Masern Impfung für Erwachsene

Masern – vorwiegend gefährlich für nicht geimpfte Erwachsene

 

Jeder kennt die hochansteckende Krankheit Masern. Das Masernvirus ist für Kinder und Jugendliche besonders gesundheitsgefährdend. Abgesehen von den typischen Haut-, den Masernflecken gehören Fieber sowie eine allgemeine Schwäche zu den gängigen Begleiterscheinungen einer Masernerkrankung.

Aber auch Erwachsene müssen mit schweren bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie mit einer Lungen– oder eine Hirnhautentzündung durch Masern rechnen. Sie sind eine buchstäblich weltweite Krankheit. Die wird seit Jahrzehnten von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation sowohl sorgsam als auch mit Sorge beobachtet.

Das einzig wirksame Mittel gegen Masern ist die Masernimpfung. Unabhängig davon sind Wissenschaft und Forschung mit der Ursachenbekämpfung beschäftigt. Ziel der WHO ist es, nicht nur Masernepidemien zu verhindern, sondern das Masernvirus komplett zurückzudrängen, sozusagen zu vernichten. In Deutschland ist jede Masernerkrankung nach dem IfSG, dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.

 

Hohes Infektionspotential durch Tröpfchen und Kontakte

 

Kaum eine andere Krankheit ist so hochansteckend wie die Masern. Abgeleitet wird der Name vom lateinischen Wort morbilli, zu Deutsch ganz allgemein Krankheit. Das macht deutlich, wie verbreitet die Masern als eine allgemeine Krankheit sind. Das Masernvirus ist ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragbar; also weder unter Tieren noch von Tier zu Mensch oder umgekehrt. Eine enge Verwandtschaft des Virus besteht zu den Erregern von Rinderpest sowie von Hundestaupe.

Häufigster Anlass für eine Masernerkrankung ist die Tröpfcheninfektion. Sie ist eine Übertragung von Viren durch die erregerhaltigen Schwebestoffe in der Luft. Die nicht sichtbaren Tröpfchen werden durch Niesen, Sprechen, Husten bis hin zum einfachen Atmen übertragen. Wer sich in diesem Umfeld aufhält, der kann so gut wie nichts dagegen tun, von den Erregern infiziert zu werden. Sie setzen sich auf die Schleimhäute der Kontaktperson. Der obere Atemtrakt wird infiziert, und von dort aus vermehren sich die Masernviren.

Darüber hinaus sind sie auch durch Kontaminierung übertragbar. Im Alltag reicht der Händedruck, ein Hautberühren oder das Anfassen einer Türklinke. Eine Tröpfcheninfektion ist durchaus auch in einer Entfernung von mehreren Metern möglich. Das Schweben der Tröpfchen ist weder spürbar noch beeinflussbar. In einem geschlossenen Raum, beispielsweise im Wartezimmer des Hausarztes, kann sich kein Wartender einer Maserninfektion entziehen, wenn sich Minuten oder auch Stunden vorher ein Maserninfizierter dort aufgehalten hat. Das Fenster bleibt geschlossen, und die Zimmertür wird nur kurz geöffnet.

Untrügerisches Zeichen für die Masernerkrankung ist der Hautausschlag. Bis es soweit ist, war der Erkrankte schon bis zu einer Woche mit den Masern infiziert. In diesem Zeitraum hat er schlimmstenfalls eine Vielzahl von Kontaktpersonen, wie es heißt, mit den Masern angesteckt. So entwickelt sich innerhalb kurzer Zeit eine Masernepidemie.

 

Zweiphasiger Krankheitsverlauf mit bis zu zehntägiger Inkubationszeit

 

Von der Infektion mit Masernviren bis hin zum Auftreten der typischen Masernsymptome kann es bis zu acht oder zehn Tagen dauern. Die anschließende Erkrankung, allgemein, als „die Masern“ bezeichnet, dauert mehrere Wochen an. Erste Krankheitsphase ist das Initial-, die zweite das Exanthemstadium. Das Krankheitsbild ist optisch geradezu erschreckend.

