Lymphödem

Steckbrief: Lymphödem

  • Name(n): Lymphödem
  • Art der Krankheit: Gefässerkrankung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Mittelalter
  • Behandelbar: primär ja
  • Art des Auslösers: Lymphstauung
  • Wieviele Erkrankte: unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Gefässspezialist
  • ICD-10 Code(s): I89.0 Lymphödem anderen Orts oder I97.2 Lymphödem nach Mastektomie oder Q82.0 hereditäres Lymphödem

Flüssigkeitsansammlung im Körper

Viele kennen es. Bei den meisten ist es harmlos. Oft gibt es einen offensichtlichen Grund dafür. Angeschwollene Glieder oder das Gefühl voller Wasser zu sein, ist meist sehr unangenehm.

Im Sommer, wenn es heiß ist, schwellen die Gliedmaßen an. In der Schwangerschaft sind Wassereinlagerungen keine Seltenheit. Und beim Sport kann es vorkommen, dass man sich hinterher schwächer und aufgedunsener fühlt, als vorher. Solange dieses Phänomen nicht öfters oder gar dauernd auftritt, ist kaum Grund zur Sorge.

Doch was kann dahinter stecken, wenn immer die gleiche Stelle betroffen ist oder die Schwellungen Schmerzen bereiten? Lymphödeme könnten die Antwort sein.

Definition Lymphödeme

Ein Lymphödem ist eine Flüssigkeitsansammlung im Lymphsystem, welches durch eine Stauung der Lymphflüssigkeit verursacht wird. Dabei entsteht ein solcher Stau in aller Regel vor einem Lymphknoten. Die Lymphknoten befinden sich im Hals-Schlüsselbeinbereich, im Achselbereich und im Leistenbereich.

Kommt es zu einem Lymphödem, so entsteht ein Rückstau der Lymphflüssigkeit. Es kann dabei Wasser in das umliegende Gewebe dringen und die Struktur dessen zerstören. Die Folge sind vergrösserte Lymphknoten und Schwellungen im Bereich des Rückstaus. Die Schwellungen treten meist an den Armen oder Beinen auf. Es können aber auch der Kopf, der Hals der Rumpf oder die Genitalien betroffen sein.

Die Lymphknoten schwellen je nach Ausmass der Stauung auf unterschiedliche Grössen an. Da Lymphknoten normalerweise nicht ertastbar sind, deutet eine Vergrösserung immer auf eine entzündliche Reaktion hin. Schwillt dabei noch das umliegende Gewebe oder der Körperteil an, so kann von einer Stauung oder einem Lymphödem ausgegangen werden.

Was ist ein Lymphödem?

Das Lymphödem selbst ist eine chronische Erkrankung. Es entsteht langsam und unbemerkt.

Das Lymphsystem ist Teil unseres Abwehrsystems. Die Aufgabe des Lymphsystems ist es demnach, als Teil des Immunsystems, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig einzugreifen. Daneben entsorgt es vom Körper nicht benötigte Stoffe aus den Blutbahnen und Geweben.

Der Transport findet über eine Flüssigkeit, welche durch die Lymphbahnen fliesst, statt. Diese Lymphflüssigkeit besteht aus verschiedenen Bestandteilen. Neben den Bestandteilen, welche in der Gewebsflüssigkeit enthalten sind, aus der die Lymphflüssigkeit gebildet wird, enthält sie vor allem Lymphozyten. Diese sind für den Abtransport des „Abfalls“ im Körper verantwortlich. Dieser Abfall wird über das System aufgesaugt und in die grösseren Lymphgefässe transportiert. Dort zerstören die Lymphozyten die für den Körper nicht brauchbaren Materialien gleichermassen wie Bakterien und Viren.

Ein Lymphödem entsteht, wenn eine Stauung der Lymphflüssigkeit aufgrund einer geringen oder eingeschränkten Transportkapazität auftritt oder wenn der Körper einen viralen oder bakteriellen Infekt durchmacht. Durch die Stauung kommt es zu einem Anschwellen der Lymphgefässe und der Lymphknoten. Die dadurch entstehende sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung findet im Zwischenzellraum der Haut in den haarfeinen Lymphgefässen statt.

Die Schwellungen sind manchmal so klein, dass sie kaum wahrgenommen werden und können auch spontan und unbemerkt wieder verschwinden. Allerdings kann ein Lymphödem auch deutlich sichtbar werden und schmerzen.

Bei einem Infekt kommen die Lymphozyten nicht rechtzeitig mit der Zerstörung nach wodurch der Stau entsteht. Bei einer Einschränkung der Transsportfähigkeit kann nicht mehr das übliche Volumen an Abfallprodukten bewältigen werden. Unabhängig davon, was die Ursache ist, sind vergrösserte Lymphknoten ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.


