Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit

Ein wichtiger Grund der Aufmerksamkeit beschreibt die Fähigkeiten, aus vielseitigen Reizangeboten der Umwelt mehrere Reiztypen auszuwählen und zu bevorzugen, andere hingegen zu unterdrücken und zu desertieren. Werden von dem Organismus mehrere Reize gleichzeitig verarbeitet, wäre durch das sensorische Reizüberangebot ein ausgeglichenes Handeln auf keinen Fall möglich. Während der Psychologie der Verarbeitung der Informationen stellt man daher Aufmerksamkeit maßgeblich unter dem Blickwinkel der Selektion dar. Das bedeutet, dass man sich den Mechanismen widmet, die mehr oder weniger enormere Beschränkung des Reizangebots –ebenfalls auch in der subjektiven Erlebniswelt im Bewusstsein- nach sich ziehen.
Des Weiteren wird hinsichtlich der Psychologie der Begriff der Aufmerksamkeit vereinzelt als allgemeine Zustandsbeschreibung benutzt. Das Aktivierungsniveau unterliegt mit beiden Extremen wie Wachen und Schlafen. Dabei wird die generelle Wahrnehmungsbereitschaft erfasst.

Was ist Aufmerksamkeit?

Die Aufmerksamkeit dient uns Menschen als Hilfsmittel, die äußeren und inneren Reize bewusst wahrzunehmen, damit man sich auf die mentalen Ressourcen auf eine bestimmte Anzahl von Bewusstseinsinhalten konzentrieren kann. Nur wenige Menschen schaffen es automatisch, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Andere hingegen müssen bestimmte Aktivitäten kontrolliert ausführen. Dabei verarbeitet meist das Gehirn jene Reize, die oft unbewusst hervorgerufen werden, die nicht als Fokus der Aufmerksamkeit im Raume stehen.
Von Aufmerksamkeit wird demnach gesprochen, wenn es um die Konzentration der Sinnesbetrachtung auf bestimmte Reize menschlicher Umwelt handelt. Hierbei kommt es zu einem Überfluss an Informationen, sogenannte Selektion, um das Bewusstsein aufgeschlossener zu machen und das Denken und Handeln dorthin steuern. Wir Menschen befinden sich in beinahe jeder Situation umgeben von Gegenständen und Ereignissen, die zeitgleich wahrgenommen werden können. Das bedeutet, dass jederzeit die Gedächtnisinhalte im Gehirn aufgerufen werden können. Was dann aber für eine Aktivität ausgeführt wird, ist von den verschiedensten Situationen abhängig. Derartige Aufmerksamkeitsprozesse sind in jedem Augenblick wichtig, was stets wieder auf das Neue wahrgenommen wird. Im Gehirn sind daher Wettbewerb, Wichtigkeitsüberprüfung, Auswahl von Kernmerkmalen, die von der Wahrnehmung, der Handlungssteuerung und für das Gedächtnis bedeutend sind. Grund für diesen Mechanismus ist auf jeden Fall der Begrenzung an der menschlichen Befähigung für die Reizverarbeitung.

Wie ist die Aufmerksamkeitszuwendung bei Kindern?

Seit der Geburt eines Babys können diese auf Reize reagieren und wenden sich der Aufmerksamkeit zu. Sobald ein kleines Kind ein Geräusch hört, sieht man sofort, wie sich der Kopf dreht, bis es das Geräusch gefunden hat. Zwischen dem 1. und 2. Monat entsteht die Phase des sogenannten obligatorischen Schauens. Dabei lernt das Kind nicht nur, wie es dem Reiz zuzuwenden hat, sondern auch gleichzeitig, wie die Gefühle abzuwenden gilt. Erst wenn das richtig funktioniert, kann von einer willentlich visuell gesteuerten Aufmerksamkeit gesprochen werden. Dieser Prozess steht mit den Gehirnprozessen in Verbindung. Darin eingeschlossen sind die frontalen Augenfelder sowie der Thalamus, das anteriore Cingulum.
Der Zustand der Aufmerksamkeit bei Kinder unterscheidet sich daher um schauen und um examinieren. Letzteres fällt mit einer Herzschlagverlangsamung zusammen. Dabei kommt der Hinweis auf, dass es sich hierbei um eine kortikale Beteiligung handelt. In diesem Fall kann das Kind auch anti-partizipatorische und fließende Blickbewegungen erkennen und ausführen. Bei Babys ist die visuelle Aufmerksamkeit mitsamt der Blickpräferenz als Interessenwahrnehmung an einer Sache bedeutend, da sie als Indikator für enormere Denkprozesse unter Großhirnbeteiligung gewertet wird.

