Endometriose

Steckbrief: Endometriose

  • Name(n): Endometriose
  • Art der Krankheit: Zellstörung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Spätes 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: Nur symptomal
  • Art des Auslösers: Diverse / unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: Zw. 3 und 6% aller Frauen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Gynäkologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – B25-B34 – N80

Endometriose
Endometriose
Die Endometriose ist eine chronische und oftmals sehr schmerzhafte Erkrankung der Gebärmutter, die auf den Bereich des Beckens ausstreut.

Regelbeschwerden verstärken sich durch diese Krankheit oftmals sehr stark und sind kaum mehr auszuhalten. Darüber hinaus leidet auch die Fruchtbarkeit der betroffenen Frauen und es kommt nicht selten vor, dass ihre Fähigkeit, ein Kind zu bekommen, vollends verschwindet. Nichtsdestotrotz kann man eine Endometriose mittel medikamentöser oder chirurgischer Behandlung symptomal gut in den Griff bekommen und den Erkrankten ein Stück Lebensqualität zurückgeben.

Definition Endometriose

Als Endometrium wird die dünne, stark durchblutete Schleimhaut bezeichnet, welche die Gebärmutter einer Frau auskleidet. Durch verschiedene Hormone schwillt sie monatlich an und bereitet sich hierdurch auf die Eiaufnahme im Falle einer Befruchtung vor. Bleibt jedoch die Eieinnistung aus, wird überschüssiges Gewebe abgetragen und ausgeschieden. Es kommt zur sogenannten Monatsblutung oder Menstruation.

Bei einigen Frauen (selten auch bei Männern) breiten sich die endometrialen Zellen auf andere Körperregionen aus. Die Schleimhaut liegt hernach auch außerhalb der Gebärmutter, zum Beispiel im Bauchraum, der Scheide, in den Eierstöcken oder gar der Lunge, vor. Im Laufe des Monatszyklus verhalten sich jene Zellen jedoch genauso, als befänden sie sich in der Gebärmutter: Sie schwellen an. Allein das kann bereits erhebliche Schmerzen verursachen, da die betroffenen Organe selbstverständlich nicht auf diesen Prozess ausgelegt sind. Zum Teil sind sogar drastische Funktionsbeeinträchtigungen möglich. Ist dies der Fall, spricht die Medizin von Endometriose.


Was ist eine Endometriose?

Als Endometriose bezeichnet man gutartige und zumeist gleichzeitig schmerzhafte Gewebewucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Normalerweise ist es ausschließliche Aufgabe des Endometriums, das Innere der Gebärmutter auszukleiden. Die Wucherungen siedeln sich unter anderem in den tieferen Bereichen der Gebärmutter oder auch gänzlich außerhalb der Gebärmutter an – etwa im unteren Bauch- oder Beckenraum.
Die versprengten Gewebewucherungen wachsen, der Gebärmutterschleimhaut vergleichbar, im Verlauf des Montatszyklus. Es kommt zu Schmerzen unterschiedlicher Art. Sie bluten bei jeder Monatsblutung mit, jedoch kann das Blut häufig nicht abfließen und es formen sich Zysten. Günstigstenfalls bilden sich lediglich Auflagerungen, die so groß sind wie ein Stecknadelkopf. Vor allem in den Eierstöcken können sich aber auch relativ große, mit Blut gefüllte Zysten entwickeln. Es kann unter anderem zu Verklebungen in verschiedenen Bereichen kommen. Diese können die Eileiter und andere, für die Fortpflanzung relevante Organe betreffen.

Schmerzhafte Regelblutungen, die mit Krämpfen einhergehen, können ein Hinweis darauf sein, dass Gewebewucherungen der Gebärmutterschleimhaut vorhanden sind. Die weiteren Anzeichen für eine Endometriose hängen vor allem davon ab, welches Organ betroffen ist. Es gibt vermutlich eine nicht unerhebliche Zahl an Frauen, die zwar an Endometriose erkrankt sind, aber keine Beschwerden haben. In diesen Fällen wird die Endometriose entweder gar nicht oder aber per Zufall entdeckt. Die von Frauenärzten festgestellte Zahl von Endometriosen beläuft sich in den alten Bundesländern auf etwa fünf Prozent. Nicht selten ist weibliche Unfruchtbarkeit auf eine Endometriose zurückzuführen.

Schätzungsweise ist diese Erkrankung zu 40 bis 60 Prozent schuld daran, dass Frauen ungewollt kinderlos bleiben. Wird eine Endometriose nicht erkannt und demzufolge auch nicht behandelt, kann sie bis zu den Wechseljahren fortschreiten und zunehmend Probleme bereiten. Die Endometriose zählt zu den Erkrankungen, denen man nicht vorbeugen kann. Immerhin können Frauen durch regelmäßige Frauenarztbesuche dafür sorgen, dass Gewebewucherungen des Endometriums frühzeitig erkannt werden. Insbesondere sollte starken Menstruationsbeschwerden stets auf den Grund gegangen werden.

Welche Ursachen gibt es?

Nach wie vor ist nicht eindeutig geklärt, wie eine Endometriosen entstehen. Das heißt, derzeit muss man sich mit Theorien begnügen. Eine dieser Theorien besagt, dass es zu einer retrograden (umgekehrten) Menstruation komme. Eine retrograde Menstruation bedingt kurz vor dem Eisprung einen Sog, der von der Gebärmutter ausgeht und in Richtung der Eileiter zieht. Während dieses Geschehens könnten Endometriumzellen in den Eileiter gelangen und schließlich auch Teilchen der Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum.

Eine zweite Theorie beinhaltet die Annahme, eine Endometriose würde unmittelbar an den Stellen entstehen, wo sich die Stückchen der Gebärmutterhaut ansiedeln. Der Zeitpunkt für diese Ansiedlung, so mutmaßen Anhänger dieser Theorie, lässt sich auf das embryonale Stadium zurückverfolgen: Zellen, die aus ein und demselben Gewebe bestehen wie die Gebärmutterschleimhaut verwandeln sich demzufolge in Endometriumzellen. Andere Hypothesen beziehen sich auf Veränderungen, die im Immunsystem stattfinden und die mit im Blut nachweisbaren Antikörpern gegen Gebärmutterschleimhaut einhergehen.

Hierdurch kommt es im Bereich der Endometrioseherde zu Entzündungen, die aber gegen das körpereigene Gewebe gerichtet sind. Nach wie vor ist jedoch noch ungeklärt, ob es sich bei diesem Geschehnis um eine Ursache oder um eine mögliche Folge der Endometriose handelt. In einigen Familien tritt diese Erkrankung gehäuft auf. Mithin lässt sich auch vermuten, dass es sich um eine genetische Veranlagung handelt.

