Windpocken

Definition Windpocken

WindpockenWindpocken sind vor allem bei Kindern bekannt, können jedoch auch Erwachsene treffen. Die Viruskrankheit ist hochgradig ansteckend und wird vor allem in Tröpfchenform übertragen.

Vor allem im Winter und in der Frühjahrszeit treten Windpocken besonders häufig auf und machen sich überwiegend durch einen stark juckenden Hautausschlag am ganzen Körper bemerkbar.

Im Falle einer Tröpfchen- oder Schmierinfektion breitet sich der Erreger, das Varicella-Zoster-Virus, im Blut des Betroffenen aus und erreicht nicht nur die Haut und die Schleimhäute, sondern auch die Nervenzellen.

Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem stecken sich sehr schnell an, aber auch bei gesunden Menschen besteht ein hohes Risiko einer Übertragung.

Steckbrief: Windpocken

  • Name(n): Windpocken; Varizellen; Wasspocken; Blattern uvm.
  • Art der Krankheit: Viruser
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Varizella-Zoster-Virus (VZV)
  • Wieviele Erkrankte: Beinahe jeder leidet im Laufe seines Lebens anden Windpocken
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Kinderarzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – B00-B09 – B01

Was sind Windpocken?

Windpocken sind unter sehr vielen Namen bekannt. Darunter unter anderem Wasserpocken, Spitzblattern, Spitze Blattern, Wilde Blattern und Schafblattern. Des Weiteren handelt es sich bei ihnen um eine viral ausgelöste Infektion, die sich in Form des bekannten roten Ausschlags äußert, der zusätzlich zu den Rötungen oftmals noch Bläschen aufweist, die wiederum mit Wundflüssigkeit gefüllt sind.

Die Krankheit ist hochgradig ansteckend. Darum müssen sich insbesondere Personen vorsehen, die diese Krankheit noch nicht hatten oder nicht dagegen geimpft sind. In der Bevölkerung hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass nur Kinder an Varizellen erkranken könnten. Das ist schlichtweg falsch. Auch Erwachsene kann es betreffen, insofern diese nicht bereits während ihrer Kindheit an dieser Krankheit litten. Denn glücklicherweise kann man allgemein hin nur ein einziges Mal während seines Lebens an den Windpocken erkranken.

Zudem verläuft die Krankheit oftmals recht mild. Besonders Kinder haben kaum Probleme mit diesem Leiden und gehen nicht merklich geschwächt oder geschädigt aus einer Phase der Erkrankung hervor. Erwachsene dagegen trifft diese Virusinfektion meist wesentlich härter. Die hierdurch entstehenden Komplikationen sind teilweise gravierend und sind überdies nicht selten intensivmedizinisch in einem Krankenhaus zu behandeln.

Um die Kinder möglichst früh durch die Erkrankung zu schicken und ihnen damit späteres Leid zu ersparen, gibt es inzwischen sogar sog. „Windpocken-Parties“. Im Rahmen einer solchen führt man gesunde Kinder mit einem infizierten Kind zusammen und lässt sie miteinander spielen, damit die gesunden Kinder sich anstecken. Hierdurch sind die Eltern in der Lage, den Zeitraum des Ausbruchs der Erkrankung zu planen und eine gute und zeitnahe Versorgung derselben zu gewährleisten. Sicherlich gibt es einige Stimmen, die dieses Vorgehen als kritisch betrachten. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass aus medizinischer Sicht kein Grund zur Besorgnis entsteht. Eine geplante Infektion ist sogar faktisch besser handzuhaben, als eine zufällige Erkrankung.

Welche Ursachen führen zu Windpocken?

Die einer Erkrankung mit den Blattern zugrunde liegenden Ursachen sind allesamt auf eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) zurückzuführen. Damit sind die Ursachen per se durchaus überschaubar. Fälle von Windpocken, bei denen das VZV keine Rolle gespielt hätte, sind unbekannt und gibt es vermutlich auch zukünftig nicht.

