Basaliom

Unter einem Basaliom versteht man eine bösartige und krebsartige Wucherung auf der Haut. Besonders häufig tritt sie an Stellen auf, die besonders stark direkter Einstrahlung durch die Sonne ausgesetzt sind.

Dazu gehören u.a. Ohren, Nase, Wangen und Stirn.

Aufgrund seiner Bösartigkeit, kann dieser Krebs auch die ihn umgebenden Weichteile befallen und teilweise Stark schädigen. Metastasen streut er jedoch nur in den geringsten Fällen. Etwa nur eins von zehntausend Basaliomem streut aus.

Dennoch ist die potentielle Gefahr, die von diesen Tumoren ausgeht, nicht zu unterschätzen. Sie können beispielsweise auch naheliegende Knochen angreifen und dauerhaft schädigen. Das kann insbesondere im Bereich des Gesichtes zu Entstellungen führen.

Was genau ist ein Basaliom?

BasaliomBasaliome haben viele Namen: Basalzellenkrebs, Basalzellenkarzinom oder Epithelioma basocellulare als medizinische Fachbezeichnung. Im Volksmund bezeichnet man ihn gelegentlich auch als hellen / weißen Hautkrebs. Unter Medizinern jedoch ist diese Bezeichnung nichts gebräuchlich, da sie irreführend und falsch ist.

Alle der nicht-fachlichen Namen leiten sich jedoch aus dem Englischen ab, in dem diese Form des Krebses als „basal cell carcinoma“ bezeichnet wird. Es steckt in diesem Namen ein Hinweis auf den Entstehungsort dieser Krebserkrankung: Die basale Hautschicht – besser bekannt als Epidermis.

Betroffen sein kann von grundsätzlich Basalzellkrebs jeder. Jedoch erhöhen sich die Chancen eines Ausbildens dieser Krebsform stark, wenn man sich oft direktem Sonnenlicht aussetzt. Sonnencremes können hier zwar vorbeugend wirken, sind aber dennoch kein 100%iger Garant dafür, kein Basaliom zu entwickeln.

Trotzdem müssen Betroffene sich keine allzu großen Sorgen machen. Dieser Tumor hat zwar, wie alle Tumore, großes Zerstörungspotential, aber er ist auch sehr leicht zu behandeln und in den Griff zu bekommen. Es liegt lediglich an Arzt und Patient, dass sie das Karzinom so früh wie möglich als solches identifizieren und somit gezielt und effektiv behandeln können.

Welche Ursachen liegen Basaliomen zugrunde?

Der wohl häufigste Grund für ein Basaliom ist, wie bereits mehrfach erwähnt, direktes Sonnenlicht. Das heißt nicht, dass man zum Selbstschutz nicht mehr in die Sonne gehen sollte, sondern vielmehr, dass man die nötigen Schutzmaßnahmen trifft.

Des Weiteren gilt es zu beachten, dass manche Menschen ein erhöhtes Risiko aufweisen als anderen. Zu dieser Risikogruppe gehören u.a. glatzköpfige oder leichtbehaarte Männer, da ihnen der natürliche Schutz der Haare auf dem Kopf fehlt. Ebenfalls eine Risikogruppe sind Handwerker und Bauarbeiter sowie alle anderen Berufsgruppen, die viel Zeit im Freien verbringen oder ggf. draußen arbeiten (müssen). Auch die sog. Sonnenanbeter, oder Personen, die viel Zeit in Solarien verbringen sind potentiell stärker gefährdet als andere. Auch Menschen, die eine natürlicherweise sehr helle Haut haben sind oftmals besonders anfällig für Basalzellenkarzinome.

Des Weiteren kann es, auch ohne allzu viel direktes Sonnenlicht, zu einer Entwicklung des Basalzellenkrebses kommen. Dies ist zwar eher selten, aber nicht auszuschlie゚en. Spontanes Entstehen ist also auch im Rahmen des Möglichen, wenngleich über die Maßen unwahrscheinlich.

Darüber hinaus gibt es auch genetische Faktoren, die ein Entstehen dieser Krebsform begünstigen können. Aber auch das ist eher selten der Fall. Schließlich können Basaliome auch das Resultat einer Vergiftung sein. Hierzu kommen mehrere Gifte infrage, das prominenteste unter ihnen sollte aber Arsen sein. Wer also über längere Zeiträume hinweg größeren Dosen Arsens ausgesetzt ist, erhöht sein Risiko auf ein Basaliom.

