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Mäusedorn

by Danaae
Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus), Stacheliger, Dornmyrte, Heilpflanze, Wurzel, Extrakt

Stechende Mäusedorn
Fritz Geller-Grimm and Felix Grimm, Bedarieux fg18, CC BY-SA 3.0

Der Mäusedorn ist eine seit der Antike bekannte Heilpflanze, welche heute vor allem bei Venenschwäche und Hämorrhoiden Anwendung findet. Genutzt werden bspw. Tabletten, Kapseln oder Cremes, welche Extrakte der Mäusedorn-Wurzel enthalten.

Die Wirkung der Pflanze ist derzeit zwar noch nicht vollständig belegt, sie gilt jedoch aufgrund von Daten aus Studien als plausibel. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Nebenwirkungen außerdem sehr selten.

Stechender Mäusedorn

  • Systematik: Monokotyledonen
  • Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
  • Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • Unterfamilie: Nolinoideae
  • Gattung: Mäusedorne (Ruscus)
  • Art: Stechender Mäusedorn
  • Wissenschaftlicher Name: Ruscus aculeatus L.
  • Synonyme: Stacheliger Mäusedorn; Dornmyrte; Stechmyrte

Mäusedorn als Heilpflanze

Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus)

Der Stechende Mäusedorn, auch Dornmyrte oder Stacheliger Mäusedorn genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse, welche vielseitig zu Heilzwecken verwendet wird. Das pflanzliche Arzneimittel findet unter anderem bei chronisch-venöser Insuffizienz (CVI) und Hämorrhoiden Anwendung.

Stacheliger Mäusedorn oder Dornmyrte, Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus)

Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus), Illustration Ruscus aculeatus0, als gemeinfrei gekennzeichnet

Genutzt werden dabei meist Extrakte, die aus der Wurzel des Stechenden Mäusedorns gewonnen werden. Diese enthalten Flavonoide und Steroidhormone, welche den Studien zufolge Schwellungen der Beine entgegenwirken, die kleinsten Blutgefäße abdichten und deren Tätigkeit erhöhen können.

Allerdings mangelt es derzeit noch an qualitativ hochwertigen Studien am Menschen. Viele der Forschungen wurden lediglich im Labor oder an Tieren durchgeführt. Während die Wirksamkeit bei einer Venenschwäche durch eine randomisierte, placebokontrollierte Humanstudie belegt ist, existieren derzeit keine Studien am Menschen welche die Wirkung bei Hämorrhoiden nachweisen.

Aufgrund von Hinweisen aus den Forschungen und der langjährigen Anwendung des Mäusedorns bei genannten Leiden, gilt die Wirkung der Pflanze jedoch als plausibel und dessen Verwendung als risikoarm.

Aus genannten Gründen wird der Mäusedorn als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung der Beschwerden einer chronischen Veneninsuffizienz und Hämorrhoiden eingestuft. Darüber hinaus gibt es auch Hinweise dafür, dass der Stachelige Mäusedorn bei Sportverletzungen, dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) und Ödemen (Wasseransammlungen) helfen könnte.

Die Heilpflanze ist beispielsweise in Form von Tablette, Kapseln oder Cremes erhältlich, welche Extrakte oder Pulver der Wurzel beinhalten. Empfohlen werden vor allem Fertigpräparate, in denen die Wirkstoffe in standardisierter Dosis vorliegen.

Wissenswert: Der Stechende Mäusedorn wurde vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2002 gekürt.

Etymologie: Die Wortherkunft des Mäusedorns ist ungeklärt. Es wird vermutet, dass die Zweige der Pflanze in der Nähe von Fleisch aufgehängt wurden, um Mäuse davon fernzuhalten. Da der Halbstrauch außerdem stechende Stachelspitzen besitzt, wird er auch als Stechender oder Stacheliger Mäusedorn bezeichnet.


Verwendung & Geschichte

Wie und für was wird Mäusedorn verwendet?

Heutzutage wird der Mäusedorn praktisch ausschließlich zu medizinischen Zwecken genutzt. In der Antike fanden die frischen und weichen Stängel allerdings auch als Nahrungsmittel Anwendung.

So ist in der Enzyklopädie des römischen Historikers Plinius der Ältere zu lesen, dass die leicht bitter schmeckenden jungen Treibe statt des Spargels in Speisen genossen werden können und harntreibend wirken.

Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus), Stacheliger, Dornmyrte, Heilpflanze, Wurzel, Extrakt

No machine-readable author provided. Aroche assumed (based on copyright claims)., Ruscus aculeatus fleur, CC BY-SA 3.0

Auch andere Völker nutzen den Mäusedorn im Laufe der Geschichte als Heilkraut. Neben der Verwendung als Diuretikum wurde das Gewächs beispielsweise auch als Abführmittel, zur Behandlung von Schwellungen und Knochenbrüchen oder zur Beseitigung von Nierensteinen eingesetzt.

Darüber hinaus fand der Mäusedorn aufgrund seiner flachen und steifen Zweige auch zur Herstellung von Besen Verwendung. Den Überlieferungen zufolge wurden die Besen vor allem zum Reinigen von Metzgerblöcken genutzt. Im Englischen heißt die Pflanze „Butcher’s Broom“ was „der Besen des Metzgers“ bedeutet.

Neuere Forschungen ergaben dabei, dass die Besen antibakterielle Wirkstoffe enthielten. Neben dem praktischen Nutzen hatten die Mäusedorn-Besen also auch eine hygienische Funktion, was womöglich auch zu deren Beliebtheit und der englischen Bezeichnung beigetragen haben könnte.

Verwendung des Mäusedorns als Heilpflanze

Zu medizinischen Zwecken findet die Wurzel der Pflanze Anwendung. Gemäß dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) wird das pflanzliche Medikament (Droge) wir folgt definiert:

  • Mäusedorn-Wurzelstock (Rusci aculeati rhizoma)
    Die unterirdischen, getrockneten, ganzen oder zerkleinerten Teile des Stechenden Mäusedorns (Ruscus aculeatus), welche einen Mindestgehalt an Saponinen (berechnet als Ruscogeninen) enthalten.
  • Synonyme: Radix Rusci, Rhizoma Rusci, Myrtendorn, Mäusedornwurzelstock

Der Wurzelstock wird laut dem HMPC (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel) wie folgt als traditionelles pflanzliches Arzneimittel (Einstufung: „traditional use“) verabreicht:

  • Pulverisiert oder
  • in Form von Trockenextrakten
  • zum Einnahmen in einer festen Form wie bspw. als Tablette

Präparate & Produkte

Produkte und Präparate mit Mäusedorn

Der Mäusedorn ist unter anderem in folgenden Darreichungsformen auf dem Markt erhältlich:

  • Extrakte (Trockenextrakte oder Flüssigextrakte)
  • Pulver (der pulverisierte Wurzelstock)
  • Tee (getrockneter und zerkleinerter Wurzelstock)
  • Tinkturen & Urtinkturen (Alkoholischer Kräuterauszug; auch als Kräuterelixier, Essenz oder Kräuterbitter bezeichnet)
Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus), Stacheliger, Dornmyrte, Heilpflanze, Wurzel, Extrakt

Mäusedorn Wurzelstock
Maša Sinreih in Valentina Vivod, Rusci1, CC BY-SA 3.0

Präparate mit Mäusedorn-Extrakten oder -Pulvern sind:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Cremes
  • Salben
  • Gele

Bei genannten Produkten handelt es sich oftmals um Kombinationspräparate, also Arzneimittel, in denen neben Mäusedorn auch noch weitere Heilpflanzen wie zum Beispiel Arnika, Rosskastanie und/oder Ginko enthalten sind.

Was ist Mäusedorn Extrakt?

Als Extrakt oder Drogenauszug werden Zubereitungen bezeichnet, welche mittels Extraktion aus Arzneidrogen gewonnen werden. Die Extraktion ist ein Trennverfahren, bei welchem bestimmte Komponenten mithilfe eines Extraktionsmittels (Lösungsmittel) aus einem Stoffgemisch bzw. Naturstoff gelöst werden.

Beim Mäusedorn-Extrakt (Rusci aculeati extractum) werden also bestimmte Wirkstoffe, beispielsweise mithilfe von Alkohol, aus dem Wurzelstock der Pflanze gewonnen. Vorteilhaft bei der Verwendung von standardisierten Mäusedorn-Extrakten ist, dass der Gehalt der Wirkstoffe hierbei in einer definierten Menge vorliegt.

Abhängig von der Beschaffenheit der dabei entstehenden Extrakte wird zwischen flüssigen, halbfesten und festen Extrakten unterschieden (Flüssigextrakt, Dickextrakt, Trockenextrakt). Die Extrakte sind in zahlreichen Medikamenten enthalten, etwa in Tabletten und Kapseln oder in Cremes, Salben und Gelen.