Funktion und Aufgabe

Wie oft haben wir beispielsweise schon diese Sätze gehört oder auch selbst ausgesprochen: „Kannst Du aufpassen!“, „Das ist heute nicht mein Tag!“, „Mit fällt es schwer, mich auf diese Sache zu konzentrieren!“ oder „Muss das sein?“. Für die Menschen gibt es eine komplexe und kognitive Aufmerksamkeitsfunktion. Die Konzentration hingegen funktioniert eher schwankend. Sie kann niemals durchgehend gehalten werden und lässt demnach oft nach.
Welche Arten von Aufmerksamkeit gibt es?
1. geteilte Aufmerksamkeit
Bei vielen Aufgaben ist es so, dass wir uns Menschen beinahe in zehn Teilen müssten, um die Angelegenheiten gleichzeitig bearbeiten zu können, wie zum Beispiel neben dem Telefonieren etwas zu notieren und dabei noch auf die Kinder achten Die Ressourcen für die Aufmerksamkeit ist oftmals sehr wichtig. Dabei ist es für einen Menschen, der noch zur Schule geht, viel einfacher zu lernen, wenn dieser gleichzeitigen Musik hört oder eine interessante Serie nebenbei schaut. Dahingegen fällt es einem Rentner viel schwieriger, sich auf mehrere Dinge parallel zu konzentrieren.
2. Aktivierung in Phasen
Sofern es einen Knall gibt, werden wir Menschen schnell aufmerksam und schauen, was passiert oder geschehen ist. Mit der sozusagen Aktivierung in Phasen wird eine bestimmte Vigilanz gehalten. Dabei steigt das Konzentrationsvermögen und verändert alles um uns Menschen herum, wie Stress, unangenehme Gedankengänge, Lärm, Müdigkeit, etc.
3. selektive oder gerichtete Aufmerksamkeit
Die Sinnesorgane erfassen jederzeit immer neue Informationen: Geräusche, Düfte, fremde Geschmäcker, etc. Die wahrgenommenen Informationen können nicht alle verarbeitet werden. Bei der selektiven oder gerichteten Aufmerksamkeit liegt das Hauptaugenmerkmal auf den gewissen Maß an Informationen, die je nach Kontext, Situation, Gelegenheit und Wichtigkeit verarbeitet werden sollten. Durch diese Art der Aufmerksamkeit konzentrieren wir Menschen uns auf die eine Sache und brauchen gedanklich nicht an irrrelevante Informationen denken. Wer beispielsweise ein Gemälde mit einer wundervollen Landschaft zeichnet, achtet nicht auf einmal darauf, ob die Proportionen bei einem Aktbild stimmen.
4. bewusste Aufmerksamkeit
Wer gerade unterwegs ist und merkt, dass die Kleidung unangemessen ist, hat die volle Aufmerksamkeit dahin gerichtet, sich eine Boutique auszusuchen, um sich passende Bekleidungsstücke zu kaufen. Aufmerksamkeit kann entweder bewusst oder automatisch angesteuert werden. In diesem Fall ist die Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes gesehen.