Darüber hinaus konnte man Beobachten, dass die Varizella-Zoster-Viren alleine auf den Menschen übergehen und sich in keinem anderen Säugetier nachweisen lassen können. Die Ursachen für die Spezialisierung auf den Menschen ist unbekannt, scheint aber auch alles in allem nicht weiter von Interesse für die Forschung zu sein.

Die Ursachen oder vielmehr die Ursache mag also schnell zu nennen sein, dennoch gibt es einige Risikofaktoren, die unter Umständen dazu beitragen können, dass sich die Chance einer Infektion erhöht. Eine Infektion jedoch, besonders im frühen Kindesalter ist allerdings nicht das schlechteste. Es ist wesentlich besser, früh an den Windpocken zu leiden und den Rest seines Lebens immun zu sein, als sich als Erwachsener zu infizieren. Nicht zuletzt deswegen, weil die Krankheit ausgewachsene Menschen viel stärker trifft als Kinder.

Die potentiellen Risikofaktoren sind unter anderem:

  • Keine Immunität – Man kann nur einmal an dieser Krankheit leiden, danach ist man immun. War man also nicht als Kind davon betroffen, kann es einen immer noch als Erwachsenen oder Jugendlichen erwischen.
  • Keinen Schutz durch Impfung – Zwar bietet eine Impfung gegen die Varizella auch keinen 100%igen Schutz, aber dennoch senkt eine solche das Risiko einer Ansteckung ungemein.
  • Häufiges Aufhalten in einem Kindergarten oder einer Schule – Lehrer oder Schüler sowie Kindergartenkinder laufen erhöhte Gefahr, an den Windpocken zu erkranken.
  • Mit Kindern in einem Haushalt leben – Wer mit Kindern unter einem Dach wohnt, erhöht ebenso sein Risiko, sich mit den Wasserpocken anzustecken.
  • Drogenmissbrauch – Die aus einem Drogenmissbrauch hervorgehende Schwächung des Immunsystems kann dazu führen, dass der Körper wesentlich anfälliger für Windpocken und andere Krankheit ist.

Symptome & Anzeichen

Das eindeutigste Zeichen für Windpocken sind kleine rote Flecken und / oder Bläschen, die sich nicht nur im Gesicht und am gesamten Körper, sondern auch an und in den Schleimhäuten befinden können.

Je nach Schwere der Infektion kann auch die Anzahl der Pocken variieren. In jedem Fall lösen die Hautveränderungen jedoch einen starken Juckreiz aus, der vor allem bei Kindern schwer zu unterbinden ist.

Zu den weiteren Symptomen zählen außerdem leichtes Fieber und Kopfschmerzen sowie Gliederschmerzen. In der Regel klingen die Beschwerden nach etwa einer Woche wieder ab, besonders bei Erwachsenen ist jedoch darauf zu achten, dass keine Komplikationen, wie eine Lungenentzündung oder eine Meningitis, entstehen.

Symptome in der Übersicht

  • Leichtes bis mittelschweres Fieber
  • Verlust des Appetits
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Bildung der typischen roten Pusteln (Pocken)
  • Starker Juckreiz
  • Nässende Wunden
  • Durchfall (eher selten)
  • Ausschläge

Diagnose & Krankheitsverlauf

Allgemein lässt sich sagen, dass eine Diagnose im Falle von Windpocken nicht sonderlich schwer. Nicht einmal die Tatsache, dass die meisten Erkrankten, nämliche kleine Kinder, selbst oftmals noch überhaupt nicht oder nur sehr beschränkt ausdrücken können, was ihnen eigentlichen fehlt oder nicht. Dies verdankt man dem Umstand, dass die Art und Weise, auf der sich diese Krankheit äußert, sehr distinktiv ist. Die berühmten roten oder rosa Flecken und Pusteln im Gesicht und am Körper des Patienten verraten einem oftmals sofort, welche Krankheit vorliegt. Damit spart der Arzt sich oftmals eine tiefer gehende Untersuchung und spricht die Krankheit sofort korrekt an.