Welche Ursachen gibt es?

Verschiedene Krankheiten können ein Lymphödem verursachen. Dabei ist zwischen der primären Form eines Lymphödems und dem sekundären Lymphödem zu unterscheiden.

Ursachen der primären (hereditären) Form
Ein primäres Lymphödem ist anlagebedingt, also angeboren. Die Ödeme können von Geburt an auftreten oder sich auch erst später entwickeln. Der Grund für primäre Lymphödeme sind Entwicklungsstörungen des Lymphsystems. Durch die Entwicklungsstörungen können die Lymphgefässe in zu geringem Masse oder gar nicht vorhanden, zu schmal oder zu weit sein. Bei einer fehlenden Entwicklung des Lymphsystems ist ein Überleben nicht möglich, es führt im Mutterleib oder direkt nach der Geburt zum Tod. Eine veränderte Zusammensetzung der Lymphflüssigkeit kann ebenfalls zu einem primären Lymphödem führen.

  • Die Milroy-Krankheit:

Die Milroy-Krankheit ist eine angeborene, während oder kurz nach der Geburt in Erscheinung tretende Erkrankung. Dabei sind die Lymphgefässe der unteren Extremitäten betroffen. Die Schwellungen sind schmerzlos und zeigen keine Entzündungszeichen.

  • Meige-Krankheit

Diese Lympherkrankung tritt erst in der Pupertät und mit weiteren Anomalien auf. Auch hier sind die unteren Extremitäten betroffen, aber auch das Gesicht, der Thorax, die oberen Extremitäten oder die Genitalien können Ödeme bilden. Die Schwellungen sind im Gegensatz zu der Milroy-Krankheit schmerzhaft und weisen Entzündungszeichen auf. Weitere Anomalien sind z. B. Cholestase, Minderwuchs oder Hypogenitalismus.

Ursachen eines sekundären Lymphödems
Sekundäre Lymphödeme werden durch Krankheiten oder Verletzungen erworben. Daher gibt es unzählige mögliche Ursachen für diese Art Ödem. Beispiele hierfür sind:

  • Verletzungen
  • Verstauchungen
  • Narben
  • nach Operationen wie z. B.: Brustkrebsoperationen; Operationen bei Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs
  • bei/nach Strahlenbehandlungen bei Mitbestrahlung der Lymphknoten: z. B. Metastasen in den Lympknoten der Achselhöhle bei einem Mammakarzinom; chronisch-venöse Insuffizienz

Der Grund dafür, dass Lymphödeme nach z. B. Operationen auftreten können, ist die mechanisch ausgelöste Insuffizienz des Lymphsystems.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome und Anzeichen eines Lymphödems sind abhängig von ihrer Form. Daher kann die Art des Lymphödems an der Form ihrer Symptome erkannt werden.

Primäres Lymphödem
Bei einem primären Lymphödem sind oft beide Seiten betroffen. D. h. es treten gleichzeitig Ödeme in der linken sowie in der rechten Körperhälfte auf. Die Ödeme breiten sich von unten nach oben aus. Auf die Beine bezogen bedeutet dies, dass erst die Zehen anschwellen und die Schwellung sich dann über den Fuss und die Knöchel ausbreitet, bevor sie schliesslich über den Unterschenkel in den Oberschenkel hochsteigt.
Weitere Symptome sind:

  • Kastenzehen

Bei Druck auf die Zehen nehmen diese eine viereckige Form an.

  • Das Stemmerzeichen

Aufgrund der Wassereinlagerungen lässt sich auf dem Fussrücken keine Falte mehr abheben.

  • Formveränderungen der Extremitäten

Durch die Schwellungen kann es zu Elephantiasis kommen.

  • Neigungen zu Hautinfektionen

Die starke Spannung der Haut, welche durch die Schwellungen entsteht, lässt die Haut brüchig werden. Bakterien und Parasiten können leichter eindringen.

Sekundäres Lymphödem
Im Gegensatz zum primären Lymphödem ist meist nur eine Seite betroffen. Die Ödeme breiten sich von oben nach unten aus und die Füsse und Zehen weisen keine Ödeme auf.

Erstes Symptom ist meist eine teigige Schwellung in den Achseln oder den Leisten abhängig vom Ursprung der Grunderkrankung. Beim Drücken auf die betroffene Stelle bleibt eine Delle zurück, welche nur langsam wieder verschwindet. Die natürlichen Hautfalten an den Gelenken vertiefen sich durch die aufschwellenden Gliedmassen. Die Haut ist stark gespannt. Auch hier können Neigungen zu Hautinfektionen auftreten. Die betroffenen Gliedmassen fühlen sich bleischwer an.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose kann primär durch die Inspektion und Palpation der Schwellungen durchgeführt werden. Mit dem Blick auf die Zehen unterscheidet der Mediziner zwischen dem primären und dem sekundären Lymphödem. Die Prüfung des Stemmerzeichens und das Eindrücken der Haut gibt ebenfalls Auskunft darüber, ob ein Ödem vorhanden ist.

