug auf die Familienplanung: Besteht die Gefahr, dass ich MS an mein Kind vererben? Werde ich mich wirklich um ein Kind kümmern können? Und ist ein Kinderwunsch überhaupt realistisch?

Zunächst soll gesagt sein, dass MS kein Grund ist, auf Kinder zu verzichten. In der Regel ist die Zeugungsfähigkeit weder bei Männern, noch bei Frauen durch Multiple Sklerose eingeschränkt und eine Fortpflanzung ist auf natürlichem Wege genauso möglich, wie bei einem gesunden Menschen. Zudem ist die genetische Disposition dieser Erkrankung sehr gering. Weniger als 5 % aller Kinder mit einem an MS erkrankten Elternteil entwickeln im Laufe ihres Lebens selbst diese Krankheit.

Dessen ungeachtet sollte die Kinderplanung wohl überlegt sein. Ein Kind bedeutet nicht nur Freude, sondern auch sehr viel Anstrengung und Stress. Unter Umständen könnte es folglich zum „Auslöser“ eines Schubs werden, wofür es selbstverständlich nicht verantwortlich gemacht werden kann. Ob der sogenannten Fatigue (dauerhafte Müdigkeit), an welcher mehr als die Hälfte aller Betroffenen leiden, wird es womöglich ganz grundlegend schwerfallen, ein Kind permanent zu umsorgen. Darüber hinaus stellen auch physische Symptome der Multiplen Sklerose, etwa Koordinationsstörungen, Spastiken oder Lähmungen, eine nicht zu vernachlässigende Einschränkung beim täglichen Umgang mit Kindern dar. An dieser Stelle ist der Partner gefragt. Hin und wieder wird er schlicht mehr Aufgaben übernehmen müssen, als der Betroffene, der besonders während eines Schubs nicht vollumfänglich einsatzbereit ist. Ein Kinderwunsch lässt sich hernach am besten erfüllen, wenn Nachwuchs als Partnerschaftsangelegenheit betrachtet wird.

Entscheiden sich beide Beteiligten für ein Kind, sollte nun ein Arzt zurate gezogen werden. Zum einen kann dieser gezielte Maßnahmen gegen eventuell durch MS ausgelöste sexuelle Funktionsstörungen vorgehen, welche die Erfüllung eines Kinderwunsches marginal behindern können. Mangelnde Libido, unzureichende Lubrikation oder zeitweise auftretende Erektionsschwierigkeiten, die in Verbindung mit Multiple Sklerose zum Vorschein kommen können, lassen sich in der Regel leicht behandeln. Zum anderen sollte bereits frühzeitig die Medikation der MS auf eine Schwangerschaft ausgerichtet werden. Insbesondere Immunsuppressiva oder immunmodellierende Mittel sollten hinsichtlich ihres genotoxischen Potenzials untersucht werden. So empfehlen Ärzte beispielsweise Männern und Frauen mindestens sechs Monate vor einer geplanten Schwangerschaft Medikamente, die Mitoxantron beinhalten, absetzen, da diese negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus haben. Möglicherweise kann eine Umstellung auf Azathioprin erfolgen, dem kein gravierendes genotoxisch bedingtes Schädigungungsvermögen nachgewiesen wurden.

Der komplette Verzicht auf eine medikamentöse Behandlung empfiehlt sich häufig nicht, da Schübe während der Schwangerschaft ebenfalls negative Folgen haben können. Aus diesem Grund sollte eine Schwangerschaft nicht im Verlaufe eines Schubes oder direkt im anschließenden Zeitraum erfolgen. Hier gilt es, den Körper zunächst zu schonen. Interessanterweise scheint der weibliche Organismus selbst für einen ausreichenden Schutz der Nachkommenschaft zu sorgen: Nach einer geglückten Befruchtung treten bis zur Geburt bekanntermaßen so gut wie keine Schübe mehr ein. Die Gründe hierfür sind noch nicht umfassend untersucht. Die Medizin geht bisher davon aus, dass ein günstiger Hormonspiegel während der Schwangerschaft als Schutzschild gegen das Fortschreiten der Erkrankung fungiert.

