Darmkrebs (kolorektales Karzinom)

DarmkrebsDarmkrebs (kolorektales Karzinom) ist ein bösartiger Tumor, also Krebs im Mast- oder Dickdarm. Dem Krebs Gehen oft Darmpolyplen voraus welche sich dann bösartig verändern. Bis jetzt ist die Operation die einzige Heilungsmöglichkeit.

Krebs im Verdauungssystem muss unweigerlich zu schweren Symptomen führen. Das Sterberisiko ist hoch. Aus diesem Grund sollten die Vorsorgeangebote der Krankenkassen in Anspruch genommen werden. Bei ersten Anzeichen sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen

Da Darmkrebs nur langsam wächst, ist eine Darmspiegelung oft lebensrettend. In westlichen Industriestaaten ist Darmkrebs eine der häufigsten Krebsarten. Bei etwa zwei Drittel der Darmkrebserkrankten betrifft die Erkrankung den Dickdarm, der Rest betrifft den Mastdarm. Nur in weniger ALS fünf Prozent ist der Dünndarm betroffen.

Je früher die Erkrankung erkannt wird, umso effektiver kann eine Behandlung erfolgen.

Was ist Darmkrebs?

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 0,045 Prozent der Bevölkerung an Darmkrebs. Darmkrebs ist der Befall des Darms mit einem oder mehreren bösartigen Tumoren. Der Fachbegriff, den Mediziner für Darmkrebs verwenden, lautet kolorektales Karzinom. Diese Krebsform kann sowohl im Dickdarm als auch im Dünndarm und im Analbereich vorkommen. Der Darmkrebs im Dickdarmbereich ist der häufigste Krankheitsfall. Der Dickdarm besteht aus Mastdarm, Blinddarm und Enddarm.

Alle drei Bereiche können befallen werden. Tumore entwickeln sich meist aus der Darmschleimhaut. Dünndarm und Analbereich sind seltener von Darmkrebs betroffen. Die Krebserkrankung trifft eher Menschen ab dem 40. Lebensjahr. Jüngere Personen sind sehr viel seltener von Darmkrebs betroffen. Das lässt den Rückschluss zu, dass auch die Lebensführung bei der Entstehung von Darmkrebs eine Rolle spielt.

Darmkrebs darstellung

Die Ursachen von Darmkrebs

Drei verschiedene Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind in der Medizin bekannt. Dabei kann auch eine Kombination der verschiedenen Ursachen zugrunde liegen.

  1. Genetische Vorbelastung, erbliche bedingter Darmkrebs
  2. Chronische Darmerkrankungen im Vorfeld
  3. Ernährung und Lebensführung

Vererbte Ursachen für Darmkrebs können Gendefekte sein. Diese Gendefekte sind unter Umständen nicht bei den Eltern aufgetreten und treffen den Erkrankten oft, ohne dass er eine Vorahnung hatte. Liegen in der Familie das Gardner Syndrom, das Lynch Syndrom oder das Peutz-Jeghers-Syndrom vor, erhöht sich das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Auch eine adenomatöse Polyposis kann Darmkrebs begünstigen. Die vererbbaren Risikofaktoren werden auch hereditäre Prädisposition genannt.

Zu den Chronischen Darmerkrankungen, die Darmkrebs als Folge nach sich ziehen können, gehören Colitis Ulcerosa und Morbus Chron. Auch eine dauerhafte Erkrankung des Darms, die sich über blutigen und schleimigen Stuhlgang äußert und zugleich mit Müdigkeit, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und allgemeiner Schwäche einhergeht, ist häufig ein Anzeichen für ein erhöhtes Risiko. Fieber und Nachtschweiß können weitere Symptome sein.

Wer unter diesen Anzeichen leidet, sollte dringend kurzfristig einen Arzt aufsuchen, um schnellstmöglich Hilfe für den Darm zu erhalten. Je länger eine Darmerkrankung unbehandelt bleibt, umso schwerwiegender sind die Folgen bis hin zur Unheilbarkeit.

Von chronischen Darmerkrankungen können schon sehr junge Menschen betroffen sein. Selbst wenn die Untersuchungen unangenehm sind, sollte bei allen Auffälligkeiten im Bereich des Darms und des Stuhlgangs ein Arzt konsultiert werden.

