Neurodermitis


Definition Neurodermitis (Atopisches Ekzem)

NeurodermitisDie Neurodermitis (andere Bezeichnung: atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine sehr häufige, chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit. Etwa vier bis fünf Millionen Deutsche leiden an einer Neurodermitis. Bei einer Neurodermitis leidet man an einer sehr trockenen, geröteten und schuppigen Haut, die zudem stark jucken kann.

Obwohl die Krankheit nicht heilbar ist, sind die Symptome mittels einer zielgerichteten medikamentösen Einstellung gut im Zaum zu halten. Darüber hinaus können auch die Betroffenen selbst durch verschiedene Maßnahmen einen positiven Einfluss auf die Krankheit nehmen. Hierdurch ist aufgrund der Krankheit nicht mit einer Einschränkung der Lebensqualität zu rechnen.


Steckbrief: Neurodermitis (Atopisches Ekzem)

  • Name(n): Neurodermitis; Atopisches Ekzem
  • Art der Krankheit: Chronische Entzündung
  • Verbreitung: Entwicklte Welt
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Spätes 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: Nur symptomal
  • Art des Auslösers: Unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 2 bis 30 % / Tendenz steigend
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt; Allergologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 > L00-L99 > L20-L30 > L20

Was ist Neurodermitis?

Bei einer Neurodermitis, die man im medizinisches Fachjargon auch als „Atopisches Ekzem“ bezeichnet, handelt es sich um eine Erkrankung der Haut, also um eine Hautkrankheit. Hierbei sind insbesondere Rötungen und starker Juckreiz als Folge des vorliegenden Leidens zu beobachten. Zudem kommt die Neurodermitis vornehmlich bei Kindern vor, kann aber genauso Personen jedweden anderen Alters betreffen. Darüber hinaus handelt es sich bei dem Atopischen Ekzem um eine chronische Erkrankung, die periodisch ausbricht. Kurzum bedeutet dies für Betroffene, dass sie immer wieder schubweise mit diesem Übel zu kämpfen haben. Nichtsdestotrotz kann es auch zu länger anhaltenden Phasen kommen, während derer die Neurodermitis nicht auftritt.

Nicht selten kommt es vor, dass weitere Leiden diese Krankheit begleiten. Besonders Asthma und Heuschnupfen treten häufig in Verbindung mit der Neurodermitis auf.

Wie alle chronischen Krankheiten, ist auch die vorliegende nicht heilbar, das muss jedoch nicht bedeuten, dass Betroffene mit massiven Einschränkungen in ihrer Lebensqualität zu rechnen haben. Tatsächlich lassen sich die durch eine Neurodermitis verursachten Symptome sehr gut mithilfe der modernen Schuldmedizin sowie alternativer Heilmethoden im Zaum halten. Rötungen und Jucken sind also oftmals effektiv zu beseitigen. Ebenso ist es bisweilen möglich, Ausbrüche der Krankheit selbst zu verhindern.

Die Verwendung gängiger Seifen und anderer Reinigungsmittel für die Haut sind in Verbindung mit einer einer Neurodermitis oftmals sehr schädlich und befördern Ausbrüche derselben. Daher ist es äußerst empfehlenswert, bei der Körperpflege und der persönlichen Hygiene darauf zu achten, dass man keinen Gebrauch von allzu starken Seifen oder Lotionen sowie Shampoos und Cremes macht. Sind diese für die haut zu belastend, können sie durchaus Ausbrüche von Neurodermitis auslösen. Es ist darum am besten, wenn man als Betroffener zu speziell für Patienten dieses Leidens entwickelte Produkte zurückgreift. Hierzu gehören spezielle medizinische Seifen, Cremes, Salben und sog. Moisturizer, die dabei helfen sollen, den Flüssigkeitsgehalt der Haut zu regulieren.


Welche Ursachen führen zur Neurodermitis?

Die Ursachen sind noch nicht eindeutig geklärt, doch geht man davon ausg, dass genetische Faktoren, Fehlfunktionen des Immunsystems, sowie Umwelteinflüsse eine Neurodermitis auslösen können.

Kurzum können folgende Gründe für ein atopisches Ekzem verantwortlich sein:

  • Trockene, leicht reizbare Haut (hierdurch schränkt sich die natürliche Barrierenfunktion derselben ein)
  • Variationen in der Genetik, die ebenso die natürliche Barrierefunktion der Haut stören oder einschränken
  • Schwächungen oder Fehlleistungen des Immunsystems
  • Bakterien, wie beispielsweise Staphylokokken, die einen Schmierfilm auf der Haut bilden, der wiederum dafür sorgt, dass Schweißdrüsen und Talgdrüsen verstopfen können
  • Allgemeine Umwelteinflüsse, wie Chemikalien, Wetter, Klima usw.

Hierzu gilt es anzuführen, dass die gerade mehrfach erwähnte „Barrierefunktion“ der Haut den Zweck hat, dass Eindringen von potentiell gefährlichen Fremdstoffen in dieselbe zu verhindern. Ist diese Funktion eingeschränkt oder gar aufgehoben, ist es für Viren, Bakterien, Sporen und alle Arten von Erregern ein Leichtes, auf diesem Wege in den Körper eines Menschen zu gelangen und dort ihrer Natur entsprechend negativen Einfluss zu nehmen.

Tatsächlich aber tendiert die gängige Lehrmeinung dahin, dass eine unglückliche Kombination aus Umweltfaktoren und genetischen Faktoren für das Entstehen einer Neurodermitis verantwortlich zu machen sei. Hierbei spielt die genetische Disposition der Betroffenen dahingehend eine besonders große Rolle, dass selbige sie deutlich stärker anfällig für bestimmte Umwelteinflüsse macht. Das bedeutet im Umkehrschluss nichts anderes, als dass Neurodermitiker eine vererbte Schwäche gegenüber gewissen Substanzen aufweisen, die andere Menschen nicht besitzen. Hierfür sind im Wesentlichen (noch) unspezifizierte Zellen und Proteine verantwortlich zu machen, die entweder komplett fehlen oder vorhanden sind, aber fehlerhaft arbeiten.

Derselbe Umstand führt darüber hinaus dazu, dass betroffene Personen auch häufig an vielen Allergien leiden. Diese wiederum können die Frequenz, mit der eine Neurodermitis auftritt, deutlich erhöhen und ebenso die Symptome merklich verstärken. Es gilt also, dass Allergiker, die gleichzeitig von einer Neurodermitis geplagt sind, Augenmerk auf allergologische Behandlungen legen sollten

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