Läuse

Kopfläuse (Kopflausbefall, lat. Pediculosis) Läuse

Läuse sind Parasiten, welche auf ihren Wirt angewiesen sind und sich von ihm ernähren

Sobald in Erfahrung gebracht wurde, dass im näheren Umfeld jemand einen Läusebefall hat, zum Beispiel im Kindergarten oder der Schule, dann sollte unbedingt nachgesehen werden, ob sich diese Blutsauger auch auf dem Kopf des eigenen Kindes festgesetzt haben.

Oft ist es so, jedoch nicht immer, dass sich Kopfläuse durch einen auffälligen Juckreiz auf dem Kopf bemerkbar machen.

Dieser Juckreiz entsteht durch den Speichel, den eine Laus bei ihrer Blutmahlzeit in die Kopfhaut spritzt. Dabei können beim Kratzen durchaus auch kleine Hautwunden entstehen. Diese können sich entzünden und dabei bakterielle Hautinfektionen verursachen.

Was sind Läuse?

Läuse können als parasitäre Insekten bezeichnet werden. Als Parasiten sind sie auf einen Wirt angewiesen, von dem sie sich auch ernähren müssen. Parasiten können dabei entweder auf einem Wirt oder in ihm leben.

Wenn sie auf dem Wirt leben, dann bezeichnet man die Schmarotzer als Ektoparasiten. Neben den Läusen zählen dazu auch Zecken, Flöhe oder Blutegel. Die Läuse leben dabei dauerhaft auf dem Wirt und verlassen diesen in der Regel auch nicht.

Es sei denn, es gibt einen direkten Übergang auf einen anderen Wirt, welcher als Transmission bezeichnet wird.

Es existieren unter anderem Seehundläuse, Hundeläuse, Schweineläuse, aber eben auch Menschenläuse. Eine Übertragung von Läusen, die zwischen verschiedenen Tierarten vorkommen, zum Beispiel zwischen Tier und Mensch, ist eher nur selten der Fall.


Das Vorkommen

Kopfläuse sind in der ganzen Welt zu Hause. Die Häufigkeit dieser Läuse schwankt allerdings je nach Bevölkerungsgruppe. Im Prinzip sind dabei Kinder öfter betroffen als Erwachsene. Auch betrifft es Mädchen mehr als Jungen, was eher mit dem geschlechts- und altersspezifischen Verhalten zusammenhängt, die den Läusen einen weiteren Wirtswechsel ermöglichen und eher weniger mit biologischen Merkmalen eines Wirtes.

Läuse

Vor allem Kinder sind oft von Läusen betroffen

In Nord- und Mitteleuropa liegt die Häufigkeit eines Lausbefalls in dem Kindesalter zwischen etwa zwei bis zwanzig Prozent. In den Entwicklungsländern sogar bei 60 %.

Der Befall von Läusen tritt im Prinzip meistens in Form von Kleinepidemien auf, die man vor allem in Kindergärten, Schulen oder betreuten Einrichtungen findet. Gewöhnlicherweise sorgt das natürlich für unglaubliche Unruhen bei Eltern und Erziehern.

Bei solchen Epidemien können ganze 30 % oder auch mehr aller Kinder betroffen sein.
Es wurde bereits ermittelt, dass in Deutschland pro Jahr etwa 600 bis 1000 Neuerkrankungen auf 10.000 Kinder folgen.

Außerdem kommt die Häufigkeit auch auf die Jahreszeit an. Von Januar bis etwa Juli oder August treten solche Neuerkrankungen häufiger auf, allerdings aber in verhältnismäßig geringer Zahl. Sobald die Sommerferien ins Land ziehen, nimmt die Anzahl an Neuerkrankungen noch einmal rasch zu. Am Endes des Jahres geht diese Zahl dann jedoch wieder auf einen Basiswert zurück.


Die Verbreitung

Weltweit sind Läuse verbreitet. Läuse können nicht springen, sondern lediglich klettern. So werden diese übertragen, indem sich die Haare von zwei Personen berühren. Das ist wohl auch der Grund, warum Mädchen also öfter als Jungen von Läufen betroffen sind.

Für einen bestimmten Zeitraum brechen Läuse in Einrichtungen zur Betreuung von Kindern aus. Die Körperhygiene von betroffenen Menschen, wie etwa die Häufigkeit vom Haare waschen oder duschen, spielt für einen Befall allerdings keine Rolle.


Die Eigenschaften

Eine Laus kann zwischen 2,5 und 3,5 mm lang sein. Diese ist somit also auch mit dem bloßen Augen erkennbar. Optimale Bedingungen für das Überleben bietet eine Temperatur von ca. 28° C. Genau aus diesem Grund ist die behaarte Kopfhaut auch ein perfekter Lebensraum für eine Laus.

Mit einem Fortsatz, welcher sich am Kopf der Lauf befindet, sticht diese in die menschliche Haut. Somit ernährt sich die Laus nach dem Prinzip der Kapillaren vom entnommenen Blut. Auf diese Weise sondert die Laus Speichel ab. Dieser hält die Blutgerinnung auf und hält damit das Blut flüssig.


Krankheiten & Beschwerden

Solange der Befall von Läusen nicht mit einer speziellen Therapie behandelt wird, können diese Parasiten sich ziemlich ungestört vermehren. Normale Pflegeprodukte oder auch einfaches Waschen nützen nicht viel, um die Läuse wieder loszuwerden. Nur einer Kleiderlaus kann man mit einem normalen Wäschewaschen an den Kragen Gehen.

Sofern eine Behandlung allerdings ordnungsgemäß durchgeführt wird, kann schon nach dem ersten Mal keine Ansteckungsgefahr mehr von den Betroffenen ausgehen. Nach einer weiteren Behandlung ist solch ein Befall in der Regel auch schon ausgestanden.


Kinderläuse

Diese Krankheiten können Kleiderläuse übertragen

Zahlreiche Bakterienarten tummeln sich in einer Kleiderlaus. Dabei gibt es auch einige von ihnen, die für den Menschen gefährliche Krankheitserreger darstellen.

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Kinderläuse können auch Krankheiten übertragen

Die folgenden Infektionskrankheiten können dabei sein:

Die Infektionen bei einem Läusebefall können sich im Prinzip mit Antibiotika recht gut in den Griff bekommen. Sollte es aber unbehandelt bleiben, können daraus zum Teil auch schwere Verläufe die Folge sein. Im schlimmsten Fall können diese sogar tödlich sein.


Symptome

Die Beschwerden bei einem Läusebefall werden vor allem durch den Stich einer Laus hervorgerufen. Der Speichel, der dabei injiziert wird, wird von dem Körper als Fremdstoff erkannt. Dabei löst dieser eine Art Immunreaktion aus. Diese äußert sich in Form von geröteten Knötchen und Quaddeln.

Dazu kommt dabei noch ein unglaublich starker Juckreiz. Dieser nötigt den Betroffenen zum Kratzen. Die Folge davon ist wiederum, dass es zu einer oberflächlichen Schädigung der Haut kommt. Diese ist damit auch anfälliger für einen Befall mit Pilzen oder Bakterien.

Trotz dieser Beschwerden und der möglicherweise anfallenden psychischen Belastung birgt der Läusebefall im Prinzip aber auch keine gesundheitlichen Gefahren. Anders sieht es bei Kleiderläusen aus, die auch verschiedene Bakterien übertragen und zu Fiebererkrankungen führen können.

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