Als Risikofaktoren hinsichtlich der Entwicklung einer Endometriose lassen sich die Zahl an Menstruationstagen und der Zeitpunkt der ersten Regelblutung nennen: Einerseits haben Frauen mit kürzeren Menstruationszyklen (entspricht mehr Menstruationstagen) ein etwa doppelt so hohes Risiko, eine Endometriose zu entwickeln als Frauen mit längeren Zyklen; andererseits erkranken Frauen, die bereits früh die erste Menstruation hatten, eher als Frauen, bei denen die Regelblutung spät einsetzt. Im Verlauf der vergangenen 200 Jahre hat sich der Zeitraum zwischen der ersten Regelblutung und der Menopause so verlängert, dass Frauen mittlerweile eine deutlich größere Summe an Menstruationstagen haben.

Gleichwohl die genauen Ursachen, wie gerade erwähnt, (noch) unbekannt sind, lassen sich doch einige mögliche Gründe, Ursachen und Risikofaktoren mit relativer Sicherheit definieren. Hierzu eine kurze Übersicht:

  • Retrograde Menstruation: Bei einer retrograden Menstruation fließt das endometriale Zellen enthaltende Menstruationsblut durch die Eileiter zurück in die Beckenhöhle, anstatt den Körper durch die Vagina zu verlassen. Besagte Zellen sammeln sich an den Organen der Beckenhöhle sowie an deren Wänden an. Zudem verdicken sich diese Ansammlungen im Laufe der Zeit und schütten während jedes neuerlichen Menstruationszyklus ebenso Blut aus.
  • Zwangsweise Umformung der Zellen des Peritoneums (Bauchfelles): Hierbei handelt es sich um eine relativ neue Theorie, die davon ausgeht, dass Hormone oder immunologische Faktoren dazu führen, dass sich die Zellen des Peritoneums, also des Bauchfelles, in endometriale Zellen umwandeln. Man spricht in diesem Falle auch von der sogenannten „Induction Theory“.
  • Umformung embryonaler Zellen: Eine weitere Theorie legt nahe, dass eine Umformung embryonaler Zellen in der frühesten Phase der Pubertät, durch die vermehrte Ausschüttung und Produktion von Östrogenen, ebenso ein Grund sein könnte. Die durch diesen Vorgang wiederum entstehenden endometrialen Zellen wären erneut für die Bildung der Krankheit verantwortlich zu machen.
  • Störungen des Immunsystems: Es ist durchaus möglich, dass eine Störung des Immunsystems dafür verantwortlich zu machen ist, dass selbige die Entstehung von endometrialem Gewebe außerhalb des Uterus nicht als abnormal registriert und deswegen nichts dagegen unternimmt.
  • Transport durch das Blut: Es ist ebenso im rahmen des Möglichen, dass endometriale Zellen, auf welche Weise auch immer, in den Blutzyklus geraten und derselbe sie zu anderen Organen transportiert. Dortz können sie sich wiederum festsetzen und eine Endometriose auslösen.
  • Operative Nachwirkungen: Einige Forscher mutmaßen, dass sich endometriale Zellen and Narbengewebe, wie es beispielsweise nach einem Kaiserschnitt entstehen kann, anheften und somit die vorliegende Erkrankung auslösen können.

Die oben angeführten Beispiele sind jedoch nur eine kleine Auswahl der potentiellen Auslöser. Die tatsächliche Anzahl etwaiger ausschlaggebender Faktoren ist ungleich größer und individuell sehr unterschiedlich. Zwar ist die Endometriose als solche in seinem Auftreten sehr stringent, aber die ihm zugrunde liegenden auslösenden Ursachen könnten von Individuum zu Individuum verschiedener kaum sein.

Individuelle Faktoren können dazu führen, dass es zu einer krankhaften Veränderung der Zellen und somit zu einer Endometriose kommt. Darüber hinaus werden einige andere Erkrankungen der Gebärmutter von einer Endometriose begleitet. Die potentiellen Auslöser sind also vielerlei Natur.

Man kann sich folglich auch schlecht spezifisch gegen etwaige Ursachen schützen. Sicherlich ist es einem grundsätzlich möglich, das allgemeine Risiko durch ein vorausschauendes Verhalten zu minimieren, dennoch ist grundsätzlich davon auszugehen, dass es jederzeit jeden treffen kann – sogar Männer.

Darüber hinaus kann man im Laufe seines Lebens versuchen, die eigenen Risikofaktoren zu erkennen und lernen diese zu vermeiden. Damit ist oftmals schon viel gewonnen und eine Endometriose stellt sich wesentlich seltener ein.


Symptome & Anzeichen

Die falsch platzierten Gewebestücke der Gebärmutterschleimhaut (die Endometrioseherde) reagieren ebenso wie die eigentliche Gebärmutterschleimhaut auf Hormone. Dementsprechend verändern sie sich während der Monatszyklen. Beim Abbau der Schleimhaut kommt es zu einer Blutung. Da das Blut zumeist nicht durch die Scheide abfließt, sucht es sich einen anderen Weg und gelangt zum Beispiel bis in die Bauchhöhle.

Das dort vorhandene Gewebe nimmt das Blut auf und versucht auch es abzubauen. Da es sich jedoch um ein regelmäßig erneut auftretendes Blutungsgeschehen handelt, können Reizungen sowie Entzündungen auftreten. Je länger die Endometriose unbemerkt und unbehandelt bleibt, umso wahrscheinlicher treten Verwachsungen beziehungsweise nicht rückgängig zu machende Veränderungen auf. Sofern Blut im Bereich der Eierstöcke nicht abfließen kann, entstehen sogenannte Schokoladenzysten. Hierbei handelt es sich um Hohlräume, die mit altem Blut (das eine bräunliche Farbe hat) gefüllt sind. Fakt ist: Nicht jede Endometriose geht mit Beschwerden einher. Jedoch kommt es bei 60 bis 70 Prozent aller betroffenen Frauen zu Symptomen. Recht typisch sind Schmerzen, die während der zweiten Zyklushälfte und während der Menstruation auftreten sowie Rückenschmerzen, die zyklisch auftreten.

Nicht selten kommt es zudem zu Menstruationsstörungen und/oder Unregelmäßigkeiten bezüglich der Blutung. Wie bereits erwähnt, kann eine Endometriose zur Unfruchtbarkeit führen. Teilweise haben betroffene Frauen Schmerzen, wenn sie Wasser lassen. Festhalten lässt sich, dass sämtliche Beschwerden mit dem Zyklus zu- und auch wieder abnehmen. Als Höhepunkt aller Symptome, die mit einer Endometriose zusammenhängen, lässt sich der Zeitraum drei Tage bis einen Tag vor Beginn der Regelblutung angeben.

