Flow

Jeder kennt diesen Zustand, wenn man so weit in einer Sache vertieft ist, dass man die Außenwelt vergisst und kein Zeitgefühl mehr hat. In diesem Zustand werden meist auch herausragende Leistungen erbracht. Viele Künstler berichten beispielsweise, dass sie sich während der Schaffens-Phase wie in einem Rausch fühlen. Doch wie lässt sich dieser Zustand, der als Flow bezeichnet wird, genauer beschreiben beziehungsweise welche Bedingungen braucht es um diesen Zustand zu erzeugen? Diese Fragen und weitere werden in den vorliegenden Artikel beantwortet. Auch die zu Grunde liegenden veränderten Gehirn-Prozesse werden aufgedeckt. Ferner werden der Nutzen und die Grenzen des Flows aufgezeigt.


Was ist Flow?

In der positiven Psychologie wird der Flow, der auch unter dem Ausdruck „sich in der Zone befinden“ bekannt, mit einem Geisteszustand gleichgesetzt, in dem eine Person eine Aktivität ausübt und sich völlig in dem Gefühl eines gesteigerten Fokus, eines hohen Beteiligungsgefühls und einer großen Freude bezüglich des Fortschritts der Aktivität ergeht.

Im Wesentlichen kann der Flow dadurch charakterisiert werden, dass die erfahrende Person von dem komplett absorbiert wird, was sie tut.

Der Psychologe und Forscher Mihaly Csikszentmihalyi erkannte das Konzept und ist für die Namens-Gebund verantwortlich. Heutzutage wird das Konzept des Flows in vielen Anwendungsfeldern verwendet. Beispielsweise ist nimmt es in der Ergo-Therapie eine zentrale Stellung ein.

Es ist anzumerken, dass der Flow bereits seit vielen tausend Jahren, vor allem in den fernöstlichen Kulturen, eine hohe Bedeutung besitzt, wobei er hier unter anderen Bezeichnungen in Erscheinung tritt. Den Flow-Zustand zu erreichen, wird hier umgangssprachlich als „sich in der Zone befinden“ bezeichnet.

Jeanne Nakamura von der Claremont Graduate University und Csikszentmihalyi haben sechs Faktoren identifiziert, die die Erfahrung eines Flow-Erlebnisses umfassend beschreiben:

  • Intensive und fokussierte Konzentration auf den Augenblick
  • Verschmelzung von Aktion und Bewusstsein
  • Ein Verlust des reflektierenden Selbst-Bewusstseins
  • Ein Gefühl der Kontrolle über die Situation und die Aktivität
  • Eine Verzerrung der subjektiv wahrgenommenen Zeit
  • Die Aktivität wird als intrinsisch belohnend wahrgenommen

Diese vorgestellten Aspekte können unabhängig voneinander auftreten. Jedoch stellen sie nur in Kombination den sogenannten Flow dar. Die Psychologin Kendra Cherry fügt dieser Liste drei weitere Komponenten hinzu:

  • Unmittelbares Feedback
  • Das Gefühl, dass man das Potenzial zum erfolgreichen Ausführen der Aktivität hat
  • Ein Gefühl, dass auf Grund von Vertiefung in der Aktivität, andere Bedürfnisse entfallen beziehungsweise zeitweise vernachlässigbar sind

Der Mechanismus des Flows

In jedem gegebenen Moment steht einem Individuum eine große Anzahl an Informationen zur Verfügung. In wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass der Mensch nur eine gewisse Anzahl an Informationen in einem Moment aufnehmen beziehungsweise verarbeiten kann. Nach Csikszentmihalyi sind dies hundert zehn Bits pro Sekunde.

Es scheint eine hohe Verarbeitungs-Kapazität zu sein, jedoch binden bereits alltägliche Tätigkeiten hohe Kapazitäten. Das Entschlüsseln einer gesprochenen Nachricht benötigt sechzig Bits pro Sekunde. Deswegen ist es auch für viele Menschen so schwierig ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf andere Dinge zu richten.

Zu einem Großteil sind Menschen in der Lage ihre Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Ausnahmen bilden die angeborenen Körpergefühle wie beispielsweise Durst, Hunger oder Schmerzen. Wenn sich eine Person allerdings in einem Flow-Zustand befindet und komplett in einer Tätigkeit aufgeht, verliert sie die bewusste Entscheidungsmacht über ihre Aufmerksamkeit.

