Muskelkater

Muskelkater

Jeder, der Sport treibt kennt sie, die manchmal echt fiesen Schmerzen ein oder zwei Tage nach der sportlichen Betätigung. Bei der kleinsten Bewegung zieht es, sticht und krampft in Armen, Beinen und Bauch.

Sport soll doch so gesund sein! Aber muss es hinterher immer so weh tun?

Muskelkater kennt jeder: das unverkennbare, unangenehme bis schmerzhafte Ziehen in den Muskeln, das oftmals nach den verschiedensten, körperlichen Bewegungen auftritt. Ob bei Kindern oder Erwachsene: Unter Muskelkater kann man in nahezu jedem Alter leiden.

Was ist Muskelkater?

Muskelkater 

tritt oftmals nach starkem, ungewohntem Sport oder nach weiteren körperlichen Bewegungen auf. Typisch sind hier vor allem Waden- und Oberschenkelschmerzen. Allerdings kann es durchaus auch zu Muskelkater in den Armen oder an weiteren Körperstellen kommen.

Zu den charakteristischen Anzeichen von Muskelkater gehört auch, dass der Schmerz zumeist erst nach mehreren Stunden und nicht sofort, nach der auslösenden Bewegung einsetzt. Bei einem Muskelkater löst zumeist die Bewegung der jeweiligen Muskeln starke Schmerzen aus.

Des Weiteren fühlen sich den beanspruchten Muskeln oftmals hart und geschwollen an. Zudem sind sie kraftlos und druckempfindlich. Der Betroffenen leidet unter einer Muskelschwäche. Die maximale, vorhandene Muskelkraft kann hier bis zu 30 Prozent reduziert werden, wobei die starken Schmerzen zudem die Beweglichkeit verringern.

Muskelkater erreicht in der Regel nach ein bis drei Tagen seine maximale Intensität. Bereits einige Tage später verschwindet der Schmerz dann normalerweise von selbst. Er heilt von selbst aus und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

Bei starker, ungewohnter oder äußerst langer Belastung der Muskulatur, sei es im Fitnessstudio oder bei der Gartenarbeit, kann ein bis drei Tage später ein Muskelkater auftreten. Die beanspruchten Muskeln schmerzen bei der kleinsten Bewegung oder Berührung, sind nicht mehr so leistungsstark wie gewohnt und fühlen sich steif und verhärtet an. Mit dieser Reaktion zeigen die Muskeln, dass sie zu stark belastet und nach der Anstrengung nicht entspannt wurden.

Die Definition von Muskelkater

Ein sogenannter Muskelkater ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Schmerz, der durch eine Verhärtung bzw. Verletzung von der Muskulatur nach (nicht gewohnter) körperlicher Betätigung auftritt.

Ursachen von Muskelkater

Wieso kommt es zu Muskelkater? Wie entsteht er?

Die Ursache eines Muskelkater ist fast immer eine Überbeanspruchung der Muskulatur. Durch die zu große Belastung, beispielsweise beim starken Abfedern eines Sprungs oder Absetzten eines großen Gewichtes, entstehen in den Muskelfasern kleinste Risse, sogenannte Mikroverletzungen, die nach einigen Stunden zu Entzündungen im Muskel führen.

Dabei dehnt sich der arbeitende Muskel und die Muskelfasern reißen ein. Der Körper beginnt nun, die entstandenen Schäden zu reparieren. Es entstehen kleine Entzündungsherde, Wasser bildet sich in den Muskelfasern, der Muskel schwillt an und verhärtet. Durch diese Ausdehnung werden die typischen Muskelkaterschmerzen verursacht.

MuskelkaterDie Hauptursache für das Symptom sind sehr kleine Risse, die im Allgemeinen als Mikroverletzungen bezeichnet werden, innerhalb der Muskelfibrillen.

Aus den Muskelfibrillen setzen sich die Muskelfasern zusammen. Diese Verletzungen treten aufgrund von ungewohnten Bewegungsmustern auf.

Sehr gefährlich sind hier beispielsweise starke, plötzliche Abbremsbewegungen. Hierbei dehnt sich der jeweils beanspruchte Muskel und die diversen Muskelfasern reißen ein.

Da der Körper versucht, die Schäden zu reparieren, treten kleinste Entzündungsherde auf. Zudem tritt Wasser in den Fasern ein und bildet so kleinere Wasseransammlungen, die als Ödeme bezeichnet werden. Die Ödeme lassen daraufhin den betreffenden Muskel anschwellen und durch die eben genannte Dehnung tritt der Muskelkater auf.