Selbstverständlich lassen sich Schwangerschaften nicht in Gänze planen. Es ist durchaus möglich, während eines Schubs oder einer laufenden Behandlung mit eher ungünstigen Medikamenten schwanger zu werden. Sollte dies der Fall sein, muss sogleich ein Arzt aufgesucht werden. Er wird mittels Ultraschall oder gar Fruchtwasseranalyse ermitteln, ob es bereits zur Schädigung des Fötus gekommen ist. Leider ist dann manchmal auch ein induzierter Abort (Schwangerschaftsabbruch) nötig. Das stellt jedoch nicht die Regel in solchen Fällen dar. Betroffene sollten daher zunächst ruhig bleiben und den Körper nicht mit zusätzlichem Stress belasten.

Zumeist verläuft eine Schwangerschaft bei Multiple Sklerose-Patienten genauso wie bei gesunden Frauen. Dies trifft ebenso auf die Geburt an sich zu. Lediglich von Hausgeburten sollte, ob des leicht erhöhten Komplikationsrisikos, Abstand genommen werden. Bei einer fortgeschrittenen MS, die bereits Lähmungen oder Spastiken hervorgebracht hat, wird gewöhnlich ein Kaiserschnitt vorgenommen. Andernfalls ist dieser nur unter bestimmten ungünstigen Voraussetzungen notwendig. Größtenteils ist eine Geburt auf natürlichem Wege möglich. Wer sich gar sehr ängstigt, kann sich während der Schwangerschaft und der Geburt von einer Hebamme begleiten lassen, die sich besonders auf die Bedürfnisse von MS-Patienten ausgerichtet hat. Sie lassen sich über Beratungsstellen oder im Internet finden. Auch einige Krankenhäuser stellen spezielles Personal für solche Fälle.

Nach der Geburt lässt sich häufig eine Zunahme der Schubrate beobachten. Dies lässt sich auf die gravierenden Veränderungen des Hormonhaushaltes zurückführen und legt sich im Allgemeinen innerhalb von drei Monaten wieder. Zudem wirkt das Stillen des Kindes diesem Prozess entgegen. Ärzte empfehlen folglich auch MS-Patienten ein normales Stillverhalten bis mindestens sechs Monate nach der Geburt. Hierbei muss lediglich die Einnahme von Medikamenten überwacht werden. So konnte beispielsweise noch nicht schlüssig ausgeschlossen werden, dass Thioprin, welches sich in geringen Mengen in der Muttermilch nachweisen lässt, die inneren Organe eines Säuglings schädigt. Dieses Medikament sollte daher vorsorglich ausgesetzt werden. Ein akuter Schub lässt sich hernach unter anderem mit Kortison behandeln, das auch während der Stillzeit eingenommen werden kann. Diese Möglichkeit muss aber selbstverständlich mit einem Arzt abgesprochen werden. Lassen körperliche Einschränkungen keine normale Ernährung des Kindes zu, können Mütter überdies auf Milchersatzprodukte zurückgreifen, die sich dank moderner Forschung durchaus als eine adäquate Alternative zur Muttermilch etabliert haben.

Insgesamt betrachtet ist ein Kinderwunsch trotz der Diagnose Multiple Sklerose weitgehend unproblematisch realisierbar. Eine stabile Partnerschaft erleichtert dieses Vorhaben mit Sicherheit. Doch genauso sorgen karitative Einrichtungen, Ärzte und Selbsthilfeforen dafür, dass Betroffenen so viel Hilfe wie nur nötig zuteil wird, um eine Schwangerschaft und das Kind selbst auch genießen zu können.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt einige alternative Heilmittel, die Betroffene unterstützen können. Natürlich versprechen auch diese keine vollständige Heilung, erweisen sich aber bisweilen dennoch als schmerzlindernd und / oder stressabbauend. Insbesondere spezielle Massagetechniken bringen oftmals eine große Linderung des symptomatischen Schmerzes mit sich und lösen darüber hinaus Verspannungen. Nichtsdestotrotz sollte man sich diesbezüglich nur an seriöse Fachleute wenden. Durch falsch angewandte Massagen kann zu viel Druck entstehen, der den Körper eher schädigt, als ihm zu helfen.

Auch psychotherapeutische Alternativen sind häufig sinnvolle Begleiter während der Phase der Krankheit. Hierzu bieten sich je nach individuellem Interesse beispielsweise intuitives Malen, Musiktherapie oder Beschäftigungstherapie an.

