Silicium

Was ist Silicium? Wozu braucht der Körper Silicium?

SIlicium getreide

Bei Silicium handelt es um ein chemisches Element, welches mit Si abgekürzt wird. Es ist ein Halbmetall mit schwarz-gräulicher Farbe und metallischem Glanz. Nicht nur unser Organismus braucht Silicium, sogar unsere Erde besteht zu ganzen 15 % daraus.

Doch woher kommt Silicium, wie können wir es zu uns nehmen und was bringt es uns für Vor- oder Nachteile?

Die meisten von uns denken bei Silicium oftmals gleichzeitig auch an Kieselsäure. Doch weshalb treten diese beiden zusammen auf?

Wie bereits erwähnt, ist Silicium ein Halbmetall, welches auf der ganzen Erde nach dem Sauerstoff das zweithäufigste Element ist.

Also ein sehr beachtlicher Wert. Silicium besitzt die Charaktereigenschaft, sich mit anderen Stoffen binden zu wollen. In Fachkreisen nennt man diese Bindung Oxid oder Silikat.

Bei der Oxidbindung handelt es sich um Silizium und Sauerstoff, der chemischen Voraussetzung für Gesteinsbildung.

als Silikat bezeichnet man die Salze der Kieselsäure. Sie entstehen durch die Verbindung mit Silicium und Metallen. Kieselsäure kommt auch in großen Mengen in unseren Meeren vor.

Damit sind wir bei dem Grund angelangt, weshalb Silicium in Verbindung mit Kieselsäure bei uns bekannt ist.

Kieselsäure hat eine wasserlösliche Eigenschaft und ist so für unseren Organismus optimal verwertbar.
Bei uns im menschlichen Körper finden wir Silicium in annähernd jeder Zelle, also allen Organen und Geweben, Knochen und Gelenken.

In der Natur findet man Silicium unter anderem in vielen Gesteinen, Sand, Ton, Asbest, Quarz, Glimmer, Schiefer, Achat, Amethyst, Rosenquarz und vielen weiteren Verbindungen.

Funktion, Bedeutung, Wirkung & Aufgaben

Kieselerde- und Säurepräparate sind daher bekannt für schöne Haare, Haut und Nägel, aber auch für besonders gesunde Knochen und Gelenke.

Wissenschaftlichen Nachweise fehlen allerdings. Bei Silicium scheiden sich die Geister. Manche Gehen davon aus, dass Silicium essentiell sein muss, da man es an so vielen Stellen im Körper findet.
Andere wiederum führen an, dass der Körper vielleicht nur „zufällig“ Silicium über die Nahrung aufnimmt, es aber für ihn ohne weitere Bedeutung ist.

Die Anzahl der durchgeführten Studien soll zu gering sein, um die Auswirkung von Silicium auf gesunde Haare, Haut, Nägel und Knochen wirklich bestätigen zu können.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Es ist weder bewiesen das es hilft, noch, dass es nicht hilft.
Einige ausländische Studien hingegen konnten bei Symptomen wie brüchigen Nägeln und trockener Haut eine deutliche Verbesserung nach der Einnahme von Silizium nachweisen.

Geht man davon aus, dass Silicium eine essentielle Bedeutung in unserem Körper hat, dann wirkt es unterstützend für gesunde Haare und Nägel, ein gutes Hautbild, ein stabiles Bindegewebe sowie bewegliche Gelenke.

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften & optimale Werte (Vorbeugung gegen Mangel)

Da man Silicium noch nicht als essentiellen Spurenelement bestätigt hat, gibt es aktuell nur Schätzwerte für einen empfohlenen Tagesbedarf. Dieser liegt zwischen 25 – 30 Mikrogramm pro Tag. Das ist die Menge, die wir auch ungefähr durch eine ausgewogene Ernährung zu uns nehmen.

Silizium ist das zweithäufigste Element der Erde und kommt dementsprechend häufig vor. Daher ist eine Unterversorgung bei ausgewogener Ernährung unwahrscheinlich.

Allerdings wurde mit zunehmendem Alter ein reduzierter Siliciumgehalt festgestellt. In diesem Fall empfehlen sich Nahrungsergänzungspräparate.

Eigenschaften, die mit Silicium in Verbindung gebracht werden sind, wie bereits erwähnt, ein festes Bindegewebe, feste Nägel, starke Zähne, bewegliche Gelenke und Knochen sowie ein gesundes Hautbild.
In der Nahrung finden wir das Meiste Silicium in pflanzlichen Lebensmitteln.