Welche körperlichen Betätigungen führen oft zu Muskelkater?

Sportarten, bei deren Ausführung es sehr oft zu Muskelkater kommt, sind beispielsweise Fußball, Tennis und Kraftsport. Häufige Stopp- sowie Antrittsbewegungen sind sehr kritisch im Hinblick auf das Symptom. Bei einem gleichmäßigen Laufen kommt es dagegen seltener zu Schmerzen.

Je untrainiert der Betroffene ist, umso größer ist die Gefahr eines Muskelkaters. Doch auch bei gut trainierten Athleten sind neue Bewegungsabläufe ein Risiko. Des Weiteren können Ermüdungserscheinungen, wie etwa bei einem langen Wettkampf, dafür sorgen, dass sich die Muskelkoordination verschlechtert und auf diese Weise zu einem Muskelkater führt.

Seltener gründet das Symptom auf Erschöpfung. Hier entsteht er nach einem intensiven, lang anhaltenden Stoffwechsel, wie etwa durch einen Marathon. Aufgrund des hier entstehenden Energiemangels treten Zell-Schäden auf. Während der Reparaturen dieser Schäden kommt es zu Entzündungen. Allerdings ist es ebenfalls möglich, dass ein Muskelkater durch epileptische Krämpfe entsteht.

Kann auch eine ernste Erkrankung hinter dem Symptom stecken?

Ja, in seltenen Fällen ist der Muskelkater auf eine ernste Erkrankung oder Störung zurückzuführen. Wie bereits erwähnt, kann es zum Beispiel durch einen epileptischen Anfall zu diesen Muskelschmerzen kommen. Das Symptom tritt hierbei aufgrund der Muskelkontraktionen auf.

Ein weiterer krankheitsbedingter Auslöser ist die Fibromyalgie. Hierbei können überall am Körper Muskelschmerzen auftreten, die von Betroffenen oft mit Muskelkater verwechselt werden.

Darüber hinaus können diverse Medikamente sowie Giftstoffe Muskelkaterähnliche Beschwerden hervorrufen. So kennen zum Beispiel sicher viele Personen die Schmerzen oder Krämpfe, die am Tag nach einem übermäßigen Alkoholkonsum auftreten. Dies ist bei schwereren Drogen wie Heroin umso stärker der Fall.

Es gibt aber auch eine Reihe von Medikamentenstoffen, die den Körper ebenfalls schädigen können und Muskelkaterähnliche Schmerzen verursachen.

Dies ist zum Beispiel bei Blutfettsenkenden Arzneimitteln oder Medikamenten mit folgenden Inhaltsstoffen häufig der Fall:

  • Tetanustoxin
  • Chinidin
  • Danazol
  • Levodopa

Aber auch Stoffwechselerkrankungen, von denen immer mehr Menschen betroffen sind, führen teilweise zu typischen Beschwerden im Muskelgewebe. Hierzu zählen beispielsweise Diabetes oder eine angeborene Stoffwechselstörung.

Auslöser für Muskelkater, die nicht durch Belastung entstehen, sind:

Diagnose & Krankheitsverlauf

Treten ein bis drei Tage nach einer körperlichen Anstrengung Schmerzen in den betroffenen Muskelpartien auf, handelt es sich meist um einen Muskelkater. Die Muskeln fühlen sich steif an, sind eventuell verhärtet und druckempfindlich. Ebenso ist ein Kraftverlust üblich.

Ein Muskelkater ist eine vollkommen ungefährliches Symptom, die betroffenen Muskeln erholen sich relativ schnell von den Anstrengungen. Schmerzen und Missempfindungen werden täglich geringer und etwa nach einer Woche sind die Beschwerden verschwunden. Die Muskulatur ist wieder so leistungsfähig wie zuvor.

Er kann jedoch bei der nächsten Anstrengung erneut auftreten. Trainiert man seine Muskulatur regelmäßig und sorgt anschließend für entsprechende Entspannung und Dehnung, verringert sich die Gefahr, einen Muskelkater zu bekommen.

Komplikationen beim Symptom

Komplikationen sind bei einem Muskelkater selten. Lassen die Schmerzen nicht im Laufe von einigen Tagen nach, könnte jedoch eine ernsthafte Verletzung des Muskels, wie ein Muskelfaserriss oder eine Zerrung, vorliegen.