Da sämtliche mit einer Endometriose einhergehenden Beschwerden proportional zum Verlauf der Menstruation wieder abnehmen, können sie im günstigsten Fall bis kurz vor Beginn der nächsten Regelblutung gänzlich verschwunden sein. Abhängig davon, wo sich die Endometrioseherde befinden, bleiben Beschwerden möglicherweise aber auch bestehen. Dies trifft zumeist dann zu, wenn zu Verwachsungen der Endometrioseherde mit dem sie umgebenden Gewebe gekommen ist.

Das hauptsächlich von einer Endometriose ausgehende Symptom ist Schmerz im Bereich des Beckens, der sich zumeist relativ zeitgleich mit der Menstruation einstellt oder zumindest verstärkt. Gleichwohl Krämpfe und allgemeine Beschwerden während der Zeit der monatlichen Regelblutung keine Seltenheit sind, beschreiben betroffene Frauen dieselben als wesentlich stärker, insofern eine Endometriose mit ins Spiel kommt. Darüber hinaus berichten sie oft, dass sich die Schmerzen mit jedem Male verschlimmern. Es können jedoch noch eine Reihe weitere Symptome auffällig sein. Hierzu eine zusammenfassende Auflistung der möglichen Symptome:

  • Schmerzhafte Menstruationen (Dysmenorrhoe): Bereits einige Tage vor dem eigentlichen Einsetzen der Regelblutung kann zu teils sehr starken Krämpfen und anderen Beschwerden im Bereich des Beckens kommen, zudem stellen sich bisweilen noch Schmerzen im unteren Bereich des Rückens sowie im Bauchraum ein.
  • Unangenehmer Geschlechtsverkehr: Durch eine vorliegende Endometriose kommt es nicht selten vor, dass betroffene Frauen den Koitus als unangenehm oder sogar leicht schmerzhaft empfinden.
  • Schwierigkeiten beim Ausscheiden von Kot oder Urin: Ebenso die Verrichtung der Notdurft kann bisweilen bei Erkrankten dafür sorgen, dass sich Schmerzen einstellen. Dabei treten diese jedoch meist nur dann auf, wenn sie sich gerade im monatlichen Zyklus befinden.
  • Vermehrtes Bluten: Es kann während der Periode zu einer sogenannten Menorrhagie kommen, die sich durch eine vermehrte Absonderung von Menstruationsblut auszeichnet, aber auch Menomenorrhagien sind keine Ausnahme. Diese bedingen eine Ausscheidung von Blut zwischen den eigentlichen Monatszyklen.
  • Unfruchtbarkeit: Die genauen Zusammenhänge sind nicht immer klar zu definieren, nichtsdestoweniger scheint die Endometriose eine Unfruchtbarkeit bei Frauen auslösen zu können. So kommt es nicht selten vor, dass man die vorliegende Krankheit erst im Rahmen einer die Fruchtbarkeit determinierenden Untersuchung entdeckt.
  • Diverse weitere Symptome: Es gibt neben den oben genannten Ausprägungen der Krankheit noch weitere Symptome, die aber eher allgemeiner Natur sind, hierzu gehören unter anderem bleierne Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Unruhe, Durchfall, Fieber, Verstopfungen, Übelkeit und Brechreiz.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Einer Diagnose geht zumeist eine sogenannte Anamnese voraus, also ein Patientengespräch, das der Klärung der Krankengeschichte und der kurrent auftretenden Symptomatik gilt. Auch Ort, Intensität und Art der Schmerzen sind im Rahmen eines solchen zu klären und lenken den behandelnden Arzt damit meist schon in die richtige Richtung.

Ist die Anamnese abgeschlossen, kann sich der zuständige Mediziner weiterer Tests bedienen, um die vermutete Erkrankung entweder zu bestätigen oder auszuschließen. Bei der Endometriose gehören hierzu die genaue Untersuchung des Beckenbereichs, der Ultraschall, eine laparoskopische Untersuchung des Gewebes sowie eine detaillierte Auswertung des Krankheitsverlaufes.

Während einer Untersuchung des Beckens und des Beckenbereiches tastet der Arzt zunächst die äußeren Regionen desselben ab und ggf. Auffälligkeiten feststellen und diesen nachgehen zu können. Im Anschluss daran erfühlt er die inneren Partien des Beckens. Hierzu führt er die Finger in die Vagina oder in den Anus der Patientin ein und versucht etwaige Zysten oder krankhafte Veränderungen im Gewebe haptisch wahrzunehmen. Auch Vernarbungen des Uterus oder ähnliches sind hierbei von besonderem Interesse. Dennoch ist es nicht immer möglich, dass man die für die Endometriose verantwortlichen Häufungen von endometrialen Zellen fühlen kann, insofern diese keine Zyste oder

Im Rahmen einer Untersuchung mittels Ultraschall bedient man sich hochfrequenter Schallwellen, die ein Bild des Körperinneren auf einem Monitor zu erzeugen imstande sind. Hierbei gibt es zwei Arten des Vorgehens. Man kann entweder klassisch agieren und den sogenannten „Transducer“, also das Gerät, dass die Schallwellen erzeugt, auf den Bauch oder den Bereich des Beckens auflegen oder selbiges aber direkt in die Vagina einführen. In diesem Falle spricht man von einer sogenannten „Transvaginalen Ultraschalluntersuchung“. Die Art des Vorgehens leitet sich vom vorliegenden Fall ab und davon, welche Art der Untersuchung wohl die besten Ergebnisse liefert. Darüber hinaus ist trotzdem anzumerken, dass dieser Test keine 100%ig sicheren Ergebnisse darüber liefern kann, ob nun eine Endometriose vorliegt oder nicht. Nichtsdestoweniger kann man mithilfe dieser Untersuchung feststellen, ob es eventuell zur Bildung von Zysten oder anderen Wucherungen gekommen ist. Diese können wiederum ein Indikator für die vorliegende Erkrankung sein und darüber hinaus auch den Ort der unerwünschten Zellhäufung verraten.

Normalerweise sehen die klassischen Methoden und Vorgehensweisen der Diagnosestellung es vor, keine progressiven Mittel zur Erstellung eines Befundes einzusetzen. Bisweilen lässt sich dies aber trotz größter Bemühungen seitens des Arztes nicht verhindern. Sollte dieser Fall eintreten, verweist einen der behandelnde Arzt an einen Chirurgen, dem wiederum die Aufgabe zufällt, das Innere des Abdomens auf eindeutige Hinweise abzusuchen, die auf eine Endometriose hindeuten. Hierzu bedient er sich einer eigentlich operativ eingesetzten Behandlungsart, nämlich der sogenannten Laparoskopie. Hierfür ist die zu untersuchende Patienten zunächst unter Vollnarkose zu setzen. Im Anschluss daran setzt der zuständige Operateur einen kleinen Schnitt auf Höhe des Nabels und führt ein Instrument, das Laparoskop, ein. Mithilfe dieses Geräts ist es dem Chirurgen möglich, das Innere des Bauchraums und des Beckenbereichs unter die Lupe zu nehmen und somit nach konkreten Anzeichen für eine Endometriose zu suchen. Im Bedarfsfall ist es dem Chirurgen zusätzlich möglichen, Gewebeproben zu entnehmen, die später im Rahmen einer Biopsie auszuwerten sind. Diese Art der progressiven Diagnose gibt Aufschlüsse über Art, Ort und Ausdehnung der vorliegenden Krankheit und erleichtert damit die Planung einer effektiven Behandlung des Leidens immens.

