Kopfläuse (Kopflausbefall, Pediculosis)

Steckbrief: Kopfläuse

  • Name(n): Kopfläuse; Pediculus humanus capitis
  • Art der Krankheit: Parasitärer befall
  • Verbreitung: Weltweit (Heute besonders in ärmeren Regionen)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Früheste Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Pediculus humanus capitis
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Kinderarzt
  • ICD-10 Code(s): Keine

Kopfläuse – Wenn es auf dem Kopf krabbelt
Kopfläuse (Kopflausbefall, lat. Pediculosis)
Der Befall von Kopfläusen ist sehr unangenehm, aber zum Glü harmlos. Die Kopflaus überträgt in Europa keine Krankheiten und es gibt sehr gute Behandlungsmöglichkeiten.

Oft werden Kinder von diesen Plagegeistern befallen. Dann ist es wichtig, die Schule oder den Kindergarten zu informieren. Kopflausbefall ist nicht auf mangelnde Hygiene zurückzuführen.

Definition Kopfläuse

Beim Befall mit Kopfläusen handelt es sich um sein weit verbreitetes Leiden, dem man nicht immer leicht entgehen kann. Gerade in einem Umfeld mit sehr beengten Raumverhältnissen kann es sehr kompliziert oder nicht nicht zu bewerkstelligen sein, nicht an Läusen zu erkranken, wenn eine infizierte Person dazustößt.

Es handelt sich bei dem vorliegenden Leiden um einen parasitären Befall der der Haut, die sich primär dadurch auszeichnet, dass die betroffenen Partien beginnen zu jucken, zur Bildung von Schuppen neigen und sich erröten. In besonders schlimmen Fällen kann es darüber hinaus passieren, dass sich auf der Haut Blasen bilden. Des Weiteren kann der verantwortliche zu machende Parasit jede behaarte Stelle des Körpers befallen. Nichtsdestotrotz ist allgemein hin davon auszugehen, dass primär die Kopfhaut davon befallen wird. Die am zweithäufigsten betroffene Stelle ist der Schambereich. Darüber hinaus kann verantwortlich zu machende Parasit aber auch die Achselhöhlen befallen. Dies kommt aber nur vergleichsweise selten vor. Dennoch ist es nicht kategorisch auszuschließen.

Die der Krankheit zugrunde liegenden Erreger können verschiedener Art sein. Allein, es handelt sich immer um Erreger aus der Familie der Kopfläuse. Alles in allem erfolgt eine Ansteckung zumeist durch direkten Kontakt mit anderen bereits betroffenen Personen oder kontaminierten Oberflächen. Besonders häufig sind die vorliegenden Erreger in Kindergärten, Schulen und vergleichbaren Einrichtungen anzutreffen. Darum sollte man dort äußerste Vorsicht walten lassen und sich vorausschauend verhalten und darüber hinaus die angebotenen Gegenmaßnahmen nutzen. . In besonders seltenen Fällen ist auch eine Übertragung von Tieren auf den Menschen möglich. Dieser Fall ist aber nur bei einem sehr engen Zusammenleben mit den erkrankten Tieren zu erwarten. Züchter und Viehwirte laufen hier die höchste Gefahr.

Eine Diagnose ist zumeist sehr schnell gestellt und bedarf keiner nennenswerten und komplizierten Tests. Oftmals ist es bereits ausreichend, wenn der behandelnde Arzt sich der sogenannten Blickdiagnose bedient.

Man kann einiges unternehmen, um eine Ansteckung mit Kopfläusen zu vermeiden. Zwar gibt es keine 100%ige Immunität oder Sicherheit gegen dieses Leiden, aber alles in allem kann man durch vorausschauendes und vernünftiges Verhalten dazu beitragen, dass sich die Chancen auf einen Befall minimiert. Vorallem wichtig ist es darauf zu achten, in Schulen und Kindergärten so wenig wie möglich Körperkontakt aufzubauen. Darüber hinaus ist es auch von Vorteil keine Mützen oder Hüte zu erwerben, die zu klein sind, oftmals frische Bettwäsche oder Bezüge aufzuziehen und die Haare nicht zu lang wachsen zu lassen.

Ist es dennoch bereits zu einem befall gekommen, ist sehr viel dadurch gewonnen, wenn man die Haare stets und stetig gepflegt hält und zusätzlich täglich gründlich säubert. Auch kann es hilfreich sein, statt geschlossenen Mützen keine Kopfbedeckungen zu tragen. Hierdurch kommt es zu einer Zirkulation von Luft am Kopf.

Eine schulmedizinische Behandelung ist zumeist sehr unkompliziert. Der Arzt verordnet die Gabe von hemmenden Shampoos oder Läusekämmen. Diese können topisch, sprich äußerlich aufzutragen sein oder eine mechanische Behandlung erforderlich machen. Hierbei kommt es sehr stark auf den Schweregrad der vorliegenden Erkrankung an.

Frühere Behandlungsversuche mit klassischen antiparasitären Wirkstoffen waren in aller Regel nur wenig effektiv und erfolgversprechend. Erschwerend kamen mitunter heftige Nebenwirkungen hinzu, die zusätzlich dafür sorgten, dass die Grundsubstanz der Haut dauerhaft geschwächt wurde. In neuerer Zeit hingegen ist es der Wissenschaft und der Forschung gelungen, neue und wesentlich effektivere Wirkstoffe gegen Läuse zu entwickeln. Diese wirken nicht nur ungleich schneller als ihre Vorgänger, sondern liefern auch alles in allem eine bessere Performance ab, wenn es darum geht, Läuse und Nissen auszumerzen, ohne dabei das restliche Gewebe selbst allzu stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Man kann in aller Regel davon ausgehen, dass die Behandlung mit einem dieser neuen Mittel unter einem Monat dauert. Das ist im direkten Vergleich zu früheren Therapien eine immense Verkürzung des notwendigen Zeitraums. Darüber hinaus kann eine gezielte Dosierung den Behandlungszeitraum abermals verkürzen und zusätzlich dafür sorgen, dass der Patient nur sehr geringfügige Symptome bemerkt. Zusätzlich reduzieren sich durch diese verbesserte Art der Behandlung die anfallenden Kosten immens. Hierdurch werden nicht nur die Kassen entlastet, sondern auch private Zuzahler.

Trotz der klar als krankheitsbedingten Veränderungen anzusprechenden Symptome, die im Rahmen einer Infektion mit Läusen auftreten, gehen viele Personen, zumeist Laien, davon aus, dass es sich bei einem Lausbefall um ein primär kosmetisches Problem handelt. Darüber hinaus nehmen viele Menschen, die noch nicht mit diesem Leiden zu kämpfen hatten, die Krankheit schlicht nicht ernst und behandeln es eher stiefmütterlich. Darum ist das allgemeine öffentliche Verständnis für Ausfälle und der gleichen aufgrund eines Ausbruchs von Läusen eher gering. Gerade deswegen kann es sehr wichtig sein, sich eingehender mit dem Thema auseinanderzusetzen, um mit diesem alten Vorurteil aufzuräumen. Denn es handelt sich nicht lediglich um ein kosmetisches Problem, sondern um eine ernstzunehmende und teils sehr unangenehme und schmerzhafte Krankheit.

Betroffene Personen haben sehr oft mit großen sozialen Ängsten zu kämpfen. Der befallene Bereich oder die befallenen Stellen wirken sehr unsauber, ungepflegt und schlicht unschön. Darum trauen sich erkrankte Individuen oftmals nicht, voll am sozialen Leben teilzuhaben. Besonders frappierend wird dieser Effekt für Personen im Sommer, wenn viele Menschen leichte und offenherzige Kleidung tragen. Gerade beispielsweise Menschen, die in der Lebensmittelindustrie oder als Kellner arbeiten, können ihre Tätigkeit nur noch beschränkt ausüben und sind darum sehr oft außer Stande, volle Leistungen zu erbringen.


Was sind Kopfläuse?

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist ein kleines, flügelloses Insekt. Je nach Entwicklungsstadium ist sie etwa 1 – 3 mm groß. Auch die Farbe variiert je nach Stadium. Sie kann weiß, grau oder hellbraun sein. Sie gehört zur Gattung der Menschenläuse (Pediculidae) und lebt ausschließlich auf der Kopfhaut von Menschen.

Die Endglieder ihrer 6 Beine sind hakenförmig gebogen. Mit ihnen hält sich die Kopflaus an den Haaren des Wirtes fest. Alle vier bis sechs Stunden ritzt sie mit ihrem dolchartigen Mundwerkzeug die Kopfhaut des Menschen auf, um Blut zu saugen. Dabei spritzt sie Speichel in die winzige Wunde, um die Blutgerinnung zu hemmen. Dieser Speichel verursacht den enormen Juckreiz, den Kopflausbefall kennzeichnet.

