Ginkgo Wirkung – Bessere Gedächtnisleistung?

Der Ginkgo gilt seit jeher als etwas Besonderes: Es ist die Pflanze, welche unseren Planeten bereits am längsten mit Sauerstoff versorgt, und es ist das einzige Gewächs, welches über zweilappige, fächerartige Blätter verfügt. Wirft man einen Blick hinter die biochemische Zusammensetzung in den Blättern, so fällt zudem eine einzigartige Zusammensetzung medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen auf – und das in einer Dosis, wie sie selbst die Fitness-Industrie mit ihren Supplements nur sehr schwer nachahmen kann.

 

Die Wirkung des Ginkgos resultiert aus seinen Inhaltsstoffen

In einer Zeit, in der bewusste Ernährung mit all ihren Facetten einen noch nie zuvor erreichten Stellenwert in unserer Gesellschaft erreicht hat, boomen Pflanzen wie etwa der Ginkgo-Baum regelrecht. Sie sind dank ihrer hohen Nährstoffdichte und den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen die Superstars unter den Lebensmitteln und werden medial in Werbespots oder Kochshows in den Mittelpunkt gerückt, ja regelrecht gehypt. Dass allerdings wesentlich mehr dahinter steckt, zeigt eine rein sachliche Analyse der einzelnen Wirkstoffe. Dazu zählen insbesondere:

Wie der Name bereits vermuten lässt, kommen die hochwirksamen Ginkgolide ausschließlich im Ginkgo-Baum vor, besser gesagt in den Blättern. Was ihn natürlich besonders kostbar und selten macht.

 

Heilende Wirkung schon lange bekannt

In Asien, speziell im wesentlichen Teil Chinas, ist die Ginkgo-Medizin schon ein alter Hut. Es existieren Aufzeichnungen, wonach die ersten, gezielten Therapien mithilfe von Ginkgo Blättern oder Kernen bereits vor über 2000 Jahren stattgefunden haben. Damals wurden die Wurzeln als aufheizendes Aphrodisiakum verwendet, um die männliche Potenz zu steigern und in der Hochzeitsnacht für handfeste Gegebenheiten zu sorgen. Die Wurzeln halfen aber gleichermaßen auch bei leichteren Magenverstimmungen und Blähungen.

Die Ginkgo-Kerne hingegen wurden in einem aufwändigen Verfahren erst geschält und anschließend geröstet. Sie gelten als die ältesten Lutschpastillen überhaupt. Man versprach sich eine heilende Wirkung bei Entzündungen im Mund– und Rachenraum – eine Wirkungsweise, die viele hundert Jahre später sogar wissenschaftlich bewiesen werden konnte.

 

 Heute können Ihnen Ginkgo-Präparate bei folgenden Beschwerden helfen:

Die grundlegende Wirkung des Ginkgo-Extraktes

Die Wirkstoffe des Ginkgos sind in der Lage, das Blut fließfähiger zu machen. Mediziner sprechen auch von einer Erhöhung der Blutviskosität. Dies hat natürlich dann den Effekt, dass speziell die feineren Kapillargefäße besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Es gibt genau zwei Stellen in unserem Körper, in denen diese kleinen Blutgefäß massenhaft auftreten: Im Gehirn, und in der Lunge. Somit tragen unter anderem die Ginkgoliden (das ist der wichtigste Wirkstoff des Ginkgo-Extraktes) zu einer stärkeren Sauerstoffaufnahme in das Blut sowie einer besseren Energieversorgung unserer ‚grauen Zellen‘ bei.

 

Steigerung der Denkfähigkeit und Behandlung von Demenz

Mittlerweile gelten als häufigster Anwendungsgrund von Ginkgo-Produkten die gezielte Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit bei gesunden Menschen sowie die Linderung der Symptome bei bereits an Demenz erkrankten Patienten. Leider sind hier jedoch keine Wunderdinge zu erwarten. Eine Alzheimererkrankung oder ähnliche Neuronalerkrankungen können lediglich ein Stück weit aufgeschoben und in ihrer symptomatischen Ausprägung gelindert werden – eine Heilung ist auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft weder mit Ginkgo-Präparaten noch anderen Medikamenten möglich.

 

Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken

Kaum ein anderes Superfood ist in den letzten Jahren so stark in die Kritik geraten wie der Ginkgo. Wobei sich hier besonders die Darreichungsform des Ginkgo-Tees als gesundheitsgefährdend herausstellte. Denn Wissenschaftler entdeckten erst vor wenigen Jahren eine Substanz namens Ginkgolsäure in den Zellsäften den Ginkgos. Diese organische Säure liegt ausschließlich im Ginkgo-Tee vor und kann erhebliche Beschwerden hervorrufen. Von Venenentzündungen über allergische Hautreaktionen bis hin zu Kopfschmerzen reich die Beschwerdeliste. Zudem konnte eine krebsfördernde Wirkung festgestellt werden, welche die Wahrscheinlich auf Darmkrebs drastisch erhöht. Folglich ist vom Konsum eines Ginkgo-Tees strikt abzuraten, und es bleibt wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Einfuhr- und Verbreitungsverbot verhängt wird. Hierbei gilt es allerdings noch einmal zu betonen, dass anderen Produkte des lebenden Fossils, wie etwa Ginkgo-Tabletten, frei von dieser gefährlichen Ginkgolsäure sind und ohne Risiken eingenommen werden können.

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