Wie wird eine Probe verarbeitet?

Probe

Beinahe jeder musste im Rahmen einer medizinischen Behandlung schon einemal eine Probe abgeben, um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern. Dabei ist es ganz egal, ob Blut, Urin, Stuhl oder etwas anderes getestet wurde – am Ende steht immer eine Auswertung der Probe. Aber wie kommt es zu dieser Asuwertung und was bedeuten die Zahlen und Daten, die dem behandelnden Mediziner so viel veraten?

Was geschieht in den Laboren und wie Gehen die dort beschäftigten Fachkräfte bei der Auswertung des Testmaterials vor? Oftmals sind die Antworten zu diesen Fragen für den Laien ein Buch mit Siegeln. Müssen sie aber nicht sein. Das Vorgehen der Laboranten ist keine Hexerei und ist bei Interesse leicht nachzuvollziehen.


Welche Arten von medizinischen Proben gibt es?

Es gibt eine Vielzahl medizinischer Proben, die alle nicht nur auf unterschiedliche Weisen zu entnehmen sind. Die Art der Probe entscheidet sich nach der vorliegenden Krankheit oder richtet sich ggf. an den beobachteten Symptomen aus, die einer Erkrankung zuzuordnen sind. Darüber hinaus kommen auch spezielle Proben dann zum Einsatz, wenn diese lediglich genauere Auskünfte über bestimmte Körperstellen geben sollen.

Es ist also ersichtlich, dass eine Probe in der Regel nach bedarf auszuwählen ist, wobei sich dieser Bedarf stets krankheitsspezifisch darstellt. Nichtsdestoweniger gibt es natürlich auch allgemeine Methoden der Probenentnahme, derer man sich bedienen kann. Hierzu gehört beispielsweise die Blutprobe – der wohl am häufigsten vorkommende klinische Test in der modernen Schulmedizin.

Welche Proben gibt es nun aber genau?

Blutprobe

Jeder kennt sie. Manchem wird davon etwas blümerant, einigen passiert gar nichts. Aber wie dem auch sei: Die Blutprobe ist das wichtigste diagnostische Mittel eines jeden Mediziners. Weit über 70% aller Diagnosen kommen mithilfe dieses Testverfahrens zustande.

Hierfür entnimmt medizinisches Pflegepersonal dem Patienten eine bestimmte Menge Blut. Diese Menge richtet sich in aller Regel danach, auf was später getestet werden soll. Es sind daher Mengen zwischen 12 und 48 ml üblich. Das ist nicht allzu viel und eine daraus resultierende Übelkeit oder Ohnmacht ist sehr selten.

Urinprobe

Eine weiteres häufig angefordertes Medium für eine Probe ist Urin. Auch dieser kann, wie Blut, Auskünfte über die Gesundheit des Patienten liefern, die durch reines Abtasten und Blickdiagnose so nicht zu gewinnen wären.

Das liegt daran, dass sich im Urin des Menschen oftmals Krankheitserreger, Hormone, Eiweiße und ggf. auch Drogen und Alkohol nachweisen lassen. In besonderen Fällen wir mit dem Urin auch Blut ausgeschieden. Dieses kann daraufhin ebenfalls untersucht werden.

Stuhlprobe

Stuhlproben sind vorallem dann nötig, wenn ein Patient unter chronischem Durchfall, chronischen Darmerkrankungen oder Darmkrebs leidet. Auch sind generelle Verstimmungen des Magens und des Darmes mittels dieser Methode zu untersuchen.

Im Vergleich zu Blut- und Urinproben nimmt man Stuhlproben nur selten und in spezifischen Fällen. Dies liegt vorallem daran, dass die aus dem Stuhl gewonnenen medizinischen Erkenntnisse sehr spezifisch für den Magendarmtrakt sind und weniger allgemeine Erkenntnisse bieten. Nichtsdestoweniger können auch oftmals Krankheitserreger wie Viren und Bakterien im Stuhl nachgewiesen werden.

Biopsie

Unter einer Biopsie versteht man die Entnahme von Gewebe aus einem lebenden Organismus, das anschließend zur Klärung der vorliegenden Krankheit oder zur Klärung von Details über die bereits identifizierte Erkrankung dient. Hierzu Betrachtet der zuständige Mediziner die entnommene Probe unter einem Mikroskop.

