Candida albicans

Hefepilzes - Soor

Der Candida Hefepilz kann Soor bzw. Kandidose verursachen

Der Candida albicans ist ein Hefepilz, der sich auf vielen Menschen befindet, ohne dabei Probleme auszulösen. Candida albicans tritt dabei am Häufigsten im Darm und im Genitalbereich oder den Schleimhäuten im Mund – Rachen – Raum auf, kann sich aber auch zwischen den Fingern und Zehen ansiedeln.

Der Pilz gilt allerdings als Erreger, der nur unter bestimmten Bedingungen Krankheiten auslöst. Normalerweise tritt er unbemerkt und ohne Probleme auf.

Kommt es jedoch zu einem Ungleichgewicht des Säure – Basen – Haushalts oder zu einem geschwächten Immunsystem, kann der Pilz sich schlagartig ausbreiten und verschiedene Symptome verursachen.

Was ist Candida albicans?

Candida albicans, der auch einfach weißer Hefepilz genannt wird, ist eine Art der Hefepilze, die zur Gattung der Candida gezählt werden. Eine Erkrankung mit diesem Pilz wird auch als Candiose bezeichnet, die auch manchmal unter dem Namen Soor oder Windelpilz bei Babys zu finden ist.

Unter der Gattung der Candida – Pilzen ist diese Art die häufigste im menschlichen Körper und kann zudem auch gefährliche Erkrankungen auslösen. Über 80 Prozent der Infektionen ist auf diesen Hefepilz zurückzuführen. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal von Candida albicans sind die Dauersporen des Pilzes. Diese dauerhaften Zellen haben den Vorteil, dass der Pilz auch bei schlechten Lebensbedingungen überleben kann.


Verbreitung & Lebensraum

Candida albicans ist meist auf den Schleimhäuten im Mund – Rachen – Raum, im Genitalbereich oder im Darm zu finden. Dort kann sich der Pilz besonders gut ausbreiten, da er warme und feuchte Regionen des menschlichen Körpers besonders bevorzugt. Aber auch zwischen den Zehen oder den Fingern fühlt er sich wohl.

Solange sich der Säure – Basen – Haushalt und das Immunsystem des Menschen im Gleichgewicht befinden und nicht geschwächt sind, kann Candida albicans unbemerkt im Körper vorkommen ohne Beschwerden auszulösen.

Ist dieses Gleichgewicht jedoch durch die Einnahme von Medikamenten oder einigen anderen Krankheiten gestört, kann der Pilz sich schlagartig ausbreiten und eine Infektion mit schweren Symptomen auslösen.


Vorkommen & Eigenschaften

Da der Hefepilz als Schmarotzer gilt, entzieht er bei vermehrtem Vorkommen dem Körper wichtige Bestandteile der Nahrung und bewirkt somit ein Unwohlsein bis hin zu einer erhöhten Müdigkeit und einer Kraftlosigkeit.

Manchmal kommen auch HeißHunger – Attacken hinzu. Diese verursacht ebenfalls der Pilz, der vor allem Zucker und andere kohlehydratreiche Lebensmittel als Energieträger und Nahrungsmittel bevorzugt.

Besonders an dem Hefepilz Candida albicans ist seine Fähigkeit in verschiedenen Formen innerhalb eines Organismus vorzukommen. Dadurch täuscht er das menschliche Abwehrsystem und blockiert so eine angemessene Immunreaktion.


Krankheiten & Beschwerden

Eine Infektion durch Candida albicans kann mehrere Gründe haben. So kann eine Therapie mit verschiedenen Antibiotika oder eine andere Art der Immunschwäche den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und die Ausbreitung des Hefepilzes begünstigen.

Die Symptome, die bei einer Infektion mit Candida albicans auftreten, sind dabei sehr vielfältig. Häufig kommt es zu Verdauungsbeschwerden aber auch Allergien und Herz – Kreislauf – Problemen. Andere Symptome sind zum Beispiel auch übermäßige Müdigkeit, Gicht, Rheuma, Arthritis und Migräne.

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Die Beschwerden von Candida albicans sind diffus

Auch Stimmungsschwankungen, Nierenprobleme und Asthma können von Candida albicans ausgelöst werden. Auf Grund der Vielzahl an verschiedenen Symptomen ist es besonders schwer, den Hefepilz als Verursacher der Krankheit zu erkennen.

Bei Kindern kommt es vermehrt im Babyalter zu einem Auftreten von Candida albicans im Windel oder Mundbereich. Wird das Kind beispielsweise mit der Flasche ernährt und diese wird nicht ordnungsgemäß gesäubert, kann der Pilz sich besonders gut vermehren. Die kohlehydratreiche Milch begünstigt hier die Ausbreitung. Auch der feuchte und warme Bereich in der Windel bietet dem Pilz ein optimales Milieu zur Fortpflanzung.

Kommt es dort zu einer Infektion, spricht man vom sogenannten Windelsoor. Dann kommt es zu Hautausschlag, Pusteln und Schuppen. Ein Arzt sollte in diesem Fall hinzugezogen werden, um eine weitere Ausbreitung und schwerwiegende Komplikationen wie beispielsweise offene und wunde Stellen vorzubeugen.


Vorbeugung & Prävention

Ein übermäßiger Befall mit Candida albicans kann ganz einfach von zuhause getestet werden. Dabei wird morgens nach dem Aufstehen ein Glas mit Wasser gespuckt und der Speichel auf Veränderungen beobachtet. Bleibt der Speichel auch nach einer Stunde unverändert an der Oberfläche, besteht keine Infektion.

Bilden sich jedoch lange Fäden oder flockige Wolken im Glas, ist ein Befall mit dem Hefepilz sehr wahrscheinlich und eine Behandlung sollte eingeleitet werden. Dazu gibt es ein paar Hausmittel, die bei einer Infektion angewandt werden können. Bei anhaltenden Beschwerden oder starken Symptomen sollte jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.


Verhalten bei Erkrankung

Zunächst kann das Gleichgewicht im Körper und der natürliche Säureschutzmantel wieder hergestellt werden. Vor Allem eine Therapie mit Granatäpfeln kann dabei sehr positive Effekte haben. Die Frucht bekämpft nicht nur den Pilz, sondern schützt und stärkt den Körper zusätzlich vor neuen Infektionen. Auch Teebaumöl wird als vorteilhaft für eine Therapie betrachtet und lindert die Symptome.

Auch bei einer klassischen Therapie vom Arzt steht die gehemmte Ausbreitung des Pilzes im Vordergrund. Zur Behandlung wird Antimykotika in Form von Salben, Cremes und Tabletten eingesetzt.

Eine ausgewogene Lebensweise und Ernährung spielen bei der Prävention natürlich an erster Stelle, um sich vor einer Infektion zu schützen. Vor allem bei einem geschwächten Immunsystem kann eine erhöhte Hygiene von Vorteil sein. Flaschen und Schnuller von Babys sollten besonders gründlich gereinigt werden. Der Windelbereich kann zum Beispiel mit Puder etwas trockener gehalten werden.

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