Der Kopf eines Menschen ist auch der Platz, wo sich die Kopflaus vermehrt. Das Weibchen legt täglich an die 4 Eier, die es am Haar festklebt. Kopfläuse können sich auch mittels Jungfernzeugung (Parthenogenese), also ohne die Befruchtung durch ein Männchen, fortpflanzen. Die männliche Laus ist etwas kleiner und schlanker als die weibliche. Nach ca. 7 – 8 Tagen schlüpfen aus etwa 70 % der Eier die sogenannten Nymphen. Sie sehen aus wie erwachsene Läuse, sind aber deutlich kleiner. Nach weiteren 9 – 12 Tagen ist die Kopflaus geschlechtsreif und bereit, sich einen eigenen Wirt zu suchen.

Die Kopflaus ist ein Außenparasit (Ektoparasit). Sie verbreitet sich von Mensch zu Mensch über direkten Kontakt weiter. Kopfläuse können nicht fliegen oder springen. Sie krabbeln zu ihrem neuen Wirt. Ohne Wirt ist die Laus nach 24 Stunden schon merklich geschwächt und stirbt spätestens nach 55 Stunden.

Ein Kopflausbefall ist zwar sehr unangenehm, aber vom medizinischen Standpunkt aus harmlos. Kopfläuse übertragen, zumindest in Europa, keine Krankheiten. In Entwicklungsländern übertragen sie die Erreger des Fleckfiebers (Rickettsia prowazekii) und des Fünf-Tage-Fiebers (Bartonella quintana).

Welche Ursachen gibt es?

Die Ansteckung bzw. die Übertragung von Kopfläusen finden von Mensch zu Mensch, von Haar zu Haar statt. Kopfläuse krabbeln, wenn sie ausgewachsen sind, über die Haare auf einen anderen Kopf. Besonders bei Kindern, die sich beim Spielen oft sehr nahe kommen, ist die Ansteckungshäufigkeit sehr groß. Haustiere werden von Kopfläusen nicht befallen. Eine Übertragung über Mützen, Kleidung oder Plüschtiere ist selten, aber möglich. Man findet so gut wie keine Kopfläuse auf Polstermöbeln, Fußböden oder Decken.

Wie oft sich jemand die Haare wäscht, ist für den Befall von Kopfläusen nicht ausschlaggebend. Kopflausbefall betrifft sowohl Menschen mit einwandfreien hygienischen Gewohnheiten als auch solche, die weniger Wert darauf legen.

Somit ist das alte Vorurteil, dass besonders Menschen, die sich wenig oder gar nicht waschen, von Läusen befallen werden, zu revidieren. Das stereotype „Schmuddelkind“ mit Läusen und anderen Krankheiten ist also nicht a priori als Quelle oder Patient Zero Anzusehen.

Viele Menschen schmeißen Mützen und Hüte weg, wenn diese von Betroffenen getragen wurden. Das ist allerdings mehr oder weniger unnötig. Es reicht, wenn man diese normal wäscht. Läuse haben keine besonders lange Lebenserwartung in Textilprodukten. Darum ist tendenziell davon auszugehen, dass diese kleinen Parasiten sich nicht in solchen einnisten. Alles in allem also sollte man zwar Vorsicht walten lassen, es mit dieser aber auch nicht übertreiben oder allzu ernst nehmen. Die Ansteckungsgefahr ohne direkten menschlichen Kontakt ist relativ gering.

Zusammenfassend lässt sich also erwähnen, dass eine Verbreitung von Kopfläusen nur dann möglich ist, wenn man in direktem Kontakt mit bereits betroffenen Personen steht. Auf andere Weise ist eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich, wenn nicht gar unmöglich. Darum sollte man diesbezüglich entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Das gilt besonders für Eltern von Kindergartenkindern oder Schulkindern. Da diese Personengruppen besonders häufig betroffen sind. Wie dem auch sei, wer die Gefahr einer Ansteckung effektiv vermeidet, kann damit rechnen auch nicht an diesem Leiden zu erkranken. Wer sich jedoch fahrlässig verhält muss davon ausgehen, dass er früher oder später mit Kopfläusen in Berührung kommen wird.

  • Männliches Geschlecht – Statistisch gesehen leiden Männer vielfach häufiger an Läusen als beispielsweise Frauen. Dasselbe gilt auch für Jungen im direkten Vergleich zu Mädchen.
  • Tausch von infizierten Objekten – Gerade wenn man in einem Mehrpersonenhaushalt lebt, lässt es sich bisweilen nicht vermeiden, dass man in Kontakt mit Objekten kommt, die zuvor von einer mit einer infizierten Person in Berührung kamen. Ist dies der Fall, können sich auf diesem Wege sehr leicht die Erreger übertragen und somit eine weitere Person oder den ganzen Haushalt infizieren. Besonders gefährliche Objekte hierbei sind unter anderem: Bettlaken, Bettdecken und Matratzen, Schuhe, Handtücher und sogar Teppiche oder Teppichböden.

Symptome & Anzeichen

Das vorrangige Symptom von Kopflausbefall ist ein unangenehmer Juckreiz. Allerdings tritt dieser Juckreiz erst einige Tage oder Wochen nach dem Erstbefall auf. Er ist eine allergische Reaktion auf den Speichel der Laus. Durch das Kratzen kann sich die Kopfhaut entzünden und die Lymphknoten am Hals können anschwellen.

Starker Juckreiz auf der Kopfhaut und eine dadurch bedingte Gereiztheit und auch Schlaflosigkeit weisen auf einen Kopflausbefall hin. Durch Teilen der Haarsträhnen kann man die Kopfhaut auf einen Lausbefall hin untersuchen. Entweder sieht man die Läuse selbst, oder die an den Haarwurzeln klebenden weißen Nissen (leere Eier) und Eier. Gerne halten sich die Läuse hinter den Ohren, an den Schläfen und am Nacken auf. Sieht man nur eine Laus oder ein paar Eier, kann man sicher von einem Kopflausbefall ausgehen und muss eine Behandlung durchführen. Die Kopfläuse verschwinden nicht von selbst und vermehren sich so stark, dass bei manchen Personen sogar die Augenbrauen befallen sind.

Eine weitere Möglichkeit, Kopflausbefall nachzuweisen, ist das Auskämmen des Haares mit Läusekämmen. Dies sind Kämme mit speziell angeordneten Zinken, die das Auskämmen von Kopfläusen und Nissen ermöglichen. Nach jedem Strich durch das Haar wird der Kamm auf einem weißen, feuchten Tuch oder Papier abgestreift. So findet man verlässlich vorhandene Läuse.

Meist sind Kinder im Kindergarten- oder Schulalter von Kopfläusen befallen. Wird ein Befall in einer Gruppe oder Klasse bekannt, melden die Pädagogen dies den Eltern. Umgekehrt ist es wichtig, dass Eltern den Kopflausbefall ihres Kindes in der Schule oder dem Kindergarten bekannt geben. In Deutschland gibt es dazu auch eine Meldepflicht. Scham ist hier falsch am Platz. Kopfläuse kann jeder bekommen und es ist kein Zeichen für mangelnde Hygiene. Nur so kann eine Verbreitung der Laus unterbunden werden.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassen, dass die Kopflaus ein sehr unangenehmer Begleiter im Alltag ist, der nicht nur dafür sorgt, dass die Lebensqualität temporär abnimmt, sondern darüber hinaus auch noch dafür sorgt, dass man sich schämt und der Gesellschaft fernbleibt. Da es sich hierbei allerdings lediglich um temporale Phänomene handelt, sollte man sich keine allzu großen Gedanken machen. Nach ein paar Wochen ist die Behandlung in aller Regel abgeschlossen und der Betroffene kann wieder normal am Leben teilhaben.

Der Befall beginnt unauffällig mit Juckreiz, meist am Hinterkopf. Im weiteren Verlauf entstehen weiße Bläschen, die Haut trocknet aus und schält sich. Schuppung und blutende Risse sind zu beobachten. Auch nässende Stellen können auftreten. Die betroffenen Hautareale entzünden sich und verursachen Schmerzen. Unbehandelt breitet sich die Erkrankung aus und kann zu weiterem Befall führen.

Hierzu eine kurze Übersicht:

  • Abschälen der Kopfhaut
  • Risse in der Kopfhaut (sind oftmals besonders schmerzvoll für Betroffene und ermöglichen es Erregern überdies in den Organismus einzudringen
  • Schuppenbildung (eine raue und an einen Ausschlag erinnernde Verkrustung der Oberfläche des Kopfes)
  • Rötungen (an allen behaarten Stellen)
  • Blasen (in extremeren Fällen kommt es darüber hinaus zur Bildung von Blasen oder Bläschen, die den Heilungsprozess empfindlich verlangsamen können
  • Absterben der Haut
  • Starker Juckreiz der betroffenen Stellen
  • Brennender Schmerz (tritt besonders häufig im Umfeld von Blasen auf)

Aus dieser Auflistung der Symptome ist zu entnehmen, dass ein Befall mit Läusen zu sehr unangenehmen Folgen führen kann. Deshalb sollte man die Krankheit, trotz ihrer anfänglich eher harmlosen Auswirkung, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sicherlich handelt es sich bei dem vorliegenden Leiden auch nicht um eine allzu große Bedrohung für Leib und Leben des Betroffenen, aber dennoch sollte man auch hier nicht spaßen.

