Meningokokken

Meningokokken

Wie der Name schon verrät, können diese Kokken eine Meningitis (Hirnhautentzündung) auslösen

Meningokokken gehören zur Gruppe der gefährlichen Erreger, da sie eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung hervorrufen können.

Kinder sollten deshalb im Alter von 12 bis 23 Monaten gegen die Serogruppe C geimpft werden. Bei bestimmten Risikogruppen empfehlen sich auch weitere Impfungen, etwa für Reisende oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Worum es sich bei diesen Bakterien genau handelt, wo sie vorkommen, wie sie sich verbreiten, welche Krankheiten und Beschwerden sie auslösen können sowie alle weiteren, wichtigen Informationen zu den Meningkokken, möchten wir im Folgenden genauer erläutern.

Was sind Meningokokken?

Bei Meningokokken handelt es sich um Bakterien, auch Neisseria meningitidis genannt. Sie können eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung hervorrufen. Es ist deshalb wichtig, dass die Anzeichen einer Meningitis schnell erkannt werden und die richtige Behandlung mit Antibiotika begonnen wird.

Die Meningokokken-Bakterien sind von einer Kapsel umgeben, welche die antigenen Eigenschaften der Bakterien definiert. Die Meningokokken werden deshalb in zwölf Erregergruppen eingeteilt. Am häufigsten sind die Serogruppen A, B, C, W und Y. Mittlerweile gibt es gegen verschiedene Erregerstämme der Meningokokken eine Impfung. Diese enthält einen Totimpfstoff, der keine Krankheiten mehr auslösen kann.

Der Körper muss nach der Impfung dann Antikörper gegen die Bakterien bilden und kann so eine drohende Erkrankung abwehren. Die allgemeine Impfung gegen Meningokokken ist wichtig, denn nur so können auch Menschen geschützt werden, die aufgrund von Krankheiten nicht geimpft werden können – der so genannte Herdenschutz. Außerdem können Meningokokken durch eine Impfung langfristig ausgerottet werden.


Vorkommen & Verbreitung

Meningokokken kommen in Deutschland relativ selten vor. Pro Jahr gibt es etwa 700 Fälle von Meningokokken, allerdings mit etwa 50 Toten in Folge. In anderen Fällen können geistige Behinderungen oder Lähmungen zurückbleiben.

Hirnhautentzündung Meningokokken

Meningokokken sind in Deutschland selten

Meningokokken verbreiten sich vor allem bei schlechten hygienischen Bedingungen und in engen Wohnungen. Deshalb sind sie in Industrienationen eher selten geworden.

Häufiger treten Meningokokken im so genannten „Meningitis-Gürtel“ auf, etwa in Afrika südlich der Sahara und nördlich des Äquators, Südamerika und Asien. Dort tritt meist der Bakterienstamm A auf, der ganze Epidemien verursachen kann. In Deutschland tritt eher der Bakterienstamm B und C auf.

Während die Serogruppe B häufiger auftritt, verläuft eine Infektion durch die Serogruppe C deutlich öfter tödlich. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet, sich mit Meningokokken anzustecken. Das Risiko steigt außerdem bei Erkrankungen der Atemwege oder durch Rauchen.


Übertragung & Eigenschaften

Meningokokken werden durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Bei etwa einem von zehn Menschen leben die Bakterien allerdings auch unbemerkt im Nasenrachenraum und verursachen keine Erkrankungen. Für diese Personen sind Meningokokken ein Teil der normalen Schleimhautflora und nicht gefährlich. Allerdings können diese Personen unwissentlich andere Personen anstecken.

Um die Verbreitung von Meningokokken einzudämmen, empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen den Erregerstamm C für alle Kinder. Für die Serogruppen ACWY und B sind ebenfalls Impfungen vorhanden. Sie werden allerdings nur vor Reisen in den Meningitis-Gürtel, bei Immunschwäche, vor Pilgerreisen nach Mekka, bei hohem Aufkommen von Meningokokken in der Region, bei Laborpersonal und für Kontaktpersonen von Erkrankten empfohlen.