Nichtsdestoweniger ist es natürlich trotzdem möglich und bisweilen sogar notwendig, dass man klinische Tests durchführt, um die genaue Krankheit determinieren zu können. Ist dies der Fall entnimmt man in aller Regel eine Blutprobe und lässt diese in einem Labor untersuchen. Hierbei achten die Laboranten besonders auf etwaige Anzeichen für eine Infektion. Darüber hinaus ist es ebenso möglich, Abstriche anzufertigen. Hierzu entnimmt man eine kleine Hautprobe von einer der Pusteln und lässt dieselbe analysieren. Dies dient in aller Regel dazu genau und exakt feststellen zu können, um welches Gebrechen es sich handelt.

Dennoch sind klinische Tests, wie bereits erwähnt, in aller Regel vollkommen unnötig und überflüssig. Die Blickdiagnose reicht einem erfahrenen Arzt in aller Regel aus. Bisweilen bietet es zudem an, eine Anamnese, also ein Patientengespräch durchzuführen. Da dieses aber aufgrund des Alters der meisten Patienten nur in sehr eingeschränktem Maße möglich ist, müssen an dieser Stelle die Eltern als Substitut herhalten. Insbesondere Fälle von Windpocken im Kreise der Bekannten, Freunde oder der Familie sind dabei von großem Interesse für den behandelnden Arzt. Auch wellenartige Ausbrüche im Kindergarten oder in der Schule können ein klarer Indikator dafür sein, dass es sich unmissverständlich um Windpocken und um sonst keine Krankheit handelt.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Windpocken sind ein globales Phänomen. Es gibt keine Länder oder Volksstämme, denen diese Krankheit unbekannt wäre. Das war allerdings nicht immer so. Besonders frühe europäische Siedler in „neue Welt“ schleppten diese Krankheit, neben weiteren Seuchen und Leiden, in selbige mit ein. Die dort ansässige indianische Bevölkerung hatte jedoch keinerlei natürliche Abwehrstoffe gegen die Windpocken. In Folge dessen erlagen Millionen und aber Millionen von Menschen diesem und anderen Leiden, die von den Europäern mitgebracht wurden. Heutzutage jedoch haben alle Menschen schon von Windpocken gehört und es gibt keine unberührten Volksstämme mehr. Dies stellt dahingehend einen Vorteil dar, dass es auf diese Weise nicht mehr zu ungewollten Massensterben von ganzen Personengruppen kommt.

Tatsächlich sind die weltweit auftretenden Todesfälle, die direkt auf eine Erkrankung mit Windpocken zurückzuführen sind verschwindend gering. Man konnte beispielsweise für das Jahr 2013 insgesamt nicht mehr als 7.000 diesbezügliche Todesfälle ausmachen. Mit direktem Bezug auf die Weltbevölkerung ist das ein Wert von beinahe nicht mehr festzustellender und zu vernachlässigender Nichtigkeit.

Darüber hinaus sind, wie allgemein bekannt, primär Kinder von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Kinder der Altersstufen 4 bis 10 erkranken am häufigsten. Sie stellen jährlich insgesamt etwa 98% aller Windpocken-Opfer. Die restlichen 2% sind erwachsene Personen oder Jugendliche. Das Geschlecht wiederum spielt einer Infektion anscheinend keine signifikante Rolle. Zumindest konnte man diesbezüglich keinerlei Beobachtungen anstellen. Jungen und Mädchen sind also gleich oft Opfer dieser von Viren ausgelösten Erkrankung.

Alles in allem lässt sich zudem beobachten, dass die Zahlen von Ansteckungen weltweit zurückgehen. Dieser Umstand ist wahrscheinlich auf eine häufigere Impfung zurückzuführen. Hierbei muss es sich allerdings nicht zwingend um etwas Gutes handeln. Personen, die während ihrer Kindheit nicht erkranken, sind nicht immun gegen die Krankheit und brauchen Zeit ihres Lebens Impfungen, um gegenüber der Varizellen nicht anfällig zu sein. Hier gilt es die Optionen sorgfältig abzuwägen.