Was ist Mäusedorn Pulver?

Als Mäusedorn-Pulver wird der getrocknete und pulverisierte Wurzelstock des Stechenden Mäusedorns bezeichnet. Das Pulver kann beispielsweise als Tee zubereitet, in Smoothies gegeben oder zur Herstellung von Salben und Ölen verwendet werden.


Anwendung & Wirkung

Anwendungsgebiete – Für was ist Mäusedorn gut?

Der Stechende Mäusedorn wird traditionell bei verschiedenen Leiden eingesetzt, beispielsweise als Schweiß- und Harn-treibendes Mittel. Während es zu diesen Anwendungen keine wissenschaftlichen Belege gibt, konnten kontrollierte Studien vor allem bei einer chronisch-venösen Insuffizienz eine Wirksamkeit belegen.

Darüber hinaus waren Mäusedornextrakte in Forschungen auch bei der Behandlung von durch Hämorrhoiden hervorgerufenen Beschwerden wie Juckreiz und Brennen dem Placebo überlegen.

Außerdem wirkt die Heilpflanze den derzeitigen Untersuchungen zufolge wahrscheinlich auch entzündungshemmend und antiödematös. Somit zählen unter anderem auch Sportverletzungen und Wasseransammlungen (Flüssigkeitsansammlungen) zu den potentiellen Anwendungsgebieten.

Anwendungen

Medizinisch anerkannte Anwendungsgebiete vom Mäusedorn sind:

Wasser Einlagerung Beine Ödem Wassereinlagerung Wasser in den Beinen, Lymphödem, Ödem, Waseransammlung, Flüssigkeitsansammlung

  • Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) – unterstützende Therapie bei Beschwerden wie:
  • Hämorrhoidenbei Beschwerden wie:

Der HMPC (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel) stuft den Mäusedorn als traditionelles pflanzliches Arzneimittel (Einstufung „traditional use“) ein. Er kommt in seiner Monographie (umfassende wissenschaftliche Einzeldarstellung) zum Schluss, dass Mäusedorn-Präparate aufgrund ihrer langjährigen Anwendung zur Linderung von Beschwerden leichter Durchblutungsstörungen wie einem Schweregefühl in den Beinen sowie zur Linderung von Brennen und Juckreiz bei Hämorrhoiden genutzt werden können, insofern ein Arzt zuvor ernste Erkrankungen ausgeschlossen hat.

Auch die ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) und die Kommission E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) bewerten die Pflanze positiv und erkennen die Nutzung des Mäusedorns bei der unterstützenden Behandlung von Beschwerden bei CVI und Hämorrhoiden an.

Wirkung vom Mäusedorn

Der derzeitigen Studienlage zufolge, besitzt der Mäusedorn folgende Wirkungen:

  • vasokonstriktorisch (Gefäß-verengend) und somit erhöhend auf die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes
  • entzündungshemmend (antiinflammatorisch)
  • antiödematös (gegen Wasseransammlungen)

Venenschwäche – Wirkungsweise

Chronisch-venöse Insuffizienz (Venenschwäche) – Wie wirkt Mäusedorn?

Mittlerweile konnten zwar mehrere Studien die Wirksamkeit des Mäusedorns bei einer chronisch venösen Insuffizienz (Venenschwäche) belegen, allerdings wurden viele davon lediglich im Labor oder an Tieren durchgeführt, während die Studien am Menschen meist nicht kontrolliert und somit auch nicht ausreichend aussagekräftig waren.

Zu der Wirksamkeit bei einer chronischen Veneninsuffizienz liegt derzeit eine kontrollierte Humanstudie vor (randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert), in welcher allerdings nur Frauen untersucht wurden.

In genannter Studie konnte gezeigt werden, dass die Präparate zu einer signifikanten Abnahme des Beinvolumen der Patientinnen führten. Außerdem berichteten die Probandinnen von der Verbesserung ihrer Symptomen wie einem Schweregefühl in den Beinen.

Der genaue Wirkmechanismus ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. Für die medizinische Wirkung werden jedoch die in der Wurzel enthaltenen Flavonoide und Steroidhormone verantwortlich gemacht.

Diese führen den Forschungen zufolge einerseits zu einer Erhöhung des venösen Tonus. Sie stimulieren also die Muskelzellen der Venen, wodurch sich deren Spannkraft erhöht. Dies führt wiederum zu einer Verengung der Gefäße (Vasokonstriktion) und somit zu einer verstärkten Durchblutung, sodass das Blut besser von dem Beinen abtransportiert werden kann.