Weiter können auch andere Untersuchungen veranlasst werden:

  • Anamneseerhebung

Verschiedene Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme, Adipositas oder das metabolische Syndrom können Lymphödeme verursachen.

  • Blutuntersuchungen

Blutwerte der Niere und der Leber zum Ausschluss von Nieren- und Lebererkrankungen; Hormonabklärung zum Ausschluss eines hormonell indizierten Lypmhödems

Dabei wird auf Veränderungen des Haut- und Unterhautgewebes kontrolliert.

Ein Röntgen gibt Aufschluss über vorhandene Raumforderungen, welche auch bei einem Lymphödem auftreten.

  • Lymphabflussszintigraphie

Eine Szintigraphie gibt Auskunft über die Funktion eines Organs. Dabei wird ein Radionuklid in die betroffene Stelle injiziert und anschliessend mit einer Gammakamera verfolgt, wie sich dieses ausbreitet.

  • Nah-Infrarot-Fluorszenz

Hierbei wird der Lymphfluss kontrolliert.

Schwellungen können auch bei Gelenksergüssen oder bei einer venösen Insuffizienz auftreten. Daher ist es wichtig eine solche Erkrankung erst auszuschliessen, bevor ein Lymphödem eindeutig diagnostiziert werden kann.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf ist je nach Art des Lymphödems unterschiedlich. So sind bei primären Lymphödemen immer wiederkehrende Therapien notwendig. Dies, weil die Erkrankung angeboren ist. Eine endgültige Heilung ist nicht zu erwarten. Die Ödeme können bei adäquater Behandlung abheilen, kehren aber je nach Ursache früher oder später wieder zurück.

Bei einer sekundären Lympherkrankung ist der Krankheitsverlauf abhängig von der Behandlung der Ursache. Sie wird dabei von der gewählten Therapieart beeinflusst. Bei konsequenter Therapie und guter Abheilung der Ursprungserkrankung lassen sich die Ödeme mit guten Heilungschancen behandeln.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es ist sehr schwierig eine Aussage zur Häufigkeitsrate zu machen. Tatsache ist, dass es kaum Studien dazu gibt. Hinzu kommt, dass sich die Ergebnisse der wenigen Studien stark unterscheiden.

So sind laut einer Studie aus dem Jahre 1990 von U. Schwarz, Földiklinik, gut 7 % der Deutschen von primären Lymphödemen betroffen. Das würde bedeuten, dass rund 5.6 Millionen Einwohner, von insgesamt 80 Millionen, an primären Lymphödemen leiden. Durchschnittlich tritt das sekundäre Lymphödem allerdings doppelt so häufig auf wie das primäre. Demnach käme man auf eine Zahl von gut 15 Millionen Betroffenen.

Laut einer anderen Studie unbekannten Ursprungs ist die Häufigkeit mit 0.5 ‰ anzugeben. Demnach wären ca. 40000 Deutsche von einem primären Lymphödem betroffen. Insgesamt also etwa 120000 Betroffene.

Der Bund gibt jährlich die gemeldeten Diagnosedaten der Spitäler bekannt. Dies in Unterscheidung der verschiedenen Ödemarten.
2015 wurden 5400 Lymphödeme diagnostiziert. 24 davon als hereditäres Lymphödem, 193 nach einer Mastektomie und 5183 waren andernorts nicht klassifizierbare Lymphödeme.

2010 waren es 4277 Diagnosen. 67 hereditäre Lymphödeme, 198 Lymphödeme nach einer Mastektomie sowie 4012 andernorts nicht klassifizierbare Lymphödeme.

2005 diagnostizierten die Ärzte 3484 Ödeme. 51 hereditäre Lymphödeme, 255 Lymphödeme nach einer Mastektomie und 3178 andernorts nicht klassifizierbare Lymphödeme.

Denn Trend beobachtend fällt auf, dass die Diagnosedaten allgemein stetig zunehmen. Lymphödeme nach einer Mastektomie treten jedoch eher weniger häufig auf. Grund dafür könnten die verbesserten Operationskriterien und die bessere Aufklärung sowie die schnelleren Arztkonsultationen durch die Patientinnen sein. Eine Mastektomie lässt sich heute eher hinauszögern, aufgrund der besseren Behandlungsoptionen.

Die Häufigkeit ist geschlechtsspezifisch. So sind Frauen etwa neunmal häufiger betroffen als Männer.


Komplikationen bei der Krankheit

Ein Lymphödem kann verschiedene Komplikationen machen.

