Magnesium

Magnesium mg mineralstoffe

Magnesium wird im Periodensystem mit dem Kürzel Mg bezeichnet und gehört zu den Erdalkalimetallen.

ALS Mineralstoff spielt es jedoch auch im menschlichen Körper eine wichtige Rolle, z. B. bei der Knochenbildung und der Muskelarbeit.

Kommt es zu einem Mangel oder einer Überdosierung sind wichtige Funktionen beeinträchtigt.

In unserem Mineralstoffe Ratgeber stellen wir Ihnen nun das Mineralstoff Magnesium vor.

Was ist Magnesium

Magnesium trägt im Periodensystem die Ordnungszahl 12 und gehört so zu den Erdalkalimetallen. Es ist ein Kation, also ein positiv geladenes Teilchen (Mg2+). Im menschlichen Körper kommt es als Mineralstoff vor und wrird durch die Nahrung aufgenommen. In seltenen Fällen der Mangelerscheinungen kann es auch in Form von Tabletten in den menschlichen Kreislauf gelangen.

Ein Überschuss an Magnesium wird bei gesunden Menschen über die Niere aus den Körper gespült, damit es nicht zu einer Überdosierung des Magnesiums (Hypermagnesiämie) kommen kann. Meisten kommt es bei Störungen der Funktionsfähigkeit der Nieren zu einem Mangel oder eine solchen Überdosis. In seltenen Fällen ist eine mangelhafte Ernährung oder eine andere Erkrankung die Ursache.

Wirkung und Funktionen von Magnesium im menschlichen Körper

Magnesium wirkt bei vielen Vorgängen im Körper mit. Über 300 Enzymreaktionen benötigen Magnesium als Koenzym. Es ist für die Muskelarbeit, den Knochenaufbau und die Erregungsleitung des Nervensystems von großer Bedeutung.Aber auch für den Stoffwechsel und die Herstellung von Proteinen (Eiweißen) und Nukleinsäuren und der damit verbundenen Erbsubstanz benötigt der Körper Magnesium. Hinzuzufügen ist noch die Stabilisierung der Zellmembranen.

Ein Magnesiummangel hat also fatale Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Dazu kommt es jedoch in nur wenigen Fällen, da der Körper bei einer nicht ausreichenden Zufuhr von Magnesium auf seine Rücklagen in Knochen und Muskeln zurückgreift. Eine kurzweilige magnesiumarme Ernährung hat also keine Folgen. Erst wenn man über einen längeren Zeitraum darauf verzichtet, kann es zu einem Mangel kommen.

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften von Magnesium und die optimalen Werte

 

Bildung und Vorkommen von Magnesium

Magnesium gehört zur Gruppe der Erdalkalimetalle. Da es sehr reaktionsfreudig ist, kommt es in der Natur nur in seinen Verbindungen vor, z. B. in der Erdkruste, Meerwasser und Blattgrün. Desweiteren findet man es in der Nahrung als Mineralstoff wieder.

Einige Lebensmittel enthalten besonders viel Magnesium, wobei es tatsächlich in fast allen zu finden ist.

  • Vollkornprodukte
  • Mineralwasser und Leitungswasser(bei ausreichender Wasserhärte)
  • Leber
  • Geflügel
  • Fisch
  • verschieden Kerne (Kübris- und Sonnenblumenkerne)
  • Schokolade
  • Erdnüsse
  • Kartoffeln
  • Spinat
  • Kohlrabi
  • Beeren
  • Orangen
  • Sesam
  • Zuckerrübensirup
  • Milch und Milchprodukte

Weniger magnesiumreich sind Lebensmittel, die stark weiterverarbeitet wurden, wie zum Beispiel Limonade, Salate, Kohl, Eier und Sauerkraut.

Im Körper angelangt verteilt sich das Magnesium. 59% befinden sich in den Knochen, etwa 40% davon findet man im Körpergewebe und nur etwa 1% wird tatsächlich im Blut eingelagert.

Eigenschaften von Magnesium

Magnesium ist in seiner puren Form ein sehr reaktionfreudiges Erdalkalimetall mit der Ordnungszahl 12. Es ist ein Kation, also ein positiv geladenes Teilchen. Es hat eine weiße bis silberne Farbe. Magnesium entzündet sich in seiner puren Form sogar selbst beim Kontakt mit Luft. Deshalb kommt Magnesium ausschließlich in Verbindungen in der Natur vor. Diese Verbindungen sind nämlich harmlos und sind sogar notwendig für den menschlichen Körper.

Je nachdem in welcher Verbindung Magnesium auftritt, hat es auch weitere unterschiedliche Eigenschaften. In der Medizin sind in erster Linie die organischen Verbindungen interessant.

  • Magnesiumcitrat
  • Magnesiumaspartat
  • Magnesiumglutamat
  • Magnesiumadipat

Der Körper kann diese problemlos verarbeiten. Der Magen-Darm-Trakt bleibt bei der Einnahme unversehrt. Diese Verbindungen werden üblicherweise bei der nahrungsergänzenden Zufuhr von Magnesium in Form von Tabletten oder Granulaten verwendet.