Verlauf
Der Verlauf der Krankheit ist sehr fallspezifisch, da sich endometriale Zellen an verschiedenen Körperstellen ansiedeln können. Zwar gibt es sehr erfolgreiche dahingehende Versuche, dieses Leiden zu kategorisieren und damit besser beschreibbar und einordbar zu machen, aber die hierfür zur Verfügung stehenden Systeme sind sehr fachlich und bieten dem Laien keinen wirklichen Mehrwert. Im Wesentlichen zielen diese Einordnungen darauf ab, die Notwendigkeit eines operativen Eingriffes zu determinieren. Hierfür ist es unablässig, dass stets ein Gynäkologe sowie ein Chirurg über die bereits erhobenen diagnostischen Daten beraten und daraus die bestmögliche und schonendste Behandlung für die Patienten zusammenstellen.

Darüber hinaus gilt zu erwähnen, dass sich die durch eine Endometriose ausgelösten Symptome im Laufe der Zeit, insofern man keine medizinische Betreuung in Anspruch nimmt, verstärken und verschlimmern. Gerade die Schmerzen während der monatlichen Blutungen wachsen durch passives Verhalten seitens der Patientin nicht selten zu einem nicht auszuhaltenden Martyrium an. Nichts zuletzt deshalb sollte man sich bei einem Verdacht auf Endometriose immer untersuchen lassen.

Auch zu erwähnen gilt es, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt, die man zwar mithilfe von Medikamenten oder Operationen gut in den Griff bekommen kann, die aber dennoch immer wieder auftreten kann. Darum ist man selbst bei einer optimalen Behandlung niemals ganz sicher vor einem Rückfall, gleichwohl diese die Chancen dafür merklich minimiert.

Tödlich endet dieses Leiden in aller Regel nicht, dennoch ist es keine Seltenheit, dass zusätzlich zu den anderen auftretenden Symptomen, die Gebärfähigkeit der Betroffenen vergeht. Sprich dass erkrankte Frauen nicht mehr imstande dazu sind, Kinder zu bekommen. Dies ist nicht immer mithilfe einer Behandlung zu vermeiden und manchmal leider unabänderlicher Bestandteil dieser Krankheit.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Eine Endometriose kann jede Frau betreffen. Unabhängig von Alter, Abstammung, Vorbelastung oder der Tatsache, ob sie bereits Kinder zur Welt gebracht hat oder nicht. Auch Mädchen, die noch nicht menstruieren oder Frauen, die bereits in der Menopause sind, können betroffen sein. Dennoch gilt zu beachten, dass sich dieses Leiden am häufigsten während der Zeit der Gebärfähigkeit einstellt. Das heißt also zwischen dem ersten Auftreten der monatlichen Blutung und dem letzten Auftreten derselben.

Studien und statistische Erhebungen zeigen auf, dass etwa 6 bis 10% der Frauen weltweit von einer Endometriose betroffen sind. Hierbei kommt es zu Häufungen, wenn bereits chronische Hüftprobleme oder generell sehr starke Regelbeschwerden vorliegen. Ist dies der Fall, lässt sich eine generelle Ratio von bis zu 50% durchaus fundiert festsetzen. Das heißt im Umkehrschluss, dass Frauen, die an besonders heftigen Regelbeschwerden leiden, einen Arztbesuch nicht ausschlagen sollten, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie an der vorliegenden Erkrankung leiden sehr sehr hoch ist.

Abermals sei erwähnt, dass eine Endometriose zwar in jungen Mädchen, die noch nicht menstruieren sowie in älteren Frauen, die bereits in der Menopause sind, auftreten kann, dies aber äußerst selten nicht. Nichtsdestoweniger schützt das Alter bezüglich dieser Krankheit niemanden. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man an Symptomen leidet, die auf eine solche Krankheit hindeuten könnten. Dies gilt auch für das männliche Geschlecht. Denn in einigen seltenen Fällen kann sich nach erfolgter therapeutischer Einnahme von Östrogenen, besispielsweise während einer Behandlung von Prostatakrebs, auch bei Männern eine Endometriose bilden.

Endometriose ist ergo eine sehr diffizile und vielschichtige Erkrankung. Die aus der Diagnose gewonnenen Daten sind aus diesem Grund von äußerster Wichtigkeit für den behandelnden Arzt. Denn nur mit ihnen ist es ihm möglich, eine effektive Behandlung zu konzipieren. Sind die erhobenen Daten dagegen wenig aussagekräftig, so kann man davon ausgehen, dass auch eine Behandlung nur wenig Erfolg bringt. Es ist nicht zuletzt deswegen unabdingbar, dass man sich aller zur Verfügung stehenden Mittel bedient, um so viele Daten wie möglich zu gewinnen. Gerade auch deswegen, weil die einzelnen Untersuchungsmethoden nicht immer sonderlich effektiv sind und eher oberflächliche Ergebnisse liefern.

Besonders im Rahmen einer laparoskopische Untersuchung gewonnene Gewebeproben sind für die Diagnose unverzichtbar. Hieran durchgeführte Biopsien determinieren nicht selten den Fakt, ob eine Operation notwendig ist oder eine konservative Behandlung (sprich Medikamente) ausreicht. Somit ist es von höchster Priorität, dass Gynäkologe und Chirurg bei der Auswertung der diagnostischen Daten Hand in Hand arbeiten. Dadurch gewährleisten sie nicht nur die optimale Erkennung einer potentiellen Erkrankung, sondern garantieren auch eine maßgeschneiderte und wahrscheinlich hochgradig effiziente Form der Behandlung.