Die Ernährung ist von großer Bedeutung für einen gesunden Darm. Ballaststoffe halten den Darm beweglich und helfen im bei der Selbstreinigung. Fettreiche und auch sehr salzhaltige Kost begünstigen Darmkrebs. Die moderne Fast-Food-Ernährung ist nicht geeignet, die Darmgesundheit aufrecht zu halten, da eben gerade mit Fett und Salz im Übermaß gearbeitet wird. Rauchen. Bewegungsmangel und Übergewicht sind grundsätzlich Faktoren, die Krebs begünstigen. Das gilt auch für Darmkrebs.

Letztendlich ist die Ursache von Darmkrebs noch nicht geklärt. Sicher ist dabei, dass viele Faktoren die Bildung von Darmkrebs begünstigen. Dazu zählt vor allem ein ungesunder Lebensstil, wie zu viel fettiges Essen, ballaststoffarme Kost, regelmäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und zu wenig Bewegung. Erbliche Faktoren dürften bei der Entstehung von Darmkrebs zudem eine bedeutende Rolle spielen.

Meist bleibt Darmkrebs lange unbemerkt. Erst wenn der Tumor eine gewisse Größe hat, wodurch die Passage des Stuhles behindert wird werden viele Betroffene aufmerksam. Häufig ist der Stuhlgang dann auch mit Blut belegt. Wie alle Krebsarten führt der Tumor anfangs auch zu allgemeinen körperlichen Schwäche, wie Leistungsschwäche, eventuell leichtes Fieber und/oder zur ungewollten Gewichtsabnahme. Wenn der Tumor bereits auf andere Organe gestreut hat, kommen noch weitere Symptome dazu. Häufig tritt diese Erkrankung erst bei Menschen ab dem 40 Lebensjahr auf. Eine regelmäßige Darmspiegelung kann helfen die Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

Anzeichen, die nicht übersehen werden dürfen

Darmkrebs kommt nicht über Nacht. Die ersten Anzeichen sind Blut im Stuhl. Allerdings wird dieses Blut vom Patienten nicht wahrgenommen, man spricht von unsichtbarem Blut. Das bedeutet, dass der Patient seinen Stuhl beim Hausarzt oder Internisten regelmäßig untersuchen lassen sollte. Wenn das Blut im Stuhl sichtbar wird, hat der Tumor schon eine bedenkliche Größe erreicht. Je später die Krankheit erkannt wird, umso besser kann sich der Krebs im Organismus festsetzen und umso schwerer wird er zu behandeln sein. Daher sind die folgenden Anzeigen immer dann als Alarmsignale zu werten, wenn sie über einen längeren Zeitraum und ohne erkennbare Ursache auftreten.

All diese Symptome können auch andere Ursachen haben, doch gerade das Auftreten in Kombination von mehreren Auffälligkeiten sollte zu einer gründlichen Untersuchung führen.

Veränderung des Stuhlgangs:

Verstopfung und/oder Durchfall. Wegen der Verengung im Darm kann es dazu kommen, dass der Stuhl vor dem Tumor aufgestaut wird. Dort wird er von Bakterien zersetzt weshalb er dann flüssig wird und als Durchfall ausgeschieden wird. Dieser ist meist übelriechend. Teilweise wird die veränderte Stuhlform auch mit einem Abgang von Winden mit zusätzlich ungewolltem Stuhlausscheiden begleitet. Dies kann zum Beispiel entstehen, wenn der Krebs tief in die Muskelschichten eindringt und dann die Funktion der Muskelspannung stört. Stuhlveränderungen die Länger als drei Wochen andauern sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Diagnose & Krankheitsverlauf von Darmkrebs

Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt der Darmkrebs erkannt wurde, verläuft die Erkrankung unterschiedlich. Grundsätzlich gilt, je früher die Diagnose ermittelt wird, umso besser ist der Verlauf und umso größer sind auch die Heilungschancen. Handelt es sich im frühen Stadium um einen klar lokalisierbaren Tumor, ist die Prognose günstiger als nach bereits erfolgter Metastasenbildung. Sind gar schon andere Organe des Körpers betroffen, wird die Prognose ungünstig ausfallen.

Im Verlauf einer Darmkrebserkrankung können Komplikationen auftreten, die nicht unmittelbar vom Tumor herrühren:

Darmverschluss, Darmdurchbruch und Bauchfellentzündungen werden sofort operiert, unabhängig von der Behandlung des Darmkrebses.

