Ekzem

Ekzem

Sobald auf der Haut rote Flecken auftreten, die zusätzlich mit einem starken Juckreiz verbunden sind, handelt es sich in den meisten Fällen um Ekzeme.

Diese stellen sogar mit 30 bis 40 Prozent den größten Anteil aller Hauterkrankungen dar. Sie müssen jedoch nicht immer in Form von roten Flecken auftreten.

Woher Ekzeme kommen, in welchen Formen sie ebenfalls eintreten und wie die behandelt werden können, zeigen wir in diesem Ratgebertext.

Was ist ein Ekzem?

Bei einem Ekzem handelt es sich um eine Hautirritation. Eine weitere Begrifflichkeit dafür ist Dermatitis, wo bereits der Begriff Haut (Derma) bereits enthalten ist. Dieses Synonym findet sich oftmals im angloamerikanischen Raum wieder. Zudem umfasst eine Dermatitis zusätzlich auch Hautentzündungen.

Auch Neurodermitis ist ein recht bekannter Ausdruck dafür, der jedoch nur bei bestimmten Ekzemen Verwendung findet. Das Wort Ekzem hingegen kommt aus dem Griechischen „ekzema“ und bedeutet soviel wie „herausbrodeln“ und „Aufwallung“. Genau darum geht es nämlich auch. Ekzeme spiegeln sich nicht nur in roten Flecken wieder, sondern auch in Form von Schuppung, Krustenbildung, Nässe und Bläschenbildung. Hier ist die Erscheinung bei jedem anders.

Ursachen von Ekzemen

Oftmals sind Ekzeme eine Folge von Allergien. Hier findet man den größten Anteil wieder. Jedoch können auch andere Hautkrankheiten dabei behilflich sein, bestimmte Ekzeme auszulösen. In einigen Fällen kann auch eine mangelnde Hygiene ein Ekzem hervorrufen.

Das genbedingte Ekzem

An sich kann das Krankheitsbild eines Ekzems in drei Stufen unterteilt werden. Hier findet man den genbedingten Typen in Form einer Neurodermitis. Hier handelt es sich um einer überempfindliche Reaktion der eigenen Haut. Die allgemeinen Ursachen sind noch nicht weitestgehend erforscht, jedoch kann bereits davon ausgegangen, dass der Ursprung in den Genen liegt. Ausschlaggebend für den Ausbruch der Krankheit sind Berührungen mit bestimmten Stoffen oder anderen Auslösern.

Das allergisch bedingte Ekzem

Der zweite Typ ist das allergisch bedingte Ekzem. Dieses kann daran erkannt werden, dass man lediglich die Ausbildung der Ekzeme auf der Haut erkennen kann, sobald die Allergie eintritt.

Beispiel: Sehr häufig besteht eine Nickelunverträglichkeit. Kommt der Patient mit dem Stoff in Berührung, so bilden sich Ekzeme als Folge dessen.

Das toxische Kontaktekzem

Die dritte und letzte Gruppen sind die toxischen Kontaktekzeme. Hier handelt es sich um
jene Stoffe, die für den Menschen giftig und schädlich sind. Ekzeme werden bei Berührung mit den Stoffen als Art Abwehrmechanismus gebildet. Das Hautbild hängt von dem jeweiligen Stoff ab.

Mögliche Auslöser von Ekzemen

 

  • Haarfärbemittel sowie -pflegemittel
  • Kosmetika
  • Rasiermittel
  • Nagellack
  • Deo und schweißhemmende Präparate
  • Strümpfe
  • Mittel gegen Pilzerkrankungen
  • Empfängnisverhütende Präparate
  • Intimsprays
  • Jeansknöpfe
  • Massagemittel
  • Kleidung
  • und vieles mehr
Anmerkung: Die Ursachen für Hautekzeme sind sehr vielseitig. Daher bedarf es oftmals einer ausführlichen Untersuchung, um die Ursache zu finden.

