Brustwarzen

Wichtiger als Sie vielleicht vermuten

Es gibt viele Körperteile, welchen wir nur wenig Beachtung schenken. Sie werden als Selbstverständlichkeit empfunden und sind deswegen weniger wichtig als Organe oder andere Teile. Dennoch sollten Sie Ihren Brustwarzen eine gewisse Aufmerksamkeit schenken, denn diese erfüllen vor allem bei Damen zahlreiche wichtige Aufgaben. Doch auch in der Sexualität oder den eigenen Schönheitsidealen spielen Brustwarzen, die umgangssprachlich auch als Nippel bezeichnet werden, eine essenzielle Rolle. Was die Aufgabe der Brustwarzen sind, wie diese aufgebaut sind und wieso auch Männer jene besitzen, erfahren Sie hier.

Was sind Brustwarzen?

Im Lateinischen werden Brustwarzen als Papilla mammae bezeichnet, wobei Mediziner auch gerne den Begriff „Mamille“ verwenden. Deren Sitz liegt direkt in der Mitte der Brust. Allgemein besteht die Brustwarze aus der Warze an sich sowie einen Warzenvorhof. Damit ist das Gewebe um die Brustwarze herum gemeint, welches zum Zusammenziehen oder Lockern der Warze beiträgt. Zudem führen bei Damen Drüsenausgänge aus der Brustwarze heraus. Diese sind wichtig, denn durch die Drüsen kann später die Muttermilch fließen.

Sowohl Männer als auch Frauen besitzen Brustwarzen, wobei diese unterschiedliche Aufgaben haben. In der Regel treten Brustwarzen paarweise auf, wobei es auch einige Fälle gibt, welche über eine dritte oder vierte Brustwarze verfügen. Diese sehen aber eher wie kleine Muttermale oder Pickel aus, sodass sie nicht immer direkt als Brustwarze identifiziert werden können. Schon im Embryostadium werden Brustwarzen angelegt und entwickeln erst später die geschlechtsspezifischen Merkmale. Zu beachten ist, dass Brustwarzen bei Männern einen rein kosmetischen Zweck dienen.

Der Grund ist, dass Embryos vor der späteren Geschlechterbestimmung alle weiblich konzipiert wurden und somit den weiblichen „Bausatz“ inklusive Brustwarzen verfolgen. Erst später wird bestimmt, ob es sich um einen weiblichen oder männlichen Embryo handelt. Aus diesem Grund haben auch Herren Brustwarzen, auch, wenn diese keinen bestimmten Zweck dienen. Bei Frauen spielen die Brustwarzen hingegen eine wichtige Rolle und stellen die Mündung der Milchdrüsen dar, die sich im Brustgewebe befinden. Die Funktion der Brustwarzen wird durch Hormone während der Schwangerschaft gesteuert. Außerhalb einer Schwangerschaft haben weibliche Brustwarzen nur einen sexuellen Reiz.

Die Funktionen und Aufgaben der Brustwarzen

Wie weiter oben erwähnt, haben männliche Brustwarzen keine direkte Aufgabe. Sie sind anatomisch vorhanden und werden als erogene Zone bezeichnet. Anders sieht es bei Damen aus, denn bei diesen stellen Brustwarzen einen wichtigen Teil bei der Schwangerschaft sowie Kindererziehung dar. Außerhalb der Schwangerschaft oder Mutterschaft sind Brustwarzen eine sensible und erogene Zone, welche in der Regel der sexuellen Stimulation dienen. Die Intensität der Gefühle hängen stark von den Nervenenden ab, welche in die Brustwarze sowie den Warzenvorhof münden. Gerade bei Berührungen, doch auch bei Kälte zieht sich das Brustwarzengewebe zusammen und die Warzen versteift sich. Das hat aber nicht nur ästhetische Gründe, sondern das Zusammenziehen der Brustwarze dient dazu, dass das Baby seine Nahrungsquelle schneller findet und leichter in den Mund nehmen kann.