Blut im Stuhl

Ein bösartiger Tumor blutet häufig. Dies Blut wird mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Etwa bei drei Viertel der Erkrankten sind Blutbeimengungen vorhanden. Dieses Blut ist zum Teil mit bloßen Augen zu sehen, verstecktes Blut kann über einen einfachen Test beim Arzt festgestellt werden. Hellrotes Blut tritt meist bei Krebs im Ende des Darms auf, je weiter der Tumor im Darm vom Enddarm entfernt sitzt, desto dunkler verfärbt sich das Blut. Bei Befall des oberen Verdauungstraktes ist das Blut meist sogar pechschwarz, weshalb vom sogenannten Pechstuhl gesprochen wird. Blut im Stuhl ist zwar oft ein Hinweis auf die Erkrankung, aber es gibt auch zahlreiche andere Ursachen warum Blut über den Stuhl ausgeschieden wird, etwa Hämorrhoiden.

Verschlechterung des Allgemeinzustandes

Auch eine allgemeine Allgemeinzustandsverschlechterung kann ein Anzeichen für Darmkrebs sein. Dies kann sich in allgemeiner Schwäche, Müdigkeit oder Leistungsminderung äußern, eventuell begleitet von Fieber. Bei fortgeschrittenem Krankheitsstadium treten oft eine ungewollte Gewichtsabnahme oder Blutarmut auf. Blutarmut die sogenannte Anämie zeigt sich durch Hautblässe, Müdigkeit, Leistungsschwäche oder sogar Atemnot.

weitere Anzeichen

Hat der Darmkrebs bereits gestreut, können noch weitere Symptome auftreten, dazu zählen zum Beispiel erhöhte Leberwerte, Schmerzen im rechten Oberbauch, Gelbsucht oder Husten. Erst ab einer gewissen Größe führt der Tumor an sich zu Schmerzen.

Behandlung & Therapie von Darmkrebs

Darmkrebs

Bei Darmkrebs kommen die klassischen Methoden zur Krebsbehandlung zum Einsatz. Hier arbeiten die Ärzte mit Strahlentherapie, Chemotherapie und operativen Eingriffen. Dabei ist die Operation die häufigste Therapieform. In jüngster Zeit wird mit guten Ergebnissen auch nach zusätzlichen medikamentösen Therapien geforscht. Da Krebszellen ihre Bedrohung darin haben, sich unkontrolliert zu vermehren und dadurch die Tumore wachsen zu lassen, untersuchen Wissenschaftler die Möglichkeit, die Tumorzellen am Wachstum und an der Teilung zu hindern. Erste viel versprechende Ergebnisse liegen bereits vor. Für Patienten im fortgeschrittenen Stadium sind bereits zusätzliche Medikamente auf dem Markt. Mit ihrer Hilfe kann die Erkrankung unter Kontrolle gebracht werden und das Tumorwachstum gebremst werden. So verbessert sich für den Patienten die Lebensqualität und die Beschwerden werden gemildert.

Sobald die Diagnose „Darmkrebs“ feststeht, wird der Arzt gemeinsam mit dem Patienten einen Behandlungsplan aufstellen. Die zuständigen Fachärzte sind Proktologen. Proktologen sind speziell für die Behandlung des Darms ausgebildet. Die Fachärzte für Krebs sind Onkologen. Die Patienten werden unter Umständen mit einem interdisziplinären Team aus Proktologen, Onkologen und Internisten in Kontakt kommen. Auch Psychologen werden teilweise involviert, wenn sich die Erkrankung belastend auf die Psyche auswirkt und das einem positiven verlauf der Behandlung im weg steht.

Die meisten Therapien beginnen mit einer operativen Entfernung des Tumors. Die Wahl der Klinik trägt ebenfalls zum Verlauf der Erkrankung bei. Onkologische Abteilungen sind auf Krebs spezialisiert und können besser auf die Erfordernisse der Erkrankung eingehen als unspezialisierte Klinken und Ärzte. Neben persönlichen Fragen wie der Entfernung zum Wohnort sollte auch die Empfehlung des behandelnden Arztes bei der Klinikwahl eine große Rolle spielen.

