Ohrenkerzen

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Ohrenkerzen werden zur Reinigung eingesetzt

Ohrenkerzen sind spezielle Kerzen, welche zu medizinischen Zwecken oder zur Reinigung der Ohren angewandt werden. Außerdem können Sie optimal als Entspannungsmethode angewandt werden.

Wie der Name schon vermuten lässt, werden diese Kerzen im Ohr angewendet. Auch wenn einige Ärzte dieser Art der Behandlung noch skeptisch gegenüberstehen, gibt es durchaus positive Resonanzen von Anwendern.

Im Folgenden ist alles Wichtige, rund um das Thema Ohrenkerzen zusammengefasst. So erklären wir etwa den medizinischen und gesundheitlichen Nutzen, jedoch auch die Risiken und Nachteile. Außerdem finden Sie Informationen zur richtigen Anwendung, zu den diversen Arten oder aber zur Funktionsweise dieser Kerzen.

Was ist eine Ohrenkerze?

Bei einer Ohrenkerze handelt es sich um eine spezielle Kerze, welche einer besonderen Anwendung dient.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind besonders vielseitig. So kann eine Ohrenkerze zu medizinischen Zwecken genutzt werden, aber auch zur Reinigung der Ohren, als Entspannungsmethode oder um bestimmte Rituale auszuüben.

Erfinder der Ohrenkerze sind die Hopi-Indianer, weshalb Ohrenkerzen oft auch als Hopi-Kerzen bezeichnet werden.
Beweise, dass Hopi-Indianer oder auch andere Indianerstämme diese Spezialkerze nutzten, gibt es bisher keine eindeutigen.
In Deutschland kann man die Ohrenkerze seit 1990 erhalten und weiß sie auch in der Alternativmedizin zu schätzen.


Nachteile & Risiken

Gibt es Gründe, die gegen eine Ohrenkerze Sprechen?

Generell gibt es gegen die Anwendung von Ohrenkerzen nicht zu sagen, vorausgesetzt, die Ohrenkerze verfügt über einen Sicherheitsfilter, der verhindert, dass Kondensat oder Bienenwachsrückstände ins Ohr gelangen. Daher sollte immer darauf geachtet werden, dass eine hochwertige Ohrenkerze genutzt wird, da diese generell über einen Sicherheitsfilter verfügen.

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Ohrenkerzen bringen auch einige Risiken mit sich

Außerdem wird von einer Eigenbehandlung abgeraten, wenn kein Partner vorhanden ist, welcher die Ohrenkerze während der Behandlung hält und den Abbrennprozess beobachtet. Dadurch kann es zu schweren Verbrennungen kommen. Außerdem gibt es noch wenige Gründe, die gegen eine Ohrenkerzenbehandlung sprechen.

Dazu zählen:

  • wenn das Trommelfell perforiert ist
  • ein Trommelfellimplantat vorhanden ist
  • Paukenröhrchen bei Kindern
  • ein akuter Entzündungsprozess im Ohrbereich
  • Ekzeme sowie Allergien im Ohrbereich
  • ein Cochleaimplantat
  • wenn kürzlich eine Ohren-Op stattgefunden hat

Liegt keiner dieser Gründe vor und verfügt die Ohrenkerze über einen entsprechenden Sicherheitsfilter, spricht nichts gegen die Anwendung von einer Ohrenkerze.

Formen, Arten & Typen

Ohrenkerzen gibt es inzwischen von verschiedenen Herstellern und in unterschiedlichsten Formen. Alle weisen sie aber Gemeinsamkeiten auf – so sind sie im Inneren hohl und weisen eine Länge von 20 bis 30 cm auf. Manche Ohrenkerzen sind zudem wie ein Trichter geformt, indem sie sich nach oben hin verbreitern. Diese Kerzenform nennt sich Coning. Die Brenndauer variiert von acht bis zwölf Minuten.

Die typischen Bestandteile einer Ohrenkerze sind Bienenwachs, Gaze, pulverisierte Pflanzenteile, Baumwolle und ätherische Öle. Zusätzliche Inhaltsstoffe werden von den Herstellern oft nicht verraten. Geeignet sind die Ohrenkerzen für kleine als auch große Ohren, weshalb Ohrenkerzen auch schon bei Kindern ab drei Jahren angewendet werden können.