Der Milchfluss durch die Brustwarze entsteht nur, wenn eine vorherige Schwangerschaft vorlag. Der Körper produziert Hormone, welche wiederum die Milchherstellung anregen. Sobald eine Berührung der Brustwarzen stattfindet, beginnt der Milcheinschuss und das Baby kann trinken. Es ist üblich, dass die Milch schon in die Brustwarze schießt, wenn die Mutter nur ans Stillen denkt. Sobald die Milch austritt, können die Drüsenausgänge leicht lokalisiert werden. In der Regel ist die Muttermilch tröpfchenweise auf der Brustwarze zu sehen. Bei Druck kann diese aber wie ein Strahl herausschießen.

Die Brust produziert so lange Muttermilch, wie diese benötigt wird. Das bedeutet, trinkt das Kind regelmäßig, nimmt die Milchproduktion nicht ab. Die Menge der Milch wird aber immer dem Wachstum des Babys angepasst und durch den Saugreflex an der Warze beeinflusst. Aus diesem Grund ist es auch möglich, dass Mütter ihre Milch durch eine Milchpumpe absaugen und lagern. Die abgepumpte Milch ist perfekt für Zeiten, wo das Stillen des Babys nicht möglich ist.

Allgemein ist jede gesunde Frau in der Lage Muttermilch zu produzieren. Es kann aber auch sein, dass verschiedene Hormone im männlichen Körper dazu führen, dass milchgebendes Brustdrüsengewebe aufgebaut wird. Natürlich kann ein Mann jetzt keine Milch geben, da diesen dazu die milchproduzierenden Gewebestücke fehlen. Dennoch empfinden es viele Männer als unangenehm über solches Brustdrüsengewebe zu verfügen. In manchen Fällen kann dies sogar gesundheitsgefährdend werden.

Die Aufgaben im Überblick:

 

  • Bei Männern hat die Brustwarze einen rein ästhetischen Zweck
  • In der Schwangerschaft produzieren die Brüste Muttermilch
  • Die Muttermilch wird über die Brustwarze ausgegeben
  • Die Versteifung der Brustwarzen erleichtert das Trinken

Die Anatomie und der Aufbau der Brustwarzen

Schon im frühen embryonalen Stadium entwickeln sich die Brustwarzen, wobei sie beim späteren Wachstum unterschiedliche Wege verfolgen. Bei der weiblichen Brust liegen etwa 15 bis 20 Milchdrüsen (Mammae) unter der Brustwarze. Die Milchgängen enden direkt in der Brustwarze. Eingebettet sind die Drüsen in ein Fettgewebe, welches bei einer Schwangerschaft und Mutterschaft die Milch produziert. Es ist jedoch so, dass Damen damit nicht geboren werden. Die Drüsen bilden sich erst in der Pubertät durch hormonelle Einflüsse aus dem Talgdrüsengewebe. Das ist auch der Grund, weshalb die Brust zu wachsen beginnt. Nach den Wechseljahren bilden sich diese Drüsen zurück, da die Frau nicht mehr in der Lage ist, Kinder zu gebären.

Bei Männern sieht es ein wenig anders aus. Zwar wurde in Laufe der Geschichte immer wieder davon berichtet, dass auch Männer in der Lage wären zu stillen, doch diese Fähigkeit ist eher selten. In der modernen Zeit kann sie jedoch durch künstliche Hormone herbeigeführt werden. Ein Grund für diese Eigenschaft könnte sein, dass beide Elternteile bei frühen Säugetieren in der Lage waren zu stillen, wie es Charles Darwin in seinem Werk „Die Entstehung der Arten“ vermutet hat. Jedoch konnte dies weder bewiesen noch widerlegt werden.

Um die Brustwarze herum befindet sich der pigmentierte Warzenhof (Areola), in den zahlreiche Talg- und Duftdrüsen enden. Vor allem auf Reizungen durch Berührungen oder Kälte reagiert der Warzenvorhof stark und zieht sich zusammen. Aus diesem Grund ist jener auch als erogene Zone bekannt. Wichtig ist, dass die Aufrichtung der Brustwarze nicht durch erektiles Gewebe verursacht wird, wie es zum Beispiel beim Penis der Fall ist. Stattdessen kommt es zu einer Kontraktion der glatten Muskulatur. Diese wird durch das autonome Nervensystem gesteuert. Aus diesem Grund ist die Aufrichtung eher mit dem Aufrichten von Haarfollikeln statt einer Erektion der Genitalien zu vergleichen. Immerhin wird dieser Umstand durch den gleichen Reflex hervorgerufen, welcher auch Gänsehaut verursacht. Essenziell ist, dass eine Brustwarzenerektion sowohl bei Damen als auch Herren aufkommen kann. Damit dies stattfinden kann, muss der Körper zuvor Oxytozin ausschütten.

