Litschi

Die Litschi wird seit mehr als 4.000 Jahren angebaut und hat ihren Ursprung in China. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Litschibaum auch außerhalb des südchinesischen Raumes angebaut. Sie bietet nicht nur einen einzigartigen Geschmack, sondern auch einige gesundheitliche Vorteile. In unserem Ratgeber Gehen wir auf verschiedene Aspekte im Bezug auf die Litschi ein. Unter anderem behandeln wir Unverträglichkeiten und Allergien und geben im Anschluss interessante Zubereitungstipps.

Das sollten Sie über die Litschi wissen

 

Der Litschibaum

Seit über 4.000 Jahren werden die leckeren Litschis in ihrer Heimat Südchina sehr geschätzt. Inzwischen können Litschibäume auch in anderen Ländern im subtropischen Klimabereich aufgefunden werden. Hierzu gehören beispielsweise Taiwan, Indien, Südafrika, Kenia, Mexiko, Australien und Magaskar. Demzufolge benötigt der Baum aus der Gattung der Seifenbaumgewächse ein suptropisches Klima, um erfolgreich gedeihen zu können.

  • Taiwan
  • Südchina
  • Südafrika
  • Madagaskar
  • Kenia
  • Mexiko
  • Australien
  • Indien

Neben langen Sommern, die sehr heiß und feucht sind und kurzen Wintertagen, die zudem frostfrei sind, handelt es sich um einen immergrünen Baum, der bis zu acht Meter hoch werden kann. Auch an Herbsttagen verliert der Litschibaum seine Blätter nicht.

Die Litschifrucht

Die Litschi wird in Deutschland eher seltener verkauft, dennoch kennen sie viele und lieben sie. Es handelt sich um eine rötliche Frucht mit einer Schale, welche dem Panzer einer Schildkröte ähnelt. An sich ist diese ziemlich weich und dünn. Wird die Frucht jedoch zu zeitig geerntet oder länger eingelagert, so kann die Schale fest und hart werden.

Im Inneren der Frucht befindet sich ein Kern, welcher vor dem Verzehr entfernt werden muss, da er nicht essbar ist. Schält man die Frucht, so zeigt sich das weiße Fruchtfleisch der Litschi. Geschmacklich ist sie süß-säuerlich und verfügt über einen angenehm leicht bitteren Nachgeschmack. Die Note lässt leicht an Muskat Erinnern.

Wann kann die Litschi erworben werden?

Die Litschi wird zwar nicht in jedem Geschäft und zu jeder Zeit erworben, dennoch sind dank der guten Transportwege aus den Subtropen frische Früchte dieser Art ganzjährig erhältlich.

Bedeutung für die Gesundheit

 

  • Unterstützung eines gesunden Energiestoffwechsels
  • Stärkung des Immunsystems
  • Begünstigung der Stoffwechselfunktionen
  • Sicherstellung von Nerven-, Knochen– sowie Muskeltätigkeit
  • Vermindert Heißhungerattacken während Diäten
  • Leicht verdaulich
  • Reinigt das Blut

Litschi ist dank der gesunden Inhaltsstoffe ein guter Snack für zwischendurch. Durch den hohen Phosphorgehalt der Frucht wird ein gesunder Energiestoffwechsel ideal unterstützt. Dieser Stoff kann lediglich von außen, also über die Nahrung, zugeführt werden. Somit ist es wichtig, ausreichend Phosphor aufzunehmen.

Weiterhin kann die Litschi mit einem hohen Gehalt an Vitamin C prahlen. Durch dieses Vitamin wird das Immunsystem ideal gestärkt. Dies wirkt sich sehr gut auf die Vorbeugung von Infekten aus. Auch der Schutz vor freien Radikalen und die Herstellung von Kollagen geht auf das Konto des C Vitamins. Stoffwechselfunktionen können durch die enthaltenen B-Vitamine begünstigt werden.

Aber auch Magnesium sowie Kalziem gehören zu den Inhaltsstoffen der Litschi. Durch diese Stoffe kann die Muskel-, Nerven– sowie Knochentätigkeit sichergestellt werden.

Wissenswert: Die Litschi kann Diäten unterstützen, indem die die Heißhungerattacken verringert.

Möchte man etwas Süßes essen, jedoch keine Schokolade zu sich nehmen, so kann die Litschi ebenfalls begeistern. Sie bietet einen süßlichen Geschmack und ist somit eine sehr gesunde Alternative zu Schokolade und Co.. Sie wirkt sehr erfrischend und zudem leicht verdaulich. Zu ihren weiteren Aufgaben gehört die Reinigung des Blutes, wodurch sie ebenfalls gut für Magen und Darm ist.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Bei der Litschi handelt es sich um eine süße Vitaminbombe. Sie weist reichlich Kohlenhydrate auf und deckt bereits mit 135 Gramm der leckeren Frucht den gesamten Tagesbedarf an Vitamin C eines erwachsenen Menschens ab. Weiterhin findet man das Provitamin A, reichlich an Vitamin B1 sowie b2 und wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor.