Komplikationen bei der Krankheit

Es gibt zwei schwerwiegende Arten von Komplikationen, die im Rahmen einer Endometriose auftreten können. Hierzu gehören:

  1. Unfruchtbarkeit
    Die hauptsächliche Komplikation, die immer wieder aufgrund einer Endometriose in Erscheinung tritt, ist eine Unfruchtbarkeit der betroffenen Frau. Es lässt sich konstatieren, dass etwa ein Drittel oder die Hälfte aller von dieser Erkrankung Betroffenen entweder komplett oder teilweise unfruchtbar sind. Damit eine Frau eine erfolgreiche Befruchtung erreichen kann, ist es zunächst notwendig, dass eine Eizelle sich löst, durch die Eileiter reist, dort von einem Spermium befruchtet wird und sich im Anschluss hieran in den Uterus einnistet. Liegt jedoch eine Endometriose vor, kann es geschehen, dass die Eileiter derart beschädigt sind, dass sie keine Eizellen mehr hindurch lassen können. Darüber hinaus leidet im Zuge einer solchen Erkrankung auch oftmals die Qualität der Eizellen. Dieser Umstand in Verbindung mit der stetig zu beobachtenden Qualität des männlichen Spermas, machen es sehr wahrscheinlich, dass eine erfolgreiche Befruchtung und / oder Schwangerschaft grundsätzlich eher auszuschließen ist.Dennoch ist es vielen Frauen, die lediglich an einer leichten Form dieser Krankheit leiden, durchaus möglich, schwanger zu gehen. Aber auch diese brauchen hierfür nicht selten medizinische Unterstützung, zum Beispiel im Rahmen einer künstlichen Befruchtung.
  2. Eierstockkrebs
    Wenn eine Endometriose vorliegt, erhöht sich die Chance ebenso an Eierstockkrebs zu erkranken signifikant. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das allgemeine Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken äußerst gering ausfällt. Hieraus lässt sich ableiten, dass sich zwar die allgemeine Chance auf eine solche Krebserkrankung erhöht, das generelle Risiko aber immer noch als sehr gering einzuschätzen ist.

Wie aus den oben gemachten Beispielen hervorgeht, sind Komplikationen bei der vorliegenden Krankheit durchaus möglich und sollte man sich auch Gedanken darüber machen und sich darauf einstellen, sind sie in aller Regel doch eher gravierend. Die wohl größte Gefahr, die von dieser Krankheit ausgeht, ist die Tatsache, dass sehr stark betroffene Personen bleibenden Mängel der Gebärfähigkeit zu befürchten haben. Zudem verläuft eine solche Erkrankung beinahe niemals ganz schmerzfrei und man sollte sich, je nach Betätigungsfeld, auf einige harte Wochen oder Monate einstellen.

In einzelnen Extremfällen kann die Krankheit als solche zudem das Immunsystem des Wirts angreifen und merklich schwächen. Dies sollte bei Personen mit einer normal ausgeprägten körperlicher Abwehr jedoch nur bedingt geschehen. Wesentlich häufiger betroffen hiervon sind Diabetiker, Personen, die an HIV oder AIDS leiden, Chemotherapie bekommen oder solche, die durch Alter oder Vorerkrankungen geschwächt sind.

Alles in allem sollte einem jedoch klar sein, dass die zu erwartenden Komplikationen bei einer Endometriose eher nicht geringfügiger Natur sind und man in aller Regel ernstzunehmende medizinischen Zwischenfälle zu fürchten hat. Gerade deswegen kann es sich im Zweifelsfalle anbieten, den Arzt gesondert auf das Thema anzusprechen, wenn man zu einer Risikogruppe gehört.

Grundsätzlich also sei noch einmal zusammenfassend erwähnt, dass die zu erwartenden Komplikationen doch eher großer Natur sind und man durchaus fürchten muss, von seiner Endometriose Langzeitschäden davonzutragen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Doktor ist dann aufzusuchen, wenn man einem oder mehreren der in diesem Text genannten Symptome leidet. Natürlich muss deswegen noch lange keine Endometriose vorliegen. Jede Schwankung im Hormonhaushalt kann beispielsweise Regelschmerzen hervorrufen, die stärker sind, als gewöhnlich. Auf der anderen Seite können aber genauso andere schwerwiegende Erkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen. Generell sollte bei Schmerzen oder Auffälligkeiten ein Arzt zur endgültigen Abklärung zurate gezogen werden.

Da es sich als recht kompliziert gestalten kann, eine Endometriose in den Griff zu bekommen, empfiehlt es sich, einen Besuch beim Arzt nicht herauszuzögern und sofort zu gehen, wenn auch nur der leiseste Verdacht besteht. Dies begünstigt eine frühere Erkennung des Leidens und ermöglicht es dem Arzt somit, einen detailreicheren Plan für die korrespondierende Behandlung zu erstellen. Darum sollte dem Patienten bei dieser Krankheit sowie bei jeder anderen Krankheit auch daran gelegen sein, möglichst zeitnahe nach Einsetzen der ersten Symptome bei einem Arzt vorstellig zu werden.

Eine frühe Erkennung bedeutet eine frühe Behandlung. Das erspart dem Patienten Stress, Leid und Ungemach und mindert darüber hinaus den Druck auf den zuständigen Mediziner, sodass dieser sich intensiver mit der Zusammenstellung eines adäquaten Plans zur Behandlung der Krankheit befassen kann.

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an einer Endometriose leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Je früher eine Endometriose erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits mit der Diagnose Endometriose zu tun hatte. Es kann sich bei diesem Leiden zwar um eine sehr behandlungsintensive Krankheit handeln, gerade darum ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Behandlungsmethoden & Therapie

Einzig dann, wenn Endometrioseherde überhaupt keine Beschwerden verursachen und nicht wachsen, ist eine Behandlung verzichtbar. Ansonsten sollte auf jeden Fall so früh wie möglich behandelt werden. Ebenso wie bei den meisten anderen Erkrankungen ist ausschlaggebend, welche Stelle betroffen ist und welcher Art die Beschwerden sind. Zu berücksichtigen sind aber auch das jeweilige Lebensalter und der spätere Wunsch nach Kindern. Prinzipiell kommen drei verschiedene Behandlungsarten in Betracht:

  • Medikamentöse Therapie
  • Operation
  • Kombinationstherapie

Eine medikamentöse Behandlung kann Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac beinhalten, die nicht nur gegen bestehende Schmerzen, sondern auch gegen die entzündlichen Prozesse wirken. Davon abgesehen kann auch ein Entzündungshemmer (COX-2-Hemmer) zum Einsatz kommen, der chronischen Schmerzen vorbeugt und eventuelle Begleitreaktionen der Endometriose unterdrückt.

Sind die Beschwerden sehr ausgeprägt oder chronisch, ist ein individueller Therapieplan hinsichtlich der Schmerzbehandlung zweckmäßig. Hormonelle Medikamente verabreicht man, um einerseits das Entstehen weiterer Endometrioseherde zu verhindern und um andererseits bestehende Herde zu verkleinern. Hormonelle Therapien zielen des Weiteren darauf ab, den Östrogenspiegel auf ein normales Maß abzusenken. Infrage kommen beispielsweise Gelbkörperhormone oder spezielle Östrogen-Gestagen-Kombipräparate. Leider können die meisten Hormonpräparate und Östrogenhemmer nur sehr wenig gegen die starken Schmerzen ausrichten, die eine Endometriose begleiten. Darüber hinaus zieht eine Einnahme häufig schwere Nebenwirkungen nach sich wie beispielsweise Unfruchtbarkeit oder eine plötzlich eintretende Menopause. Aus diesem Grund konzentriert sich die aktuelle Forschung vor allem auf Medikamente, welche die Entstehung neuer Nervenbahnen sowie das Zellwachstum unterdrücken sollen. Da die Forschungen hierzu noch anhalten, konnte jedoch bisher noch kein Medikament in Umlauf gebracht werden.