Bei der chronisch-venösen Insuffizienz (Venenschwäche) werden die Blutgefäße außerdem durchlässig, wodurch Flüssigkeit in das nahegelegene Gewebe austritt. Dies führt zu chronischen Entzündungen, verdickten Zellen der Unterhaut und einem verhärteten Bindegewebe.

Auch hierbei kann der Mäusedorn den Untersuchungen zufolge helfen. Studien zeigen, dass Extrakte der Pflanze den Transport von Lymphflüssigkeit stimulieren und somit gegen Wasseransammlungen wirksam sind.

Das Lymphsystem ist vor allem als Teil des Abwehrsystems bekannt, spielt jedoch auch beim Flüssigkeitstransport eine wichtige Rolle. Das in der Wurzel enthaltene Ruscogenin stimuliert die Aktivität des Lymphsystems, wodurch das Wasser besser vom Gewebe in den Blutkreislauf abtransportiert werden kann.

Neuere Studien legen darüber hinaus nahe, dass der Mäusedorn auch Elastin, also die Stützfaser der Venen, schützt, wodurch die Blutgefäße elastischer bleiben.


Weitere Einsatzgebiete

Weitere mögliche Anwendungen vom Mäusedorn

Neben den bereits genannten Anwendungen könnte der Mäusedorn möglicherweise auch bei folgenden Einsatzgebieten helfen:

  • Sportverletzungen (z. B. Quetschungen, Verstauchungen)
  • Ödeme und Lymphödeme (Flüssigkeitsansammlungen)
  • PMSPrämenstruelles Syndrom (signifikante Verbesserung der Mastodynie, also einem Spannungsgefühl in den Milchdrüsen)

Zu den oben genannten Verwendungen gibt es zwar Hinweise aus Studien, jedoch noch keine eindeutigen Beweise.

RegelschmerzenDie Ergebnisse einer doppelblinden, randomisierten Studie zeigten, dass Mäusedornextrakt Brustschmerzen (bzw. Mastodynie) bei Frauen mit PMS (Prämenstruelles Syndrom) statistisch signifikant gegenüber dem Placebo senken konnte.

Mittlerweile haben sich außerdem mehrere Forschungen mit der Anwendung von Mäusedorn-Extrakten bei Sportverletzungen beschäftigt. In den Untersuchungen konnte eine entsprechende Creme die Schmerzen der Betroffenen besonders in den ersten Tagen verglichen mit dem Placebo signifikant senken. Die Probanden litten an Verstauchungen oder Quetschungen der Füße oder Unterschenkel.

Die in einem Wurzelextrakt enthaltenen Steroidsaponine zeigten in einem Tierversuch zudem entzündungshemmende Eigenschaften.

In einer in-vitro-Studie ließ sich darüber hinaus auch das Zellwachstum von Leukämie-Krebszellen mithilfe der Wirkstoffe hemmen.


Einnahme & Dosierung

Mäusedorn richtig einnehmen und dosieren

Möchten Sie Mäusedorn als Heilmittel einnehmen, empfehlen sich vor allem standardisierte Fertigpräparate (z. B. Gele oder Kapseln), also Medikamente, in denen die Extrakte der Pflanze in vordefinierter Dosierung enthalten sind.

Entsprechende Extrakte wurden auch in den Forschungen verwendet, welche eine Wirksamkeit des Mäusedorns nachweisen konnten. Ob beispielsweise Mäusedorn Tee auch hilfreich ist, ist hingegen ungeklärt.

Einnahme-Hinweise

  • Medizinische Mäusedorn-Präparate sind nur bei Erwachsenen anzuwenden
  • Nehmen Sie das Präparat nach Packungsbeilage bzw. Rat Ihrer Ärzte ein
  • Halten Ihre Symptome über zwei Wochen lang an und/oder verschlechtern sich diese, sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen

Dosierung von Mäusedorn abhängig von der Darreichungsform

In den Forschungen zur Heilpflanze wurden vor allem nachfolgend genannte Darreichungsformen und Dosierungen verwendet. Sie können diese der Packungsbeilage des Medikaments unter den Inhaltsstoffen entnehmen.