Symptome & Anzeichen bei einem Ekzem

In erster Linie rechnet man mit Hautrötungen, starkem Juckreiz sowie Ausschlag. Das sind auch die typischen Symptome. Jedoch können diese viel weiter darüber hinausgehen. Blasen- und Schuppenbildungen sind in manchen Fällen keine Seltenheit. Aber auch eine gewisse Form von Nässe ist die Begleiterscheinung einiger Erkrankungen. Bei toxisch bedingten Ekzemen ist zudem eine Krustenbildung keine Seltenheit.

Merke: An sich sind die Symptome nach der jeweiligen Ursache abzuleiten. Zudem ist der Grad der allergischen oder auch toxischen Reaktion von hoher Relevanz für das Ausmaß der Krankheit.

Hier nochmal die Symptome in einem kurzem Überblick:

 

  • Juckreiz
  • Hautrötungen
  • Ausschlag
  • Schuppenbildung
  • Nässe
  • Bläschenbildung
  • Krustenbildung

Diagnose & Krankheitsverlauf von Ekzemen

Oftmals führen den Patienten die Hautirritationen zum Hausarzt. Empfohlen wird jedoch der Besuch des Hautarztes (Dermatologe). Dieser kennt sich mit Ekzemen bestens aus und kann deutlich bessere Untersuchungen anstellen. Oftmals kann jedoch nach den ersten Rötungen keine eindeutige Erkenntnis geschlossen werden, worin der Auslöser liegt. Jedoch können erste Behandlungen vorgenommen und weitere Beobachtungen angestellt werden. Eins steht jedoch fest: Das Ekzem kann bereits festgestellt werden!

Die Stadien der Symptome

 

Das akute Stadium:

Hier tritt ein Stadium auf, welches gleichzeitig und gleichförmig innerhalb kurzer Zeit wieder abheilt. In erster Linie treten leichte Hautrötungen auf. Bei diesen Rötungen bleibt es, solange es sich um eine weniger schwere Erkrankung handelt.

Ist das Stadium jedoch etwas schwerwiegender, so treten stecknadelkopfgroße Blasen hervor. Die Größe kann jedoch auch kleiner ausfallen, je nach Typ des Ekzems. Diese Blasen jucken stark und sind zudem mit einer hellen Flüssigkeit gefüllt. Nach kurzer Zeit platzen diese Blasen und nässen die Haut. Im Anschluss folgt das Austrocknen dieser. Zu guter Letzt erfolgt eine Krustenbildung und in einigen Fällen eine Schuppenbildung. Anschließend heilt das Ekzem vollständig ab.

Das chronische Stadium:

Tritt die Irritation der Haut dauerhaft oder wiederholt auf, so spricht man von einem chronischen Ekzem. Hier findet man die einzelnen Stadien der Rötung, Krusten- und Schuppenbildung und Blasenbildung parallel zueinander. Entzündliche Knötchen können ebenfalls eintreten, die wie Kratzspuren aussehen.

Folge: Die Haut wird deutlich gröber und fühlt sich rau an!

Komplikationen:

Hier beschränkt man sich auf genbedingte Ekzeme. Als Komplikationen treten hier die sogenannten Herpes Ekzeme auf. Diese treten selten auf, jedoch in einer schwerwiegenden Form.

Behandlung & Therapie von Ekzemen

Bevor die Behandlung beginnt, wird in erster Linie der Zustand der Haut sowie der Schweregrad des Ekzems abgeklärt. Befindet sich die Irritation im Anfangsstadium, so empfiehlt es sich, eine Creme zu nutzen, die reich an einem hohen Wasseranteil ist.

Befindet sich das Ekzem jedoch in einem späteren Stadium, so ist es ratsam, eine Salbe anzuwenden, welche eine möglichst hohen Fettanteil aufweist. Somit wird der Haut und ihren Zellen geholfen, sich zu regenerieren. Oftmals angewendet bei Neurodermitis wird die Salbe Linola.

Sollten nachträglich bakterielle Infektionen auftreten, so kann auch hier die passende Salbe verwendet werden. Diese enthält Antibiotika und antiseptische (entzündungshemmende) Stoffe.

