Als Frau einen BMI Rechner verwenden

written by joe 7. Februar 2017

BMI-Frauen

Die BMI-Rechner, die online zur Verfügung stehen, können sowohl Männer als auch Frauen verwenden. Die BMI-Formel lautet nämlich grundsätzlich „Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat“. Den geschlechtsspezifischen Unterschieden, die es hinsichtlich des Körpergewichts zu beachten gilt, wird Rechnung getragen, indem der errechnete Wert in der BMI-Tabelle für Frauen eingeordnet wird.

Praktischerweise berücksichtigen mittlerweile die meisten BMI Rechner indes die beiden Faktoren Geschlecht und Alter. Der Bereich des Normalgewichts umfasst für Frauen Werte zwischen 18,5 und 24,9. Eine Frau mit einem BMI unter 18,5 ist somit als untergewichtig und eine Frau mit einem Body-Mass-Index über 25 als übergewichtig einzuordnen. Es ist vermutlich naturgegeben, dass Frauen eher um eine schlanke Figur bemüht sind als Männer. Zudem spricht die Werbung für Diäten und sportliche Betätigung auch vorwiegend Frauen an. Das gängige Schönheitsideal erfüllen schlanke Personen, die Agilität und Gesundheit ausstrahlen. In sämtlichen Altersgruppen sind die meisten Frauen darum bemüht, attraktiv auszusehen. Nicht selten werden bereits einige Kilo zu viel als ein Makel betrachtet. Der häufig gewählte Weg, der aber zumeist nur kurzfristige Erfolge mit sich bringt, ist eine Diät.

Das Normalgewicht erreichen und behalten

Frauen Übergewicht

Sicherlich richtig ist es, etwas gegen das festgestellte Übergewicht zu tun. Wie sind aber Heißhungerattacken und Jojo-Effekt zu vermeiden? Abgesehen davon, dass viele Diäten und Diätprodukte relativ teuer sind, bringen sie nur selten das gewünschte Resultat mit sich – und zwar dauerhaft weniger zu wiegen als vor der Diät. Gerade Frauen, die bereits mehrere Diäten hinter sich haben, möchten sich gern von der angeblichen Effektivität neuer Diäten/Diätprodukte überzeugen und muten ihrem Körper einmal mehr eine Diät zu. So sehr sich Abnehmwillige freuen, wenn die Waage nach einigen Diättagen einige Kilo weniger anzeigt, so groß ist die Ernüchterung, wenn spätestens nach einigen Monaten wieder das Ausgangsgewicht – oder gar mehr – erreicht ist.

Nicht zuletzt sogenannte Crash-Diäten führen dazu, dass der Körper schnell Wasser verliert, die Fettdepots allerdings werden kaum abgebaut. Bald nach Beendigung der Diät hat der Körper die Menge an verlorenem Wasser wieder eingelagert, und die Waage zeigt das Ausgangsgewicht an. Zum einen ist dieser Jojo-Effekt sehr frustrierend für die betreffende Frau, zum anderen ist eine Crash-Diät ungesund: Der Körper wird erheblichem Stress ausgesetzt und ist gezwungen, den Energiehaushalt anders zu gestalten. Dies bringt üblicherweise auch einen Abbau von Muskelsubstanz mit sich. Genau genommen reagiert der Körper auf einen Stoffwechselalarm, da er den Ausfall der bisher gewohnten Nahrung konstatiert. Er schaltet auf Sparflamme, um noch bestmöglich funktionieren zu können. Wer nach einer durchgeführten Diät wieder genauso wie früher isst, mutet dem inzwischen an weniger Kalorien gewöhnten Körper zu viel Energie zu – der Jojo-Effekt wird angeregt.

Wesentlich gesünder und effektiver ist es, die Gewichtsabnahme zu erzielen, indem die Ernährung umgestellt und ausreichend Sport ausgeübt wird. Eine langfristige Gewichtsreduktion geht von etwa einem zu verlierenden Kilogramm pro Monat aus. Für den Fall, dass das jeweilige Übergewicht nicht nur einige wenige Kilo beträgt, kann die Gewichtsabnahme bis zum Normalgewicht durchaus ein Jahr und länger dauern. Das Abnehmen sollte unbedingt in einem moderaten Tempo erfolgen. Der Verzicht auf Süßigkeiten, Tabak, Alkohol und Fast Food spielt hierbei eine bedeutende Rolle.