Durch eine Verletzung dringen Bakterien in die Haut ein und es entsteht eine Entzündung. Die Verletzungen finden dabei im Bereich des Ödems statt. Meist dringen die Bakterien durch kleinste Verletzungen ein. Grosse Verletzungen rufen selten eine Wundrose hervor. Symptome sind Schüttelfrost, hohes Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Im Bereich der Verletzung kommt es zu einer flächigen Rötung, Überwärmung und brennenden Schmerzen. Die Rötung endet spätestens dort, wo der Lymphabfluss wieder frei funktioniert.

  • Lymphzysten und Lymphfisteln

Lymphzysten sind erweiterte
Lymphbahnen. Sie sind sehr klein und stehen unter Druck. An der Hautoberfläche werden sie als kleine Bläschen sichtbar. Diese Bläschen können schon bei leichtem Druck aufplatzen. Dabei tritt Lymphflüssigkeit aus, welche bei starkem Lymphbahnendruck über Stunden oder sogar Tage fliessen kann. Hierbei wird dann von einer Lymphfistel gesprochen.

  • Gutartige Hauttumore

Die starke Spannung und der starke Gewebedruck auf die Haut kann gutartige Hauttumore verursachen. Diese werden Papillome genannt. Eine Druckminderung durch Kompressionsstrümpfe oder Lymphdrainage lässt die Papillome meist wieder verschwinden.

  • Pilzerkrankungen

Meist treten Pilzerkrankungen dort auf, wo es feucht und warm ist, z. B. zwischen den Zehen. Durch die Pilzerkrankung wird die Haut brüchig und rau. Deshalb geht eine Pilzerkrankung oft mit einer Wundrose einher. Wichtige Voraussetzung um bei einer Pilzerkrankung nicht zusätzlich an Wundrose zu erkranken, ist daher die korrekte Behandlung der Pilze.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da einem Lymphödem schwerwiegende Krankheiten zu Grunde liegen können, ist es wichtig die Anzeichen für ein solches erkennen zu können. Geschwollene Beine nach dem Sport sind noch kein Grund über ein Lymphödem nachzudenken.

Sind die Schwellungen jedoch schon länger vorhanden, fühlt sich der Körperteil schwer und plump an und bleibt auf Druck eine Delle zurück so ist ein Ödem wahrscheinlich. In diesem Fall ist es ratsam einen Arzt zu konsultieren.

Ob es sich nun um ein Lymphödem, ein venöses Ödem oder ein Lipödem handelt, kann der Arzt mit Hilfe der genannten Untersuchungsmethoden schnell und einfach abklären. Je schneller die Ursache gefunden wird, desto weniger Gewebsschäden bleiben zurück.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die Therapie ist zweigleisig.

Bei einer bekannten Grunderkrankung, z. B. Diabetes mellitus, ist es wichtig, diese angemessen zu behandeln. Andernfalls wird ein Lymphödem nie richtig abheilen können. Sind die Ödeme abgeheilt, sollte die Behandlung der Grunderkrankung nicht vernachlässigt werden um ein Wiederkehren der Ödeme nicht zu begünstigen.

Folgende Behandlungsmethoden sind bei einem Lymphödem möglich:

  • Manuelle Lymphdrainage

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine physikalische Therapie. Ziel ist es, die betroffenen Körperteile zu entstauen und den normalen Lymphfluss wieder herzustellen. Der Therapeut aktiviert das Lymphsystems mit verschiedenen Grifftechniken. Diese erhöhen die Pumpfrequenz der Muskelzellen im Gewebe und somit die Durchflussrate. Nebenbei wirkt eine Lymphdrainage beruhigend, schmerzlindernd und auf die Muskeln spannungslindern.

  • Kompression

Die Kompressionstherapie soll die Lymphzirkulation fördern. Durch die Verkleinerung des Gefässdurchschnitts wird die Flussgeschwindigkeit der Lymphe erhöht und der Abfluss erleichtert. Eine Kompressionstherapie kann mittels Kompressionsstrümpfen oder Kompressionsverbänden durchgeführt werden.

  • Apparative Intermittierende Kompression (AIK)

Ähnlich wie bei der Bestrumpfungskompression geht es hier um die Förderung der Lymphzirkulation. Allerdings wird die Kompression nicht durch einen Strumpf oder Verbände gewährleistet, sondern mit einem Luftkissen erzeugt. Dieses umschliesst das Bein und ein Kompressor erzeugt einen variablen Druck.

  • Kombinierte physikalische Entstauungstherapie (KPE).

