Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

Zahnschmerzen können sehr unangenehm sein und das Wohlbefinden stark einschränken. Wer unter schmerzenden Zähnen leidet, wünscht sich daher rasche Hilfe.

Der akute Schmerz im Zahnbereich kann viele Gründe haben. Zum Beispiel haben Sie Ihr Gebiss überlastet, sodass Sie jetzt eine Art Muskelkater im Mundbereich spüren. Aber auch fehlende Behandlungen oder Hygiene führt zur Verbreitung von Krankheiten und der Entstehung von Zahnschmerzen.

Allgemein sind mit Zahnschmerzen alle Schmerzen gemeint, die sich auf den Kieferbereich beschränken. Welche Maßnahmen der Ersten Hilfe gegen Zahnschmerzen helfen, erfahren Sie hier. Informationen zu Ursachen, Komplikationen und Zahnarztbehandlungen finden Sie im Symptom-Ratgeber zu Zahnschmerzen.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

Da sich Zahnschmerzen auf viele unterschiedliche Situationen zurückführen lassen, gibt es auch viele Erste-Hilfe-Maßnahmen. Vor allem im Hausmittelbereich gibt es viele Lösungen, welche Sie bei schmerzenden Zähnen unterstützen werden.

Hilfreich ist eine Spülung mit Kamille, Myrrhe, Salbei oder Thymian. Lösen Sie dazu die Kräuter in etwas heißem Wasser auf und gurgeln Sie anschließend für einige Minuten. Diese Kräuter besitzen eine lindernde Wirkung und reduzieren Beschwerden.

Sollte hingegen eine Entzündung im Zahnfleischbereich vorliegen, sollten Sie eine gerbstoffhaltige, pflanzliche Tinktur aufpinseln. Diese beruhigt das Zahnfleisch und sorgt für das Abklingen der Schmerzen.

Gereizte Nerven reagieren hingegen auf Kälte. Nutzen Sie ein Gelpack oder einen Kühlakku und legen Sie diesen von außen auf den betroffenen Bereich. Wichtig: Wickeln Sie zuvor die Kältepackung in ein Tuch ein, sodass es nicht zu Schädigungen der Haut kommt. Sie können alternativ auch ein Tuch oder einen Waschlappen in Eiswasser tauchen und diesen auf die schmerzende Stelle halten. Die Zahnnerven werden dadurch beruhigt und Schwellungen klingen ab.

Haben Sie zu Hause einige ganze Gewürznelken, kann dies ebenfalls gegen die Schmerzen helfen. Kauen Sie mit den betroffenen Zähnen auf der Gewürznelke herum. Das daraus entstehende Nelkenöl lindert Schmerzen deutlich.

Im Handel gibt es aber auch Öl, welches Sie mittels Wattebausch auf den Zahn auftragen können.

Schnelle Hilfe bei spezifischen Problemen

Je nach Ursache und Schmerzcharakter können andere Heilmittel hilfreich sein. Nachfolgend finden Sie die häufigsten Ursachen mitsamt hilfreicher Behandlungen.

Zahnschmerzen

Propolis oder Gewürznelken sind sehr hilfreich gegen Karies

  • Karies: Besonders bei Kindern ist Karies ein häufiger Grund für Zahnschmerzen. In einem solchen Fall helfen Propolis oder Gewürznelken weiter.
  • Wurzelbehandlung: Schmerzen nach einer Wurzelbehandlung sind keine Seltenheit und sollten spätestens nach einem Tag abklingen. Mit ein wenig Kühlung fördern Sie den Heilungsprozess.
  • Füllung: Auch eine Zahnfüllung ist ein häufiger Grund für Schmerzen. Nutzen Sie hier die positive Wirkung einer Gewürznelke.
  • Zahndurchbruch: Sobald die Zähne bei Kleinkindern beginnen zu wachsen, kommt es zu Schmerzen. Kamillen- und Salbeitee sowie Veilchenwurzel sind eine gute Erste Hilfe gegen Schmerzen.
  • Parodontose: Eine häufige Erkrankung im Zahnbereich, die zu Schmerzen führt, ist Parodontose. Eine Spülung mit Kamille, Salbei, grünem Tee oder Johannisbeersaft sind eine gute Lösung. Aber auch eine Teebaumöl-Verdünnung hilft weiter.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Schmerzende Zähne sind in der Regel kein dauerhafter Zustand, weshalb das Aufsuchen des Arztes oftmals nicht notwendig ist. Beobachten Sie zunächst die Zahnschmerzen und nutzen Sie die Erste-Hilfe-Maßnahmen. Zeigen diese keine Wirkung oder haben Sie auch noch am nächsten Tag starke Schmerzen im Zahnbereich, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Arzt machen.

Eine Ausnahme sind akute Schmerzen, die Sie nicht mehr nachts Schlafen lassen. Auch Blutungen und ähnliche Symptome sind Anzeichen dafür, dass Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen sollten. Bedenken Sie aber nach einer Zahnbehandlung, dass Schmerzen in einem solchen Fall normal sind.

 

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Ratgebern:

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