Hirnhautentzündung (Meningitis)

Meningokokken können eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung verursachen. Diese äußert sich zunächst in grippeartigen Symptomen. Es folgen hohes Fieber, starkes Schwächegefühl und sehr starke Kopfschmerzen, die weiter zunehmen.

Typisch für eine Hirnhautentzündung ist zudem eine Nackensteifigkeit: Die Betroffenen können ihr Kinn nicht auf der Brust ablegen. Weitere Symptome einer Meningitis sind starke Unruhe, Bewusstseinsverlust, Müdigkeit, Lichtscheu, Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Krampfanfälle.

Bei Kleinkindern und Säuglingen können diese Beschwerden allerdings fehlen oder weniger deutlich sein. Bei ihnen treten vor allem Fieber, Erbrechen, Krämpfe, Reizbarkeit, Schläfrigkeit sowie eine vorgewölbte oder harte Fontanelle auf.


Behandlung & Impfung

Wichtig bei Meningitis ist der sofortige Beginn der Behandlung. Ansonsten drohen Hirnschäden und letztlich der Tod. Bereits bei ersten Anzeichen sollten deshalb Antibiotika verabreicht werden. Nach einer Untersuchung des Bluts können dann gezielte Antibiotika eingesetzt werden.

Auch Kontaktpersonen, die nicht geimpft sind, sollten vorbeugend mit Antibiotika behandelt werden. Nur so wird verhindert, dass sich die Meningokokken weiterverbreiten und eine beginnende Krankheit wird unterdrückt.


Verlauf & Komplikationen

In der Regel hat eine Hirnhautentzündung eine gute Prognose, sofern sie schnell behandelt wird. Dies hängt allerdings auch vom Erregerstamm und dem körperlichen Allgemeinzustand des Betroffenen ab. Außerdem können Komplikationen in ein bis zwei von zehn Fällen entstehen. Dabei kann die Entzündung auf das Gehirn selbst übergreifen

Es kommt zu einer Meningoenzephalomyelitis mit neurologischen Schäden als Folge. Hierbei verschließen sich Venen im Gehirn, der Fluss des Hirnwassers wird unterbrochen der es sammelt sich Eiter im Gehirn.

Weitere mögliche Folgeschäden treten bei etwa 10% der Betroffenen auf. Sie können an bleibenden Hirnschäden, Taubheit oder Blindheit leiden.


Sepsis (Blutvegiftung)

Wenn sich die Meningokokken im Blutkreislauf ausbreiten, kann es auch zu einer Blutvergiftung kommen. Dabei geraten Abfallstoffe der Bakterien ins Blut und vergiften es. Die Blutvergiftung zeigt sich in einem ungewöhnlich schnellen Herzschlag, niedrigem Blutdruck, Fieber, Schmerzen, erschwerter Atmung, Verwirrtheit und Benommenheit.

Blutvergiftung Sepsis

Eine ernste Komplikation ist die Sepsis (Blutvergiftung)

Eine Blutvergiftung kann sogar noch gefährlicher als eine Meningitis sein, da durch das Blut weitere Organe erreicht und beschädigt werden können. Unbehandelt kommt es daher zu einem Kreislaufversagen, da die Organe und das Gewebe immer schlechter durchblutet werden.

Durch kann eine Amputation von Gliedmaßen nötig werden. Außerdem können Blutgerinnsel entstehen. Auch hier ist deshalb eine sofortige Behandlung durch Antibiotika nötig, um das Leben der betroffenen Person zu retten. Eventuell werden zusätzlich eine künstliche Sauerstoffversorgung und Dialyse nötig.

Milben können verschiedene Schäden verursachen. Viele Allergiker etwa haben mit Hausstaubmilben zu kämpfen, gegen deren Ausscheidungen sie allergisch sind. Milben können aber auch Krankheiten übertragen und bei Menschen Krätze auslösen. Vorratsmilben fressen zudem Nahrungsmittel. Einige Milben saugen Blut.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (90 Stimmen, Durchschnitt: 4,93 von 5)
Loading...
Top