Schamanismus

Der Schamanismus

 

Ursprung und Entwicklung des Schamanismus

 

Schamanismus behandlungFast jeder hat schon einmal den Begriff Schamanismus gehört. Das war meist im Zusammenhang mit Indianer der Fall. Vor allen Dingen im Zusammenhang mit sogenannten Medizinmännern ist heute vielen Menschen der Begriff Schamanismus geläufig. Die ersten schriftlich niedergelegten Berichte über den Schamanismus tauchten zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf.

Dabei handelte es sich um Schamanismus, der von den Medizinmännern der in Sibirien lebenden Nomaden und der Eskimos betrieben wurde. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Schamanismus in Nordamerika durch die dort lebenden indianischen Naturvölker bekannt. Schamanismus ist eine in Japan, der Mongolei, Korea, Mittelamerika und Amazonien praktizierte Heilmethode.

 

In den 70er Jahren tauchte der Schamanismus im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen, insbesondere in der Nervenheilkunde oder Neurologie auf. Im Vordergrund standen hierbei die Nutzung der von den Schamanen erreichten Bewusstseinszustände für die Linderung von gesundheitlichen Beschwerden. Seitdem hat sich der Schamanismus als Teil der Naturheilkunde auch in Europa etabliert.

Durchführung und Wirkungsweise des Schamanismus

 

Die von den Schamanen angewandten Behandlungsmethoden beruhen auf einem höheren Zustand des Bewusstseins, mit dem eine Kontakt zur sogenannten spirituellen Welt realisierbar ist. In dieser Welt leben sowohl gute als auch schlechte Geister, mit denen der Schamane Verbindung aufnimmt. Das nur dadurch möglich, dass sich der Medizinmann in einer Art Trance befindet. Trance ist ein Zustand, der mit dem Schlaf verglichen werden kann. In Trance besitzt der Schamane einen besonders hellen Geist. Das ist wiederum das Fundament dafür, dass der Schamane kann hellseherisch und heilend tätig werden kann.

 

– Während der Schamane in Trance ist, bleibt der Körper in Bewegung. Es werden sogar wilde Tänze ausgeführt, bei der der Medizinmann nahe der Ekstase ist. Währenddessen unternimmt dessen Geist eine Reise durch die verschiedenen Welten, innerhalb derer er Visionen erfährt. Nicht selten begibt er sich ins Jenseits, um die Toten aufzusuchen. Durch die Weltreisen gelangen sie zu Wissen und Weisheit, um Kraft zu bekommen und um Kranken helfen zu können.

 

– Schamanen gelten auch als Seher, die ihren Bewusstseinszustand willentlich ändern können. Dabei arbeiten die Medizinmänner mit den der Stärke ihres Herzens, mit Wärme und Feuer.

 

Das schamanische Heilen umfasst mehrere Kategorien. Diese beinhalten:

 

  • schamanische Reisen in spirituelle Welten
  • das Rückholen von Seelen
  • die Suche nach sogenannten Krafttieren
  • die Ahnen- und die Stallarbeit
  • das Ausführen von Entsetzungsarbeiten
  • Umgang mit dem Menschen als energetischer Körper

Schamanismus hilft gegen:

 

  • Kraftlosigkeit, körperliche Schwäche
  • Unlust und Antriebsschwäche
  • Verlust von Lebensfreude
  • Angst- und Panikzustände sowie Depressionen und innere Unruhe
  • Nervosität
  • anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit
  • nicht nachvollziehbare verletzende Erlebnisse
  • ständiges Unwohlsein und lokal begrenzte, akute Schmerzen
  • chronische Schmerzzustände
  • Existenzangst und Sorgen
  • Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
  • psychosomatische Erkrankungen

Als weitere Krankheitsursache kommt im Schamanismus der Verlust der Seele in Frage. Traumatische Situationen können einen Anteil der Seele abspalten. Ohne diesen Part fühlt sich der Mensch jedoch krank. Ohne Seele kann die Person außerdem schneller krank werden.

 

Spezielle Methoden, mit denen die Schamanen arbeiten, sind die Extraktion und die Depossession. Die daraus resultierenden Effekte haben zum Inhalt, die Betroffenen von fremden Energien oder fremden Eindringlichen (beispielsweise krankmachende Stoffe) zu befreien.

 

Schamanismus fördert und stärkt:

 

  • Selbstheilungskräfte
  • das Auflösen von Blockaden
  • Immunsystem
  • Vitalität
  • Lebensfreude
  • innere Kraft
  • Heilung von Krebs, Migräne, Herzkrankheiten und Aneurismen
  • Heilung von Suchtkrankheiten
  • Heilung von rheumatischen Leiden
  • Linderung von Menstruationsbeschwerden
  • Beheben von Prüfungsangst

Die spirituelle Therapie der Schamanen beinhaltet in Abhängigkeit von den Erfahrungen der Weltenreisen das Bestellen von Geisthelfern oder Spirits. Sie entstammen entweder der Tier- oder Pflanzenwelt oder sind mineralischen Ursprungs. Die Geisthelfer stellen Begleiter des Alltags dar und sollen in einzelnen Lebenssituationen Kraft und Zuversicht verleihen. Schamanen können somit helfen:

 

  • bestehende Ängste sichtbar zu machen und diese aufzulösen
  • alte Lebensmuster zu erkennen und diese zu beseitigen
  • neue Möglichkeiten zu erkennen
  • Abstand von Altem zu bekommen
  • Probleme in Beziehungen und Blockaden zu lösen
  • inneres Wissen zu erfahren
  • neue Kräfte zu tanken
  • Lebensfreude zu entwickeln und zu erfahren
  • Lebensorientierung finden
  • gesundheitliche Beschwerden durch das Auffinden körperlicher und seelischer Auslöser zu heilen

Risiken und Nebenwirkungen des Schamanismus:

 

  • Entstehung eines Plazeboeffektes (scheinbare Wirkung)
  • Ausprägung einer Koabhängigkeit (Suchtverhalten zur Behandlung des Schamanen)
  • Verwendung hallozinogener Pflanzen

Obwohl die gesundheitlichen Gefahren in Verbindung mit Behandlungen durch den Schamanismus selten und gering ist, ist ein gesundes Misstrauen nicht falsch.

 

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen des Schamanismus:

 

  • schwerwiegende psychische Erkrankungen
  • Erkrankungen mit einer akuten Bedrohung des Lebens
  • eine noch nicht abgeschlossene Chemotherapie
  • chronisch verlaufende schmerzhafte Krankheiten
  • Einnahme bestimmter Arzneimittel

Unter diesen Umständen kann es passieren, dass ein Schamane die Behandlung verweigert. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Patienten nicht bereit sind, spezielle Medikamente abzusetzen.

 

Wer behandelt mit Schamanismus?

 

Sie leisten eine Energiearbeit, die unter anderem Tätigkeiten wie das:

 

  • rhythmische Schlagen von Trommeln und das Erzeugen von Geräuschen mit Rasseln
  • das Räuchern mit ausgesuchten Kräutern oder anderen Substanzen
  • die Extraktion beziehungsweise das Herausziehen (beispielsweise von Zähnen, Krankheiten oder Kraft)
  • das Reinigen der Aura beziehungsweise des Licht- oder Energiefeldes
  • das Benutzen von Heilfedern (geweihte Federn des Adlers)
  • den Einsatz von Kraftsteinen und Mineralien (Edelsteine, Kristalle)
  • das Durchführen verschiedener Reinigungsrituale für Orte, Plätze und Gebäude
  • das Beseitigen von negativen Anhaftungen und Besetzungen
  • das Lösen von inneren Blockaden
  • das Auflösen von Karma-Verstrickungen, um die Seele zu heilen und diese frei zu machen von Verhängnissen

umfasst.

 

Quälende ungünstige Verhaltensmuster und Emotionen wie Wut, Trauer, Scham, Ohnmacht, Sucht, Angst und Krankheit können durch die Herstellung der Verbindung zwischen Geist und Körper gelindert werden. Wenn Körper und Seele wieder zueinander finden, dann kann die Energie ohne Unterbrechung fließen. Daraus resultiert die Erweckung der Selbstheilungskräfte für Gesundheit, Wohlbefinden, Kraft und Vitalität.

 

Unser Fazit

 

Schamanen sehen sich als Begleiter und Helfer auf dem Weg zur Heilung. Aus diesem Grund begreifen sich die Medizinmänner und Medizinfrauen als Vertreter der alternativen Medizin. In der gegenwärtigen schnelllebigen Zeit ist die schamanistische Heilbegleitung eine angenehme Erfahrung. Wer sich selbst entdecken und kennenlernen möchte, einen guten Kontakt zu seinem Körper aufbauen will und neue Wege im Leben sucht, kann durchaus einen Schamanen aufsuchen. Darüber hinaus ist diese alternative Heilkunst durchaus eine Variante, um die Selbstheilungskräfte anzuregen und bei zahlreichen Beschwerden Verbesserungen zu erzielen.

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