Am unteren Ende sind die meisten Ohrenkerzen mit einer dünnen Aluminiumfolie ausgestattet, welche das Ohr vor Brennrückständen schützen soll. Viele Anbieter stellen ihre Ohrenkerzen zudem mit einem speziellen Sicherheitsfilter her, welcher noch effektiver verhindert, dass das Ohr mit Abbrennresten, wie Bienenwachs oder Kondensat in Kontakt kommt.

Eine andere Variante der Ohrenkerze ist die sogenannte Körperkerze. Diese gilt in der Alternativmedizin als Heilkerze und kommt auch im Wellnessbereich zur Geltung. Der Unterschied zur Ohrenkerze besteht darin, dass die Körperkerze auch an anderen Körperregionen angewandt werden kann. Dadurch sollen entspannende und revitalisierende Effekte erzielt werden.

Ähnlich wie bei der Ohrenkerze werden so schädliche Schlackstoffe aus dem Organismus beseitigt. Für diesen Effekt werden die Kerzen auf bestimmte Reflex– sowie Chakrenpunkte gesetzt. Eine Kombination von beiden Behandlungmethoden ist problemlos möglich.

Aufbau, Funktion & Wirkung

Die Mehrheit der Ohrenkerzen besteht aus ungebleichtem und gerolltem Baumwollstoff. Außerdem werden die Kerzen mit Bienenwachs, hochwertigen Honigextrakten und Aromaessenzen bestrichen, welcher nicht jeder Hersteller preisgibt.

Das Ende, wo sich der Sicherheitsfilter befindet, wird in den Gehörgang gesteckt. Hier muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Ohrenkerze nicht zu tief im Ohr sitzt. Anschließend wird die Kerze angezündet. Während des Brennprozesses löst sich unter anderem Ohrenschmalz, welcher am unteren Ende aufgenommen wird. An einer farbigen Markierung kann der Nutzer ablesen, wann die Anwendung beendet werden muss. Ein Sicherheitsfilter verhindert zudem, dass Wachs abtropft und am Ohr landet.

Die Brenndauer einer Ohrenkerze beträgt je nach Modell acht bis zwölf Minuten. Das Abbrennen läuft in der Regel langsam und kontinuierlich ab. Aktiviert wird sie durch das Entzünden mit einem Feuerzeug oder Streichholz. Da diese Anwendung jedoch ein Verbrennungsrisiko birgt, ist die Anwendung nichts für Kinder und sollte auch nicht alleine durchgeführt werden. So sollte stets eine zweite Person zum Halten und Kontrollieren der Kerze anwesend sein.

Wird eine Anwendung durchgeführt, sollten immer beide Ohren nacheinander behandelt werden. Nach der Behandlung sollte der Nutzer sich noch 15 bis 20 Minuten entspannen, damit ein besseres Gesamtergebnis erzielt wird. Im Idealfall wird die Anwendung vor dem Schlafen Gehen durchgeführt oder abends, da die Behandlung auch sehr müde und tiefenentspannt machen kann.

Positive Wirkung

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Die Funktion beruht auf Unterdruck
piabay/Films42

Für die positive Wirkungsweise der Ohrenkerze wird der sogenannte Kamineffekt verantwortlich gemacht. Durch das Anzünden der Kerze, entsteht im Ohr ein Luftzug, welcher sich nach unten richtet. Dadurch entsteht ein leichter Überdruck. Ist die Ohrenkerze etwa die Hälfte abgebrannt, steigt dieser Luftzug in entgegengesetzte Richtung, also nach oben, wodurch es zu einer Druckentlastung kommt.

Während der Behandlung sollte ein angenehmes Wärmegefühl entstehen. Außerdem nimmt der Anwender den Druckausgleich in Ohren, Nebenhöhlen und Stirnhöhle als besonders befreien wahr. Ist eine Nasenverstopfung vorhanden, sollte nach der Anwendung wieder ein Durchatmen möglich sein.

Außerdem kann sich ein Gefühl von Glück und Geborgenheit einstellen. Während der Anwendung nimmt der Nutzer zudem ein entspannendes Knistern und Rauschen wahr, was einem Kaminfeuer gleicht. Viele empfinden dieses Geräusch als sehr entspannend und beruhigend.

Medizinischer Nutzen

Medizinischer und gesundheitlicher Nutzenvon Ohrenkerzen

Hersteller bieten ihre Ohrenkerzen für verschiedene medizinische Zwecke an.

Dazu zählen zum Beispiel:

Für die medizinische Wirksamkeit gibt es bisher jedoch keine wissenschaftlichen Belege. Das ist auch der Grund, warum viele Ärzte dieser Methode noch skeptisch gegenüberstehen und sogar ablehnen. Auch dass das Ohr durch die Ohrenkerze gereinigt wird, konnte bisher noch nicht wissenschaftlich belegt werden. Jedoch lässt sich nicht bestreiten, dass die Ohrenkerzenanwendung eine beruhigende und entspannenden Wirkung auf den Nutzer hat.

Außerdem warnen Hals-Nasen-Ohrenärzte vor Verbrennungen an den Ohren sowie im Gesicht. Auch eine Verstopfung des Gehörgangs ist möglich, durch tropfende Wachsrückstände. Die Behandlung sollte daher nur mit hochwertigen und zertifizierten Kerzen durchgeführt werden.

Um das Verletzungsrisiko bestmöglich zu minimieren, empfehlen Mediziner, bei der Anwendung immer einen Behälter mit Wasser, zum löschen parat zu haben. Außerdem kann es bei der Anwendung auch zu allergischen Reaktionen kommen, welche meistens auf die Kräuter oder ätherischen Öle zurückzuführen sind.

In diesem Fall muss die Behandlung sofort abgebrochen und unter Umständen ein Arzt aufgesucht werden. Außerdem darf die Behandlung nicht durchgeführt werden, wenn im Ohr eine Pilzinfektion vorhanden ist. Das Gleiche gilt für Trommelfellverletzungen sowie eitrige Mittelohrentzündungen und akute Ohrenschmerzen.

In der Vergangenheit gab es etliche Vorfälle, wo es durch eine Ohrenkerzenbehandlung zu Komplikationen kam und die Anwender sich einer ärztlichen Therapie unterziehen mussten. Hier waren Verbrennungen sowie Ohrverschlüsse durch herab tropfenden Wachs der Grund dafür. In wenigen Fällen traten sogar Trommelfellperforationen durch die Behandlung auf.

Eine Vielzahl an HNO-Ärzten hat gegenüber der Anwendung von Ohrenkerzen daher Bedenken. In Deutschland wird daher dazu geraten, nur Ohrenkerzen zu verwenden, die über eine Zertifizierung der EU-Richtlinien 93/42/EWG enstprechen.

Fragen und Antworten

Ist die Ohrenkerzen-Anwendung auch für Kinder geeignet?

Kinder sprechen auf eine Ohrenkerzenbehandlung teilweise recht gut an. Vorraussetzung für eine Behandlung ist jedoch, dass sie alt genug sind, um die 20 Minuten während der Behandlung still halten zu können. Außerdem müssen die Kinder verstehen, was dort geschieht und sich sprachlich auch selber äußern können. Daher wird eine Anwendung vor 2,5 -3 Jahren nicht empfohlen.

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Bei der Anwendung sollte immer jemand dabei sein – pixabay/kordspace

Kann während der Anwendung Wachs ins Ohr Laufen?

Die meisten Ohrenkerzen sind mit einem sogenannten Sicherheitsfilter ausgestattet, der heruntertropfenden Wachs sicher auffängt. Generell wird aber oft bei der Produktion schon darauf geachtet, dass ein heruntertropfen von Wachs, nicht vorkommt. Dass Wachs in den Gehörgang tropft, ist bei zertifizierten Ohrenkerzen also recht unwahrscheinlich.

Warum sollte eine Behandlung mit Ohrenkerzen niemals alleine durchgeführt werden?

Der Anwender muss sich während der Behandlung voll und ganz entspannen können. Damit dass der Fall ist, muss eine zweite Person die Ohrenkerze festhalten. Doch auch aus Sicherheitsgründen sollte unbedingt eine zweite Person anwesend sein.

So muss die zweite Person das gleichmäßige Abbrennen der Kerze kontrollieren, darauf achten, wenn diese die Sicherheitsmarkierung erreicht hat und diese dann löschen. Dass Positive an dieser Behandlung ist, dass nicht nur der Anwender entspannt wird, sondern auch die zweite Person kann während der Behandlung gut zu Ruhe kommen.

Unser Fazit zu Ohrenkerzen

Auch wenn Ohrenkerzen bei Medizinern noch recht umstritten sind, ist die Behandlung bei manchen Krankheitsbildern, einen Versuch wert. Wichtig ist jedoch, dass ausschließlich zertifizierte Ohrenkerzen verwendet werden und die Behandlung von einer zweiten Person durchgeführt wird, damit es zu keinen Verletzungen oder Verbrennungen kommt. In der Alternativmedizin stellen Ohrenkerzen eine gute Alternative dar.

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