Welche Symptome sind typisch?

Man unterscheidet in der Regel drei Grundtypen des Basalioms, die je nach ihrem wachstumsspezifischen Eigenschaften ausgewählt wurden:

Oberflächliches Basalzellenkarzinom

  • Diese Ausprägung des Krebses sitzt oberflächlich auf er Haut auf und kann leicht gesehen und deswegen ebenso leicht entdeckt und identifiziert werden. Diese Form gilt als besonders leicht behandelbar.

Infiltratives Basalzellenkarzinom

  • Hat die Eigenschaften sich in tieferen Schichten der haut auszubreiten und ist somit schwieriger zu entdecken und anzusprechen. Erfordert oftmals eine chirurgische Entfernung.

Nodulares (kugelförmiges) Basalzellenkarzinom

  • Bezeichnet eine kugelartige Verwucherung des Basalioms und kann sowohl alleinstehend als auch als Teil einer der o.g. Ausprägungen auftreten. Darüber hinaus kann es auch als Resultat eines zu lange unbehandelten Basalzellenkrebses auftreten. Dies ist aber eher selten der Fall.

Die gerade erwähnten Ausprägungen dieser Art des Hautkrebses korrespondieren darüber hinaus mit den folgenden Unterarten des Basalioms, indem sie sie jeweils als Subkategorie unter sich vereinen:

Zystisches Basaliom

  • Äußert sich durch die Bildung von teils eitrigen Knötchen oder Pusteln, die eine blaue bis graue Färbung annehmen können.

Narbenbildendes Basaliom

  • Äußert sich durch vermehrte Bildung von Narben in den betroffenen Bereichen

Pigmentiertes Basaliom

  • Tritt vermehrt bei Asiaten auf. Leute europäischer Abstammung entwickeln es dagegen nur sehr selten. Die Gründe dafür sind noch nicht komplett geklärt

Polypenartiges Basaliom

  • Tritt vermehrt im Bereich des Nackens und der Schultern auf und erinnert äußerlich an Polypen.

Porenähnliches Basaliom

  • Änhnelt vom Aussehen her einer stark vergrößerten Hautpore oder einer Satellitenschüssel

Des Weiteren findet man auch geringfügigere Symptome, die lediglich auf das Vorhandensein einer solchen Krankheit hinweisen. Dazu gehören verstärktes Hautjucken, Gefühle von Fremdkörpern auf oder unter der Haut oder erhöhte Schmerzempfindlichkeit in der betroffenen Region.

Wie wird ein Basaliom diagnostiziert und wie verläuft eine Krankheit?

Eine Diagnose ist meist nicht kompliziert vorzunehmen. Oftmals reichen einem erfahrenen Hautarzt schon seine Augen als diagnostisches Mittel aus – man spricht in diesem Falle von der sog. Вlickdiagnose. Dennoch werden oftmals weitere Tests angeordnet, damit der Krebs vollständig als solcher identifiziert und behandelt werde kann.

Auch der normale Hausarzt ist meist geschult darin zu erkennen, ob es sich um ein bösartiges Karzinom oder eine anderweitige gutartige Wucherung handelt.

Mögliche weitere Tests sind u.a. das Durchführen einer Biopsie des betroffenen Gewebes oder Blutproben, um ggf. Metastasen oder infektiöse Prozesse ausschließen zu können. Alles in allem geht eine Diagnose oft sehr schnell von statten und ist darüber hinaus in den meisten Fällen auch sicher. Fehldiagnosen gibt es kaum.

Der Verlauf der Krankheit dagegen gestaltet sich oftmals komplizierter als die Diagnose derselben. Das liegt zumeist daran, dass der Basalzellenkrebs, wie oben im Text bereits bemerkt, sich auf viele verschiedene Arten manifestieren kann.

Gerade zu Beginn bleibt er oftmals unbemerkt oder wird für etwas anderes gehalten. Erfolgt aufgrunddessen keine sofortige Behandlung kann er weiter wachsen und sich vergrößern. Er ist dabei nicht sonderlich Schmerzhaft und das Risiko Metastasen zu streuen tendiert effektiv gegen null. Dennoch können die Schäden gravierend sein.

Permanente Entstellungen im Gesicht, besonders an der Nase, sind sehr häufig, wenn nicht schnell genug medizinische eingegriffen wird und das Basaliom sich zu lange ungestört entwickeln kann.