Es gilt zu empfehlen, die Symptome gut im Überblick zu halten und zu beobachten, damit man ggf. bei einer starken Verschlimmerung derselben oder bei einem Übergreifen auf andere Hautpartien schnell zu reagieren imstande ist und einen Arzt aufsuchen oder die Therapie anpassen kann, um zumindest das Schlimmste zu verhindern.

Schwerwiegendere Symptome als die oben aufgeführten sind jedoch in aller Regel nicht zu erwarten und sie beschränken sich darüber hinaus auf den Bereich des Kopfes und anderer dicht behaarter Areale und gehen nicht, wie landläufig oftmals fälschlicherweise angekommen, auch auf die unbehaarte Stellen über. Hierbei handelt es sich lediglich um einen weit verbreiteten Irrglauben.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Es ist in aller Regel glücklicherweise kein allzu großes Unterfangen, einen Befall mit Kopfläusen als solchen zu identifizieren. Zumeist kann selbst ein medizinischer Laie an dieser stelle eine korrekte Diagnose stellen. Häufig sind Eltern, Lehrer oder Kindergärtner die ersten, die einen befall mit Kopfläusen bei einem Kind feststellen. Das Kind selbst mag zwar bemerken, dass es über einen stark erhöhten Juckreiz verfügt, nichtsdestoweniger aber, kommt ein solches nur sehr selten von sich alleine auf die Erziehungsberichtigen zu. Allerdings ist an dieser Stelle anzumerken, dass hier das Alter des Betroffenen einen große Rolle spielt. Ältere Kinder bemerken einen Lausbefall eher und suchen sich gezielt Hilfe. Kleinere Kinder hingegen unternehmen oftmals nichts.

Will eine Laie Kopfläuse diagnostizieren, ist es wichtig, dass er zunächst den Schädel des etwaig Betroffenen genau untersucht. Oftmals lassen sich Läuse schon mit bloßem Auge ausmachen, auch die Nissen derselben sind durch ihre helle Färbung recht distinktiv. Bei besonders schwerem Befall kann man auch Läuse an anderen Körperstellen als dem Kopf antreffen. Diese wandern dann vom Schädel des Patienten in deren Kleidung. Darum ist es wichtig, im Rahm einer Behandlung auch alle Textilien gründlich zu reinigen, die der Betroffene während der Phase des Befalls getragen hat. Dies gilt in verstärktem Maße natürlich für Kopfbedeckungen wie Mützen, Hüte usw.

Hat man als Laie nun einen Befall mit Kopfläusen festgestellt ist man am besten damit beraten, einen Mediziner aufzusuchen. Vornehmlich den zuständigen Kinderarzt. Dieser kann die eigene Diagnose dann entweder bestätigen oder negieren. Zumeist aber ist davon auszugehen, dass dieser die Diagnose bestätigt. Denn wie bereits erwähnt, sind Kopfläuse nicht besonders schwer als solche auszumachen.

Im Falle einer Bestätigung der Diagnose, berät einen der behandelnde Arzt dann über das weitere Vorgehen zwecks Behandlung, dazu aber später mehr. Klinische Tests kommen im Rahmen einer Diagnose des vorliegenden Leidens nicht zum Einsatz. Dennoch gibt es andere Methoden, die einem dazu dienen festzustellen, ob Läuse vorhanden sind oder nicht.

Insbesondere ist an dieser Stelle das feuchte Auskämmen der Haare zu nennen. Hierzu feuchtet man die Haare des potentiell betroffenen an und kämmt diese mit einem sehr engstieligem Kamm auf. Währenddessen betrachtet man den Kopf des Patienten im Idealfalle noch mit einer Lupe. Auf diese Art und Weise kann man mit relativer Klarheit sicherstellen, ob Läuse vorhanden sind oder nicht. Diese Methode ist besonders in sehr frühen Stadien der Entwicklung der Laus angebracht, da dieselbe zu beginn ihres Lebens sehr klein ist und darum nur schwer gesehen werden kann. Darüber hinaus spielt auch die Haarfarbe des Betroffenen einen ausschlaggebende Rolle bei der Entdeckung von Läusen. Es fällt oftmals schwerer Läuse bei Menschen mit eher dunklen Haaren festzustellen, als bei Menschen mit sehr hellen Haaren. Aber auch hier sollte man sich nicht täuschen lassen. Es kann in beiden Fällen recht aufwändig sein, Läuse explizit nachzuweisen.

Glücklicherweise kommt es allerdings nicht zu fehlerhaften Diagnosen. Es gibt keine anderen Krankheiten, die dieselben Symptome hervorriefen, wie etwa Kopfläuse. Darum kann man sich immer sicher sein, die korrekte Diagnose zu erhalten. Ein Luxus, der einem nicht für alle Krankheiten zur Verfügung steht.

Verlauf der Krankheit
Wie bereits schon erwähnt, beginnt die Erkrankung zumeist eher unscheinbar. Am Anfang steht natürlich eine Infektion mit Eiern der Kopflaus. Diese können mittel verschiedener Wege übertragen werden. Entweder durch sehr engen Körperkontakt mit bereits Betroffenen oder in sehr seltenen Fällen auch durch die Läuse selbst. Verfügt eine Person über zu viele Kopfläuse oder finden diese auf ihrem Wirt keine ausreichende Nahrung mehr, beispielsweise im Todesfalle desselben, so können sie Flügel ausbilden und sich selbstständig einen neuen Wirt suchen. Allerdings sollte man an dieser Stelle erwähnen, dass dies ein glücklicherweise recht seltenes biologisches Phänomen ist.

Nach Befall mit den Eiern der Kopflaus kommt es zunächst zu einer gewissen Wartezeit. Während dieser Periode reifen die Eier. Die Eier sind allerdings nicht immer lebensfähig. Wenn man sehr großes Glück hat, kann es sogar vorkommen, dass die auf den eigenen Kopf gelangten Eier allesamt nicht lebensfähig sind. Allerdings ist dies nur vergleichsweise selten der Fall. Es ist in aller Regel davon auszugehen, dass die Eier nach einem gewissen Zeitraum schlüpfen und die Läuse beginnen, sich auf dem Kopf ihres Wirts einzunisten, sich fortzupflanzen und durch aussagen von Blut für einen teils immensen Juckreiz zu sorgen.

Der hierdurch entstehende Juckreiz kann teilweise immens sein, folglich also auch sehr unangenehm. Das ständige Kratzen des Kopfes ist damit nicht nur ein klares Indiz für einen Befall mit Kopfläusen, sondern dient oftmals auch als Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Stigmas.

Denn Läuse werden heutzutage immer noch oftmals mit Unreinlichkeit assoziiert. Das ist ein Trugschluss und schlicht nicht korrekt. Es kann jeden treffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Person fünf Mal am tage duscht oder nur einmal im Jahr. Vor Kopfläusen ist niemand sicher. Die Hygiene spielt also keine Rolle. Die Hygiene spielt sogar auch nach einem Befall mit Läusen keine Rolle. Das heißt kurzum, dass man dieser Plage nicht dadurch Herr zu werden imstande ist, dass man sich oftmals den Kopf mit normalem Shampoo wäscht und sich die Haare ausbürstet. Hierzu bedarf speziellen Gerätschaften.

Vernichtet man die Läuse nicht gezielt, so ist davon auszugehen, dass sie für immer dableiben. Darum ist es sehr wichtig, sich zeitnahe Hilfe zu suchen und sich entsprechende Produkte zu besorgen. Zwar ist es möglich, den Läusen jederzeit den Garaus zu machen, unabhängig von der Tatsache, ob man sie nun einen Tag oder ein Jahr lang hatte, aber es bietet sich doch alles in allem an, der Plage so früh als irgend möglich Herr zu werden. Hierdurch erspart man nicht nur sich selbst viel vermeidbares Leid, sondern minimiert auch das Risiko für andere Personen, sich mit diesen kleinen Plagegeistern anzustecken. Auch das sollte einem als verantwortungsbewussten Menschen am Herzen liegen.

Man sollte jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass man selbst nach einer erfolgreichen Behandlung nicht etwa immun gegen Kopfläuse ist. Es kann einen immer wieder treffen. Darum ist es von größter Wichtigkeit, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und nach Möglichkeit zu versuchen, sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen. Dies gilt in erhöhtem Maße für die Eltern betroffener Kinder oder deren Betreuer. Denn schließlich können auch Erwachsene sich Läuse einfangen. Auch dies ist ein Umstand, den manche Menschen gerne einmal übersehen. Wer aber genügend Vorsicht an den Tag legt, sollte damit rechnen können, kein Opfer dieser kleinen Parasiten zu werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es ist relativ schwierig, eine allgemeine gültige Aussage über die Häufigkeit von Kopfläusen zu treffen. Es liegen zwar Daten vor, diese sind aber sehr irreführend und bieten nur lokal sehr stark eingeschränkte Überblicke. In Deutschland ist etwa davon auszugehen, dass jeder fünfte Bürger im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit Läusen infiziert sein wird. Hierbei spielen die persönliche Hygiene und der soziale Stand, wie bereits schon mehrfach erwähnt, keinerlei Rolle. Darum lassen sich beispielsweise auch keine gesonderten Häufungen in den ärmeren Schichten der Bevölkerung beobachten. Läuse ist keine Unterschichtenphänomen, wie es oftmals dargestellt wird!