Die beste Behandlung ist in onkologischen Zentren gewährleistet, die einer Forschungseinrichtung angeschlossen sind. Hier werden innovative Möglichkeiten geboten, die oft noch nicht flächendeckend vorhanden sind. Bei Darmkrebs empfiehlt sich auch die Bereitschaft zur Teilnahme an einer medizinischen Studie. Gerade bei schlechter Prognose kann der Patient hier nur gewinnen. Und selbst, wenn keine lebensverlängernden Maßnahmen greifen, so erhöht sich doch die Lebensqualität und die medizinische Versorgung ist optimal. Zusätzlich zum Facharzt stehen den Patienten auch Beratungen über Organisationen zur Verfügung, die sich mit der Behandlung von krebs oder spezielle Darmkrebs befassen. Hier können die Krankenkassen Adressen und Ansprechpartner vermitteln.

Zusätzlich zur medizinischen Therapie gibt es komplementäre Methoden, die den Verlauf der Erkrankung angenehmer gestalten können. Hierzu gehören vor allem die Entspannungsmethoden. Auch eine begleitende Psychotherapie kann dem Patienten helfen, sich mit seiner Situation auseinanderzusetzen. Wenn Ängste und Depressionen, bedingt durch die Diagnose Darmkrebs, auftauchen, helfen Psychotherapien von spezialisierten Fachtherapeuten.

Neben der Schulmedizin nimmt sich auch die Alternative Medizin des Themas an. Die Naturheilkunde biete begleitende Möglichkeiten an, die die Erkrankung für den Patienten angenehmer machen und die Lebensqualität erhöhen. Auch im Rahmen alternativer Heilmethoden gegen Krebs wird intensive Forschung betrieben.

So werden Behandlungsansätze mit dem Vitamin B12 entwickelt, begleitet von der Gabe mit Substanzen, die das Immunsystem des Patienten stärken sollen. Die alternativen Therapien werden ambulant durchgeführt und können parallel zu einer schulmedizinischen Behandlung erfolgen.

Zur Behandlung von Darmkrebs stehen unterschiedliche Behandlungsverfahren zur Verfügung. Welche Therapie geeignet ist, ist ganz individuell abhängig. Im Vorstadium kann bei der Vorsorgekoloskopie ein auffälliger Polyp einfach entfernt werden.

Im weiter fortgeschrittenen Stadium spielen meist Operationen, Bestrahlungen, die Chemotherapie oder zielgerichtete medikamentöse Therapie eine bedeutende Rolle. Welche Therapie angewandt werden sollte muss individuell mit dem behandelnden Arzt entschieden werden. Eine Pauschale Aussage lässt sich hier nicht treffen. Je weiter der Darmkrebs fortgeschritten wird, umso mehr wird die Behandlung nicht primär auf die Heilung des Krebses liegen, sondern mehr auf der Beschwerdeminderung.

Mediziner teilen die Stadien des Darmkrebses in zwei Systeme ein: die TNM-Klassifikation (die gebräuchlichste Klassifikation) oder die UICC.

TNM steht hierbei für die Abkürzung:
– T = Tumor: gibt die Größe des Tumors an oder wie weit er ins Gewebe eingedrungen ist
– N = Nodes, Lymphknoten: gibt an, wie viele Lymphknoten befallen sind
– M = Metastasen, also Tochtergeschwüre: gibt an, wie viele Metastasen vorliegen

Jeder dieser Kategorie wird ein Zahlenwert zugeordnet. Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist, desto höher ist dieser Wert. Die Tumorausbreitung (T) gibt an, in welche Gewebsschicht der Darmkrebs in der Darmwand bereits vorgedrungen ist.

– Tis = Carcinoma in situ, sprich Frühform die noch die oberste Gewebeschicht betrifft
– T1 = Befall der Submukosa, sprich Tumorbefall bis in die Gewebeschicht
– T2 = Befall der Muscularis propria, sprich Tumor in der Muskelschicht unter der Submukosa
T3 = Befall der Subserosa, spricht Befall der Subserosa
T4 = Befall des Peritoneums, Tumorbefall bis zum Peritoneum (Bauchfell)

– N0 = keine Lymphknoten befallen
– N1 = 1-3 Lymphknoten regionär
– N 2a = 4-6 Lymphknoten regionär
– N 2b = > 7 Lymphknoten regionär

– M0 = keine Fernmetastasen
– M1a = nur ein Organ von Fernmetastasen betroffen
– M1b = mehrere Organe von Fernmetastasen betroffen

Die UICC Darmkrebs-Stadien
Diese gehen auf die TNM-Klassifikationen zurüCK. Je stärker der Tumorbefall, entsprechend wird dem Patienten ein UICC Stadium zugeordnet. Die Behandlungsform ist vom jeweiligen Stadium abhängig:
– 0 = Tis
– I = bis T2, falls N0, M0
– II = bis T4, falls N0, M0
– III = jedes T, M0, N1, N2
– IV = jedes T, jedes M1, N

Gibt es Hausmittel bei Darmkrebs?