Bei Vorliegen einer sehr schweren Endometriose oder einer Unfruchtbarkeit, die auf diese Erkrankung zurückzuführen ist, gilt eine Operation als die bestmögliche Behandlungsmethode. Heutzutage werden die Endometrioseherde während einer Bauchspiegelung mit Skalpell, Laser oder Strom entfernt. Ein Bauchschnitt ist nur noch in den seltensten Fällen erforderlich. Die Mehrzahl der operierten Frauen, die aufgrund der Erkrankung unfruchtbar waren, wird hernach schwanger. Sollte eine Endometriose bereits recht deutliche Veränderungen bewirkt haben, kommt eine Kombinationstherapie (zumeist eine Dreistufentherapie) in Betracht. Der erste Schritt ist eine Bauchspiegelung.

Die sich anschließende medikamentöse Behandlung ist üblicherweise mehrere Monate lang durchzuführen. Nach Beendigung der medikamentösen Therapie muss nochmals eine Bauchspiegelung vorgenommen werden: Nun können Endometrioseherde entfernt werden, die im Rahmen der vorangegangenen Behandlung noch nicht beseitigt werden konnten. Außerdem geht es natürlich darum, den Erfolg der Therapieschritte beurteilen zu können.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Aufgrund der Tatsache, dass man sehr wenig über die Ursächlichkeit der Entstehung dieses Leidens weiß, ist es nahezu unmöglich Ratschläge zur Prävention zu erteilen. Darüber hinaus verstärkt sich dieser Umstand noch dadurch, dass die Endometriose relativ irregulär aufzutreten scheint.

Nichtsdestoweniger behaupten einige Forscher und Mediziner, dass die regelmäßige Einnahme der Antibabypille dafür Sorge tragen könne, dass sich das Risiko einer Erkrankung mit der Endometriose verringern. Inwieweit das zutrifft oder nicht ist kaum zu klären. Diesbezügliche Studien liegen nicht vor und sind auch nicht weiter vorgesehen.

Dennoch lassen sich einige potentielle Risikofaktoren determinieren, die eine Erkrankung zumindest theoretisch wahrscheinlicher machen und darum etwaige Hinweise auf ein tatsächliches Vorliegen derselben liefern können. Diese sind unter anderem:

  • Niemals schwanger sein oder ein Kind gebären
  • Beginn der Periode während eines vergleichbar sehr frühen Alters
  • Spätes Einsetzen der Menopause
  • Sehr kurze menstruative Zyklen (bspw. unter 27 Tagen)
  • Chronisch erhöhte Werte an Östrogenen
  • Untergewicht oder Übergewicht
  • Konsum von Alkohol – Selbst unregelmäßig eingenommene kleine Mengen
  • Verwandte mit Endometriose (z.B. Mutter, Großmutter oder Schwestern)
  • Jegliche Verhinderung eines normalen Abflusses des Regelbluts
  • Abnormale Veränderungen im Bereich der Harnleiter

Die beste „Präventionsmaßnahme“ im Bezug auf Endometriose ist nunmehr schlicht, den eigenen Körper gut zu kennen und zu beobachten. Generell empfiehlt sich hierfür ein Regelkalender, in dem Zeitpunkt, Dauer und Stärke der Menstruation sowie eventuelle Schmerzen vermerkt werden. Unregelmäßigkeiten lassen sich auf diese Weise wesentlich früher bemerken. Zudem kann ein Arzt später viele Rückschlüsse aus den gesammelten Daten ziehen und diese zum Diagnostizieren einer Endometriose nutzen.

Alles in allem sollte man also stets bedenken, dass eine Endometriose jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung mit zunehmender Stärke des Immunsystems immens ab.


Prognose zur Heilung

An und für sich ist die Prognose zur Heilung bei Endometriose nicht allzu schlecht. Natürlich kommt es hierbei sehr stark auf den vorliegenden Fall an und man sollte nicht verallgemeinern.

Bei der Endometriose ist es darüber hinaus von ausschlaggebender Wichtigkeit, dass der behandelnde Arzt die betroffene Patientin korrekt berät und ihr dabei hilft, alle Aspekte der vorliegenden Erkrankung zu verstehen. Des Weiteren ist die Prognose stark vom Willen der betroffenen Frau abhängig, ein Kind zu bekommen oder nicht. Sollte dies nicht in ihrem Interesse sein, wieso auch immer, ist eine Behandlung dementsprechend anzupassen.

Zudem muss man erwähnen, dass nicht jede Behandlung bei jeder Frau gleichermaßen gut anschlägt. Bisweilen kann es sogar vorkommen, dass alle gängigen Arten der Therapie scheitern und der Patientin nicht zu helfen ist. In diesem falle verdüstert sich die Prognose natürlich zusehends. Nichtsdestoweniger sollte man dennoch davon ausgehen, dass die meisten Therapien auf lange Sicht dazu führen, dass sich die Schmerzen stark verringern und sich die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung erhöht.

Ebenso im Hinterkopfe behalten sollte man den Umstand, dass jegliche Eingriffe oder medikamentöse Behandlungen lediglich dazu dienen, die Symptome einzuschränken und / oder zu lindern. Die Ursachen des Leidens bleiben jedoch unangetastet. Darum kommt es nicht selten vor, dass die Krankheit immer wieder ausbricht. Weshalb es unerlässlich ist, dass Betroffene oder ehemals Betroffene sich regelmäßigen Nachuntersuchungen unterziehen. Diese können wiederum der Früherkennung dienen und eine neuerliche Behandlung rechtzeitig in die Wege leiten.

Darüber hinaus konnte sich nachweisen lassen, dass Frauen, die auf natürliche Art und Weise gebären, das heißt also vaginal, gegenüber Frauen, die mittels eines Kaiserschnitts entbinden, ein vermindertes Risiko aufweisen, an einer Endometriose zu erkranken. Die Gründe hierfür sind vermutlich bei den durch einen Kaiserschnitt entstehenden Narben zu verorten.

Die allgemeine Lebenserwartung verringert sich aufgrund einer Endometriose nicht. Das ist gut für alle Betroffenen und deren Umfeld. Dennoch sind Betroffen oftmals etwa anfälliger für Krankheiten als andere Personen und sollten gewisse Aktivitäten und Speisen sowie Getränke meiden. Hiervon sollte man sich aber keine allzu großen Einschränkungen erwarten. Wenn man die notwendigen Reglements erst einmal erfolgreich in die eigene Psyche und den eigenen Alltag integrieren konnte, werden dieselben zu einem Selbstläufer.