Überhaupt ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass Kopfläuse in Europa keine allzu große Rolle mehr spielen. Zwar sind diese Parasiten auch in unseren Breiten bekannterweise nicht ausgerottet, dennoch aber sind sie im Vergleich zu den vorhergegangenen Jahrzehnten sehr selten geworden. Große Ausbrüche von Kopfläusen in Deutschland, die beinahe schon einen epidemischen Charakter hatten, sind seit den 1950er Jahren nicht mehr beobachtet worden. Letztmalig konnten derlei Wellen von Kopfläusen kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges beobachtet werden. Statistiken aus dieser Zeit liegen zwar keine vor, rekonstruktiv allerdings lässt sich estimieren, dass weit übe 70% der Bevölkerung an diesen Parasiten litten.

Überhaupt ist der Rückgang der Häufigkeit bei uns auch damit zu erklären, dass die Wohnverhältnisse nicht mehr so beengt sind, wie in früheren Zeiten. Je enger man zusammen wohnt, desto schwieriger ist es, sich aus dem Wege zu gehen. Das bedeutet kurzum, dass eine betroffene Person sehr viel leichter andere Personen infizieren kann, als in Häusern, in denen jedes Familienmitglied sein eigenes Zimmer hat usw.

Gerade aus diesem Grunde litten früher so viel mehr Menschen an Kopfläusen als heutzutage. Menschen wohnten dicht an dicht. Bauernfamilien mit zehn Kindern und mehr bewohnten Häuser oder Hütten mit einem oder zwei Räumen. Oftmals teilten sich darüber hinaus viele Personen ein Bett. Dies alles sind Faktoren, die einen Übertragung von Läusen befördern. Nicht zuletzt darum, finden sich auch heute noch wesentlich größere Läusepopulationen in Ländern, in denen die Wohnverhältnisse nach wie vor eher beengt sind. Gerade in den Ländern Afrikas, Süd-Ost-Asiens und Südamerikas ist dies nicht selten der Fall. Die Länder der sogenannten ersten Welt dagegen, haben kaum mehr mit Läusen zu kämpfen.

Da besonders arme Familien sehr beengt leben müssen, haben Läuse heutzutage immer noch das Stigma, dass sie nur bei sehr armen Menschen auftreten würden. Das ist falsch. Wie man aus den oben gemachten Beispielen entnehmen kann, ist es lediglich eine Platzfrage und mehr nicht.

Die teils rasend schnelle Verbreitung von Läusen in Kindergärten und Schulen liegt daran, dass die Kinder dort ebenfalls auf sehr engem Raum sehr viel Zeit miteinander verbringen. Ist also ein Kind betroffenen, verbreiten sich die Läuse oftmals sehr rapide und bereits nach kürzester Zeit sind alle oder ein Großteil Opfer dieser Parasiten geworden. Gerade darum ist es sehr notwendig, Läuse früh zu erkennen und nach Möglichkeit zu verhindern, dass diese sich ausbreiten. Aus diesem Grunde sind gerade Betreuer und Lehrer dazu aufgerufen, auf Warnsignale zu achten, die darauf hindeuten könnten, dass ein Kind betroffen ist. Häufiges kratzen und dergleichen mehr sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sofort untersuchen sowie die Eltern davon in Kenntnis setzen, damit diese mit ihrem Nachwuchs bei einem Arzt vorstellig werden können.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind, wie bereits angemerkt, zumeist sehr eindeutig. Insbesondere dann, wenn diese von einem Arzt ermittelt wurden. Zwar ist im Falle des Befalls mit Kopfläusen auch eine laienhafte Diagnose möglich, diese bietet aber natürlich keine 100%ige Sicherheit.

Ansonsten sind die aus einer Diagnose gewonnen Daten in aller Regel sehr eindeutig. Darüber hinaus kommt der Umstand hinzu, dass keine klinischen Tests notwendig sind. Das verkürzt den Zeitraum zwischen Stellen der Diagnose und Beginn der Behandlung natürlich enorm. Davon profitiert jeder. Darüber hinaus ist an dieser Stelle abermals zu erwähnen, dass es bei Kopfläusen glücklicherweise niemals zu einer fehlerhaften Diagnose kommen kann. Kopfläuse sind ein sehr spezielles medizinisches Phänomen, das nicht mit anderen ähnlichen Krankheiten verwechselt werden kann, da diese schlicht nicht existieren. Der einzige Umstand, der eine Diagnose eventuell erschweren könnte, ist das Stadium der Entwicklung der Läuse. Sind sie noch nicht geschlüpft, kann es mitunter recht kompliziert sein, diese zu entdecken. Dennoch stellt auch das kaum eine Herausforderung dar.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass die aus einer Diagnose gewonnen Daten sehr eindeutig sind, keinen Raum für Spekulationen lassen und also sehr rasch zu einer korrekten Ansprache des vorliegenden Problems führen. Das vermindert zwar die Gravitude des vorliegenden Leidens nicht, sorgt allerdings aber dafür, dass man sehr viel schneller auf eine maßgeschneiderte Behandlung hoffen kann, als bei anderen Erkrankungen, bzw. Parasitenbefällen.


Komplikationen bei der Krankheit

Die zu erwartenden Komplikationen bei einem Befall mit Läusen sind vergleichsweise gering. Nichtsdestotrotz sollte man sich über einige Dinge im Klaren sein. Zwar kommt es nicht, wie man eventuell annehmen könnte, zu irgendwelchen gravierenden Langzeitschäden, dennoch kann es der Fall sein, dass man als Betroffener oder als angehöriger eines Betroffenen mit anderen Problemen konfrontiert wird. Hierzu zählen jedoch keine physischen Leiden, sondern vielmehr psychische.

Denn wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem vorlügenden Leiden um ein solches, das besonders gesellschaftlich stark stigmatisiert ist. Das heißt nichts anderes, als dass Betroffene mit massiven Vorteilen zu kämpfen haben. Oftmals werden Betroffene selbst oder die Eltern betroffener Kinder in eine sehr unangenehme Ecke gedrängt. Man unterstellt diesen Personen mangelnde Reinlichkeit, Armut und eine allgemein schlechte Lebensführung. Das ist zwar vollkommener Unsinn, aber dadurch lässt sich ein vorurteilsbelandener Mob nur sehr selten bremsen.

Personen, die über eine sehr schwache psychische Konstitution verfügen verfallen darum nicht selten in nicht zu unterschätzend tiefe Depressionen. Bei einer Depression handelt es sich um ein psychologisches Leiden. Die genauen Ursachen hierfür können vielerlei Natur sein und sind kaum zu verallgemeinern. Es lässt sich jedoch mit relativer Sicherheit behaupten, dass Depressionen, gleichwohl auch dies nicht gänzlich auszuschließen ist, nur äußerst selten vollkommen unabhängig von einem fassbaren Grund auftreten. Zumeist liegen diesem Leiden schwerwiegende traumatische Erfahrungen zugrunde. Aber auch weniger starke negative Geschehnisse können eine Depression verursachen. Hier kommt es sehr stark auf die jeweilige allgemeine seelische Verfassung und Härte des Individuums an. Manche Personen stecken selbst immens traumatische Erfahrung spielend weg, wohingegen andere bereits an nichtigen Geringfügigkeiten zerbrechen.

Überhaupt und generell handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um ein sehr fallspezifisches Leiden, dass sich nur sehr schwer bis gar nicht in vorgegebene Muster zwängen lässt. Darum sollte man dies am besten auch erst gar nicht versuchen und Allgemeinplätze und hohle Phrasen vermeiden – insbesondere im direkten Umgang mit Betroffenen. Diese kennen derlei Phrasen bereits und reagieren nicht selten ablehnend oder gar ungehalten darauf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gut gemeint sind oder nicht.

Auch ist es wichtig, sich bereits in der Frühphase der Erkrankung um einen Therapieplatz zu bemühen. Eine psychotherapeutische Langzeitbetreuung ist oftmals der einzige probate Weg, mit dem vorliegenden Leiden umgehen zu lernen. Die Kombination aus Gesprächstherapie und stimmungsaufhellenden Medikamenten ist die am häufigsten zum Einsatz kommende Art der Behandlung in Bezug auf eine Depression. Aber auch ohne die Gabe von Antidepressiva, die teil schwere Nebenwirkungen haben können, ist es möglich, therapeutische Erfolge zu erzielen.