Die Person konzentriert sich ausnahmslos auf die Aktivität. Andere Umgebungsfaktoren wie beispielsweise die Zeit, andere Personen, Ablenkungen oder die grundlegenden Körper-Bedürfnisse werden ausgeblendet. Dem Individuum steht keine Aufmerksamkeits-Kapazität mehr zur Verfügung, da das gesamte Gros für die Ausführung der Tätigkeit verwendet wird.

Der Flow-Zustand wurde von Csikszentmihalyi als die optimale Erfahrung bezeichnet, in der das Individuum eine hohe Belohnung aus der Erfahrung erlangt. Der Flow-Zustand wird auf dem individuellen Level erreicht und ist abhängig von den personellen Fähigkeiten.

Bedingungen des Flows

Ein Flow-Zustand kann bei dem Ausüben jeder Tätigkeit erreicht werden. Obwohl es sehr wahrscheinlich ist diesen zu erreichen, wenn das Individuum mit hohem Engagement die Aktivität ausübt und der intrinsische Zweck im Vordergrund steht. Passive Aktivitäten wie beispielsweise ein Bad nehmen oder einen Film schauen, lösen in der Regel keinen Flow aus, da der Flow-Zustand durch eine aktive Handlung initiiert wird.

Csikszentmihalyi geht davon aus, dass die Erfahrung unabhängig von der Tätigkeit kongruent ist. In der Flow-Theorie werden drei Bedingungen genannt, die eine Initiierung des Flows bewirken:

  • Das Individuum muss in einer Aktivität involviert sein, die ein klares Zielsystem aufweist und in der der Fortschritt direkt erfassbar ist. Dies sorgt dafür, dass die Tätigkeit über eine Richtung und Struktur verfügt.
  • Das Feedback aus der Aktivität muss klar und direkt sein. Das hilft der ausübenden Person dabei, die sich ändernde Bedürfnisse zu erfassen beziehungsweise seine Performance anzupassen um den Flow-Zustand beizubehalten.
  • Es muss eine gute Balance zwischen den wahrgenommenen Anforderungen der Aktivität und den eigenen wahrgenommenen Fähigkeiten bestehen. Das Individuum muss Vertrauen in seine Fähigkeit zur Vervollständigung der Aufgabe haben.

Die drei Bedingungen aus der Flow-Theorie bilden ein zusammenhängendes System. Eine wahrgenommene Balance zwischen den Anforderungen aus der Tätigkeit und den vorhandenen Fähigkeiten bedarf des Wissens über die Ziele und des Feedbacks aus der augenblicklichen Handlung. Daher kann die wahrgenommene Balance zwischen Fähigkeiten und aufgabenbezogener Anforderungen als zentrale Voraussetzung für das Flow-Erlebnis identifiziert werden.

Die autotelische Person

Forscher nehmen an, dass Personen mit besonderen Charakter-Eigenschaften den Flow-Zustand besser und öfter erreichen können. Diese Charakter-Eigenschaften umfassen Neugierde, Ausdauer, eine geringe Ich-Bezogenheit und eine hohe Bereitschaft Aktivitäten nur auf Grund intrinsischer Belohnung auszuführen.

Individuen, deren Charakter-Eigenschaften in hohem Maße mit diesen übereinstimmen, wird eine autotelische Persönlichkeit zugesagt. Die Bezeichnung „autotelisch“ geht auf die beiden griechischen Wörter auto und telos zurück. Auto bedeutet hierbei Selbst, telos ist mit Ziel gleichzusetzen. Autotelisch bedeutet daher, dass es sich um eine geschlossene Tätigkeit handelt, die ohne eine Erwartung hinsichtlich eines zukünftigen Nutzens ausgeführt wird, sondern, dass das Erfahren dieser Tätigkeit das Ziel selbst ist.

Flow in der Musik

Musiker und hier vor allem die improvisierenden Solisten, können den Flow erfahren, wenn sie ihr Instrument spielen. Die Forschung zeigt, dass Musiker in einem Flow-Zustand eine bessere Performance abliefern im Gegensatz zu einem Nicht-Flow-Zustand.

In einer Studie spielten Pianisten ein Stück so lange, bis sie im Flow waren. Es zeigte sich, dass eine signifikante Beziehung zwischen dem Flow der Herzfrequenz, dem Blutdruck und der Anspannung der Gesichts-Muskulatur besteht. Waren die Musiker im Flow reduzierte sich ihre Herzfrequenz, der Blutdruck senkte sich und die Gesichts-Muskulatur entspannte sich.