Diagnosedaten

Die aus der Diagnose gewonnenen Daten sind in aller Regel sehr eindeutig. Hierdurch kommt es glücklicherweise nur sehr selten bis nie zu einer fehlerhaften Interpretation der vorliegenden Krankheit. Davon profitieren Arzt und Patient gleichermaßen.

Gerade bedingt durch den Umstand, dass zumeist eine klinischen Tests anzuwenden sind, erübrigt sich die Frage nach den daraus gewonnenen diagnostischen Daten ohnehin vollends. Alles in allem kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Fehldiagnosen bei einer Erkrankung mit Windpocken faktisch ausgeschlossen sind.

Komplikationen bei der Krankheit

Glücklicherweise für die Betroffenen und deren Umfeld, verläuft eine Erkrankung mit Windpocken in aller Regel sehr mild. Die Symptome ähneln einer leichten bis mittelschweren Grippe und sind mittels einfacher Medikamente leicht im Zaum zu halten. Dennoch sollte man den Umstand nicht aus den Augen verlieren, dass diese Krankheit durchaus auch mit dem Tode des Betroffenen enden kann. Dies ist zwar nur äußerst selten der Fall, aber es kann dennoch geschehen. Insbesondere dann, wenn es sich bei den Erkrankten um Risikopatienten handelt. Hierunter fallen vorallem Diabetiker, HIV-Erkrankte, Personen mit schwerwiegenden Autoimmunerkrankungen usw.

Besonders häufig zu beobachtende Komplikationen sind unter anderem:

  • Bakterielle Infektionen der Haut, der Knochen, der Weichteile, der Gelenke und des Blutes (Sepsis)
  • Dehydration (Mangel an Flüssigkeit)
  • Lungenentzündungen oder sehr schwere Grippen
  • Entzündungen der Hirnhaut (Encephalitis)
  • Reye Syndrom (Multiorganentzündung)
  • Toxisches Schocksyndrom, auch TSS genannt (Kreislaufversagen oder Multiorganversagen)

Nichtsdestoweniger handelt es sich bei den gerade genannten potentiellen Komplikationen nur um sehr seltene Phänomene. Die Wahrscheinlichkeit, dass die tatsächlich auftreten tendiert faktisch gegen null. Sie steigt aber signifikant an, wenn man einer der erwähnten Risikogruppen angehört oder wenn man bereits erwachsen ist. Darum sollte man auf jeden Fall sofort einen Mediziner konsultieren, wenn man als erwachsener Mensch an den Windpocken leidet. Jedes Zögern kann in diesem Falle den Verlauf der Krankheit signifikant verschlimmern.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Der Weg zum Arzt sollte auf keinen Fall zu unterlassen sein. Das gilt gleichermaßen für erwachsene Patienten, die selbst darüber entscheiden können und ebenso für Kleinkinder, deren Eltern die Entscheidung darüber zu treffen haben.

Bereits der leiseste Verdacht sollte ausreichen, um sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen oder sein Kind zu einem Arzt zu bringen und es dort untersuchen zu lassen. Vorsicht ist im Falle von Windpocken besser als Nachsicht. Dies gilt natürlich auch für andere Krankheiten.

Wer sich unsicher ist, ob er selbst oder ob der Nachwuchs ggf. an Windpocken leidet, sollte nicht lange versuchen, selbst eine Diagnose auf die Beine zu stellen und direkt einen Mediziner konsultieren. Windpocken können sehr schwerwiegend verlaufen und sind deshalb nicht gut in den Händen von medizinischen Laien aufgehoben.