Alles in allem ist es also aufgrund der doch sehr individuellen Ausprägungen dieses Leidens kaum möglich, es in allgemeiner Form zu definieren. Man kann grundsätzlich von einer seelischen Missstimmung sprechen, die verschiedenste Formen und Ausprägungen annehmen kann. Sie kann sehr moderat verlaufen, aber auch extrem. Ein Freitod als finale Konsequenz ist nicht auszuschließen. Auch aus der Depression hervorgehende organische Leiden können entstehen, wenn diese nicht korrekt und zeitnahe behandelt wird.

Abgesehen von dieser Nebenwirkung jedoch, sollte man mit keinen allzu großen Komplikationen rechnen müssen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte einen Arzt sofort dann konsultieren, wenn man denkt, dass man selbst oder der eigene Nachwuchs an Läusen leiden könnte. An dieser Stelle durch allzu langes Zögern zeit verstreichen zu lassen ist schlichtweg dumm. Je früher ein Mediziner die Läuse bestätigen kann, desto früher kann eine Behandlung einsetzen und desto früher ist es also möglich, dem Leiden Herr zu werden, Auf diese Art und Weise kann man nicht einer weiteren Verbreitung entgegenwirken, sondern auch dafür sorgen, dass man nicht Opfer etwaiger Vorurteile wird.

Manchmal ist es bisweilen ausreichend, einen Apotheker zu rate zu ziehen oder sich Hilfe in Internetforen zu suchen. Allerdings nur dann, wenn man bereits große Erfahrungen mit der Bekämpfung von Läusen hat sammeln können. Ansonsten ist es immer besser, bei einem Mediziner vorstellig zu werden.

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an Kopfläusen leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Dasselbe gilt für Eltern, deren Kinder besagte Symptome aufweisen. Je früher ein Befall erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits öfter mit einem Befall zu tun hatte. Es handelt sich bei diesem Leiden zwar nicht um eine sehr behandlungsintensive Krankheit, aber dennoch ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Gerade weil Kleinkinder besonders häufig an Läusen oder anderen Parasiten leiden. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Kopfwaschen mit handelsüblichen Haarshampoos hat keinen Einfluss auf den Befall von Kopfläusen. Weder die Eier der Kopfläuse, noch die erwachsenen Tiere werden dadurch beeinträchtigt. Auch das Föhnen der Haare oder die Benutzung einer Trockenhaube kann den Tieren nichts anhaben.
Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten, einen Kopflausbefall zu behandeln:
1. Die mechanische Entfernung von Läusen, Eiern und Nissen mit einem Läusekamm.
2. Spezielle Shampoos, Gele, Emulsionen, Lösungen oder Sprays gegen Kopflausbefall.
Es gibt eine ganze Reihe von wirksamen Mitteln gegen Kopfläuse in der Apotheke. Ihr Hausarzt oder Apotheker berät sie über das Mittel, das für sie infrage kommt. Auch die genaue Anwendung des jeweiligen Mittels sollten sie mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
3. Die Einnahme eines Medikamentes, welches die Kopflaus abtötet, sobald sie es über das Blut aufgenommen hat. Diese Mittel sind rezeptpflichtig und aufgrund ihrer Nebenwirkungen umstritten.
Die Behandlung muss nach ca. einer Woche wiederholt werden. Es könnten in der Zeit noch Läuse aus den Eiern geschlüpft sein. Wichtig ist auch, dass die anderen Familienmitglieder untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Auch Personen, die einen engen Körperkontakt mit der an Kopfläusen befallenen Person hatten, müssen untersucht werden. Bei Kindern muss die Schule oder der Kindergarten informiert werden.

Die Homöopathie setzt Graphites D6 – D12 (schwarzer Kohlenstoff) ein, um den Juckreiz zu lindern. Auch Ledum palustre (Sumpfporst) kann juckreizstillend wirken.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Diese Hinweise können dabei helfen, Läusen effektiv vorzubeugen:

  • Kopfhaut trocken halten, besonders draußen – Hierzu empfiehlt es sich, so oft es geht die Haare zu föhnen oder eine Mütze bei Regen zu tragen, insofern man sich nicht in einem Haus oder ähnlichem aufhält. Lufttrocknung ist dennoch die beste Methode. Dennoch sind natürlich auch Handtücher usw. einsetzbar.
  • Häufiges Waschen der Bettwäsche und Kopfbekleidungen – Es ist empfehlenswert, die Bettwäsche und die Kopfbedeckungen bei Betroffenen bis zu zwei Mal wöchentlich zu wechseln. Je nach Grad des Befalls.
  • Keine Mützen anderer Personen auftragen
  • Kämme mit engen Zinken anwenden

Um also vorbeugend gegen einen Befall mit Läusen einzuwirken, kann es als grundsätzlich förderliche anzusehen sein, wenn man Orte meidet, die besonders eng, bevölkert oder beides sind. Hierunter fallen insbesondere Schulen und Kindergärten, aber auch Büros und Kneipen sind nicht ausgenommen. Darüber hinaus empfiehlt sich das Tragen hochwertiger Mützen und Co.. Nicht natürliche Materialien sind häufig nicht atmungsaktiv und sorgen deshalb für ein durchweg feuchtes und warmes Klima auf dem Kopf, ähnlich verhält es sich mit Gummi (bspw. Regenponchos). Darum sollte man bei der Wahl der Mütze darauf achten, dass sie auch einem natürlichen Material gefertigt sind oder ganz darauf verzichten. Auch das häufige Wechseln der Kopfbedeckung kann dabei helfen, einem Befall aus dem Weg zu gehen.

Ansonsten ist die regelmäßige gründliche Reinigung und / oder Waschung von Kopf und anderen behaarten Stellen anzuraten, da diese das Risiko einer Ansteckung minimiert.

Es gibt darüber hinaus einige Empfehlungen, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko einer Befall mit Läusen somit so schmerzlos wie möglich zu halten. Allerdings gibt es keine präzisen Tipps, mit der Menschen einem Befall mit Läusen profund vorbeugen können. Beachtenswert sind nachfolgende Ratschläge:

  • Es ist wichtig, auf eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten
  • Gesunder Schlaf – mindestens sechs bis acht Stunden
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kräftigt das Immunsystem
  • Negativen Stress tunlichst vermeiden
  • Nikotinverzicht

Man sollte also stets bedenken, dass ein Befall mit Läusen jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung mit zunehmender Vorsicht des Individuums immens ab.

Da auch schon bereits Kinder betroffenen sein können, ist es darüber hinaus ratsam, diese nicht allzu steril aufwachsen zu lassen. Der Trend dazu, alles möglichst antibakteriell zu halten ist für das Immunsystem ein Graus. Denn gerade Kinder, die in einer mehr oder weniger sterilen Umgebung aufwachsen, verfügen zumeist nicht über ausreichende Abwehrkräfte. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, da sie niemals in Berührung mit vielen Erregern gekommen sind. Hierdurch verlauf viele Krankheiten, die imgrunde sehr leicht sind, sehr schwer und bereiten den Kindern unnötige Unannehmlichkeiten. Darum sind Eltern generell dazu aufgerufen, ihre Kinder nicht in einer allzu sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen. Hierdurch hilft man niemandem weiter. Es ist sehr förderlich, den eigenen Nachwuchs einfach mal im Dreck oder auf dem Boden spielen zu lassen.

Auf diese Art und Weise lassen sich nicht nur sehr viele Allergien vermeiden, sondern es lassen sich auch starke Immunsysteme erzeugen, die später hilfreich dabei sein können, gegenüber sehr vielen Krankheiten vorzubeugen.

Darüber hinaus könnte man es als Präventivmaßnahme interpretieren, wenn man sich selbst oder seinen Nachwuchs von Betroffenen fernhält, solange diese sich noch in der akuten Phase der Krankheit befinden. Die Ansteckungsgefahr ist in direktem Kontakt mit diesen Menschen oftmals extrem hoch und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Etwas gesunder Menschenverstand ist also durchaus angebracht.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist durchweg gut. In 99% der Fälle ist ein Lausbefall kaum der Rede wert und verschwindet bei ausreichender Behandlung wieder. Bisweilen ist es nicht mal notwendig, einen Arzt zu konsultieren. Sollte der Befall jedoch starker Natur sein, sollte man einen ganz zur Praxis nicht scheuen.

Weniger gut sieht die Prognose für Personen aus, die sehr beengt leben. Diese sollten sofort einen Arzt aufsuchen und Hilfe in Anspruch nehmen. Nicht zuletzt deswegen, weil sie besonders ihre Mitmenschen in Gefahr bringen. Man hat also als Betroffener eher wenig zu fürchten. Sollte man allerdings zu den wenigen Unglücklichen gehören, die es besonders stark erwischt hat, so bleibt einem immer die Möglichkeit, sich vertrauensvoll an einen Arzt zu wenden.