Zunächst zeigen sich auf der Wangenschleimhaut erste kleine, weiße Stellen, die Koplik-Flecken. Einige Tage danach folgt der eigentliche, der maserntypische Hautausschlag im Gesicht, am Kopf vorwiegend hinter den Ohren, und dann nach und nach am gesamten Körper. Die Schleimhäute sind im oberen Atemtrakt, dem Katarrh entzündet, und oftmals auch die Augenbindehäute. Hals– sowie Kopfschmerzen nebst Fieber bis zu 41 Grad Celsius sorgen für ein insgesamt besorgniserregendes Krankheitsbild. Der großfleckige Hautausschlag Exanthem folgt in der zweiten Phase. Er breitet sich innerhalb eines einzigen Tages am gesamten Körper aus und bildet sich nach etwa einer Woche wieder zurück.

Dieses Stadium der Masern verläuft bei Erwachsenen deutlich schwerer als bei Kindern. Die Gefahr für Erwachsene liegt im Verkennen oder Nichterkennen der Maserninfektion. Da aufgrund dessen oftmals zu spät mit einer Behandlung begonnen wird, treten Komplikationen wie eine Masernpneumonie relativ häufig auf. Auch der Fieberverlauf ist zweiphasig. Während der mehrwöchigen Erkrankungszeit ist das Immunsystem stark geschwächt.

Die Masern als solche können nicht ursächlich medizinisch behandelt werden. Wie es genannt wird, müssen sie von selbst abklingen. Der Körper muss sich helfen, er muss selbst mit den Masern fertigwerden. Das ist bei schwächeren oder älteren Erwachsenen nicht einfach und ein Anlass für Komplikationen mit Folgewirkungen. Zu denen gehören, wenn auch eher in Ausnahmefällen, eine Mittelohr- sowie die Lungenentzündung. Statistiken zeigen, dass eine Lungenentzündung die häufigste Komplikation einer Masernerkrankung ist, die zum Tode führen kann.

 

Einmalimpfe für Erwachsene ausreichend, aber notwendig

 

Seit die STIKO, Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut RKI die Masernimpfe quasi vorschreibt, werden vermehrt bereits Kinder und Jugendliche geimpft. Besonders bei älteren Erwachsenen ist das jedoch noch nicht der Fall gewesen. Sie sollten auch im späteren Alter eine Masernimpfung vornehmen. Die Infektionsgefahr ist für sie ebenso groß wie in jüngeren Jahren.

Vor einer Maserninfektion ist niemand geschützt; es sei denn, dass er geimpft ist. Diese Masernimpfe für Erwachsene wird üblicherweise mit einem kombinierten Impfstoff gegen Mumps und MMR, die Röteln kombiniert. Als Erwachsene im Sinne dieses Impfschutzes zählen Männer und Frauen ab dem 17. Lebensjahr. Bis dahin gelten sie von 12 bis 17 Jahren als Kinder.

Auch eine zunächst unvollständige oder lückenhafte Impfe gegen Masern sollte im Erwachsenenalter unbedingt nachgeholt werden. Masern sind, entgegen der landläufigen Meinung, keine Kinderkrankheit, sondern ganz allgemein eine höchst ansteckende Erkrankung. Erwachsene sind ebenso infektionsgefährdet wie die jüngeren Generationen. Da in diesem Altersbereich die Impfdichte in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen ist, infizieren sich sowohl statistisch als auch absolut mehr Erwachsene, weil hier die Impfdichte sichtbar lückenhafter ist. Der Impfstoff enthält lebende, jedoch deutlich abgeschwächte Masernviren. Insofern ist die Masernimpfe eine Impfung mit Lebendviren.

 

Problemlose Masernimpfung ohne bedeutende Reaktionen und Nebenwirkungen

 

Der Gesunde verspürt keinerlei Nebenwirkungen und kaum Reaktionen auf seine Masernimpfe. Dass die körpereigene Abwehr durch das Impfen angeregt wird, zeigen leichte Rötung sowie Anschwellen rund um die Einstichstelle der Impfnadel. Diese Reaktionen verlieren sich innerhalb von zwei bis drei Tagen von selbst.

Mögliche weitere Reaktionen sind leichtes Frösteln sowie kurzzeitige Kopfschmerzen, etwas häufiger hingegen Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Zu den Nebenwirkungen gehören innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen sogenannte Impfmasern. Sie sind ein abgeschwächter, masernähnlicher Hautausschlag, bedingt durch das Impfen mit Lebendviren. Diese Impfmasern sind nicht ansteckend. Letztendlich sind bei Erwachsenen auch Nebenwirkungen wie Gelenkentzündungen, Gelenkschmerzen sowie Erhöhte Temperatur möglich.

 

 

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