Brustwarzen als Schönheitsideal und in der Sexualität

Sicherlich dienen Brustwarzen vor allem als Nahrungsquelle für Säuglinge, doch in der heutigen Zeit haben diese auch ein soziokulturelles Ansehen. Vor allem im Bereich von Schönheit spielen Brustwarzen eine essenzielle Rolle. Ein gutes Beispiel sind sogenannte Brustwarzenpiercings. Das Piercing wird horizontal durch die Brustwarze gestochen. Eine vertikale oder diagonale Anbringung ist aber auch möglich, jedoch seltener. Der Grund für Piercings ist, dass Brustwarzen als ästhetisches und sexuell anziehendes Merkmal beider Geschlechter gelten. Zugleich sind Piercings eine lange Tradition in verschiedenen Kulturkreisen. Das Durchstechen der Brustwarze hat sich heute aber meist nur aus ätherischen Gründen festgesetzt.

Neben dem Schönheitsideal spielen Brustwarzen in der Sexualität eine entscheidende Rolle, wie es schon mehrfach erwähnt wurde. Erigierte Brustwarzen gelten als erotisch und bringen Damen sowie Herren ins Schwitzen. Gerade in der Aktfotografie sind viele Bilder von Models anzutreffen, welche erigierte Brustwarzen besitzen. Um dies zu erreichen, wird meist mit Eiswürfeln, Kaltluftgebläse oder Kältespray nachgeholfen. Im Liebesspiel wird der Kältereiz der Brustwarzen ebenfalls ausgenutzt. Allerdings müssen Sie vorsichtig sein, denn eine Vereisung kann zu Nerven– und Gewebeschäden der Brustwarzen führen.

Krankheiten, Beschwerden und Störungen der Brustwarzen

Brustwarzen sind empfindlicher und anfälliger als viele Menschen vermuten. Das liegt daran, dass Brustwarzen, besonders bei Männern, vielen unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Leicht kann dies zu Erkrankungen, Beschwerden und Schmerzen führen. Vor allem Entzündungen sind keine Seltenheit und können direkt in oder auf der Brustwarze, aber auch im Gewebe drumherum auftreten. Dabei sind die Drüsen meist betroffen, denn durch die kleine Öffnung der Brustwarze können Erreger, Viren oder Bakterien eindringen. Der Grund für eine Entzündung kann aber auch die Stillphase sein, sodass die Brustwarze einfach überreizt ist. Nach einer Pause beruhigt sich das Gewebe wieder. In der Zwischenzeit sollte die Milch abgepumpt werden, damit es nicht zu einem Milchstau kommt. Dieser kann sowohl in der Brust wie auch der Brustwarze sehr schmerzhaft sein.

Es gibt auch angeborene Veränderungen der Brustwarze, welche als Schlupf- oder Hohlwarze bezeichnet werden. Bei diesen Erkrankungen ist die Brustwarze nach innen gerichtet. Im Normalfall verursachen diese Schlupfwarzen keine Beschwerden und tun auch nicht weh. Alleine beim späteren Stillen kann es zu einigen Problemen kommen. Eine Ausbildung einer dritten Brustwarze ist ebenfalls möglich und bei Frauen und Männern anzutreffen. Im Kindesalter zeigt sich die Anomalie als kleines erhabenes Muttermal und weist erst in der Pubertät die typischen Merkmale einer Brustwarze auf. Auch hier gilt, dass diese in der Regel keine Probleme verursacht. Es kann zwar manchmal zu Entzündungen kommen, doch das ist selten. Aus rein ästhetischen Gründen kann die Brustwarze entfernt werden. Es ist aber auch sinnvoll im Zuge der Brustkrebsvorsorge die Brustwarze operativ zu beseitigen.