Hierbei handelt es sich um eine Kombinationstherapie der verschiedenen Therapieformen. Neben der manuellen Lymphdrainage und der Kompressionstherapie sind hier Bewegungsübungen und die richtige Hautpflege inbegriffen. Mit Bewegungsübungen sind gezielte Gymnastikübungen gemeint, welche die Steigerung des Lymphtransportes fördern. Die Hautpflege soll vor allem dem Schutz vor Infektionen dienen. Sie erfolgt durch eine tägliche Begutachtung der Haut und sofortigen Massnahmen bei einer Auffälligkeit.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Einem Lymphödem vorzubeugen ist kaum möglich. Eine Impfung dagegen gibt es nicht. Allerdings kann das Risiko an einem Lymphödem zu erkranken minimiert werden.

Risikofaktoren sind:

Übergewicht birgt viele Gefahren. Ödeme sind dabei keine Seltenheit. Bei starkem Übergewicht sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Bei einer Neigung für Ödeme ist es besonders wichtig auf eine gesunde Ernährung zu achten. Eine ausgewogene Ernährung und viel Flüssigkeit können Ödemen entgegenwirken.

  • Sport

Regelmässiger Sport schützt vor vielerlei Erkrankungen. Durch die sportliche Betätigung wird die Muskeltätigkeit aktiviert. Dadurch wird auch der Lymphfluss erhöht. Dabei muss kein Extremsport getrieben werden. Auch leichte Bewegung hilft schon.

Stress sorgt dafür, dass sich die Lymph- sowie auch die Blutbahnen verengen. Dies kann neben Ödemen auch zu verschiedenen anderen Erkrankungen führen.

Sollte eine Grunderkrankung vorhanden sein, so ist eine gute Compliance (Einhaltung der Therapiestrategie) Grunddvoraussetzung um Folgeerkrankungen wie z. B. Lymphödemen vorzubeugen.

Da Lymphödeme nicht von heute auf morgen auftreten, reicht auch oft schon genaues Hinsehen in Kombination mit einer gesunden Lebensführung um Lymphödemen gar keine Chancen zu bieten.


Prognose zur Heilung

Eine Prognose ist sehr schwer abzugeben. Die Heilungschancen sind stark abhängig von der Grunderkrankung und der Therapie der Ödeme. Auch zwischen einer primären und einer sekundären Lympherkrankung muss hier wieder unterschieden werden.

Bei der primären Lympherkrankung ist eine hundertprozentige Heilung ausgeschlossen. Die angeborene Neigung zu Ödemen, unabhängig ihrer Ursache, lässt diese immer wieder auftreten. Durch konsequente Präventivmassnahmen lassen sich die Ödeme jedoch gut in Schach halten.

Bei der sekundären Lympherkrankung kann eine Abheilung sehr gut möglich sein. Durch die Genesung der Grunderkrankung oder einer mit z. B. Medikamenten gut eingestellten Grunderkrankung sind die Heilungschancen gut bis sehr gut.

Die Therapieansätze zielen zwar auf eine Heilung der Ödeme ab, jedoch spricht nicht jeder gleich auf die Behandlung an. Oft sind mehrere Behandlungsmethoden gleichzeitig notwendig und manchmal müssen erst verschiedene Methoden ausprobiert werden.

Im Allgemeinen sind die Prognosen zur Heilung der Ödeme daher gut bis sehr gut, die Rückfallquoten, vor allem bei der primären Lympherkrankung, aber ebenfalls zu erwähnen.

Differentialdiagnose Lipödem

Ein Lipödem ist eine Häufung von Fettgeweben, genauer dem Unterhautfettgewebe, meist an den Hüften und an den Oberschenkeln auftretend. Diese Häufung kann sich auf die Oberarme und später auch auf die Unterschenkel, Unterarme und den Nacken ausweiten. Die Flüssigkeitseinlagerungen aus dem umliegenden Gefässsystem verursachen ähnliche Schwellungen wie ein Lymphödem. Allerdings ist die Ursache hierbei keine Schädigung der Lymphsysteme, kann jedoch eine solche im weiteren Verlauf der Erkrankung auslösen.

Ursachen
Was genau ein Lipödem verursacht ist bis heute nicht geklärt. Aufgrund einer familiären Häufigkeit wird davon ausgegangen, dass die Genetik mitspielt. Häufig sind auch hormonelle Schwankungen als Ursache nicht ausgeschlossen.

Symptome
Erstes Symptom ist meisten eine Gewichtszunahme aufgrund des wachsenden Fettgewebes. Viele Betroffene deuten diese Gewichtszunahme im ersten Moment als normal. Auffällig ist jedoch, dass die Füsse und Hände sowie zunächst auch der Rumpf nicht betroffen sind. Ebenfalls besonders ist das Ungleichgewicht zwischen Ober- und Unterkörper in der Proportionalität. Das Fettwachstum kann dabei ebenso gleichmässig wie einseitig auftreten. Auch das cellulite-artige Aussehen der Haut ist ein Hinweis.