Besonders häufig kommt diese Methode bei Krebserkrankungen zum Einsatz und dient dazu, zu determinieren, ob ein etwaiger Tumor bös- oder gutartiger Natur ist.

In selteneren Fällen nimmt man auch Biopsien innerer Organe vor, um deren Zustand genau ausmachen zu können. Hierbei kann es aber ggf. zu Komplikationen kommen, weshalb diese Methode nicht allzu häufig angewandt wird.

Speichelproben

Speichelproben nimmt man in aller Regel nur dazu, um die dna eines Menschen festzustellen und zu analysieren. Beispielsweise im Rahmen einer Vaterschaftsfeststellung oder einer Täterermittlung. Für medizinische Zwecke ist eine Speichelprobe zwar nicht nutzlos, aber im Vergleich zu anderen Testsubstanzen eher wenig erfolgsverpsrechend.

Haar– und Nagelproben

Auch die Haare und die Fingernägel eines Menschen können beprobt werden. Dieses geschieht allerdings nur sehr selten und dient meist dem Zweck einer Feststellung länger zurückliegenden Drogenkonsums. Nichtsdestoweniger kommen diese Testverfahren auch in der Schulmedizin zum Einsatz – besonders dann, wenn gewissen Mängel festzustellen sind. Dies geht zwar auch durch eine Blutprobe, aber Haare und Nägel sind bisweilen etwas genauer.

Sekretproben

Außerdem können auch Proben von anderen Sekreten genommen werden. Hierzu gehören unter anderem Eiter, Wundflüssigkeit, Nasenschleim, Lungenauswurf, Sputum usw.

Diese dienen vorallem dazu, festzustellen, welches Bakterium oder welcher Virus der Krankheit zugrunde liegt oder ob eine Selbstheilung möglich ist.

Besonders Sputum wurde in der Vergangenheit gerne beprobt. Heutzutage kommt dieser Form des Auswurfes nur noch wenig Bedeutung zu.

Alles in allem lässt sich also bemerken, dass es viele verschiedene und hochspezialisierte Arten von Proben gibt, die je nach vorliegender oder vermuteter Krankheit variieren können.


Wie gewinnt man eine Probe

Die Gewinnung von Proben variiert natürlicherweise dahingehend, welche der oben genannten Proben es zu erlangen gilt. Dafür kommen folgende Methode häufig zum Einsatz:

  • Blut: Um Blut zu gewinnen, muss man es zunächst entnehmen. Dies geschieht in nahezu allen Fällen mittels einer Nadel, die wiederum in die Vene des Patienten eingeführt wird. Ist die Vene punktiert, tritt das Blut aus und kann zur Weiterverarbeiung in Ampullen abgefüllt werden.Es ist jedoch erwähnenswert, dass einige Patienten nur sehr schwach ausgeprägte Venen haben und es deshalb dem medizinischen Fachpersonal darum oftmals schwer fällt, diesen Personen Blut zu entnehmen. Ist dies der Fall ist eine Blutabnahme für beiden Seiten meist nicht viel mehr als eine anstrengende Tortur.
  • Urin: Urin ist sehr einfach zu bekommen. Der Patienten wird lediglich gebeten in einen becher oder eine Schale zu urinieren und diese samt Inhalt an die zuständige Person weiterzureichen. Oftmals wird dies direkt vor Ort in der Praxis oder im Krankenhaus gemacht.
  • Stuhl: Bei Stuhlproben geht man nicht anders vor als bei Urinproben. Lediglich besteht bisweilen die Chance, dass man die Probe zuhause abgibt und dem Arzt bringt. Dies liegt daran, dass viele Menschen nicht auf Kommande in dre Lage sind, Stuhl abzuscheiden. Manchmal sind Stuhlproben aber auch unter Aufsicht abzugeben. Insbesondere dann, wenn der Patient an chronischem, sehr flüssigem Durchfall leidet.
  • Gewebeproben: Gewebeproben zu entnehmen, die danach im Rahmen einer Biopsie ausgewertet werden können, ist bisweilen etwas kompliziert und erfordert technisches Geschick. Darüber hinaus ist es von äußerster Wichtigkeit, von wo die Probe stammen soll. Manche Proben auf diesem erfordern nämlich kleinere chirurgische Eingriffe. Insbesondere dann, wenn die sammelnde Probe innerhalb des Körpers liegt. Die ist beispielsweise bei Tumoren oder Organschäden oftmals der Fall. Es gilt hier für den Operateur zu entscheiden, ob eine lokale Anesthäsie ausreichend ist oder man doch eine Vollnarkose anwenden sollte.
  • Speichel: Es ist denkbar einfach an Speichel heranzukommen. Man führt in aller Regel lediglich ein Wattestäbdchen in den Mund des Patienten ein, streift es an der Schleimhaut entlang, gibt es in eine Tüte und schickt es ans Labor. Mehr Aufwand ist nicht erforderlich.
  • Haare und Fingernägel: Auch diese sind einfach zu erlangen. Man schneidet sie einfach ab, tütet sie ein und schickt sie ans Labor. Das dauert oft keine halbe Minute.
  • Sekrete: Je Nach Sekret, das zu beproben ist, kann es sich als schwierig gestalten, an ausreichend große Mengen heranzukommen. Insbesondere Sputum und Auswurf gelangen nur durch Husten nach Außen. Auch Wundflüssigkeiten und Eiter sind oftmals nur in extrem kleinen Mengen vorhanden. Wenn es sich anbietet, werden deshalb zwecks Zeitersparnis gerne Abstriche angefertigt. Diese sind schnell gemacht und dennoch effektiv.