Die meisten Erkrankungen sind alleine bei Frauen anzutreffen, doch es gibt auch eine Brustwarzenkrankheit, welche fast ausschließlich Männer betrifft. Die Rede ist von einer Brustdrüsenentzündung. Diese Entzündung ist meist nur auf die Brustwarze beschränkt und wird als Thelitits bezeichnet. Der Grund für eine solche Entzündung sind winzige Einrisse der Haut. Bakterien aus Mund, Rachen oder der Umwelt können jetzt darin eindringen. Verschwindet die Entzündung nicht von alleine, kann sich diese bis in die Brustdrüsen oder Lymphknoten ausbreiten und somit den kompletten Körper befallen. Bei Frauen begünstigt ein Milchstau diesen Umstand.

Wie kann sich eine Brustwarze verändern?

Im Laufe eines Lebens kann sich die Brustwarze stark verändern, was gerade bei Frauen anzutreffen ist. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, dass Frauen monatlich ihre Brust und die Brustwarze untersuchen. Gerade im Zuge der Brustkrebsvorsorge ist es mehr als sinnvoll Veränderungen zu bemerken und gegebenenfalls zu reagieren. Nur so kann schon frühzeitig etwas gegen eine Erkrankung unternommen werden.

Haare auf der Brustwarze: Bei Männern ist es vollkommen normal, dass diese Haare rund um die Brustwarze haben. Eher selten ist das bei Frauen. Zwar sind feine Härchen rund um die Brustwarze zu finden, besonders bei dunkelhaarigen Menschen, doch treten diese Haare plötzlich auf, weist dies auf eine hormonelle Veränderung hin. Ausgelöst worden sein kann diese durch eine bestehende Schwangerschaft oder durch die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille, Hormonstäbchen oder der Verhütungsspritze. Einen Arzt zu befragen ist jetzt sinnvoll.

Sensibilität: Allgemein ist es so, dass die Brustwarzen bei jeden Mensch mehr oder weniger sensibel sind. Das ist bei Männern genauso wie bei Frauen. Die Sensibilität der Brustwarzen kann bei Damen aber noch auf etwas anderes hindeuten. Gerade vor dem Monatszyklus sind die weiblichen Brustwarzen besonders sensibel und leicht zu reizen. Das ist ganz normal und nicht bedenklich.

Dunkle Verfärbungen: Die Hautfarbe entscheidet darüber, welche Farbe die Brustwarzen besitzen. Meist sind diese rosa bis hell- oder dunkelbraun. Während einer Schwangerschaft ist es aber nicht ungewöhnlich, dass sich die Brustwarzen einheitlich dunkler verfärben. Liegt keine Schwangerschaft vor und Sie bemerken einen dunklen Kreis um Ihre Brustwarze, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Dies kann ein Hinweis auf eine seltene Form von Brustkrebs sein, dem sogenannten Paget-Karzinom.

Entzündungen: Rund 70 Prozent aller Brustwarzenentzündung treten bei stillenden Frauen auf. Sollten Sie nicht stillen und die Brustwarzen entzünden sich dennoch, kann dies ein Hinweis auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung sein. Aber auch Krebserkrankungen zeigen sich durch das Austreten einer klaren, milchigen oder blutigen Flüssigkeit. Um die Ursache zu ermitteln, sollten Sie Ihren Arzt einen Besuch abstatten.

Schlupfwarzen: Wie weiter oben erwähnt, sind Schlupfwarzen in der Regel kein großes Problem und nichts Schlimmes. Der Grund für diese sind verkürzte Milchgänge, was sich lediglich beim Stillen als schwierig herausstellt. Anders sieht es aus, wenn sich Brustwarzen plötzlich nach innen kehren. Dies kann ein Anzeichen für Brustkrebs sein, weshalb Sie direkt einen Arzt aufsuchen sollten.

Typische und häufige Erkrankungen:

 

  • Brustkrebs
  • Entzündungen
  • Plötzliche Schlupfwarzen
  • Hormonumstellung
  • Reizungen
  • Angeborene Anomalien
  • Verfärbungen
  • Erhöhte Sensibilität

Fragen und Antworten rund um die Brustwarzen

 

Können Krankheiten vorgebeugt werden?