Krankheiten und Beschwerden

Mit jedem Lebensalter steigt die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, sodass die Fähigkeit der Aufmerksamkeitsteilung immer schlechter wird. Dahingegen lässt die Fähigkeit der Verhinderung von Interferenzen nach. So ist es beinahe unmöglich, mehrere Dinge gleichzeitig problemlos zu meistern. Wenige Aufmerksamkeitsaspekte können durch die nachfolgenden Faktoren beeinflusst werden, wie unter anderem Alkohol, Stress, Medikamente und Müdigkeit.
1. Aufmerksamkeitsstörungen
Aufmerksamkeitsstörungen, kurz für adhs (Aufmerksamkeitsdefizit oder Hyperaktivitätsstörung werden oftmals bei Kindern festgestellt, bedeutet aber nicht, dass auch Erwachsene daran leiden können. Ob ohne oder mit einer Hyperaktivität – die Person, die derartige Symptome hat, hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und lenkt sich sehr schnell mit internen und externen Ereignissen ab. Darüber hinaus kann Zwangsverhalten schon beim Sitzen oder Stillstehen auftreten. In dieser Tat handelt es sich eine neurologische Erkrankung, die entweder durch das Umfeld hervorgerufen wird oder vererblich bedingt ist. Wenn adhs bei Kindern festgestellt wird, ist es in der Regel vermehrt bei den Jungen. Bei einer psychischen Störung sind beispielsweise mangelnde Aufmerksamkeit bereits zu Beginn der Schule bemerkbar. Das Erkennen der Erkrankung sollte mithilfe eines Gesundheitsfachpersonals gestellt werden, da oftmals die erwähnten Verhaltensweisen als normal eingestuft werden.
2. Im Alltag
Viele der zerebralen Aufgaben brauchen ziemlich viel Aufmerksamkeit, um die Informationen abzuspeichern und verstehen zu können. Aufmerksamkeit ist für jede Aufgabe notwendig, die dem Gehirn Beanspruchung finden müssen, um sich entweder auf etwas Bestimmtes oder auf allgemeine Dinge konzentrieren zu können.
3. Demenzerkrankung
Bei einer Demenzkrankheit leiden die Patienten meist an einer Aufmerksamkeitsstörung. Die Symptome erscheinen oftmals in Verbindung mit Zerstreutheit und Unaufmerksamkeit, wenn durch das Fehlen einer andauernden Konzentration ein bestimmter Reiz aufkommt.
4. Depressionen
Sogar bei Erkrankungen wie Hirnblutung oder Schlaganfall kann es passieren, dass Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit hervorgerufen werden können. Dabei sind gewisse Gehirnbereiche so geschädigt, dass die Aufmerksamkeit nicht mehr optimale gesteuert werden kann.
5. Niedriger Blutdruck
Auch ein Niedriger Blutdruck beeinflusst durch die geringe Hirndurchblutung negativ die Aufmerksamkeit. Sobald die Ursache behoben wird, kann die Konzentrationsfähigkeit wieder ansteigen.
6. Vitaminmangel
Auf der Suche nach Aufmerksamkeitsstörungen gehören Mängel an Spurenelementen und Vitaminen zu den harmlosen Ursachen. Vor allem die B-Vitamine sowie Eisen sind in diesem Fall erwähnenswert. Besonders durch eine angemessene Ernährungsumstellung ist eine Aufmerksamkeitsstörung im Vergleich zu den hirnorganischen Wirkungen leichter zu behandeln.

Fragen und Antworten zu Aufmerksamkeit

Wie kann man Aufmerksamkeit trainieren und fördern?

Wenn Kinder oder Erwachsene eine unzureichende Konzentration haben, muss nicht sofort von einer Aufmerksamkeitsstörung ausgehen. Im Allgemeinen bedarf es nur wenige Übungen, um die Ergebnisse letztendlich nachhaltig aufzubessern, die Aufnahmefähigkeit zu erzielen und zu steigern. Unkomplizierte Maßnahmen können schon einige positive Wirkungen hervorrufen und tragen zu einer ansteigenden Konzentrationsfähigkeit bei. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist genug Bewegung notwendig. Außerdem kann Schlafmangel die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen. Wer regelmäßig Übungen für Konzentrationen macht, kann die Aufmerksamkeit durchaus trainieren.

Gibt es eine Möglichkeit für Eltern, die Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes zu steigern?