Die Forscher betonen, dass es sich bei dem Flow um einen Zustand müheloser Aufmerksamkeit handelt. Trotz der mühelosen Aufmerksamkeit und der Entspannung des ganzen Körpers verbesserte sich die Performance der Künstler.

Ebenfalls kann eine Gruppe von Trommlern ein Flow-Erlebnis haben, wenn sie eine kollektive Energie verspürt, die den Beat vorantreibt. Ein ähnliches Erlebnis haben oftmals Bass-Gitarristen und Trommler in einer Band.

Flow im Gaming

Flow ist einer der Hauptgründe warum Menschen Video-Games spielen. Das Hauptziel von Video-Games ist es durch intrinsische Motivation Unterhaltung zu erzeugen. Die intrinsische Motivation ist wiederum mit dem Flow verbunden. Durch die Balance zwischen den Anforderungen des Spiels und den Fähigkeiten des Spielers wird das Gehirn aktiviert. Die Aufmerksamkeit und die Motivation werden erhöht.

Daher wird der Flow in Video-Spielen benutzt um eine angenehme Erfahrung zu kreieren, die wiederum die Motivation des Spielers erhöht und diesen dazu bringt, weiter zu spielen. Aus diesem Grund versuchen Spiele-Entwickler die Prinzipien des Flows in ihre Spiele zu integrieren. Im Allgemeinen ist die Spiel-Erfahrung fließend und intrinsisch belohnend, unabhängig davon ob bestimmte Spielerfolge erreicht werden.

Flow in der Arbeit

Flow-Zustände sind von hoher Bedeutung für die Performance am Arbeitsplatz. Forscher nehmen an, dass mit zunehmenden subjektiv wahrgenommenen Flow-Erlebnissen die Arbeitnehmer in ihrer emotionalen, kognitiven und sozialen Komplexität wachsen und sich diese Entwicklung positiv auf die Performance des Unternehmens auswirkt. Des Weiteren erhöht sich hierdurch die Zufriedenheit der Arbeitnehmer.

Es existieren allerdings auch Barrieren, die einen Flow am Arbeitsplatz verhindern. Einer der Hauptgründe für ein Ausbleiben eines Flows sind für den Arbeitnehmer unklare Job-Ziele. Beispielsweise ist dies der Fall, wenn der Arbeitnehmer nicht erkennt, welchen Nutzen seine Tätigkeit hinsichtlich des Gesamt-Erfolges der Unternehmung hat.

Als zweiter Punkt kann ein fehlendes Feedback genannt werden. Die Motivation des Arbeitnehmers kann sich reduzieren, wenn dieser nicht weiß, ob er seine Tätigkeit angemessen ausgeführt hat. Auch fehlende Kommunikation im Allgemeinen kann verhindern, dass ein Individuum mit Flow auslösenden Aufgaben versorgt wird.

Ferner wirken sich Tätigkeiten mit einem zu hohen Anforderungs-Profil demotivierend aus.

Vorteile des Flows

Durch Flow-Zustände kann das Lernen und die aufgabenbezogene Leistung gesteigert werden. Dem Flow ist ein Wachstums-Prinzip inhärent. Wenn sich eine Person in einem Flow befindet, versucht diese die Aktivität zu meistern. Um diesen Flow aufrecht zu erhalten, müssen immer neue Herausforderungen gefunden werden. Befasst sich diese Person mit den stetig neu aufkommenden Herausforderungen, verbessern sich ihre Fähigkeiten.

Die Person kommt aus einem Flow-Erlebnis mit einem Gefühl von Kompetenz und Selbst-Wirksamkeit. Dies erhöht wiederum das Selbst-Vertrauen. Je mehr Zeit im Flow verbracht wird, desto höher wird die Motivation in Zukunft intrinsische Aktivitäten auszuführen. Ferner wird hierdurch das selbst gesteuerte Lernen gestärkt.

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Flow-Zustände mit einer hohen Leistung in den Bereichen Kunst, wissenschaftliche Kreativität, Lehre, Lernen und Sport positiv korreliert. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass Flow-Zustände sich lindert auf Ängste auswirken.


Funktion & Aufgabe

Personen können den Flow nutzen um ihre Kreativität, Leistung oder ihre Zufriedenheit zu verbessern.

In einer Studie die in Australien durchgeführt wurde, erhielten vierzig Probanden die Aufgabe einen Brain-Teaser zu lösen, welcher ein hohes Maß an Kreativität erfordert. Im ersten Anlauf konnte keiner der Test-Subjekte diese Aufgabe lösen. Nachdem der Flow-Zustand künstlich mittels magnetischer Stimulation initiiert wurde, konnten dreiundzwanzig der Subjekte die Aufgabe in Rekord-Zeit lösen.

Weitere Studien weisen auf die Vorteile des Flows hin. In einer von der Beratungsgesellschaft McKinsey durchgeführten Studie zur Untersuchung der Leistungsfähigkeit von Managern stellte sich heraus, dass diese um fünfhundert Prozent effektiver waren, wenn diese sich im Flow befanden.

Eine andere Studie, die die Kreativität verschiedener Arbeitnehmer-Gruppen in einem Unternehmen bei einem Flow untersuchte, ergab sich, dass diese Test-Personen um sieben hundert Prozent kreativer waren.

Was passiert bei Flow im Gehirn?

Ob sich eine Person in einem Flow befindet kann auf neurobiologischer Ebene erklärt werden. Der Flow ist das Produkt von tiefgreifenden Veränderungen in den standardmäßig ablaufenden Gehirn-Prozessen. Im Flow-Zustand verändern sich die Gehirn-Wellen (oder Brain-Waves) dahingehend, dass die sich schnell bewegenden Wellen des normalen bewussten Wach-Zustandes (Beta-Waves) in den Bereich der sich weitaus langsamer bewegenden Wellen zwischen den Kategorien Alpha und Theta wandeln.

Alpha-Wellen werden mit einem Tag-Traum-Modus assoziiert, bei dem die erfahrende Person zwischen verschiedenen Gedanken ohne inneren Widerstand tauschen kann. Theta-Wellen hingegen zeigen sich eigentlich nur, wenn der Mensch in der REM-Schlafphase ist (diese Schlafphase ist durch schnelle Augenbewegungen charakterisiert) oder kurz vor dem Einschlafen ist. In diesem Zustand können Gedanken in neuer und kreativer Weise verbunden werden.

Kreativität kann als Neu-Kombination alter Gedanken verstanden werden. Die Fähigkeit zwischen einzelnen Gedanken schnell zu wechseln und diese in neuer Art und Weise zu kombinieren verbessert diese auf einem fundamentalen Level.

In Gehirn-Scans konnte gezeigt werden, dass bei dem Einsetzen eines Flows der Präfrontale Kortex ausgeschaltet wird. Der Präfrontale Kortex ist Sitz der meisten hoch ausgebildeten kognitiven Funktionen. Hiermit lässt sich zum Beispiel erklären, warum im Zustand des Flows ein Gefühl für das Selbst verloren geht. Der Präfrontale Kortex ist Ursprung des empfundenen Selbst.

Ebenfalls im Präfrontalen Kortex angesiedelt, sind die persönlichkeitsbezogenen Konzepte des Selbst-Monitoring und die der Impuls-Kontrolle. Diese beiden „Systemkomponenten“ stellen den inneren Kritiker dar. Wird dieser Bereich des Gehirns abgeschaltet, verschwindet die innere Stimme von Zweifel und Herabsetzung. Dies ermöglicht einen weitaus offeneren Umgang mit neuen Ideen und Konzepten.

Des Weiteren wird beim Flow eine große Anzahl an Neurotransmittern freigesetzt. Dies sind unteranderem Norepinephrin, Dopamin, Endorphine, Anandamid und Serotonin. Hierbei handelt es sich um Substanzen, die leistungssteigernd sind und die Stimmung aufhellen sowie einen erheblichen Einfluss auf die Kreativität haben.

Norepinephrin und Dopamin führen beispielsweise zu einem erhöhten Fokus und verbessern die imaginären Fähigkeiten. Sie ermöglichen es auch, dass Muster schneller erkannt und Ideen schneller in neuer Weise verbunden werden können. Anandamid hingegen verbessert die Fähigkeit zum lateralen Denken (Quer-Denken). Daher es erhöht die Größe der Datenbank im Gehirn, die bei einer Mustererkennung abgesucht wird.

Zusammengenommen bieten diese neuro-chemischen, neuro-elektrischen und neuro-anatomischen Veränderungen in der Gehirn-Funktion großes Potenzial um die Kreativität zu erhöhen.


Krankheiten & Beschwerden

Der Flow-Zustand kann benutz werden um chronische Krankheiten zu heilen. Hierbei werden keine Medikamente angewandt, sondern der Körper konzentriert sich ganz auf die natürlichen inneren Heilkräfte.

