Clostridien

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Clostridien können zu Blähungen und Durchfall führen

Clostridien gehören zu den Krankenhauskeimen, die am häufigsten vorkommen. Man findet sie bei etwa 20 bis 40 % der stationären Patienten.

Allerdings haben dabei die meisten Patienten keine Symptome.

Außerhalb der Krankenhäuser sind Clostridien nur bei weniger als 5 % der Betroffenen auch im Darm nachweisbar. Vor allem tauchen die Beschwerden erst nach der Einnahme von Antibiotika auf. Das liegt vor allem daran, dass Antibiotika andere Darmbakterien zurückdrängen. So können die Clostridien sich ziemlich schnell vermehren.

Was sind Clostridien?

Clostridien sind Bakterien, welche weltweit vorkommen. Diese Bakterien können sich sowohl in der Umwelt, als auch im Darm von gesunden Menschen wie auch Tieren wiederfinden.

Sie treten allerdings dann zum Vorschein, wenn zum Beispiel aufgrund einer längeren Einnahme von Antibiotika die gewohnte Darmflora verändert oder aber auch zerstört wird. Dabei können Clostridien Giftstoffe ausscheiden und damit eventuell sogar eine Darmentzündung mit schwerden Durchfällen hervorrufen. Der häufigste Fall, wo Erkrankungen mit Clostridien auftreten sind bei Krankenhauspatienten.


Übertragung

Wie werden Clostridien übertragen?

Die Clostridien werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Dabei sind diese hochansteckend. Es reicht bereits eine ganz kleine Menge an Keimen aus, um eine Ansteckung zu garantieren. Dabei wird aber nicht unbedingt jeder Krank.

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Clostridien können über Schmierinfektion oder verunreinigte Gegenstände übertragen werden

Von Mensch zu Mensch

Über eine Schmierinfektion erfolgt dabei meistens eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Dabei werden die Bakterien schon in geringen Spuren von Stuhlresten der Erkrankten über die Hände weitergereicht. Von der Hand aus gelangen die Erreger dann auch in den Mund.

Über verunreinigte Gegenstände

Bakterien können auch außerhalb eines Magen-Darm-Traktes überleben und zwar als widerstandsfähige Dauerformen, die Sporen genannt werden. Manchmal ist das durchaus auch über Jahre hinweg möglich. Genau aus diesem Grund können Clostridien auch über Flächen und Gegenstände übertragen werden, an denen diese Erreger haften, wie zum Beispiel eben Türklinken, Toiletten, Handläufe oder auch Griffe.


Vorkommen

Clostridien kommen im Prinzip zu etwa 5 % im Darm von gesunden Erwachsenen vor. Dabei richten diese keinen Schaden an.

Bei Säuglingen ist es so, dass der Anteil an Stäbchenbakterien im Gegensatz zu den Darmbakterien knapp 80 % betragen. Diese Bakterien können in Form von Sporen noch viele weitere Jahre im Boden und auch im oberflächennahen Wasser überleben.

Durch Verunreinigung mit Erde und Staub gelangen die Clostridien in die Lebensmittel. Sie verderben diese und können dabei auch zum Beispiel Konservendosen stark aufblähen. Die Sporen der Bakterien können in sauerstoffreicher Umgebung sehr gut überleben, im Gegensatz zu den Bakterien. Sie besiedeln also Handtücher, Türklinken oder WC-Sitze.

Bei Menschen können sie auf diese Weise immer wieder neue Darmerkrankungen verursachen. Sobald die Hände unzureichend nach einem Toilettengang gewaschen werden, können diese von Mensch zu Mensch übertragen werden. Schon eine geringe Menge an Bakterien bzw. Sporen reichen dabei schon aus. Es gibt aber auch Clostridien-Arten, wie etwa das Clostridium botulinum, welches bereits nach einem 30-minütigem Erhitzen bei knapp 30° C inaktiv werden.