Darüber hinaus kann es auch zu Komplikationen kommen, wenn eine ernste Erkrankung hinter dem Symptom steckt. Hierbei variieren die möglichen Komplikationen natürlich je nach zugrundeliegender Ursache. Problematisch ist aber zum Beispiel, dass das Symptom oft mit einem natürlichen Muskelkater verwechselt wird.

So werden etwa die Symptome eine Fibromyalgie oft mit einem einfachen Muskelkater verwechselt, was wiederum eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung erschwert.

Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Im Normalfall ist bei einem Muskelkater kein Arztbesuch erforderlich. Das Schmerzen der Muskulatur lässt von allein nach und ist in der Regel nach einer Woche verschwunden.

Sollte dies nicht der Fall sein oder die Schmerzen sich verschlimmern, kann eine andere, schwerwiegendere Erkrankung vorliegen. Es besteht die Möglichkeit eines Muskelrisses, einer starken Zerrung oder gar einer Knochenverletzung. Auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann Muskelschmerzen zur Folge haben.

Der Arzt wird zunächst in einem Gespräch herausfinden, ob extreme sportliche Belastung als Auslöser für die Muskelschmerzen in Frage kommt. Ist die nicht der Fall, wird eine körperliche Untersuchung der betroffenen Muskulatur Aufschluss bringen.

Besteht der Verdacht einer Muskel- oder Knochenverletzung, wird der Arzt sich mit einer Ultraschalluntersuchung oder einem Röntgenbild Klarheit verschaffen. Bestätigt sich der Verdacht, leitet der Arzt eine entsprechende Behandlung ein.

Falls Sie plötzlich und unerklärlicherweise unter Muskelkater leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Viele Epileptiker erkennen beispielsweise, dass sie einen nächtlichen Anfall hatten, wenn sie morgens mit einem starken Muskelkater aufwachen.

Behandlung & Therapie

Was hilft bei Muskelkater?

Beim Muskelkater handelt es sich um eine Verletzung der Muskulatur. Demnach ist in erster Linie körperiche Schonung zu empfehlen. Das heißt aber nicht, dass jegliche Belastung zu vermeiden ist.

  • Ein Muskelkater heilt erfahrungsgemäß schneller aus, wenn ein leichtes Training, wie zum Beispiel Walken, absolviert wird.
  • Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel zur Linderung eingenommen werden. Den Muskelkater selbst heilen sie nicht.
  • Als heilungsfördernd hat sich Wärme erwiesen. Warme Bäder oder ein Saunabesuch steigern die Durchblutung der Muskeln und fördern so die Heilung.
  • Passives Dehnen und leichte Lockerungsübungen führen zu einer Entkrampfung der Muskulatur und lindern ebenfalls den Schmerz.

Hilfreiche Hausmittel und Alternativheilverfahren finden Sie weiter unten auf der Seite.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist teilweise möglich, einem Muskelkater vorzubeugen. Hier gilt es vor allem, sich selbst nicht zu überschätzen. Zwar sind die Muskeln in der Lage, starke Kräfte auszuhalten aber oftmals mutet man sich eine ungewohnte oder auch zu starke körperliche Betätigung zu beziehungsweise es wird die eigene Belastbarkeit überschätzt.

Muskelkater

So sollte man untrainierte Muskeln nicht gleich zu Beginn zu lange und zu stark belasten. Wesentlich besser ist dagegen ein regelmäßiges Ausdauertraining, das eventuell mehrmals in der Woche durchgeführt wird. Das hilft dabei, einem Muskelkater vorzubeugen.

Außerdem sollte man die eigenen, sportlichen Leistungen lediglich langsam steigern. Mithilfe von einem Trainingsplan gelingt das normalerweise sehr gut, da man hiermit einen guten Überblick über das eigene Training behält.

Des Weiteren ist es hilfreich, die Muskulatur noch vor dem Sport mithilfe von durchblutungsfördernden Lotionen oder Ölen einzureiben. Zudem verbessert ein gutes Aufwärmprogramm die Funktionsfähigkeit der Muskeln sowie die Koordination und fördert ebenso die Durchblutung. Hier empfiehlt es sich, ebenfalls Dehnungsübungen in das Aufwärmprogramm mit einzubauen.

Dehnungsübungen minimieren nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung, sondern ebenfalls die Gefahr eines Muskelkaters. Wer jedoch langsam Walken oder Joggen möchte, der kann getrost auf das Aufwärmtraining verzichten.