In besonders schweren Fällen greift es zudem in seinen späteren Stadien auch die Knochen an. Das kann sehr gefährlich werden, passiert aber auch nur vergleichsweise selten.

Wie sehen Behandlungs- und Therapiemaßnahmen aus?

Man unterscheidet bei einer Behandlung des Basalioms verschiedene Behandlungsmethoden, die je nach Ausprägung desselben speziell angepasst sind. So machen manche Basalzellenkarzinome chirurgische Eingriffe nötig, während andere konservativ, sprich mit medikamentöser Hilfe, erfolgreich therapiert werden können.

Bei einer Operation, die zumeist bei infiltrativen Basaliomen, nötig wird, geht man sehr simpel vor. Das zuvor lokalisierte Karzinom wird mittels gezielter Einschnitte offen gelegt und daraufhin chirurgisch entfernt. Ein Problem hierbei kann jedoch die teils feine Struktur dieses Krebses sein, die es dem Operateur erschwert zu erkennen, ob er das Karzinom vollständig entfernt hat. Allerdings wird ein geschultes Auge ohne Probleme in der Lage sein, den Progress der Operation nachzuvollziehen. Im Zweifel gibt es zudem auch vergrößernde Geräte, die zur Aufklärung genutzt werden können.

In den meisten Fällen verlaufen Operationen gut und ohne Zwischenfälle. Sehr selten jedoch kann es vorkommen, dass permanente Narben und oder Hautschäden zurückbleiben. Diese müssen ggf. mithilfe plastischer Chirurgie ausgebessert werden.

Oberflächliche Basaliome lassen sich darüber hinaus oftmals mittels konservativer Methoden erfolgreich entfernen. Dazu gehört die Verwendung bestimmter sehr starker Zugsalben. Diese Behandlung hat den Vorteil, dass sie vom Patienten selbst zuhause durchgeführt werden kann. Er spart sich somit eine mögliche Narkose und die Zeit im Krankenhaus.

Ebenso werden bisweilen Strahlentherapien eingesetzt, wie man sie von anderen Krebstherapien her kennt. Auch punktuelle Chemotherapie ist ein Mittel, um Basalzellenkarzinome effektiv zu bekämpfen. Obgleich dieses nur sehr selten Einsatz findet, da es meist überproportional zu der Krankheit erscheint.

Eine neuere Methode der operativen Entfernung ist die sog. „Vereisung“. Ähnlich wie bei der chirurgischen Entfernung von Warzen, wird die betroffene Stelle hier vereist und somit abgetötet. Im Anschluss daran wird das abgestorbene Krebsgewebe durch Schneiden entfernt. Diese Methode ist oft sehr schnell und zudem noch sehr sicher.

Gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten?

tatsächlich gibt es sehr vielversprechende alternative Heilungsmöglichkeiten, die selbst von Ärzten teilweise als effektiv angesehen werden.

Dazu gehört primär die sog. „Schwarze Salbe“. Dieses Mittel aus nicht-pharmazeutischer Produktion hat nachgewiesenerweise schon manchem Leidenden geholfen. Dennoch sollte man vor der Anwendung Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten, um ggf. allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten zu vermeiden.

Gibt es Hausmittel gegen Basalzellenkarzinome?

Gegen Basaliome selbst gibt es keine effektiven Hausmittel, jedoch kann man mit einigen Hausmitteln präventiv gegen ein Entstehen solcher einwirken, insofern diese gegen Sonnenbrand schützen. Es bleibt jedoch anzumerken, dass moderne Sonnencreme dafür besser geeignet ist.

Vorbeugung und Prophylaxe

Wie bereits erwähnt, kann man effektiv und einfach gegen die Herausbildung von Basaliomen vorbeugen, indem man nach Möglichkeit direktes Sonnenlicht vermeidet. Dazu gehört stundenlanges Sonnenbaden ebenso sehr wie beispielsweise den ganzen Tag im Garten zu arbeiten.

Die Schutzmaßnahmen sind sehr simpel:

  • Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden
  • Lichtundurchlässige Kleidung tragen und auf lange Ärmel und lange Hosen achten
  • Hüte oder Mützen tragen (ist besonders wichtig)
  • Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen treffen. Z.B. im Biergarten unter dem Sonnenschirm Platz nehmen oder am Strand ein schattiges Plätzchen unter einer Pflanze suchen usw.)

Alles in allem sind Basalzellenkarzinom zwar nicht komplett zu vermeiden, aber man kann mit den richtigen Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs deutlich senken.

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