Darüber hinaus geht für nicht vorbelastete Personen durch einen Lausbefall keine Gefahr für Leib und Leben aus. Besonders empfindliche Menschen jedoch sollten davon ausgehen, dass die vorliegende Erkrankung ihnen einiges mehr abfordert, als ihren gesunden Mitmenschen. Darum ist diesen Personengruppen tunlichst anzuraten, im Falle eines Befalls sofort einen Arzt aufzusuchen, um schlimmeres zu vermeiden.

Damit bleibt abermals zu bemerken, dass die Prognosen für Parasistenbefall allgemein hin sehr gut sind. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von einer etwa einmonatigen lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen. Diese ist jedoch immens dadurch zu verkürzen, wenn man sich genügend Zeit zur Heilung gibt und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in die Schule nicht überstürzt. Denn gerade das ist wichtig. Viele Menschen nehmen nicht genügend Zeit, um von ihrem Leiden zu genesen. Hierdurch verbleibt der Organismus stets und stetig in einem leicht angeschlagen Zustande und es ist dem betroffenen Individuum unmöglich, volle Leistung zu vollbringen.

Selbst wenn sich wider Erwarten gravierendere Nebenerscheinungen einstellen sollten, sieht die Prognose noch relativ gut aus. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Insbesondere allzu stark betroffene Haarpartien müssen oftmals gezielt behandelt werden. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also sieht die Prognose sehr gut aus und man braucht sich keine Gedanken zu machen. Es besteht also kein Grund zur Panik in Bezug auf das vorliegende Leiden.


Stigma Kopflaus

Kopfläuse können wirklich jeden befallen. Ganz unabhängig von der sozialen Schicht, dem Bildungsgrad oder der Herkunft: Sie springen von Mensch zu Mensch, ohne dass hygienische Maßnahmen wie Haare waschen oder tägliches Kleider wechseln etwas daran ändern könnten. Dennoch wird die Kopflaus bis heute mit mangelnder körperlicher Sauberkeit und mit der Zugehörigkeit zur unteren Gesellschaftsschicht assoziiert. Hierdurch erhält die eigentlich ungefährliche parasitäre Erkrankung eine nicht zu vernachlässigende psychische Komponente, die über den eigentlichen Nissenbefall hinaus wirken kann. Dies führt zu verschiedenen Problemen, die sich insbesondere bei Kindern gravierend auswirken können. Aus diesem Grund gilt es, dem Stigma Kopflaus deutlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als dies bislang der Fall ist.

Was ist eigentlich ein Stigma? Mit dieser Frage beschäftigen sich in erster Linie Soziologen, Sozialforscher und letztlich auch Psychologen. Dem Ursprung des Wortes nach handelt es sich dabei um ein Stichmal beziehungsweise eine kleine Wunde, die eine Person deutlich von seinen Mitmenschen abgrenzt und unterscheidet. Im übertragenen Sinne bedeutet dies, dass eine Eigenschaft, sei dies körperlicher oder psychischer Natur, als Marker gebraucht wird, um eine Person aus der Allgemeinheit herauszustellen. Dies erfolgt jedoch nicht im positiven Sinne, sondern in Form von Ausgrenzung. Unterscheidungsmerkmale werden folglich als negativ begriffen. Dadurch werden Betroffene in Randgruppen, also sprichwörtlich an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Oftmals arbeiten negative Merkmalszuweisungen nicht mit realiter existierenden Gegebenheiten, sondern mit Klischees und Vorurteilen. Dies trifft in hohem Maße auf den Befall mit Kopfläusen zu. Es konnte beobachtet werden, dass Menschen, die von diesem Parasiten betroffen sind, mit erheblichen Vorurteilen zu kämpfen haben. Sei es, dass ihnen Unsauberkeit, ein schlechter Lebensstil oder schlicht Armut unterstellt wird, in jedem Falle erfolgt die Zuweisung nicht auf Grundlage tatsächlicher, überprüfbarer Fakten, sondern auf Klischees. Dass Kopfläuse nur unter unhygienischen Bedingungen existieren können, ist inzwischen wissenschaftlich widerlegt. In das gesellschaftliche Bewusstsein ist dieser Fakt jedoch noch nicht durchgedrungen. Hier wird, und dies ist typisch im Prozess der Stigmatisierung, die Schuld für den Läusebefall beim Betroffenen selbst gesucht. Ein ähnliches Phänomen konnte sich bis in die Gegenwart hinein im Bezug auf aids und hiv beobachten lassen. Krankheiten werden hier nicht als Schicksalsschlag oder Unglücksfall betrachtet, sondern als Konsequenz eines atypischen Lebens. Eine solche Ansicht führt zwangsläufig dazu, dass es an Mitleid und Verständnis für die Betroffenen fehlt. Die Ausgrenzung von Personen fällt hernach ungleich leichter, haben sie es ja, so die immanente Argumentationslinie, nicht besser verdient beziehungsweise genau so gewollt.

Schon für erwachsene Menschen stellt die Stigmatisierung durch die Gesellschaft eine erhebliche psychische Belastung dar. Ungleich problematischer gestaltet sich die Situation jedoch in Bezug auf Kinder. Das zeigt sich recht deutlich am Beispiel des Kopflausbefalls. Kinder, besonders in jüngerem Alter, sind deutlich häufiger von der Kopflaus betroffen, als Erwachsene. Dies liegt in erster Linie daran, dass sich dieser Parasit dann verbreitet, wenn Menschen auf engem Raum zusammen agieren. Enge körperliche Nähe spielt bei der Übertragung folglich eine übergeordnete Rolle. Während erwachsene Menschen im öffentlichen Raum durchaus physischen Abstand zueinander halten, ist dies in Kindertagesstätten, Schulen und Krippen nicht gegeben. Beim Spielen und Toben kommt es zum Teil zu engem Kontakt, bei dem sich Läuse recht leicht übertragen lassen. Da insbesondere Jungen ihre Freundschaften im Kleinkindalter körperlich ausleben, ist hier die Infektionsrate signifikant höher als bei Mädchen.

In aller Regel werden Läuse durch die Eltern an Tageseinrichtungen und Schulen gemeldet. Es kann aber auch vorkommen, dass diese erst bei Untersuchungen bemerkt werden, die besonders bei jüngeren Kindern im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen in den genannten Institutionen durchgeführt werden. Es bleibt dabei nicht aus, dass der Name von Betroffenen hernach den Eltern anderer Kinder sowie den Lehrern und Mitschülern mitgeteilt wird. Hierdurch wird schließlich ein Prozess der Ausgrenzung in Gang gesetzt, der im Kern nicht durch die Kinder selbst, sondern von den beteiligten Erwachsenen ausgeht. „Spiel nicht mit diesem Kind!“, „Halte dich von ihm/ihr fern!“ und „Du darfst nicht zu diesem Kind zum Spielen nach Hause gehen.“ sind schließlich Warnungen, die Eltern aussprechen. Zudem suggeriert die negative Haltung der Eltern den nicht betroffenen Kindern, der Läusebefall sei etwas, das ein Kind als Freund disqualifiziert. Hierbei spielt das Vorurteil eine Rolle, dass Läuse automatisch auf eine Person überspringen, wenn sich diese in einem Raum mit einem Befallenen befindet. Auch der Irrglaube, dass die gemeinsame Nutzung von Spielzeug oder Kleidung zur Übertragung führe, bewirkt ein Angstgefühl, das von Eltern auf ihre Kinder ausstrahlt. Medizinische Erkenntnisse über die Weitergabe von Kopfläusen bestätigen diese Ängste jedoch nicht. Inzwischen ist bekannt, dass Kopfläuse nur in sehr seltenen Fällen durch Textilien weitergegeben werden. Darüber hinaus reicht es nicht aus, sich in einem Raum zu befinden. Selbst beim gemeinsamen Spielen ist eine Übertragung der Kopflaus eher unwahrscheinlich. Darüber hinaus handelt es sich nicht um eine schwere Erkrankung, die bleibende Schäden fordert. Es besteht letztlich kein Grund, Kinder voneinander fernzuhalten, allein ob des Läusebefalls.

Hat der Prozess der Stigmatisierung erst einmal seinen Anfang genommen, wird er sich im Laufe der Zeit drastisch weiterentwickeln. Kinder neigen dazu, die Ängste und Warnungen der Eltern, die eine deutliche Markierung eines Kindes bilden, aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Vermittelt durch Respekts- und Vertrauenspersonen, beginnen Kinder schließlich damit, von Läusen Betroffene zu diskriminieren und ihnen verschiedene Merkmale zuzuschreiben, die mit dieser Erkrankung stets in Zusammenhang gebracht werden. Betroffene sind solchen Zuweisungen in der Regel schutzlos ausgeliefert. Da ihnen beinahe nie mitgeteilt wird, wo die negativen Behauptungen ihren Ursprung nehmen, sind sie nicht in der Lage, aufzuklären, dass der Parasitenbefall kein Eigenverschulden darstellt. Besonders kleinen Kindern sind ohnehin die spezifischen Übertragungswege nicht bekannt. Sie sehen sich letztlich mit dem Ergebnis eines negativen Bildes über sich selbst konfrontiert, von dem sie kaum sagen können, wie es sich gebildet hat.