Ein weiterer Tipp, um Muskelkater vorzubeugen, ist, wieder langsam mit dem Training aufzuhören und mithilfe von weiteren Dehnungsübungen den Muskeltonus zu senken. Außerdem soll es zur Prävention ebenfalls helfen, sich sofort nach der jeweiligen sportlichen Betätigung für einige Minuten in kaltes Wasser zu begeben. Die ideale Wasser-Temperatur liegt hier bei etwa zehn bis 15 Grad. Allerdings muss hierbei darauf geachtet werden, sich nicht zu erkälten.

Alternative Medizin & Hausmittel

Wenn man unter Muskelkater leidet, sollten die jeweiligen Stellen nicht durchgeknetet werden, denn Massagen tragen hier nicht zu einer Heilung oder Linderung der Schmerzen bei.

Ganz im Gegenteil: Wenn zu stark massiert wird, sind Massagen eine zusätzliche Irritation der bereits geschundenen Muskel dar. Dadurch käme es zu einer Verzögerung des Heilungsprozesses. Bei Muskelkater hilfreich ist Entspannung.

So ist nach dem Sport beispielsweise ein heißes Bad mit etwa Fichtennadeln, Eukalyptus oder Arnika beziehungsweise ein Saunabesuch empfehlenswert. Hier wirkt sich die Verknüpfung aus Wärme und Heilpflanzen anregend auf die Durchblutung aus.

Zudem ist es ratsam, im Laufe der Ausheilungsphase weitere große Belastungen zu vermeiden, da der beanspruchte Muskel Erholung benötigt. Dagegen können leichte Aktivitäten mit angenehmen, sanften Bewegungen, wie etwa Gymnastik, Spazierengehen und Schwimmen die Durchblutung fördern und auf diese Weise die Regeneration unterstützen.

Im Allgemeinen werden homöopathische Anwendungen mit Arnika, etwa als Gel oder Globuli, empfohlen. Deren Wirksamkeit konnte in Studien jedoch noch nicht nachgewiesen werden.

Sollten die Muskelkater-Beschwerden zu stark werden, ist es zur kurzfristigen Anwendung auch möglich, entzündungshemmende Schmerzmittel einzunehmen. Diese helfen zwar nicht dabei, den Muskelkater zu überwinden aber dafür können die Schmerzmittel eine vorübergehende Linderung erwirken.

Sollte der Muskelkater nach mehreren Tagen immer noch nicht abgeklungen sein oder kommen sogar weitere Beschwerden dazu, dann ist es ratsam, einen Arzt hinzuziehen. Der Arzt ist in der Lage, festzustellen, ob andere Auslöser für das Symptom verantwortlich sind, wie etwa eine Zerrung oder auch ein Muskelfaserriss.

Welche Hausmittel helfen gegen Muskelkater?

Wer einem Muskelkater vorbeugen möchte, beginnt sein Training mit einer Aufwärmphase. So werden alle für die kommende Belastung erforderlichen Körperfunktionen auf Betriebstemperatur gebracht.

Sportlich Ungeübte oder Sportler, die nach einer längeren Pause wieder mit dem Training beginnen, sollten ihr Programm stufenweise steigern und regelmäßig trainieren. So werden die Muskeln nicht überfordert, der Muskelkater bleibt aus oder tritt nur gemäßigt auf.

Auch die Ernährung spielt für die optimale Funktion der Muskeln eine Rolle. Produkte, die reichlich Kalzium, Kalium und Magnesium enthalten, unterstützen den Muskelstoffwechsel und können einem Muskelkater vorbeugen. Also sollten bei sportlicher und körperlicher Anstrengung immer Getreide- und Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen.

Kommt es doch einmal zu einem Muskelkater, helfen Hausmittel über die ersten, schlimmen Tage hinweg:

  • nach dem Sport erst warm, dann kalt abduschen, löst Muskelverspannungen
  • sanfte Bürstenmassagen entspannen

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    Es gibt diverse Hausmittel, die den Muskelkater lindern können

  • ein Sud aus Oregano als Zusatz im Bad nach dem Sport entspannt
  • die Einreibung mit Latschenkiefernöl wirkt durchblutungsfördernd
  • Senfmehl im Bad löst Verspannungen und regt an
  • Johanniskrautöl löst Muskelverspannungen
  • Einreibungen mit Arnikatinktur wirken schmerzlindernd
  • ein Wickel mit Apfelessig lindert die Verspannung
  • Pferdesalbe kühlt erst und wärmt dann die Muskulatur

 


Alternative Behandlungsmethoden

In der Alternativmedizin und Naturheilkunde lassen sich diverse Mittelchen finden, die zur raschen Linderung der Beschwerden eingesetzt werden können. So sind zum Beispiel Heilkräuter und Heilpflanzen mit ihren wohltuenden Eigenschaften sehr beliebt. Aber auch die Homöopathie und Schüssler-Salze eignen sich zur Behandlung.