Somit bleibt also zu sagen, dass man sich bei einer Neurodermitis nicht allzu viele Sorgen machen sollte, da einem von ärztlicher Seite sehr gut zu helfen ist und man sich darüber hinaus auch selbst sehr gut helfen kann.

Man hat also als Betroffener eher wenig zu fürchten. Sollte man allerdings zu den wenigen Unglücklichen gehören, die es besonders stark erwischt hat, so bleibt einem immer die Möglichkeit, sich vertrauensvoll an einen Arzt zu wenden.

Darüber hinaus geht für nicht vorbelastete Personen durch eine Endometriose nur eine eingeschränkte Gefahr für Leib und Leben aus. Diabetiker und HIV-Kranke jedoch sollten davon ausgehen, dass die vorliegende Erkrankung ihnen einiges mehr abfordert, als ihren gesunden Mitmenschen. Darum ist diesen Personengruppen tunlichst anzuraten, im Falle eines Ausbruchs sofort einen Arzt aufzusuchen, um schlimmeres zu vermeiden.

Damit bleibt abermals zu bemerken, dass die Prognosen für Betroffene allgemein hin sehr gut sind. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von einer mehrere Monate lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen.

Selbst wenn sich wider Erwarten gravierendere Nebenerscheinungen einstellen sollten, sieht die Prognose noch relativ gut aus. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Insbesondere allzu stark belastete Organismen müssen oftmals gezielt und komplett behandelt werden. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also sieht die Prognose sehr gut aus und man braucht sich keine Gedanken zu machen, selbst bei einer hochfrequenten Endometriose kann einem sehr schnell und effektiv geholfen werden. Es besteht also kein Grund zur Panik in Bezug auf das vorliegende Leiden.


Was ist eine TIE?

In den meisten Fällen zeichnet sich eine Ausbreitung endometrialer Zellen auf Eileiter und Eierstock oder die Scheidenwand verantwortlich für die Entstehung einer Endometriose. Es ist aber durchaus möglich, dass Organe und Körperbereiche hiervon betroffen sind, die nicht im engeren Sinne mit dem Fortpflanzungsapperat verbunden sind. Diese selteneren Fälle werden als TIE, tief infiltrierende Endometriose, bezeichnet. Typischerweise sind dann der Darm, der Harnleiter, die Blase oder die empfindlichen Nerven des Beckens, die sogenannten Nervi pelvici, betroffen.

Wie im Namen bereits angelegt ist, besiedeln Gebärmutterschleimhautzellen hier nicht nur obere Haut- und Schleimschichten, sondern dringen tief ins Gewebe des betroffenen Organs selbst ein. Die Ausdehnung der endometrialen Zellhäufung verdrängt dort zunehmend normales Gewebe und verhält sich als Raumforderung ähnlich einem Tumor oder einer Zyste. Es treten folglich ähnliche Funktionsstörungen und Schäden an den jeweiligen Organen auf. Im Rahmen der Menstruation zerfallen, angeregt durch das Ausbleiben von Progesteron, die angehäuften Zellverbindungen und beginnen zu bluten. Unter Umständen kann jedoch das Blut nicht ablaufen und verklumpt. Es können aber auch Einschlüsse gebildet werden. Hierdurch entstehen ganz unterschiedliche Beschwerden.

Eine Endometriose der Blase manifestiert sich vor allem darin, dass starke Schmerzen im Zusammenhang mit dem Wasserlassen auftreten. Zudem bemerken Betroffene meist während der Periode Blut im Urin. Die Symptome entsprechen folglich denen einer Nierenerkrankung oder einer typischen Blasenentzündung. Für Ärzte ist es aus diesem Grund sehr schwierig eine korrekte Diagnose zu stellen und die Endometriose bleibt unter Umständen lange unentdeckt. Das gilt mehr noch für den Befall des Harnleiters, der sich in erster Linie durch heftige Rückenschmerzen bemerkbar macht. Diese gehören jedoch zu den klassischen Begleiterscheinungen einer „normalen“ Endometriose und ganz allgemein auch zu gängigen Beschwerden während der Menstruation. Vor allem ein Ultraschall kann jedoch schnell Auskunft darüber geben, ob eine Endometriose als Ursache in Frage kommt. Eine Abklärung sollte indes schnellstmöglich erfolgen, da es ob der teilweise enormen Raumforderung zur dauerhaften Zerstörung von Blase und Harnleiter kommen kann. Nicht zuletzt bewirkt sie eine Zerstörung der sensiblen Nerven im Blasenbereich, wodurch in Folge keine normale Miktion mehr stattfinden kann.

Eine Besiedlung des Darms mit endometrialen Zellen, bemerken Betroffene überwiegend durch intermittierende ausstrahlende Schmerzen im unteren Rücken- und Bauchraum. Darüber hinaus können wechselnd Verstopfungen und Durchfallepisoden sowie blutiger Stuhl ein Symptom sein. Auch hier lässt sich festhalten, dass eine späte Diagnose die Gefahr birgt, dass bereits großflächig Gewebe geschädigt, wodurch mit Funktionseinschränkungen zu rechnen ist.

Eine spät erkannte Endometriose kann sich unter Umständen ebenso auf die Nervi pelvici ausweiten. In diesen Fällen ist mit sehr starken Schmerzen des Beckens, des unteren Rückens sowie des Gesäß und des Genitalbereichs zu rechnen. Sogar eine teilweise Zerstörung des Ischiasnerv ist dann möglich. Betroffene können diese Erkrankung schließlich nur noch mit starken Schmerzmitteln ertragen.

Bei Verdacht auf Endometriose sollte ein Arzt unverzüglich eine Laparoskopie vornehmen, um mittels Gewebeanalyse einen eindeutigen Befund zu erheben. Bei positivem Ergebnis ist nunmehr eine Operation unumgänglich. Da die Auswirkungen einer TIE in aller Regel sehr schwerwiegend sind, stellt jeder Zeitverzug ein Risiko mit ungewissem Ausgang dar. Darüber hinaus sollten die Zellen unbedingt daran gehindert werden sich weiter auszubreiten und auch andere Organe in Mitleidenschaft zu ziehen.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Heilmitteln verhält es sich ähnlich, wie mit den Hausmitteln. Sie sind vollkommen ineffektiv, wenn es darum geht, die Krankheit selbst zu bekämpfen. Dennoch gibt es auch hier einige Ansätze, die recht gut dafür sorgen können, zumindest die teilweise immensen Schmerzen während der Menstruation abzuschwächen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Akkupressieren
  • Bewegungstherapie
  • Kaltwasser-Behandlungen
  • Massagen
  • Yoga, Meditation, autogenes Training
  • Akupunktur und Akupressur
  • Reflexzonenmassage
  • Aromatherapie
  • Wasserkuren
  • Liegekuren
  • Saunieren
  • Gezieltes Kühlen oder Wärmen
  • Wickel
  • Reichung spezieller Tees

Prinzipiell kann jede Frau selbst entscheiden, welche Maßnahme für sie am besten geeignet ist. Die einzelnen Methoden können durchaus miteinander kombiniert werden und dienen darüber hinaus auch ganz unabhängig von einer Endometriose der Entspannung und Linderung von Menstruationsbeschwerden.

