Hörsturz

Hörsturz

HörsturzUnter Hörsturz versteht man eine plötzlich auftretende Hörminderung oder Taubheit, meist nur auf einem Ohr, selten auf beiden. Begleitet wird der Hörverlust meist von einem dumpfen Druck im Ohr, Tinnitus und Schwindel.

Es handelt sich dabei um eine Störung im Bereich des Innenohrs (Schallempfindungs-Schwerhörigkeit).

Hörsturzsymptome verschwinden infolge einer hohen Spontanheilungsrate in ungefähr 50% der Fälle innerhalb von 24 Stunden von selbst.

Steckbrief: Hörsturz

  • Name(n): Hörsturz; idiopathischer Hörsturz; Ohrinfarkt
  • Art der Krankheit: Idiopathische Erkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Erwähnung
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt; Notarzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – H60-H95 – H90-H95 – H91.2

Was ist ein Hörsturz?

Ein allgemeiner Hörverlust ist etwas, dem man zumeist mit voranschreitendem Alter nicht entgehen kann. Zwar muss man nicht damit rechnen, dass man man im Alter vollkommen taub wird, aber ein gewisser Rückgang der Fähigkeiten des Gehörs ist nicht auszuschließen und darüber hinaus sogar zu erwarten. Alles in allem aber handelt es sich hierbei nicht um allzu gravierende Gebrechen und man kann den meisten Fällen von altersbedingter Schwerhörigkeit sehr gut mithilfe der modernen Schulmedizin entgegenwirken. Die Zeiten des Hörrohres sind lange vorbei. Bei einem Hörsturz jedoch läuft die gesamte Sache etwas anders ab und ist wesentlich komplizierter zu behandeln.

Bei einem Hörsturz, den man im Fachjargon auch idiopathischen Ohrinfarkt bezeichnet, handelt es sich also um eine idiopathisch auftretende Erkrankung. Das heißt nichts weiter, als dass die zugrundeliegende Ursache medizinisch nicht festzustellen ist. Ein solches Gebrechen tritt also spontan, plötzlich und zumeist ohne nennenswerte Vorwarnungen auf. Ein Betroffener kann sich in einem Moment noch vollkommen normal fühlen und im nächsten Moment setzt der Ohrinfarkt ein. Sicherlich gibt es einige Faktoren, die das Entstehen eines solchen befördern oder begünstigen können. Diese sind aber, wie gerade bereits erwähnt, nur schwer fassbar und manchmal gar nicht festzumachen.

Aufgrund der idiopathischen Natur des Hörsturzes fällt es einem Arzt darüber hinaus in aller Regel sehr schwer, dieses leiden einwandfrei zu diagnostizieren und als solches anzusprechen. Darum sind fehlerhafte Diagnose recht selten. Des Weiteren kann auch eine Behandlung sehr schwierig und kompliziert sein. Dies liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass der zuständige Mediziner schlicht nicht weiß, was genau er behandeln muss, um die Krankheit erfolgreich bekämpfen zu können. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass zusätzlich zum spontanen Auftreten der Erkrankung bisweilen auch eine spontane Heilung einsetzt. Diese geben der Schulmedizin aber mindestens genauso viele Rätsel auf, wie die ebenso spontan einsetzenden Symptome.

Welche Ursachen führen zu einem Hörsturz?

Die genauen Ursachen sind noch unbekannt; man nimmt Durchblutungsstörungen des Innenohrs als Ursache an. Im Innenohr befinden sich die für das Hören zuständigen Sinneszellen, die Haarzellen. Diese setzen äußere Geräusche (Schallwellen) in elektrische Impulse um, die sie an das Gehirn weiterleiten, wo die Impulse weiter verarbeitet werden. Die Haarzellen werden über kleine Blutgefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bei Minderdurchblutung der Gefäße, z.B. durch einen Gefäßverschluss (Innenohrinfarkt), werden die Haarzellen geschädigt. Die Folgen sind Hörverlust bzw. Hörsturz. Auch Virusinfektionen, Autoimmunerkrankungen, Ohrverletzungen und Stress können zu einem Hörsturz führen.

Wie bereits eingänglich angeführt ist es von allergrößter Wichtigkeit, dass man ganz klar zwischen einem normalen und durch das Alter verursachten Hörverlust sowie einem Ohrinfarkt, bzw. einem Hörsturz unterscheidet.

Bevor man das tut sollte man sich allerdings ein gewisses Verständnis dafür aneignen, wie ein Mensch überhaupt Töne wahrnimmt, also hört. Töne entstehen, durch Schwingen in der Luft, den sog. „Tonwellen“. Dringen diese bis an das Ohr eines Individuums lösen sie in demselben Vibrationen aus, die wiederum von den Nerven als Signale an das Gehirn weitergeleitet werden, dass nämliche als spezielle Töne interpretiert. Ist diese Funktion, warum auch immer, gestört und nur partiell einsatzfähig, so kommt es zu einem teilweisen oder vollständigen Hörverlust.

Bei einem Hörsturz nun kommt es dazu, dass die normale Funktion des Ohres und der zum Hören benötigten Kleinteile erlischt. Dieses plötzliche Fehlen einer Funktion sorgt im Endeffekt dafür, dass der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Töne, welcher Art auch immer wahrzunehmen.

Dennoch gilt gerade dieses Krankheitsbild unter Wissenschaftlern und praktischen Medizinern als äußerstes Kuriosum. Dies lässt sich primär auf die extreme Zufälligkeit zurückführen, die diesem Leiden zugrunde zu liegen scheint. Nicht einmal vorzeitige Warnsignale sind sicher zu benennen.

Kurzum bleibt lediglich zu bemerken, das man um die Ursachen, derer es bedarf, um einen Hörsturz auszulösen, niemand weiß.

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