Man sollte jedoch stets im Hinterkopfe behalten, dass alle alternativen Heilmethoden eine schulmedizinische Behandlung nicht ersetzen sollten oder können. Darüber hinaus sind jegliche Schritte in die diese Richtung zuvor mit dem behandelnden Arzt abzusprechen, um Überlappungen in der Behandlung zu vermeiden.

Folgende alternative therapeutische Ansätze konnten Betroffenen erwiesenermaßen Abhilfe leisten:

  • Yoga
  • Meditation
  • Gezielte Kühlungen
  • Massagen
  • Liegekuren
  • Krankengymnastik
  • Selbsthilfegruppen

Welche Hausmittel können helfen?

Bei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine ernstzunehmende Krankheit, die eine Behandlung rund um die Uhr erfordert. Ein sorgsamer Umgang mit der Krankheit, darunter fallen auch Hausmittel, kann dabei behilflich sein, ernsthafte und sogar lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern. Darum hierzu eine Übersicht:

  • Zeit nehmen, wenn notwendig – Es ist von größter Wichtigkeit, dass man sich für die Bewältigung des Alltags die Zeit nimmt, die man dafür braucht. Wer sich hetzt und quält, verstärkt bloß Stress und Druck und verstärkt somit gleichsam die Symptome der vorliegenden Erkrankung. Auch Ruhe sollte man sich gönnen, wenn man fühlt, dass man sie nötig hat. Die Leitlinie im Falle einer MS ist es stets ruhig zu bleiben und alles mit Gemach anzugehen.
  • Abkühlung – Wie bereits erwähnt, hat allzu viel Wärme einen stark negativen Einfluss auf die Multiple Sklerose. Darum ist es für Betroffene wichtig, dass sie sich stets ausreichend abkühlen, um einen Schub zu vermeiden. Hierzu kann man sich spezieller kühlender Kleidung bedienen oder anderer Hilfsmittel, wie Ventilatoren, Klimaanlagen usw.
  • Stress abbauen – Es ist wichtig, sich Ruhe zu gönnen, das wurde bereits erwähnt. Aber nicht nur Ruhe selbst ist wichtig, sondern auch dementsprechende Übungen. So sollte man Techniken erlernen, die einem dabei hilfreich sein können, Stress effektiv zu beseitigen.
  • Einen normalen Alltag beibehalten – Viele Betroffene geben sich auf. Das sollte man nicht tun. Ein solches Verhalten führt nicht selten zu depressiven Verstimmungen, die mitunter einen Freitod zur Folge haben können. Darum ist es wichtig, dass man sich nicht gehen lässt und den Alltag im Rahmen seiner Möglichkeiten bestreitet.
  • Kontakte beibehalten – Es ist nicht nur wichtig, den Alltag mit all seinen Aktivitäten weiterhin zu verfolgen, sondern auch, dass man sich nicht sozial abkapselt. Das bedeutet, dass man Freunde und Familie nicht vernachlässigen sollte. Auch ein solches Verhalten führt nicht selten zu Einsamkeit und Depressionen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Weihrauch
  • Copai
  • Kamille
  • Imortelle
  • Nelke
  • Lavendel
  • Ylang Ylang
  • Eukalyptus
  • Petersilie

Im Grunde sind ätherische Öle für eine Benutzung im Rahmen einer Aromatherapie gedacht. Das bedeutet, dass man diese in eine feuerfeste Schale mit etwas Wasser gibt und sie mittels einer Wärmequelle, zumeist einer Kerze, aus besagter Schale in die Raumluft verdampfen lässt. Hierdurch entfalten die ätherischen Öle ihre Wirkung am stärksten und sind für den Patienten am nützlichsten.

Nichtsdestotrotz ist es auch möglich, dass man manche ätherischen Öle auch äußerlich oder innerlich anwendet. Hierzu sollte man sich aber im Vorhinein bestens informieren, da nicht wenige der ätherischen Öle bei Hautkontakt oder bei Einnahme toxisch wirken.

Aber auch hier gilt der Vorsatz, dass man vor einer Behandlung mit ätherischen Ölen einen Arzt konsultieren sollte, um potentiellen allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen zu können. Diese sind gerade bei ätherischen Ölen besonders stark und bergen daher ein tendenziell hohes Risiko ungewollte Nebeneffekte auslösen zu können. Über Dosierung und Bereiche der Anwendung die einzelnen ätherischen Öle betreffend informieren der Händler sowie der Heilpraktiker sicherlich gerne.