Heilkräuter & Heilpflanzen

Es gibt eine Reihe von Naturheilmitteln, die zur Linderung der Muskelkaterschmerzen eingesetzt werden können. Folgende Heilpflanzen und Heilkräuter weisen jeweils andere positive Eigenschaften auf, die eine schnelle Genesung fördern.

Arnika, Eukalyptus und Fichtennadeln eignen sich beispielsweise hervorragend als Zugabe für ein heißes Bad. Die Eigenschaften dieser Heilpflanzen regen in Kombination mit der Wärme optimal die Durchblutung an, sodass die Schmerzen schnell gelindert werden. Aber auch weitere äußerliche Anwendungen wie Wickel können hilfreich sein.

Arnika oder Johanniskrautöl können darüber hinaus als Tinktur zum Einreiben der schmerzenden Muskeln wahre Wunder bewirken. Die Inhaltsstoffe dieser Heilkräuter sorgen nämlich einerseits für eine Entspannung der Muskulatur, andererseits wirken sie auch schmerzlindernd.

Aber auch die innerliche Behandlung mittels Tee kann hilfreich sein. Hierbei sind vor allem die Stiefmütterchenblätter zu nennen. Zur Anwendung sollte ein Teelöffel des Heilkrauts in eine Tasse mit kaltem Wasser gegeben und acht Stunden lang stehen gelassen werden. Anschließend kann das Gemisch gesiebt, aufgewärmt und als Tee getrunken werden.

Hilfreiche Heilpflanzen und Heilkräuter sind:

  • Angelika
  • Arnika
  • Fichte
  • Johanniskraut
  • Kampfer
  • Kiefer
  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Wacholder
  • Schwedenkräuter
  • Stiefmütterchenblätter
  • Jonen-Salbe

Ätherische Öle und Aromatherapie

Auch bestimmte ätherische Öle können bei Muskelkater weiterhelfen. Hierbei ist vor allem Teebaumöl zu nennen, welches vorbeugend genutzt werden kann. Damit die Muskelschmerzen erst gar nicht entstehen, kann eine Tinktur aus 10 Tropfen Teebaumöl mit einem Esslöffel Olivenöl oder Avocadoöl vermischt werden und auf die Muskeln gerieben werden.

Auch Franzbranntwein zählt zu den altbewährten Hausmitteln. Hierbei handelt es sich um eine Mischung von verschiedenen ätherischen Ölen mit weiteren Stoffen und Alkohol. Dieser Weinbrand fördert die Durchblutung und sorgt daher für eine schnelle Linderung der Beschwerden.

Weitere hilfreiche ätherische Öle sind:

  • Cajeput
  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kampfer
  • Kiefer
  • Minze
  • Rosmarin
  • Wacholder
  • Zypresse

Homöopathie und Globuli

Auch homöopathische Mittel können bei den typischen Beschwerden der Muskeln weiterhelfen. Je nach persönlicher Situation passt ein anderes Mittel besser. Bewährt haben sich jedoch vor allem folgende Globuli:

Einen ausführlichen Ratgeber über die homöopathische Behandlung von Muskelkater finden Sie hier.


Schüssler-Salze

Zur Behandlung von Muskelkater ist es empfehlenswert, Natrium phosphoricum, das Schüssler-Salz Nr. 9 D6 abwechselnd mit Ferrum Phosphoricum, dem Schüssler-Salz Nr. 3 D6 einzunehmen. Letzteres kann auch zur Vorbeugung eingenommen werden.


Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung eines Muskelkaters eine wichtige Rolle. Das Symptom entsteht häufig erst, da sie der Betroffene einseitig und / oder mangelhaft ernährt. Stehen dem Körper nicht alle notwendigen Vitalstoffe zur Verfügung, so sind auch diverse Prozesse und Funktionen eingeschränkt.

Für die Regeneration der Muskeln ist beispielsweise Eiweiß sehr ausschlaggebend. Der Körper benötigt dieses, um die feinen Risse, die durch die Belastung entstanden sind, zu reparieren. Nach der Genesung ist der betroffene Muskel also voluminöser und widerstandsfähiger.

Aus diesem Grund ist es wichtig, nach dem Training proteinreiche Lebensmittel zu essen. Aber auch essentielle Fettsäuren und Antioxidantien, die Entzündungen hemmen, sind sehr hilfreiche Mittel zur Behandlung des Symptoms.