Behandlung & Therapie

Anhand des Hautausschlags lassen sich Windpocken meistens sehr gut erkennen, teilweise ist für eine Diagnose jedoch auch ein Bluttest nötig. Zusätzlich kann außerdem die Flüssigkeit in den Bläschen auf die Viren getestet werden.

Sind die Windpocken eindeutig diagnostiziert, werden vor allem die Symptome bekämpft. Eingesetzt werden überwiegend fiebersenkende Medikamente und juckreizstillende Antihistaminika.

Um die Vermehrung der Viren zu verhindern kann bei schweren Verläufen auch ein virenhemmendes Medikament eingesetzt werden. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Haut gut gepflegt wird und der Betroffene genügend Ruhe bekommt.

Das Aufkratzen der Bläschen sollte so gut es geht verhindert werden, um das Infektionsrisiko durch Bakterien zu verringern. Vorbeugend kann eine Impfung erfolgen, die vor allem bei älteren oder kranken Menschen zu empfehlen ist.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Vorbeugung ist nur sehr schwer möglich. Sie ist sicherlich nicht unmöglich, aber eben auch nicht sehr einfach zu bewerkstelligen. Darüber hinaus ist die Sinnhaftigkeit einer Prävention gegen Windpocken hochgradig fragwürdig. Wie bereits erwähnt, wird ein Mensch, nachdem er diese Krankheit erfolgreich überstanden hat, gegen das vorliegende Leiden immun. Das ist gut und wünschenswert. Hierdurch erübrigt es sich für das Individuum Zeit seines Lebens auf Impfungen und dergleichen angewiesen sein zu müssen. Die darüber hinaus keinen 100%igen Schutz bieten können.

Damit wäre auch bereits das Hauptmittel, das zur Prävention genutzt wird, erwähnt: Die Impfung. Diese bieten einen gute Schutz. Das ist nicht zu bestreiten. Was jedoch zu bestreiten ist, ist der Umstand der Existenz des hierdurch erreichten Schutzes an sich. Man muss sich klar die Frage stellen, ob man lieber Zeit seines Lebens auf nicht 100% wirksame Impfungen angewiesen sein möchte oder ob man einmal eine Woche Lebenszeit investiert und danach für immer immun ist. Nur weil man etwas machen kann, heißt das nicht immer, dass es die beste Lösung ist. Man sollte daher im Vorhinein genau abwägen, ob es das wert ist oder nicht.

Darüber hinaus raten viele Ärzte von einer solchen Impfung aus eben jenen gerade genannten Gründen ab. Aber letzten Endes bleibt die Entscheidung natürlich dem Individuum überlassen. Es handelt sich lediglich um allgemeine Empfehlungen.

Nichtsdestoweniger ist es bisweilen nötig, dass an Windpocken erkrankte Personen, insofern diese stationär aufzunehmen sind, von anderen Personen ferngehalten werden müssen. Also vollkommene Isolation. Dies liegt primär an der immens hohen Ansteckungsgefahr, die von den Wasserpocken ausgeht. Für Privatpersonen, die beispielsweise ein erkranktes Kind zuhause haben, stellt dieser Umstand jedoch kein nennenswertes Risiko dar. Gesetz dem Fall, dass alle im Haus befindlichen Personen bereits immun sind. Ist dies nicht der Fall sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefahr zu minimieren.

Prognose zur Heilung

Alles in allem ist die Prognose sehr gut. Der überwiegende Teil aller Erkrankungen endet positiv und dazu noch recht schnell. Komplikationen sind ebenso selten wie etwaige Langzeitfolgen oder gar tödliche Verläufe.