Bei Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz) und Hämorrhoiden

Zur Linderung von Beschwerden wie Schweregefühl in den Beinen bzw. Brennen und Juckreiz:

  • Mäusedorn-Pulver
    (pulverisierter Wurzelstock)
  • Trockenextrakt
    1. Drogen-Extrakt-Verhältnis (DEV): 2,5-6,5:1;
      Lösungsmittel: Wasser
    2. DEV: 5-8,5:1;
      Lösungsmittel: 80 % Alkohol (Ethanol)
    3. DEV: 6-9:1;
      Lösungsmittel: 96 % Alkohol (Ethanol)

Entsprechende empfohlene Dosierungen sind (Erwachsene):

  • Pulver:
    • 3 mal am Tag 350 mg
  • Trockenextrakt:
    1. 150 bis 200 mg; Tagesdosis: 450 mg
    2. 86 mg; 1 bis 2 mal täglich
    3. 45 mg; 2 Mal täglich (nur bei CVI)

Mäusedorn Tee tee , tasse , topf , teeblätter , gießen , tee einschenken , teezeit , tee-zeremonie , getränk , heißen tee , trinken , geschirr , teekanne , traditionell , schwarzer tee , grüner tee ,

Zubereitung von Mäusedorntee:

  • 3 g Tee (getrockneter und zerkleinerter Wurzelstock)
  • mit 150 ml (1 Tasse) kochendem Wasser übergießen
  • Ziehzeit: 10 Minuten bedeckt ziehen lassen
  • Tagesdosis: maximal 2 Tassen täglich trinken

Inhaltsstoffe & Wirkstoffe

Inhaltsstoffe – Was ist in Mäusedorn drin?

Der Wurzelstock des Stechenden Mäusedorns enthält folgende Wirkstoffe:

  • bis zu 6 % Saponine (Gemisch aus etwa 30 Steroidsaponinen), insbesondere Ruscogenine:
    • Ruscogenin
    • Neoruscogenin
  • Triterpene
  • ätherisches Öl (geringe Mengen)
  • Flavonoide; u. a.:
    • Rutin
    • Vitexin
    • Isoquercitrin
    • Narcissin
    • Nicotiflorin
    • Orientinglucosid
    • Schaftosid
  • Außerdem: Sitosterol, Stigmasterol, Chrysophansäure, Campesterol, Fettsäuren, Lupenon, Euparon, Ruscolidbenzofuran

Die Wurzel des Mäusedorns enthält bis zu 6 Prozent Saponine bzw. ein Gemisch aus ca. 30 verschiedenen Steroidsaponinen des Typs Furostanol und Spirostanol. Nach der sogenannten Hydrolyse wird eine Komponente der Stoffe durch ein Wasserstoffatom ersetzt.

Es entstehen die Aglyka Ruscogenin und Neoruscogenin, welche als Ruscogenine bezeichnet werden. Diesen wird zugeschrieben, Venentonus-erhöhend, kapillar-abdichtend, entwässernd und entzündungshemmend zu wirken.


Risiken & Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Mäusedorn – Ist Ruscus giftig?

Die Einnahme von Mäusedorn zu medizinischen Zwecken gilt im Allgemeinen als gut verträglich. In seltenen Fällen kann es zu Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden und Übelkeit kommen. Die Beeren der Pflanze sind allerdings giftig und daher nicht zur Einnahme geeignet.

Tipp: Neben dem Mäusedorn findet bspw. auch die Rosskastanie bei Venenleiden und Hämorrhoiden Anwendung. Einerseits ist zwar die Wirksamkeit bei der Rosskastanie besser durch Studien belegt, dafür gilt der Mäusedorn nach derzeitigem Kenntnisstand als verträglicher.

Gegenanzeigen (Kontraindikation) – Wer sollte kein Mäusedorn einnehmen?

In folgenden Fällen wird aufgrund fehlender Studien zu potentiellen Risiken von einer Einnahme abgeraten:

Wechselwirkungen – Interaktion mit anderen Medikamenten

Zu den potentiellen Wechselwirkungen zwischen Mäusedorn und anderen Arzneimitteln liegen derzeit noch keine ausreichenden Daten vor. Aufgrund der angenommenen Wirkungsmechanismen des Mäusedorns, sind Wechselwirkungen jedoch denkbar, vor allem mit folgenden Medikamenten:

  • α1-Adrenozeptorantagonisten (blutdrucksenkende Medikamente)
  • α-Sympathomimetika (Vasokonstriktiva)

Holen Sie sich im Zweifelsfall vor der Einnahme sicherheitshalber ärztlichen Rat ein.


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