Wann eine Konzentration wirklich funktioniert, kommt auf die Tageszeit an: Sobald das Kind bereits am frühen Nachmittag oder am Abend müde ist, sinkt bekanntlich die Konzentrationsfähigkeit. Ehe die Eltern sich darüber Sorgen machen, ob das Kind Konzentrationsprobleme hat, sollten sie sich erst Gedanken darüber machen, wenn zum Beispiel das Kind sich aus Schwierigkeiten heraushält, die Arbeit mit Fehlern ausführt, schnell verzweifelt ist oder voreilig müde und zickig wird. Wenn sich die Kinder von allerlei Reizen ablenken lassen, ist es vollkommen normal. Mit ansteigenden Alter erhöht sich die Befähigung, sich an einer Aufgabe heranzutreten und abwechselnd Konzentrations- und Entspannungsübungen zu machen. Kleine Kinder brauchen unbedingt eine Bezugsperson, die den jüngeren Kindern behilflich sind, damit nach der Erholungsphase sofort der Konzentrationsabschnitt stattfindet.
Die optimale Konzentrationsfähigkeit kann erlernt werden, wenn regelmäßig Übungen gemacht werden. Durch mehrere Gesellschaftsspiele wird Konzentration gefördert. Aus diesem Grunde ist es wichtig, sich genug Zeit zu nehmen, in Ruhe mit den Kindern zu spielen oder kreativ zu sein. All das schafft eine angenehme Atmosphäre ohne Musik oder Fernseher. Allerdings sollte das Spielzeugangebot in einem Kinderzimmer überschaubar sein und konzentrationsfördernd sein. Auch etwas basteln, kindgerechte Computerspiele oder malen erhöhen die Konzentrationsfähigkeit. Entsprechende Musik, singen oder Spiele wie Seilspringen oder Mikado und / oder Bälle jonglieren sind ferner hervorragende Konzentrationsübungen.

Hilft Meditieren bei der Aufmerksamkeitsfindung?

Sitzend auf dem Boden, die Augen geschlossen und die Beine kunstreich ineinander verschlungen, alle Gedanken verbannen – Genau so stellen wir Menschen und eine Mediationssitzung vor. Aber nichts davon stimmt. Bei dem Meditieren wird ruhig geatmet und nicht mit dem Denken aufgehört. Tatsache ist, dass es damit zu tun hat, Vertrauen zum Geist, den Erlebnissen und Geschehnissen zu bekommen.
Mithilfe von Meditieren ist es möglich, Stressbilder und alle Gedankengänge zu erkennen und mittels Aufmerksamkeit zu etwas Neutrales zu machen. Das Stressbild verschwindet und im Handumdrehen beschäftigen wir uns Menschen mit einem anderen Thema. Liegt es am Atmen? Liegt es an der Bewegung? Liegt es an das Mantra? Es gibt unterschiedliche Formen des Meditierens. Jede Art ist für sich eine sehr gute Sache. Für Einsteiger ist eine Meditation mit Bewegungen super geeignet. Dabei ist es wichtig, eine spezielle Abfolge von Bewegungen zu erlernen, damit sich der Rhythmus auf die Gedanken auswirkt. Der Geist kann sich gegen die Nichtbeachtung wehren und schon bekommt das Gehirn immer mehr Bilder und Gedanken. Beim Meditieren braucht man Geduld. Anfänger hingegen sollten sich für die ersten Schritte einen fachmännischen Lehrer nehmen und helfen lassen. Eine bewusste Aufmerksamkeit erreicht man nur, wenn man die Stressgedanken weglenkt und den Atem richtig spürt. Wenn das nicht funktioniert, frisst man die Sorgen in sich hinein. Bereits kurze Einheiten reichen aus.
Meditieren ist für jedermann geeignet.
Unser Fazit zu Aufmerksamkeit
Achtsamkeit ist keine esoterische oder spirituelle Zauberei. In der modernen Medizin wird Aufmerksamkeit als die Grundlage für ein gesundes und ausreichend funktionierendes Gehirn gesehen. In vielen Berufen ist die tägliche Reizüberflutung gewaltig, wenn das Gehirn mit adhs in Verbindung kommt. Es wird medizinisch als inkonsequentes Arbeiten mit nicht erklärlichen Einbrüchen, Nichterfüllung von Aufgaben sowie lückenhaften Arbeitsergebnissen bezeichnet.
Achtsamkeit ist ein gewisser Zustand, in dem der Kopf aufmerksam die derzeitige Außensituation oder ausdrückliche innere Gedanken wahrnimmt. Allerdings besteht die Kunst darin, die Aufmerksamkeit in die Richtung zu lenken, dass die Gedankensprünge zukünftig oder vergänglich werden und die Grübeleien und / oder Abschweifungen werden vermieden. Das Endresultat ist die innere Ruhe, die sehr hohe Effektivität sowie die Steigerung der Konzentration.
Während den Meditationsübungen ist es einfacher die Achtsamkeit zu erlernen.

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