Wer sich also rechtzeitige medizinische Hilfe sucht, sollte keinerlei Probleme damit haben, diese Erkrankung gut zu überstehen. Vorallem Kinder sind selten länger als eine Woche betroffen und springen danach wieder fröhlich in der Gegend herum.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Für Kinderkrankheiten oder Krankheiten, die primär bei Kindern vorkommen, gibt es erfahrungsgemäß immer die meisten Hausmitteln. Jeder will schließlich, dass sein Nachwuchs gesund bleibt oder so schnell wie möglich wieder gesund wird. Darum hier einige Tipps und Tricks aus diesem Bereich in der Übersicht:

  • Nicht kratzen!: Der Reiz und die Versuchungen mögen groß sein und es ist beinahe unmöglich, diesen zu widerstehen, dennoch sollte man es tun. Alles andere wäre selbstgefährdent. Besonders Kinder sind dahingehend aber schwer zu kontrollieren. Darum sollte man ihnen weiche Baumwollhandschuhe anziehen und ihre Nägel besonders kurz schneiden.
  • Kalte Bäder: Ein kaltes Bad unter Zugabe von Backpulver und / oder Haferflocken kann dabei helfen, den Juckreiz merklich lindern und die Heilung dazu begünstigen. Man sollte jedoch nicht länger als 15 Minuten einweichen.
  • Gewürzarme Ernährung: Insofern sich Pocken im Inneren des Mundes gebildet haben, sollte man von jedwedem Konsum stark gewürzter Speisen absehen.

Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Es gibt eine ganze Reihe alternativer Heilmethoden, derer man sich bedienen kann. Diese sind aber in der Regel von den oben genannten Hausmitteln kaum bis gar nicht zu unterscheiden. Darum ist es nicht weiter lohnenswert, diese hier zu nennen.


Behandlungen

Eine kurze Übersicht der zur Verfügung stehenden alternativen Heilansätze:

  • Kalte Bäder mit Zusätzen gegen den Juckreiz
  • Handschuhe
  • Cremes und Salben
  • Selbstbeherrschung

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Aloe Vera
  • Birke
  • Brennnessel
  • Linde
  • Salbei
  • Wacholder

Sämtliche erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen und bietet sich im Falle von Windpocken besonders an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Ylan Ylan
  • Eiche
  • Lavendel
  • Eukalyptus
  • Majoran
  • Anis

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle von Windpocken jedoch sollte man lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.


Homöopathie

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Diät & Ernährung

Es liegen zwecks einer Behandlung von Windpocken keinerlei Ernährungstipps vor. Man sollte lediglich darauf achten, möglichst weiche und gewürzarme Nahrung zu reichen, wenn der Mundinnenraum vom Pocken befallen ist. Ansonsten ist alles erlaubt.


Alternative Behandlungen

Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange dauert eine Erkrankung in der Regel?
– Die Krankheit vergeht meist so schnell wie sie kam. Bei einer guten Behandlung hat man häufig nicht länger als eine Woche mit ihr zu kämpfen. In besonders schweren Fällen können es auch schon mal 14 Tage sein. Das ist aber eher selten.

Sind sog. „Windpocken-Partys“ sinnvoll?
– Von einer rein medizinischen Perspektive gesehen her, lautet die Antwort: Ja. Es ist besser sein Kind gezielt mit der Krankheit anzustecken, um somit in der Lage zu sein, sie überwachen und planen zu können. Ein solches Vorgehen bietet gegenüber einer spontanen und ungeplanten Ansteckung keinerlei Nachteile. Darum ist es durchaus eine Überlegung wert, sein Kind auf eine „Windpocken-Party“ zu schicken. Immunität ist auf jeden Fall angenehmer und leichter zu unterhalten, als auf Impfungen angewiesen zu sein.

Verursacht eine Windpocken-Erkrankung bei erwachsenen Männern wirklich eine Impotenz?
– Dieses Gerücht hält sich sehr hartnäckig und ist tatsächlich auch mehr oder weniger wahr. Sicherlich muss es nicht zwingend zu einer Impotenz kommen, diese ist aber, neben noch weiteren Symptomen nicht auszuschließen. Überhaupt verläuft eine Varizellen-Erkrankung bei Erwachsenen wesentlich stärker und schlimmer als bei Kindern.

Bilder

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (81 Stimmen, Durchschnitt: 4,88 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise