Scharlach

ScharlachScharlach ist eine ansteckende bakterielle Infektionskrankheit.

Er tritt typischerweise bei Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren häufig auf. Dennoch ist er auch bei Erwachsenen anzutreffen. Säuglinge bis zu sechs Monaten besitzen normalerweise Immunität gegen den Erreger. Man kann im Leben mehrmals an Scharlach erkranken. Besonders in den Monaten zwischen Oktober und März werden die meisten Fälle registriert. Die Verbreitung der Krankheit ging in den letzten Jahren zurück.

Die bakterielle Infektionskrankheit Scharlach gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten. Die Scharlach-Bakterien sind weltweit verbreitet. Sie verursachen in den meisten Fällen einen juckenden Hautausschlag und eine Halsentzündung. Die ansteckende Krankheit wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Eine ärztliche Abklärung ist in jedem Fall ratsam.

Was ist Scharlach?

Die Kinderkrankheit Scharlach (Scarlatina) ist eine Infektionskrankheit, die früher stark verbreitet war. Heute kommt die Krankheit, die hauptsächlich Kinder betrifft, nicht mehr so häufig vor. Entgegen der typischen Regel, kann Scharlach mehr als einmal auftreten und das typische Krankheitsbild, mit den juckenden Hautveränderungen erzeugen. Am häufigsten trifft die Krankheit vier bis sechsjährige Kinder. Scharlach hat ihre Hauptsaison zwischen Oktober und März. Circa 50000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Scharlach.

Scharlach tritt vor allem bei kleinen Kindern bis zum 7. Lebensjahr auf und zählt unter den Kinderkrankheiten zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen.

Vor allem in der kalten Jahreszeit treten Scharlach-Infektionen gehäuft auf. Gesunde Menschen können den Erreger unbemerkt in sich tragen und Infektionsquelle sein.

Ursachen der Krankheit

Scharlach wird von der Bakterienart der Streptokokken (Streptococcus pyogenes) verursacht. Es handelt sich bei ihnen um β-hämolysierende Streptokokken der Lancefield-Gruppe A. Diese Bakterien besiedeln den Mund– und Rachenraum von Menschen. Vor allem in den Wintermonaten besitzen viele Menschen eine hohe Konzentration von Streptokokken im Mundraum.

Streptokokken sind für die Krankheit verantwortlich. Die Ansteckung mit Streptokokken der Lancefield-Gruppe Aerfolgt entweder über offene Wunden (Wundscharlach), durch welche die Bakterien in den Kreislauf geraten oder durch die Tröpfchen- und Kontaktinfektion, die über den Mund und Rachen erfolgt. Oftmals wird der hoch ansteckende Keim unbemerkt getragen, bevor es zum Ausbruch der Krankheit kommt. So kann der Erreger sich schnell, unbemerkt ausbreiten. Durch spezielle Viren in den Bakterien, wird das Scharlach-Toxin erst gebildet und sorgt anschließend für die typischen Symptome, wie zum Beispiel den stark juckenden Ausschlag und die, im Anfangsstadium weiß, belegte Zunge. Sind die Bakterien nicht mit diesen speziellen Viren versetzt, kommt es lediglich zu einer Mandelentzündung.

Für Scharlach müssen die Bakterien jedoch einen Bakteriophagen (Virus) mit dem Scharlach-Toxin in sich tragen. Ohne diesen können sie höchstens Mandelentzündungen oder einen Hautausschlag (Wundrose) hervorrufen. Für Scharlach charakteristische Symptome treten in solchen Fällen nicht auf.

Scharlach birgt eine sehr hohe Ansteckungsgefahr. Neben der Übertragung durch direkten Kontakt kann sie auch durch Tröpfcheninfektion weitergegeben werden, beispielsweise durch Husten oder Niesen. Der bakterielle Erreger gelangt auch über Wunden von Wirt zu Wirt (Wundscharlach).

In selteneren Fällen kann er über kontaminierte Nahrungsmittel, Wasser oder anderen Gegenständen übertragen werden (Schmierinfektion). Besonders in Kindergärten und Schulen wird die Infektion unter Kindern sehr rasch verbreitet.

Bei Scharlach, auch Scarlatina, handelt es sich um eine Infektion mit Bakterien, genauer den A-Streptokokken „streptococcus pyogenes“. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch Tröpfchen-und Kontaktinfektion über Mund und Rachen (Sprechen, Husten, Niesen, Küssen).

Eine Übertragung des Erregers kann beim sog. „Wundscharlach“ außerdem über offene Wunden erfolgen. Die Symptome werden von einem Toxin verursacht, welches die Bakterien bilden und gegen welches man nach einer durchgestandenen Scharlach-Erkrankung immun ist, nicht jedoch gegen den Erreger, weshalb man mehrfach an Scharlach erkranken kann.

Symptome & Anzeichen einer Scharlach Erkrankung

Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt in der Regel zwei bis vier Tage. Danach kommt es zum Ausbruch der Krankheit. Hohes Fieber, Schüttelfrost und Halsschmerzen sind typische Symptome. Bauch– und Kopfschmerzen mit Erbrechen können ebenso auftreten wie starke GliederschmerzenHusten oder Herzrasen. Diese Anzeichnen bezeugen aber nicht eindeutig eine Scharlach-Erkrankung. Auch andere Krankheiten beginnen mit diesem Krankheitsbild und können ähnliche Symptome verursachen.

Die typischen Symptome bringen Gewissheit
Erst die typischen Scharlach-Symptome, wie die Himbeer- oder Erdbeerzunge und der Ausschlag auf der Haut und an den Schleimhäuten, sorgen für eindeutige Gewissheit. Auch eine Entzündung der Mandeln ist ganz typisch für den Krankheitsverlauf bei (Scharlach-Angina) und ist sehr häufig zu beobachten. Aber nicht bei allen Menschen ist Scharlach so leicht zu erkennen. Gerade bei älteren Betroffenen sind oftmals nicht alle Symptome der Krankheit ausgebildet. Daher wird bei Erwachsenen die Krankheit nicht selten übersehen. Fehldiagnosen sind die Folge.

Plötzlich ansteigendes Fieber bis 41 Grad Celsius 2 bis 3 Tage nach der Ansteckung; Kopfschmerzen, starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, evtl. Erbrechen; nach 2 bis 3 Tagen erneut Fieberanstieg und typischer Ausschlag mit vielen roten, rauen, dicht nebeneinanderliegenden, stecknadelspitzengroßen Flecken, die beim Draufdrücken verblassen.

Dieser Ausschlag beginnt im Brustbereich und in der Leistengegend und breitet sich über den Körper aus. Erscheint der Ausschlag auch im Gesicht, bleibt das Mund-Kinn-Dreieck frei, der sogenannte „Milchbart“. Nach ein bis zwei Wochen kann sich an Händen und Füßen die Haut schuppen oder sogar in Fetzen ablösen.

Ein weiteres spezifisches Symptom ist die Himbeerzunge. Die Zunge sowie der Rachen sind zunächst mit einer weißen Schicht bedeckt (Enanthem). Nachdem die Schicht nach drei bis vier Tagen verschwindet, erscheint die Zunge darunter rot. Außerdem kommen oft Mandelentzündungen und die Schwellung der Lymphknoten dazu. Dabei werden die Mandeln größer und sind mit Eiter belegt.

Bei Scharlach beträgt die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome der Krankheit, etwa zwei bis vier Tage.

Zu den Krankheitssymptomen gehören plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Husten und gelegentlich Übelkeit und Erbrechen. Weiterhin sind Kopf-, Hals-, Bauch– und Gliederschmerzen häufig zu beklagen. Aufgrund der Infektion im Rachenbereich treten Schluckbeschwerden auf.

Auf der Haut erkennt man einen für Scharlach typischen rötlichen Ausschlag (Exanthem). Die Flecken sind dabei stecknadelkopfgroß und punktförmig nebeneinander angeordnet. Sie können fast überall am Körper auftreten, besonders in der Achsel- und Leistengegend. Charakteristisch ist, dass die Region zwischen Mund und Kinn davon nicht betroffen ist (periorale Blässe). Nach Abklingen der Krankheit schuppt sich die Haut an den Stellen des Ausschlags. Die Schuppung der Haut kann sich bis weit nach Abklingen der Krankheit ziehen und zwei bis vier Wochen andauern.

Scharlach kann manchmal auch mit sehr schwachen bis kaum Anzeichen ablaufen und wird dann teilweise mit einer leichten Mandelentzündung verwechselt.
Da Scharlach ansteckend ist und ohne Behandlung schwerwiegende Komplikationen auftreten können, sollte bei Anzeichen der Krankheit sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Wichtig ist, dass die Krankheit schnellstmöglich erkannt und auch behandelt wird. Die Therapie sollte sofort erfolgen, um Folgeschäden zu vermeiden. Der Verlauf der Krankheit kann leicht oder schwer sein. Nach ein bis vier Tagen entsteht der charakteristische Ausschlag auf der Haut – Leicht aufliegende, intensiv rot gefärbte Flecken, zeigen sich bevorzugt in den Achselhöhlen und den Leisten des betroffenen Patienten. Allerdings kann auch der gesamte Körper betroffen sein, von den stecknadelkopfgroßen, roten und juckenden Flecken. Oftmals bleiben in Folge einer Erkramkung unschöne Narben zurück, die durch das Aufkratzen der juckenden Ekzeme entstanden sind. Nur das Mund-Kinn-Dreieck bleibt immer frei vom Ausschlag. Diese periorale Blässe ist unter dem Namen Milchbart bekannt. Zwei Wochen nach Krankheitsbeginn kann es zu einer Schuppung der Haut an Händen und Füßen kommen. Die Finger und Zehen können davon ebenso betroffen sein wie die Handflächen und Fußsohlen. Manchmal kann dadurch eine Diagnose noch im Nachhinein gestellt werden.
Scharlach kann allein mittels Rachenabstrich und Harnuntersuchung vom Arzt gesichert diagnostiziert werden, allerdings sind der typische Ausschlag und eine „Erdbeer- bzw. Himbeerzunge“ wichtige Indizien für Scharlach.

Die typischen Symptome für Scharlach lassen eine erste vorsichtige Diagnose zu. Aus heiterem Himmel auftretendes hohes Fieber und Halsschmerzen sind die ersten Vorboten für die Krankheit. Der Arzt tastet die Mandeln ab und schaut im Rachenbereich nach eventuellen roten Stellen, die auf Infektionen deuten. Auch an den Lymphknoten wird nach typischen Vergrößerungen gesucht. Klare Anzeichen wie der Hautausschlag oder die Himbeerzunge können die Diagnose bekräftigen.

Andere Viruserkrankungen zeigen sehr ähnliche Symptome. Um sicherzugehen, dass es sich um Scharlach handelt, werden daher Abstriche aus dem Mund oder der Zunge entnommen und auf Streptokokken getestet. Der Test kann schnell erfolgen. Zur gründlichen Untersuchung kann die Probe auch in ein Labor geschickt werden. Zudem können Blutuntersuchungen Aufschluss über die Infektion geben.

Wenn Scharlach nicht behandelt wird, kann dies zu komplizierten Folgekrankheiten führen. Organe können durch die sich ausbreitenden Bakterien vergiftet werden. Übelkeit und Durchfall treten dadurch verstärkt auf. Die Gefahr von Kreislaufproblemen oder einer Herzmuskelentzündung nimmt zu. Der Erreger kann weiterhin eine Blutvergiftung (Sepsis) verursachen. Beispielsweise erhöht dies das Risiko von Hirnhautentzündungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs.

Zu weiteren möglichen Spätfolgen von Scharlach gehören rheumatische Fieber, welche als Autoimmunreaktionen erscheinen, Nierenentzündungen und Herzklappenfehler. Dunkler und schäumender Urin und Wassereinlagerungen in den Gelenken können entstehen. Daher veranlasst der Arzt einige Wochen nach Abklingen der Symptome meist eine Urinprobe, um Entzündungen im Nierenbereich oder anderweitige Erkrankungen ausschließen zu können.

Falls Schwangere an Scharlach erkranken, hat dies keine Folgen für das ungeborene Kind. Dies ist beispielsweise bei anderen Kinderkrankheiten wie Röteln nicht der Fall.

Leichter und Schwerer Krankheitsverlauf

Beim schweren Verlauf der Kinderkrankheit Scharlach treten für gewöhnlich alle genannten Symptome auf. Hohes Fieber, starke Schmerzen und eindeutige Ausschläge lassen eine schnelle und sichere Diagnose zu. Bei einem leichten Verlauf der Krankheit sieht das anders aus. Manchmal ist der einzige Hinweis auf eine Scharlach-Erkrankung eine Mandelentzündung oder eine Rachenentzündung. Der Ausschlag, die erst weißlich, dann rot gefärbte Zunge und das hohe Fieber sind keine zwingend auftretenden Begleiterscheinungen. Die Diagnose gestaltet sich in diesem Fall schwierig.

Behandlung & Therapie von Scharlach

Zwingend erforderlich bei einer Scharlach-Erkrankung ist das Aufsuchen eines Arztes. Eine Nichtbehandlung der Krankheit kann immense Schädigungen verursachen und zudem Folgeschäden nach sich ziehen. Im der Regel wird Scharlach mit Antibiotika (Penicillin) behandelt. Diese Therapie sollte über einen Zeitraum von zehn Tagen erfolgen, um das Risiko von Komplikationen, und auch die Ansteckungsgefahr, zu minimieren. Bei Patienten mit einer Penicillin-Allergie kommt ein Makrolidantibiotikum zum Einsatz. Neben der Behandlung der eigentlichen Erkrankung, sollten ebenfalls die Symptome bekämpft werden. Fiebersenkende Mittel, Medikamente, die zum Abbau des Schleims beitragen und Schmerzmittel sind die gängigsten zusätzlichen Medikamente bei einer Erkrankung an Scharlach. Außerdem sollte der betroffene Patient eine strenge Bettruhe einhalten. Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, sollte die Bettruhe in relativer Isolation erfolgen. Viel Trinken und das regelmäßige Abhusten des Schleims sind ebenfalls wichtige Faktoren für eine schnelle Genesung.

Mögliche Folgeschäden
Wird Scharlach nicht oder erst sehr spät mit einem geeigneten Antibiotika behandelt, können ernste Folgeschäden auftreten. Beispiele der möglichen Erkrankungen:

  • Rheumatisches Fieber
  • Herzentzündung (in Verbindung mit dem rheumatischen Fieber)
  • Chorea minor (Veränderung bestimmter Nervenstrukturen im Gehirn)
  • Akute Glomerulonephritis (Entzündung der Nieren)

Spätfolgen können Tage und Jahre nach der Krankheit auftreten.

Zeit der Ansteckung
Während der Patient den Erreger in sich trägt, ist Scharlach hochgradig ansteckend. Die ansteckende Phase beginnt zwei bis vier Tage vor dem Erscheinen erster Symptome. Die Ansteckungsgefahr bleibt für die gesamte Zeit der Erkrankung erhalten. Erst mit dem deutlichen Abklingen der Symptome schwindet auch die Gefahr einer Ansteckung. Dies kann bis zu zwei Wochen dauern. Bei einer Behandlung mit Antibiotika sollte die Gefahr einer Ansteckung nach 24 Stunden aufgehoben sein. Eine Garantie gibt es hier aber nicht.

Die Bakterieninfektion Scharlach wird durch den Einsatz von Antibiotika behandelt, nach 5 Tagen ist ein scharlachkrankes Kind z.B. nicht mehr ansteckend. Meist wird über eine Zeit von etwa 10 bis 14 Tagen Penicillin verabreicht. Bei frühzeitiger Behandlung schwächen die Symptome innerhalb von wenigen Tagen wieder ab. Auch bei einer Besserung des Zustands sollte der Patient die vom Arzt verordnete Zeit das Antibiotikum einnehmen. Dadurch können eventuelle Rückfälle bezüglich der Krankheit vermieden und die Infektion nachhaltig beseitigt werden.

Bei Allergien gegen Penicillin können alternativ andere antibiotische Medikamente wie Erythromycin, Clarithromycin oder Cephalosporin eingesetzt werden.

Auftretende Schmerzen werden mit gängigen schmerzlindernden Mitteln behandelt. Zur Behandlung der auftretenden Symptome gehören fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente. Dabei kommt der Einsatz von Ibuprofen und Paracetamol in Frage.

Weiterhin sind Selbsthilfe-Maßnahmen zur Symptomlinderung bei Halsschmerzen, Kopfschmerzen und hohem Fieber anzuwenden: Eispackungen, Gurgeln und schmerzlindernde Lutschpräparate für den Hals, viel Trinken, Bettruhe, Wadenwickel zur Senkung des Fiebers.

In den ersten Tagen sollte strenge Bettruhe eingehalten werden. Für ausreichende Wasseraufnahme muss gesorgt werden, damit sich der Schleim in der Lunge löst. Gegen den Husten, der oft nachts auftritt, hilft eine kühle und feuchte Zimmerluft. Wegen Ansteckungsgefahr ist der Kontakt mit Mitmenschen zu vermeiden, auch in den ersten 24 Stunden nach der Antibiotika-Einnahme. Ab dem zweiten Tag nach Antibiotika-Behandlung ist die Ansteckungsgefahr nicht mehr vorhanden.

Ohne Behandlung ist über Wochen eine Übertragung des Erregers möglich.

Vorbeugung

Scharlach kann im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten mehrmals auftreten. Leider gibt es keine ausreichenden Vorbeugungsmaßnahmen gegen Scharlach. Eine Impfung ist bisher trotz wissenschaftlichen Forschungen in diesem Bereich nicht vorhanden. Der Grund ist, dass immer unterschiedliche Untergruppen des Toxins auftreten können und eine Impfung in solchen Fällen wirkungslos bleibt.

Daher empfehlen sich nur allgemeine Schutzvorkehrungen. Es ist hilfreich den Kontakt mit infizierten Menschen zu vermeiden. Falls die Betroffenen innerhalb der Familie sind, sollten die Hände mehrmals am Tag mit Seife gewaschen und desinfiziert werden. Erst 24 Stunden nach Einnahme von Antibiotika besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Die Medikamente sollten für die vorgeschriebene Zeit eingenommen werden und die Behandlung nicht vorher abgebrochen oder unterbrochen werden.

Eine Impfung, die vor Scharlach schützt, gibt es nicht. Scharlach vorzubeugen ist daher nicht wirklich möglich. Allgemeine Schutzmaßnahmen können allerdings helfen das Risiko einer Erkrankung gering zu halten.

So gilt beim Umgang mit Scharlach-Patienten:

  • In den ersten 24 Stunden nach Beginn einer Behandlung mit Antibiotika sollte körperliche Nähe und Kontakt vermieden werden.
  • Gründliches Händewaschen mehrmals täglich mit Wasser und Seife
  • Manchmal ist eine vorbeugende Antibiotika-Behandlung empfehlenswert

Hausmittel Alternative Heilmittel & Homöopathie bei Scharlach:

Hausmittel und Homöopathie können unterstützend wirken, die ärztliche Behandlung aber keinesfalls ersetzen. Gurgeln mit Salzwasser oder Salbei-Tee hilft gegen den Hustenreiz bei Scharlach. Auch Honig kann hier Abhilfe schaffen. Seine Konsistenz verringert die Trockenheit im Hals.

Gegen den juckenden Ausschlag und das Fieber helfen kalte Wadenwickel. Besonders in Quark getränkt, lindern sie den Juckreiz und wirken beruhigend auf der Haut. Ein Quarkwickel kann auch zur Linderung von Halsschmerzen eingesetzt werden. Der Quark kühlt und beruhigt den gereizten Hals und wirkt gleichzeitig der Entzündung entgegen. Viel Trinken ist sehr wichtig. Verdünnter Himbeeressig, mit Honig gesüßt, wird oft empfohlen.

In der Naturheilkunde gibt es verschiedene Mittel, die bei Scharlach zum Einsatz kommen können. Da die Mittel für verschieden starke Ausprägungen der Krankheit entwickelt wurden, ist es ratsam, das passende Mittel von einem, mit Homöopathie erfahrenen, Arzt auswählen zu lassen.

Folgende Mittel kommen häufig zum Einsatz:

  • Belladonna
  • Ipecacuanha
  • Stromonium
  • Apis millifera
  • Phytolacca americana

Vitaminreiche Ernährung

Neben der ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ist auch die richtige Ernährung wichtig. Um das Schlucken angenehmer zu machen sind warme und weiche Speisen empfehlenswert. Diese sollten allerdings den Darm schonen. Tabu sind in jedem Fall Milchprodukte und stark gewürzte Speisen. Ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sollten aufgenommen werden, um die Abwehrkräfte zu stärken. Zerdrückte Bananen oder klein geriebene Äpfel sind hier die richtige Wahl.

Impfung

Gegen Scharlach gibt es keine Impfung, eine Mehrfacherkrankung ist möglich. Scharlachkranke Kinder sollten bis zum Ende der Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben.

Fazit
Eine vorbeugende Schutzimpfung gegen Scharlach gibt es nicht. Zudem ist es möglich mehrfach an Scharlach zu erkranken. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika und kann von Hausmitteln oder homöopathischen Mitteln begleitend unterstützt werden. Ansteckend ist Scharlach bereits zwei bis vier Tage vor den ersten Symptomen. Bei einer Behandlung mit Antibiotika, sollte diese Gefahr nach 24 Stunden gebannt sein. Gerne können Sie sich auf unserer Themenseite Scharlach.de zu ausführlichen Informationen umschauen

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