Um Gemüse, Obst und gesunde Getreideprodukte in die künftige Ernährung einzubeziehen, kann es zweckmäßig sein, einen zertifizierten Ernährungsberater zu konsultieren. Frauen, die sichergehen möchten, dass das Übergewicht tatsächlich „nur“ von einer falschen Ernährungsweise herrührt, sollten sich unbedingt eingehend ärztlich untersuchen lassen. Ein Körper, der nicht nur gut aussehen, sondern auch fit sein soll, muss regelmäßig sportlich herausgefordert werden. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst viele Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Obendrein sollte wenigstens zweimal wöchentlich Ausdauersport betrieben werden. Besonders empfehlenswert sind Joggen, Schwimmen und Biken. Frauen, die mit den typischen weiblichen Problemzonen zu kämpfen haben, sollten ein gezieltes Training für diese Zonen wählen – zum Beispiel ein Work-out für Bauch, Beine, Po.

Einen BMI-Rechner während der Schwangerschaft nutzen

Schwangerschaft

Was vielleicht erst einmal nicht allzu sinnvoll zu sein scheint, kann durchaus hilfreich sein, um die Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft zu kontrollieren. Für Schwangere kommt kein BMI-Rechner im üblichen Sinn, sondern ein Gewichtszunahme-Rechner in Betracht. Eine schwangere Frau, die kontrollieren möchte, ob die Gewichtszunahme in Ordnung ist, kann zunächst ihre Körpergröße und das Gewicht vor der Schwangerschaft eintragen. Alsdann sind die Werte einzufügen, die den Istzustand wiedergeben, also aktuelles Gewicht und die Schwangerschaftswoche.

Sofern es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt, sollte ein dementsprechendes Kreuz gesetzt werden. Nach Bestätigung der eingegebenen Werte wird üblicherweise eine Gewichtskurve angezeigt, mit deren Hilfe sich das eigene Gewicht einordnen lässt. Eine normale Gewichtszunahme am Ende einer Schwangerschaft liegt zwischen 9 und 15 Kilogramm. Durchschnittlich wiegt ein Baby zum Zeitpunkt der Geburt 3.300 Gramm, das Blutvolumen nimmt um etwa 1.200 Gramm zu, und die zusätzlich gebildete Körperflüssigkeit beträgt ungefähr 2.600 Gramm. Hinzu kommen zirka 900 Gramm Gewichtszunahme der Gebärmutter, etwa 400 Gramm schwerer werden die Brüste, und die Plazenta wiegt rund 600 Gramm.

Werden noch die durchschnittlich 2,5 Kilogramm angesammelte Fettreserven addiert, ergibt sich eine Gesamtmenge von 11 Kilogramm, die die Schwangere zusätzlich zu tragen hat. Prinzipiell empfehlen Mediziner eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft vom jeweiligen Ausgangsgewicht abhängig zu machen. Das heißt, dass Untergewichtige ruhig mehr an Gewicht und Übergewichtige weniger an Gewicht zunehmen sollten.

Gewichtsabnahme nach der Schwangerschaft

Vor allem Frauen, die ihr Kind gerne Stillen möchten, sollten sich Zeit lassen, ihr Wunschgewicht (wieder) zu erlangen. Ohnehin braucht der Körper ebenso lange für die komplette Regeneration, wie er sich im schwangeren Zustand befunden hat.

Wichtiger als das schnelle Erreichen der Traumfigur sollte es sein, sich und das Kind gesund zu ernähren. Leider ist der Stoffwechsel vieler Frauen durch die Schwangerschaftsmonate so träge geworden, dass es umso schwieriger ist, abzunehmen.

Der richtige Weg ist es, regelmäßig leichte Rückbildungsgymnastik zu machen, ausreichend Mineralwasser zu trinken und vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen. Nach dem Abstillen ist es möglich, sich allmählich wieder an sportliche Betätigung zu gewöhnen, die den Körper auch fordern darf. Stillende Mütter verbrauchen übrigens täglich etwa 530 Kalorien mehr als nichtstillende Mütter und haben deshalb bessere Chancen, Monat für Monat an Gewicht zu verlieren – und zwar etwa ein Kilogramm.

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