Im Körper wirkt eine Magnesiumzufuhr krampflösend, sie senkt Bluthochdruck und wird dafür eingesetzt, Frühgeburten zu verhindern. Magnesium hat zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper. Das wird einem oft erst bewusst, wenn es zu einem Mangel kommt.

Optimale Werte und Vorbeugung eines Magnesiummangels

Im Serum sind 0,7 bis 1,1 mmol/l normal, im Urin sind es etwa 3 bis 5 mmol/24h. Hierbei handelt es sich um Referenzwerte. Tageszeitliche und saisonale Schwankungen sind normal. Dazu kommt, dass die Referenzwerte und ermittelten Werte von Labor zu Labor unterschiedlich sein können. Ein Arzt kann nach einem Blut- oder Urintest aufklären, ob es sich um einen Normalwert handelt. Dazu kommt, dass Laborwerte isoliert nicht zwingend auf eine Erkrankung hinweisen. Oft muss über einen längeren Zeitraum gemessen und auch die Ergebnisse anderer Werte mit einbezogen werden.

Um einen Magnesiummangel vorzubeugen, reicht eine ausgewogene Ernährung aus. Es sollten frische Zutaten verwendet werden. Eine übermäßige Bearbeitung der Zutaten führt zu einem Verlust der Mineralstoffe im Allgemeinen. Ebenso sollte man öfter zu Vollkornprodukten, Rohkost und Milchprodukten greifen. Krämpfe (vor allem in den Waden) sind erste Anzeichen einer Mangelerscheinung. Wer sich nicht auf die Ernährung allein verlassen möchte, kann zu Nahrungsergänzungsmittel greifen, die man sowohl in der Apotheke, als auch in der Drogerie und manchen Supermärkten erhält. Meistens sind diese in Form von Tabletten oder Granulaten erhältlich. Wer zu dazu entscheidet, sollte unbedingt die Packungsbeilage lesen. Bei einer Nierenerkrankung sollte zuerst ein Arzt aufgesucht werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Mangelerscheinungen, Krankheiten und Störungen

Bei gesunden Menschen kommt es zwar selten zu Mangelerscheinungen, dennoch sollte man die Anzeichen nicht unterschätzen. Der Körper benötigt Magnesium, sonst kann es im schlimmsten und seltenen Fall sogar zum Herzinfarkt kommen.

Symptome einer Mangelerscheinung

  • Muskelkrämpfen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Reizbarkeit
  • Ruhelosigkeit und Nervosität
  • Konzentrationmangel
  • Störungen der Bewegungskoordination
  • Herzrasen
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen

Ursachen einer Mangelerscheinung

  • Durchfall und Erbrechen
  • starkes Schwitzen (evtl hormonell bedingt)
  • Darmentzündungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Alkoholismus
  • Diuretika (entwässernde Medikamente)
  • Abführmittel
  • orale Verhütungsmittel

Bei Verdacht auf eine Mangelerscheinungen sollte man einen Arzt aufsuchen. Oft tritt eine Mangelerscheinung nicht alleine auf, da eine Funktionsstörung der Niere zum Beispiel dazu führen kann, dass gleich mehrere Mineralstoffe in zu großen Mengen ausgeschieden werden.

Wie viel Magnesium benötigt der menschliche Körper?

Je nach Alter und Geschlecht benötigt man zwischen 24 und 400mg Magnesium am Tag. Frauen ab 25 benötigen 300mg, Männer hingegen sogar etwa 350mg.

Ein höherer Bedarf gilt bei Sportlern, Diabetikern, Schwangeren im dritten Trimester und älteren Menschen. Aber auch Jugendliche und stillende Frauen sollten mehr Magnesium zu sich nehmen, da Magnesium für den Knochenaufbau und vielen weiteren Funktionen in der Entwicklung des Menschen von großer Bedeutung ist.

Nebenwirkungen bei einer Überdosierung (Hypermagnesiämie)

Zu einer Überdosierung kommt es noch seltener als zu einer Mangelerscheinung, da die Nieren das überschüssige Magnesium aus den Körper herausspülen. Lediglich bei einer eingeschränkten Nierenfunktion sollte man darauf achten, nicht zu viel Magnesium zu sich zu nehmen.

Symptome einer Magnesiumüberdosis

  • weicher Stuhl/Durchfall, abwechselnd mit Verstopfungen
  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche/-lähmung
  • Verminderung oder Ausfall der Muskelreflexe
  • Blasenfunktionstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckabfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • flache Atmung und Atemlähmung bis hin zum Herzstillstand

Eine Überdosierung sollte folglich zügig durch einen Arzt behandelt werden. Wer unter einer Nierenfunktionsstörung leidet sollte sich regelmäßig auf Überdosierungen im Allgemeinen untersuchen lassen.

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