Weiterhin besteht die Frucht aus ungefähr 80 Prozent Wasser. Fruchtzucker findet man mehr als 15 Prozent. Weiterhin weisen 100 Gramm Litschi in etwa 65 Kalorien auf.

  • Vitamin C
  • Provitamin A
  • Vitamin b1 und b2
  • Kalzium
  • Kalium
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Über 15 Prozent Fruchtzucker
  • Circa 80 Prozent Wassernanteil
  • 65 Kalorien auf 100 Gramm

Unverträglichkeiten & Allergien

Neben sämtlichen Vitaminen und Nährstoffen weist die Litschi maximal 10 Milligramm Sulfitsalze und Schwefeldioxid auf einen Kilogramm der Frucht gerechnet. Die meisten Menschen können diesen geringen Anteil sehr gut vertragen. Das liegt daran, dass körpereigene Enzyme eine schnelle Oxidation ermöglichen, um ein unbedenklichen Sulfat herzustellen.

Es gibt jedoch einige Menschen, die bei dem Verzehr der Frucht Unverträglichkeiten aufweisen können. Hierzu gehören Reaktionen wie asthmatische Anfälle. Vor allem Asthmapatienten sind davon betroffen.

Weiterhin weist die Litschi einen recht hohen Fruchtzuckergehalt auf. Legt man also auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung wert oder leidet gar unter Fructoseintoleranz, so sollte man lieber auf den Verzehr der Litschi verzichten. Landet die Litschi doch auf dem Teller, so kann sie bei Menschen mit einer Fructoseintoleranz für MagenDarm-Beschwerden sorgen. Hierzu gehören beispielsweise Blähungen und Durchfall.

Einkaufs- & Küchentipps

 

Der Einkauf von Litschis

Bei dem Kauf der Litschi kann man zwischen der frischen und der in einer Dose eingelegten Variante wählen. Wer sich lediglich für die eingelegte Schwester der frischen Litschi entscheidet, verpasst geschmacklich etwas. Zudem enthält sie deutlich mehr Vitamine als die in Sirup verpackte Variante.

Wissenswert: Die Litschi wird in abgepackter Form oder auch oftmals nach Gewicht verkauft.

Es empfiehlt sich, mehrere Exemplare der Frucht zu erwerben, da eine einzelne sehr klein ist. Werden die Früchte unreif geerntet, so wird zwar eine längere Haltbarkeit garantiert, jedoch verfügen diese Produkte über ein deutlich schlechteres Aroma. Es empfiehlt sich, die Litschi vor dem Kauf zu probieren.

Achtung: Dieser Aspekt ist lediglich möglich, wenn die Früchte lose angeboten werden!

Die Litschi sollte also im vollreifen Zustand geerntet werden, da eine Nachreifung der Frucht nicht möglich ist. Demnach sollte unreife Früchte nicht erworben werden. Diese erkennt man an ihrer tiefen rosa-farbenen Schale. Reife Litschis weisen eine rotbraune Schale auf, welche zudem recht spröde erscheint und leicht gebrochen werden kann.

Wichtig: Die Schale einer Litschi ist recht dünn. Aus diesem Grund kann das Fruchtfleisch recht schnell austrocken!

Die Aufbewahrung von Litschis

Die Lagerung von Litschis sollte bei mindestens 10 Grad Celsius erfolgen. Optimaler ist die Zimmertemperatur für die Aufbewahrung der saftigen Früchte. Weiterhin ist es sinnvoll, Litschis nicht länger als eine Woche liegen zu lassen, da durch die dünne Schale eine schnelle Austrockung des Fruchtfleisches garantiert wird.

Neben dem raschen Verzehr und der recht warmen Aufbewahrung ist es auch möglich, die Früchte einzufrieren. Hierfür entfernt man im Vorfeld die Schale und gegebenenfalls auch den Kern der Litschi. Im Anschluss nutzt man einen Gefrierbehälter oder einen Gefrierbeutel und gibt die Früchte hinein. Nun können sie im Gefrierschrank platziert werden.

Das Schälen der Früchte

Das Entfernen der Schale erweist sich als recht mühevoll. Sobald man jedoch etwas Übung darin hat, wird es deutlich einfacher. Man ritzt die dünne weiche Schale der Frucht mit einem spitzen Messer etwas an. Im Anschluss wird die Frucht herausgedrückt. Ist die Schale zu fest geworden, so kann sie auch einfach abgepellt werden. Diesen Vorgang kann man mit dem Schälen von gekochten Eiern vergleichen.

