Heilfasten

Heilfasten – Verzichten für mehr Lebensqualität

Ursprung & Entwicklung:

fasten fasten arten heilfastenDas Fasten an sich ist aus sehr vielen Weltreligionen bekannt. Denn schon im Islam oder auch im Christentum fasten die Gläubigen für sich und ihren Glauben, um ihrem Gott zu beweisen, dass sie auch den diversen Verlockungen der Welt wiederstehen können und ihm trotzdem beistehen.

Das medizinisch betrachtete Fasten, dass sich daraus im Laufe der vielen Jahre entwickelt hat, hebt in diesem Falle die gesundheitlichen Verbesserungen hervor, die aus dem Entschlacken und der dadurch einhergehenden Regeneration resultieren.

Durchführung & Wirkungsweise:

Das Heilfasten hat sich durch sehr viele Methoden sehr vielfältig aufgegliedert und wird in unterschiedlichen Lebenssituationen praktiziert. Die bevorzugte Zeit für das Fasten ist dabei die Phase zwischen dem Aschermittwoch und Oster, wobei hier der christliche Glauben Vorbild ist. Allerdings ist das Fasten auch zu jeder anderen Zeit im Jahr möglich und stellt oftmals eine Möglichkeit dar Krankheiten zu lindern oder auch zu vermeiden.

Vor der Fastenkur muss eine Vorbereitungszeit stattfinden, denn der Körper muss auf die kommende Zeit vorbereitet werden, dass keine Schäden davongetragen werden. Die Wahl der Fastenmethode ist dabei nicht tragend. Die Vorbereitungsphase dauert zwei Tage. Am ersten Tag sollte bereits die übliche Nahrungszufuhr entschieden reduziert werden und das Abführen zur Entleerung des Darms sollte bereits beginnen. Das Abführen kann über den Konsum von Glaubersalzen, Einläufen oder auch Abführmitteln erfolgen. Am zweiten Tag vor dem Fasten findet meist nur noch ein Abführen statt. Danach beginnt das Fasten.

Formen des Fastens

  1. Buchinger-Fasten: Hierbei werden lediglich Gemüsebrühen, Säfte und Wasser mit Hong getrunken. Durch diese Kombination ist eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen gewährleistet, ohne dabei zu viele Kalorien zuzuführen. Damit kombiniert werden Einläufe und tägliche Bewegung des Körpers
  2. Hayr-Fasten: In dieser Form findet sich immer noch die Aufnahme von fester Nahrung, allerdings wird hier für den fastenden ein individueller Ernährungsplan erstellt.
  3. Saftfasten: Wie das Wort schon besagt, werden Vitaminverluste nur über Säfte ausgeglichen und ansonsten gibt es nur Wasser.
  4. Markert-Fasten: Die Gemüsebrühe wird hierbei durch Proteinzusätze ergänzt.
  5. Früchtefasten: Neben der bloßen Aufnahme von Wasser dürfen hier Obst, Gemüse, Kräuter und Nüsse verzehrt werden.
  6. Eiweißergänztes Fasten: In diesem Falle wird die komplette Fastenperiode auf dem Konsum von Buttermilch aufgebaut, die als Eiweißlieferant auch Flüssigkeit liefern und die Verdauung anregen kann.
  7. Molkefasten: Ohne feste Kost müssen täglich 1l Molke, ein halber Liter Saft für die Vitaminzufuhr und ein Glas Sauerkrautsaft für die Intakthaltung der Verdauung getrunken werden.
  8. Teefasten
  9. Schrothkur: In diesem Falle gibt es eine Abwechslung von sogenannten Trockentagen und Trinktagen. Allerdings wird auf feste Nahrung komplett verzichtet.

Bei allen Fastenformen, auch denen, die nicht aufgelistet sind, ist es wichtig, dass der Spülungseffekt erzielt wird, in dem jeden Tag drei Liter stilles Wasser getrunken werden sollten. Somit wird die Ausscheidung erleichtert, der Kreislauf erleidet keinen Flüssigkeitsverlust und das Verdauungssystem ist dennoch immer beschäftigt.

Nach der Fastenzeit sollte beachtet werden, dass nicht gleich wieder zum Alltag übergegangen wird, da der Körper mit einer normalen Nahrungsaufnahme nicht mehr zurechtkommen würde. Leichte Kost und kleine Mahlzeit sollten die Grundlage bilden. Dieser Zeitpunkt eignet sich im Übrigen perfekt für eine anschließende Ernährungsumstellung.

Hilft gegen:

Besonders bei den chronischen Erkrankungen können Fastenkuren eine Linderung schaffen und auch erneute Krankheitsschübe abmildern. Damit ist den Betroffenen schon sehr oft geholfen mit ihrem Leiden besser zurecht zu kommen. Aber auch die Gewichtsabnahme und die medikamentenfreie Behandlung von hohen Blutdruck und Blutzucker erscheint sehr gewichtig.

Fördert & stärkt:

  • Gleichgewicht von Darmflora und Verdauung
  • Ausscheidung der Giftstoffe
  • Gewichtsabnahme
  • Medikamentenfreie Behandlung von Hypertonie und Hyperglykämie
  • Stärkung der körpereigenen Darmbakterien
  • Linderung von Krankheitsschüben bei chronisch verlaufenden Erkrankungen
  • Verminderte Ablagerung von Salzen und Giftstoffen in Organen oder Gelenken

Risiken & Nebenwirkungen:

  • Muskelabbau
  • Dehydration
  • Blutdruckschwankungen
  • Blutzuckerschwankungen
  • Schwächegefühl

Durch die fehlende Nährstoffaufnahme ist es möglich, dass sich der Fastende eine Zeitlang abgeschlagen fühlt und auch die Aktivität nur sehr mühsam umsetzbar ist. Wenn es zu ernsthaften Problemen und langanhaltenden Beschwerden kommt, sollte die Fastenkur unterbrochen oder abgebrochen werden. In Absprache mit einem Arzt kann die Fastenkur auch angepasst werden.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

Die aufgelisteten Kontraindikationen sollten unbedingt beachtet werden. Auch bei kleinen Kindern kann ein Fasten fälschlicherweise nicht von Vorteil sein, da Kinder mitunter noch nicht in der Lage sind die Reaktionen des eigenen Körpers ausreichend zu deuten und so aufkommende Probleme erst sehr spät festgestellt werden können.

Bezüglich der Wechselwirkungen sollte bedachte werden, dass besonders bei Gichtpatienten das Risiko von Nierensteinen sehr groß ist. Denn nicht nur überflüssigen Giftstoffe werden ausgespült, sondern auch der Abbau von körpereigenem Eiweiß durch den Mangel an verfügbarer Energie aus Nahrungsmitteln, fördert den Aufbau von Ketokörpern als Abfallprodukt des Eiweißstoffwechsels. Diese sind prädestiniert für die Entstehung von Nierensteinen.

Wer behandelt?

  • Informationsgespräche mit Ernährungsberatern
  • Arzt
  • Eigene Durchführung zu Hause

Fasten kann auch eigenständig durchgeführt werden, allerdings ist eine umfangreiche Information vorweg unbedingt notwendig. Bücher und Broschüren leisten ebenso Aufklärungsarbeit. Aber besonders bei chronisch erkrankten ist das Fasten eine gute Möglichkeit eine Ernährungsumstellung vorzubereiten und eine Behandlung vorerst ohne die Einnahme von Medikamenten möglich zu machen. In jedem Falle sollte aber ein Arzt oder Ernährungsberater besonders bei Unklarheit im Vorfeld kontaktiert werden.

Unser Fazit:

Heilfasten ist in der Regel nicht schädlich solang das Fasten nur über eine Zeitdauer von etwa drei Wochen durchgeführt wird. In allen Fällen sollte die Kur immer so ausgerichtet sein, dass kein Mangel an Nährstoffen oder Vitaminen entstehen kann. Besonders positiv kann sich eine Fastenphase als alternative Methode bei chronischen Erkrankungen auswirken, da Symptomatiken gelindert werden können und auch erneute Schübe verzögert oder abgemildert werden können. Allerdings ist es immer ratsam sich vor ab mit einem Mediziner oder einem Fachberater abzusprechen, welche Form des Fastens angebracht ist. Auch auf der wissenschaftlichen Ebene konnte das Heilfasten einige Belege erbringen, dass die Wirkung tatsächlich eintrifft.

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