Erste Hilfe bei Dysregulation (Bewusstlosigkeit / Ohnmacht)

Erste hilfe bei ohnmacht orthostatische Dysregulation

Eine orthostatische Dysregulation bezeichnet einen Ohnmachtsanfall und ist ein flüchtiges Verlieren des Bewusstseins.

Es wird als Synkope (kurz andauernde Bewusstlosigkeit) bezeichnet. Der Betroffene verliert für einen kurzen Augenblick die Kontrolle über seinen Körper. Das Blut versackt in den Beinen und das Gehirn wird nicht mehr ausreichen mit Sauerstoff versorgt. Dadurch vermindert sich die Herzfrequenz und es tritt eine Erweiterung der Blutgefäße ein. Das führt in Folge zu einem Bewusstseinsverlust.

Professionelle Hilfe sollte bei älteren Personen sofort angefordert werden, da die körperliche Verfassung meist nicht mehr so gut ist Bei einem spontanen Fall kommt es schnell zu einem Knochenbruch oder einer Prellung. Auch Schwangere mit einem Ohnmachtsanfall sollten sofort medizinisch behandelt werden, da Versorgung des ungeborenen Kindes gewährleistet werden muss.

Was führt zu einer orthostatischen Dysregulation?

Hinter einer orthostatischen Dysregulation kann Flüssigkeitsmangel, Krampfadern und ein zu schneller Wechsel zwischen Liegen und Stehen stecken. Herzerkrankungen oder ein Niedriger Blutdruck können ebenfalls dazu führen, wie auch Aufregung, Schock, Stress oder ähnliches.

Meistens ist solch ein Anfall harmlos, allerdings sollte man nach einer orhtostatischen Dysregulation einen Arzt aufsuchen um herauszufinden, ob eine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt. Eine gefäßbedingte Durchblutungsstörung oder eine Herzerkrankung kann vom Arzt festgestellt und dementsprechend behandelt werden.

Diabetiker können durch einen Unterzuckerschock einen Ohnmachtsanfall erleiden, dies lässt sich mithilfe eines mitgeführten Diabetikerausweis feststellen.

Symptome einer bevorstehenden orthostatischen Dysregulation:

 

Vorhergehende Anzeichen sind meistens:

Bemerkt man bei sich selber diese Symptome, sollte man sich möglichst schnell hinsetzten oder legen. Ist das nicht möglich, kann man seine gesamte Muskulatur kräftig anspannen um die Gefäße zusammenzudrücken und das Blut in Richtung Herz pressen.

Was tun bei einem Ohnmachtsanfall? Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Bei einem Ohnmachtsanfall sackt der Körper mit einem Mal in sich zusammen. Der Ohnmächtige wird umgehend in Schocklage gebracht.

Also horizontal und die Beine werden nach oben gelagert, dass das Blut wieder zum Gehirn zurückfließen kann.

Wenn möglich wird für frische Luftzufuhr gesorgt, durch Öffnen von Fenstern und Türen und ablegen von beengender Bekleidung (Schal, geschlossene Jacke). In der Regel kommt der Betroffene nach ein paar Minuten wieder zu sich.

Mit leichten Klopfen auf die Wange oder leichtes Schütteln an den Schultern sollte die Person aufwachen, damit kann überprüft werden, ob es sich tatsächlich um einen einfachen Ohnmachtsanfall handelt. Der Betroffene wirkt danach meist orientierungslos und schlaff. Nach ein paar Minuten ist auch dies vorüber.

Wacht der Ohnmächtige nicht von selber auf, wird er in die stabile Seitenlage gebracht und der Notarzt 112 informiert. Setzt die Atmung aus, wird mit der Wiederbelebung eingesetzt, bis der Rettungsdienst 112 vor Ort ist.

Vorbeugende Maßnahmen:

Menschen mit einem erhöhten Risiko einer orthostatischen Dysregulation können vorbeugend Maßnahmen ergreifen, um ihren Kreislauf stabiler zu machen. Dazu gehören Wechselduschen, viel Bewegung, besonders an der frischen Luft und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Auch bei einem allgemein sehr labilen Kreislauf können verschreibungspflichtige Medikamente Abhilfe schaffen. Dies muss jedoch erst durch einen Arzt festgestellt werden. Besteht der Verdacht auf ein erhöhtes Risiko, ist der Gang zum Arzt sicher sinnvoll.

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