Nachdem die Schale mühevoll oder auch weniger mühevoll entfernt wurde, wird der Kern mit den Fingern entnommen. Im Anschluss ist die Litschi zum Verzehr fertig. Handelt es sich um ein frisches Produkt, so begeistert sie mit einem weißen milchigen Aussehen. Zudem duftet es nach Rosen und weist einen herrlich süßen Geschmack auf.

Zubereitungstipps

Die meisten Menschen genießen die Litschi am liebsten im rohen Zustand. Hierzu eignet sich beispielsweise ein Obstsalat oder auch ein feines Dessert wie Mandelgelee mit Rosenblättern. Zudem nimmt man in den meisten Fällen gleich den gesamten Tagesbedarf an Vitamin C zu sich.

Da die Litschi ein süß-saures Aroma aufweisen kann, passt sie frisch oder auch gegart zu etlichen Gerichten. Hierdurch wird den Menüs eine interessante Note verliehen.

Tipp: Neben der geschmacklich interessanten und frischen Note ist die Litschi ein wahrer Vitamin- und Nährstofflieferant.

Die Litschi vereint sich ideal mit tropischen und asiatischen Fisch-, Fleisch– sowie Reisgerichten. Zudem bietet der Geschmack der Litschi eine willkommene Abwechslung.

Lange Kochzeiten sind nicht von Nöten. Das liegt daran, dass die Frucht bereits im rohen Zustand eine recht weiche Konsistenz aufweisen kann. Weiterhin kann die Litschi als ideales Dekomaterial für Cocktails und Platten überzeugen. Auch Eisbecher und Salate zehren oft von der beliebten Frucht.

Handelt es sich um einen gut sortierten Laden, so kann bereits Litschi-Honig gefunden werden. Hierbei handelt es sich um eine sehr schmackhafte Delikatesse aus den USA. Aber mit Sicherheit ist es auch möglich, zu Hause selbst Litschi-Honig zu kreieren, falls die Läden in der Umgebung keines dieser Produkte bereithält.

  • Asiatische sowie tropische Reis-, Fisch- sowie Fleischgerichte
  • Salate
  • Cocktails
  • Eisbecher
  • Litschi-Honig
  • Dekoration sämtlicher Platten und Fruchtgetränke
  • Viele interessante Desserts
  • Oder einfach pur

Häufige Fragen & Antworten

 

Können Menschen mit Unverträglichkeiten auf eine Alternative der Frucht zugreifen?

Leider gibt es keine Alternative für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten. Handelt es sich um jemanden, der an Fructoseintoleranz leidet, sollte den Fruchtzucker vermeiden. Somit hat er im Großen und Ganzen immer Probleme mit Früchten und muss nach Alternativen suchen. Wird hingegen das körpereigene Enzym nicht ausreichend hergestellt, welches für die rasche Oxidation bestimmter Inhaltsstoffe verantwortlich ist. Somit können geringe Inhaltsstoffe bereits für Unverträglichkeiten sorgen, die jedoch nicht entfernt werden können. Somit sollte gänzlich auf die Frucht verzichtet werden.

Können Litschibäume auch in Deutschland wachsen?

Litschis aus ökologischem Anbau in Deutschland klingt wahrscheinlich für viele verlockend. Jedoch benötigt der Litschibaum ein sehr heißes und nasses Klima sowie kurze frostfreie Winter. Aus diesem Grund können sie lediglich in suptropischen Klimazonen gedeihen. Somit ist es für Deutschland nur möglich, per Import an die köstliche Frucht zu gelangen.

Unser Fazit

Litschis sind sehr beliebt und zählen eher zu den edleren Früchten. Sie sind wahre Vitaminlieferanten, überzeugen jedoch auch mit einem hohen Fruchtzuckergehalt, wodurch sie nicht unbedingt für eine Diät geeignet sind. Andererseits ermöglichen sie es, Heißhungerattacken während einer Diät zu mindern.

Die Lagerung sollte bei mindestens 10 Grad erfolgen. Weiterhin darf die Frucht nicht länger als 10 Tage aufgehoben werden, da sie ansonsten dank ihrer dünnen Schale rasch austrocknen könnte. Alternativ kann sie jedoch eingefroren werden. Hierfür schält man die Frucht und entfernt den Kern im Vorfeld.

Die Anwendungsgebiete der Litschi sind vielseitig, jedoch ist sie auch pur ein wahrer Genuss. Erwirbt man eine frische saftige Frucht, so können jegliche Gerichte ideal verfeinert oder auch schmackhaft dekoriert werden. Guten Appetit!

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