Wie kommt eine Probe ins Labor und zurück?

Je nach entnommener Probe ist es teilweise sehr wichtig, dass sie so schnell wie möglich in ein dafür zuständiges Labor gelangt. Hierzu stehen niedergelassenen Ärzten meist Sendboten oder Kuriere zur Verfügung, die bestellt und mit der Überbringung der Fracht beauftragt werden. In den meisten Fällen jedoch kommen diese Kuriere lediglich ein Mal pro Tag zur Praxis und sammeln alle Proben ein und liefern sie aus. Ebenso bringen sie nach Auswertung der eingegangenen Proben die Ergebnisse zurück in die Praxis. Inklusive der Auswertung kann dies zwischen einem Tag und einer Woche dauern.

In Krankenhäusern entnommene Proben können meist sehr viel schneller ausgewertet werden. Dies liegt daran, dass die Wege kürzer sind und ein Labor meist im Haus aufzufinden ist. Man spart sich also den Transport. Dafür ist die zu bearbeitende Menge von Proben meist deutlich größer, wodurch sich die Bearbeitungszeit wiederum erhöhen kann. Somit dauert die Auswertung im Krankenhaus ähnlich lange, wie die eines externen Labors. Nichtsdestoweniger kann eine solide Bewertung der Probe bereits nach wenigen Stunden erfolgen, wenn es aufgrund der vermuteten Krankheit sehr dringlich ist.


Welche Techniken kommen bei der Auswertung zum Einsatz?

Bevor man sich mit den genauen Techniken beschäftigt, die für eine Auswertung notwendig sind, gilt es einige fachspezifische Terminologien zu klären, die für das Verständnis der Auswertung sehr wichtig sein können. Hierbei handelt es sich um:

  • Normalbereich
  • Referenzbereich
  • Anhaltswerte

Der Normalbereich bezeichnet die Zusammenfassung der Blutwerte, die die meisten als „gesund“ betitelten Menschen in der Region aufweisen. Das heißt ganz einfach, dass eine statistische Erhebung der Blutwerte durchgeführt wird. Hierzu entnimmt man einer relevant großen Testgruppe spezifisch gesunder Menschen Blut und gleicht dieses untereinander ab. Die hieraus resultierenden Ergebnisse sollten zu etwa 95% gleich oder ähnlich sein. Ist dies der Fall, lässt sich aus diesen Ergebnissen ein Mittelwert berechnen, der fortan als Richtschnur zur Bestimmung der Blutwerte anderer Patienten eingesetzt einzusetzen ist.

Ein Fallbeispiel hierzu: Von 100 getesteten Personen, haben 95 einen Natriumgehalt von 135 bis 145 mmol/L (Millimol pro Liter). Der Patient A. dagegen hat einen Natriumgehalt von 180 mmol/L. Damit liegt er deutlich über dem Schnitt und etwas ist nicht in Ordnung. Der Arzt kann diese erhöhten Ergebnisse nun mit Krankheiten abgleichen, die einen erhöhten Natriumspiegel im Blut zur Folge haben, und somit eine gezieltere Diagnose stellen.