Der Flow-Zustand kann allerdings auch zur negativen sucht werden. Die beim Flow freigesetzten Gehirn-Botenstoffe haben ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Bereits ein einmaliges intensives Flow-Erlebnis kann der Auslöser einer langwierigen Abhängigkeit sein.

Ein Beispiel für ein sehr intensives Flow-Erlebnis ist beispielsweise das Bergsteigen. Hierbei Gehen die Bergsteiger meist ein sehr hohes Risiko ein, um einen besonderen „Kick“ zu erfahren. Mit zunehmender Anzahl der Flow-Erlebnisse müssen immer Risiko reichere Touren gewählt werden, um eine gleichbleibende Befriedigung zu erleben.

Des Weiteren kann es sein, dass manche Menschen ganz von einer bestimmten Flow auslösenden Tätigkeit eingenommen werden und andere Verpflichtungen vernachlässigen. Beispielsweise vernachlässigen Personen, die sich intensiv mit Video-Spielen befassen, häufig ihre sozialen Kontakte.

Es hat sich gezeigt, dass Personen die zu einen gewissen Grad abhängig sind von einem Flow-Erlebnis, Entzugserscheinungen erfahren, wenn sie diesen Flow nicht in regelmäßigen Abständen bekommen. Beispielsweise bekommen diese Personen dann Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Depressionen und fühlen sich antriebslos.

Um den gesunden Umgang mit diesem psychologischen Phänomen wieder zu erlangen, müssen viele Betroffene eine Therapie machen.


Fragen & Antworten zu Flow

Was ist Flow?

– Beim Flow handelt es sich um einen psychologischen Zustand in dem die erfahrende Person sich ganz auf eine Aufgabe konzentriert. Die Motivation zur Ausführung der Aktivität ist hierbei intrinsischer Natur. Das heißt die Person erwartet keine externe in der Zukunft liegende Belohnung, die sich aus der Durchführung der Aktivität ergibt, sondern erfährt eine direkte augenblickliche Zufriedenheit auf Grund des Charakters der Tätigkeit.

Welche Bedingungen braucht es zum Flow?

– Ein Flow kann bei jeder Tätigkeit erreicht werden. Voraussetzung ist hierbei, dass die Tätigkeit die drei folgenden Bedingungen erfüllt. Zum einen bedarf es eines klar definierten Zielsystems. Zum anderen muss die Person unmittelbares Feedback aus ihrer Tätigkeit erhalten, damit sie ihr Verhalten anpassen und somit den Flow-Zustand beibehalten kann. Als letzte Bedingung ist die Balance zwischen den wahrgenommenen Anforderungen aus der Tätigkeit und den eigenen Fähigkeiten zu nennen. Daher die Person muss Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, dass sie damit den Anforderungen der Tätigkeit gerecht wird.

Was passiert beim Flow im Gehirn?

– Der Eintritt eines Flow-Zustandes ist mit einer Reihe grundlegender, funktionaler Veränderungen im Gehirn verbunden. Auf neuro-anatomischer Ebene wird die Aktivität des Präfrontalen Kortex soweit herabgesetzt, dass kein Gefühl mehr für das Selbst besteht. Das heißt, dass die Systeme des Selbst-Monitoring und der Impuls-Kontrolle ausgeschaltet werden. Auf der neuro-elektrischen Ebene verändern sich die Brain-Waves dahingehend, dass nicht mehr Beta-Wellen bestimmend sind, sondern nun Alpha- und Theta-Wellen ausgesendet werden. Dies bewirkt, dass sich das Individuum in einem Hypnose beziehungsweise Trance artigen Zustand befindet, in dem die Verarbeitung von Gedanken schneller und reibungsloser abläuft. Auf neuro-chemischer Ebene werden vermehrt im Gehirn vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen und die allgemeine Zufriedenheit erhöhen.


Unser Fazit zu Flow

Bei dem Flow handelt es sich um interessantes psychologisches Phänomen, dass jeder Mensch erreichen kann. Hierzu müssen die ausgeführten Tätigkeiten allerdings bestimmten Bedingungen genügen. Ist dies der Fall kann die Person im Flow-Zustand mit einer deutlicheren Steigerung seiner Leistungsfähigkeit, Kreativität und allgemeinen Zufriedenheit rechnen. Der deutlich erhöhte Nutzen der sich aus dem Flow ergibt, wird mit einer sehr gering wahrgenommenen Anstrengung erreicht. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Flow-Zustand ein Abhängigkeitspotenzial besitzt.

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