Eigenschaften

Im Prinzip verfügen alle Clostridien-Arten, außer den Clostridium perfringens, über eine Geißel. Mit diesen können sich die Bakterien fortbewegen. Empfindlich reagieren die Bakterien auf Hitze, bestimmte Chemikalien, also Desinfektionsmittel und Trockenheit. Allerdings sind die Sporen vollkommen unempfindlich gegen Hitze. Das bedeutet also, dass sie hohe Sterilisationstemperaturen unbeschadet überstehen, wie etwa bei der Herstellung von Lebensmitteln.


Krankheiten & Beschwerden

Es gibt eine Vielzahl an Bakterien, die den menschlichen Darm besiedeln. Einige können dabei sehr nützlich sein, indem sie zum Beispiel zur Verdauung beitragen oder sie sind behilflich bei der Aufspaltung von Nahrungsinhaltsstoffen. Eine andere Gruppe verhält sich eher unauffällig und leben friedlich in Koexistenz mit dem Menschen.

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Ist das Gleichgewicht der Damrflora gestört, können Clostridien Beschwerden auslösen

Sie nützen nichts, schaden aber auch nicht. Eine dritte Gruppe jedoch kann einem menschlichen Organismus allerdings Probleme bereiten. Diese Erreger können dabei die Darmschleimhaut infizieren und zum Beispiel eine Durchfallerkrankung auslösen. Andere Erreger sind dazu in der Lage, möglicherweise auch gefährliche Organschäde zu verursachen.

Solch eine Infektion kann nun auf zweierlei Wegen erfolgen. Auf der einen Seiten können fremde Erreger eingeschleppt werden. Diese kommen natürlich nicht in einer gesunden Darmflora vor.

Clostridien leben im Prinzip friedlich in den Därmen von vielen gesunden Menschen. Diese bereiten ihnen dabei keinerlei Komplikationen. Es kommt erst zu Problemen, wenn das Gleichgewicht einer natürlichen Darmflora gestört wird, was zum Beispiel durch die Behandlung mit Antibiotika der Fall ist. Dann kann auch dieses Bakterium gefährlich werden. Diese Wirkung, die krank macht, kommt vom Stoffwechsel der Bakterien. Diese produzieren dann zellschädigende Gifte und diese können wiederum ernstzunehmende Beschwerden hervorrufen.

Schließlich können diese Bakterien eine Darmentzündung mit Durchfall verursachen. Nebenbei können dabei auch Bauchkrämpfe und Fieber auftreten. Bei einem äußerst schweren Verlauf schwitzt die entzündete Darmwand das sogenannte Eiweiß Fibrin aus.

Das Fibrin verbindet sich dabei mit weißen Blutkörperchen und den abgestorbenen Darmzellen zu einer weißen Schicht auf dieser Darmwand. Das Konglomerat, welches gebildet wird, kann ein Verdauungsorgan verstopfen und aufquellen lassen. Das ist ein idealer Brutort für Clostridien Bakterien, die sich dort verstärkt vermehren können. Die Folge davon ist, dass die Darmwände zerstört werden.


Arten & Symptome

Welche Arten von Beschwerden richten Clostridien aus?

Clostridien sind in der Lage, vor allem Gase zu produzieren. Das heißt, dass es dabei zu einer vermehrten Entstehung von Blähungen kommt, also Luft im Bauch oder auch einem gespannten Bauch. Das lässt die Betroffenen dann so aussehen, als ob man schwanger wäre.

Auch können sie Durchfall verursachen, teilweise auch sehr starke Durchfälle.

Je länger Clostridien in einem Darm ansässig sind, können diese auch umso mehr Nahrungsmittelunverträglichkeiten und auch -intoleranzen entwickeln. Auch bei solch einer Unversträglichkeit kommt es dabei zu Luftproduktion, Bauchschmerzen oder gar Durchfallen.

Diese Bakterien sind aber auch in der Lage, Histamin zu produzieren. Das bedeutet wiederum, dass eine Histaminintoleranz entstehen kann.

Die Substanzen, die auch die Clostridien produzieren, können über einen Blutkreislauf auch zur Leber gelangen und diese dann belasten. Die Folge davon sind eine verstärkte Müdigkeit und auch Kraftlosigkeit.

Da sie ebenso in der Lage dazu sind, präkanzerogene Stoffe zu bilden. Das bedeutet also, dass es gewisse Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Darmkrebs mit den Clostridien gibt.

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