Ein Hausmittel, das den Tumor schnell und einfach verschwinden lässt, gibt es sicher nicht. Der Patient muss sich bewusst sein, das Darmkrebs nicht mit einem einfachen Schnupfen gleichzusetzen ist. Aber es gibt Wirkstoffe aus der Natur, die bei Darmkrebs eingesetzt werden.

Die Darmkrebsvorsorge

Die Darmkrebsfrüherkennung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und zwar ab dem 55. Lebensjahr. Bei Ausnahmefällen allerdings auch schon früher. In der Regel umfasst diese Vorsorge die Testung des Stuhls auf Vorhandensein von Blut, die digital-rektale Untersuchung und nicht zuletzt die wichtigste Untersuchung: die Darmspieglung. Bei der Darmspiegelung können Polypen dargestellt und gegebenenfalls sogar gleich entfernt werden. Außerdem werden meist Gewebeproben von auffälligen Schleimhautarealen genommen. Der Eingriff ist äußerst risikoarm und kann frühzeitig durchgeführt Leben retten.

Vorsorge bei Patienten ohne Risiko:
– ab dem 50. Lebensjahr wird jährlich ein Hämoccult-Test (Test auf Blut im Stuhl) bezahlt
– ab dem 55. Lebensjahr wird alle zehn Jahre eine Darmspieglung von den Kassen bezahlt

Darmkrebsvorsorge bei Patienten mit erhöhtem Risiko:
Risikopatienten haben schon ab dem 40. Lebensjahr Anspruch auf eine Darmspiegelung. Ein Risiko liegt dann vor, wenn in der Familie ein Verwandter ersten Grades bereits an Darmkrebs erkrankt ist.

Darmkrebsvorsorge die jeder selber leisten kann
Neben der ärztlichen Vorsorge kann Darmkrebs auch durch eine gesunde Lebensführung vorgebeugt werden. Schlechte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten können Darmkrebs stark beeinflussen. Dazu zählen unter anderem Alkohol- und Zigarettenkonsum. Positiv hingegen wirken sich ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst sowie ausreichende körperliche Bewegung aus.

Vorbeugung gegen Darmkrebs

In den Industriestaaten nehmen Darmkrebserkrankungen zu. Daraus schließen Forscher, dass Ernährung und Lebensstil signifikante Faktoren bei der Entstehung von Darmkrebs sind. Vorbeugend ist in jedem Fall eine gesunde Ernährung, die auf Fett und Zucker im Übermaß verzichtet. Außerdem wirkt sich eine mäßige sportliche Aktivität positiv auf den gesamten Organismus aus. Alkohol und Nikotin als bekannte Karzinogene sollten gemieden oder nur in geringen Maßen konsumiert werden. Wer ganz sicher gehen will, nimmt die gesetzlich geregelten Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch. Auch die Untersuchung der Stuhlprobe auf unsichtbares Blut kann vor zu spät entdecktem Darmkrebs schützen.

Individuelle Fragen zu Darmkrebs

Was muss beachtet werden, wenn Darmkrebs in der Familie vorgekommen ist?

In einem solchen Fall, besteht das Risiko einer erblichen Vorbelastung. Personengruppen mit Fällen von Darmkrebs in der Familie sollten unbedingt die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Untersuchungen.

Wie verläuft die Nachsorge nach der Operation?

Nach einer Operation wird ermittelt, ob der Tumor vollständig entfernt wurde und ob Metastasen gebildet wurden. Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt wird über die Notwendigkeit und die Form der Durchführung von Chemo- und Strahlentherapie beraten.

Können alternative Heilmethoden den Erfolg der Behandlung durch meinen Facharzt gefährden?

Nein. Alternative Heilmethoden sind komplementär. Das bedeutet, sie können zusätzlich in Anspruch genommen werden und unter Umständen eine positive Wirkung auf den Heilungsprozess haben.

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