Doch wie lässt sich überhaupt das Negativbild, dass durch Kopfläuse suggeriert wird, erklären? Hier spielen eine Reihe von Faktoren eine Rolle. Zum einen treten Läuse vermehrt in jenen Zeiten auf, in denen es den Menschen aus verschiedenen Gründen schlecht geht. Dies betrifft beispielsweise Kriege, Hungerperioden, Naturkatastrophen und andere ähnlich gelagerte Situationen und Umstände, welche stets auch mit mangelnden hygienischen Zuständen assoziiert werden. Der Grund, weshalb sich in jenen Situationen Läuse radikal vermehren können, ist per se jedoch nicht die schlechte Hygiene. Vielmehr spielt es eine Rolle, dass keine geeigneten Gegenmaßnahmen gegen die Parasiten getroffen werden können. In Zeiten des allgemeinen Mangels gestaltet sich der Befall mit Läusen als ein zu geringes Problem, als das es Priorität verdient. Außerdem werden, das gilt besonders für Kriegszustände und Naturkatastrophen, Menschen zu einem engen Zusammenleben gezwungen. Sie leben beispielsweise in Notunterkünften und Übergangslagern, in denen kaum ein persönlicher Rückzugsraum besteht. Es liegt auf der Hand, dass dies zu einer schnellen Vermehrung der Kopflaus kommt. Doch nicht nur der Vorwurf mangelnder Sauberkeit steht beim Kopflausbefall im Fokus. Den Betroffenen wird darüber hinaus oftmals auch soziale Verwahrlosung unterstellt. Typischerweise wird missbilligend infrage gestellt, dass Betroffene sich um ihre Lebensumstände und ihr Äußeres Gedanken machen. Andernfalls hätten sie den Parasiten doch frühzeitig bemerken müssen, lautet dann ein vielmals geäußerter Vorwurf. Hier wird schlicht verkannt, dass sich die Kopflaus stark an ihren Wirt, den Menschen, angepasst hat. Nicht nur zeigt sich dieser Parasit häufig sehr widerstandsfähig und resistent gegen Behandlungen. Es ist darüber hinaus bekannt, dass sich die Kopflaus tarnen kann. Sie färbt sich dann heller, wenn sie auf blonden Menschen siedelt. Bei dunkelhaarigen Betroffenen konnten hingegen dunklere Läuse festgestellt werden. Ob dieser Tarnung, ist es hin und wieder tatsächlich schwierig, den Befall frühzeitig zu bemerken.

Die Stigmatisierung von jenen Menschen, die von Kopfläusen betroffen sind, hat schließlich erhebliche Konsequenzen. Dies beginnt bereits bei der Vermeidungsstrategie der Betroffenen selbst. Ärzte sind sich einig darüber, dass dieser Parasit inzwischen ausgestorben sein könnte, würden Menschen nicht verbergen, von ihm befallen zu sein. In Deutschland muss beispielsweise eine Meldung an die Schule oder die Kita erfolgen, wenn beim eigenen Kind Nissen entdeckt wurden. Viele Eltern verschweigen jedoch den Befall des eigenen Kindes. Dadurch wird eine Verbreitung des Parasiten in Kauf genommen. Hinter diesem Verhalten steckt ein durchaus nachvollziehbarer Gedanke: Wird die Laus bei einem anderen Kind zuerst entdeckt, ist das eigene nicht mehr Zentrum der Schuldfrage, sondern wird zum Opfer eines selbst Stigmatisierten. Ähnliches lässt sich selbstverständlich auch bei Erwachsenen selbst beobachten. Sind sie befallen, geben sie dies in der Regel nicht beim Arbeitgeber an, aus Angst von Kollegen und Bekannten diffamiert zu werden. Sie lassen sich selbstverständlich behandeln, achten jedoch nicht darauf, dass unter Umständen auch andere Personen angesteckt werden könnten. Dergestalt wird der Kopflaus eine Möglichkeit geboten, sich beständig zu vermehren und zu wandern.

Die Stigmatisierung und nachfolgende Exklusion jener Menschen, die von Kopfläusen befallen sind, hat jedoch noch weitaus gravierender Folgen. Diese bewegen sich vor allen Dingen im Bereich psychischer Beeinträchtigungen. Werden Kinder von Gruppenaktivitäten ausgeschlossen und wird ihnen der Umgang mit anderen Kindern verboten, dann führt dies nicht selten zu größeren sozialen Schwierigkeiten. Sie lernen in dieser Zeit schlicht nicht, wie sie mit ihren Mitmenschen interagieren sollen. Hernach fällt es ihnen schwer, wieder Zugang zu einer Gruppe zu finden. Bei diesen Kindern besteht die Ausgrenzung über die Krankheit hinaus. Selbst dann, wenn es keine Läuse mehr hat, wird das Kind argwöhnisch von ehemaligen Spielgefährden betrachtet. Das negative Bild auszuhebeln fällt Betroffenen schwer und oftmals suchen sie die Isolation, um mit diesem nicht belastet zu werden. Das vergrößert schließlich die Kluft zwischen einer Gruppe und der jeweiligen Einzelperson. Verschiedene Studien konnten belegen, dass Kinder, die in jungem Alter stigmatisiert wurden, später zu Verhaltensauffälligkeiten neigen. Aus Frustration entwickelte Gewaltbereitschaft tritt dann genauso auf, wie kompletter ein Rückzug, der in eine Verweigerungshaltung münden kann. Das bewirkt im weiteren Entwicklungsverlauf, dass beispielsweise schulische Leistungen beeinträchtigt sind.

Einbrüche im schulischen Bereich sind jedoch nicht allein auf soziale Isolation zurückzuführen. Verschiedene Studien konnten belegen, dass all jene Kinder, die einem unteren sozialen Spektrum zugeordnet werden, größere Probleme in der Schule haben. Ihre Noten sind insgesamt schlechter. Dies liegt mitunter aber nicht am eigentlichen Leistungsniveau eines Betroffenen, sondern an einer negativen Einstellung des Lehrers. Selbstverständlich bemühen sich die meisten Pädagogen darum, Kinder möglichst objektiv zu beurteilen. Dies gelingt ihnen jedoch nicht immer. Gerade vor den Wirkungsmechanismen der Stigmatisierung sind auch Lehrer gefeit. Selbst ihnen übermittelt sich ein Negativbild, dass durch Eltern und Klassenkameraden eines betroffenen Kindes geformt und verbreitet wird. Ziehen sich Kinder nach der Diagnose Kopfläuse von einem Kind zurück und bleibt dieses schließlich von der Gruppe ausgeschlossen, wird der Lehrer unbewusst von einem atypischen Verhalten des Betroffenen ausgehen. Die Leistungen und Handlungen des Kindes werden in der Folge auf Auffälligkeiten hin untersucht. Dabei fallen negaitve Merkmale deutlich stärker ins Gewicht, als positive. Der Lehrer neigt schließlich dazu, einen Schüler insgesamt schlechter einzuschätzen, als dieser womöglich ist. Aus diesem Grund kann eine Stigmatisierung ob eines Läusebefalls durchaus gravierenden Einfluss auf die Schullaufbahn eines Kindes nehmen.

Insgesamt bewirkt die Ausgrenzung und Isolation, der Abfall schulischer Leistungen, die fehlende Möglichkeit zur Erlernung sozialen Umgangs sowie die permanente Konfrontation mit einem, das Selbst betreffende, Negativbild, dass Betroffene keine gefestigte Persönlichkeit entwickeln können. In schweren Fällen führt dies unweigerlich zu durchaus besorgniserregenden psychischen Erkrankungen. Unter anderem seien hier schwere Depressionen, Selbstmordgedanken, Psychosen, Panikattacken, Paranoia oder Zwangsstörungen als Beispiel zu nennen. Nicht selten manifestiert sich die Stigmatisierung erst im Erwachsenenalter und führt dann zu Einschränkungen im alltäglichen Leben eines Betroffenen. Bei Kindern sind darüber hinaus besonders während der Pubertät Handlungen zu beobachten, die Grund zur Sorge veranlassen. Ist das Selbstbild durch ein Stigma angegriffen oder gar gestört, können sich Essstörungen entwickeln. Betroffene neigen darüber hinaus zu selbstverletzenden Handlungen. Ebenso ist das Risiko der Anfälligkeit für Drogen und Alkohol stark erhöht. In eine soziale Ecke gedrängt, neigen Personen folglich dazu, dass von den Mitmenschen aufoktroyierte Bild im negativen Sinne an die Realität anzugleichen. Sie entwickeln sich zu dem, was die Gesellschaft ihnen zuweist.