Welche Hausmittel können helfen?

Da es sich um ein innerliches Problem handelt und Hausmittel meist nur äußerlich Anwendung finden können, ist die Effektivität derselben stark beschränkt und darüber hinaus auch aus medizinischer Sicht eher nutzlos. Wenngleich viele Hausmittel bei anderen Krankheiten merkliche Abhilfe zu leisten imstande sind, so sollte man sich im Falle einer Endometriose keine allzu große Hoffnung machen.

Dennoch gibt es einige Mittelchen, die dabei helfen können, sehr starke Regelbeschwerden zumindest etwas zu reduzieren. Hierzu gehören unter anderem:

  • Spezielle Tees
  • Wärmflaschen anwenden
  • Selbst-Massagen
  • Entspannung
  • Ruhe gönnen
  • Spezielle Wickel und Badezusätze

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Schafgarbe
  • Gänsefingerkraut
  • Mönchspfeffer
  • Frauenmantel
  • Eisenkraut
  • Brennnessel

Die eben erwähnten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders bei der Bekämpfung von Regelbeschwerden in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sich aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können.

Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Kamille
  • Zypresse
  • Basilikum
  • Karottensamen
  • Weihrauch
  • Salbei
  • Wacholder
  • Jasmin
  • Lavendel
  • Majoran
  • Pfefferminz
  • Rosmarin

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Endometriose jedoch sollte man lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab.
Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt keine Diäten oder Hinweise zur Ernährung, die speziell für eine Begünstigung der vorliegenden Krankheit sorgen könnten. Es gelten die allgemeinen Hinweise darauf, dass man sich nach Möglichkeit gesund ernähren sollte, um das Immunsystem zu stärken und somit künftigen Krankheiten aus dem Wege zu gehen.

Insbesondere zu vermeiden gilt es raffinierten Zucker, Fast Food, Junk Food, Fertiggerichte und minderwertiges Fleisch. Dagegen sollten Obst, Gemüse, Fisch, Hülsenfrüchte und generell ballaststoffhaltige Lebensmittel konsumiert werden. Zudem stehen einige Lebensmittel im Verdacht, Menstruationsbeschwerden zu mildern. Hierzu gehören unter anderem Kürbiskerne, Sellerie oder Fisch, der reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Ob diese Nahrungsmittel tatsächlich hilfreich bei akut auftretenden Schmerzen sind, ist natürlich fraglich. Es schadet jedoch in keinem Falle, es einmal zu probieren, da es sich um gesunde Speisen handelt, die generell gut mit einer gesunden Ernährungsweise vereinbar sind.
Im Zweifel ist es als förderlich zu betrachten, wenn man einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsucht und sich dahingehend beraten lässt.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man durch eine Endometriose unfruchtbar ist?
Die Beantwortung dieser Frage hängt von der Schwere des vorliegenden Falles ab. In aller Regel sollte man aber davon ausgehen können, dass eine Befruchtung trotz dieser Erkrankung zu bewerkstelligen ist. Irreparable Unfruchtbarkeit tritt etwa bei 30% der betroffenen Frauen auf. Damit bleibt zu sagen, dass die restlichen 70% durchaus auf Nachwuchs hoffen können, wenngleich man bisweilen medizinisch nachhelfen muss.

Ist die Endometriose erblich?
Man weiß es nicht, dennoch sprechen einige Faktoren dafür, dass dieses Leiden erblich sein könnte. Insbesondere der Umstand, dass es familiär gehäuft auftritt. Dies könnte allerdings auch aus anderen Gründen resultieren. Man sollte daher nicht gleich den Teufel an die Wand malen, nur weil Mutter, Großmutter oder Schwester eventuell an dieser Erkrankung leiden. Eine medizinische Untersuchung bringt aber darüber Aufschlüsse und sollte auch in Anspruch genommen werden.

Ist Geschlechtsverkehr trotz dieser Krankheit möglich?
Ja, es ist grundsätzlich möglich, den geschlechtlichen Akt auszuüben, auch wenn eine Endometriose vorliegt. Nichtsdestoweniger kann ein solcher oftmals zu größerem Unbehagen seitens der Frau führen. Die Vagina ist durch dieses Leiden oftmals überstrapaziert, wund oder gar verformt. Alle diese Faktoren führen im Endeffekt dazu, das der Geschlechtsakt zu einem regelrecht Martyrium heranwachsen kann. Dies ist aber sehr stark von Fall zu Fall unterschiedlich. Manche Frauen verspüren auch trotz der Erkrankung keinen Unterschied während des Koitus.

Meine Partnerin leidet an Endometriose – was nun?
Zunächst einmal sei gesagt, dass Endometriose eine ernste und sehr schmerzhafte Krankheit darstellt. Besonders während der Menstruation wird Ihre Partnerin mit sehr starken Schmerzen zu kämpfen haben, die mitnichten vergleichbar mit „normalen“ Regelschmerzen sind. Haben Sie also Verständnis dafür, dass Ihre Partnerin in dieser Zeit wohl kaum an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen wird.

In manchen Fällen wirkt sich Endometriose stark auf das Sexualleben der Frau aus: Krämpfe und Schmerzen können den Geschlechtsverkehr teilweise unmöglich machen. Hier gilt: Nehmen Sie Rücksicht und bauen keinen Druck auf. Ein „Nein“ Ihrer Partnerin sollte mitnichten Ihr Ego verletzen. Sind die Schmerzen moderat können Sie gemeinsam versuchen mit der richtigen Stellung und genügend Gleitmittel eine schmerzfreie Möglichkeit für den Akt zu entdecken.
Am gravierendsten auf eine Partnerschaft wirkt sich die Endometriose dann aus, wenn sie Unfruchtbarkeit zur Folge hat. Das gilt ganz besonders in jenen Fällen, in denen sich beide Kinder wünschen. Sprechen Sie am besten mit ihrem Arzt darüber, was nun zu unternehmen ist. Vielleicht ist auch der Besuch einer Paartherapie nötig. Bedenken Sie stets: Ihre Partnerin hat sich diese Erkrankung selbstverständlich nicht ausgesucht. Versuchen Sie sie zu unterstützen und ihr beizustehen.

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