Diagnose
Ein Lipödem kann oft schon durch eine Inspektion und Palpation diagnostiziert werden. Da die Schwellungen druckempfindlich sind und sich schnell blaue Flecken bilden, hilft der „paradoxe Kneiftest“. Dabei kneift der Mediziner einmal an der Beininnenseite des Oberschenkels und einmal aussen. Während normalerweise der Schmerz innen stärker empfunden wird als aussen, ist es bei einem Lipödem genau umgekehrt.
Mit dem Stemmertest wird zwischen einem Lymph- und einem Lipödem unterschieden.
Weitere Untersuchungsverfahren können ein Ultraschall, eine Magnetresonanztomographie oder eine Computertomographie sein.

Therapie
Die Therapie eines Lipödems entspricht in etwa der Therapie eines Lymphödems.

  • komplexe physikalische Entstauungstherapie
  • Kompressionsverbände
  • Diuretika

Prävention
Möglichkeiten einem Lipödem vorzubeugen ist derzeit nicht möglich, da die Ursachen nicht völlig geklärt sind.
Der Verlauf der Erkrankung kann jedoch positiv beeinflusst werden. Bei einer Diagnose im Frühstadium der Erkrankung lassen sich Wassereinlagerungen oft lange aufhalten.

Wird die Erkrankung erst später erkannt, kann eine gute Entwässerungstherapie Schmerzen lindern und Folgeerkrankungen hinausschieben.


Alternative Behandlungsmethoden

Ein Lymphödem wird meist mit alternativen Methoden behandelt. Ein chirurgischer Eingriff wird normalerweise erst als letzte Massnahme durchgeführt. Es gibt neben den Behandlungsmethoden jedoch auch bestimmte Verhaltensregeln, welche beachtet werden sollten.
Bei leichten Schwellungen kann das Hochlagern des betroffenen Körperteils oft schon Linderung verschaffen.

Enge und einschnürende Kleidung sollte nicht unbedingt getragen werden, da dabei die Lymphbahnen abgequetscht werden.
Um Folgeerkrankungen zu verhindern sollten Verletzungen vermieden werden.

Folgende weitere Therapieformen können angewendet werden:

  • Physiotherapie

Bei der Physiotherapie wird mit sanften Übungen versucht, das Lymphsystem zu entstauen und die Beweglichkeit zu erhalten. Beispiele hierfür sind die Bewegungstherapie im Wasser, die Manualtherapie oder die Gangschule.

  • Apparative intermittierende Kompression

Die AIK kommt dann zum Einsatz, wenn eine herkömmliche Kompressionstherapie nicht oder nur unzureichend Wirkung zeigt. Sie kann bei Ödemen an den Armen und vor allem Beinen angewendet werden.

  • Thermotherapie

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Kompressionstherapie. Durch die Kompression mit Wärmeapplikationen wird dem Körper gezielt Wärme zugefügt mit dem Ziel die Heilung zu beschleunigen. Diese Art der Therapie stammt aus China und wird dort seit Langem zur Behandlung von Ödemen eingesetzt. Die Wirksamkeit der Thermotherapie wird derzeit über verschiedene Studien geprüft.

Eine weitere Möglichkeit sind Bewegungs- und Atemtherapien. Das Ziel hierbei ist es denn Körper als Ganzes zu aktivieren. Daher kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage wie z. B. Velofahren, schwimmen, Langlaufen oder begleitetes Krafttraining.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt verschiedene Hausmittel, welche bei Lymphödemen ausprobiert werden können.

Das Ziel der Akupunktur-Massage ist es die Flussbedingungen wieder herzustellen und einen energetischen Ausgleich zu schaffen. Der Therapeut teilt den Energiekreislauf nach bestimmten Kriterien auf. Die dadurch entstehenden Mediangruppen werden in verschiedenen Therapiephasen bearbeitet. Durch das Ausstreichen der Medianpunkte und die Stimulation der Organsysteme soll der Energiekreislauf harmonisiert und so eine Genesung ermöglicht werden.

Eine Aromatherapie dient dazu Emotionen im Gehirn auszulösen. Diese können den Hormonhaushalt und das Nervensystem beeinflussen. Es gibt verschiedene Arten der Aromatherapie. Duftlampen, Essenzen zum Einreiben oder flüssige Duftstoffe zum Inhalieren werden je nach Bedarf unterschiedlich eingesetzt. Um das Lymphsystem zu beeinflussen werden Fichte; Gewürznelken; Knoblauch; Rosmarin; Salbei oder Zwiebeln verwendet.

  • Ernährung

Die Ernährung spielt eine grosse Rolle für unsere Gesundheit. Sie beeinflusst auch stark den Heilungsprozess bei Lymphödemen. Dabei sind ein paar einfache Grundregeln zu beachten. Zucker, Süssigkeiten, Eier und Milch sollten nur in geringen Mengen konsumiert werden. Fettige Esswaren und Schweinefleisch, wenn möglich, ganz meiden. Um das Immunsystem zu stärken sind hingegen vegetarische Lebensmittel und Vollwertkost besonders geeignet.