Gegen die Mechanismen einer Stigmatisierung kann nur wenig bis gar nichts unternommen werden. Sie entstammen einem archaischen Trieb, all jenes aus der Gesellschaft fernzuhalten, dass diese in Gefahr bringt. Im Ursprung hatte dieses menschliche verhalten also durchaus einen positiven Nutzen. Im Bezug auf Kopfläuse kann hingegen einiges getan werden, um einer Stigmatisierung vorzubeugen. In erster Linie betrifft dies ein Wandel im Umgang mit der Diagnose Kopfläuse. Denn, und das sei an dieser Stelle noch einmal deutlich hervorgehoben, die Vorurteile und Klischees, die bezüglich dieser Krankheit im kollektiven Bewusstsein verankert sind, entsprechen in keiner Weise der Realität. Der Befall mit diesen Parasiten lässt keine Schlüsse auf die Hygiene oder soziale Schicht einer Person zu. Zudem ist die Ansteckungsgefahr deutlich geringer, als dies allgemein angenommen wird. Eine Quarantäne, wie sie aktuell von Schulen und Kindergärten bei Auftreten von Läusen durchgeführt wird, ist nicht immer unbedingt nötig. Eine umfangreiche Aufklärungskampagne könnte hier entscheidend zur Verbesserung der Lage beitragen und die Stigmatisierung im Bezug auf Läusebefall schließlich beenden.


Alternative Behandlungsmethoden

Einige gute alternative Heilmittel sind unter anderem:

  • Massage des Kopfese
  • Schären des Kopfes
  • Auf hochwertige Textilien achten
  • Nicht immer in derselben Bettwäsche schlafen
  • Wasser, außer zum Waschen, vermeiden
  • Kosmetika, insbesondere Gel, Spray und Pomade vermeiden
  • Direkten Umgang mit anderen Personen nach Möglichkeit vermeiden

All diese Vorgehensweisen können dabei helfen, Schlimmeres zu vermeiden und die Heilung zu befördern.

Typische alternative Behandlungen können unter anderem auch sein:

  • Reflexzonenmassage
  • Besprechen
  • Wärmebehandlung
  • Sandbäder
  • Gewisse kosmetische Eingriffe
  • Handmassagen

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt viele Tipps zur Behandlung und Vertreibung von Kopfläusen durch Hausmittel. Ob diese helfen und wirklich in der Lage sind, die Parasiten zu vertreiben, ist fraglich.
Einige dieser Hausmittel sind:
Ätherische Öle wie Citronella, Lavendel oder Rosmarin
Je zwei Tropfen des Öles werden mit einem hochwertigen Pflanzenöl vermischt und in die Kopfhaut einmassiert. Besonders im Bereich hinter den Ohren oder am Nacken. Dort halten sich die erwachsenen Läuse zwischen den Mahlzeiten gerne auf. Unter einer Plastikhaube, über die noch ein Handtuch gewickelt werden kann, lässt man das Öl mindestens eine Stunde lang wirken. Danach werden die Haare mehrmals mit Shampoo gewaschen.
Teebaumöl
Dem Teebaumöl wird eine keimtötende, leicht desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Es soll auch Juckreiz stillend wirken. In der Anwendung soll es dem Haarshampoo beigemischt werden (etwa 5 Tropfen) und 10 Minuten einwirken.
Neembaumöl (auch Niembaumöl geschrieben)
Die Anwendung erfolgt, wie beim Teebaumöl beschrieben.
Essig
Essig hat eine lähmende Wirkung auf Kopfläuse. Man mischt einen Teil Essig und zwei Teilen Wasser. Dieses Essigwasser lässt man 10 – 15 Minuten am Kopf einwirken und kämmt dann das nasse Haar mit dem Läusekamm durch. Die Insekten lassen sich durch das Essigwasser leichter auskämmen. Allerdings kann der Essig auf der aufgekratzten, Wunden Kopfhaut brennen.
Olivenöl
Pures Olivenöl oder eine Mayonnaise aus Olivenöl wird auf die Kopfhaut aufgetragen. Unter einer Plastikhaube und einem Handtuchwickel kann das Öl mehrere Stunden oder über Nacht einwirken. Auch hier wird das Haar anschließend mehrmals mit Shampoo gewaschen und sorgfältig mit dem Läusekamm ausgekämmt.
Bärlapptee
1 Teelöffel des getrockneten Bärlapps wird mit einem viertel Liter heißen, aber nicht kochendem Wasser übergossen. Kurz ziehen lassen und abseihen. Wenn der Tee ausgekühlt ist, können die Kopfhaut und das Haar damit gespült werden. Kurz einwirken lassen und mit klarem Wasser ausspülen. Danach die Haare mit dem Nissenkamm durchkämmen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Eiche
  • Lavendel
  • Neem
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Teebaum

Alle der soeben erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder als Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Pille einzunehmen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur als wenig beeinflussend auf die Wirkung zu betrachten. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle des Fußpilzes an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Lavendel
  • Teebaum
  • Thymian
  • Ysop
  • Pfefferminz
  • Nelke

Die soeben genannten ätherischen Öle sind im Falle einer Erkrankung mit Läusen entweder im Rahmen einer Aromatherapie anzuwenden oder aber äußerlich aufzutragen. Von einer innerlichen Anwendung wird abgeraten.

Trotzdem ist die Rücksprache mit einem Arzt unerlässlich, um ggf. Allergien und Unverträglichkeiten im Vorfeld zu erörtern.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Bei durch Parasiten geschwächter Haut empfiehlt sich grundsätzlich eine stark Vitamin C reiche Ernährung. Ansonsten liegen keinerlei erprobte Formen der Diät oder Ernährung vor, die bei einem Läusen als besonders förderlich gelten. Trotz intensiver dahingehender Studien konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen einer hautparasiten-Erkrankung und den Ernährungsgewohnheiten von Betroffenen feststellen.

Nichtsdestotrotz gilt es, Übergewicht nach Möglichkeit zu vermeiden und einer gesunden Ernährung nachzugehen. Diesbezüglich kann man sich gute Ratschläge von einem Diätologen oder einem Ernährungswissenschaftler holen. Auch das Internet bietet diesbezüglich ein reiches Angebot an nützlichen Hilfestellungen.

Da mit einer Erkrankung mit Läusen nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem einhergeht, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Wie bereits erwähnt, können Diätologen und Ernährungswissenschaftler einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange lebt eine Kopflaus?
Eine Kopflaus hat eine Lebenserwartung von ungefähr 20 bis 30 Tagen. In dieser Zeit legt sie circa 150 bis 300 Eier.
Gibt es eine Meldepflicht für Kopflausbefall?
In Deutschland gibt es eine Meldepflicht. Wenn bei einem Kind, das einen Kindergarten oder eine Schule besucht, Kopfläuse festgestellt werden, so haben die Eltern die Pflicht, dies der Einrichtung gemäß § 34 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz zu melden. Der Leiter dieser Einrichtung ist verpflichtet, das zuständige Gesundheitsamt zu benachrichtigen. In Österreich und der Schweiz besteht zwar keine gesetzliche Meldepflicht, aber trotzdem sollte man es melden.
Woran erkenne ich, dass die Behandlung erfolgreich war?
Die Kopfläuse kleben ihre Eier fest an den Haaransatz. Wächst das Haar, wandert das Ei oder die leere Nisse nach oben. Sind die Nissen einen Zentimeter oder mehr vom Haarboden entfernt und wurden keine lebenden Läuse mit dem Läusekamm gefunden, so kann Entwarnung gegeben werden. Sicherheitshalber sollte aber noch zwei weitere Wochen kontrolliert werden, ob neue Eier abgelegt wurden.

Sind Läuse ansteckend?
Ja, auf jeden Fall. Man sollte daher vermeiden, allzu nahen Kontakt mit betroffenen Personen zu pflegen, während diese an der Krankheit leiden. Dieses lässt sich jedoch nicht immer vermeiden, weshalb ein Befall kaum auszuschließen ist. Es bleibt einem alleine übrig, sich so gut wie möglich präventiv gegen einen Befall zu schützen.

Wie lange dauert ein Befall für gewöhnlich an?
Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Da die Entwicklung des Läusepopulation von vielen Faktoren bestimmt wird, die alleine der Erkrankte beeinflussen kann. Wer also trotz einer Infektion weiterhin enge und qualitativ minderwertige Mützen trägt und seine feuchten Haare nicht regelmäßig trocknet, der hat mit Sicherheit länger an diesem Leiden zu knabbern, als eine Person, die alle notwendigen Vorbereitungen trifft. In aller Regel sollte die Infektion aber nicht länger als einen Monat dauern, insofern sie denn fachgerecht behandelt wird. Ohne Behandlung bleibt man dauerhaft betroffen.

Selbstbehandlung oder doch Arzt?
Es reicht oftmals schon, wenn man selbst gegen die Läuse ausrückt. Ein Arzt ist bei dieser Erkrankung nur selten notwendig. Sollte man jedoch an einer Immunschwäche leiden, Diabetiker sein oder gerade eine Chemotherapie unterlaufen, ist es besser, wenn man dennoch einen Mediziner konsultiert. Darüber hinaus sollte man dies auch dann tun, wenn sich nach etwa 2 Wochen keine merkliche Verbesserung einstellt.

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