Doch in welchen? Zum Beispiel in:

  • Kartoffeln (ca. 200 mg / 100 Gramm)
  • Vollkornprodukte allgemein
  • Getreide (unverarbeitet)
    • Hafer (400 – 600 mg / 100 Gramm)
    • Gerste
    • Hirse (ca. 500 mg / 100 Gramm)
    • Roggen (ca. 16 mg / 100 Gramm)
    • Weizen (ca. 160 mg / 100 Gramm)
  • Spinat (ca. 4 mg / 100 Gramm)
  • Bohnen (ca. 2 mg / 100 Gramm)
  • Spargel (ca. 18 mg / 100 Gramm)
  • Aprikosen (ca. 1 mg / 100 Gramm)
  • Äpfel (ca. 1 mg / 100 Gramm)

Der höchste Anteil lässt sich in Getreide und Hirse nachweisen. Aber auch Lebensmittel wie Bananen, Linsen, Reis, Mais, Rettich, Beeren, Wasser und viele mehr haben einen nachmessbaren Siliciumgehalt.
Sie sehen, eine Unterversorgung an Silicium bei gesunden Menschen mit einer ausgewogenen Ernährung, ist aufgrund des häufigen Vorkommens nahezu ausgeschlossen.

Mangelerscheinungen, Krankheiten & Störungen

Bislang sind keine medizinisch nachweisbaren Mangelerscheinungen bekannt.

Es gibt Vermutungen, die sich auf erste Studien stützen, dass Siliciummangel zu vorzeitigen Alterungsprozessen führen kann. Sollten Sie an spröden Nägeln, trockener Haut, brüchigen Haaren oder Gelenkbeschwerden leiden, können Sie Silicium als Kur anwenden.

Es gibt verschiedene Präparate zum Einnehmen. Zum Beispiel in Form von Schüsslersalzen, Silicium Sachets, Kieselerde, Kieselsäure und Weiteren. Die häufigsten Darreichungsformen sind Tabletten, Kapseln, Flüssigkeiten und Gel.

Die Einnahme über mindestens 90 Tage wird empfohlen, da erst nach diesem Zeitraum eine wahrnehmbare Wirkung feststellbar ist.

Erkrankungen durch einen Siliciumüberschuss sind bisher nur durch Einatmen von Siliciumstaub bekannt. Man nennt diese Erkrankung Silikose oder auch Quarzstaublunge.

Hierbei handelt es sich um eine offiziell bestätigte Berufskrankheit. Sie betrifft besonders Berufsgruppen, die mit Quarzstaub verstärkt in Berührung kommen. Dazu zählt der Bergbau, aber auch Edelsteinschleifer und Menschen die in Fabriken mit Sandstrahlenräten arbeiten.

Wie zu Beginn erwähnt, gehört Silicium zu den Elementen, die nur in gebundener Form vorkommen. In Edelsteinen wie zum Beispiel dem Amethyst, Rosen– und Rauchquarz, Achat, Jaspis und Opal. Aber auch in Sand, Sandstein, Asbest, Ton und Schiefer.

Berufsgruppen, die mit der Verarbeitung dieser Materialien zu tun haben, sind daher der Gefährdung einer Silikose ausgesetzt.

Die Symptome einer Silikose sind unter anderem:

Der Krankheitsverlauf ist meist sehr schleichend und die ersten Anzeichen treten erst nach vielen Jahren auf. Außerhalb der beschriebenen Berufsgruppen ist die Erkrankung an Silikose jedoch eher unwahrscheinlich.

Bisher ist eine Silikose nicht heilbar. Der Erkrankungsverlauf kann je nach Stadium bis zum Erstickungstot führen. Man erreicht bei Betroffenen eine Linderung durch Kortison Behandlungen sowie eine Langzeitsauerstofftherapie. Bei dieser wird dem Körper Sauerstoff über Schläuche zugeführt.
Sollten Sie zu den gefährdeten Berufsgruppen gehören, empfiehlt sich dringend vorsorgliche Untersuchungen durchzuführen. Achten Sie bitte auch auf einen ausreichenden Schutz Ihrer Atemwege, durch das Tragen entsprechender Schutzmasken.

Wer braucht wie viel pro Tag?

Da aus medizinischer Sicht noch nicht abschließend nachgewiesen ist, ob es sich bei Silicium um ein essentiell notwendiges Spurenelement handelt, gibt es nur geschätzte Empfehlungen.

Diese liegen bei:

  • Kinder: circa 25 – 30 Mikrogramm
  • Frauen: circa 25 – 30 Mikrogramm
  • Männer: circa 25 – 30 Mikrogramm

Der gemessene Siliciumgehalt in unserem Körper liegt bei circa 1,4 Gramm. Der höchste Anteil findet sich in unseren Knochen und in unserem Bindegewebe. Daher auch der angenommene Einfluss auf Haare, Haut, Nägel, Knochen und Gelenke.

Nebenwirkungen bei Überdosierung

Bei einer Aufnahme von Silicium über unsere Ernährung sind keine Nebenwirkungen oder gefährlichen Überdosierungen bekannt.

Lediglich bei der Aufnahme über die Atemwege, in Form von Siliciumstaub, kann es zu stark gesundheitsgefährdenden Folgen kommen.

Der oben beschriebenen Silikose (Quarzlunge), welche bisher nicht heilbar ist. Davon betroffen sind fast ausschließlich Berufsgruppen, die stark mit Siliciumstaub in Berührung kommen.

Eine Überdosierung und damit verbundene Nebenwirkungen über Zusatzpräparate und die Nahrungsaufnahme sind nahezu ausgeschlossen und bisher in der Medizin unbekannt.

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