Multiple Sklerose


Definition Multiple Sklerose (MS)

Multiple SkleroseEine Multiple Sklerose ist eine Krankheit, deren Ursachen noch nicht gänzlich erforscht sind. Dieser Umstand erschwert die Heilung. Bis zum heutigen tage gilt dieses Leiden als unheilbar und es ist lediglich möglich, die Symptome zu behandeln und zu lindern.

Dennoch forschen Mediziner und Wissenschaftler konstant daran, diesen Umstand zu verändern und probate und effektive Therapien für dieses Leiden zu entwickeln.

Es handelt sich hierbei um eine sog. „demyelinisierende Erkrankung“ (Entmarkungskrankheit), also um eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS) oder im Falle der MS um eine chronische Entzündung desselben. Diese führt im laufe der Krankheit nicht selten zu teilweiser oder vollständiger Immobilität und darüber hinaus zum Verlust weiterer Sinne und Funktionen des Körpers.


Steckbrief: Multiple Sklerose

  • Name(n): Multiple Sklerose; Encephalomyelitis disseminata (ED)
  • Art der Krankheit: Chronische Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit (Schwerpunkt Europa)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Unbekannt
  • Behandelbar: Nur symptomatisch
  • Art des Auslösers: Unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 2;5 mio. weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Neurologe; Orthopäde


Was ist Multiple Sklerose?

Unter Multipler Sklerose (MS) versteht man eine chronische entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark.

MS ist die häufigste entzündliche Erkrankung des ZNS und neben Parkinson eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Multiple Sklerose tritt meist bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren auf.

Die Symptome können sehr unterschiedlich sein; die Erkrankung verläuft in Schüben. Nicht die Nervenzellen selbst, sondern deren Hüllen, die Markscheiden, sind in erster Linie von der Erkrankung betroffen. Durch Entzündung der Markscheiden bilden sich harte Plaques, die die Fortleitung der Nervenimpulse innerhalb des ZNS und zwischen ZNS und peripherem Nervensystem beeinträchtigen.

Je nachdem, welcher Teil des Nervensystems von der Plaquebildung betroffen ist, treten unterschiedliche Symptome wie Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen der Haut, motorische Störungen oder Lähmungen auf.

Bei der multiplen Sklerose (MS) handelt es sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), welches das Gehirn und das Rückenmark umfaßt. Die multiple Sklerose ist eine meist schubförmig verlaufende, chronische Autoimmun-Erkrankung des Nervensystems, die meist im frühen Erwachsenenalter beginnt und bevorzugt Frauen betrifft.

Die MS führt zur chronischen Entzündung und zur Zerstörung des Myelins, der Fettummantelung zur Isolierung der Nervenzellen. Dieser „Demyelinisierungs“-Prozess stört die Impulsübertragung im Nerven, beeinträchtigt die Muskelkontrolle und verursacht eine Vielzahl von sensorischen, motorischen und psychologischen Symptomen. Der Schaden am Myelin wird mit der Zeit wieder behoben und die Symptome verschwinden, aber wiederholte Attacken können zu einem kontinuierlichem Vorgang der De- und Remyelinisierung führen, der an der Nervenfaser zu Narbenbildung und einer zunehmenden Funktionseinschränkung führt.


Welche Ursachen führen zu Multipler Sklerose?

Die Ursache der MS ist unbekannt. Man glaubt, dass es sich dabei um einen von einem Virus, Umweltfaktoren und / oder genetischen Voraussetzungen ausgelösten Autoimmunprozess handelt. Typischerweise kommt die MS im Alter von 20 bis 40 Jahren zum ersten Mal zum Vorschein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, bei nordeuropäischen Kaukasiern ist sie häufiger als bei anderen ethnischen Gruppen und wird in den gemäßigten Breitengraden öfter gesehen als in heißen Ländern.

Von 10.000 Einwohnern sind in Deutschland etwa sechs erkrankt, dabei besteht interessanterweise ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in der Häufigkeit dieser Erkrankung. Das Risiko, eine MS zu entwickeln, liegt in der Allgemeinbevölkerung bei einem Zehntel Prozent (1 von 1000). In Familien mit einem betroffenen Mitglied steigt das Risiko auf 3% und liegt für den eineiigen Zwilling eines Erkrankten bei 30%, was sie These einer genetischen Ursache stützt.

Multiple Sklerose gehört zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Enge Verwandte von MS-Kranken haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Multipler Sklerose zu erkranken.

Genetische Faktoren spielen also bei der Entstehung von MS eine Rolle, auch wenn die Krankheit nicht direkt vererbbar ist. Außerdem konnte man beobachten, dass das Epstein-Barr-Virus eine Multiple Sklerose auslösen kann. Bei MS-Kranken können in Belastungssituationen sog. Schübe auftreten.

Kurze Übersicht über etwaige Risikofaktoren

  • Alter – Gleichwohl die Multiple Sklerose unabhängig des vorliegenden Alters auftreten kann, entwickelt sich siech häufiger in Personen zwischen dem 15. und 60. Lebensjahr. Die Chance davor oder danach an einer MS zu erkranken sind vergleichsweise gering.
  • Geschlecht – Frauen weisen gegenüber Männern eine beinahe doppelt so Hohe Wahrscheinlichkeit auf, an MS zu erkranken.
  • Familiäre Vorbelastung – Personen, deren Geschwister oder eltern an Multipler Sklerose leiden, sind statistisch gesehen häufiger betroffen, als Personen aus Familien ohne Fälle dieser Krankheit.
  • Bestimmte Infektionen – Wie bereits erwähnt, sind einige Viren mit einer MS in Verbindung zu bringen, u.a. der Epstein-Barr-Virus.
  • Ethnische Herkunft – Menschen aus dem nördlichen Europa oder die Nachkommen solcher Personen weisen die höchste Chance auf, an einer MS zu erkranken, wohingegen asiatische und indianische Völker die geringsten Chancen haben.
  • Klima – Das Klima kann bei einer MS ebenso einen ausschlaggebenden Faktor darstellen. Dabei ließ sich in der Vergangenheit beobachten, dass gemäßigte Klimazonen die meisten Betroffenen produzieren, das heißt Europa, Nordamerika, Neu Seeland, Australien usw.
  • Bestimmte Autoimmunerkrankungen – Schädigungen an der Schilddrüse, Diabetes des Typ 1 oder chronische Entzündungen im Bereich des Darms erhöhen die Chancen an einer MS zu erkranken ebenso.
  • Rauchen – Statistisch gesehen erkranken Raucher bis zu zwei Mal häufiger an der Multiplen Sklerose als Nichtraucher.
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