Die Entzündung kann jedoch auch mit Glukokortikoide vorgebeugt werden. Soll das Ekzem jedoch in schwerwiegenden Fällen nicht berührt werden, so kann auch eine Behandlung in Tablettenform auftreten.

Hausmittel bei Ekzemen

 

Die Pflege mit Öl

Beliebte natürliche Hausmittel bei Ekzemen sind native Olivenöle, welche entweder direkt in die Haut einmassiert werden oder in Form eines Ölbades angewandt werden. Sie sind dafür bekannt, dass sie entzündungshemmend wirken und somit auch oftmals die Ursache bekämpfen.

Aloe Vera

Hierfür nimmt man ein Blatt der Pflanze und drückt die gelartige Substanz aus. Diese wird im Anschluss auf die betroffene Stelle aufgetragen. Juckreiz wird gelindert und zudem bringt Aloe Vera keinerlei Nebenwirkungen mit sich, sodass das Gel so oft wie möglich aufgetragen werden kann.

Ringelblumenextrakt

Schmerzen und Reizungen der Haut können durch Ringelblumenextrakte deutlich gemildert werden. Es wirkt äußerst beruhigend und entzündungshemmend. Eine zusätzliche Infektion von Bakterien und Pilzen wird obendrein verhindert.

Die Behandlung mit Haferflocken

Die kleinen Körner der Haferflocken wirken entzündungshemmend. Daher werden Haferflocken mit Wasser angereichert und auf die betroffene Hautstelle aufgetragen.

Weitere Hausmittel gegen Ekzeme

 

  • Kamille
  • Kokosöl (auch bei starken Ekzemen)
  • Mandelöl
  • Walnussblätter
  • Zitrone

Die Liste der Hausmittel kann flexibel weitergeführt werden. Wichtig ist es, dass die Stoffe entzündungshemmend sind und bequem auf die Haut aufgetragen werden können. Zudem sollten sie keinerlei Nebenwirkungen aufweisen.

Achtung: Bei starken oder auch dauerhaften Irritationen ist es ratsam, seinen Dermatologen aufzusuchen.

Fragen & Vorbeugung von Ekzemen

Sind die Ekzeme allergiebedingt, so müssen sich Betroffene Menschen von den zuständigen Stoffen fernhalten, um auch damit verbundene Ekzeme vermeiden zu können. Meistens ist es einfach, den Stoffen zu entsagen. Wer beispielsweise an einer Nickelallergie leidet, sollte den Kauf von Schmuck mit Nickelanteil untersagen.

Wird mit Säuren und Laugen hantiert, so ist es ratsam, die passende Schutzkleidung zu tragen. Viele Hautirritationen treten bei Menschen auf, die mit schädlichen Stoffen zusammenarbeiten.

Tipp: Eine zusätzliche regelmäßige Reinigung und Pflege der Haut kann zusätzlich dafür sorgen, Ekzeme zu vermeiden oder wenigstens zu mindern. Dabei sollte man natürlich auf die geeigneten Kosmetika und Duschgele achten.

Ist die Ursache jedoch noch nicht bekannt, so ist es ratsam, seinen Dermatologen aufzusuchen. Mit diesem kann ein Allergietest gemacht werden. In den meisten Fällen zeigt sich, woher die Ekzeme kommen. Dementsprechend kann Abstand genommen werden.

Welche Körperstellen können von Ekzemen betroffen sein?

Vermutlich wäre es einfacher zu sagen, wo keine Ekzeme auftreten. An sich steht fest, dass ein Ekzem überall da auftreten kann, wo auch Haut vorhanden ist. Zudem sind ebenfalls die Lippen betroffen, sobald eine Herpes Infektion auftritt.

Wie lange dauert ein Ekzem an?

Leichtere Ekzeme können nach einigen Tagen bereits wieder verschwunden sein. Andere wiederum können mehrere Wochen, Monate oder auch Jahre anhalten. Hier kommt es darauf an, ob man das Ekzem behandelt und welches Stadium es aufweist. Einige Ekzeme kommen zusätzlich immer wieder und bringen somit ihre Komplikationen mit sich.

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