  • Zahnstörfelder

Was hier besonders fremdartig klingt, hat einen wesentlichen Anteil an verschiedenen Erkrankungen. So können tote Zähne den gesamten Organismus stören, Amalgam-Füllungen sind sogar gefährlich. Bei einer Lympherkrankung macht es daher Sinn auch einmal die Gesundheit der Zähne zu kontrollieren.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Folgende Heilkräuter und Heilpflanzen können bei Ödemen eingesetzt werden:

Wassertreibende Kräuter als Tee zubereitet

  • Kornblumen
  • Borretsch
  • Dornige Heuhechel
  • Stechender Mäusedorn
  • Liebstöckel
  • Brennessel

Dies sind nur einige Beispiele. Es gibt unzählige Varianten für wassertreibende Kräuter-Aufgusse.

Antiinfektiöse Kräuter
Feldsalat hat eine antiinfektiöse Wirkung und kann daher bei einer Infektionsgefahr oder einer infektiösen Lymphentwicklung eingesetzt werden.

Entzündungshemmende Kräuter
Verschiedenste Heilkräuter haben eine entzündungshemmende Wirkung, z. B.:

  • Arnika
  • Beinwell
  • Dill
  • Espe
  • Kamille
  • Frauenmantel
  • Gänseblümchen
  • Pfeffer

Die Vielzahl der Kräuter lässt eine immenses Spektrum an heilungsfördernden Massnahmen zu. Da aber viele Kräuter mehr als nur eine heilende Eigenschaft aufweisen, sollten diese nicht ungehemmt genutzt werden. Es ist wichtig sich über die weiteren Wirkungsweisen der Kräuter gründlich zu informieren und sich wenn möglich ein Profil erstellen zu lassn, wann welche Kräuter Sinn machen. Ebenfalls sollte der behandelnde Arzt Bescheid wissen zwecks Interaktionen mit krankheitsbedingten Medikamenten. So kann die ärztliche Behandlungsmedikation optimal unterstützt werden.

Ätherische Öle

Gegen die Symptome bei Lymphödemen können folgende Aromen in Form von ätherischen Ölen eingesetzt werden:

  • Kardamom

Kardamom gehört zu den Ingwergewächsen und stammt aus Asien. Aus den Samen der Pflanze lassen sich die wertvollen Ölen extrahieren. Es besteht aus über 120 Verbindungen, welche verschiedene Erkrankungen bei der Genesung unterstützen können. Die muskelentspannende Wirkung soll die Lymphbahnen entlasten.

Die Grapefruit, ein Hybrid der Pampelmuse und der Orange, stammt aus Jamaica und wurde erstmals im 18. Jahrhundert kultiviert. Ihr Öl wirkt kühlend, reinigend und abschwellend. Die lymphanregende Wirkung hilft das Lymphsystem zu reinigen und Wassereinlagerungen zu reduzieren.

  • Dill

Diese Pflanze ist seit Langem bekannt für ihre heilende Wirkung. Sie wurde bereits im alten Ägypten eingesetzt, was Grabungen beweisen. Dill wirkt muskelentspannend und wärmend. Eine optimale Kombination um den Lymphfluss wieder anzuregen und die Heilung der Stauung zu beschleunigen.

  • Geranium

Die Geranie ist eine Blütenpflanze, welche ursprünglich aus Marokko stammt. Ihr Öl wirkt sehr vielseitig und ist besonders hautfreundlich. Bei Lymphödemen kommt vor allem die reinigende und entzündungslindernde Eigenschaft zum Einsatz. Eine weitere Möglichkeit Geranium bei Lymphödemen einzusetzen ist die wundheilende Wirkung.

Homöopathie & Globuli

Auch mit homöopathischen Globuli lässt sich das Lymphsystem in gewissem Masse beeinflussen. Folgende Beispiele sind mögliche Varianten:

  • Globuli Lycopodium clavatum C5

Dieses Globuli ist allgemein bekannt als Bärlapp. Die Pflanze gehört zu den Gefässsporenpflanzen und ist gleichermassen in Asien, Europa und Amerika beheimatet. In Bezug auf Ödeme ist ihre wassertreibende Eigensschaft massgebend.

Natriumsulfat, ein Arzneimittel mineralischen Ursprungs, kann für verschiedene Zwecke genutzt werden. Im Falle eines Lymphödems kann es bei Hauptproblemen mit Wassereinlagerungen eingesetzt werden.

Der Riesenbovist ist ein Pilz, der schon in alten Kräuterbüchern als Heilmittel genannt wird. Seine Wirkung soll blutstillend und wundheilend sein, daneben soll der Riesenbovist entzündungshemmend wirken.