Die besten Lebensmittel bei Muskelkater sind:

  • Zerealien aus Vollkorn und Haferflocken: Wer etwa eine Stunde nach dem Training Vollkornflocken isst, kann seine Glycogenspeicher nachhaltig auffüllen und somit einem Muskelkater vorbeugen.
  • Fettfische oder Fischöl-Kapseln: Fettfische wie Lachs, Makrelen, Thunfisch oder Hering enthalten viel Eiweiß und auch wichtige Omega-3-Fettsäuren, welche entzündungshemmend wirken und positiv auf die Blutgefäße wirken. Sie fördern die Fettverbrennung und unterstützen die Synthese von Eiweiß. Wer keinen Fisch mag, kann alternativ Fischöl-Kapseln einnehmen.
  • Beeren: In allerlei Beeren sind sogenannte Polyphenole enthalten, also entzündungshemmende Antioxidiantien, die die Muskelkaterschmerzen lindern. Eine Handvoll Beeren pro Tag reichen aus. Je dunkler die Beeren sind, desto mehr Antioxidiantien enthalten sie.
  • Nüsse: Nüsse schmecken nicht nur gut, sie sind auch äußerst gesund. Eine Handvoll nüssen ist optimal, um rasch wieder fit zu sein. Neben gesunden Fetten und viel Protein enthalten sie auch reichlich Vitamin E, welches ebenfalls wichtig für die Reparatur von Schädigungen der Muskeln ist.

Weitere Ratgeber

Weitere hilfreiche Mittel gegen Muskelkater finden Sie in folgenden Ratgebern:


FAQ – Fragen & Antworten

Ist Muskelkater gut oder schlecht?

Muskelkater ist zwar unangenehm, es handelt sich aber um einen ganz natürlichen Prozess, der für das Wachstum der Muskeln notwendig ist. Das Symptom kann aber insgesamt in folgenden Fällen als schlecht bezeichnet werden:

  • bei sehr starken Schmerzen
  • wenn es zu einer hohen Bewegungseinschränkung kommt
  • bei Schmerzen, die über 3 Tage andauern
  • wenn der Muskelkater auftritt, ohne dass ihm eine körperliche Belastung vorausging

Starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind meist harmlos und auf eine übermäßige Belastung zurückzuführen. Dauert das Symptom über drei Tage lang an, hat der Betroffene sich womöglich nicht angemessen geschont. Auch eine falsche Ernährung kann hierbei ausschlaggebend sein.

In einigen Fällen kann aber auch eine ernste Krankheit, wie z. B die Fibromyalgie, hinter dem Symptom stecken. Aber auch ein übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Muskelkater führen. Darüber hinaus können gewisse Medikamente und Giftstoffe zu sehr ähnlichen Symptomen führen.

Kann man trotz Muskelkater weiter trainieren?

Da es sich bei einem Muskelkater um eine Verletzung der Muskeln handelt, wird in der Regel zu einer vorübergehenden Schonung geraten. Hohe Kraftbelastungen sind dann zu vermeiden. Wer dennoch nicht auf sein Training verzichten möchte, der sollte es jedoch langsam angehen. Hier müssen die sportlichen Belastungen dann deutlich geringer ausfallen, als diejenigen, die den derzeitigen Muskelkater ausgelöst haben.

Empfehlenswert sind unter anderem leichtes Radfahren oder auch verschiedene Bewegungsübungen im Wasser. Eine leichte sportliche Betätigung kann unter Umständen sogar dazu beitragen, die beschädigten Muskeln schneller zu reparieren. Möglich wird das durch die Anregung des Stoffwechsels.

Wie lange dauert ein Muskelkater an?

Die Dauer des Symptoms variiert von Person zu Person und auch je nach Intensität der Belastung. Hier spielen beispielsweise die körperliche Verfassung des Betroffenen, die Dauer und Schwere des Trainings oder aber die Ernährung eine Rolle.

Generell kann jedoch gesagt werden, dass ein Muskelkater im Normalfall etwa ein bis drei Tage andauert. Meistens fängt es dabei wenige Stunden nach der Belastung an zu schmerzen. Bei einem sehr schwerem und / oder langandauerndem Training kann das Symptom aber auch mehrere Tage bestehen bleiben.

Wie lange der Muskelkaterschmerz dauert hängt aber auch davon ab, ob eine Schonungsphase eingelegt wird.

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