Der Referenzbereich wiederum ist der krankheitsspezifische Bereich ein, der bei bestimmten Erkrankungen im Blut zu erwarten ist. Das heißt, dass Krankheit A sehr wahrscheinlich einen erhöhten Wert B bedingt usw. – Diese sind besonders für feinere Diagnosen wichtig.

Darüber hinaus dienen die sog Anhaltswerte der genauen der Einstufung verschiedener Personengruppen. Auch das ist immens wichtig bei der Auswertung der Proben. So unterscheidet man nach folgenden Gesichtspunkten:

  • Geschlecht: Männlich oder Weiblich
  • Alter: Kind, Jugendlicher, Erwachsener, Senior
  • Bekannte Vorerkrankungen: hiv, Allergien usw.
  • Eingenommene Medikamente: Welche Arzneien nimmt der Patient

All dies ist von immenser Wichtigkeit, wenn es darum geht, für den Patienten eine individuelle Diagnose stellen zu können.

Damit ist aber lediglich die Prämisse zur späteren Auswertung geschaffen. Die Frage, die es sich nun zu stellen gilt ist: Wie sind die Werte überhaupt zu erfassen?

Ermittlung der Werte für Blutproben

Vor nicht allzu vielen Jahren war die Auswertung von Blutproben eine zähe und anstrengende Handarbeit. Blutkörpchenkonzentrationen mussten mithilfe der eigenen Augen und eines Mikroskops selbst nachgezählt werden.

Weitere Stoffe im Blut waren entweder gar nicht oder nur schwer und mit viel Mühe mittels chemischer Tests zu benennen. Darüber hinaus waren die daraus resultierenden Werte meist eher ungenau und dienten bestenfalls als eine Art Interpretationshilfe für den behandelnden Arzt.

Das sind Probleme, mit denen Laboranten heutzutage nicht mehr konfrontiert sind. Dank des technischen Fortschritts geht das meiste heute maschinell und wesentlich schneller als noch vor 20 Jahren. Die Zeiten des Augenmaßes sind vorbei.

Das Blut wird meist mit einer speziellen Flüssigkeit versetzt und die Mischung daraufhin in einen sog. Zählautomaten gegeben. Dieser ist in der Lage, das Vorhandensein von roten und weißen Blutzellen exakt zu bestimmen. Genauso verhält es sich auch mit den anderen Werten, die man dem Blut entnehmen kann. Lediglich die zum Einsatz kommenden Maschinen sind andere. Nichtsdestotrotz werden die ermittelten Ergebnisse hin und wieder stichprobenartig von Hand geprüft, um eine Fehlleistung der Geräte auszuschließen. Des Weiteren unterliegen die Labore strengen Richtlinien und werden vom Staat strengstens überwacht und müssen sich jedes Jahr einer genauen Prüfung unterziehen. Das sorgt für eine gleichbleibend hohe Qualität der Laborergebnisse.

Tatsächlich gehört nicht viel mehr dazu, um Blut zu testen. Die Arbeitszeit, die auf die Probe einer Person angewandt werden muss, hat sich seit der Automatisierung dieses Prozesses beinahe um 80% verkürzt. Das sorgte für eine wesentlich höhere Rate an bearbeiteten Proben und führte im Umkehrschluss dazu, dass klinische Diagnosen heute weitaus schneller zu stellen sind als noch vor einigen wenigen Jahren.

Ermittlung der Werte für andere Proben

Die Auswertung anderer Proben ist imgrunde dasselbe in grün. Lediglich die Maschinen sind auf das beprobte Material angepasst. Lediglich Biopsien bilden diesbezüglich eine kleine Ausnahme. Hier die angewandten Methoden in Kürze:

  • Urin- und Stuhlproben: Diese werden ebenfalls maschinell ausgewertet. Ist der Stuhl zu zäh, bzw. zu dick(flüssig) für die Maschine, macht man ihn mittels einer speziellen Lösung wässriger. Das spaltet darüber hinaus die enthaltenen chemischen Bestandteile auf und macht sie leichter sichtbar. Bisweilen prüft man Stuhl auch unter dem Mikroskop auf weitere Bestandteile wie Bandwurmeier oder Finnen. Diese sind maschinell oft nicht auszumachen. Mit Urin verhält es sich ähnlich. Diesen untersucht man zusätzlich noch auf seinen Glukosegehalt, da zu viel Zucker meist mit dem Urin nach draußen gelangt und die ein Warnsignal für eine Diabetes ist.
  • Haare und Nägel: Diese sind ebenso zu verflüssigen und im Anschluss daran maschinell zu begutachten. Bisweilen kommen auch Reaktionstests zum Einsatz, die auf den Missbrauch von Rauschgiften hinweisen.
  • Sekretproben: Je nachdem um welches Sekret es sich handelt, gibt man diese entweder zur Kultivierung in eine Petri-Schale oder ebenfalls untersucht sie maschinell. Bisweilen begutachtet man Sekretproben auch (noch) mithilfe der Augen unter einem Mikroskop. Alles in allem sind diese Tests in der Regel etwas aufwändiger, als die anderen Auswertungsmethoden.
  • Gewebeproben: Zur Auswertung von Gewebeproben, also einer Biopsie, bedient man sich beinahe ausschließlich des Mirkoskops. Ein geschultes Auge kann sofort erkennen, worum es sich genau handelt. Ob ein gutartiger oder ein bösartiger Tumor vorliegt, ob Gewebe nachhaltig geschädigt ist oder nicht usw.

Das bedeutet, dass die Ermittlung von Werten aus abgegebenen Proben heutzutage sehr schnell und genau von statten geht und kein langwieriger und teurer Prozess mehr ist, wie noch vor einigen Jahrzehnten. Das hat das Diagnosestellen für Ärzte rund um den Globus immens vereinfacht und bringt damit auch den Patienten eine bessere Chance auf Heilung.

Auch ist das Vorgehen relativ leicht zu begreifen und keine Hexerei. Zwar sind die Prozesse innerhalb der Maschinen hochkompliziert, aber wenn man es herunterbricht, machen sie auch nicht viel mehr als Dinge nachzuzählen und zu erfassen.


Was geschieht mit einer Probe nach der Auswertung?

Nachdem die entnommenen Proben ihre Auswertung überstanden haben, sind sie gesondert zu entsorgen. Sie landen mit anderen gefährlichen Abfällen in speziellen Tonnen. Hier findet sich auch weiterer Krankenhausmüll, wie Operationsrückstände (sprich entfernte Tumore, Gelenke, Geschwulste usw.), sowie benutzte Gummihandschuhe, blutige OP-Laken und vieles mehr.

Dieser Müll findet sein Ende auf Spezialdeponien und ist in den meisten Fällen zu verbrennen. Eine Wiederverwertung des Materials, sprich Recycling, findet nur in den seltensten Fällen statt. Dies hat einfache Gründe – zumeist sind Krankenhausabfälle durch Viren und / oder Bakterien kontaminiert und sollten schlicht vernichtet werden, um die Ansteckung von Drittpersonen zu verhindern.


Häufige Fragen

Kann ich bei einer Blutprobe betrügen?

– Erstaunlicherweise ist dies eine Frage, die Ärzte sehr oft zu hören bekommen. Hierbei muss man die Frage allerdings in den Kontext des Momentes Rücken, in dem die Frage anzusiedeln ist: Meist von betrunkenen Ausfahrern, die vom Amtsarzt Blut abgenommen bekommen, um den Alkoholwert und also das Strafmaß bestimmen zu können. Die Antwort ist aber: Nein. Kann man nicht.

Werden meine Daten weitergegeben?
– Diese Frage ist vorallem bei Speichel- also dna-Proben interessant und beunruhigt viele Patienten. In der Regel werden solche Tests aber anonym vorgenommen. Das heißt, dass die Probe auf dem Weg ins Labor keinen Namen, sondern nur eine Nummer aufweist, die lediglich der behandelnde Arzt dem passenden Patienten zuordnen kann. Somit kann man Datenraub leicht vorbeugen. Nichtsdestotrotz lässt sich gezielter Datenklau nicht immer ausschließen.

Entstehen Risiken für mich?
– In aller Regel: Nein. Die Tests sind sicher und speziell darauf ausgerichtet, dem Patienten kein weiteres Leid zuzufügen. Dazu zählt natürlich auch Risikominimierung. Nichtsdestotrotz kann es besonders beim Blutabnehmen dazu kommen, dass einem Patienten schwarz vor Augen wird. Dies liegt aber nicht an der abgenommenen Menge, sondern wahrscheinlich an der Unfähigkeit des Probanden, Blut zu sehen.

Auch die anderen Tests sind in aller Regel vollkommen ungefährlich. Lediglich innere Gewebeprobenentnahmen bieten dasselbe Risiko, das jeder chirurgische Eingriff bietet.


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