Eine direkte Vorbeugung von Brust- und Brustwarzenerkrankungen kann nicht stattfinden. Was Sie aber tun können, ist diese frühzeitig zu erkennen und somit Ihre Heilungschancen zu verbessern. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Brüste und die Brustwarze. Sollten starke Veränderungen, Schmerzen oder ähnliches auftreten, sollten Sie Ihren Arzt besuchen. Nicht immer muss eine Veränderung der Brustwarze mit diversen Erkrankungen zusammenhängen, doch dadurch Gehen Sie auf Nummer sicher. Als Frau ist es auch sinnvoll, wenn Sie ab dem 30 Lebensjahr regelmäßig zum Brustscreening gehen und Ihre Brustwarze sowie das Gewebe genaustens untersuchen lassen.

Welche Ursachen gibt es für wunde Brustwarzen?

Es müssen nicht immer schlimme Erkrankungen sein, sondern schon eine Reizung der Brustwarze kann zu Wunden Stellen und Schmerzen führen. Gründe dafür gibt es viele. Vor allem beim Stillen kommt es häufig dazu. Eine falsche Stillpositon, das unpassende Anlegen und Absetzen des Babys oder eine feuchte Stilleinlage reizt das empfindliche Gewebe der Brustwarze und führt somit zu Schmerzen. Selbst ein schlechtes Saugverhalten des Kindes, ein zu kurzes Zungenbändchen oder ein fehlerhafter Gebrauch der Milchpumpe reizen die Brustwarzen. Denken Sie aber nicht, dass viel Creme oder Salbe jetzt hilft. Unterstützen Sie Ihre Brustwarze damit nur und fördern Sie den eigenen Heilungsprozess. Fernab der Stillzeit kann es ebenfalls zu einer Reizung kommen. Durch eine besondere Brustwarzenfom, eine Pilzinfektion oder raue Textilien entsteht wundes Gewebe.

Wie sieht die Therapie bei gereizten Brustwarzen aus?

In der Regel heilen wunde Brustwarzen von alleine ab. Es hilft, wenn Sie die Stillposition verändern. So kann es direkt zu Erleichterung kommen. Zugleich sollte der Babymund „voller Busen“ sein, sodass es so viel Brustwarze wie möglich umfasst. Nach dem Stillen ist es hilfreich, wenn einige Tropfen Muttermilch auf die wunde Stelle gegeben wird. Dies hilft bei der Heilung. Zu vermeiden ist, dass Sie die Brustwarze mit einem Föhn oder Rotlicht trocknen. Das behindert die hauteigene Feuchtigkeitsregulierung und macht das Gewebe spröde. Zudem gibt es einige Salben und Cremes im Handel. Am besten ist Lanolinsalbe, denn diese fördert die Wundheilung, macht die Haut geschmeidig und erhält die Feuchtigkeit. Nutzen Sie keine Creme, welche Sie vor dem Stillen abwischen müssen. Das reizt die Haut nur zusätzlich. Allgemein ist aber zu empfehlen, dass Sie eine Stillpause einlegen. Dadurch erholt sich die Haut.

Gibt es unterschiedliche Brustwarzentypen?

Keine Brustwarze sieht wie eine andere aus. Selbstverständlich haben sie Gemeinsamkeiten, doch es gibt einige kleine Unterschiede, die zu beachten sind. In der Regel sehen Brustwarzen im nicht erigierten Zustand recht flach aus. Sie gehen flach in den weichen Warzenhof über. Nur bei Kälte oder Erregung treten sie hervor. Geschwollene, pralle Brustwarzen sind vergleichbar mit kleinen Hügeln. Markant ist, dass nicht nur die Brustwarzen hervorstehen, sondern auch der Warzenhof. Bei einigen Menschen ist es auch so, dass die Brustwarzen immer herausstehen. Die Brustwarzen sind dann nicht hart, sondern zart und weich. Rund drei Prozent aller Frauen haben die oben genannten Schlupf- oder Hohlwarzen, welche sich nach innen richten. Die Haut ist dabei mit dem darunterliegenden Gewebe fest verwachsen. Es kann auch sein, dass nur eine Brustwarze nach innen gerichtet ist. Üblich sind die kleinen Pickelchen, die Sie gerade bei Erregung oder Kälte rund um die Brustwarze sehen können. Sehr viele kleine Unebenheiten können an Anzeichen für Montgomery-Drüsen sein, jedoch ist das kein Grund zur Sorge. Bei vielen Menschen ist es so, dass vereinzelt Härchen um den Warzenhof wachsen, was bei Frauen von einem Arzt untersucht werden sollte.

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