Schüssler-Salze

Folgende Schüssler-Salze sind bei Lymphödemen hilfreich:

Nr. 2 fördert unter anderem den Zellaufbau und eine gesunde Muskelbewegung. Daher ist es unterstützend geeignet für einen normalen Lymphfluss und beruhigt die Nerven. Es wirkt lockernd auf verkrampfte und verhärtete Muskeln.

Die entgiftende Wirkung dieses Salzes hilft unter anderem gegen Schwellungen und Hautprobleme. Ein Mangel an Kalium kann zu verschiedenen Erkrankungen führen. Kalium kann auch in Umschlägen, Wickeln oder Inhalationen Anwendung finden.

Dieses Salz wirkt muskelentspannend und beruhigend auf die Nerven. Besonders wirksam soll Schüssler-Salz Nr. 7 als heisses Getränk, also in heissem Wasser aufgelöst, sein.

Natrium phosphoricum hilft bei Störungen des Säure-Basen-Haushalts. Eine Übersäuerung des Körpers verursacht diverse Erkrankungen. Bei einem Natrium-Mangel greift der Körper schlussendlich auf die Reserven im Lymphsystem zurück, was wiederum Ödeme auslösen kann.

Diät & Ernährung

Die Ernährung sollte darauf abzielen den Körper nicht zu Übersäuern. Eine Übersäuerung ist häufig der Grund für entzündliche Prozesse im Körper. Daher sind fettige Esswaren und Schweinefleisch zu vermeiden. Zucker, Eier, Milch und Süssigkeiten wirken ebenfalls eher Übersäuern, wenn sie in grossem Masse konsumiert werden. Diese sollten daher nur geringfügig konsumiert werden.
Gemüse, Früchte und Vollkornprodukte hingegen können unbedenklich konsumiert werden.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist bei Lymphödemen genauso sinnvoll wie ein gesunder Lebensstil.

Werden Diäten zum Zweck der Gewichtsabnahme durchgeführt, so sollte dabei auf ein Gleichgewicht des Ernährungsplans geachtet werden. Bei einer Lymphproblematik ist es daher sinnvoll einen Diätplan durch einen Ernährungsberater überprüfen zu lassen.


FAQ – Fragen & Antworten

Wofür ist das Lymphsystem gut?
Das Lymphsystem ist Teil unseres Immunsystems. Das Lymphsystem zieht sich wie die Blutgefässe durch den gesamten Körper.
Die Lymphozyten, welche im Lymphsystem gebildet werden, sind die „Wächter“ unseres Körpers. Sie zerstören Schadstoffe und Eindringlinge, wie Bakterien, Viren oder Parasiten an vorderster Front.

Wie kann es zu einem Lymphödem kommen?
Bei einer ungenügenden Lymphkapazität, einer starken entzündlichen Erkrankung oder bei einer Lymphozytenerkrankung kann es zu einem Lymphstau in den Lymphbahnen kommen. Der Lymphstau ist dabei meist vor einem Lymphknoten. Durch den grossen Andrang von Schadstoffen, welche sich anstauen, kommen die Lymphozyten nicht mehr mit ihrer Arbeit nach. In der Folge dringt Lymphflüssigkeit in das umliegende Gewebe und das betroffene Körperteil schwillt an.

Was ist der Unterschied zwischen einem Lymphödem und einem Gefässödem?
Das Lymphödem bezieht sich auf Flüssigkeitseinlagerungen, welche aus dem Lymphsystem in das umliegende Gewebe dringen. Bei einem Gefässödem dringt die Flüssigkeit aus den Blutbahnen in das umliegende Gewebe. Ein Lymphödem von einem Gefässödem zu unterscheiden ist nicht ganz einfach, da die Symptome ähnlich sind.

Kann ein Lymphödem geheilt werden?
Ein Lymphödem kann geheilt werden, wenn es aufgrund einer Grunderkrankung als sekundäres Lymphödem entstand. Voraussetzung dafür ist, eine Genesung oder Stabilisierung der Grunderkrankung.
Bei einem primären Lymphödem hingegen ist diese Voraussetzung nur gering oder gar nicht gegeben. Daher ist eine vollständige Heilung ausgeschlossen, bzw. treten die Ödeme immer wieder auf.

Kann ich einem Lymphödem vorbeugen?
Grundsätzlich können Lymphödeme jederzeit unter gewissen Voraussetzungen, z. B. Krebserkrankungen, auftreten. Das Lymphsystem ist sehr komplex und wird ausserdem kaum beachtet, solange keine gesundheitlichen Probleme auftreten. Daher ist es schwierig einem Lymphödem bewusst vorzubeugen.
Ein gesunder Lebensstil und eine gesunde Ernährung sind deshalb das A und O für eine starke Lymphabwehr.

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