Ätherische Öle

  • Weihrauch
  • Copai
  • Kamille
  • Imortelle
  • Nelke
  • Lavendel
  • Ylang Ylang
  • Eukalyptus
  • Petersilie

Im Grunde sind ätherische Öle für eine Benutzung im Rahmen einer Aromatherapie gedacht. Das bedeutet, dass man diese in eine feuerfeste Schale mit etwas Wasser gibt und sie mittels einer Wärmequelle, zumeist einer Kerze, aus besagter Schale in die Raumluft verdampfen lässt. Hierdurch entfalten die ätherischen Öle ihre Wirkung am stärksten und sind für den Patienten am nützlichsten.

Nichtsdestotrotz ist es auch möglich, dass man manche ätherischen Öle auch äußerlich oder innerlich anwendet. Hierzu sollte man sich aber im Vorhinein bestens informieren, da nicht wenige der ätherischen Öle bei Hautkontakt oder bei Einnahme toxisch wirken.

Aber auch hier gilt der Vorsatz, dass man vor einer Behandlung mit ätherischen Ölen einen Arzt konsultieren sollte, um potentiellen allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen zu können. Diese sind gerade bei ätherischen Ölen besonders stark und bergen daher ein tendenziell hohes Risiko ungewollte Nebeneffekte auslösen zu können. Über Dosierung und Bereiche der Anwendung die einzelnen ätherischen Öle betreffend informieren der Händler sowie der Heilpraktiker sicherlich gerne.

Homöopathie & Globuli

  • Glonoinum
  • Natrium Muriaticum
  • Belladonna
  • Rhus Toxicodendron
  • Tuberculinum bovinum
  • Lac caninum
  • Mercurius solubilis
  • Dulcamara
  • Camphora

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Trotz intensiver dahingehender Studien konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen einer MS-Erkrankung und den Ernährungsgewohnheiten von Betroffenen feststellen.

Nichtsdestotrotz gilt es, Übergewicht nach Möglichkeit zu vermeiden und einer gesunden Ernährung nachzugehen. Diesbezüglich kann man sich gute Ratschläge von einem Diätologen oder einem Ernährungswissenschaftler holen. Auch das Internet bietet diesbezüglich ein reiches Angebot an nützlichen Hilfestellungen.

Da mit einer Erkrankung mit Multipler Sklerose nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem einhergeht, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Wie bereits erwähnt, können Diätologen und Ernährungswissenschaftler einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Endet jede Multiple Sklerose im Rollstuhl?

Nein, glücklicherweise nicht. Dennoch sollte man sich verschweigen, dass beinahe 90% der Erkrankten früher oder später auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Bei schwächeren Formen der Krankheit, reichen bisweilen Krücken oder Rollatoren aus, um eine Mobilität des Betroffenen garantieren zu können. Die Chance einer Immobilität hängt darüber hinaus stark von der Art des Krankheitsverlaufes ab und ist damit sehr fallspezifisch.

Wie hoch ist meine Lebenserwartung mit MS?
Als Faustregel in der Medizin gilt, dass man dreißig Jahre auf den Beginn der Krankheit aufschlagen kann und damit seine ungefähre Lebenserwartung zu ermitteln imstande ist. Das heißt also, dass eine Person, die mit 25 Jahren die Diagnose MS erhalten hat, etwa bis 55 Jahre alt wird. Natürlich sind hier extreme Schwankungen möglich. So leben nicht wenige Betroffene über das 70. Lebensjahr hinaus. Die Zahl dreißig gilt demnach lediglich als grober Richtwert.

Was tun bei Depressionen und Selbstmordgedanken?
Depressionen sind ein sehr häufiges Phänomen bei MS-Erkrankten. Dies liegt daran, dass sie zusehends die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren scheinen und nach und nach daran verzweifeln. Darum ist es von größter Notwendigkeit, dass Betroffene sich Hilfe bei einem Psychologen suchen, insofern sich dieser Umstand einstellt. Auch sollte man in extremen Situationen nicht zögern, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. Dort ist man auf solche Fälle eingestellt und weiß gute Hilfe zu leisten.

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